Moskaus Problem: Es muss mit Schwachköpfen und Vasallen verhandeln!

Strategic Culture Foundation, 10.02.15 ( http://www.strategic-culture.org/news/2015/02/10/moscow-problem-dealing-with-imbeciles-and-vassals.html )

Russland ist in einem Dilemma. Wie soll es eine friedliche Lösung des Ukraine-Konfliktes aushandeln und einen schrecklichen größeren Krieg vermeiden, wenn es sich mit Schwachköpfen und deren Vasallen auseinandersetzen muss? Wir meinen damit die führenden Politiker der USA und Europas in der angegebenen Reihenfolge. Wer versucht, ein Gespräch mit Schwachköpfen zu führen, hat das Problem, dass sie einfach unfähig sind, irgendetwas außerhalb ihrer Borniertheit wahrzunehmen. Sie leiden unter kognitiver Dissonanz (wahnhaften Wahrnehmungsstörungen, s. dazu auch http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz ) und sind auch noch stolz darauf. Diejenigen, bei denen diese Dissonanz sehr ausgeprägt ist, werden sogar noch als besonders stark gefeiert. Dummköpfe sind uneinsichtig; in ihrer ignoranten und herrischen Weltsicht lehnen sie jede vernünftige und realistische Perspektive ab. Eine innere Sperre hindert sie daran, ihre Ansichten zu korrigieren; sie beharren stur auf ihrem eigenen idiotischen Standpunkt. Das Problem im Umgang mit Vasallen besteht darin, dass sie nicht von dem ihnen diktierten Kurs abweichen dürfen, selbst wenn sie noch über Reste eigenständigen Denkvermö- gens verfügen und erkennen können, dass eine alternative Perspektive richtiger oder wenigstens vernünftiger wäre. Das ist das Dilemma, in dem sich Russland befindet, wenn es mit Washington und dessen europäischen Verbündeten über den Ukraine-Konflikt verhandelt. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat in der Rede, die er auf der Sicherheitskonferenz in München gehalten hat, die systematische Störung der internationalen Ordnung durch Washington und die mangelnde Unabhängigkeit der Europäer beklagt (s. http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP03015_100215.pdf ).

Lawrow wurde dafür ausgelacht, dass er die historische Wahrheit gesagt und sie mit zutreffenden Argumenten belegt hat. Die idiotischen US-Vertreter schlugen mit (unhaltbaren) Behauptungen und falschen Anschuldigungen jeden vernünftigen Dialog aus. Sie trugen nur ihre eigenen Propagandathesen vor, entlarvten sich mit jedem Wort als Lügner und waren auch noch stolz darauf! Gott schütze die USA! Auch Präsident Barack Obama, der noch als einer der klügsten US-Politiker gilt, ist offensichtlich nicht in der Lage, die zwanghaft anmutenden Versicherungen seiner Militärs zu durchschauen, die ohne jeden Beweis behaupten, Russland sei schuld an dem UkraineKonflikt.

Als ihn die deutsche Kanzlerin in dieser Woche im Weißen Haus besuchte, erklärte Obama, er denke darüber nach, dem Kiewer Regime todbringende Waffen zu liefern, „damit sich die Ukraine gegen die separatistische Aggression verteidigen“ könne. Auch Obama beschuldigte Russland, den Konflikt immer wieder anzuheizen und die territoriale Integrität der Ukraine „mit Waffengewalt“ zu verletzen. Und wie sieht die Wirklichkeit aus? Ukrainer russischer Herkunft werden in ihren Häusern, Kellern, Schulen und Straßen von Soldaten des vom Westen unterstützten Kiewer Regimes umgebracht; ukrainische Truppen (und faschistische Milizen) sind vor 10 Monaten in die Ostukraine eingefallen, haben über 5.500 Russen umgebracht und mehr als eine Million vertrieben. Obama verurteilt aber nicht die eigentlichen Angreifer, denen er sogar noch zusätzliche Waffen liefern will, sondern die so genannten „separatistischen Aggressoren“. US-Politiker, die auf der politischen Leiter unter Obama stehen, treiben es sogar noch schlimmer. Vizepräsident Joe Biden sagte am letzten Wochenende auf der Sicherheitskonferenz in München, weil die Ukrainer das Recht hätten, sich zu verteidigen, müssten die USA sie militärisch unterstützen, damit sie die „russische Aggression“ abwehren könnten. Nun, Herr Biden, haben Ukrainer russischer Herkunft kein Recht auf Selbstverteidigung? Wollen Sie ihnen das absprechen? Sind das keine Ukrainer? Oder sind sie als Ukrainer russischer Herkunft in Ihren Augen weniger wert? John Kerry, der höchste Diplomat der USA, angeblich ein weltmännischer, mehrsprachiger Kosmopolit, erhebt ebenfalls immer wieder die gleichen grund- und hirnlosen Beschuldigungen gegen Russland, und unterstellt ihm, „die größte Bedrohung für die Ukraine“ zu sein. Auch Kerry will Waffen an Kiew liefern, um Russland eine Lehre zu erteilen. Waffen an Kiew liefern wollen auch Ashton Carter, der neue US-Verteidigungsminister, Frau Michel Flournoy, die Verteidigungsministerin werden will, wenn Hillary Clinton 2016 zu Präsidentin gewählt werden sollte, Bobby Jindal, ein aussichtsreicher Bewerber für die Position des republikanische Präsidentschaftskandidaten, Bob Corker, der außenpolitische Sprecher der Republikaner, General Martin Dempsey, der Chef des US-Generalstabes und einige führende Mitarbeiter der außenpolitischen Think Tanks Brookings Institution und Atlantic Council. Für Waffenlieferungen an die Ukraine sind auch die Herausgeber großer Zeitungen wie der New York Times und der Washington Post. Sie alle wiederholen unermüdlich das Mantra, die Ukraine werde von Russland bedroht, und der Frieden könne nur durch Waffenlieferungen an das Kiewer Regime wieder hergestellt werden. Von dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zeichnen sie das abgegriffene Zerrbild „eines Diktators aus der Mitte des 20. Jahrhunderts“ – mit dem gleichen „Expansionsdrang wie Adolf Hitler oder Benito Mussolini“. Dabei wird geflissentlich übersehen, dass der Faschismus in der Mitte des 20. Jahrhunderts von westlichen Kapitalisten verdeckt unterstützt (s. http://www.spiegel.de/einestages/henry-ford-und-die-nazis-a-947358.html ) und dazu angestachelt wurde, die Sowjetunion anzugreifen, was 30 Millionen Russen den Tod brachte.

Diese Politik wiederholt sich heute mit der US-Unterstützung für das neonazistische Regime in Kiew, weil man hofft, damit Russland destabilisieren zu können. Am schlimmsten ist dabei, dass diese US-Idioten noch nicht einmal merken, dass sie gehirngewaschene Orwellsche Klone sind, die glauben, Krieg sei Frieden, Sklaverei sei Freiheit und die Wahrheit sei das, was man ihnen erzählt. Die US-Politiker, die an der Münchener Sicherheitskonferenz teilnahmen, taten die Bemü- hungen der deutschen Bundeskanzlerin Merkel und des französischen Präsidenten Fran- 2/8cois Hollande, die mit Putin einen politischen Dialog über die Krise in der Ukraine führen wollen, als „Bullshit“ ab. Die drei führenden Politiker wollen ihr langes Gespräch, das am letzten Wochenende in Moskau stattgefunden hat, in dieser Woche in der weißrussischen Hauptstadt Minsk fortsetzen. Es ist alles andere als sicher, dass Putin, Merkel und Hollande einen Durchbruch erzielen und das Kiewer Regime dazu bringen können, direkt mit den prorussischen Separatisten in der Ostukraine zu sprechen. Die selbstherrlichen US-Politiker werden sicher mit allen Mitteln versuchen, den direkten Dialog wieder zu kappen, bevor er richtig begonnen hat. (Der in Minsk ausgehandelte Waffenstillstand, wurde in den westlichen Medien sofort als wenig aussichtsreich niedergemacht, weil ihn die USA nicht wollen.)

Im Gegensatz zu den kriegstreiberischen US-Amerikanern ist die Mehrheit der Europäer der Meinung, dass Waffenlieferungen an die Ukraine keine Lösung sind und deshalb unterlassen werden sollten; außerdem billigen sie den Separatisten zu, gute Gründe für eine politische Autonomie zu haben, die zumindest angehört werden sollten. Führende europäische Politiker erwecken zumindest öffentlich den Eindruck, als glaubten sie die haarsträubenden Berichte, Russland wolle die Ukraine mit eigenen Truppen und verdeckter militärischer Unterstützung für die Separatisten destabilisieren, obwohl Moskau das bestreitet. Die Europäer scheinen aber wenigstens noch genug Verstand zu haben, um zu begreifen, dass unbewiesene Anklagen gegen Putin kontraproduktiv sind, und dass der Konflikt nicht so einseitig gesehen werden darf. Angela Merkel ist zugute zu halten, dass sie wenigstens bei der Ablehnung eines stärkeren militärischen Engagements in der Ukraine (bisher) standhaft geblieben ist. Auch bei ihrem Besuch in Washington in dieser Woche hat sie kategorisch neue Waffenlieferungen an die Ukraine ausgeschlossen. Führende republikanische Senatoren haben Frau Merkels Opposition gegen US-Waffenlieferungen als Einknicken vor Putin kritisiert und mit Chamberlains „Appeasement-Politik“ gegenüber Hitler auf der Münchner Konferenz 1938 verglichen (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Appeasement-Politik ). Mit den US-Schwachköpfen ist eben keine vernünftige Auseinandersetzung möglich. Sie leben geistig in einer geschichtslosen anderen Welt, die durch Propaganda und Rücksichtlosigkeit geprägt ist; sie lassen sich nicht auf einen Dialog ein, dulden keinen Widerspruch und keine Abwägung des Für und Wider. Ihre Arroganz und ihre ignorante Eitelkeit lassen einfach keine um Verständnis bemühte Kommunikation zu. Ihrer Meinung nach sind „Putin und seine russischen Horden“ an allem schuld, weil sie angeblich ein Comeback des bö- sen Sowjetimperiums wollen.

„Die USA haben doch in Kiew keinen Putsch gegen eine gewählte Regierung inszeniert! Das US-Marionettenregime in Kiew führt doch keinen Krieg gegen Menschen russischer Herkunft in der Ostukraine! Das ist doch alles Unsinn, Sie Putin-Versteher!“ (wird mir sicher vorgehalten.) Kann man sich mit solchen Leuten verständigen? Das kann man nicht. Ein zusätzliches Problem besteht darin, dass die Europäer nicht frei sind und keine unabhängige Politik machen können. Frau Merkel, Herr Hollande und viele andere führende Politiker Europas wissen sehr wohl, dass US-Waffenlieferungen an die Ukraine keine gute Idee sind, weil sie den Dritten Weltkrieg auslösen könnten.

Viele Europäer wissen auch, dass die von den USA durchgesetzten Sanktionen gegen Russland nicht nur kontraproduktiv, sondern auch unvernünftig sind, weil sie den Arbeitern, Bauern und der Wirtschaft Europas mindestens genau so schaden wie den Menschen und der Wirtschaft Russlands. 3/8In Wirklichkeit sind die europäischen Staaten Vasallen der USA. Sie können sich dem Diktat Washingtons nicht entziehen, wie absurd und schändlich es auch sei. Deutschland hat die viertgrößte Wirtschaft der Welt und wird als das Kraftwerk Europas betrachtet. Nach Ansicht des aus Deutschland stammenden politischen Analysten Christof Lehmann (s. http://www.4thmedia.org/category/christof-lehmann/ ) sind die Deutschen aber seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr politisch unabhängig. Ihnen fehle eine richtige Verfassung, wie sie ein moderner Staat brauche, und Deutschland sei immer noch von seinen „siegreichen“ Verbündeten USA und Großbritannien besetzt. „Deutschland ist de facto eine Kolonie der USA (s. https://nsnbc.wordpress.com/2012/04/06/confession/ ),“ behauptet Lehmann.

„Nach den Bestimmungen des Grundgesetzes könnten die US-Truppen auch heute noch die Regierung Deutschlands übernehmen, weil es praktisch und juristisch immer noch ein besetzter Staat, ein Vasallenstaat ist“. (Die Auffassung, dass die Bundesrepublik Deutschland auch völkerrechtlich noch ein besetztes Land ist, teilen wir nicht und liefern dafür nach der Übersetzung dieses Artikels auch eine kurze Begründung.) Das 2013 von Edward Snowden enthüllte Abhören des Mobiltelefons der Kanzlerin Merkel durch den US-Geheimdienst NSA belegt diese Aussage. Bezeichnend ist auch, dass Frau Merkel auf diese grobe Verletzung der deutschen „Souveränität“ den USA nicht die deutliche politische Antwort gegeben hat, die notwendig gewesen wäre. Sie nahm den Übergriff einfach als unabänderliches US-Privileg aus der Nachkriegszeit hin. Lehmann sagt auch, alle Bemühungen um eine unabhängige deutsche Außenpolitik, besonders wenn es um eine Annäherung an Russland ging, seien immer von den USA und Großbritannien unterbunden worden. „Alle Versuche der Kanzler Willy Brandt und Gerhard Schröder, die Beziehungen zu Russland zu verbessern, wurden von Washington und London sabotiert.“ Deshalb verdient Frau Merkel Anerkennung für die Standhaftigkeit, die sie in dieser Woche gegen eine militärische Einmischung der USA in der Ukraine gezeigt hat. Ihre abweichende Meinung könnte den Beginn einer wichtigen Veränderung in den Beziehungen zwischen den USA und Europa signalisieren. Damit hat sie eigentlich eine wichtige rote Linie Washingtons überschritten: Bisher durften es europäische Staaten und besonders Deutschland nicht wagen, die US-Hegemonie und die erwartete feindliche Distanz zu Russland in Frage zu stellen. (Wenn der Waffenstillstand nicht hält, wird sich schnell erweisen, ob Frau Merkels Einsatz wirklich ernst gemeint war.)

Merkel und Hollande können Zuspruch von Millionen normaler EU-Bürger erwarten, die der Kriegstreiberei der USA gegen Russland auf Kosten Europas sehr kritisch gegenüber stehen. Aber in Anbetracht der traditionellen Unterordnung der europäischen Vasallen unter die US-Schwachköpfe stehen die Chancen für eine friedliche Kooperation mit Russland nicht sehr gut. Die führenden europäischen Politiker sind immer noch in den Krallen Washingtons (und des US-Großkapitals) gefangen. Die angewiderten europäischen Massen könnten sie aber zu einem Ausbruch aus dieser idiotischen Allianz zwingen. (Wir haben den zornigen Artikel komplett übersetzt und mit Ergänzungen und Links in Klammern versehen. Informationen über den Autor sind nachzulesen unter http://nsnbc.- me/author/finiancunningham/ .

Nach unserer Anmerkung zum völkerrechtlichen Status der Bundesrepublik Deutschland drucken wir den Originaltext ab.) Anmerkung: Art. 7 des „Vertrages über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland“ (des 2+4-Vertrages, s. http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-einheit/deutsche-teilung-deutsche-einheit/43784/2-plus-4-vertrag ) vom 12.09.1990 lautet: (1) Die Französische Republik, die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland und die Vereinigten Staaten von Amerika beenden hiermit ihre Rechte und Verantwortlichkeiten in bezug auf Berlin und Deutschland als Ganzes. Als Ergebnis werden die entsprechenden, damit zusammenhängenden vierseitigen Vereinbarungen, Beschlüsse und Praktiken beendet und alle entsprechenden Einrichtungen der Vier Mächte aufgelöst. (2) Das vereinte Deutschland hat demgemäß volle Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten. Die vier Siegermächte UdSSR, USA, Großbritannien und Frankreich haben dem vereinten Deutschland also die volle Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten zurückgegeben. Es wird höchste Zeit, dass wir Deutschen und unsere Regierungen auch endlich vollen Gebrach davon machen.

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Argentinien fordert Achtung der Nichteinmischung

Argentinien fordert eine Achtung der Nichteinmischung

Timerman und die argentinische Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner wurden im Januar von dem Amia-Sonderstaatsanwalt Alberto Nisman beschuldigt, die Verfolgung der iranischen Verdächtigen hintertrieben zu haben.FOTO: dpa, rdp sw
Buenos Aires. Argentinien hat sich eine Einmischung der USA und Israels in die inneren Angelegenheiten bei der Aufklärung eines antijüdischen Bombenanschlags in Buenos Aires verbeten. Außenminister Héctor Timerman forderte die Einhaltung der Wiener Konvention.

Außenminister Héctor Timerman forderte von seinen Amtskollegen John Kerry und Avigdor Lieberman, dass sich die Diplomaten beider Länder in dem südamerikanischen Land an die Wiener Konvention hielten, „insbesondere in Bezug auf die Nichteinmischung“. Timerman verlas am Dienstag auf einer Pressekonferenz entsprechende Briefe an die Botschafter der USA und Israels in Buenos Aires.

Welcher Art die mögliche Einmischung sei, sagte er nicht. Argentinien sehe sich genötigt, die „Verfolgung geopolitischer und militärischer Interessen von Drittländern“ auf argentinischem Gebiet zurückzuweisen, heißt es gleichlautend in beiden Schreiben lediglich.

Zugleich erneuerte Timerman die bereits abgelehnte Forderung, die Untersuchung des Attentats von 1994 gegen das jüdische Gemeindezentrum Amia in die Verhandlungen um Irans Atomprogramm aufzunehmen. Die argentinische Justiz verdächtigt mehrere ehemalige iranische Regierungsmitglieder, den Anschlag in Buenos Aires in Auftrag gegeben zu haben. Damals starben 85 Menschen.

Timerman und Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner wurden im Januar von dem Amia-Sonderstaatsanwalt Alberto Nisman beschuldigt, die Verfolgung der iranischen Verdächtigen hintertrieben zu haben.
Die Regierung bezeichnete dies als „lächerlich“. Nisman wurde kurz darauf tot in seiner Wohnung aufgefunden. Bisher steht nicht fest, ob es sich um einen Selbstmord oder um Mord handelte.

Quelle: dpa

Schrecklicher Verdacht: ISIS verschachert Organe der Opfer

Redaktion

Wie der irakische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mohammed al-Hakim, berichtete, finanziert die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ihr auf Strömen von Blut errichtetes Kalifat u.a. mit Organhandel.

Er forderte den Sicherheitsrat auf, diese Angelegenheit dringend zu untersuchen. Wie er vor dem 15-köpfigen Gremium erläuterte, waren in versteckten Massengräbern Leichen mit Operationsnarben und etwa fehlenden Nieren gefunden worden. Diesem Vorwurf des Organhandels durch den IS müsse unbedingt nachgegangen werden.

»Wir verfügen über die Leichname. Lassen Sie sie bitte untersuchen«, erklärte er am Dienstag. »Es steht außer Frage, dass bestimmte Körperteile fehlen«, sagte der Diplomat weiter. Zudem seien zahlreiche Ärzte im Nordirak hingerichtet worden, nachdem sie sich angeblich geweigert hatten, den Leichnamen der IS-Opfer Organe zu entnehmen.

Der Islamische Staat habe sich des »vielfachen Völkermords« an ethnischen Gruppen schuldig gemacht, meinte al-Hakim. »Diese Terrorgruppen haben alle menschlichen Werte mit Füßen getreten. Gegenüber dem irakischen Volk, ob es sich nun um Schiiten, Sunniten, Christen, Turkmenen, Schabak oder Jesiden handelt, haben sie abscheuliche terroristische Verbrechen begangen.«

Nach seiner Stellungnahme berichtete dann der UN-Sondergesandte für den Irak, der Bulgare Nikolaj Mladenow, dem Sicherheitsrat, es lägen zahlreiche Berichte vor, die den Vorwurf des Organhandels erhärteten, mit dem der IS sein Kalifat zu finanzieren versuche. »Offensichtlich weitet der IS diese Taktik täglich weiter aus«, sagte Mladenow.

»Fast täglich kommt es zu Terrorangriffen, die sich willkürlich gegen alle Iraker, besonders aber gegen die schiitische Glaubensgemeinschaft sowie ethnische und religiöse Minderheiten im ganzen Land richten.« Seit Januar seien allein im Irak 790 Menschen getötet worden.

»Ebenfalls beunruhigend ist die Tatsache, dass es Berichten zufolge in den vom IS befreiten Gebieten immer häufiger zu Vergeltungsangriffen insbesondere gegen Angehörige der sunnitischen Glaubensrichtung kommt«, erklärte er.

Die im Nahmittelosten beheimatete Nachrichtenseite Al-Monitor hatte die Finanzquellen des IS genauer untersucht und erklärte nun, in einem Bericht eines Arztes, der »al-Mosuli« genannt wurde, aus dem vergangenen Jahr habe es geheißen, ausländische Ärzte entnähmen die Organe in Mossul.

Es seien arabische und andere ausländische Ärzte angeheuert worden, man habe aber darauf geachtet, dass sie nicht mit den Ärzten vor Ort zusammenarbeiten oder Kontakt aufnehmen.

Die Organe, so al-Mosuli gegenüber Al-Monitor, stammten von entführten Personen oder verwundeten Kämpfern. »Die Operationen finden in einem Krankenhaus statt, und die Organe werden sehr schnell über Netzwerke weggebracht, die auf den Handel und Transport menschlicher Organe spezialisiert sind«, sagte der Arzt und beschuldigte eine international agierende »spezialisierte Mafia« der Komplizenschaft.

Parallel zu diesen neuen schweren Vorwürfen gegen den IS wurde berichtet, die Terrormiliz habe 45 Menschen in der Nähe der Stadt al-Baghdadi bei lebendigem Leibe verbrannt.

Bereits zuvor hatte sich der IS in einem Video gerühmt, 21 koptische Christen aus Ägypten im Irak enthauptet zu haben. Zuvor waren auch zwei japanische Geiseln und ein jordanischer Pilot brutal ermordet worden.

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Amerikanische Nachrichten-Waffe gegen europäische Politiker

Orban, Zeman, Berlusconi, Strauss-Kahn und jetzt Merkel – sie alle wurden Ziele von US-Präzisionsschlägen, die mit der Informations-Waffe gegen jene europäische Politiker abgefeuert wurden, die nach Washingtons Meinung in außenpolitischen Fragen zu unabhängig geworden sind. Georgy Voskresensky enthüllt militante Freundschaften von Angela Merkel, als sie noch Mitglied der sozialistischen DDR- Jugendorganisation war.

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Anonymous erschien zum ersten Mal im Jahr 2003 auf Internet-Bildforen als eine Hacker-Gruppe, welche die Meinungsfreiheit verteidigt und als «anarchist global digital brain» wirkt. Es ist ein Instrument oder eine Waffe, die im Informationskrieg verwendet wird. Sie hat einen Vorteil – in vielen Fällen ist es extrem schwer zu definieren, wer genau sie verwendet. Aber es gab kein Problem dieser Art als Anonymous eine Fotoreportage von 1993 über Angela Merkel veröffentlichte, als sie beim Jugendclub Elbterrassen auf Besuch war und dort ein paar Skinhead und andere Freunde traf, von denen einer einen Hiltlergruß [1] machte.

Berlin reagierte mit geeigneten Erklärungen, aber es ist nicht das was wichtig ist. Die Veröffentlichung von 12 Jahre alten Bildern fand direkt vor Kanzlerin Merkels Besuch in Washington am 9. Februar statt und nach dem Treffen zwischen dem deutschen Bundeskanzler, dem französischen Präsidenten François Hollande und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau, das viele Stunden dauerte.

Anonymous fragte ob ein Politiker, der Mitglied der sozialistischen DDR- Jugendorganisation war, ein «Ostberliner Spion» und der mit Nazis umging, vertrauenswürdig sein könnte, um Deutschland zu dirigieren.

Diesem Informations-Angriff ging ein wichtiges Ereignis voraus – die Kanzlerin war gegen die Idee, der Ukraine tödliche Waffen zu liefern. Angela Merkel nahm an der Münchner Sicherheitskonferenz am 7. Februar teil und sagte «die Fortschritte, die die Ukraine braucht, können nicht mit mehr Waffen erreicht werden.» Sie wiederholte diese Haltung mehrmals während eines Besuchs in den Vereinigten Staaten und Kanada. In Amerika reagierten Senator John McCain und Victoria Nuland, die stellvertretende Staatssekretärin für europäische und eurasische Angelegenheiten, als erste. Der Senator verglich Angela Merkels und François Hollandes Gespräche mit Wladimir Putin, mit Neville Chamberlains Beschwichtigungs-Politik gegenüber Hitler. Frau Nuland wendete wie üblich eine obszöne Sprache an, als sie über das Haupt des führenden europäischen Staates sprach.

Es sei darauf hingewiesen, dass die US-Sonderdienste schon seit langem Informationen gründlich gesammelt haben, die in einer oder anderer Weise gegen die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland benutzt werden können. Im Oktober 2013 wurde bekannt, dass die NSA (National Security Agency) Angelas Handy abgehört hat und der Skandal brach aus, weil herauskam, dass die Agentur Frau Merkel seit mehr als 10 Jahren schon unter Beobachtung gehalten hatte. Sie hätte nicht erwartet und hätte auch nicht darauf bestanden, eine Entschuldigung zu erhalten, aber es sei ein schwerer Vertrauensbruch und würde große Anstrengungen kosten, um das Vertrauen wieder herzustellen, sagte die Kanzlerin. Worte wären nicht genug. Die Situation diktierte die Notwendigkeit zu Änderungen. Damals konnte die Kanzlerin kaum ihre Empörung unterdrücken. Washington blieb taub gegenüber dem, was sie sagte. Der Telefonabhörkrawall wurde ohne nachfolgende Änderungen einfach erstickt.

Angela Merkel war nicht das erste europäische Staatsoberhaupt, das in der Praxis festgestellt hat, dass Washington jeglichen Ausdruck eines «freien Denkens» der europäischen Verantwortlichen unterdrückte, vor allem, wenn es um Russland geht. Beispiele sind gut bekannt.

Ungarn unterzeichnete unter der Führung von Premierminister Victor Orban einen Vertrag mit Russlands Rosatom, um den Bau von zwei neuen Energie-Einheiten für das 100 km von Budapest entfernte ungarische Kernkraftwerk Paks zu vollenden. Die Vereinigten Staaten verhängten Sanktionen gegen Ungarn. Senator McCain, ein Politiker, der immer sehr voreilig ist, hat den ungarischen Premierminister «einen faschistischen Diktator» genannt. Präsident Putin wird jetzt von Orban eingeladen, Budapest am 17. Februar zu besuchen…

Die US-Regierung ist von der Haltung von Milos Zeman, dem Präsidenten der Tschechischen Republik, frustriert, weil er es wagt, Beweise zu fordern, dass russische Truppen in die Ukraine eingefallen wären und weil er die Vereinigten Staaten und die Europäische Union auffordert, die Sanktionen einzustellen. Amerika benutzt in diesem Land seine Kanäle für eine Kampagne, um den Präsidenten zu diskreditieren.

Zu seiner Zeit als Ministerpräsident von Italien pflegte Silvio Berlusconi zu sagen, dass das gegenseitige Verständnis zwischen Russland und den Vereinigten Staaten ein Grundpfeiler für die europäische Stabilität wäre. Er betonte, die USA hätten verantwortungslos gehandelt, als sie Elemente einer Raketenabwehr in Polen und in der Tschechischen Republik bereitstellten, die Unabhängigkeit des Kosovo anerkannten und Georgien und die Ukraine in die NATO drängten.

Strauss-Kahn, ehemaliger Generaldirektor des Internationalen Währungsfonds, fiel während seines Aufenthalts in New York einer gut geplanten und gegen ihn organisierten Provokation zum Opfer und wurde der Vergewaltigung eines schwarzen Hotel-Dienstmädchens beschuldigt. Infolgedessen musste er vor einem US-Gericht erscheinen. Später wurde bekannt, dass das Zimmermädchen gelogen hatte, aber das war nicht wichtig. Strauss-Kahn verlor seine Position im Internationalen Währungsfond und verpasste seine Chance, Präsident von Frankreich zu werden.

Orban, Zeman, Berlusconi, Strauss-Kahn und jetzt Merkel – sie alle wurden Ziele von US-Präzisionsschlägen, die mit der Informations-Waffe gegen jene europäische Politiker abgefeuert wurden, die nach Washingtons Meinung in außenpolitischen Fragen zu unabhängig geworden sind.

Das amerikanische Establishment glaubt, dass Europa gleichgeschaltet handeln müsse und der US-Politik ohne Abweichungen folgen sollte. Seiner Meinung nach ist das die Quintessenz der transatlantischen Zusammenarbeit. Kurz nach einem Treffen mit Merkel, sagte der US-Präsidenten in einem Interview mit Vox selbstzufrieden, dass die USA gezwungen seien, «das stärkste Militär der Welt» zu besitzen. Wie er weiter erklärte [2], «müssen wir gelegentlich Ländern, die nicht tun, was wir brauchen, Daumenschrauben anlegen». Er sagte es unverblümt genug, um keinen Zweifel über die US-Bereitschaft aufkommen zu lassen, jene zu zwingen, die die Ansichten über Weltprobleme anders als die Vereinigten Staaten sehen würden.

Weder europäische noch asiatische US-Verbündete (oder Vasallen?) sollten den geringsten Zweifel darüber haben. Der türkische Präsident Erdogan wird voraussichtlich der nächste sein, dem Daumenschrauben angelegt werden. Es wird ihm nicht verziehen, das Abkommen für die Türkisch-Stream-Gaspipeline mit Putin im vergangenen Jahr unterzeichnet zu haben. Die Uhr tickt.

Übersetzung
Horst Frohlich

http://www.voltairenet.org/

SPD will mehr Zuwanderer aus Türkei, Ägypten und Osteuropa

Symbolbild

Symbolbild

Es klingt wie ein Horrorszenario aus einem Albtraum entsprungen, aber diese toleranzbesoffenen Politiker in Berlin meinen es wirklich ernst – und sie machen ernst! Deutschland braucht nach Ansicht des SPD-Fraktionschefs im Bundestag, Thomas Oppermann, mehr Einwanderung. „Sechs bis sieben Millionen Erwerbstätige gehen in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand. Die werden uns fehlen. Wir müssen das jetzt angehen und nicht erst, wenn die Arbeitgeber nach Mitarbeitern suchen“, begründetet Oppermann nach einem Bericht von Welt ONLINE seine Forderung. Deutschland müsse den Menschen im Ausland signalisieren, daß sie hierzulande gewollt seien. Konkret nannte Oppermann hierbei Osteuropa, Ägypten und die Türkei.

Auch wenn er diesen Blödsinn von übervollen Sozialkassen ständig wiederholt, wird der Blödsinn nicht wahrer! Wir haben rund 10 Millionen Arbeitslose, da brauchen wir keinen dringenden Nachschub. Mehr Einwanderer würde auch mehr Kriminalität bedeuten, da brauchen wir ebenfalls keinen Nachschub.

Bereits im Dezember schwafelte Oppermann: „Wir brauchen aus ökonomischen Gründen Einwanderung. Ohne Einwanderer hätten wir in Deutschland keine Überschüsse in den Sozialkassen. Und ohne Einwanderung würden wir in ein wirtschaftliches Desaster laufen.“ Hat denn dieser Rohrkrepierer total den Verstand verloren? Die Gemeinden stöhnen unter der Last, die ihnen mit der Unterbringung der sogenannten Flüchtlinge aufgebürdet wurde und können nicht mehr die einfachsten Aufgaben bewältigen. Und diese Platzpatrone faselt über Ökonomie und Kassenlage.

http://www.netzplanet.net/

Teile und herrsche! Wie Großbritannien und die USA auf die großen Kriege hinarbeiten

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Ein österreichischer Thronfolger wird von serbischen Nationalisten erschossen, ein in einem Obdachlosenheim lebender Postkartenmaler macht Karriere als Europas größter Diktator. Das führt zu zwei schrecklichen, von Deutschland ausgelösten Kriegen mit zusammen mehr als 60 Millionen Toten. Andreas von Bülow schreibt in seinem neuen Buch Die deutschen Katastrophen über die wahren Hintergründe dieser grauenvollen Auseinandersetzungen. Er belegt anhand zahlreicher Dokumente, wie die angelsächsischen Führungsmächte Großbritannien und USA gezielt auf die beiden Weltkriege hinarbeiteten und diese zur Durchsetzung ihrer geopolitischen Interessen nutzten.

Eine Leibwache für die Lüge

»Im Krieg wird die Wahrheit so kostbar, dass sie allzeit mit einer Leibwache von Lügen umstellt werden muss«, so einst Winston Churchill, von 1940 bis 1945 und von 1951 bis 1955 britischer Premierminister, der als Lord der Admiralität nicht nur ein ausgewiesener Insider in Bezug auf den Ersten und Zweiten Weltkrieg, sondern auch ein unverdrossener Kämpfer für die Interessen des britischen Empires war.

Churchill dürfte recht haben: Obwohl über die beiden großen Kriege des 20. Jahrhunderts und die Weimarer Republik schon ganze Bibliotheken voller Bücher geschrieben wurden, blieb bislang vieles im Dunkeln. Insofern ist von Bülows neues Werk, das das »Große Spiel der Mächte« von 1914 bis 1945 zum Inhalt hat, für politisch Interessierte äußerst lesenswert.

Die Intention von Andreas von Bülow

Andreas von Bülow, 77, ein aus einer liberalen Familie stammender Sozialdemokrat, ehemaliger SPD-Bundestagsabgeordneter und Minister, darüber hinaus Autor der Buchbestseller Die CIA und der 11. September und Im Namen des Staates – Die kriminellen Machenschaften der Geheimdienste, recherchierte auch diesmal Hintergründe, die im Gegensatz zur gängigen Darstellung der Ereignisse stehen. Im Jahr 1937 in die bereits fünf Jahre alte Nazi-Diktatur hineingeboren, waren für von Bülow die Ermordung eines nahen Verwandten durch die Nationalsozialisten und die Dresdner Bombennacht vom 13. Februar 1945 das Leben bestimmende Ereignisse.

Die durch Kriegspropaganda vernebelte Machtpolitik imperialer Staaten zu durchschauen kann helfen, derartige Katastrophen für die Zukunft auszuschließen. Das ist die Intention dieses Buchs.

»Teile und herrsche«

Großbritannien, die die Welt beherrschende Seemacht, rüstete schon mehrere Jahre vor dem Ersten Weltkrieg auf und lockte mit falschen Versprechungen Frankreich und Russland in einen gegen die führende Kontinentalmacht Deutschland gerichteten Geheimpakt. Diese Vorgehensweise nach dem Prinzip »Teile und herrsche« war typisch für Großbritanniens Politik, wie Churchill 1936 in einer geheimen Grundsatzrede vor dem Unterhaus ausgeführt hat.

Über vier Jahrhunderte bekämpfte Großbritannien die jeweils stärkste, aggressivste, vorherrschende Macht auf dem Kontinent. Das bekam Philipp II. von Spanien zu spüren, später Napoleon, dann Deutschland und Wilhelm II. Dabei ging Großbritannien als Inselreich sehr geschickt vor: So wurde immer – und in der Regel mit Erfolg – versucht, mit der jeweils zweit- und drittstärksten Kontinentalmacht ein Bündnis gegen das stärkste Reich Europas zu schmieden. Die Briten (und später die USA) setzten bei den dann »unvermeidbaren« Kriegen ihre überlegene Marine ein, so auch im Ersten und Zweiten Weltkrieg bei der Seeblockade gegen Deutschland. Auf dem Schlachtfeld gestorben wurde außerhalb von England (und außerhalb der USA).

Der größte geopolitische Albtraum der angelsächsischen Mächte war (und ist für die USA auch heute noch) ein geeinter Kontinent Eurasien unter Einbeziehung von Deutschland und Russland. Denn nur dieser kann einem die weltweiten Schifffahrtsrouten kontrollierenden Imperium gefährlich werden. Wer dieses Prinzip einmal verstanden hat, kann viele geopolitische Auseinandersetzungen erklären.

Deutschland im Fokus

Wie Andreas von Bülow – und auch F. William Engdahl in einem seiner Bücher – belegt, war Deutschland im Ersten Weltkrieg nicht nur als führende Wirtschaftsmacht Europas niederzuringen, sondern vor allem, weil Deutschland in Kooperation mit Österreich-Ungarn und der Türkei mit dem Bau der Bagdad-Bahn begonnen hatte, womit eine Landverbindung zu den an Erdöl reichen Ländern des Mittleren Ostens entstanden wäre. Das geht nach britisch imperialer Logik nun wirklich nicht! Naiverweise luden Deutschland und seine Partner Großbritannien und Frankreich sogar zur Beteiligung an diesem kostspieligen Projekt ein.

Mit besonderer Betroffenheit schildert Andreas von Bülow, dessen Familie den Attentätern des 20. Juli 1944 nahe stand, wie Deutschlands demokratische Opposition in den 1930er Jahren erfolglos versuchte, Großbritannien und die USA davon abzuhalten, die Nationalsozialisten als Gegner der verhassten Sowjetunion zu unterstützen. Es gab zahllose Konsultationen bürgerlich-liberaler Nazi-Gegner, aber auch das Risiko eines nicht zu gewinnenden Weltkriegs scheuender deutscher Militärs mit Gesandten von Großbritannien und den USA.

Die Strategie dieser beiden Staaten sah jedoch ganz anders aus: Um sozialistische, gewerkschaftliche und kommunistische Aktivitäten zu unterbinden, wurden von Italien (Mussolini) über Spanien (Franco) bis Frankreich (Vichy) auf Betreiben angelsächsischer Eliten faschistische Bewegungen unterstützt und an die Macht gebracht. Der nicht ganz standesgemäße Adolf Hitler und auch dessen 500 000 Mann starke Bürgerkriegsarmee SS wurden nicht nur von deutschen Großindustriellen gefördert. Geld kam auch von US-amerikanischen Anhängern der NSDAP.

Großbritannien und die USA hätten bis zu Deutschlands Überfall auf die Tschechoslowakei Hitlers Kriegspläne durch energische Proteste stoppen können – sie taten es nicht, in der nicht ganz unrealistischen Annahme, dass Deutschland den großen Gegner Russland angreifen wird. Die unverblümt geäußerte Absicht der Briten: Je mehr deutsche und russische Soldaten sich gegenseitig abschlachten, desto besser.

Das Verhältnis zu Russland

Nach dem Zweiten Weltkrieg verhalfen die USA Nazi-Verbrechern zur Flucht nach Lateinamerika. Obwohl die Sowjetunion längst Vergangenheit ist, gilt Russland auch im Jahr 2015 in der westlichen Propaganda als Feind. Die Eskalation des Ukraine-Konflikts wurde von den USA bewusst herbeigeführt, um einen Keil zwischen Deutschland und Russland zu treiben, schreibt F. William Engdahl in seinem viel beachteten Buch Krieg in der Ukraine.

Die deutschen Bundeskanzler Willy Brandt, Helmut Schmidt (unter dem Andreas von Bülow zwei Jahre Forschungsminister war), Gerhard Schröder und Helmut Kohl setzten auf partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Russland. Diese Kontinuität deutscher Außenpolitik ist durch die aggressive Osteuropa-Politik der NATO akut gefährdet.

Quellen: PublicDomain/info.kopp-verlag.de vom 18.02.2015

http://www.pravda-tv.com/

Peru: Fernsehteam filmt UFO über Lima (Videos)

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Ein mit einer professionellen TV-Kamera gefilmtes Flugobjekt sorgt für Aufregung unter UFO-Forschern.

“Alto al Crimen” ist eine peruanische Doku-Serie, in der Polizeibeamte bei ihren Einsätzen gegen Verbrechen, Drogenkartelle und Terrorismus mit der Kamera begleitet werden. Die Show wird vom Sender Panamericana Televisión Latina seit 2012 ausgetrahlt und von Renzo Reggiardo Barreto moderiert, einem Kongressabgeordneten, der als Politiker zudem eine Sonderkommission für städtische Sicherheit leitet. Dramatische Szenen und überraschende Wendungen gehören also zum Standardrepertoire bei “Alto al Crimen” – doch das, was am 10. Februar geschah, versetzte selbst das hart gesottene Drehteam ins Staunen.

“Ich bin sehr skeptisch”, erklärt die Regisseurin der Show, Valia Barack, in einem Fernsehbericht über den Zwischenfall, “doch das, was ich gesehen habe, ist im strikten Wortsinn ein nicht-identifiziertes Flugobjekt”.

Während eines Aufsagers von Barreto entdeckten Mitglieder des Drehteams plötzlich etwas am Himmel hinter dem Moderator, der daraufhin seinen Satz unterbricht und fragt: “Was ist los?” Der Kameramann schwenkt auf einen Fleck am Himmel, der sich beim Heranzoomen als ein lilafarbenes, scheibenförmiges Etwas entpuppt. Das Objekt verharrt scheinbar regungslos am Himmel – rasche Bewegungen sind auf dem Videomaterial nicht zu erkennen. Moderator Barreto schätzt, dass das Objekt nicht unmittelbar über der Stadt schwebte, sondern weiter entfernt, “vielleicht schon über dem Meer”. Auf Grund dieser Schätzungen muss es sich um ein recht großes Objekt handeln.

Video: UFO über Miraflores/Peru: Hintergrundbericht

Fernsehproduzent Eduardo Chávez, ebenfalls Augenzeuge des Flugobjekts, hält es für ausgeschlossen, dass eine Drohne dahinter steckt: “Wir haben selbst Erfahrung mit Kameradrohnen”, erklärt er, “solche Drohnen haben eine maximale Flugzeit von 10 bis 15 Minuten. Aber dieses Objekt war dort mindestens zwei Stunden.”

Auch in Deutschland sorgt die seltsame Erscheinung für Ratlosigkeit. Gerhard Gröschel, Leiter des Instituts für technische UFO-Forschung, gilt als Experte bei der Auswertung von Videoaufnahmen. Doch was das UFO aus Peru angeht, kann er nur soviel sagen: “Es ist mit Sicherheit kein Gleitschirmflieger, da es keine abfallenden Kanten gibt. Auch ist es kein Ballon oder Ähnliches. Besonders seltsam ist die purpurne Färbung von links nach rechts. Dies ist vermutlich kein Ergebnis der direkten Sonneneinstrahlung von oben links, sondern es scheint, als würde dies vom Objekt selbst erzeugt.”

Der erste Vorsitzende des UFO-Forschungsvereins DEGUFO, Marius Kettmann, schließt Ballons, Luftschiffe, Flugzeuge und Helikopter ebenfalls aus: “Keines dieser Objekte würde zwei Stunden nahezu regungslos an derselben Stelle verharren.” Als schwierig für eine weitere Untersuchung erweist sich der Umstand, dass weder das Erscheinen noch das Verschwinden des Objekts vom Kamerateam auf Film gebannt wurde. Kettmann: “Damit steht und fällt der gesamte Fall mit den Zeugenaussagen”.

Video:

Schwer vorstellbar, dass der Moderator und Kongressabgeordnete Barreto seiner politischen Karriere mit einem gefälschten UFO-Video ein jähes Ende setzen möchte. Zudem sind im Video keine offensichtlichen Fälschungsspuren zu erkennen. Kettmann hält es dennoch für möglich, dass es sich um einen Marketingtrick der Produktionsfirma handelt, um die Einschaltquoten von “Alto al Crimen” zu steigern. Ob eine detailliertere Untersuchung weitere Erkenntnisse zu Tage bringen würde, bezweifelt er: “Wenn wir den Zeugen Ehrlichkeit zu Grunde legen und die Videobänder keine bewussten Fakes sind, dann dürfte es schwer sein, das Gefilmte zu identifizieren”.

Bereits im Jahr 2007 hatte eine UFO-Massensichtung über Lima für Aufregung gesorgt. Damals waren 30 bis 50 weiße, kugelförmige Objekte über eine Zeitdauer von zwei Stunden am Himmel beobachtet worden, die sich ebenfalls nicht von der Stelle rührten. Auch dieser Fall konnte nie aufgeklärt werden.  

Video:

UFO-Flotte über Lima am 20. Mai 2007 

Dabei stehen die Chancen in Peru eigentlich nicht schlecht, dass UFO-Sichtungen aufgeklärt werden können. Schließlich verfügt dieses südamerikanische Land seit dem Jahr 2001 über eine staatliche Behörde, die UFO-Sichtungen nachgeht. Die im Jahr 2013 als “DIFAA” neu gegründete “Forschungsabteilung für anomale Phänomene im Luftraum” dient besorgten Bürgern als Anlaufstelle, wenn diese etwas seltsames am Himmel beobachtet haben.

Die Offenheit, mit der offizielle Stellen und die Massenmedien Perus dem UFO-Phänomen begegnen, lässt Deutschland wie ein Dritte-Welt-Land erscheinen.

Quellen: PublicDomain/exopolitik.org vom 17.02.2015

Peru: Fernsehteam filmt UFO über Lima (Videos)