Journalisten vor das Tribunal!

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Jeder Massenmedienkonsument kennt das Szenario. An irgendeinem Ort auf der Welt gilt es einen mutmasslichen Diktator oder eine unbequeme Regierung zu beseitigen und am besten auch gleich der Bevölkerung einen Krieg aufzubürden, weil es Politiker so wünschen. Weltweit fühlen Journalisten sich dann von ihren Verlegern aufgerufen, die öffentliche Meinung im eigenen Land auf Krieg zu manipulieren und das grausame Schicksal von Millionen Unschuldigen herbeizuschreiben.

Dieser Tage werden wir erinnert, dass der Kriegsverbrecher und ehemalige US-Präsident George W. Bush und der ehemalige britische Premierminister und Kindermörder Tony Blair sich berufen sahen, der Weltgemeinschaft einen grausamen Krieg gegen den Irak aufzuzwingen an dessen Ende 1,2 Millionen Tote und mehr als 6 Millionen Vertriebene das Ergebnis waren. Dies wäre ihnen zweifellos nicht gelungen, hätte es nicht die Kriegs- und sensationslüsterne Meute in den Massenmedien-konzernen gegeben, die den Krieg gegen das Land unterstützt und auch teilweise geradezu ausgerufen hat, weil es die Kassen ihres Arbeitgebers füllte und natürlich auch die eigenen.

Es ist immer das gleiche Abfolgeplan nach dem die Lunte entzündet wird. Auftrag: die öffentliche Meinung soll auf Krieg manipuliert werden. In den Reaktionsräumen wird schon Jahre und Monate im Voraus geschossen und Lügenbomben werden auf die Konsumenten der Produkte der Medienkonzerne fallengelassen bevor es zu einem regulären Militärangriff kommt. Jeder Redaktionstäter handelt wie ein Soldat, um den Auftrag des Verlegers, den Krieg zu fordern und ihn für die Medienkonsumenten schmackhaft zu machen, beflissentlich befolgt. Wir haben es im Irak erlebt, in Afghanistan, in Libyen, in Syrien und aktuell in der Ukraine.

Sie bereiten den Krieg und das Blutvergiessen minutiös vor. Verleumdungen, Unterstellungen und Halbwahrheiten sind dem grausamen Spektakel und dem kommenden Töten unschuldiger Zivilisten dienlich. Jede noch so üble Story wird den Lesern, Zuhörern und Zuschauern präsentiert und ganz nebenbei der eigentliche Sachverhalt umgekehrt. Tagesaktuelle Geschehnisse werden von den grossen Nachrichtenagenturen unverifiziert übernommen, es wird Stimmung gemacht und man freut sich geifernd und glückselig auf ein monatelanges, gesteigertes Interesse der Medienkonsumenten. Man verdient sich dick und rund an den täglichen Berichten vom Krieg, zählt in der Konzernspitze selbstzufrieden die Milliarden Mehreinnahmen, lehnt sich selbstgerecht in der Villa des Verlegers und in den Redaktionssesseln zurück wenn das Ziel erreicht ist und man sich als ein Teil einer “gerechten” Mordaktion fühlt.

Sie waschen ihre Hände in Unschuld, glauben ihr mörderisches Tun bliebe unentdeckt und sie könnten nicht verfolgt werden. Aber tragen sie nicht die gleiche Schuld wie die handelnden Politiker und die Militärs? Gehören nicht auch sie vor das Tribunal in Den Haag? Kann ein Richter dieses Gerichts einen Unterschied machen zwischen Mördern in den Regierungen, denen an den Waffen oder denen in den Verlagen und Redaktionsräumen ?

Ist aber nicht auch das grosse Mehr der unkritischen Konsumenten dieser Grossen aus dem Medienbusiness mit schuld daran, dass sie so handeln? Sie lieben diejenigen die sie belügen und verachten die, die ihnen die Wahrheit sagen.

Was dann entsteht ist die künstlich erzeugte öffentliche Meinung, die alsbald nach Krieg schreit. Wir alle müssen uns hinterfragen wie lange wir dieses Spiel noch mitspielen wollen und so zum Leid von Millionen beitragen.

Quelle: PublicDomain/schweizmagazin.ch vom 18.02.2015

http://www.pravda-tv.com/

2/3 Glauben Der Lügenpresse Nicht Mehr

Kollaps der Leitmedien – ZAPP veröffentlich die Umfrage: 2/3 glauben der Lügenpresse nicht mehr

17 Dezember 2014. ZAPP vom NDR veröffentlicht die Ergebnisse der Befragung über Vertrauen in die Leitmedien: über 2/3 der Befragten glauben den Medien nicht mehr, trotzdem zeigen sich die Medien selbstsicher. Quelle: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen…

Verhandlungen Euro-Gruppe mit Griechenland – Was Bundesregierung und Medien verschweigen

Die Bundesregierung in Einklang mit den meisten Medien hat den Griechen nach dem Scheitern der Verhandlungen eine Blockadehaltung vorgeworfen. Tatsächlich wurde jedoch der griechischen Delegation am 16.2. nicht der zuvor ausgehandelte Entwurf vorgelegt, sondern ein völlig neuer, unabgesprochener. Maßgeblich soll Finanzminister Wolfgang Schäuble für diesen „Schachzug“ verantwortlich sein. RT präsentiert die Rede von Alexis Tsipras vor der Syriza-Fraktion, in der er die Hintergründe der deutschen Verhandlungsführung aufzeigt. Alarmierend!

Quelle: Ruptly

Es ist den Nachdenkseiten zu danken, dass sie die Rede des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras, gehalte am 17. Februer vor der Syriza-Fraktion, als erste in übersetzter Form der deutschen Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt haben. In seiner Rede stellt Tsipras die Manöver der Euro-Gruppen-Bürokraten noch einmal im Detail dar. Die neoliberalen Eliten Europas und insbesondere in Deutschland scheinen offensichtlich sehr genau zu wissen, was sie tun. Insbesondere

“In einem harten Verhandlungsprozess, in dem wir es abgelehnt haben, den psychologischen Erpressungsversuchen der Gläubiger nachzugeben, sind wir mit Jeroen Dijsselbloemam [Chef der Euro-Gruppe] vergangenen Donnerstag, fünfzehn Minuten vor Beginn der Sitzung des Europäischen Rates, zu einer gemeinsamen Erklärung gelangt.

Es handelt sich um die Erklärung, die auch der Europäische Rat angenommen hat und durch welche die Eurozone erstmals Abstand davon genommen hat, das Memorandum zur Bedingung des neuen Verhältnisses zwischen Griechenland und seinen Gläubigern zu machen.

Griechenland-Schulden als Spitzenthema bei Euro-Gruppen-Treffen

Griechenland-Schulden als Hauptthema bei Euro-Gruppen-Treffen

Zugleich wurde die Einschätzung und Bewertung der gemeinsamen Basis, auf welcher der Übergang vom Memorandum zum Wachstumsplan der griechischen Regierung stattfinden könne, zum Gegenstand von Verhandlungen erklärt.

Kurz vor Beginn der gestrigen Tagung der Eurogruppe, legte man uns den Entwurf eines gemeinsamen Statements vor, das von Pierre Moscovici als Gesprächsgrundlage vorgetragen wurde. Da wir uns am Rande dessen bewegten, was durch unsere roten Linien abgesteckt worden war, haben wir den Entwurf als Gesprächsgrundlage akzeptiert und uns darum bemüht, konstruktiv zur Findung einer für alle Seiten akzeptablen Lösung beizutragen.

In dem Entwurf war die Rede von einer Verlängerung der Kreditvereinbarung – und eben nicht des laufenden Programms – welche zu einer viermonatigen Übergangsvereinbarung führen würde, die den Zeitraum bis zum Abschluss eines Wachstumsprogramms für Griechenland regeln würde.

Darüber hinaus wurde die Finanzierung von Maßnahmen zur Bekämpfung der humanitären Krise erwähnt, ebenso wie technische Hilfestellungen der EU-Kommission, die zur Beschleunigung des Reformprozess beitragen sollten.

Eine viertel Stunde vor Beginn der Eurogruppe hat Herr Dijsselbloem diesen Entwurf eines gemeinsamen Statements durch einen anderen Entwurf ersetzt, der sich unserer Kenntnis entzog.

Es ist uns nicht bekannt, auf wessen Initiative hin dies geschehen ist.

Griechenland gegen ein Freihandelsabkommen (TTIP) mit den USA

Griechenland gegen Freihandelsabkommen (TTIP) mit den USA

Es ist uns nicht bekannt, auf wessen Initiative hin dies geschehen ist.

Wir sind uns jedoch darüber im Klaren, dass diese Handlung darauf abzielte, ja uns geradezu dazu drängte, von einer Einigung am gestrigen Abend Abstand nehmen zu müssen.

Bayrische Allmachtsfantasien – CSU fordert Griechenland “den Geldhahn abzudrehen”

Bayrische Allmachtsfantasien – CSU fordert Griechenland “den Geldhahn abzudrehen”

Denn dieser neue Entwurf sah nicht einfach nur die Verlängerung des Memorandums vor, sondern ging noch einen Schritt weiter. Er sah die Konkretisierung der Maßnahmen vor, die unsere Regierung zu treffen habe, damit das Memorandum nicht nur auf dem Papier fortbestünde. Man verlangt von uns nicht nur, dass die fünfte Bewertung zu Ende geführt werde und die entsprechenden Maßnahmen umgesetzt würden, sondern auch Privatisierungsmaßnahmen und das Erzielen von unerträglich hoher Primärüberschüssen, um so, künstlich, den Eindruck der Schuldentragfähigkeit zu schaffen.

Die Tatsache, dass dieses unsägliche Papier der Eurogruppe als Gesprächsgrundlage vorgelegt wurde, und ein Dokument, dem wir als Gesprächsgrundlage zugestimmt hatten, zurückgezogen wurde, macht unmissverständlich klar, dass gewisse Kreise sich bei ihren Versuchen, die griechische Regierung zu untergraben, nicht davor scheuen, mit Europa spielen.”

”Denn dieser neue Entwurf sah nicht einfach nur die Verlängerung des Memorandums vor, sondern ging noch einen Schritt weiter. Er sah die Konkretisierung der Maßnahmen vor, die unsere Regierung zu treffen habe, damit das Memorandum nicht nur auf dem Papier fortbestünde. Man verlangt von uns nicht nur, dass die fünfte Bewertung zu Ende geführt werde und die entsprechenden Maßnahmen umgesetzt würden, sondern auch Privatisierungsmaßnahmen und das Erzielen von unerträglich hoher Primärüberschüssen, um so, künstlich, den Eindruck der Schuldentragfähigkeit zu schaffen.

Die gesamte Rede kann hier nachgelesen werden.

http://www.rtdeutsch.com/

Gebührengrab ZDF: Böhmermann darf »sich einen Dreck um das Publikum« scheren

Peter Harth

Der Zuschauer ist mit Jan Böhmermann »überfordert«. Bisher wurde der Moderator im Spartenfernsehen gut versteckt. Jetzt darf er im ZDF-Hauptprogramm das Publikum vergraulen. Warum? Weil Kritiker und Journalisten Böhmermanns Arroganz lieben: Er »schert sich einen Dreck« um »Josef Ödendödel oder Hermine Lieschenmüller«. Wer normal ist, wird im ZDF gleich zweimal bestraft. Er wird nicht ernst genommen, soll dafür aber Gebühren zahlen.

Ist das Kunst, oder kann das weg? Der ZDF-Zuschauer hat entschieden: Weg mit BöhmermannsNeo Magazin Royale. Ein einziger Ausschnitt bringt die Abgründe dieser Sendung auf den Punkt: CDU-Generalsekretär Peter Tauber rennt vor Zombies im penisförmigen Lauf davon und twittert darüber.

Lustig findet das keiner, eher geschmacklos. Bereits in der zweiten Ausgabe gelingt Böhmermann deshalb ein Wunder: Er halbiert die Zahl seiner Zuschauer: Am Freitag, den 13. Februar, halten es nur 360 000 aus. Eine Woche zuvor waren es 660 000. Zum Vergleich: Die ARD holt am selben Abend mit der Humor-Sendung Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht 6,37 Millionen.

Das ZDF vergrault durch Böhmermanns kalkulierten Irrsinn sein Publikum. Aber wird die Sendung deshalb abgesetzt? Unwahrscheinlich, denn der Moderator ohne Zuschauer ist der Liebling aller Kritiker. Die Journalisten lieben Böhmermann und haben ihn gerade vom Spartensender ZDF NEO in das Hauptprogramm des ZDF geschrieben. Dort hatte er bereits eine makabre Sendung – aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Böhmermann & der Zuschauer: Ein Chaos, das die Kritiker erfreut

Der verwirrte Zuschauer – wenn er es denn erträgt – sitzt nun also Freitag für Freitag vor dem Fernseher und erfährt bei Böhmermann nicht, was ein Hashtag überhaupt ist und warum der #ungefickt heißt. Die Sendung im ZDF ist ein einziges Missverständnis zwischen Moderator und dem Publikum. Die Kritiker freuen sich über dieses Chaos diebisch.

Etwa Journalist Hans Hoff, der für die Süddeutsche Zeitungschreibt. Für Hoff wird Fernsehen erst »gut«, wenn der Zuschauer nichts mehr versteht. Er hofft, dassBöhmermanns Sendung das Publikum vertreibt und meint all die, die »Karnevalssendungen oder die Helene-Fischer-Show« schauen. Menschen »mit einem IQ« unter»Raumtemperatur«. Was Hoff an Böhmermann mag? Er»schert sich einen Dreck um den Anspruch, eine Masse erreichen zu können«. Zuschauer braucht dieser Moderator nicht: »Er ist seine eigene Zielgruppe.«

Wie aus der Arroganz der Medienbranche Heuchelei wird

Wir haben es verstanden, Herr Hoff. Böhmermann verachtet die Zuschauer ganz offen. Darf er ja. Warum verdient dieser Mann dann aber beim ZDF sein Geld? Einem Sender mit dem Auftrag, möglichst viele Deutsche zu erreichen, die ihn mit Gebühren finanzieren müssen. Böhmermann schert sich nicht um die Zuschauer – doch die dürfen über Gebühren seine Rechnungen bezahlen. Hier wird Arroganz zur Heuchelei.

Diejenigen zu demütigen, von denen man sehr gut lebt – das ist ein verbreitetes Syndrom in der Medienbranche. Neo Magazin Royale zeigt wie kaum eine andere Sendung diesen Hass auf Zuschauer. Denen bleibt nur die Flucht.

Woher kommt der Hass auf die Zuschauer?

Woher kommt aber dieser Hass? Der geschwätzige Hoff liefert auch dafür die Antwort: Gekränkte Eitelkeit, er kenne »das Phänomen aus leidvoller Erfahrung«.

Zuschauer oder Leser sind für Journalisten und Medienmacher Feinde. Denn sie verstehen einen »perfekten Text« nicht. Also muss Hoff für »Josef Ödendödel oder Hermine Lieschenmüller« etwas Schlimmes machen: erklären. Eine niedere Tätigkeit, mit der er sein »Werk zerstört«.

Ein eingeschobener Nebensatz ist für den Künstler Hoff bereits Gift. Was ist schon das Publikum? Deshalb schwärmt Hoff für Böhmermann. Ein Autist im Fernsehen, der sich um nichts schert. Der macht, was er will.

Der Hoffsche Größenwahn steigert sich aber noch: »Wenn alle alles verstehen, ist alles gleich. Das mag demokratisch klingen, hat aber in der Kunst, und nichts anderes ist gutes Fernsehen, nichts zu suchen.« Hoffs Ansicht teilen viele Fernsehmacher tatsächlich.

Fernsehen wird also erst »gut«, wenn es die Mehrheit nicht mehr versteht. Das erklärt, warum die Medienbranche ist, wie sie ist. Realitätsfremd, selbstherrlich und abgehoben in einer Seifenblase. Weil dort eine selbsternannte Elite Programme für zwei Kategorien macht: Arrogante (dazu zählen sie sich) oder vermeintlich »Hirntote«, die man nicht ernst nehmen muss.

Böhmermann ist die Zukunft: Soll sich doch der Zuschauer anpassen

Wenn Sie also nächsten Freitag wieder nicht das ZDF einschalten wollen, weil dort Böhmermann läuft: Darum ist das so! Die Programmverantwortlichen haben für Sie kein Programm. Sie passen nicht ins Schema. Und es soll noch schlimmer werden. In der Medienbranche gilt Jan Böhmermann als die »Zukunft des klassischen Late-Night-Formats«. Er wird zum Aushängeschild für »neue, intelligente Unterhaltung« im ZDF aufgebaut.

Das schreiben jedenfalls die Kritiker:Böhmermann ist weiter als der Zuschauer. Der muss sich eben anpassen. ZDF-Programmchef Norbert Himmler wird dabei unter Druck gesetzt, »nicht noch ein Talent« wie Joko und Klaas zu verlieren. Zwei Berufsjugendliche und Quälgeister, die es nur im Doppelpack gibt. Mit einem einsamen Talent: Sie übertrumpfen sich bei geschmacklosen Pennäler-Streichen und sind auch im Spartensender ZDF NEO groß geworden.

Wenn Böhmermann die Rache der Medienmacher am zahlenden Zuschauer ist, darf man doch eine Frage stellen: Sitzen die »Hirntoten« nicht hinter statt vor der Mattscheibe? Davor weiß man jedenfalls noch, wofür man keine Fernsehgebühren ausgeben will. Dafür.