Israel überflutet Wohnviertel im Gazastreifen

Nachdem Israel am Sonntag mehrere Staudämme geöffnet hat, wurden mindestens 80 Häuser im Gazastreifen überschwemmt, wodurch hunderte Palästinenser evakuiert werden mussten. Palästinensische Behörden bitten Menschenrechtsorganisationen um Hilfe.

Über 80 Häuser wurden am Sonntag überflutet,  nachdem Israel an der Grenze zum Gazastreifen mehrere Staudämme geöffnet hat, was hunderte Palästinenser dazu zwang ihr Zuhause zu verlassen. Die Bewohner des östlichen Gazastreifens berichteten, dass sie aus ihren Häusern flüchten mussten, Personen verletzt wurden und einige Haustiere starben.

Laut Gazas Zivilschutzdirektion (CDD) wurden die Dämme ohne vorangegangene Ankündigung geöffnet, um angesammeltes Wasser zu entladen. Die Überflutung führte dazu, dass Straßen gesperrt werden mussten und hunderte Palästinenser in al-Mughraqa und im Nuseirat-Flüchtlingslager südlich von Gaza Stadt eingeschlossen waren. Die Situation in der Region ist weiterhin angespannt, da durch Israels Invasion im vergangenen Sommer rund 110.000 Palästinenser obdachlos wurden.

“Auch die lokale Landwirtschaft ist davon betroffen”, sagte Brigadier Gerneral Said Al-Saudi, Leiter der Zivilschutzagentur in Gaza gegenüber Al Jazeera. “Wir appellieren an Menschenrechtsorganisationen und internationale Rechtsorganisationen zu intervenieren, um weitere Aktionen dieser Art zu verhindern.”

Bild: Wohnviertel in Beit Hanoun, Gazastreifen August 2014, Copyright: B’Tselem, CC BY 4.0

http://www.gegenfrage.com/

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