Amerikas feige und verabscheuungswürdige Medienhuren

Dr. Paul Craig Roberts

Momentan wird viel Wirbel um einen amerikanischen Journalisten gemacht, der erzählte, wie er einmal in einem Kriegsgebiet im Hubschrauber unterwegs war. Der Hubschrauber wurde beschossen und musste landen. Welches Kriegsgebiet und wann? Das weiß ich nicht. Die USA haben so viele Konfliktherde geschaffen, da verliert man rasch völlig den Überblick. Letztlich ist mir die Geschichte an sich auch völlig egal.

Jedenfalls: Wie sich herausstellte, hatte sich der Journalist nicht richtig erinnert. Er war zwar in einem Hubschrauber in einem Kriegsgebiet unterwegs gewesen, aber der Hubschrauber wurde nicht beschossen und musste auch nicht landen. Jetzt wirft man dem Reporter vor, er habe gelogen, um sich mehr Erfahrung als Kriegsberichterstatter anzueignen.

Seine Kollegen Medienhuren überschütten ihn nun mit Vorwürfen, er musste sich sogar bei den Streitkräften entschuldigen. Bei welchen und warum genau, ist unklar. Dieses amerikanische Ding, dass sich jeder für jedes einzelne Wort entschuldigen muss, erinnert mich an die Zeiten der Sowjetunion, als jeder Sowjetbürger Selbstkritik üben musste. (Stimmt das oder war das eine Behauptung der Antikommunisten?)

National Public Radio (NPR) hielt die Geschichte des amerikanischen Journalisten für so wichtig, dass sogar eine Aufnahme gespielt wurde, auf der der Journalist seine Geschichte erzählt. Klang für mich wie eine gute Story, das Publikum fand sie prima und lachte. Der Journalist hat sich in seiner Erzählung nicht zum Helden aufgeschwungen oder der Hubschraubercrew die Schuld an irgendetwas gegeben. In Kriegsgebieten geraten Hubschrauber nun einmal unter Beschuss.

Nachdem man aufgezeigt hatte, dass der Journalist von einem Beschuss berichtet hatte, obwohl das nicht den Tatsachen entsprach, fuhr NPR einen Psychologen der University of California in Irvine auf, einen Experten für das False-Memory-Syndrom. Dieser Psychologe führte verschiedene Gründe an, warum eine Person Trugerinnerungen haben kann, und sagte, vermutlich sei der Journalist einfach ein weiteres Beispiel dafür.

Aber die NPR-Medienhuren ließen nicht locker: Habe der Journalist denn nun absichtlich gelogen, um sich selbst in ein besseres Licht zu rücken? Warum der Journalist besser dastehen sollte, nur weil er in einem Hubschrauber notlanden musste, wurde nicht erklärt, aber das ist wohl auch zu tiefschürfend für den Großteil der Medienhuren.

Aber zum eigentlichen Punkt. Ich hörte mir das Ganze an, während ich im Auto unterwegs war, weil die NPR-Propaganda einen weniger depressiv macht als die christlich-zionistischen Prediger. In der Stunde davor hatte NPR den Zuhörern drei Berichte gebracht über tote Zivilisten in den Provinzen im Osten und Süden der Ukraine, die sich losgesagt haben. Im ersten Bericht erzählte eine männliche NPR-Medienhure, wie in der abgespaltenen Republik Donezk ein Krankenhaus von Geschossen getroffen wurde und fünf Menschen starben.

Dass ukrainische Truppen dafür verantwortlich waren, erzählte die Medienhure nicht, sondern suggerierte, »von Russland unterstützte Rebellen« könnten dahinter stecken. Einen guten Grund, warum die Rebellen ihr eigenes Krankenhaus beschießen sollten, konnte der Mann nicht anführen. Der Bruchteil gut informierter Amerikaner, die noch eigenständig denken konnten, musste zu dem Schluss gelangen, dass die Medienhuren einen Maulkorb tragen. Offenbar dürfen sie nicht sagen, dass die von Washington unterstützten Ukrainer ein Krankenhaus angegriffen haben.

In allen drei Berichten wurde Außenminister John Kerry mit den Worten zitiert, die USA strebten eine diplomatische, friedliche Lösung an, doch blockiere Russland diese freundliche Lösung, indem es Panzerkolonnen und Truppen in die Ukraine schicke. Auf meinem Rückweg hörte ich auf NPR Kerry noch zwei Mal die unbewiesene Behauptung verbreiten, dass russische Panzer und Soldaten in die Ukraine strömen. Offensichtlich diente NPR als Sprachrohr für die Propaganda, Russland falle in der Ukraine ein.

Denken Sie darüber mal in aller Ruhe nach. Seit zig Monaten hören wir von ranghohen Regierungsvertretern bis hinauf zum Präsidenten Amerikas, dass russische Panzer und russische Soldaten in die Ukraine strömen. Der Kreml dementiert und dementiert, aber denen können wir ja nicht glauben, schließlich haben wir sie gerade zu wahren Teufeln stilisiert. Und überhaupt: Glauben dürfen wir ihnen grundsätzlich gar nichts, schließlich sind die Russen ja DER FEIND und welcher gute amerikanische Patriot glaubt schon DEM FEIND?

Aber was sollen wir denn sonst machen, außer den Russen zu glauben? Wenn all die Panzerkolonnen und Einheiten real wären, wäre Washingtons Marionettenregierung in Kiew doch längst irgendwann vergangenes Jahr in die Knie gegangen und der Konflikt wäre längst Geschichte. Um das zu erkennen, braucht es keinen Einstein.

Was ich damit sagen will: Ein Journalist erzählt eine harmlose Geschichte, muss dafür einen Spießrutenlauf absolvieren und ist gezwungen, sich bei »den Truppen« für seine Lüge zu entschuldigen. Auf der anderen Seite haben wir den amerikanischen Außenminister, den Präsidenten der Vereinigten Staaten, zahllose Senatoren, Vertreter der Exekutive und Medienhuren, die uns Monat um Monat erzählen, dass russische Panzerkolonnen und Truppen in die Ukraine geschleust werden. Doch trotz dieser Scharen an russischen Streitkräften können die Soldaten von Washingtons Marionettenregierung in Kiew weiterhin Zivilisten in den Provinzen abschlachten, die sich im Osten und Süden der Ukraine losgesagt haben.

So nutzlos sind Russlands Panzer und Soldaten also? Warum warnen dann NATO-Kommandeure und neokonservative Kriegstreiber vor der gewaltigen Gefahr, die Russland für das Baltikum, Polen und Osteuropa darstellt? Der Sinn bleibt da irgendwo auf der Strecke, oder?

Man muss sich also fragen: Warum stürzen sich die Medienhuren auf einen glücklosen Journalisten, aber ziehen die großen Lügner John Kerry und Barack Obama nicht zur Rechenschaft?

Die Antwort: Die Medienhuren kostet es nichts, wenn sie aus völlig bedeutungslosen Gründen heraus einen der ihren in der Luft zerreißen. Vielleicht tun sie es aus reinem Vergnügen, so wie bei dem Film American Sniper Menschen einfach zum Vergnügen erschossen werden? Wie auch immer: Wenn sie Kerry oder Obama angingen, würde sie das ihren Job kosten und das wissen sie. Aber irgendjemand muss doch auf den Pranger, also schlachten sie einen der ihren ab.

Ohne ehrliche Medien kann es keine Demokratie geben. In Amerika ist die Demokratie nichts als eine Fassade, hinter der jede boshafte Neigung agieren kann, die die Menschheit kennt. In den vergangenen 14 Jahren hat das amerikanische Volk Präsidenten unterstützt, die in sieben Ländern eingefallen sind, sie bombardiert oder mit Drohnen terrorisiert haben, die Millionen Menschen getötet, verstümmelt und vertrieben haben, und zwar einzig aus Gewinnsucht und Machtstreben. Hat das sehr vielen Amerikanern schlaflose Nächte bereitet oder fühlen sie sich deswegen wenigstens schlecht? Es wirkt nicht so.

Wenn Washington gerade einmal nicht Bomben wirft und Menschen tötet, arbeitet man am Umsturz ausländischer Regierungen. Obama hat die Regierung in Honduras gestürzt und arbeitet derzeit daran, die Regierungen von Venezuela, Bolivien, Ecuador und Argentinien zu stürzen. Und natürlich wurde auch die demokratisch gewählte Regierung der Ukraine von Washington in einem Staatsstreich abgesetzt. Griechenlands neue Regierung ist ins Fadenkreuz gerückt, Putin ebenso.

Washington und seine kriecherischen Medienhuren haben die gewählte ukrainische Regierung, die dem Staatsstreich zum Opfer fiel, als »korrupte Diktatur« gebrandmarkt. Ersetzt wurde sie durch ein Kabinett, das aus Marionetten Washingtons und aus Neonazis besteht, die über eigene Milizen mit Nazi-Emblemen verfügen. Aber über die Nazi-Symbole haben die amerikanischen Medienhuren sehr sorgfältig hinweggeblickt.

Ein Journalist hat eine völlig belanglose Geschichte aufgebauscht, na und? Warum ist das so wichtig für die amerikanischen Medienhuren, während John Kerrys und Barack Obamas außerordentliche, offenkundige, gewaltige und gefährliche Lügen ignoriert werden?

Und falls Sie vergessen haben sollten, wie effizient das russische Militär sein kann, rufen Sie sich Südossetien in Erinnerung: Washington hetzte die von Amerika und Israel ausgebildete und ausgerüstete georgische Armee auf Südossetien. Bei Georgiens Einmarsch in Südossetien kamen russische Friedenshüter und russische Bürger ums Leben.

Das russische Militär intervenierte und innerhalb von fünf Stunden fiel die von Amerika und Israel ausgebildete und ausgerüstete georgische Armee in sich zusammen.

Ganz Georgien war wieder in russischer Hand, aber die Russen zogen sich zurück und ließen der ehemaligen russischen Provinz ihre Unabhängigkeit – allen Lügen Washingtons zum Trotz, dass Putin das Sowjetimperium wieder errichten wolle.

Jeder Amerikaner kann aus dem Ganzen nur eine einzige Schlussfolgerung ziehen: Jede Aussage der US-Regierung und ihrer Medienhuren ist eine offenkundige Lüge, die einer geheimen Agenda dient – Zielen, die das amerikanische Volk nicht unterstützen würde, wenn es diese Ziele kennen würde. Wann immer Washington und seine Medienhuren den Mund aufmachen, lügen sie.

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