
Monat: Januar 2015
Cartoons – Der große Knall
USA Der Untergang ist Amerikas Zukunft – heute stehen wir vor dem Abgrund und morgen sind wir einen Schritt weiter
Aber ist den Neokonservativen auch klar, dass sie die Europäer mithilfe rechtsgerichteter und einwanderungskritischer politischer Parteien hinter sich vereinigt haben? Die Welle der Solidarität und Unterstützung für die Karikaturisten von Charlie Hebdo wird von Marine Le Pens Front National, der britischen Partei UK Independence Party (UKIP) unter Nigel Farage und der deutschen Bürgerbewegung PEGIDA getragen, die sich über ganz Europa verbreiten. Diese Parteien oder Bewegung werden von einer einwanderungskritischen Stimmung gestärkt, die bewusst herbeigeführt wurde, um die Europäer wieder mit Washington und Israel auf eine Linie zu bringen.
Wieder einmal haben die arroganten und anmaßenden Neokonservativen einen schweren Fehler begangen. Diese durch die Anschläge auf Charlie Hebdo gestärkten einwanderungsfeindlichen Parteien könnten die europäische Politik grundlegend verändern und den Untergang des Empires Washington herbeiführen. (Lesen Sie dazu auch mein Interview mit der Internetseite King World News, in dem ich meine Einschätzung dieses Momentums, das die Spielregeln grundlegend ändern könnte, darlege.)
Die Berichte der britischen Tageszeitung Daily Mail und der Internetseite Zero Hedge, nach denen Russland seine Erdgaslieferungen an sechs europäische Länder eingestellt habe, müssen falsch sein. Die Quellen sind in der Regel glaubwürdig und gut informiert, aber eine derartige Liefereinstellung würde umgehend politische und finanzielle Turbulenzen auslösen, auf die es bisher keinerlei Hinweise gibt. Wenn es sich nicht um eine bewusste Unterdrückung dieser Meldung handelt, wurde das russische Vorgehen missverstanden.
Diese beiden Ereignisse – Charlie Hebdo und die russische Entscheidung, die Erdgaslieferungen nach Europa über die Ukraine in Zukunft aufzugeben, sollten uns daran erinnern, dass die Gefahr sogenannter »Schwarzer Schwäne« und unbeabsichtigter Konsequenzen von Regierungsentscheidungen, die zu den als »Schwarze Schwäne« bezeichneten Ereignissen führen können, immer gegeben ist. Nicht einmal die amerikanische »Supermacht« ist davor gefeit.
Es gibt zahlreiche Indizienbeweise dafür, dass die CIA und französische Geheimdienste für den Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdoverantwortlich sind, da die Morde von zwei Brüdern ausgeführt wurden, von denen einer bequemerweise seinen Ausweis in dem angeblichen Fluchtauto »verlor«. Die französische Polizei stellte sicher, dass die Brüder getötet wurden, bevor sie aussagen konnten, sodass wir nun niemals erfahren werden, was sie selbst über den Anschlag zu sagen hatten.
Die einzigen Beweise für die Schuld der beiden Brüder sind die Behauptungen der Sicherheitskräfte. Jedes Mal, wenn ich derartige Behauptungen von Regierungen ohne entsprechende wirkliche Beweise höre, erinnere ich mich an die »Massenvernichtungswaffen« Saddam Husseins, den »Einsatz von Chemiewaffen« durch den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und das iranische »Atomwaffenprogramm«. Wenn ein amerikanischer nationaler Sicherheitsberater ohne jegliche faktische Grundlage »Atompilze über amerikanischen Städten« herbeifantasieren kann, ist es auch möglich, Cherif und Said Kouachi zu Mördern zu stempeln. Schließlich sind sie tot und können sich nicht mehr wehren.
Wenn es sich bei diesem Anschlag um einen Anschlag unter falscher Flagge handelte, und das werden wir mit einiger Sicherheit nie mehr erfahren, wurde damit die Absicht Washingtons, Europa wieder »an die Leine zu nehmen«, erreicht. Aber dieser Erfolg wird einige ungewollte Folgen haben. Eine dieser unbeabsichtigten Konsequenzen besteht darin, dass es die führenden Vertreter dieser Parteien stärken dürfte, wenn man Europa unter dem Banner einer einwanderungskritischen Politik sieht, wie sie von diesen Parteien am rechten äußeren Rand vertreten wird.
Wenn diese Annahme stimmt, werden Marine Le Pen und Nigel Farage in Zukunft damit rechnen müssen, dass ihr Leben und/oder ihr Ansehen gefährdet sind, weil Washington um jeden Preis die Machtübernahme von Regierungen in Europa verhindern will, die sich nicht den politischen Vorgaben Washingtons unterwerfen.
Die Beunruhigung, die die russische Entscheidung auslöste, die Erdgaslieferungen nach Europa zu verlegen, ist ein weiterer Beweis dafür, dass Russland noch einige Asse im Ärmel hat, die es ausspielen kann, um den politischen und finanziellen Strukturen der westlichen Welt massiv zu schaden.
Daher denken sich die russischen und die chinesischen Regierungen: Warum sollten wir uns zu Provokationen hinreißen lassen und den Narren im Westen ›eins aufs Maul‹ geben? Vielleicht setzen sie dann ihre Atomwaffen ein, und dann wäre die ganze Erde dem Untergang geweiht. Wir sollten daher einfach unseren Weg gehen, während sie versuchen, uns mit ihren Provokationen davon abzuhalten.
Wir können dankbar sein, dass Wladimir Putin und die Führer der chinesischen Regierung im Gegensatz zu den westlichen Führern sowohl intelligent sind, als auch sich menschlich verhalten.
Man stelle sich nur einmal die entsetzlichen Folgen für den Westen vor, sollte sich Putin als Folge der zahlreichen Affronts sowohl gegenüber Russland, als auch gegenüber seiner eigenen Person genötigt sehen, zu reagieren. Putin kann die NATO und das gesamte westliche Finanzsystem jederzeit in die Knie zwingen. Dazu müsste er lediglich erleutern, da die NATO Russland den Wirtschaftskrieg erklärt habe, werde Russland keine Energie mehr an NATO-Mitgliedsländer liefern. Das NATO-Bündnis würde in sich zusammenbrechen, da Europa ohne russische Energielieferungen nicht überleben kann. Das Empire Washingtons stünde vor dem Aus.
Putin hat erkannt, dass die anmaßenden Neokonservativen Atomwaffen einsetzen müssten, um ihr Gesicht zu wahren. Anders als im Falle Putins steht ihr Ego auf dem Spiel. Daher bewahrte Putin die Welt vor einem Atomkrieg, indem er auf Provokationen verzichtete.
Stellen Sie sich nun einmal vor, die Chinesen verlören ihre Geduld mit Washington. Um der »einzigartigen, unverzichtbaren, einzigen Supermacht« ihre tatsächliche Impotenz vor Augen zu führen, müsste China nur mit einem Schlag ihre umfangreichen, in Dollar ausgewiesenen Finanzvermögenswerte auf den Markt werfen, so wie die Goldbanken der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) riesige Mengen an ungedeckten Goldkontrakten auf den Terminmärkten platzierten.
Für diese riesige Menge an Dollars, mit denen China die Devisenmärkte praktisch überfluten würde, gäbe es keine Abnehmer. Der Wert des Dollars würde infolgedessen massiv einbrechen. Washington wäre nicht mehr in der Lage, seine Schulden und laufenden Ausgaben durch weitere Liquiditätsschöpfung bezahlen zu können. Die Amerikaner, die aufgrund der Auslagerung der Arbeitsplätze ins Ausland vom Import abhängig sind, müssten sich auf deutliche Preiserhöhungen gefasst machen, die ihren Lebensstandard deutlich absinken ließen. Die USA stünden vor einer Phase wirtschaftlicher, sozialer und politischer Instabilität.
Die Amerikaner wären gut beraten, einmal ihre Gehirnwäsche zu überwinden und ihre Abwehrhaltung sowie ihre patriotische Unterstützung des Regimes in Washington abzulegen und sich einmal selbst die Frage zu stellen: Wie kann es dazu kommen, dass die Regierung der USA, dieser vermeintlichen Supermacht, sich ihrer tatsächlichen Verwundbarkeit und Anfälligkeit so wenig bewusst ist, dass Washington zwei wirkliche Mächte solange provoziert, bis diese endgültig genug haben und aufs Ganze gehen?
Die amerikanische Bevölkerung muss erkennen, dass die USA nur in einer Hinsicht »außergewöhnlich« sind – in ihrer Ignoranz gegenüber der eigenen Bevölkerung und in ihrer Dummheit.
Welches andere Land würde zulassen, dass eine Handvoll Wall-Street-Gauner seine Wirtschafts- und Außenpolitik bestimmt, die Zentralbank und das Finanzministerium dominiert und die Interessen der eigenen Bürger der Profitgier des einen Prozents der Superreichen unterordnet?
Eine derartig sorglose Bevölkerung ist der Gnade Russlands und Chinas auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
Am 15. Januar kam es zu einem »Schwarzer-Schwan«-Ereignis, das noch einige andere völlig unerwartete Geschehnisse nach sich ziehen könnte: Die Schweizerische Nationalbank in Bern beschloss, die Anbindung des Schweizer Franken an den Euro und den US-Dollar mit sofortiger Wirkung aufzukündigen.
Warum hob die Schweiz diese Anbindung auf? Dieser Schritt war keineswegs schmerzfrei. Die Nationalbank und die schweizerische Exportindustrie mussten substanzielle Einbußen hinnehmen.
Die Antwort liegt in dem Gutachten des Generalanwalts am Europäischen Gerichtshof (EuGH), nach dem es der Europäischen Zentralbank (EZB) gestattet sei, zum Mittel einer lockeren Geldpolitik – der berüchtigten »Quantitativen Lockerung« (Quantitative Easing«, QE) zu greifen und praktisch unbegrenzte Euro-Liquidität zu schöpfen, um die Fehler der Privatbanken auszubügeln. Nach diesem Gutachten musste die Schweiz massive Fluchtbewegung des Kapitals aus dem Euro in den Franken befürchten, und die Schweizerische Nationalbank war nicht bereit, weiter neue Liquidität in Franken bereitzustellen, um den Wechselkurs zu stützen. Nach Ansicht der Bank bestand die Gefahr, dass die Geldmenge durch die Bereitstellung der Liquidität förmlich explodieren und das gesamte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Schweiz übersteigen würde.
Diese »lockere Geldpolitik« unbegrenzter Liquidität seitens der USA, Japans und nun anscheinend auch der EU zwang andere Länder dazu, ihre eigenen Währungen abzuwerten, um einen Anstieg ihres Wechselkurses zu verhindern, was ihre Exportfähigkeit einschränken und damit auch die Beschaffung von Devisen erschweren würde, mit denen sie ihre Importe bezahlten. Auf diese Weise zwang Washington die ganze Welt dazu, Geld zu drucken.
Die Schweiz hat dieses System nun verlassen. Werden andere Länder folgen oder wird sich die restliche Welt dem Kurs der russischen und der chinesischen Regierung anschließen, ein neues Währungssystem aufzubauen und dem korrupten und unverbesserlichen Westen ein für alle Mal den Rücken zu kehren?
Das Ausmaß der Verdorbenheit und der Manipulation, die die amerikanische Wirtschafts- und Außenpolitik gegenwärtig prägt, war in früheren Zeiten undenkbar, als die Sowjetunion dem Vormachtstreben Washingtons Einhalt gebot. Dieses Streben nach einer hegemonialen Stellung hat Washington zur verkommensten Regierung weltweit werden lassen.
Die Folge dieser Verderbtheit ist der Untergang.
»Führung geht in ein Empire über. Ein Empire ruft Anmaßung hervor. Anmaßung führt zum Untergang«,
schreibt William Carlos Williams in seinem fünfbändigen Gedicht Paterson. Der Untergang ist Amerikas Zukunft.
SPÄTE HARTZ IV ZAHLUNGEN WEGEN 4-AUGEN-PRINZIP
BA beschließt Vier-Augen-Prinzip bei Leistungsgewährung
19.01.2015
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) stellt seit dem 18. August 2014 stufenweise ihre Software
auf „Allegro“ um. Mit dem neuen System soll angeblich „die Bearbeitung von Hartz IV-Anträgen schneller und unkomplizierter“ erfolgen
. Im Zuge der Softwareumstellung hat die BA ein sog. „Vier-Augen-Prinzip“ zum 1. Januar 2015 bei der Leistungserbringung eingeführt. Jede Änderung bedarf damit eines weiteren Sachbearbeiters. Ein Mehraufwand, der erhebliche Zahlungsverzögerung zur Folge hat, mahnt der Arbeits- und Sozialrechtler Harald Thomé.

Seit Januar setzt die BA zwei Sachbearbeiter für jeden Sachverhalt im Rahmen der Leistungserbringung ein
„Im Zuge der Einführung des generellen Vier-Augen-Prinzips in den IT-Fachverfahren für die Leistungserbringung nach dem SGB II (A2LL und ALLEGRO) ab dem 1. Januar 2015, ergeben sich Mehraufwände in den Leistungsbereichen der gemeinsamen Einrichtungen“, heißt es in der entsprechenden Dienstanweisung der BA (HEGA 12/14 – 14). „Dieser Mehraufwand variiert in Abhängigkeit vom Schwierigkeitsgrad (leichter, mittlerer oder schwerer Sachverhalt) der Fallkonstellationen, der zu unterschiedlich hohen zusätzlichen Prüfaufwänden führt.“ Um den zusätzlichen Arbeitsaufwand bewältigen zu können, stehen den gemeinsamen Einrichtungen „bis zu 400 befristete Beschäftigungsmöglichkeiten im Rahmen der Befristungsobergrenze zur Verfügung“, informiert die BA.
Dennoch kommt es derzeit zu beträchtlichen Zahlungsverzögerungen. So müssen Hartz IV in Kassel teilweise mehrere Wochen auf Änderungsbescheide und somit auf ihr Geld
warten, weil die Softwareumstellung und zudem ein hoher Krankenstand zu erheblichen Personalengpässen führen. „Weg mit dem blödsinnigen Vier-Augen-Prinzip bei der SGB II-Leistungsgewährung“, fordert Thomé zurecht. Die bundesweite Umstellung auf Allegro soll noch bis Juni diesen Jahres dauern. (ag
ZWANGSVORFÜHRUNG VON HARTZ IV BEZIEHERN?
(Ausbeutung pur!!)
„Hartz IV Bezieher sollen zwangsweise vorgeführt werden, um den Arbeitsverschleiß bei Zalando in Erfurt zu decken“, schreiben Erwerbslose in einem anonymen Schreiben der Ostthüringer Zeitung. Inhalt des Vorwurfs ist eine Veranstaltung des Jobcenter in Gera. Bei dieser soll über die Arbeit des Onlinehändlers referiert werden. Wer nicht hingeht, wird sanktioniert.

Schon im Dezember letzten Jahres fand eine solche Veranstaltung statt. Das Jobcenter hatte zum sog. „Zalando-Tag“ eingeladen. Die Eingeladenen sollten erscheinen, ansonsten wurde ihnen eine 10 prozentige Leistungskürzung angedroht. Während dieser Veranstaltung wurde den Anwesenden die Arbeit und die Konditionen erläutert. „Der Brutto-Lohn für eine 40-Stunden-Woche betrage 1567 Euro. Die Arbeitsverträge seien zunächst auf ein Jahr befristet. Die Probezeit beträgt sechs Monate.“ So weit so gut oder schlecht.
„Damit keiner der Einbestellten es sich zwischendurch anders überlegen konnte, hatten sich sechs Personen, bestehend aus Mitarbeitern von Zalando und Jobcenter, im Gruppenraum vor der einzigen Tür demonstrativ aufgebaut und bewachten in Reihe stehend den Raum während der gesamten Zeit“, heißt es in der Beschwerde. Wer sich dennoch nicht bereit erklärte den Job zu jenen Konditionen anzunehmen, dem drohe eine Sanktion von 30 Prozent, so der anonym bleibende Hinweisgeber.
Das Jobcenter weist die Vorwürfe zurück. Es stimme zwar, dass eine Sanktion angedroht wurde, wenn Eingeladene nicht zum Termin erschienen, allerdings hätten die Anwesenden 10 Minuten Zeit gehabt es sich zu überlegen. „Wer gegangen ist, musste keine Konsequenzen fürchten und sich nicht erklären“, so ein Sprecher der Arbeitsagentur Altenburg-Gera. Von den 120 Zuhörern hätten 39 das Jobangebot annehmen wollen.
Doch nicht nur die Veranstaltung selbst wurde von Erwerbslosen kritisiert. Auch die physische Erschöpfung sei groß durch die langen Arbeitstage. Abfahrt in Gera ist gegen 4 Uhr, die Frühschicht beginnt 5.45 Uhr und dauert bis 14.45 Uhr. Die Rückfahrt erreicht Gera zwischen 16.30 und 17 Uhr. Kurz nach der Ankunft müsse man schon ins Bett gehen. „Schlafen, arbeiten, essen, schlafen und wieder arbeiten.“ So etwas führe zur „physischen Erschöpfungsgrenze der Menschen“. Von den Konditionen abgeschreckt hätten dann nur 14 Hartz IV Bezieher einen Arbeitsvertrag unterschrieben.
Der sogenannte „Zalando-Tag“ soll Mitte Februar wieder stattfinden, „weil der Bedarf weiter groß ist“. Auch hier gilt, dass wieder sanktioniert wird, wer nicht hingeht. Ein Sprecher des Unternehmens räumte schließlich ein, dass nur wenige länger als zwei Jahre bleiben. Woran das wohl liegt? (sb)
Raketen auf Wohngebiete? Ukraine meldet 20 Tote bei Rebellen-Angriff auf Mariupo
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http://de.wikipedia.org/wiki/Mariupol
Um die Hafenstadt Mariupol in der Ukraine sind offenbar heftige Gefechte ausgebrochen. Die ukrainische Armee meldete eine Offensive der Rebellen. Die Rebellen hatten einen solchen Angriff zuvor ebenfalls angekündigt. Die Stadt wurde bisher von der Armee der Ukraine gehalten, die ihrerseits vor einer Woche eine Offensive gegen Donezk gestartet hatte.
Rebellen haben nach Angaben der ukrainischen Behörden die Hafenstadt Mariupol mit Raketen beschossen und mehr als 20 Menschen getötet. Etwa 80 seien verletzt worden, teilte die Polizei in der Region am Samstag mit. Rebellenchef Alexander Sachartschenko wurde von der russischen Agentur RIA mit den Worten zitiert, es sei eine Offensive auf Mariupol gestartet worden. “Das ist das beste Denkmal für unsere Toten.” Zuvor hatte das Verteidigungsministerium der selbsterklärten “Volksrepublik Donezk” laut Interfax bestritten, Mariupol beschossen zu haben.
Der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates der Ukraine, Alexander Turtschinow, sprach von einem weiteren Verbrechen gegen die Menschlichkeit, “das vom russischen Militär und den unter seiner völligen Kontrolle stehenden Terroristenbanden begangen wurde”. Ministerpräsident Arseni Jazenjuk sagte, die Welt müsse die russische Aggression stoppen, die die Ulkraine, Europa und die globale Sicherheit gefährde. Nach den Worten von Verteidigungsminister Stepan Poltorak sind die Separatisten auf der ganzen Linie von der Stadt Luhansk im Norden bis Mariupol im Süden in der Offensive.
Nach Angaben der Stadtverwaltung von Mariupol wurde ein Wohngebiet mit Grad-Raketenwerfern beschossen. Ein mehrstöckiges Gebäude sei getroffen worden. Diese Waffensysteme haben eine Reichweite von mehreren Dutzend Kilometern.
Die Hafenstadt liegt etwa 100 Kilometer südlich der Industriemetropole Donezk und 50 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Das Küstengebiet befindet sich zwischen Russland und der von ihm annektierten Halbinsel Krim. Die Stadt wird nicht von den Rebellen kontrolliert.
In den vergangenen zwei Wochen sind die Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und Separatisten trotz einer vereinbarten Waffenruhe wieder eskaliert. Sie konzentrierten sich auf Donezk und den dortigen Flughafen. In den neun Tagen bis Freitag kamen nach Angaben der Vereinten Nationen in den Kämpfen 262 Menschen ums Leben. Seit Beginn des Konflikts in der Ostukraine wurden nach UN-Schätzungen mehr als 5000 Menschen getötet.
Rebellenchef Sachartschenko hatte bereits am Freitag erklärt: “Wir werden unsere Offensive bis an die Grenzen der Region Donezk treiben.” Nach Angaben der ukrainischen Streitkräfte wollen die Rebellen den Verlauf der für den Waffenstillstand festgelegten Demarkationslinie zu ihren Vorteil verschieben. Russlands Präsident Wladimir Putin machte “kriminelle Befehle” der ukrainischen Führung für die jüngste Eskalation verantwortlich.
„Deutscher Depp“ von Akif Pirincci:
Komm direkt aus Übersee,
hab Rauschgift mit, so weiß wie Schnee.
Verteil im Sommer wie im Winter,
richtig viel an Deutsche Kinder.
Musst nicht zur Arbeit denn zum Glück,
schafft Deutsches Arschloch in Fabrik.
Hab´ Kabelfernsehen, lieg im Bett,
werd´ langsam wieder dick und fett.
Zahl weder Miete, Strom noch Müllabfuhr,
das müssen dumme Deutsche nur.
Auch Zahnarzt, Krankenhaus komplett,
zahlt jeden Monat Deutscher Depp.
Wird Deutscher Depp mal Pflegefall,
verkauft der Staat ihm Haus, Hof, Stall.
Man nimmt ihm einfach alles weg,
schafft vierzig Jahr umsonst der Depp.
Wenn Deutscher Dummkopf ist gestorben,
dann müssen Erben Geld besorgen.
Man muss bezahlen für Pflegeheim und Grab,
was als Asylbewerber umsonst ich hab.
Mann sieht das Deutscher ein Idiot,
muss noch bezahlen, wenn er tot.
Ich liebe Deutschland, denn wo auf der Welt,
gibt´s für Asylbewerber so viel Geld.
Ist Deutschland Pleite fahr ich heim,
und sag: Leb wohl Du altes Nazi-Schwein!“
Mehr Islam in Funk und Fernsehen: Der Koran-Vers zum Freitag
Peter Harth
Nach dem islamistischen Terror-Anschlag auf Charlie Hebdo bringt der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine muslimische Sendung ins Programm. Zielgruppe sind die Deutschen, die man so gegen »populistische Rattenfänger […] immunisieren« will. Pikant: Dort finden »konservative Muslime« und der »radikale« Islam eine Plattform. Der Start ist schon im März.

»Ja, selbstverständlich«. Das antwortet Rundfunk-Intendant Willi Steul auf die Frage, ob auch radikale Auslegungen des Korans einen Platz haben. »Sie werden aber nicht im Mittelpunkt stehen.« ZDF-Religionschef Reinhold Hartmann sagt dazu: »Wir wollen keine Fundamentalisten, aber konservative Muslime, die kommen bei uns dann schon vor.«
Müssen die aber deutschlandweit Gehör finden? Die Idee vom festen Platz für den Islam ist beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht neu. Steul gab die muslimische Sendung bereits vor einem Jahr in Auftrag. Er ist Intendant des Deutschlandradios, ein Marionettentheater von ARD und ZDF.
Steuls Kurz-Vita: Promovierter Ethnologe, lebte im Libanon und in Afghanistan, besitzt auch die französische Staatsbürgerschaft. Jetzt, nach dem Angriff auf Charlie Hebdo,sieht er die Deutschen reif für mehr Islam im Rundfunk.
Mit dem Koran gegen »populistische Rattenfänger«
Das Deutschlandradio startet die muslimische Sendung im März 2015, sie wird sich dann Woche für Woche um den Koran drehen. Die ausstrahlende Welle ist der Deutschlandfunk, in der an jedem Freitag ein Sprecher aus dem Koran vorliest. Genau einen Vers, den anschließend ein Muslim ausdeutet. Hören soll das die »nichtmuslimische Gesellschaft«, sagt Steul. Übrigens: Der Wochentag hat große Bedeutung. Das Freitagsgebet ist für Muslime, was die Sonntagsmesse für Christen ist.
All das erinnert sehr an Missionsarbeit, aber was Steul über den Sinn der Sendung sagt, klingt schlimm: »Nur Aufklärung immunisiert auch gegen populistische Rattenfänger, und damit sind wir bei dieser PEGIDA.« Diese PEGIDA hatte vorher die Mainstream-Medien als »Lügenpresse« bezeichnet.
Danach begannen Journalisten mit einer Dämonisierungs-Kampagne gegen das Protest-Bündnis. Auch die Politik befindet sich mit der PEGIDA im »Hass«-Krieg. Es kann also kein Zufall sein, dass Journalist Steul diese Sendung jetzt an den Start schicken darf und sie ungeschminkt als politisches Instrument verkauft.
Der Verdacht der Missionierung
Wenn diese Koran-Sendung mit dem Ziel antritt, die Deutschen gegen was auch immer zu »immunisieren«, hat sie keine redaktionelle Unabhängigkeit mehr. Die Worte von Steul sindbeschämend – »immunisieren« tut nur Propaganda. Wir leben in einer Demokratie und so etwas ist eines bürgerbezahlten Rundfunks unwürdig. Aber auch das erklärt nicht, warum dort ausgerechnet »konservative Muslime« und der »radikale« Islam erlaubt sind.
Soll auch noch missioniert werden? Wäre es nicht besser, den liberalen Islam in Deutschland zu zeigen? Offenbar wissen die Redakteure von ARD und ZDF selbst nicht, welche Art von Muslime sie sich ins Haus holen. Eine andere muslimische Sendung läuft seit sieben Jahren bereits beim ZDF und heißt »Forum am Freitag«. Reinhard Hartmann ist Religionschef des ZDF. Er sagt, dass er das »Forum am Freitag« zu einer »Verkündigungssendung« machen wollte – sich dann aber dagegen entschied.
»Das Wort zum Sonntag« ist die bekannteste Verkündigungssendung. Dort sprechen christliche Pfarrer, ohne dass ihnen jemand hineinredet und dabei tragen sie eine hohe Verantwortung.
Die zeitgemäße Auslegung des Korans: Ein Problem vieler Muslime
Zuverlässige Sprecher für den Islam fand Hartmann damals offenbar nicht. »Wir sind schon an der Frage gescheitert:
Wer ist eigentlich unter den Muslimen in Deutschland der richtige Ansprechpartner?« Also bekam das »Forum am Freitag« eine journalistische Redaktion verpasst.
Hartmann gibt sogar zu: Eine zeitgemäße Auslegung des Korans, das ist etwas, was selbst in Deutschland schwerfällt. »Viele Muslime drücken sich immer noch davor. Es gehen nur einige wenige nach vorne.«
Aber trotzdem sollen »radikale« Koranauslegungen in der neuen Sendung im Deutschlandradio Gehör finden, soll der Koran in Deutschland erklärt werden, obwohl vielen Muslimen selbst nicht klar ist, was das eigentlich bedeutet. Scheinbar wissen die Verantwortlichen bei ARD und ZDF nicht, was sie tun.
Gerhard Wisnewski – ungeklärt unheimlich unfassbar 2015

Verbrechen, die die Welt schockieren
Serienmord, Terroranschlag, Amoklauf: Auch im vergangenen Jahr gab es wieder spektakuläre Verbrechen, die uns erschaudern ließen. Wie schon in seinem erfolgreichen Jahrbuch verheimlicht – vertuscht – vergessen wirft Bestsellerautor Gerhard Wisnewski auch in diesem Jahrbuch einen kritischen Blick auf die Ereignisse. Seine Chronik bietet nicht nur eine einzigartige Zusammenschau des kriminellen Geschehens, sondern auch packende Hintergründe und Perspektiven, die nicht in der Zeitung standen.
Löcher in der Matrix – Wer hat Angst vor der Deflation?
Redaktion
Im Folgenden übernehmen wir einen Beitrag des Magazins Smart Investor. Dort erscheinen immer freitags die »Löcher in der Matrix«, in denen Erstaunliches und Schräges aus der Welt der Mainstreammedien thematisiert wird.
»Staatsanleihenkäufe durch EZB-Chef: Was Draghi jetzt vorhat« (sueddeutsche.de, 22.1.2015)
Wenn uns die Süddeutsche Zeitung (SZ) Wirtschaft erklären will, dann geht das meistens schief. Schon die Überschrift ist schlampig: Würde stimmen, was da steht, könnte man zur Tagesordnung übergehen. Denn ob sich Herr Draghi Staatsanleihen kauft oder nicht, ist alleine seine Sache. Natürlich geht es aber nicht darum, was der »EZB-Chef« kauft, sondern um das, was die Europäische Zentralbank selbst kauft – und das betrifft uns tatsächlich alle.
Bei der Motivforschung bleibt die SZ stramm auf amtlicher Linie: Draghi handle, weil »er die Euro-Zone vor sinkenden Preisen bewahren will«.
Auf gut Deutsch: Nachdem der Mann mit seiner Null- und Negativzinspolitik bereits das Geschäft der staatlichen Großschuldner auf dem Rücken der Sparer besorgt hat, will er die Menschen der Euro-Zone nun vor einer zu langsamen Entwertung ihres Geldes »schützen« – herzlichen Dank dafür!
Auch um die »Theorie« hinter der Maßnahme ist man bei der SZ nicht verlegen: »Das sogenannte Quantitative Easing (QE) soll die Inflation und damit das Wirtschaftswachstum ankurbeln.« Ah ja, demnach müssten Russland und Argentinien derzeit die reinsten Wirtschaftswunderländer sein.
Dass ein mehr als halbierter Ölpreis den Preisauftrieb gedämpft haben könnte und dass dies selbstredend keine »Deflationsgefahr« sondern ein Glücksfall für die Verbraucher der Euro-Zone ist, davon kein Wort bei der SZ.
Lieber geht man Herrn Draghi auf den Leim, der nun endlich mit seiner neuen Bazooka auf die imaginierten Deflationsspatzen schießen kann: Draghi habe »wieder und wieder … der Deflation den Kampf angesagt − notfalls auch mit unkonventionellen Maßnahmen«.





