Antideutsch: Ein Kampfbegriff stößt auf Widersprüche

Holzauge sei wachsam

flickr.com/ mkorsakov/ (CC BY-NC-SA 2.0)

Als normal denkender Mensch ist es mir bis heute ein Rätsel, wie es Deutsche geben kann, die sich selbst als antideutsch bezeichnen. Während einer Bahnfahrt sah ich an einer Häuserwand in Großbuchstaben „NIE WIEDER DEUTSCHLAND“ stehen. Auch das ist mir ein Rätsel.

Ich habe mich immer gefragt, was diese Leute eigentlich möchten und aus welchem Grund sie sich selbst so verleugnen und hassen. Und eine Frage, die ich mir oft gestellt habe, ist, wieso verlassen sie nicht einfach das Land, welches sie so sehr hassen und offensichtlich mitsamt der Bevölkerung am liebsten abschaffen würden?

Diese antideutsche Bewegung war und ist mir extrem suspekt und kommt mir wie eine Autoimmunerkrankung vor, bei der sich der Körper gegen sich selbst richtet. Kurz, ich halte es für krank, sich als Deutscher antideutsch zu positionieren und entsprechende politische Forderungen zu stellen. Diese Antideutschen sind dann die, die laut rufen: „Bomber Harris, do it again“ und damit das unmenschliche Bombardement auf Dresden und die unglückseligen Zivilisten, die während dieses Feuersturms zu Tausenden und Zehntausenden den Tod fanden, gutheißen.

Das ist wahrlich antideutsch. Und menschenverachtend, gewaltverherrlichend und zudem Hetze gegen ein einzelnes Volk. Im Umkehrschluß müsste es gerecht und unbedingt von Nöten sein, die gesamte westliche Welt wegzubomben, da sich alle mitschuldig gemacht haben an den imperialen Kriegen des Westens, die bis heute andauern. Inklusive aller Antideutschen und Gutmenschen.

So wie in der jetzigen Zeit die Bevölkerung nicht in geopolitische Geschehen involviert ist, war es die Zivilbevölkerung vergangener Zeiten ebensowenig. Heute haben wir genug Möglichkeiten, uns Informationen zu holen, und trotzdem ist die Mehrheit der Bevölkerung vollkommen ahnungslos, welch perfides Spiel hier getrieben wird. Damals gab es diese Möglichkeit noch nicht und dennoch sollen kollektiv alle schuldig gewesen sein und zu Recht in der Feuerhölle umgekommen sein. Das ist sehr kurz gedacht.

Woher kommt überhaupt dieser Kampfbegriff „antideutsch“ und was sind das für seltsame Gestalten, die sich selbst verleugnen? Beim Recherchieren glaubt man dann seinen Augen kaum, wer diesen Begriff in die Welt gesetzt hat und wo dieser jemand heute steht. Es ist Jürgen Elsässer, der heute auf der Seite der deutschen Bevölkerung für genau das kämpft, was er früher bekämpft hat. Eine Googlerecherche ist recht aufschlußreich und sollte auf jeden Fall einmal gemacht werden.

Selbstverständlich kann und sollte jeder Mensch sich immer neu justieren und mit neuen Erkenntnissen und Wahrheiten neu orientieren. Auch Herrn Elsässer muss man das natürlich zugestehen. Diese antideutsche Haltung, der Wille dies auch journalistisch und politisch umzusetzen, halte ich jedoch für sehr extrem. Frau Ditfurth und Herr Elsässer waren übrigens früher Kollegen und kämpften Seite an Seite gegen dieses Übel Deutschland. Da muss man sich fragen, ob der Rechtsstreit zwischen diesen Parteien nicht ein Streit ist, der schon viel länger zurückliegt.

Wir müssen uns sicher alle gemeinsam unterstützen, um Deutschland wieder auf einen souveränen, neutralen Weg zu führen. Aber wir müssen auch genau hinschauen, wer uns auf diesen Weg begleitet. Die Bürger Deutschlands müssen aufwachen und der Regierung klarmachen, dass sie diesen unheilvollen Weg nicht mitgehen wollen. Aber eben diese Bürger müssen gleichwohl als Volk dabei zusammenstehen, und antideutsche Parolen helfen dabei herzlich wenig. Menschen, die alles Deutsche verleugnen und verurteilen, obwohl sie selbst deutsch sind, erscheinen mir krank. Menschen, die das Antideutsche erst zum Leben erweckt haben und jetzt das Gegenteil proklamieren, haben eine 180 Grad Wende vollzogen. Aus welchem Grund? Was ist geschehen oder welche Wahrheit hat Herrn Elsässer dazu bewogen, seinen recht „radikalen“ Standpunkt aufzugeben und den genau entgegengesetzten Standpunkt erfreulicherweise einzunehmen?

Die radikale Linke, die heute viele Menschen in Angst und Schrecken versetzt und davon abhält, friedliche Demonstrationen zu besuchen, sind genau da geboren, wo das Antideutsche seinen Anfang hat.

Heute befürchten viele zu Recht, dass der neue Faschismus von links kommen wird. Also gebt Obacht und informiert Euch über die Menschen, die jetzt gern das Zepter in die Hand nehmen und Euch führen möchten.

Ihre

Claudia Petersenerden

https://buergerstimme.com/

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