Glaube einer diesen Zentralbanken

(admin: Zentralbanken? Nein, das sind Privatbanken; und wir wissen, wem sie gehören)

Zentralbanken Geld

Papiergeld: Nur mit Vertrauen gegenüber den Zentralbanken gedeckt!

In der Geldpolitik wird mitunter gelogen, bis sich die Balken biegen. Erklärt werden Widersprüche später meist mit dem Argument der veränderten Rahmenbedingungen.

“Wenn es ernst wird muss man lügen”, sagte der ehemalige Eurogruppen-Chef und heutige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker während der Eurokrise im Jahr 2011. Das Gleiche scheint auch für die Zentralbanken zu gelten. In unserer Welt des ungedeckten Papiergeldes ist schließlich Vertrauen, das höchste Gut der Notenbanker. Und das gilt es mit aller Macht zu verteidigen.

Der überraschende Schritt der Schweizerische Nationalbank, die Anbindung des Franken an den Euro aufzugeben, verdeutlicht einmal mehr, dass auch in der Geldpolitik gelogen wird, bis sich die Balken biegen. Man könnte auch einfach sagen, Flunkern gehört zum geldpolitischen Instrumentarium.

Denn im Zuge des Referendums zur “Schweizer Goldinitiative” im vergangenen Jahr behauptete SNB-Präsident Thomas Jordan noch, die Abkehr vom Mindestkurs des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro sei auf “absehbare Zeit” nicht geplant. Und die Initiative gefährde dieses Vorhaben.

“Wir sind bei der Inflation momentan bei null. Je nachdem, welche negativen Schocks kommen – insbesondere auch aus der europäischen Wirtschaft – könnte die Rate in den negativen Bereich rutschen. Deshalb ist und bleibt der Mindestkurs das wichtigste Instrument, die Preise stabil zu halten und die Deflation aufzuhalten”, so Jordan am 12. November im Interview mit 20 Minuten.

Nun haben sich die Rahmenbedingungen ganz offensichtlich rapide verändert. Die Euro-Anbindung ist kein Thema mehr. Und die SNB hat tatsächlich ein Stück Unabhängigkeit zurückerobert, die sie von der Gold-Initiative im vergangenen Jahr gefährdet sah.

Interessanterweise schrieb Thomas Jordan im Jahr 1999 gemeinsam mit zwei Kollegen einen Aufsatz zur möglichen Euro-Anbindung des Franken im Zuge der Währungsunion (“Soll die Schweizerische Nationalbank den Franken an den Euro anbinden?”). Damals war Jordan bereits wissenschaftlicher Berater der Schweizerischen Nationalbank. Im Fazit heißt es: “Unsere Analyse der Vor- und Nachteile bringt uns zum Schluss, dass unter den jetzigen Verhältnissen ein Anbinden des Franken nicht zu empfehlen ist”. Damals sah man im Falle einer Euro-Kopplung unter anderem einen möglichen Reputationsverlust der Nationalbank. Denn so heißt es in dem Aufsatz: “Die Stabilität des Euro auf mittlere und längere Frist ist durch erhebliche Ungewissheiten charakterisiert”. Insbesondere die Divergenzen zwischen den Mitgliedsländern der Eurozone werden als Risiko beschrieben. Und daran hat sich bis zum heutigen Tag schließlich nichts geändert.

http://www.goldreporter.de/

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