Angela Merkels letztes Regierungsjahr

(admin:Danke anvo für die Anregung zu diesem Beitrag)

Oder der Kampf zwischen Wurm und Ratte

flickr.com/ Glyn Lowe Photoworks./ (CC BY 2.0)

2015 wird Angela Merkels letztes Regierungsjahr. 2016, so meine Prognose, wird es keine Kanzlerin Merkel mehr geben. Das ist eine logische Schlussfolgerung, die zwar nicht zweifelsfrei eintreten muss, aber sehr wahrscheinlich ist.

Gemeint ist damit nicht der Ausblick auf eine große Erleichterung, nach welcher sich das Volk sehnt, ein Licht am Horizont, eine Hoffnung, die zum Durchhalten anspornt. So sehr sind Wohl und Wehe der Deutschen denn doch nicht mit jener unsäglichen Personalie verbunden, weil ganz andere Kräfte, in welche Deutschland auch ohne Merkel eingebunden bleiben wird, eine wesentlich bedeutendere Rolle spielen.

Es wird aber immer deutlicher, dass Angela Merkel von einer Person (ob sie je ein Mensch war, fragt sich ohnehin) zu einem Symbol mutiert – einem Symbol für jene geistige Öd- und Düsternis, die dieses Land bedrückt, wie eine gewaltige Betonplatte eine Wiese. So, wie auf diesem Stückchen Wiese, wo Gras und Blumen gerne wachsen würden, doch ohne Licht und Luft alles Frische, Schöne und Lebendige erstickt wird, nur Würmer kriechen können, so sind im Deutschland dieser Tage jene Charaktere die umtriebigsten und einflussreichsten, die Schiller in seinem Intrigen-Stück “Kabale und Liebe” in der Figur des Wurm beschrieb:

“Wurm, der Sekretär und Vertraute des Präsidenten, ist ein charakterloser Intrigant und Heuchler, der für Reichtum und Ansehen zu allem bereit ist. Er ist die Quelle der Kabale, von der er sich, neben anderen Vorteilen, die Hand der von ihm begehrten Luise verspricht. Durch Skrupellosigkeit die gesellschaftliche Leiter emporgeklommen, tritt er nach unten und katzbuckelt nach oben. Offen distanziert er sich von allen bürgerlichen Moralvorstellungen und fühlt sich insgeheim mehr dem Adel zugehörig.” (wikipedia)

Vor allem – auch das zeigt Schiller – kriechen, bohren und nagen diese Wurms in einem System der Willkürherrschaft. Was nicht nur die Politik meint. Auch ein vermeintlich sich von der Politik emanzipieren Wollender ist, da er kein alternatives Wertesystem besitzt, unfähig, anders als ein Wurm zu handeln. Das, was wahrhaft schön und rein ist (Luise), wird von einem halbherzigen Systemling gemeuchelt, weil er, was er nicht besitzen kann, wenigstens vernichten will. Ebenso meucheln auch deutsche “Qualitätsmedien”, die ja eigentlich die Politik kontrollieren sollten, aus Neid und Angst ungestraft weiter, weil ihre Schaffenden bis ins Mark korrumpierte Systemlinge sind. Die umfassende Alternativlosigkeit des verrotteten merkelianischen Zeitalters macht alle zu Würmern, die nicht vehement um ihre persönliche Freiheit vor dem Wurmdasein kämpfen und dafür persönliche Nachteile in Kauf zu nehmen bereit sind.

Die Zeit, in der es den kriechenden Würmern Deutschlands noch blendend erging, ist allerdings mittlerweile in die Phase der aufgeregt wimmelnden Angst vor dem Verlust der Pfründe getreten. Bald wird nichts mehr da sein, was Merkel und ihre Systemwürmer noch “regieren” könnten. Weshalb sich die Regierung – ganz im Sinne Brechts – derzeit ein neues Volk beschafft: das Volk der nicht-deutschen, überwiegend verständnislosen (da kaum Deutsch sprechenden), wenig gebildeten, unselbstständigen, staatsabhängigen “Flüchtlinge” und Konsumbeschleuniger.

Nicht, dass die Deutschen im Wortsinne bald ganz verschwunden sein werden. Aber sie werden sich nicht nur wie bisher verdeckt, sondern offen so vollständig von der Politik dieser Tage abwenden, ja dagegen opponieren, dass dann von “regieren” nicht mehr die Rede wird sein können. Regieren kommt von Regie ausüben und bedeutet, den Akteuren eine gewisse eigenständige Handlungsfreiheit zuzubilligen. Merkel und Konsorten werden sich dies dann nicht mehr leisten können, da jedes Quäntchen Handlungsfreiheit, dass dem Volk noch zugestanden wird, sich gegen die Regierung selbst wenden wird.

Für manchen Politiker scheint das Volk bereits jetzt nicht mehr als eine Rattenplage zu sein. Auch Merkel zeigte in ihrer Neujahrsansprache, wie wenig sie vom Volk hält, als sie den PEGIDA-Anhängern (den “Ratten”, man erinnere sich?) ein Herz voller Kälte und Hass attestierte. Vermutlich hatte sie dabei ausgeblendet, dass laut Umfragen bis zu 80 Prozent der Bevölkerung heimlich mit PEGIDA sympathisieren. Vielleicht vergaß sie aber auch einfach das alte Sprichwort, “Was ich selber denk’ und tu’, trau ich auch den ander’n zu.” Sollte der Zorn im Herzen von 50 Millionen Deutschen tatsächlich entflammen und sich gegen das Würmer-System wenden, wird die Königin der Würmer wieder die erste sein, die sich verkriecht und darüber hinaus das Jahr 2016 nicht als Kanzlerin erleben.

Denn Merkel, die laut Medienberichten bereits mehrfach mit Schwächeanfällen zu kämpfen hatte, Merkel, die kein Deutschlandfähnchen auf der Bühne duldet, Merkel, die in bald zehn Jahren Regierungszeit bewiesen hat, dass sie charakterlich vor allem zur Flucht vor Auseinandersetzungen neigt, wird sich dem immer größer werdenden Heer derDeutschlandfahnen nicht aussetzen, wird sich diesem dramatisch an Fahrt aufnehmenden Konflikt nicht antun. Sie mag vielleicht gegen verweichlichte, männliche CDU-“Hoffnungsträger” bestehen, aber nicht gegen Millionen, die immer lauter werden, weil sie begreifen, dass sie das Volk sind und im Namen des Volkes von welchen, die nicht das Volk sind, beherrscht werden.

Dies ist die Logik, von der eingangs die Rede war. Mögen die Würmer noch munter kriechen – sie haben doch die Eigenschaft, bei Einfall von Licht in die tieferen Schichten des ewigen Morasts – wenigstens vorübergehend – abzutauchen, aus dem sie hervorkrochen und wo sie sich von Aas und Verfaultem ernähren. Bleibt das Volk lebendig, duldet es, wie es eine Ureigenart der Deutschen ist, die Verrottung des Landes nicht länger, sondern strebt es nach Entwicklung und Gedeihen, so wird es die vermeintlich alternativlose Betonplatte wegheben und Licht auf die modrige Brache scheinen lassen. Dies geschah 1989. Seit Herbst 2014 ist es ebenfalls schon ein wenig heller geworden. Und die Würmer kringeln sich bereits wieder ganz aufgeregt.

Hoffen wir, dass es ebenfalls so friedlich, wie vor 25 Jahren, bleibt. Nur gibt es eben da einen kleinen, aber feinen Unterschied: Die DDR-Regierung war – obwohl aufs professionellste darauf vorbereitet – das praktische Kriegshandwerk nicht gewohnt und offenbar tatsächlich in erster Linie auf Verteidigung und Friedenssicherung ausgerichtet.

Die BRD-Regierung ist in dieser Hinsicht charakterlich leider seit vielen Jahren ganz anders gestrickt. Folgerichtig erklingt auch nicht mehr der Ruf “Nie wieder Krieg!” aus deutschen Führerkehlen, sondern jener: “Noch mehr Krieg!”

Erfüllen manche Würmer in gewisser Hinsicht noch eine sinnvolle Funktion, indem ihre Hinterlassenschaften als Humus dienen, auf dem wieder Gutes wachsen kann, so sind letztere Äußerungen (und der, der sie äußerte) allenfalls so überflüssig wie ein Wurmfortsatz…

Ihr

Marko Wild

4 Kommentare zu Angela Merkels letztes Regierungsjahr

  1. Helga K. // 3. Januar 2015 um 15:41 //

    Als die Verjährung abgelaufen war, 10 Jahre nach dem Mauerfall, gab es eine Rundfunkreportage. Das war ein Interview mit einem damaligen Armeeangehörigen der DDR von Bad Saarow. Der Mann sprach davon, dass in Bad Saarow die Codes für den Fall eines bewaffneten “Durchgreifens” bewacht wurden. Er war einer, der genau dort seinen Dienst tat. Und er hatte sich entschlossen zu verhindern, dass es zu militärischem Eingreifen in den Bevölkerungsaufstand kommt. Lange vorbereitet, niemanden eingeweiht, auch seine Frau nicht, hatte er im günstigen Moment die Couverts geöffnet und die Codes entfernt. Dadurch war erledigt – durch einen Mann, dessen Namen ich nicht mehr weiß, dass Blut vergossen werden konnte – der Befehl konnte nicht ausgegeben werden. Ein Mann hatte das mit sich selbst abgemacht und alleine ausgeführt! Ich habe ihm das nicht vergessen, auch ohne seinen Namen.

  2. Es ist richtig Merkel als Wurm zu bezeichnen.
    Nur Würmer können zertreten werden,bei Merkel ist der Umfang zu groß,um das leichtfüßig machen zu können.Sie wird man mit stärkeren Mitteln hinwegfegen müssen.Pegida ist der Anfang und es stimmt,die Würmer fürchten um ihre Feuchtbiotope und sehe sie austrocknen.
    Bei Pegida sehe ich keine rassistischen Elemente,die gegen Ausländer sind,es geht hier nur um Sozialschmarotzer und die mag doch nun wirklich keiner außer Özdemir,aber er versucht sein eigenes Süppchen zu kochen,denn er ist auf den jetzigen Job angewiesen und für nichts anderes zu gebrauchen und den macht er auch noch lausig.
    Bei Pegida geht es um solche Typen wie Özdemir,die im normalen Leben vollkommen untüchtig sind und sich nur so schmarotzerhaft durchs Leben mogeln.Sie müssen hinweggefegt werden und nur so wird der Mehltau,der sich auf Deutschland gelegt hat endlich verschwinden.

  3. Romanuss // 3. Januar 2015 um 15:11 //

    Noch ein „Wurm-Zitat“: “Europa krümmt sich wie der Wurm, ehe ihn der Stiefel zertritt.” – Karl Kraus. Dieses Zitat des österreichischen Schriftstellers scheint aktueller denn je zu sein. Und dazu trägt eine Vertreterin der negativen Eliten-Auslese ständig bei. Eine IM Erika und spätere CIA – Agentin M. taugt nur, transatlantische Kriegs- und Sanktionswünsche durchsetzen zu helfen. Dazu gehören Verbindungen zur Finanzmafia, Wirtschaft und korrupten Politik, die alle miteinander dermaßen verwurzelt sind, dass dieses widerwärtige Geflecht scheinbar nicht zu besiegen ist. ABER: nicht alle der ganz Oberen sind Verbrecher, die vor lauter Gier Europa in einen Krieg hineinziehen wollen. Da soll es jetzt ein neues, einflussreiches Netzwerk geben, mit sehr kompetenten Vertretern und mit viel Vitamin B in Richtung Industrie und Finanzen, die das längst überholte Merkel – Regime zu Fall bringen werden. Das heißt, dass Merkels Tage gezählt sind, und es braucht sicherlich nicht einmal ein Jahr. Hoffentlich geht das Ganze in die richtige Richtung. In Richtung Frieden in Europa, vor allem MIT Russland.

  4. Ein herrlicher und wahrer Artikel aus einem mal anderen Blickwinkel! Am besten gefallen mir die Konsumbeschleuniger.

 https://buergerstimme.com/Design2/2015/01/angela-merkels-letztes-regierungsjahr/

2 Kommentare zu “Angela Merkels letztes Regierungsjahr

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