Das Hildebrandslied vorgetragen in althochdeutsch

Hildebrand hat Frau und Kind verlassen und ist als Krieger und Gefolgsmann mit Dietrich in die Verbannung gezogen. Nun kehrt er nach 30 Jahren heim. An den Grenzbefestigungen seines Heimatlandes stellt sich ihm ein junger Krieger mit seinem Heer entgegen.

Hildebrand fragt diesen nach herrschender Sitte, wer sein Vater wäre. So erfährt Hildebrand, dass dieser Mann, Hadubrand, sein eigener Sohn ist. Er gibt sich Hadubrand zu erkennen und versucht durch das Angebot von Geschenken sich diesem verwandtschaftlich, väterlich zuzuwenden. Hadubrand weist die Geschenke brüsk zurück und meint, er sei ein listiger alter Hunne, denn Seefahrer hätten ihm berichtet, dass sein Vater tot sei. Mehr noch, die Annäherungsversuche des ihm Unbekannten, der sich als sein Vater ausgibt, sind für Hadubrand ein feiger Verrat an der Ehre seines totgeglaubten Vaters.

Ist die Verspottung und die Zurückweisung der Geschenke schon eine Herausforderung zum Kampf, so bleibt Hildebrand nach den Worten Hadubrands, dass sein Vater im Gegensatz zu dem ihm unbekannten Gegenüber ein Mann von Ehre und Tapferkeit sei, kein Weg mehr offen. Nach den Sitten ist er nun gefordert um seiner eigenen Ehre willen die Herausforderung des Sohnes zum Kampf anzunehmen unter Inkaufnahme des Todes, seines, oder des Sohnes.

Welt- und kampferfahren ahnt Hildebrand die Dinge, die folgen werden, voraus und klagt so über sein furchtbares Schicksal: „welaga nu, waltant got“, quad Hiltibrant, „wewurt skihit“. Zwischen den Heeren stehen nun Vater und Sohn im Zweikampf. Hier bricht der Text ab.

 

Hildebrand und Hadubrand

Ich hörte sagen,   sich heischten zum Kampf
Hildebrand und Hadubrand   unter Heeren zwein,
Des Sohns und des Vaters.   Sie sahn nach der Rüstung,
Die Schlachtgewänder suchten sie,   gürteten die Schwerter an,
Die Recken, über die Ringe,   und ritten hin zum Kampfe.
Hildebrand erhob das Wort;   er war der hehrere Mann,
Erfahrener und weiser;   zu fragen begann er
Mit wenigen Worten,   wer sein Vater wäre
Der Helden im Volke,   „oder welcher Herkunft du seist.
Sagst du mir nur einen,   die andern weiß ich mir:
Kind im Königreiche   kund ist mir da Männiglich.“
Hadubrand erhob das Wort,   Hildebrands Erzeugter:
„Das sagten vor Alters   mir unsere Leute,
Alte und weise,   die eher dahin sind,
Dass Hildebrand hieße   mein Vater; ich heiße Hadubrand.
Früh zog er gen Osten,   floh vor Otackers Zorn
Hin mit Dietrichen   und seiner Degen viel.
Er ließ im Lande   der Hilfe ledig sitzen
Das Weib in der Wohnung   und unerwachsenen Sohn,
Erblos das Volk,   da er ostwärts hinritt.
Aber darben musste   Dietrich seitdem
Meines Vaters,   der freundlose Mann.
Dem Otacker war er   eifrigst erzürnt;
Aber dem Dietrich   der teuerste Degen,
Immer an des Volkes Spitze:   Fechten war ihm stets zu lieb.
Kund war er allen   kühnen Mannen:
Ich glaube nicht,   dass er noch lebt – – -“
„Weiß es Allvater   oben im Himmel,
Dass du nie hinfort   mehr fährst zum Kampfe
Mit so gesipptem Mann – – – „.
Da wand er vom Arme   gewundene Ringe
Aus Kaisermünzen,   wie der König sie ihm gab,
Der Herrscher der Heunen:   „Dass ich mit Huld dirs gebe.“
Hadubrand erhob das Wort,   Hildebrands Erzeugter:
„Mit Geren (Speeren) soll man   Gabe empfahen,
Schärfe wider Schärfe.   Du scheinst dir, alter Heune,
Doch allzu lose,   lockest mich
Mit deinen Worten, willst mich   mit deinem Speere werfen.
Bist so zum Alter kommen,   dass du immer trogst.
Mir aber sagten   Seefahrende
Westlich über den Wendelsee,   hinweg nahm ihn der Krieg.
Tot ist Hildebrand,   Heribrands Erzeugter.“
Hildebrand erhob das Wort,   Heribrands Erzeugter;
„Wohl hör ich das und sehe   an deinem Harnische,
Du habest daheim noch   einen guten Herrn,
Musstest nicht entrinnen   noch aus diesem Reiche.
Weh nun, waltender Gott,   Wehgeschick erfüllt sich!
Ich wallte der Sommer   und Winter sechzig,
Dass man stets mich scharte   zu der Schießenden Volk:
Vor keiner der Städte   doch kam ich zu sterben;
Nun soll mich mit dem Schwerte   das eigne Kind erschlagen,
Mit der Waffe treffen,   oder ich sein Töter werden.
Doch magst du nun leichtlich,   wenn dir langt die Kraft,
Von so ehrwürdgem Mann   die Rüstung gewinnen,
Den Raub erbeuten,   hast du irgend Recht dazu.
Denn der sei doch der ärgste   der Ostleute,
Der dir den Kampf nun weigre   nun dich so wohl des lüstet.
In handgemeiner Schlacht   entscheide die Begegnung,
Wer von uns heute   die Harnische räumen müsse,
Oder dieser Brünnen (Panzer)   beider walten.“
Da ließen sie zum Ersten   die Eschen schmettern
In scharfen Schauern, dass   es in den Schilden stand;
Dann stapften zusammen   die Steinrandklaren,
Hieben harmlich   die hellen Schilde,
Bis ihnen die Linden   nicht mehr langten,
Zermalmt mit den Waffen – – –

http://www.wissen-im-netz.info/

Transit „Hildebrandslied“ -1980-

 

Transit „Hildebrandslied“ -1980-

Es erzählt die Sage
Hildebrand und Hadubrand
standen einst zwischen zwei Heeren
in Ritterrüstung und Gewand.
Hildebrandt war im Diensten
jahrelang beim Gotenkönig.
Er musste aus der Heimat fliehen
und ließ Weib und Kind zurück.

Nach dreißig Jahren kommt er wieder,
und mit ihm tausend Mann.
Er trifft auf ein andre `s Heer,
ein junger Recke führt es an.
Hildebrand fragt nach dem Namen,
der Junge spricht, man nennt mich Hadubrand.
Mein Vater fiel einst in der Fremde,
es war Hildebrand,
ich hab` ihn nie gekannt.
Der Alte weiß nun wer da steht,
denn Hadubrand das ist sein Sohn,
und er sagt ihm diese Wahrheit,
doch er will nichts wissen davon.

Der Jüngling glaubt
das ihn der Alte täuschen will
den Kampf zu scheuen.
Und Geschenke nimmt er nicht an,
beleidigt den Vater ungemein.
Im Angesicht der beiden Heere
spricht der Vater,
so muss es dann sein.
Muss dich mit dem Schwerte schlagen,
oder du wirst mein Mörder sein.

Und die Eschenlanzen fliegen
und die Schilde splittern schon,
noch sind sie auf ihren Rossen,
doch der Vater trifft den Sohn.

Kriegerehre war das damals
und so kam es zum tragischen Streit
Hildebrand und Hadubrand
wurden Opfer ihrer Zeit.

Menhir – Hildebrandslied

 

Das Hildebrandslied – Original in Althochdeutsch und Übersetzung

de.wikipedia.org

1. Das ältere Hildebrandslied ist das einzige und zwar bloss fragmentarisch erhaltene altgermanische Heldenlied; es ist in einer Handschrift des 8. oder 9. Jahrhunderts auf uns gekommen und in hessischer, stark niederdeutsch gefärbter Mundart wahrscheinlich zu Fulda niedergeschrieben. Die Form ist der alliterierende Vers. Hildebrand, der Waffenmeister Dietrichs von Bern, ist mit seinem Herrn, vor Odoaker fliehend, zu den Hunnen ins Exil gezogen. Nach Jahren an der Spitze eines hunnischen Heeres zurückkehrend, tritt ihm sein Sohn Hadubrand mit einem Heere entgegen. Hildebrand und Hadubrand rüsten sich zum Zweikampf; man darf vermuten, dass der Ausgang desselben beiden Parteien als Gottesurteil gelten soll. Bereit zum Kampfe, fragt Hildebrand den jüngeren Gegner um seinen Namen: Du brauchst mir nicht Dein ganzes Geschlecht zu nennen, nenne mir nur einen, ich kenne sie alle. Hadubrand antwortete: Das sagten mir unsere Leute, alte und weise, dass Hildebrand mein Vater heisse: ich heisse Hadubrand. Er zog ostwärts, floh Odoakers Hass, hin mit seiner Degen viel; er liess im Lande zurück elend sitzen seine Gattin im Hause, den unerwachsenen Sohn. Immer stand er an der Spitze des Volkes, stets war der Kampf ihm allzulieb; nicht meine ich, dass noch im Leben er sei. Auf diese Worte giebt sich der Alte zu erkennen, und zur Bestätigung der Wahrheit bietet er dem Sohne an der Spitze des Speeres goldene Armringe. Hadubrand verschmäht jedoch diese, hält den Greis für einen arglistigen Betrüger, der, wenn er sich nähere, die Ringe abzuholen, den Speer nach ihm schleudern würde: »Mit dem Speer soll der Mann Gabe empfangen, Spitze wider Spitze; du bist dir, alter Hunne, unmässig klug, verlockst mich mit deinen Worten, willst mich mit deinem Speere werfen; bist ein so alter Mann und führst doch stets noch Ränke bei dir! Das sagten mir Seefahrende, westwärts über das Wendelmeer (Ozean), dass Kampf ihn davonnahm: tot ist Hildebrand, Heribrands Sohn!« Überaus schön und wahr klingt nun aus dem Munde des Vaters die Klage über das schmerzliche Geschick, das ihn betroffen, »Weh nun, waltender Gott! Wehschicksal geschieht! Ich wanderte der Sommer und Winter sechzig, da man mich stets scharte ins Volk der Schützen, da man mir vor keiner Burg den Tod brachte: nun soll mich mein eigenes Kind mit dem Schwerte hauen, erschlagen mit seinem Beile, oder ich ihm zum Mörder werden! Doch, es sei! Der wäre ein übler Feigling, der den Kampf jetzt weigerte, nach dem den Gegner so sehr gelüstet! Das Ende erweise, auf welcher Seite das Recht sei!« Hierauf beginnt der Kampf, sie eilen mit den Speeren auf einander los, diese prallen von den Schilden ab, sie verlassen die Pferde und zerhauen die Schilde mit den Schwertern. Hier bricht leider die Handschrift ab. Obgleich sich die Handlung durch die Erwähnung Dietrichs und Odoakers als ein Teil der an Theodorich den Grossen sich anlehnenden Dietrichsage giebt, ist es gerade hier sehr wahrscheinlich, dass erst spätere Zeit diesen Kampf zwischen Vater und Sohn in den Kreis historischer Begebenheit eingereiht hat, die Handlung selbst aber einer weit älteren Sagenstufe angehört; ganz ähnliche Sagen findet man bei den Persern in der Episode von Röstern und Suhrab des Firdusischen Königsbuches und in der serbischen Erzählung von Predrag[411]und Nemad; der Ausgang dieser beiden genannten Sagen, wonach der Vater den Sohn erschlägt, lässt einen ähnlichen Ausgang des deutschen Gedichtes vermuten.

2. Das jüngere Hildebrandslied. Ein seltsames Geschick hat denselben Stoff, der uns in dem ältesten erhaltenen deutschen Heldenliede entgegentritt, im 15. Jahrhundert nochmals als letzten Zeugen der absterbendenHeldensage erhalten; bis ins 17. Jahrhundert war das Lied vom Vater mit dem Sohne in der Nibelungenstrophe, die von diesem beliebten Gesang lange den Namen Hildebrandston trug, weit verbreitet. Die Manier ist, der Zeit angemessen, holzschnittartig, markiert, mit viel kräftigem Humor und zuletzt in ein Liebesmotiv ausklingend. HerzogAmelung (es ist Dietrich gemeint) wird von Meister Hildebrand berichtet, er sei gesonnen, einen Besuch in seiner Heimat Bern bei seiner Frau Uten zu machen, wo er 32 Jahr nimmer gewesen sei. Wenn das sei, sprach HerzogAmelung, so möge er den jungen Herzog Alebrant, der die Grenze bewache, und alle Fremden anrenne, von ihm grüssen und ihm sagen, er, Alebrant, möge ihn, Hildebrand, freundlichst reiten lassen. Hildebrand freut sich aber schon auf den ihm erwünschten Strauss und da auf der Marke Alebrant ihm entgegentritt, giebt es sofort beiderseits schnöde und landsknechtmässige Spässe und Sticheleien. Wie nun gar der Junge dem Alten einen kräftigen Hieb versetzt, da brennt Hildebrand auf, entreisst durch eine List dem Gegner das Schwert, erwischt ihn bei der Mitte und schwingt ihn hinterrücks ins grüne Gras. Wie jedoch nun der besiegte Alebrant meldet, wer er sei, da giebt sich Hildebrand ebenso freundlich, als er vorher kampflustig gewesen, zu erkennen, küsst den Sohn an den Mund, und beide ziehen versöhnt in Alebrants Burg ein. Hier setzt Alebrant den Alten oben an den Tisch, und da die Mutter, die ihren Gatten auch nicht erkennt, darüber zürnt, dass der Sohn einem gefangenen Mann soviel Ehre erweise, da nennt jener des Vaters Namen:

Ach Mutter, liebste Mutter,

Nun beut ihm Zucht und Ehr!

Da hub sie auf und schenket

Und trugs im selber her.

Was het er in seinem Munde?

Von Gold ein Fingerlein:

Das liess er in Becher sinken

Der liebsten Frauen sein.

Quelle:
Götzinger, E.: Reallexicon der Deutschen Altertümer. Leipzig 1885., S. 411-412.
Ik gihorta dat seggen,
 dat sih urhettun ænon muotin,
 Hiltibrant enti Hadubrant untar heriun tuem.
 sunufatarungo iro saro rihtun.
 5 garutun se iro gudhamun, gurtun sih iro suert ana,
 helidos, ubar hringa, do sie to dero hiltiu ritun,
 Hiltibrant gimahalta [Heribrantes sunu]: her uuas heroro man,
 ferahes frotoro; her fragen gistuont
 fohem uuortum, hwer sin fater wari
 10 fireo in folche, ...............
 ............... "eddo hwelihhes cnuosles du sis.
 ibu du mi enan sages, ik mi de odre uuet,
 chind, in chunincriche: chud ist mir al irmindeot".
 Hadubrant gimahalta, Hiltibrantes sunu:
 15 "dat sagetun mi usere liuti,
 alte anti frote, dea erhina warun,
 dat Hiltibrant hætti min fater: ih heittu Hadubrant.
 forn her ostar giweit, floh her Otachres nid,
 hina miti Theotrihhe enti sinero degano filu.
 20 her furlaet in lante luttila sitten
 prut in bure, barn unwahsan,
 arbeo laosa: her raet ostar hina.
 des sid Detrihhe darba gistuontun
 fateres mines: dat uuas so friuntlaos man.
 25 her was Otachre ummet tirri,
 degano dechisto miti Deotrichhe.
 her was eo folches at ente: imo was eo fehta ti leop:
 chud was her..... chonnem mannum.
 ni waniu ih iu lib habbe".....
 30 "wettu irmingot [quad Hiltibrant] obana ab hevane,
 dat du neo dana halt mit sus sippan man
 dinc ni gileitos".....
 want her do ar arme wuntane bauga,
 cheisuringu gitan, so imo se der chuning gap,
 35 Huneo truhtin: "dat ih dir it nu bi huldi gibu".
 Hadubrant gimahalta, Hiltibrantes sunu:
 "mit geru scal man geba infahan,
 ort widar orte. ...............
 du bist dir alter Hun, ummet spaher,
 40 spenis mih mit dinem wortun, wili mih dinu speru werpan.
 pist also gialtet man, so du ewin inwit fortos.
 dat sagetun mi seolidante
 westar ubar wentilseo, dat inan wic furnam:
 tot ist Hiltibrant, Heribrantes suno".
 45 Hiltibrant gimahalta, Heribrantes suno:
 "wela gisihu ih in dinem hrustim,
 dat du habes heme herron goten,
 dat du noh bi desemo riche reccheo ni wurti".
 "welaga nu, waltant got [quad Hiltibrant], wewurt skihit.
 50 ih wallota sumaro enti wintro sehstic ur lante,
 dar man mih eo scerita in folc sceotantero:
 so man mir at burc enigeru banun ni gifasta,
 nu scal mih suasat chind suertu hauwan,
 breton mit sinu billiu, eddo ih imo ti banin werdan.
 55 doh maht du nu aodlihho, ibu dir din ellen taoc,
 in sus heremo man hrusti giwinnan,
 rauba birahanen, ibu du dar enic reht habes".
 "der si doh nu argosto [quad Hiltibrant] ostarliuto,
 der dir nu wiges warne, nu dih es so wel lustit,
 60 gudea gimeinun: niuse de motti,
 hwerdar sih hiutu dero hregilo rumen muotti,
 erdo desero brunnono bedero uualtan".
 do lettun se ærist asckim scritan,
 scarpen scurim: dat in dem sciltim stont.
 65 do stoptun to samane staim bort chludun,
 heuwun harmlicco huitte scilti,
 unti imo iro lintun luttilo wurtun,
 giwigan miti wabnum ...............



 1    Ich hörte das sagen,   
 2    daß sich Herausforderer einzeln abmühten:   
 3    Hildebrand und Hadubrand zwischen zwei Heeren.
 4    Sohn und Vater bereiteten ihre Rüstung,
 5    richteten ihre Kampfgewänder, gürteten sich ihre Schwerter um,
 6    die Helden, über die Rüstung, als sie zu dem Kampf ritten.	
 7    Hildebrand sagte, Heribrands Sohn, er war der ältere Mann,
 8    des Lebens erfahrener, er begann zu fragen,
 9    mit wenigen Worten, wer sein Vater gewesen sei   
10	unter den Menschen im Volke...	
11	"...oder aus welchem Volke du bist	
12	wenn Du mir einen nennst, kenne ich die anderen	
13	Menschen im Reich, bekannt ist mir die ganze Menschheit".	
14	Hadubrand sagte, Hildebrands Sohn:
15	"Das sagten mir unsere Leute,	
16	alte und weise, die früher schon da lebten,	
17	daß Hildebrand mein Vater heiße, ich heiße Hadubrand.	
18	Vormals ist er nach Osten geritten, er  floh den Zorn Odoakers,
19	dorthin mit Dietrich und vielen seiner Kämpfer.	
20	Er ließ im Lande arm zurück	
21	die Frau in der Hütte und den unerwachsenen Sohn	
22	erblos: Er ritt nach Osten hin.	
23	Deswegen erlitt seither Dietrich die Abwesenheit	
24	meines Vaters: Der war ein so freundloser Mann.	
25 	Er zürnte Odoaker unmäßig,	
26	der liebste der Kämpfer Dietrichs.	
27	Er war immer an der Spitze des Heeres, ihm war immer der Kampf zu lieb,
28	Bekannt war er...den Tapfersten.	
29	Ich glaube nicht, daß er noch lebt..."	
30	"Weißt Du Gott", sprach Hildebrand, "oben vom Himmel,
31	daß du niemals solchermaßen verwandte Männer	
32	in eine Angelegenheit hast geraten lassen!"
33	Er wand sich dann von den Armen gewundene Ringe ab,	
34	aus kaiserlichem Gold gemacht, wie sie ihm der König gab,	
35	der Herrscher der Hunnen. "Das gebe ich dir nun aus Freundschaft!"
36	Hadubrant, Hildebrands Sohn, sagte:
37	"Mit dem Speer soll man Geschenke annehmen,	
38	Spitze gegen Spitze!
39	Du dünkst dich, alter Hunne, unmäßig schlau.	
40	Verlockst mich mit deinen Worten, willst deinen Speer nach mir werfen.
41	Du bist ein so alter Mann, wie du ewig Betrug im Sinn hast. 	
42	Das sagten mir Seeleute, 
43	westlich über dem Ozean, daß ihn ein Kampf hinnahm:	
44	Tot ist Hildebrand, Heribrands Sohn!"
45	Hildebrand, Heribrands Sohn, sagte:
46	"Wohl sehe ich an deiner Rüstung, 	
47	daß du daheim einen guten Herrn hast,
48 	daß du in diesem Reich noch nie vertrieben wurdest.	
49	Wohlan, nun walte Gott, sagte Hildebrand, Unheil geschieht:	
50	Ich wanderte 60 Sommer und Winter außer Landes;	
51	wo man mich immer in das Heer der Kämpfer einordnete.	
52	Wenn man mir an jedweder Burg den Tod nicht beibringen konnte:
53	Nun soll mich das eigene Kind mit dem Schwerte schlagen,	
54	niederschmettern mit der Klinge, oder aber ich werde ihm zum Töter.
55	Du kannst wohl leicht -wenn deine Kraft (dir) ausreicht-	
56	von einem so alten Mann eine Rüstung gewinnen,	
57	Beute rauben, wenn Du da irgendein Recht hast.
58	Der sei doch nun der feigste, sagte Hildebrand, von den Ostleuten,
59	der dir nun den Kampf verweigerte, wo es dich doch so sehr gelüstet,
60	nach gemeinsamem Kampf; (nun) versuche wer mag,	
61	wer von beiden heute das Gewand lassen muß	
62	und dieser Brünnen beider walten (wird)."
63	Dann ließen sie zuerst die Eschenlanzen bersten	
64	in scharfem Kampf, daß sie in den Schilden steckten.	
65	Da ritten sie gegeneinander, spalteten farbige Schilde,	
66	schlugen gefährlich auf weiße Schilde,	
67	bis ihnen ihre Lindenschilde zu Bruch gingen,
68	zerstört von den Waffen...

http://hub.ib.hu-berlin.de/

			

Aktuell: Blockfreier Status; US-Gesetz zwingt Russland Truppen zu entsenden [Ukraine]

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Wie Deutschland den Menschenhandel aus südeuropäischen Krisenstaaten unterstützt

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Massenauswanderung: Der Süden gibt seine jungen Menschen her, entsorgt Arbeitslose und entlastet sich kurzfristig finanziell. Dafür erhalten Portugal, Spanien und Griechenland Rentner aus dem Norden, vor allem aus Deutschland.

„Bildungsoffensive Deutsch“ steht auf der Einladung des Goethe-Instituts Berlin. Ich denke an einen Luftabwurf von Buchpaketen, Kleist und Böll für Südeuropa. Doch es geht um etwas anderes:

Das Institut lädt mich als begleitenden Journalisten zu einer Informationsreise der Initiative „Mit Deutsch in den Beruf“ ein. Das Programm soll junge Menschen aus Portugal, Spanien, Frankreich, Italien und Griechenland an das deutschsprachige Berufsleben heranführen.

In solchen Zeiten, wenn die Arbeit knapp wird, kann es passieren, dass ein Journalist seine Ideale für ein paar Tage behutsam beiseitelegt und zum Chronisten des modernen, aseptischen Menschenhandels in Europa wird. Ich bin nicht stolz darauf, aber genau das ist mir 2013 passiert. Ich lebte noch in Lissabon und fing an, Texte für das Goethe-Institut zu schreiben. Fröhliche und optimistische Artikel sollten es sein, über Portugals Jugend, die Deutsch lernt, weil sie ihr Land verlassen muss.

Richtig erfolgreich war ich nicht, obwohl das Goethe-Institut mich für portugiesische Ver-hältnisse fürstlich bezahlte. Ich konnte keine echte Begeisterung für das menschliche Aus-bluten des Landes vermitteln. Die Artikel über Filipa, André oder Joana wurden bisher nicht veröffentlicht.

Die neue Dualität

„Filipa Alves, André Santos, Ana Pinto, Sara Oliveira, Joana Alberto und Ruben de Sousa sind zwischen 22 und 27 Jahre alt. Alle sechs haben mehr gemeinsam als die Heraus-forderung, sich in vier Monaten Grundkenntnisse der deutschen Sprache anzueignen: Sie sind ausgebildete Krankenpfleger. Zwei Personaler und ein Geschäftsführer des Herz-zentrums München sind vor Monaten nach Lissabon gekommen, haben die jungen Krankenpfleger nach Bewerbungsgesprächen im Goethe-Institut ausgesucht und unter Vertrag genommen. Bereits während der viermonatigen Lernphase im Goethe-Institut Lissabon bekommen die jungen Berufsanfänger den portugiesischen Mindestlohn (etwa 450 Euro) vom deutschen Arbeitgeber bezahlt. Der Weg ins Ausland ist für viele junge Menschen zur Zeit die einzige Möglichkeit, eine Arbeit zu finden.“

Von Lissabon aus reiste ich vergangenes Jahr mit einer Delegation portugiesischer Schulleiter nach Schwaben. Sie sollten lernen, wie gut das duale Ausbildungssystem für Deutschlands Jugend und Wirtschaft ist. Die duale Ausbildung – parallel in Betrieb und Berufsschule – gilt in Zeiten der Krise als Exportschlager. Um das Rezept hinter dem Erfolg des langjährigen Exportweltmeisters Deutschland herauszufinden, kommen Delegationen aus aller Welt und besuchen Azubis in mittelständischen Unternehmen.

Dass hinter dem Exporterfolg nicht nur die Zutaten Praxis, Theorie und Lehrgeld, sondern eine jahrhundertealte Schulpflicht, strenge Arbeitsethik und andere sekundäre preußische Tugenden stehen (keine exportfähigen Modelle also), interessiert dabei wenig. Es geht um etwas anderes.

Die arbeitslose Jugend in den europäischen Krisenländern soll durch Ausbildungs-maßnahmen fit gemacht werden. Wo sie dann arbeiten soll, das sagt der Projekttitel „Mit Deutsch in den Beruf“. Duale Ausbildung steht jetzt für eine neue Art von Dualität: im Süden ausgebildet, in Deutschland produzierend.

Bestens qualifizierte Südeuropäer sind in den vergangenen fünf Jahren zu Hundert-tausenden nach Deutschland ausgewandert. Auf kurze Sicht verspricht das eine allseits willkommene Lösung. Die Regierungen der Krisenländer fertigen ihre arbeitslosen jungen Menschen mit Exportziel Deutschland ab. Deutschland kann sich so für die Kosten eines Sprachkurses mit Krankenpflegern, Ärzten, Maschinenbauern und anderen Facharbeitern versorgen, die in ihren Ursprungsländern während der Ausbildung die Ersparnisse ihrer Eltern und die spärlichen Bildungsressourcen erschöpft haben. Frisches Blut fließt billig aus dem Süden nach Deutschland, während deutsche Anleger, allen voran Frührentner und Golfspieler, zunehmend in spanische, portugiesische und griechische Feriendomizile investieren.

Jetzt habe ich also eine neue Einladung, so eine Tour mitzumachen. An ihr nehmen keine Schleuser teil, dunkle Hintermänner und vorbestrafte Delinquenten mit Goldketten und Sonnenbrillen, die Menschen in Containern verstecken und von Baustelle zu Baustelle oder Bordell zu Bordell fahren. Es sind nette Menschen, die „nur ihren Job machen“. Die Deals laufen auf offizieller Ebene ab, zwischen Ministerien in den Krisenländern und deutschen Kulturinstituten, Landesregierungen, Industrieverbänden und Handwerks-kammern. Sie tun nichts unmittelbar Verwerfliches. Sie ebnen nur den Weg für die ausweglose Verarmung Südeuropas. Dafür räumen sie Steine aus dem Weg, Sprach-barrieren zum Beispiel, und ermöglichen so den „freien Personenverkehr“, wie Berlin und Brüssel die Massenauswanderung verzweifelter junger Menschen aus Südeuropa nennen.

Ich las den Text der Einladung ein zweites Mal: „Im Rahmen des Projekts Mit Deutsch in den Beruf (Bildungsoffensive Deutsch) werden hochrangige Experten der General-direktion für Erziehung als Teil des portugiesischen Bildungsministeriums sowie Schuldirektoren ausgewählter Schulen der Pilotschulinitiative für Deutsch auf Einladung des Goethe-Instituts Lissabon nach Deutschland, Berlin und München, reisen.“ Heinrich von Kleist und Heinrich Böll hätten den Kopf geschüttelt, wie viele sperrige Worte notwendig sind, um Trümmerhaufen und Menschenhandel zu beschreiben.

Während meiner ersten Informationsreise 2013 hatte eine portugiesische Schulleiterin das Problem so auf den Punkt gebracht: „Wir haben doch keine Unternehmen, die das System finanzieren und Lehrgeld zahlen können, und der Staat ist pleite. Wir können uns unsere Kinder nicht leisten, Deutschland hat Geld und will sie.“ Es ist wie bei Hänsel und Gretel.

Wir saßen dann im Besprechungszimmer des Oberbürgermeisters der 38.000-Einwohnerstadt Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg. Der OB sagte uns, seine Stadt suche qualifizierte Leute für die lokale Industrie, „wegen des Geburtenrückgangs in der Region“. Wenige Monate vorher hatte eine Gruppe südeuropäischer Journalisten dasselbe von ihm gehört. Darüber berichteten die Medien in Portugal: Schwäbisch Hall, das Eldorado Europas. „Lernen Sie die deutsche Stadt kennen, die Portugiesen einstellen will“, schrieb das Wirtschaftsblatt Económico. Schwäbisch Hall wurde wochenlang mit Bewerbungen überschütte, fast 15.000 aus Portugal, erzählte uns der Bürgermeister.

Lächelnd fügte er hinzu: „Manche waren nicht einmal in Deutsch verfasst.“ Er machte eine Pause. „Also. Deutsch sollten sie schon können.“ Dabei blickt er vorwurfsvoll zu den anwesenden Leiterinnen des Goethe-Instituts, als hätten sie es persönlich zu verant-worten, dass der eine oder andere Südländer die Sprache immer noch nicht könne.

Las Vegas in Madrid

Ohne ihre qualifizierten jungen Menschen und nach der Abwanderung einer ganzen Generation sind Länder wie Portugal, Spanien und Griechenland langfristig verurteilt. Wozu, kann man sich in der Nähe Madrids ansehen. Dort entsteht ein riesiges Las-Vegas-Imitat, die Investoren hinter den neuen Kasinos kommen aus China, Russland, Süd-amerika und den USA. Sie sind ebenso wie die gut betuchte Klientel aus Übersee, die später zum Zocken nach Madrid jetten wird, Zielgruppe des „Goldenen Visums“, das Spaniens Regierung in diesem Jahr aufgelegt hat: Wer eine der Hunderttausenden leerstehenden Wohnungen kauft, der erhält dafür ein Aufenthaltsrecht und Zugang zum Schengenraum. Bürgerinitiativen vor Ort wehren sich vergebens gegen die drohende Phalanx aus mafiösen Glücksspielbanden und der ihnen immer folgenden Prostitutions-welle. Internationale Mafiaorganisationen nehmen den Süden Europas in Beschlag, wo es alte Menschen, mutlose Erwachsene und Touristen gibt, aber kaum Widerstand. Wegen der Krise sei „Spanien zur Hure” geworden, sagte der ehemalige spanische Minister-präsident Felipe González.

Wenn der Süden die Hure ist, dann sind die vergoldeten Spielhallenkapitalisten aus Übersee die Freier. Die Zuhälter muss man in Brüssel und Berlin suchen.

Quelle: freitag.de vom 10.12.2014

http://www.pravda-tv.com/

Ist die deutsche Regierung deutschfeindlich?

M02868

Ist die deutsche Regierung deutschfeindlich? Geht ihre Ausländerfreundlichkeit so weit, dass kein Deutscher kritische Töne über Ausländer äußern darf? Weiß sie bei jeder ausländerkritischen Äußerung sofort Bescheid: aha, Neonazis, “eine Schande für Deutschland”? Ist ihr die Fähigkeit, nicht nur zu reden, sondern auch zuzuhören, abhandengekommen? Kann sie zwischen hirntotem Antisemitismus und vernünftigen Sorgen nicht unterscheiden? Die hiesigen Parteiengecken müssen wohl in einer Art Traumwelt leben, wenn sie meinen, sie könnten die Deutschen durch ihre albernen Fluchworte gegen die Dresdner Patrioten aufbringen. Mittlerweile dürfte auch der Letzte gemerkt haben, wohin die Reise mit der mohammedanischen Masseneinwanderung gehen soll.

„Kein Platz für Hetze gegen Ausländer“, kritisierte die Bundesregierung die PEGIDA-Bewegung. Der Punkt jedoch ist, was als Hetze definiert wird. Wenn bereits sachlich begründete Kritik an einer bestimmten Gruppe Menschen wegen bestimmter Umtriebe als Hetze diffamiert wird, dann ist was faul im Staat! Es geht vielmehr um politische Macht! Denn den Herrschenden wird langsam klar, dass ihr “weiter so” nicht mehr stillschweigend akzeptiert wird. Dass auch die mediale Einlullungsstrategie nicht mehr aufgeht, weil es eben alternative Informationsquellen gibt, die viele Behauptungen der herrschenden politischen Klasse als schlichtweg falsch oder manipulativ entlarven. Letztlich geht es im ersten Schritt der PEGIDA darum, dass bestehende Gesetze eingehalten und angewendet werden. Das heißt natürlich Schluss mit der inflationären Duldungspraxis abgewiesener Asylanten, das heißt Schluss mit Abschiebungsstopp, mit Asyl für Leute ohne Herkunftsdokumente und mit Tätern, die religiös-ethnische Konflikte hier austragen wollen.

Wie weit habt ihr Politiker euch eigentlich von normalen, arbeitenden, gesetzestreuen Bürgern entfernt, dass ihr immer noch solche Parolen drescht? Glaubt ihr wirklich, wir besitzen kein Gehirn, um nachzudenken und den Zustand unserer Gesellschaft und deren künftige Entwicklung realistisch einzuschätzen? Glaubt ihr wirklich noch, ihr besitzt noch länger mittels teils willfähriger Presse die Deutungshoheit über Zustand und Entwicklung der Gesellschaft und des Landes?

Wie über alle Demonstranten und Sympathisanten der PEGIDA gesprochen wird, ist doch Teil des Problems. Es wird so getan, als ob es sich um verhaltensauffällige, verängstigte, verschreckte, verbockte, verpeilte, verführte Kinder handelt, denen man die “komplexe” Welt der Erwachsenen nur richtig erklären muss und alles ist wieder gut. Dass hier auch der selbstbewusste, erfolgreiche, aufgeklärte, informierte, differenzierende, erwachsene Bürger auf die Straße geht, kommt den Regierenden nicht in den Sinn. Und wer andauernd so infantil angesprochen wird, verweigert eben irgendwann den Dialog und spaziert durch die Stadt.

Von der Pegida-Bewegung kommen keine Angriffe, keine aggressiven Bemerkungen, nur die Forderung um Anhörung. Von der Bundesregierung, Landesregierungen, den Medien, Kirchen und klar den Berufsbetroffenen werden die Töne immer schriller. „Mischpoke“, „Nazis in Nadelstreifen“, „Schande für Deutschland“, „Erfüllungshilfen“. Mit den Medien im Rücken versuchen die „Etablierten“ Druck aufzubauen, indem sie die Teilnehmer dieser Demonstrationen stigmatisieren. Aber das Volk hat ein Recht darauf , zu entscheiden, wen es willkommen heißt und wen nicht! Menschen, die ihre Gesellschaftsformen und Lebensverhältnisse aus dem Nahen Osten etc. hier in Deutschland etablieren und durchsetzen wollen, auf Kosten der Aufnahme- und (noch) Mehrheitsgesellschaft, sind eben nicht willkommen.

„Deutschland ist das Flüchtlingsheim Europas“, titelte Die Welt vom 15.10.2014. Sind die Bürger, die in Dresden demonstrieren, gefährlich, wenn sie darauf hinweisen, dass z. B. Deutschland dieses Jahr 200.000 Flüchtlinge aufnehmen wird und das große Land Spanien nur 5.000 Flüchtlinge? Ist es keine Schande für die EU, wenn die Flüchtlinge dermaßen ungerecht verteilt werden? Haben die Bürger nicht recht, wenn sie sagen, dass Deutschland das Weltsozialamt ist, wenn durch Migration und Asylrecht zusätzlich ca. 500.000 Menschen, also die Größe der Stadt Dresden, finanziell versorgt werden müssen, aber in den Städten kein Geld für marode Straßen übrig ist? Ist es nicht mehr erlaubt in diesem Land Fragen zu stellen? Was ist dies für eine Wertegemeinschaft, wenn Bürgerinteressen nicht mehr artikuliert werden dürfen? Wer sich nicht die Fragen der Bürger anhören will, wird auch nicht versuchen, zu einer Lösung beizutragen.

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Von Palästina nach Ferguson – In der Westbank getestet, an die Vereinigten Staaten verkauft: Israelische Spezialisten trainieren US-Polizisten

Von Doris Pumphrey

Mit Großdemonstrationen, Blockaden von Straßen, Brücken, Einkaufszentren und Verwaltungsgebäuden breitet sich der Widerstand in den USA gegen Rassismus, Polizeimorde und das Justizunrecht weiter aus. In vielen Städten entstehen neue Organisationen und Bündnisse, und immer mehr Menschen engagieren sich in diesem Kampf.

Viele jüdische US-Bürger haben sich in der Geschichte der USA mit dem Widerstand der Schwarzen gegen Segregation und Rassismus solidarisiert und standen nicht selten mit an vorderster Front in diesen Kämpfen. Das ist auch heute nicht anders. Anders jedoch die Zionisten: Eine ihrer wichtigsten Organisationen ist die Anti-Defamation-League (ADL). Diese ist Mitglied des AIPAC (American Israel Public Affairs Committee), der einflussreichen Israel-Lobby in den USA, die in Europa gut bekannt ist wegen ihres großen Einflusses auf die Außenpolitik Washingtons.

Ursprünglich eine Organisation gegen Antisemitismus und Rassismus, wurde die ADL auch bekannt für ihre Spionageaktivitäten. Wie das »Center for Media and Democracy« schreibt, betrieb und betreibt die ADL geheime Observation nicht nur gegen Kritiker der israelischen Regierungspolitik – und früher gegen Kritiker der südafrikanischen Apartheidpolitik –, sondern auch gegen Bürgerrechtler, Kommunisten und linke Intellektuelle und teilt die Erkenntnisse mit dem FBI und den jeweiligen Geheimdiensten.

»Die Rechten sind nicht das Problem, sondern die Linken. Die amerikanische Linke ist die größte Bedrohung für amerikanische Juden«, hatte der frühere Trotzkist Irwin Suaal, der bis 1997 die geheimen Ausspähaktivitäten der ADL leitete, dem erstaunten US-Investigativjournalisten Chip Berlet erklärt, der ihn im Rahmen seiner Recherchen über die extreme Rechte in den USA befragen wollte.

Im Zusammenhang mit dem derzeitigen Widerstand gegen die rassistische Polizeigewalt kritisiert das »International Jewish Anti-Zionist Network« (IJAN) die ADL nicht nur wegen ihrer »Respektierung« des skandalösen Beschlusses der Grand Jury in Ferguson, sondern auch wegen ihrer Attacke gegen den schwarzen Football-Spieler Reggie Bush. Die Solidarität der Palästinenser mit den Menschen in Ferguson wurde in den sozialen Netzwerken und auf Plakaten in den Protesten immer wieder zum Ausdruck gebracht. So hatte auch Reggie Bush in seinem Protest gegen das Urteil das Foto eines Palästinensers gepostet, der ein Schild hochhält, auf dem zu lesen ist: »Die Palästinenser wissen, was es heißt, wegen ethnischer Zugehörigkeit erschossen zu werden, wenn man unbewaffnet ist.«

Die Solidarität der Palästinenser mit dem afroamerikanischen Widerstand gegen die rassistische Polizeigewalt und die öffentliche Betonung einer Verbindung zwischen beidem ist der ADL natürlich ein Dorn im Auge, trägt sie doch selbst zu genau diesem Umstand bei. Auf ihrer Internetseite brüstet sich die ADL, »heute die bedeutendste Nichtregierungsorganisation« zu sein, die die US-Polizei im Kampf gegen »Terrorismus, Extremismus, organisierte Hassgruppen und Hassverbrechen« unterrichtet.

Wie das »Internationale Jüdische Antizionistische Netzwerk« berichtet, trainiert die ADL US-Polizisten und andere Sicherheitskräfte und organisiert die Ausbildung der US-Polizei auf dem Gebiet der »Bevölkerungskontrolle« durch Offiziere der israelische Armee und Polizei. Die israelischen Soldaten seien »Experten im Kampf gegen Widerstand in ungleichen Konflikten«, erklärte kürzlich in Leipzig der israelische Wirtschaftswissenschaftler Shir Hever. Nicht nur Polizeitraining ist ein israelischer Exportartikel, sondern auch die Technologie zur Kontrolle und Repression von Bürgern und Demonstranten, die israelische Sicherheitsfirmen an den Palästinensern im besetzten Westjordanland frei testen können.

Über 9.000 US Polizisten wurden bereits von israelischen Spezialisten trainiert, darunter auch der frühere, für Ferguson zuständige Polizeichef von St. Louis County, Timothy Fitch, erläutert das IJAN. Und weiter: »Wenn also Palästinenser ihre Solidarität mit den Menschen in Ferguson bekunden und den Demonstranten Ratschläge für den Umgang mit Tränengas geben, oder wenn Demonstranten in Missouri Schilder tragen mit der Inschrift ›Besatzung von Ferguson bis Palästina ist ein Verbrechen‹, dann deshalb, weil die Menschen, die sich in den USA dem Rassismus und in Palästina der Besatzung widersetzen, verstehen, ›wie ihre Kämpfe miteinander verbunden sind‹.«

https://www.jungewelt.de

CDU-Vorsitzende Merkel trotz Kriegshetze wiedergewählt

admin: Tja, Befehle empfangen, sprich Kadavergehorsam will auch gelernt sein; kann nicht jeder. Und diesen Job macht sie sehr gut.

flickr.com/ Glyn Lowe Photoworks./ (CC BY 2.0)

Es mutet wie ein Terroranschlag auf die Demokratie an. Die Gefühle nach dem Ergebnis der achten Wiederwahl der Rauten-Kanzlerin als CDU-Vorsitzende, – oder sollte man jetzt besser Kriegs-Kanzlerin sagen -, stürzt den Normalbürger in ein Wechselbad der Gefühle: Trauer, Enttäuschung, Verzweiflung, Empörung und Wut.

Wie soll Otto Normalverbraucher ein solches Wahlergebnis verstehen? Nur 19 Parteimitglieder hatten den Mut, gegen Frau Merkel zu stimmen und neun weitere hatten nicht die Traute, sich den 19 Gegenstimmen anzuschließen. Oder es war ihnen egal, daß diese Frau die bunte Republik weiter in Richtung Weltkrieg fährt?

Nun, Konkurrenz um die Position des Vorsitzenden gab es leider auch nicht. Wer sich die letzte Vergangenheit der Kanzlerin und ihrer Mit- oder Gegenstreiter ansieht, ahnt wahrscheinlich auch warum, hat sie doch nach und nach jeden, der ihr in irgendeiner Weise gefährlich werden könnte, geflissentlich entsorgt. Frau Merkel ist alleinige Herrscherin der CDU.

Bei 97-prozentiger Bestätigung von Merkel als Parteivorsitzende sollte der Normalbürger doch sehr ins Wundern kommen. Nicht nur, daß diese Ergebnisse immer wieder an die „Wahlen“ in der ehem. DDR (1.0) erinnern, man muß sich fragen, inwieweit diese Mitglieder, die da für Merkel gestimmt haben, ernsthaft Volkspolitik betreiben. Na gut, genau genommen hat sich die CDU schon längst davon entfernt, Politik für das Volk zu betreiben. Wann hat die CDU denn jemals wirklich positive Volkspolitik betrieben?

Im Nachhinein, wenn sich der Leser die Mühe machen will, wird man feststellen, daß die Politik in Deutschland seit Jahren, ach seit Jahrzehnten, immer nur in die eine Richtung geführt hat: nämlich abwärts. Sicher, die Politiker und ihre gleichgeschalteten Medien preisen genauso lange die Arbeit der Politiker und deren Errungenschaften, und das Volk, mangels anderer Informationsmöglichkeiten, hat dies auch all die Jahre geglaubt und ist immer wieder brav zur Wahlurne gegangen, um dort seine Stimmen zu verbrennen.

Frau Merkel wird die letzte Kanzlerin sein, die die bunte Republik regiert hat. Wenn ihre Amtszeit, wie auch immer, vorbei ist, wird sie ein Deutschland hinterlassen, welches sich so wohl nicht mehr nennen lassen kann. Es sei denn, das Volk wacht endlich auf. Natürlich ist es schwer, sich zum Handeln zu entschließen. Das beste Beispiel dafür sind die seit kurzem stattfindenden Demonstrationen, die, man kann sagen, rund ein zehnfaches an Teilnehmern auf die Straße bringen als die Mahnwachen oder Montagsdemonstrationen der letzten Monate. Aber ohne Handel – kein Wandel!

Daß diese neuen Demonstrationen einseitig von den Medien und natürlich den Politikern niedergemacht werden, ist verständlich, da es aufgrund des jeweiligen Haupt-Mottos der Demonstrationen sehr leicht ist, diese in die rechte Ecke zu schieben. PEGIDA und HoGeSa von Nazis unterwandert, Fremdenfeindlichkeit schürend etc. Auf den Gedanken, daß sie selber, also die Politiker, Schuld daran haben, kommen sie natürlich nicht. Wer sind denn jene, die seit Jahren für immer stärkere Einwanderung plädieren? Wer versucht denn, dem Volke einzureden, daß der Islam zu Deutschland gehöre?

Wann war Deutschland jemals islamisch? Deutschland und Europa waren nach ihrer Christianisierung immer das christliche Abendland, das war und ist gut so. Auch wenn die Kirchen als Stellvertreter des Glaubens letztlich versagt haben, so sind es doch die christlichen Werte, die sich in Europa halten.

Bei diesen neuen Demonstrationen, bei denen Zehntausende Menschen auf die Straße gehen, handelt es sich jedoch nicht um Menschen, die allein Angst um ihre christlichen Werte haben, sondern auch um Menschen, die die Nase voll haben, von der Ausbeutung des Sozialsystems, die Angst um die Zukunft ihrer Kinder haben und die Angst vor einem dritten Weltkrieg haben. Diese Menschen haben sich nicht von den Massenmedien und den schönen Worten der Politiker blenden lassen, haben sich selber informiert, eine eigene Meinung gebildet und handeln jetzt.

Da fragt man sich, was machen eigentlich diese 97 Prozent, die Angela Merkel als Vorsitzende ihrer Partei bestätigt haben? Legen die sich jeden Tag das Gummibärchen-Orakel? Kratzen die die Druckerschwärze von der Bild-Zeitung und ziehen sich diese durch die Nase? Normal kann man das jedenfalls nicht nennen. Die Wiederwahl dieser Person und damit die Aussicht auf eine nicht endenwollende Kanzlerschaft sollte Millionen auf die Straße treiben. Rentner, Arbeitslose, Schüler, Kindergartenkinder, Minderverdienende, Arbeiter und Angestellte jeder Couleur, Familien und Singles.

Dieses System muß weg, Frau Merkel und ihre willfährigen Helfer und Helfershelfer gehören nicht in den Reichstag. Wir sind rund 80 Millionen, und die Verräter im Reichstag nur schlappe 700, das muß doch möglich sein!

Wir brauchen Politiker, die das Wohl des Volkes im Auge und im Herzen haben!

Ihr

Rainer Hill

https://buergerstimme.com/