Mitteilung vom 16.12.2014 Experte: »Pädagogik der sexuellen Vielfalt hat in der Schule nichts verloren« Sexuelle Vielfalt in Niedersachsen beschlossen

Im Niedersächsischen Landtag fürchtete man wohl, der Protest der DEMO FÜR ALLE in Hannover könnte noch größer werden und das geplante Vorhaben zur sexuellen Vielfalt, ähnlich wie in Baden-Württemberg, vorerst stoppen. Das sollte in Niedersachsen nicht passieren. Gestern wurde deshalb in einem mehr alsdurchsichtigen Hauruck-Verfahren der rot-grüne Entschließungsantrag „Schule muss der Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten gerecht werden“ mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP im Landtag von Hannover beschlossen. Wie schon im Kultusausschuß wurden auch bei dieser Debatte weder Experten gehört, noch beschäftigte man sich mit den zum Teil sehr kritischen Stellungnahmen verschiedener Verbände. Diese wurden ebenso wie der alternative Entschließungsantrag der CDU als erledigt abgebügelt.

Zur gleichen Zeit versammelten sich nur wenige Minuten vom Landtag entfernt gestern mehr als 40 Menschen mit roten und blauen Windlichtern am symbolträchtigen Platz der Göttinger Sieben in Hannover zu einer Mahnwache, um gegen das Verfahren und den Inhalt der Entschließung zu protestieren. 178 Jahre zuvor hatten an dem gleichen Platz sieben angesehene Göttinger Professoren gegen die Aufhebung der Verfassung durch den König protestiert und wurden deswegen entlassen oder sogar des Landes verwiesen.

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Sexualforschung, Dr. Jakob Pastötter, warnte in einem Interview vor möglichen fatalen Schäden, die die »Pädagogik der sexuellen Vielfalt« bei den Kindern verursachen könne. Bislang habe es »keine wissenschaftliche Evaluation der didaktischen Methoden (…) gegeben, die ihre direkten oder Langzeitauswirkungen bezüglich Entdiskriminierung auf die Kinder und Jugendlichen beschreiben würde«, so Pastötter. Es gebe aber immer wieder »Rückmeldungen von Eltern (…), die von emotionaler/intellektueller Überforderung und sogar von Ekelreaktionen« ihrer Kinder berichteten. Deshalb, schließt Pastötter, hätten solche Methoden »in der Schule nichts verloren, weil Schule in Deutschland gesetzlichen Pflichtcharakter hat.« Das ganze Interview mit Dr. Jakob Pastötter lesen Sie hier.
Die kritischen Stimmen zur sexuellen Vielfalt in der Schule werden immer mehr, immer mutiger und immer lauter. Heute hat Alexander Kissler den niedersächsischen Beschluß im Ciceroaufgespießt. Und wir werden unsere Proteste weiter steigern, bis der Irrsinn nicht nur in Niedersachsen beendet wird.

In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich, Ihre

Hedwig Beverfoerde

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PEGIDA in Dresden – Pressemärchen

Die deutsche Presselandschaft war sich wieder einmal einig und betitelte die Demonstranten der PEGIDA in Dresden im Vorfeld des gestrigen Abendspaziergangs durch die sächsische Landeshauptstadt als Idioten, Nazis und zuletzt auch als gewaltbereite Schläger und Hooligans aus der Fanszene der SG Dynamo Dresden. So berichtete Der Spiegel vor wenigen Tagen –

(…) Die Initiatoren und einige Hundert Teilnehmer der Dresdner Pegida-Märsche sind nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden offenbar gewaltbereiter als bislang bekannt. Die Polizei hat bei den Pegida-Aufmärschen nach SPIEGEL-Informationen Mitglieder der als rechtsextrem eingestuften Hooligangruppen “Faust des Ostens” und “Hooligans Elbflorenz” ausgemacht. Rund 300 Demonstranten hätten Bezüge zur Fanszene des Fußballklubs Dynamo Dresden, 250 von ihnen seien “Problemfans”. In Sicherheitskreisen wird davon ausgegangen, dass viele von ihnen “offen gegenüber rechtsextremem Gedankengut” seien. Offenbar besteht auch eine Verbindung zwischen der gewaltbereiten Organisation “Hooligans gegen Salafisten” und Pegida (…) [Ostfussball.com]

Gestern gingen in Dresden über 15.000 Menschen auf die Straßen und demonstrierten friedlich gegen die scheinheilige Ausländerpolitik der Bundesregierung, Medienhetze- sowie Manipulation durch die deutsche Presse, gegen Zwangsentscheidungen durch die EU, gegen Kriegstreiberei durch die USA und deren Nato-Verbündete und für zukünftige Volksentscheide.

Nichts zu sehen von rechtsradikalen Problemfans und Hooligans ala “Faust des Ostens” oder “Hooligans Elbflorenz”. Dafür aber jede Menge ganz normale Menschen aus der Mitte unserer Gesellschaft. So soll es bald auch in anderen Großstädten Deutschlands, wie zum Beispiel Leipzig, weitere Proteste mit so genannten PEGIDA-Ablegern geben. Schon bald könnten es Hunderttausende bundesweit sein.

Wer damals dabei war, wird’s durchaus bestätigen können – so begannen die Proteste 1989 gegen das verhasste DDR-Regime. Und auch zu jener Zeit wurden die mutigen Demonstranten als Gewaltverbrecher denunziert und als vereinzelte Rüherstörer in der Presselandschaft heruntergespielt. Die Geschichte lernte uns allerdings, wie schnell sich das Blatt wenden kann…

http://ostfussball.com/

Ex-Geheimdienstchef: Rumänien akzeptierte CIA-Geheimgefängnisse auf seinem Boden für NATO-Mitgliedschaft

Redaktion kopp-online

Armeegeneral Ioan Talpes, von 1992 bis 1997 Chef des rumänischen Auslandsgeheimdienstes Serviciul de Informații Externe (SIE) und von 2000 bis 2004 Chef der Präsidialabteilung für nationale Sicherheit, erklärte in einem am Samstag veröffentlichten Video-Interview mit der rumänischen Tageszeitung Adevărul, Rumänien habe den USA gestattet, einige Einrichtungen auf rumänischem Territorium zu nutzen.

Da Bukarest damals sehr daran interessiert gewesen sei, in die NATO aufgenommen zu werden, habe man darauf »verzichtet«, die USA zu fragen, wofür die Einrichtungen genutzt werden sollten. Die entsprechenden Einrichtungen bezeichnete man lapidar als »Durchgangszentren«, und Rumänien habe nicht gewusst, ob diese Lager als Gefängnisse genutzt würden, meinte er weiter. »Die rumänische Seite interessierte sich nicht dafür, was die Amerikaner dort machten, vermutlich um ihnen zu signalisieren, dass sie uns vertrauen konnten«, so Talpes.

Die französische Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) zitierte aus dem Interview, in dem Talpes besonders hervorhob, dass, als damals diese Entscheidung getroffen wurde, Bukarest dringend darauf gewartet habe, in die NATOaufgenommen zu werden. 2004 wurde Rumänien dann tatsächlich mit Fürsprache der USA in die NATO und 2007 in die EU aufgenommen.

Der frühere Spionagechef erklärte weiter, Gespräche über die »Einrichtungen, die Rumänien den Vertretern der CIA zur freien Verfügung überlassen würde«, hätten unmittelbar nach dem 11. September 2001 begonnen. »Aber es steht fest, dass wir keine Kenntnis davon hatten, dass sich dort Gefangene aufhielten«, bekräftigte er in dem Interview.

In der vergangenen Woche veröffentlichte der amerikanische Senat einen Bericht zur Folter durch die CIA, in dem u.a. enthüllt wurde, dass 119 Personen gefangengenommen oder entführt worden und in CIA-Gefängnissen auf dem Boden anderer Staaten inhaftiert worden waren. In dem bearbeiteten und teilweise geschwärzten Bericht selbst wurden zwar keine Staaten namentlich genannt, aber schon bald kursierte eine Liste mit den Namen einiger Länder, die mit hoher Wahrscheinlichkeit an diesen Machenschaften beteiligt waren, darunter auch Rumänien, Polen, Litauen, Thailand und Afghanistan.

Schon 2006 hatte der Sonderermittler des Europarats, Dick Marty, Rumänien vorgeworfen, illegale CIA-Gefängnisse beherbergt zu haben, berichtete Spiegel Online am Samstag. In seinem Bericht hatte Marty explizit den Namen Talpes erwähnt. Dieser habe zumindest von der Existenz des Geheimgefängnisses in dem Militärstützpunkt Mihail Kogălniceanu in der Zeit von 2003 bis 2005 gewusst.

Der damalige rumänische Präsident Ion Iliescu bestritt noch in der vergangenen Woche, jemals von diesen so genannten »Geheimgefängnissen« gewusst zu haben, berichtete AFP. Ministerpräsident Victor Ponta erklärte, alle Fragen in diesem Zusammenhang sollten an das Außenministerium gerichtet werden, das bisher aber noch keine Stellungnahme abgab.

Polen hatte erst vor Kurzem bestätigt, dass eine polnische Einrichtung zwischen 2002 und 2003 dazu benutzt worden sei, Al-Qaida-Terrorverdächtige zu »befragen«. Im Juli dieses Jahres hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in einem Urteil entschieden, Polen habe mit seiner Genehmigung von CIA-Geheimgefängnissen auf seinem Boden internationale Verträge verletzt, weil es nichts unternommen habe, die Menschenrechte der Gefangenen zu schützen.

Der EGMR verurteilte Polen zu einer Schadensersatzzahlung von insgesamt 230 000 Dollar an zwei frühere Gefangene, die in diesem Geheimgefängnis inhaftiert waren. Polen hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.

Das Urteil des EGMR könnte dazu führen, dass auch noch gegen andere europäische Staaten, in denen die CIA Geheimgefängnisse unterhielt, Klage eingereicht wird. So wurde bspw. schon gegen Rumänien und Litauen Klage vor dem EGMR erhoben.

http://info.kopp-verlag.de/

 

Genderwahn und Frühsexualisierung! Die strategische Zerstörung der menschlichen Gesellschaft.

Genderwahn und Frühsexualisierung! Die strategische Zerstörung der menschlichen Gesellschaft.

Avatar von Lieselotte PulverfassWolkenschieberin Lieselotte Pulverfass

10. Dezember 2014

von Lieselotte Pulverfass

lrg-2912-geschaeftiges-treibenSeit Jahren „erfreut“ uns die Politik mit Maßnahmen zur angeblichen Gleichberechtigung von Frauen im Namen der Genderstrategie. Wer erinnert sich nicht mit Grauen an die Einführung der Quotenregelungen für Arbeitsplätze in Führungspositionen und Wirtschaftsvorständen oder an die vor Jahren gestartete Verunstaltung der Sprache durch gendergerechte Begriffe. Häufig genutzte Worte des Sprachgebrauchs wie z. B. Bürger, Teilnehmer, Helfer formuliert man heute in Sprache und Schrift als Bürgerinnen und Bürger; Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Helferinnen und Helfer. Oder noch schlimmer: BürgerInnen, TeilnehmerInnen, HelferInnen – die Schreibweise hier ist flexibel, gern auch mit * oder _ geschmückt – das Resultat beim Reden aber ist oft fatal, denn aus dem ursprünglich beide Geschlechter umfassenden Begriff wird phonetisch die weibliche Form der Wortes.

Da hört man dann z. B. so befremdlich wirkende Formulierungen wie „KriegstreiberInnnen“ oder „FaschistInnen“ aus dem Munde der – neuerdings bei RT Deutschland beschäftigten – Antifa-Aktivistin, Mitglied…

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»Die Politik nimmt uns nicht ernst«: PEGIDA wächst auf 15.000

Markus Gärtner

Dresden dreigeteilt. Während am Montagabend in der sächsischen Landeshauptstadt Touristen und lokale Besucher unter dem Riesenrad am »Striezelmarkt« Glühwein und Bratwürste genießen, ziehen über 20 000 Demonstranten friedlich und von 1300 Polizisten getrennt an dem berühmten Weihnachtsmarkt vorbei.

Ein vom Alter her bunt gemischtes, aber meist männliches Publikum rechts vom Markt in Richtung Skatepark, wo sich 15 000 Menschen dem neunten Protestmarsch der Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes (PEGIDA) anschließen. Das sind 50 Prozent mehr als beim bisherigen Rekord vor einer Woche.

Links vorbei zur Semperoper strömen die knapp 6000 meist jungen Demonstranten, die unter dem Motto »Dresden für alle« an der mittlerweile üblichen Gegendemonstration teilnehmen.

Die ist allerdings an diesem Montag um ein Drittel gegenüber der Vorwoche geschrumpft. Der Gegendemonstration schlossen sich gestern auch die Bundesvorsitzenden der Grünen, Simone Peter und Cem Özdemir an.

Einem frisch angereisten Münchner, der sich an der Altmarkt-Galerie bei zwei Studenten nach dem Weg zum Treffpunkt der PEGIDA-Bewegung erkundigt, wird mit dem Zeigefinger die Richtung angedeutet: »Die Arschlöcher sind da hinten«, heißt es knapp und abschätzig.

Keine Frage: Die schroff einseitige Berichterstattung in den Leitmedien – sowie ständige Attacken führender Politiker auf PEGIDA – hat die Stimmung im Land aufgeheizt. Bundespräsident Joachim Gauck hat die PEGIDA-Teilnehmer als »Chaoten« bezeichnet. Justizminister Heiko Maas betrachtet sie als eine »Schande«. Und NRW-Innenminister Ralf Jäger sieht in den Organisatoren der PEGIDA-Bewegung »Neonazis in Nadelstreifen«.

Doch nach einem rechten Aufmarsch sieht es am Skatepark trotz einiger kurz geschorener Köpfe nicht aus, als um kurz nach 18:30 Uhr eine friedliche Menge mit auffallend vielen älteren Menschen und Ehepaaren sich um die »Cityherberge« schart, um der Ansprache von  PEGIDA-Chef Lutz Bachmann zu lauschen.

Die vehement einseitige Kritik der vergangenen Tage, so scheint es, hat der Bewegung mehr Zulauf beschert. »Nachdem die Leitmedien in der vorigen Woche so auf uns eingedroschen haben«, erklärt ein grauhaariger, stämmiger Rentner aus Berlin, »kommen wir diesmal erst recht«.

Der Mann ist am Abend mit seiner Frau 260 Kilometer weit angereist, um zum zweiten Mal in drei Wochen an der PEGIDA-Kundgebung teilzunehmen. Er beklagt sich über offenen Drogenverkauf auf der Straße in Bezirken der deutschen Hauptstadt sowie über ausufernde Kriminalität im Grenzgebiet zu Polen.

Bachmann warnt die Menge zur Begrüßung, es sollten Plakate mit verfassungsfeindlichen Sprüchen eingeschleust werden, die Teilnehmer sollten sie einfach der Polizei melden.

Zahlreiche Teilnehmer in den hinteren Reihen – etwa 50 Meter vom Redner entfernt – rufen im Chor »lauter, lauter«, weil Bachmann kaum zu verstehen ist. Mit Professionalität tut sich die junge Bewegung noch erkennbar schwer. Derweil zieht ein hagerer Mann Ende 40 mit einem Plakat durch die Reihen. Darauf hat er in großen schwarzen Buchstaben gekritzelt: »Es reicht dem deutschen Volke.«

Ein Fernsehteam spricht ein Paar weiter hinten zum Interview an. Sofort skandieren die umstehenden Teilnehmer in einem lauter werdenden Chor: »Lügen-pres-se, Lügen-pres-se.« Während Bachmann spricht, unterhalten sich einige. Ein Mann, Mitte 50, in einem hellen Parka, beschwert sich: »Die Politik nimmt uns nicht ernst, die sollen uns den Scheiß nicht erklären, sie sollen die Politik ändern.«

Viele hier sind wegen der Äußerung von Gesine Schwan am Vorabend in der Sendung bei Günther Jauch verärgert. Laut Schwan gibt es selbst in der bürgerlichen Mitte rechtes Gedankengut. »Ich wollte heute mal einen Rechtsradikalen sehen, habe aber keinen gefunden«, scherzt ein Mann mit schütterem braunem Haar.

Er gibt sich als Vertriebsmitarbeiter bei einem lokalen Kraftwerksbauer in Dresden zu erkennen. »Zum ersten Mal habe ich nicht links gewählt«, erklärt er und findet, »dass Gauck und Merkel völlig abgehoben sind«. Was die Massenmedien in der vergangenen Woche über die PEGIDA-Demonstration berichtet hätten, sei »eine Schande«.

Ein groß gewachsener Mann mit Brille und schwarzer Lederjacke schimpft über die Welt und andere Mainstream-Zeitungen: »Das ist wie beim Neuen Deutschland«, sagt er, »die schreiben das genaue Gegenteil dessen, was wir erleben«. Während er sich beklagt, zieht ein weiterer Teilnehmer mit einem Plakat vorbei: »Alibaba und die 40 Dealer«, steht darauf, und: »Sofort ausweisen.«

Eine ältere Frau fühlt sich von der Berichterstattung der vergangenen Tage persönlich angegriffen. »Wir sind nicht die Dumpfbacken, als die wir immer hingestellt werden«, protestiert sie und signalisiert mit ihrer Miene, dass sie auch diesmal zweifelt, ob sie richtig zitiert werden wird.

Auf die Frage, welche Sorgen sie auf die Straße treiben, kommt eine ganze Serie von Beschwerden: »Die Kriminalität im Grenzgebiet zu Polen, eine unsägliche Renten- und Sozialpolitik, die Kriegstreiberei in der Ukraine.« Und dann der Satz, den man an diesem Abend noch öfter hört: »Die Leute haben es satt, sie werden nicht mehr gehört.«

Aber all diese Klagen werden im Gespräch erstaunlich ruhig vorgetragen. Wie eine aufgebrachte, islamfeindliche Hass-Horde wirkt diese Menge nicht.

Wie Wutbürger, die die Fäuste in den Taschen ballen, auch nicht. Dafür ist ihr politischer Puls nicht hoch genug. Zugegeben: Der Frust, der sich hier über die politische Kaste und die etablierten Massenmedien Luft macht, ist deutlich spürbar. Aber er wird nicht mit einer Wucht und Leidenschaft vorgetragen, die demnächst die Republik erschüttern kann. Anstehende Revolutionen sehen anders aus.

Trotzdem herrscht in Berlin und verschiedenen Landeshauptstädten seit Tagen helle Aufregung. Die hat wohl mehr mit der langsam dämmernden Erkenntnis zu tun, dass sich Parteien und Regierung vom Wahlvolk weit entfernt haben und hier einiges aufzuarbeiten haben. Dass das nun ein Thema wird, darf man PEGIDA als einen ersten Erfolg anrechnen.

Aber auch die Medien haben sich von ihrer Klientel entfernt und erleben ein schroffes Erwachen. Dem Spiegel war vor wenigen Tagen das Erschrecken über seine eigene Umfrage anzumerken, wonach 65 Prozent der Deutschen beklagen, dass die Regierungsparteien nicht ausreichend auf ihre Sorgen in Sachen Flüchtlingspolitik eingehen. Und laut einer Emnid-Umfrage für den Focus hat fast die Hälfte der Deutschen Verständnis für die PEGIDA-Demonstrationen. So groß kann eine rechte »Ecke« gar nicht sein. Das ist der Grund, warum jetzt selbst der bürgerlichen Mitte rechtes Gedankengut angedichtet wird.

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Dramatik in Moskau: Russland erhöht Zinsen mitten in der Nacht auf 17%

Die wirtschaftliche Lage in Moskau hat sich in der Nacht zum Dienstag dramatisch zugespitzt: Die Zentralbank hat den Leitzins in einer spektakulären Entscheidung auf 17 Prozent erhöht. Die Finanzmärkte sehen Anzeichen von Panik. Das Büro des Bürgermeisters von Moskau hat den Verkauf von Waren gegen Dollar für illegal erklärt. Die russische Führung sieht die Gefahr einer Hyperinflation.

Die russische Zentralbank versucht verzweifelt, den Absturz des Rubel mit immer drastischeren Maßnahmen zu stoppen. (Foto: dpa)

In einer spektakulären Entscheidung hat die russische Zentralbank um ein Uhr morgens den Leitzins von 10.5 Prozent auf 17 Prozent erhöht. Mit dieser Maßnahme, die die Zentralbank außerhalb der Geschäftszeiten mitteilte, versucht die Bank mit zunehmenden Anzeichen von Verzweiflung, den finanziellen Kollaps abzuwenden. Man sei zu dem Schritt gezwungen, um die “jüngsten Tendenzen von Abwertung und Inflation wirkungsvoll einzudämmen“. In Folge der Entscheidung verteuerte sich die russische Währung zum Dollar auf 62,50 Rubel nach 65,50 Rubel.

Benoit Anne von der Société Générale hatte der FT am Montagnachmittag gesagt: „Es gibt Panik in den lokalen Märkten wegen der Untätigkeit der Zentralbank. Russland steht vielleicht noch nicht am Rande des finanziellen Zusammenbruchs,aber das Land ist nahe daran, seinen Status als mögliches Investment zu verlieren.“ Piotr Matys von der Rabobank sagte Bloomberg, dass es nicht mehr um die Abmilderung einer Rezession gehe, sondern um die Verhinderung eines Währungscrashs.

Sollte dies eintreten, könnte sich Russland kein Geld mehr an den Finanzmärkten besorgen – mit unabsehbaren Folgen für die Wirtschaft des Landes. Der Zinssatz der in Dollar denominierten, zehnjährigen russischen Staatsanleihen stieg auf 8,23 Prozent. Zum Vergleich: In Griechenland, wo zur Zeit ebenfalls wieder über einen Staats-Bankrott diskutiert wird, betrug der Zinssatz am Montag 8,93 Prozent.

Am Montag war der Rubel erneut auf ein Rekord-Tief abgestürzt. Die Zentralbank stoppte den Handel mit Bond-Futures, angeblich wegen des Verdachts der Manipulation durch Spekulanten. Die radikale Zinserhöhung legt jedoch den Schluss nahe, dass es zu einem gewaltigen Abverkauf gekommen sein dürfte. Die Zentralbank hat sich offenbar außerstande gesehen, die Kapitalflucht zu stoppen.

Der Verfall der Rubel ist vor allem auch deshalb von Bedeutung, weil der Ölpreis am Montag wieder gestiegen ist. Russland ist wegen der Mischung aus geopolitischen Risiken, dem niedrigen Ölpreis, den Sanktionen und den begrenzten Möglichkeiten der Politik, gegen diese Entwicklung anzugehen, in einer gefährlichen Situation. Analysten sagten der FT, dass es besonders besorgnisrerregend sei, dass Investoren nicht mehr daran glauben, dass sich die russischen Unternehmen angesichts dieser Entwicklung noch refinanzieren können. Auch die Aktien von Schwergewichten wie der Sberbank oder Rosneft sackten am Montag deutlich ab.

Alexei Nemeryuk, der für den Handel beim Moskauer Bürgermeister zuständig ist, erklärte laut Interfax die Praxis für illegal, zu der einzelne Läden bereits währende der Krise in den 1990er-Jahren übergegangen waren: Sie hatten ihre Waren nur noch gegen Bezahlung in Dollar abgegeben, weil sie den Wertverlust des Rubel nicht mehr kompensieren konnten. Damals war die Krise in eine Hyperinflation gemündet.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/