Sanktionen und Rubel-Crash: Russland-Krise erreicht Deutschland

Die deutschen Exporte nach Russland werden im kommenden Jahr um 20 Prozent einbrechen. Dies dürfte Auswirkungen auf die Arbeitsplätze insbesondere in der Automobil-Industrie haben. Die Konjunktur-Forscher nutzen die Gelegenheit des Rubel-Absturzes, um schon jetzt ihre Prognosen für 2015 zu kassieren.

Die deutsche Wirtschaft bekommt den Absturz des Rubel und die Russland-Sanktionen massiv zu spüren. (Foto: dpa)

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet für dieses Jahr mit einem Rückgang der deutschen Exporte nach Russland um 20 Prozent. Deutsche Unternehmen litten unter der “dramatisch sinkenden Kaufkraft” der Russen, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier der “Neuen Osnabrücker Zeitung” vom Mittwoch. Dazu trübten sich die Geschäftsaussichten in Russland im nächsten Jahr weiter ein. Investitionen gingen zurück.

“Deutsche Autofabriken sind bereits seit einigen Wochen auf Kurzarbeit geschaltet oder entlassen Mitarbeiter”, erklärte Treier. Die Sanktionen gegen Russland wirkten als Katalysator dieser Entwicklung, die sich allerdings bereits zuvor abgezeichnet hätte. Noch stiegen bei Konsum- und Gebrauchsgütern die Umsätze, weil russische Bürger ihr Geld noch ausgäben, bevor es weiter an Wert verliere. “Diese Entwicklung wird jedoch befristet sein, bis Ersparnisse aufgebraucht sind”, warnte er.

Zudem sänken die Erlöse deutscher Firmen in Russland, weil sie umgerechnet in Euro nur noch die Hälfte dessen wert seien, was sie vor Jahresfrist einbrachten. Mit Blick auf die wirtschaftliche Stabilität Russlands warnte der DIHK davor, dass das Land zunehmend seine Reserven verbrauche. Devisen würden nicht in dem Maße ins Land zurückfließen wie in der Vergangenheit. Auch zur Finanzierung des Haushalts sei wegen des Ölpreisrutsches ein Rückgriff auf die Reserven nötig.

Die Wirtschaftsforscher nutzen die Russland-Krise, um ihre aktuellen Prognosen schon jetzt als unhaltbar darzustellen. Dies ist allerdings verwunderlich, weil eine Russland-Krise spätestens seit den Ereignissen auf dem Maidan in Kiew im Februar vorherzusehen war. Allerdings hat keines der Institute bisher gesagt, dass die Sanktionen vielleicht auch negative Wirkungen auf Deutschland haben könnten.

Dies ist nicht verwunderlich: Forscher wie Marcel Fratzscher schreiben als Kolumnisten in der Bild-Zeitung, die in der Russland-Frage einen strammen Merkel-Kurs fährt.

Nun hat Fratzschers DIW erkannt, wie Reuters meldet:

Eine schwere Rezession in Russland würde nach Ansicht des DIW-Instituts auch den Aufschwung in Deutschland bremsen. Wenn die russische Wirtschaft im nächsten Jahr um rund fünf Prozent schrumpfen würde, dann würde auch die Wirtschaft hierzulande weniger stark wachsen als bisher erwartet, erklärten die Ökonomen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) am Mittwoch. Das Bruttoinlandsprodukt würde um 0,1 oder 0,3 Prozentpunkte langsamer steigen, sagte DIW-Experte Ferdinand Fichtner. “Das hätte aber keinen massiven Einbruch der deutschen Konjunktur zur Folge.” Derzeit erwarten die Berliner Forscher 2015 ein Wachstum von 1,4 Prozent, nach 1,5 Prozent in diesem Jahr. 2016 rechnen sie mit einem Plus von 1,7 Prozent.

“Die Risiken sind aber enorm”, räumte DIW-Präsident Marcel Fratzscher. Grund sei neben den wirtschaftlichen Turbulenzen in Russland die Tatsache, dass der Euro-Raum konjunkturell nicht richtig vom Fleck komme. Für Schwung sorge hingegen die Binnenwirtschaft in Deutschland, da vor allem die Verbraucher mit ihren Konsumausgaben die Konjunktur ankurbelten. Die Bürger profitieren laut DIW von steigenden Löhnen und einer – auch wegen des sinkenden Ölpreises – niedrigen Inflation. “Wir haben die höchsten Reallohnzuwächse seit der Wiedervereinigung”, sagte Fichtner.

Wegen des niedrigen Ölpreises dürften auch die Importpreise sinken. In der Folge erwartet das DIW einen Anstieg des Leistungsbilanzüberschusses von 7,5 Prozent im Verhältnis zur Wirtschaftskraft. Dieser Werte werde im nächsten und übernächsten Jahr sogar bei 8,0 Prozent liegen. “Das ist ein unglaublich starker Anstieg”, sagte Fratzscher. “Da wird Deutschland sicher wieder Kritik einstecken müssen.” Die EU-Kommission stuft Werte von dauerhaft mehr als sechs Prozent als Gefahr für die Finanzstabilität ein. Sie gelten auch als Ursache für Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/12/17/sanktionen-und-rubel-crash-russland-krise-erreicht-deutschland/

PEGIDA, kein Hort für Gutmenschen und die Masse Mensch ist blöd

PEGIDA die bessere Uebersetzung, Politikverdrossene Europaer gegen ignoranz dummheit im Amt qpress

BRDigung: Jetzt haben wir den Salat! In Dresden stehen rund 15.000 Leute auf der Straße und regen sich über die sogenannte „Islamisierung“ Europas auf. Das kann ja überhaupt nicht gesund sein, es ist einfach schrecklich und muss grundfalsch sein. Viel dringender hätten wir doch diese Leute als Contra-Russen gebraucht, um zugunsten der Ukraine für einen alsbaldigen Kriegseintritt Deutschlands gegen Russland mobil zu machen. Sowas hätte jeder Politiker und Transatlantiker garantiert sofort verstehen können, nicht zuletzt, weil es dabei knallhart um den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Rüstungsindustrie gegangen wäre.

Alle Welt regt sich inzwischen über die PEGIDA auf, insbesondere über die dramatische Namensgebung dieser Vereinigung: „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, die nun wahrlich nicht mehr als weichgespült Europa-konform gelten darf,  da muss man schon aufhorchen. Ebenso umstritten sind die Macher, Gründer und Organisatoren[Wikipedia] dieser Bewegung, was weiteren, ernsthaften Anlass zur Kritik bietet. Justizminister Maas wusste die gesamte Schar auch sogleich als Schande für Deutschland“ … [TAZ] zu bezeichnen und legte damit einen manifesten Grundstein, warum man logischerweise überhaupt gar nicht mit dieser Bewegung in Verbindung gebracht werden darf. Wer auf eine Veranstaltung der PEGIDA geht, der muss ein Nazi sein, das ist so simpel wie zwingend. Das erkennt man an dem was die Vereinigung will, hier das unkommentierte Positionspapier:

1. PEGIDA ist FÜR die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und politisch oder religiös Verfolgten. Das ist Menschenpflicht!

2. PEGIDA ist FÜR die Aufnahme des Rechtes auf und die Pflicht zur Integration ins Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (bis jetzt ist da nur ein Recht auf Asyl verankert)!

3. PEGIDA ist FÜR dezentrale Unterbringung der Kriegsflüchtlinge und Verfolgten, anstatt in teilweise menschenunwürdigen Heimen!

4. PEGIDA ist FÜR einen gesamteuropäischen Verteilungsschlüssel für Flüchtlinge und eine gerechte Verteilung auf die Schultern aller EU-Mitgliedsstaaten! (Zentrale Erfassungsbehörde für Flüchtlinge, welche dann ähnlich dem innerdeutschen, Königsteiner Schlüssel die Flüchtlinge auf die EU-Mitgliedsstaaten verteilt) und für dessen konsequente Umsetzung!

5. PEGIDA ist FÜR eine Senkung des Betreuungsschlüssels für Asylsuchende (Anzahl Flüchtlinge je Sozialarbeiter/Betreuer – derzeit ca.200:1, faktisch keine Betreuung der teils traumatisierten Menschen)

6. PEGIDA ist FÜR ein Asylantragsverfahren in Anlehnung an das holländische bzw. Schweizer Modell und bis zur Einführung dessen, FÜR eine Aufstockung der Mittel für das BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) um die Verfahrensdauer der Antragstellung und Bearbeitung massiv zu kürzen und eine schnellere Integration zu ermöglichen!

7. PEGIDA ist FÜR die Aufstockung der Mittel für die Polizei und GEGEN den Stellenabbau bei selbiger!

8. PEGIDA ist FÜR die Ausschöpfung und Umsetzung der vorhandenen Gesetze zum Thema Asyl und Abschiebung!

9. PEGIDA ist FÜR eine Null-Toleranz-Politik gegenüber straffällig gewordenen Asylbewerbern und Migranten!

10. PEGIDA ist FÜR den Widerstand gegen eine frauenfeindliche, gewaltbetonte politische Ideologie aber nicht gegen hier lebende, sich integrierende Muslime!

11. PEGIDA ist FÜR eine Zuwanderung nach dem Vorbild der Schweiz, Australiens, Kanadas oder Südafrikas!

12. PEGIDA ist FÜR sexuelle Selbstbestimmung!

13. PEGIDA ist FÜR die Erhaltung und den Schutz unserer christlich-jüdisch geprägten Abendlandkultur!

14. PEGIDA ist FÜR die Einführung von Bürgerentscheidungen nach dem Vorbild der Schweiz!

15. PEGIDA ist GEGEN Waffenlieferungen an verfassungsfeindliche, verbotene Organisationen wie z.B. PKK

16. PEGIDA ist GEGEN das Zulassen von Parallelgesellschaften/Parallelgerichte in unserer Mitte, wie Sharia-Gerichte, Sharia-Polizei, Friedensrichter usw.

17. PEGIDA ist GEGEN dieses wahnwitzige “Gender Mainstreaming”, auch oft “Genderisierung” genannt, die nahezu schon zwanghafte, politisch korrekte Geschlechtsneutralisierung unserer Sprache!

18. PEGIDA ist GEGEN Radikalismus egal ob religiös oder politisch motiviert!

19. PEGIDA ist GEGEN Hassprediger, egal welcher Religion zugehörig!

In dasselbe Horn bläst auch der stromlinienförmig gebürstete Journalismus. Kommt beispielsweise ein CSU Generalsekretär auf die Idee, man müsse vielleicht doch mit den Leuten reden, wenn die schon in derartiger Masse auftauchen, dann kann er sich auf ein mediales Donnerwetter einrichten, muss sich sofort anhören wie rechtslastig doch die braune CSU ist und ob er gerade wieder am rechten Rand fischen möchte. So kann man dieses Spielchen fortsetzen und die „Spaltung“ der Bürger fein vorantreiben. Denn wenn wir irgendetwas in Deutschland gerade nichtbrauchen, dann bestimmt die Einigkeit der Menschen, bei der völlig verlogenen Politik, die nicht mehr für die Menschen, sondern nur noch für die Konzerne gemacht wird.

In diesem Sinne haben wir Logo und Sinn der Buchstabenkombination dieser Bewegung ein wenig modifiziert und eine allgemeinverbindliche Einheiz Einheits-Übersetzung formuliert, siehe dazu das Titelbild: „Politikverdrossene Europäer gegen Ignoranz und Dummheit im Amt“! Eine einzige, aber sehr wesentliche Frage, ist bei der gesamten Diskussion bislang außen vor geblieben. Wie kommen eigentlich rund 15.000 Menschen in Dresden dazu, an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen? Sind das wirklich alles Nazis? Sind das allen Ernstes nur Mitläufer? Sind die womöglich komplett verblödet? Was wollen die überhaupt? Was treibt diese Menschen um und auf die Straße? Was motiviert sie bei einer derartig ruchbaren Demonstration mitzumachen, in dem Wissen, dass die Organisatoren / Gründer der Veranstaltung schräge Typen sind? Das kann doch nicht mehr wahr sein oder? Und warum kommen bei der Gegendemonstration eigentlich nur 6.000 Leute zusammen? Interessiert das denn niemanden von den echten Weltfriedensliebhabern?

Ach ja, da gibt es doch noch diese Spielart: PIGIDA … das ist nicht das denglischeSchwein IDA, nein, da ist tatsächlich der „Patriotische Islam gegen die Islamisierung des Abendlandes“ zu finden … schau, schau! Und sogar 1,7 Milliarden Christen wollen sie nach Europa liefern, im Austausch gegen 45 Mio. Muslime. Wer auf die Seite geht, sollte besser unten bei den Kommentaren anfangen zu lesen, denn bis es als Parodie und Satire enttarnt ist, kann schon ein Weile in Anspruch nehmen.

Der wichtigste Grund aber, warum man diesen Veranstaltungen fernbleiben sollte, ist in dem verlinkten Film punktgenau erwähnt. Die Umsatzeinbußen in der Weihnachtszeit im Innenstadtbereich können nicht hingenommen werden. Die marktkonforme Demokratie(Ausdruck von Merkel), mit ihren berechtigten Demonstrationen, hat zwingend hinter dem Markt zurückzustehen. Das wenigstens hätten doch die  Protestler berücksichtigen sollen. Natürlich hätte jeder systemkonform denkende Gutmensch sich sofort von so einer Veranstaltung entfernt, wäre geradezu schreiend weggelaufen, bzw. gar nicht erst angetreten, oder aber in der unterbelegten Gegendemonstration gelandet. Gilt das nicht eigentlich auch für die Montagsdemos? Da waren doch auch die Nazis, die Rechten, die da gegen Krieg, Mord und Torschlag wetterten, oder? Nirgends kann man heute mehr öffentlich seine Meinung vertreten ohne auf Nazis zu treten. Und wenn sich die Linken und die Rechten vor Schloss Bellevue die Hände schütteln, um dem abgehalfterten Bundespräsidenten einige abgelatschte Schuhe über den Zaun zu werfen, dann verbrüdern sich gerade die Extremen und die Presse macht den Totalalarm[qpress], knallt völlig durch. Es scheint geradezu eine neuartige Mode zu sein, dort wo sich kritisches auf der Straße tut, schießen sofort die NoGo’s aus dem Boden. Woran kann das nur liegen?

Zurück zu der Frage, was die Masse auf die Straße treibt. Tag für Tag hören wir vom islamischen Staat, dem islamischen Terror, islamischen Halsabschneider (Enthauptungen), von islamischen Bürgerkriegen, über islamische Dschihadisten und der allgegenwärtigen Terroranschlagsgefahr in Europa, vorzugsweise durch heimkehrende Dschihadisten, Gefahr … Gefahr … Gefahr! Dann hören wir noch von den Qualen der vollverschleierten Frauen, die im Islam eher als praktisches Nutzvieh neben den Eseln gehalten werden. Von den allgegenwärtigen fiesen Typen mit den Bauchweggürteln aus Sprengstoff wollen wir gar nicht erst reden.

Und im nächsten Moment bauen sich da schwachsinnige Politiker auf und sagen, der Bürger müsse doch gar keine Angst vor Islam und Muslimen haben … nur leider passt das alles nicht zu der unendlichen Zahl der vorerwähnten Pressemeldungen, wenn doch reale Lebensgefahr besteht. Bleibt die Frage im Raume stehen, wer denn nun diese Massen richtig instrumentalisiert. Oder braucht man die doch nur für die vertiefte gesellschaftliche Spaltung? Deshalb wäre eine weitere Sondierung hilfreich, welche Angst der Einzelne empfindet, ob vor Überfremdung, Sozialneid, tatsächliche Panik vor Islam und Scharia, die vor anderen Sitten und Gebräuchen, oder einfach nur Panik vor anders aussehenden Menschen? Bei der Gelegenheit kann man dann auch getrost die Braun-Träumer getrost beiseite lassen und aussortieren.

Ach ja, beim korrekten Schüren von Ängsten kann man neben den Kapital-regierten Medien auch noch mit Steuergeld finanzierte Publikationen finden. Eine Institution, die sich immer wieder gerne hervortut, ist das „Bundeszentrale für politische Bildung“ kurz bpb (als echte Propagandaabteilung des Innenministeriums) und vorzugsweise setzen die den Hebel schon bei den Kleinen an, in der Schule. Besser wäre diese Institution wohl als „Behördliche Propaganda Berieselung“ bezeichnet, der Hauptauftritt ist hier zu finden: bpb.de … und einige weitere Adressen, hinter denen sich dieselbe Institution und damit das Innenministerium zur kruden Meinungsmache verbirgt: EuroTopics.net | HaniSauLand.de (für Kinder) |Fluter.de (Jugendliche). Und wer vertiefte Informationen zur deutschen Neuzeit-Propaganda und den indoktrinierenden Verhältnissen sucht, sollte auch mal diese beiden Dokumente in Erwägung ziehen: Muslime werden mit Bundesmitteln diffamiert oder Verschwörungstheorien gegen Muslime[Elias Davidsson].

Schon klar, Angst muss der Bürger ja allein deshalb nicht haben, weil doch die Politik längst die Gefahr erkannte und bannte … durch zunehmende Kontrolle, dieTotalüberwachung schlechthin, Aufrüstung der Polizei, weitergehendeReglementierung des Internets, Vorratsdatenspeicherung und vermehrteKontrollen an den EU Außengrenzen und viele weitere kleine Freiheitseinschränkungen mehr, die es braucht, wenn man doch gegen den Terror kämpft. Vielleicht ist es ja auch genau anders herum, dass man diese Veranstaltungen bzw. die Angst der Bürger benötigt, um die gerade erwähnten Maßnahmen überhaupt erst durchzudrücken und weiter zu manifestieren? Ob sich die Katze jetzt gerade in Schwanz beißt oder nicht, ist völlig egal, die Angst ist gesät und nun wundert sich die Politik (nicht wirklich), dass die Saat auch noch aufgeht! Auch wenn der Augenschein solche Thesen eher erhärtet, ist natürlich alles Verschwörungstheorie. Die Politik wollte den Menschen schließlich noch nie etwas Böses, auch nicht, wenn sie wieder einmal gerechte Kriege zum Mark Twain - MeinungsfreiheitWohle der Menschheit anordnet, heute vorzugsweise als Friedensmission. Und die Politiker geben sich nun entsetzt?! Natürlich nur zum Schein (was aber auch die unteren Ränge der Parteisoldaten nicht begreifen), man muss dem Bürger nur seine eigene Dummheit beweisen. Eine alte Partei-Weisheit ist es übrigens, die Probleme selbst zu schaffen, die man im Verlauf seiner Regierungszeit zuverlässig lösen möchte, da weiß man, wo man anpacken muss.

Sicher wäre jetzt das Verbot der PEGIDA das Mittel der Wahl, zwar nicht die Lösung, aber eine attraktive und PR-verdächtige Maßnahme. Von der Absurdität ist es ein wenig vergleichbar mit der PKK, die in Deutschland verboten ist, wir ihnen aber ganz offiziell Waffen liefern, damit sie diese auch korrekt gegen die IS-Terrormilizen einsetzen können. Sowas nennt man in der Politik harte Konsequenz! Das ursächliche Problem wird ohnehin von der Politik nicht angegangen, ganz im Gegenteil, sie kristallisiert sich mehr und mehr als die Ursache für den bösartigen Menschenauflauf heraus, möchte es aber gar nicht wahrhaben und findet im ungehorsamen Bürger sogleich den Schuldigen.

Der Kongress Bericht über Folter bestätigt, dass al-Kaida am 11. September nicht beteiligt war

Die öffentlich gemachten Auszüge des Berichts des Senatsausschusses über das geheime CIA-Folter-Programm zeigen eine große kriminelle Organisation. Thierry Meyssan hat für Sie die 525 Seiten dieses Dokuments gelesen. Er hat Beweise dafür gefunden, was er seit Jahren behauptet.

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Dianne Feinstein, Vorsitzende des Senate Intelligence Committee, veröffentlichte am 9. Dezember 2014 einen Auszug aus ihrem klassifizierten Bericht über das geheime Folter Programm der CIA [1].

Präsentation des Berichts

Der freigegebene Teil ist nur ein Zwölftel von dem ursprünglichen Bericht.

Der Bericht selbst spricht nicht über das umfangreiche System von Entführung und Sequestrierung, welches die US-Navy während der beiden Amte von Präsident George W. Bush geschaffen hat; ein Programm, das dazu geführt hat, dass auf der ganzen Welt mehr als 80.000 Menschen auf 17 Schiffen mit flachem Boden und in internationalen Gewässern stationiert, entführt und eingesperrt wurden. (diese Schiffe sind: USS Bataan, USS Peleliu, USS Ashland, USNS Stockham, USNS Watson, USNS Watkins, USNS Sister, USNS Charlton, USNS Pomeroy, USNS Red Cloud, USNS Soderman, USNS Dahl, MV PFC William B Baugh, MV Alex Bonnyman, MV-Franklin J Phillips, MV-Louis J Huage Jr. und MV James Anderson Jr.). Er begnügt sich, 119 Fälle von menschlichen Versuchskaninchen zu studieren, die zwischen Ende 2002 und 2009, ein Jahr nach der Wahl von Barack Obama, psychologischen Experimenten in Guantánamo und in 50 anderen geheimen Gefängnissen unterworfen wurden,.

Die Auszüge aus dem Bericht zeigen nicht, mit welchen Kriterien diese menschlichen Versuchskaninchen ausgewählt wurden. Sie sagen lediglich, dass jeder Gefangene den folgenden angeprangert habe, sagen aber, dass diese Geständnisse nicht mit Gewalt erzwungen wurden, sondern angelernt waren. Mit anderen Worten hat die CIA sichergestellt, dass ihre Wahl begründet war, indem sie nachträglich die nötigen Denunzierungen fabrizierte.

Im Original-Bericht wurden die Namen der Agenten und CIA Angestellten durch Pseudonyme ersetzt. Darüber hinaus wurden die freigegeben Extrakte weithin zensiert, vor allem um die Namen der ausländischen Komplizen der CIA zu verbergen.

Der Inhalt des Berichts

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Ich habe die 525 Seiten der öffentlichen Auszüge des Berichts in vollem Umfang gelesen. Allerdings bin ich bei weitem noch nicht am Ende aller Informationen, da viele Recherchen notwendig sind, um die zensierten Passagen zu interpretieren.

Die Konditionierungs-Sitzungen wurden in etwa 50 geheimen Gefängnissen unter der Verantwortung der „Alec Station“ gehalten, einer CIA Einheit, die für die Überwachung von Osama Ben Laden verantwortlich war. Die Infrastruktur, das Personal und der Transport waren unter der Verantwortung der „Gruppe der Auslieferung und der Festnahme“ von der CIA. Die Sitzungen wurden konzipiert und durchgeführt unter der Leitung von zwei Vertrags-Psychologen, die im Jahr 2005 eine Gesellschaft gegründet haben. Die Erlaubnisse um Konditionierungs-Techniken zu benützen, wurden auf höchstem Niveau erteilt, ohne anzugeben, ob diese Foltern für Konditionierung oder für Informationsgewinn bestimmt waren.

Vizepräsident Dick Cheney, die nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice, der Justiz-Minister John Ashcroft, US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, Außenminister Colin Powell und der Direktor der CIA George Tenet haben an Sitzungen zu diesem Thema im Weißen Haus teilgenommen. Sie nahmen teil an Simulationen im Weißen Haus und haben Aufnahmen von solchen Sitzungen angesehen; Aufnahmen, die später illegal zerstört wurden. Diese Treffen sollten natürlich diese Persönlichkeiten als Mittäter anschwärzen, aber es ist nicht möglich, festzulegen, wer von ihnen wusste, wozu diese Methoden verwendet würden.

Jedoch wurde Condoleezza Rice im Juni 2007 persönlich von dem Auftragnehmer der CIA informiert, der die Experimente überwachte. Die Nationale Sicherheitsberaterin autorisierte die Fortsetzung der Experimente, aber verringert die Anzahl der autorisierten Foltermethoden.

Die veröffentlichen Auszüge des Berichts enthalten eine detaillierte Analyse der Art und Weise, wie die CIA die anderen Zweige der Bush-Regierung, die Medien und den Kongress belogen hat.

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James Mitchell und Bruce Jensen, Aufsichtsagenten des Konditionierungsprogramms der CIA. Mitchell wurde in 2012 Mormonen Bischof, aber musste zurücktreten, als die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage seine Tätigkeit erfuhr.

Die Experimente von Professor Martin Seligman

Der öffentliche Auszug aus dem Bericht bestätigt, dass die CIA Experimente ausführte, die auf der Arbeit von Professor Martin Seligman (Theorie der „erlernten Hilflosigkeit“) beruhten. Sie waren nicht gedacht, um Geständnisse oder Informationen zu erlangen, sondern um eine Rede oder ein Verhalten den Opfern einzutrichtern.

Die meisten Zitate, die die Presse von den Auszügen des Berichts gemacht hat, sind irreführend. In der Tat spricht die CIA von „Konditionierungs-Methoden „, unter dem Vokabel „nicht-standard-Verhörmethoden“ (non-standard means of interrogation). Außerhalb des Zusammenhangs können wir daher denken, dass das Wort „Verhör“, Suche nach Informationen bedeutet, obwohl es Konditionierung der Opfer bezeichnet.

Alle Namen der Folterer sind in dem aus dem Bericht freigegebenen Auszug zensiert worden. Man erkennt jedoch Bruce Jessen unter dem Pseudonym „Grayson Swigert“ und James Mitchell unter „Hammond Dunbar“. Ab dem 12. April 2002 überwachten die zwei Männer das Programm. Sie waren persönlich in den geheimen Gefängnissen präsent. Im Jahr 2005 gründeten sie eine Firma, Mitchell, Jessen & Associates (im Bericht als „Firma Y“ bezeichnet). Von 2005 bis 2010 wurde ihrer Firma $ 81 Millionen gezahlt. Anschließend wurden sie von der Armee angestellt, um ein verhaltensbasiertes Programm für 1,1 Millionen US-Soldaten zu führen.

Im Mai 2003 hat ein Senior-Offizier der CIA den Generalinspekteur der Agentur mit dem Argument kontaktiert, dass die Arbeit von Professor Seligman auf der von den Nord-Vietnamesen praktizierten Folter beruhe, um „Geständnisse für Propagandazwecke“ zu erhalten. Der Offizier stellte das Konditionierungs-Programm in Frage. Sein Bericht wurde nicht weiterverfolgt. Überdies beging er einen kleinen Fehler als er Nord-Vietnam zitierte, da Seligmans Forschung, wie die Praktiken der Nord-Vietnamesen, auf Koreanischen Methoden beruhten.

Die Art und Weise, mit der sich die Folterer geschützt haben

Dem Senatsausschuss zufolge wurde das Folterprogramm der CIA von Präsident George W. Bush am 17. September 2001, sechs Tage nach den Anschlägen, befohlen. Es sollte nur besondere Mittel für die Untersuchung der Anschläge vom 11. September 2001 geben. Aber dieses Programm wurde sofort unter Verletzung mancher Anweisungen des Präsidenten entwickelt. Daher hat sich die CIA, ohne Kenntnis des Weißen Hauses, seit den Anschlägen darum bemüht, falsche Beweise herzustellen, die fälschlicherweise die Schuld von al-Kaida bescheinigten.

Präsident George Bush und die Parlamentarier sind durch die CIA getäuscht worden,
- welche ermächtigt wurde, manche Foltern durchführen zu können indem sie ihre wahre Bestimmung maskierte
- und welche eingepaukte Geständnisse fälschlich als solche darstellte, als ob sie unter Folter erhalten worden wären.

Als Präsident Bush am 6. September 2006 die Existenz von einem geheimen CIA-Folter-Programm zugestand, hat er diese Praxis verteidigt, weil sie Informationen geliefert habe, die Leben gerettet hätten. Es stützte sich auf falsche Berichte der CIA und wusste nicht, dass sie Beweise herstellte, statt sie zu suchen. Von da an versank die atlantische Presse in Barbarei und diskutierte die Vorteile der Folter, indem sie sie als etwas Böses für das Gute darstellte.

Die Folterer haben darauf gewacht, sich rechtlich abzusichern. Dafür haben sie die Erlaubnis zur Anwendung beim Justizministerium eingeholt. Aber dieses hat sich nur zur Rechtmäßigkeit der Methoden geäußert (Isolierung, Gefangenschaft in einem kleinen Raum, Beerdigungs-Inszenierungen, Einsatz von Insekten usw.) und nicht zum Programm als Ganzes. Die meisten Anwälte haben bestimmte Haltungen zugelassen, unter Missachtung ihrer kombinierten psychologischen Folgen. Alle Berechtigungen waren schon im August 2002 erhalten worden.

Die CIA-Führer, die diese Experimente erlaubt hatten, haben schriftlich angegeben, dass die menschlichen Versuchskaninchen eingeäschert werden sollten, wenn sie während der Konditionierung sterben sollten oder dass sie lebenslang eingesperrt bleiben sollen, wenn sie überlebten.

„Hergestellte“ Geständnisse

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Damit man gut versteht: der Senatsausschuss sagt nicht, dass die Bekenntnisse der Häftlinge der CIA rechtlich falsch seien, weil unter Folter erlangt; sie legt dar, dass die CIA die Häftlinge nicht verhört, sondern konditioniert hat, damit sie Situationen und Taten behaupten, die ihnen fremd sind. Die Kommission macht klar, dass die CIA-Agenten nicht einmal wissen wollten, was die Gefangenen während der vorherigen Verhöre den Behörden, die sie verhaftet hatten, gestanden hatten. Mit anderen Worten hat die CIA nicht nur nicht versucht zu wissen, ob al-Kaida an den Anschlägen beteiligt war, sondern ihre Aktion hatte keinen anderen Zweck als die Herstellung falscher Beweise, welche die Beteiligung von al-Kaida an den Anschlägen des 11. September fälschlicherweise bestätigen.

Die Senat Kommission erörtert nicht, ob die Geständnisse der menschlichen Versuchskaninchen erpresst oder eingetrichtert wurden, aber nachdem sie erklärt hatte, dass die Aufsichtsagenten Experten der Konditionierung und nicht des Verhörs waren, bespricht sie ausführlich die Tatsache, dass kein einziges von diesen „Geständnissen“ erlaubt habe, Unvorhergesehenes abzuwenden. Sie beweist, dass die CIA gelogen hat als sie behauptete, dass die Geständnisse erlaubt hätten, weitere Attentate zu verhindern. Die Kommission schreibt nicht, dass die Informationen über al-Kaida die in diesen Geständnissen enthalten sind, Erfindungen seien, aber sie bemerkt, dass alles Nachprüfbare falsch war. Damit dementiert die Kommission explizit die Argumente, die verwendet wurden, um die Folter zu rechtfertigen und entwertet implizit auch die Zeugenaussagen, die verwendet wurden, um al-Kaida mit den Anschlägen des 11. September zu verknüpfen.

Dieser Bericht bestätigt formell mehrere Informationen, die wir unseren Lesern mitgeteilt haben und die der Arbeit der atlantischen Think-Tanks, Universitäten und der Presse seit dem 11. September widersprechen und sie ungültig machen, sowohl was die Anschläge von 2001 selbst, als auch was die al-Kaida angeht.

Durch die Veröffentlichung der Auszüge aus diesem Bericht wird klar, dass alle in dem Bericht der Präsidenten-Kommission zur Untersuchung des 11. September zitierten Zeugenaussagen über die Verknüpfung dieser Anschläge mit al-Kaida, gefälscht sind. Es gibt heutzutage nicht mehr das geringste Indiz, dass diese Anschläge auf al-Kaida hinweisen: Es gibt keinen Beweis, dass keiner der 19, für Piraterie beschuldigten Personen sich an diesem Tag in einem dieser vier Flugzeuge befunden hätte, und kein einziges Zeugnis von ehemaligen Mitgliedern der al-Kaida, das Anspruch auf die Attentate erhebt, ist verbindlich [2] .

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Martin Seligman, Erfinder der Konditionierung des CIA-Programms.

Der Bericht bestätigt, was wir im Jahr 2009 schrieben

Oktober 2009 veröffentlichte ich eine Studie zu diesem Thema in der russischen Zeitschrift Odnako [3]. Ich behauptete darin, dass Guantànamo keine Verhörzentrale, sondern ein Ort der Konditionierung war. Darüber hinaus habe ich Professor Seligman persönlich darin verwickelt. Ein Jahr später, als der Artikel ins Englische übersetzt war, führten US-Psychologen eine Kampagne, damit Martin Seligman sich darüber aussprach. Als Reaktion leugnete er seine Rolle als Folterer und hat rechtliche Schritte gegen mich und das Voltaire-Netzwerk in Frankreich und im Libanon eingeleitet, wo ich wohnte. Schließlich wies Professor Seligman seine Anwälte an, die Verfahren einzustellen, nachdem wir einen seiner Briefe, gefolgt von einer Erklärung des Textes veröffentlicht haben [4]. Martin Seligman verfolgte genauso alle jene, die dieses Thema behandelten, wie Bryant Weich vom Huffington Post [5].

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John O. Brennan war Direktor der CIA (2001-05) und als solcher Direktor des nationalen Anti-Terror-Zentrums. Er war der Hauptarchitekt des geheimen Programms zur Herstellung von Geständnissen unter Folter. Im Jahr 2009 wurde er Berater von Präsident Barack Obama für Fragen der Heimat-Sicherheit. Im Jahr 2013 wurde er zum Direktor der CIA ernannt.

Und jetzt

Senatorin Diane Feinstein gelang es einen Teil ihres Berichts tapfer zu veröffentlichen, trotz der Opposition von dem aktuellen CIA-Direktor John Brennan, der einst für die Überwachung dieses Folter Programms zuständig war.

Präsident Barack Obama erklärte, dass er keinen der Verantwortlichen für diese Verbrechen verfolgen würde, während Menschenrechtsaktivisten kämpfen, um sicherzustellen, dass die Folterer vor Gericht gestellt werden. Es ist das Geringste, was man machen sollte.

Die wirklichen Fragen sind jedoch woanders: Warum hat die CIA solche Verbrechen begangen? Warum fabrizierte sie Geständnisse, die al-Kaida mit den Attentaten des 11. September künstlich verknüpfen konnten? Und als Folge, da al-Kaida nichts mit den Anschlägen des 11. September zu tun hat, wen hat daher die CIA versucht zu schützen?

Und schließlich, das CIA-Programm betrifft nur 119 menschliche Versuchskaninchen, was weiß man von den 80.000 geheimen Gefangenen der US Navy?

Übersetzung
Horst Frohlich

Voltaire Netzwerk

Voltaire, internationale Ausgabe

Das Hildebrandslied – Original in Althochdeutsch und Übersetzung

de.wikipedia.org

1. Das ältere Hildebrandslied ist das einzige und zwar bloss fragmentarisch erhaltene altgermanische Heldenlied; es ist in einer Handschrift des 8. oder 9. Jahrhunderts auf uns gekommen und in hessischer, stark niederdeutsch gefärbter Mundart wahrscheinlich zu Fulda niedergeschrieben. Die Form ist der alliterierende Vers. Hildebrand, der Waffenmeister Dietrichs von Bern, ist mit seinem Herrn, vor Odoaker fliehend, zu den Hunnen ins Exil gezogen. Nach Jahren an der Spitze eines hunnischen Heeres zurückkehrend, tritt ihm sein Sohn Hadubrand mit einem Heere entgegen. Hildebrand und Hadubrand rüsten sich zum Zweikampf; man darf vermuten, dass der Ausgang desselben beiden Parteien als Gottesurteil gelten soll. Bereit zum Kampfe, fragt Hildebrand den jüngeren Gegner um seinen Namen: Du brauchst mir nicht Dein ganzes Geschlecht zu nennen, nenne mir nur einen, ich kenne sie alle. Hadubrand antwortete: Das sagten mir unsere Leute, alte und weise, dass Hildebrand mein Vater heisse: ich heisse Hadubrand. Er zog ostwärts, floh Odoakers Hass, hin mit seiner Degen viel; er liess im Lande zurück elend sitzen seine Gattin im Hause, den unerwachsenen Sohn. Immer stand er an der Spitze des Volkes, stets war der Kampf ihm allzulieb; nicht meine ich, dass noch im Leben er sei. Auf diese Worte giebt sich der Alte zu erkennen, und zur Bestätigung der Wahrheit bietet er dem Sohne an der Spitze des Speeres goldene Armringe. Hadubrand verschmäht jedoch diese, hält den Greis für einen arglistigen Betrüger, der, wenn er sich nähere, die Ringe abzuholen, den Speer nach ihm schleudern würde: »Mit dem Speer soll der Mann Gabe empfangen, Spitze wider Spitze; du bist dir, alter Hunne, unmässig klug, verlockst mich mit deinen Worten, willst mich mit deinem Speere werfen; bist ein so alter Mann und führst doch stets noch Ränke bei dir! Das sagten mir Seefahrende, westwärts über das Wendelmeer (Ozean), dass Kampf ihn davonnahm: tot ist Hildebrand, Heribrands Sohn!« Überaus schön und wahr klingt nun aus dem Munde des Vaters die Klage über das schmerzliche Geschick, das ihn betroffen, »Weh nun, waltender Gott! Wehschicksal geschieht! Ich wanderte der Sommer und Winter sechzig, da man mich stets scharte ins Volk der Schützen, da man mir vor keiner Burg den Tod brachte: nun soll mich mein eigenes Kind mit dem Schwerte hauen, erschlagen mit seinem Beile, oder ich ihm zum Mörder werden! Doch, es sei! Der wäre ein übler Feigling, der den Kampf jetzt weigerte, nach dem den Gegner so sehr gelüstet! Das Ende erweise, auf welcher Seite das Recht sei!« Hierauf beginnt der Kampf, sie eilen mit den Speeren auf einander los, diese prallen von den Schilden ab, sie verlassen die Pferde und zerhauen die Schilde mit den Schwertern. Hier bricht leider die Handschrift ab. Obgleich sich die Handlung durch die Erwähnung Dietrichs und Odoakers als ein Teil der an Theodorich den Grossen sich anlehnenden Dietrichsage giebt, ist es gerade hier sehr wahrscheinlich, dass erst spätere Zeit diesen Kampf zwischen Vater und Sohn in den Kreis historischer Begebenheit eingereiht hat, die Handlung selbst aber einer weit älteren Sagenstufe angehört; ganz ähnliche Sagen findet man bei den Persern in der Episode von Röstern und Suhrab des Firdusischen Königsbuches und in der serbischen Erzählung von Predrag[411]und Nemad; der Ausgang dieser beiden genannten Sagen, wonach der Vater den Sohn erschlägt, lässt einen ähnlichen Ausgang des deutschen Gedichtes vermuten.

2. Das jüngere Hildebrandslied. Ein seltsames Geschick hat denselben Stoff, der uns in dem ältesten erhaltenen deutschen Heldenliede entgegentritt, im 15. Jahrhundert nochmals als letzten Zeugen der absterbendenHeldensage erhalten; bis ins 17. Jahrhundert war das Lied vom Vater mit dem Sohne in der Nibelungenstrophe, die von diesem beliebten Gesang lange den Namen Hildebrandston trug, weit verbreitet. Die Manier ist, der Zeit angemessen, holzschnittartig, markiert, mit viel kräftigem Humor und zuletzt in ein Liebesmotiv ausklingend. HerzogAmelung (es ist Dietrich gemeint) wird von Meister Hildebrand berichtet, er sei gesonnen, einen Besuch in seiner Heimat Bern bei seiner Frau Uten zu machen, wo er 32 Jahr nimmer gewesen sei. Wenn das sei, sprach HerzogAmelung, so möge er den jungen Herzog Alebrant, der die Grenze bewache, und alle Fremden anrenne, von ihm grüssen und ihm sagen, er, Alebrant, möge ihn, Hildebrand, freundlichst reiten lassen. Hildebrand freut sich aber schon auf den ihm erwünschten Strauss und da auf der Marke Alebrant ihm entgegentritt, giebt es sofort beiderseits schnöde und landsknechtmässige Spässe und Sticheleien. Wie nun gar der Junge dem Alten einen kräftigen Hieb versetzt, da brennt Hildebrand auf, entreisst durch eine List dem Gegner das Schwert, erwischt ihn bei der Mitte und schwingt ihn hinterrücks ins grüne Gras. Wie jedoch nun der besiegte Alebrant meldet, wer er sei, da giebt sich Hildebrand ebenso freundlich, als er vorher kampflustig gewesen, zu erkennen, küsst den Sohn an den Mund, und beide ziehen versöhnt in Alebrants Burg ein. Hier setzt Alebrant den Alten oben an den Tisch, und da die Mutter, die ihren Gatten auch nicht erkennt, darüber zürnt, dass der Sohn einem gefangenen Mann soviel Ehre erweise, da nennt jener des Vaters Namen:

Ach Mutter, liebste Mutter,

Nun beut ihm Zucht und Ehr!

Da hub sie auf und schenket

Und trugs im selber her.

Was het er in seinem Munde?

Von Gold ein Fingerlein:

Das liess er in Becher sinken

Der liebsten Frauen sein.

Quelle:
Götzinger, E.: Reallexicon der Deutschen Altertümer. Leipzig 1885., S. 411-412.
Ik gihorta dat seggen,
 dat sih urhettun ænon muotin,
 Hiltibrant enti Hadubrant untar heriun tuem.
 sunufatarungo iro saro rihtun.
 5 garutun se iro gudhamun, gurtun sih iro suert ana,
 helidos, ubar hringa, do sie to dero hiltiu ritun,
 Hiltibrant gimahalta [Heribrantes sunu]: her uuas heroro man,
 ferahes frotoro; her fragen gistuont
 fohem uuortum, hwer sin fater wari
 10 fireo in folche, ...............
 ............... "eddo hwelihhes cnuosles du sis.
 ibu du mi enan sages, ik mi de odre uuet,
 chind, in chunincriche: chud ist mir al irmindeot".
 Hadubrant gimahalta, Hiltibrantes sunu:
 15 "dat sagetun mi usere liuti,
 alte anti frote, dea erhina warun,
 dat Hiltibrant hætti min fater: ih heittu Hadubrant.
 forn her ostar giweit, floh her Otachres nid,
hina miti Theotrihhe enti sinero degano filu.
 20 her furlaet in lante luttila sitten
 prut in bure, barn unwahsan,
 arbeo laosa: her raet ostar hina.
 des sid Detrihhe darba gistuontun
 fateres mines: dat uuas so friuntlaos man.
 25 her was Otachre ummet tirri,
 degano dechisto miti Deotrichhe.
 her was eo folches at ente: imo was eo fehta ti leop:
 chud was her..... chonnem mannum.
 ni waniu ih iu lib habbe".....
 30 "wettu irmingot [quad Hiltibrant] obana ab hevane,
 dat du neo dana halt mit sus sippan man
 dinc ni gileitos".....
 want her do ar arme wuntane bauga,
 cheisuringu gitan, so imo se der chuning gap,
 35 Huneo truhtin: "dat ih dir it nu bi huldi gibu".
 Hadubrant gimahalta, Hiltibrantes sunu:
 "mit geru scal man geba infahan,
 ort widar orte. ...............
 du bist dir alter Hun, ummet spaher,
 40 spenis mih mit dinem wortun, wili mih dinu speru werpan.
 pist also gialtet man, so du ewin inwit fortos.
 dat sagetun mi seolidante
 westar ubar wentilseo, dat inan wic furnam:
 tot ist Hiltibrant, Heribrantes suno".
 45 Hiltibrant gimahalta, Heribrantes suno:
 "wela gisihu ih in dinem hrustim,
 dat du habes heme herron goten,
 dat du noh bi desemo riche reccheo ni wurti".
 "welaga nu, waltant got [quad Hiltibrant], wewurt skihit.
 50 ih wallota sumaro enti wintro sehstic ur lante,
 dar man mih eo scerita in folc sceotantero:
 so man mir at burc enigeru banun ni gifasta,
 nu scal mih suasat chind suertu hauwan,
 breton mit sinu billiu, eddo ih imo ti banin werdan.
 55 doh maht du nu aodlihho, ibu dir din ellen taoc,
 in sus heremo man hrusti giwinnan,
 rauba birahanen, ibu du dar enic reht habes".
 "der si doh nu argosto [quad Hiltibrant] ostarliuto,
 der dir nu wiges warne, nu dih es so wel lustit,
 60 gudea gimeinun: niuse de motti,
 hwerdar sih hiutu dero hregilo rumen muotti,
 erdo desero brunnono bedero uualtan".
 do lettun se ærist asckim scritan,
 scarpen scurim: dat in dem sciltim stont.
 65 do stoptun to samane staim bort chludun,
 heuwun harmlicco huitte scilti,
 unti imo iro lintun luttilo wurtun,
 giwigan miti wabnum ...............



 1    Ich hörte das sagen,   
 2    daß sich Herausforderer einzeln abmühten:   
 3    Hildebrand und Hadubrand zwischen zwei Heeren.
 4    Sohn und Vater bereiteten ihre Rüstung,
 5    richteten ihre Kampfgewänder, gürteten sich ihre Schwerter um,
 6    die Helden, über die Rüstung, als sie zu dem Kampf ritten.	
 7    Hildebrand sagte, Heribrands Sohn, er war der ältere Mann,
 8    des Lebens erfahrener, er begann zu fragen,
 9    mit wenigen Worten, wer sein Vater gewesen sei   
10	unter den Menschen im Volke...	
11	"...oder aus welchem Volke du bist	
12	wenn Du mir einen nennst, kenne ich die anderen	
13	Menschen im Reich, bekannt ist mir die ganze Menschheit".	
14	Hadubrand sagte, Hildebrands Sohn:
15	"Das sagten mir unsere Leute,	
16	alte und weise, die früher schon da lebten,	
17	daß Hildebrand mein Vater heiße, ich heiße Hadubrand.	
18	Vormals ist er nach Osten geritten, er  floh den Zorn Odoakers,
19	dorthin mit Dietrich und vielen seiner Kämpfer.	
20	Er ließ im Lande arm zurück	
21	die Frau in der Hütte und den unerwachsenen Sohn	
22	erblos: Er ritt nach Osten hin.	
23	Deswegen erlitt seither Dietrich die Abwesenheit	
24	meines Vaters: Der war ein so freundloser Mann.	
25 	Er zürnte Odoaker unmäßig,	
26	der liebste der Kämpfer Dietrichs.	
27	Er war immer an der Spitze des Heeres, ihm war immer der Kampf zu lieb,
28	Bekannt war er...den Tapfersten.	
29	Ich glaube nicht, daß er noch lebt..."	
30	"Weißt Du Gott", sprach Hildebrand, "oben vom Himmel,
31	daß du niemals solchermaßen verwandte Männer	
32	in eine Angelegenheit hast geraten lassen!"
33	Er wand sich dann von den Armen gewundene Ringe ab,	
34	aus kaiserlichem Gold gemacht, wie sie ihm der König gab,	
35	der Herrscher der Hunnen. "Das gebe ich dir nun aus Freundschaft!"
36	Hadubrant, Hildebrands Sohn, sagte:
37	"Mit dem Speer soll man Geschenke annehmen,	
38	Spitze gegen Spitze!
39	Du dünkst dich, alter Hunne, unmäßig schlau.	
40	Verlockst mich mit deinen Worten, willst deinen Speer nach mir werfen.
41	Du bist ein so alter Mann, wie du ewig Betrug im Sinn hast. 	
42	Das sagten mir Seeleute, 
43	westlich über dem Ozean, daß ihn ein Kampf hinnahm:	
44	Tot ist Hildebrand, Heribrands Sohn!"
45	Hildebrand, Heribrands Sohn, sagte:
46	"Wohl sehe ich an deiner Rüstung, 	
47	daß du daheim einen guten Herrn hast,
48 	daß du in diesem Reich noch nie vertrieben wurdest.	
49	Wohlan, nun walte Gott, sagte Hildebrand, Unheil geschieht:	
50	Ich wanderte 60 Sommer und Winter außer Landes;	
51	wo man mich immer in das Heer der Kämpfer einordnete.	
52	Wenn man mir an jedweder Burg den Tod nicht beibringen konnte:
53	Nun soll mich das eigene Kind mit dem Schwerte schlagen,	
54	niederschmettern mit der Klinge, oder aber ich werde ihm zum Töter.
55	Du kannst wohl leicht -wenn deine Kraft (dir) ausreicht-	
56	von einem so alten Mann eine Rüstung gewinnen,	
57	Beute rauben, wenn Du da irgendein Recht hast.
58	Der sei doch nun der feigste, sagte Hildebrand, von den Ostleuten,
59	der dir nun den Kampf verweigerte, wo es dich doch so sehr gelüstet,
60	nach gemeinsamem Kampf; (nun) versuche wer mag,	
61	wer von beiden heute das Gewand lassen muß	
62	und dieser Brünnen beider walten (wird)."
63	Dann ließen sie zuerst die Eschenlanzen bersten	
64	in scharfem Kampf, daß sie in den Schilden steckten.	
65	Da ritten sie gegeneinander, spalteten farbige Schilde,	
66	schlugen gefährlich auf weiße Schilde,	
67	bis ihnen ihre Lindenschilde zu Bruch gingen,
68	zerstört von den Waffen...

http://hub.ib.hu-berlin.de/

Das Hildebrandslied vorgetragen in althochdeutsch

Hildebrand hat Frau und Kind verlassen und ist als Krieger und Gefolgsmann mit Dietrich in die Verbannung gezogen. Nun kehrt er nach 30 Jahren heim. An den Grenzbefestigungen seines Heimatlandes stellt sich ihm ein junger Krieger mit seinem Heer entgegen.

Hildebrand fragt diesen nach herrschender Sitte, wer sein Vater wäre. So erfährt Hildebrand, dass dieser Mann, Hadubrand, sein eigener Sohn ist. Er gibt sich Hadubrand zu erkennen und versucht durch das Angebot von Geschenken sich diesem verwandtschaftlich, väterlich zuzuwenden. Hadubrand weist die Geschenke brüsk zurück und meint, er sei ein listiger alter Hunne, denn Seefahrer hätten ihm berichtet, dass sein Vater tot sei. Mehr noch, die Annäherungsversuche des ihm Unbekannten, der sich als sein Vater ausgibt, sind für Hadubrand ein feiger Verrat an der Ehre seines totgeglaubten Vaters.

Ist die Verspottung und die Zurückweisung der Geschenke schon eine Herausforderung zum Kampf, so bleibt Hildebrand nach den Worten Hadubrands, dass sein Vater im Gegensatz zu dem ihm unbekannten Gegenüber ein Mann von Ehre und Tapferkeit sei, kein Weg mehr offen. Nach den Sitten ist er nun gefordert um seiner eigenen Ehre willen die Herausforderung des Sohnes zum Kampf anzunehmen unter Inkaufnahme des Todes, seines, oder des Sohnes.

Welt- und kampferfahren ahnt Hildebrand die Dinge, die folgen werden, voraus und klagt so über sein furchtbares Schicksal: „welaga nu, waltant got“, quad Hiltibrant, „wewurt skihit“. Zwischen den Heeren stehen nun Vater und Sohn im Zweikampf. Hier bricht der Text ab.

 

Ohne Bargeld verlieren wir jede persönliche Freiheit

Ausnahmsweise mal vom Focus übernommen.

Kreditkarten, Strafzinsen, Bargeld

Den Prototyp eines multifunktionalen Autoschlüssels mit Kreditkartenfunktion hat BMW jetzt entwickelt. Mit ihm soll bargeldlos bezahlt werden können.

Erst peinigen sie uns mit Negativzinsen. Dann wollen sie Bargeld durch Plastikkarten ersetzen. Das Lieblingsargument vieler Politiker und Banker: Bargeld sei „Blut in den Adern der Kriminalität“. Doch ohne frei verfügbare Geldscheine verlieren wir jede persönliche Freiheit.

Die großen Ungeheuerlichkeiten der Weltgeschichte beginnen immer gleich: Erst denken die Anstifter laut nach, lassen sich kurz beschimpfen, schütteln sich und wiederholen danach ihre Attacken ebenso hartnäckig wie ungerührt. So lange, bis sie die Öffentlichkeit an das ehemalige Tabuthema gewöhnt haben.

Nach genau diesem Muster läuft gerade die Debatte rund um das Thema „Abschaffung des Bargeldes“. Den Anfang machten schwedische Politiker, Gewerkschafter und Banker: „Nur alte Leute und Bankräuber wollen heute noch Bargeld“, behaupteten sie. Und der Stockholmer Polizeipräsident verteufelte Bargeld als „das Blut in den Adern der Kriminalität“. Es ist nicht nur Zufall, dass einer der größten aktuellen Bargeld-Gegner der ehemalige US-Finanzminister Larry Summers ist.

Sind wir alle Rauschgiftschmuggler?!

Die Bargeld-Abschaffer zitieren immer wieder das Beispiel des mexikanischen Drogenbosses Joaquin Guzman, der 200 Millionen Dollar in 100-Dollar-Noten hortete, als ihn die Polizei schnappte. Deshalb lautet ihr vordergründiges Argument: Rauschgiftschmuggler, Waffenhändler und Steuerhinterzieher bezahlen bar, damit sie keine Spuren hinterlassen – deshalb müsse man ihnen diese Möglichkeit nehmen.

Doch nicht nur den Kriminellen. Sondern am besten gleich auch noch dem Rest der Menschheit. Denn wir alle verhindern mit unserem Bargeld den großen Masterplan von Politik und Finanzindustrie: Nur dank des Bargeldes haben sie uns noch nicht komplett in der Hand – wissen noch nicht, was wir kaufen, wann wir verreisen und wo wir unsere Ersparnisse parken.

Das wollen sie ändern. Mit einer perfiden Doppelstrategie – Negativzinsen und Bargeldentzug. Und so beschlossdie Europäische Zentralbank vor kurzem Negativzinsen, nur wenig später verlangten die ersten Banken Strafzinsen, wenn man bei ihnen Geld anlegt. Noch können Sparer dem ausweichen. Sie heben ihr Geld ab und bewahren es zuhause oder sonstwo auf.  

Ohne Bargeld landet das Vermögen unweigerlich auf der Bank

Doch ohne Bargeld funktioniert das nicht mehr. Ökonomieprofessor Frank Riedel beschrieb kürzlich inder FAZ, was passiert, wenn Politik und Finanzindustrie alles Geld kontrollieren würden: „Nur auf Konten darf Geld gelagert werden und dort erzwingen Staat und Banken negative Zinsen.“ Die Politik, so Riedel, brauche diese „negativen Zinsen, damit die Haushalte nicht mehr sparen sondern konsumieren. Der erzwungene Konsum befeuert die Wirtschaft und erzeugt Wachstum.“

Zwang, Enteignung, Bevormundung – nur noch in diesen Kategorien scheinen Politiker denken zu können. Ganz anders der frühere Bundesbank-Volkswirt Otmar Issing. Er nannte Bargeld „geprägte Freiheit“. Und hat damit völlig Recht: Nur dank Bargeld können wir unsere Geschäfte frei abwickeln – ohne aufdringliche Finanzkonzerne. Und vor allem ohne den Staat, der nur zu gern unser Geld für uns verwalten würde.

Bald gibt es Taschengeld aus Berlin

Denn ohne Bargeld könnte der Staat auch gleich die Arbeitgeber dazu nötigen, unser komplettes Gehalt an ihn zu überweisen. Die Regierung würde dann die Steuern einbehalten, unsere Arztrechnungen bezahlen und uns vielleicht noch ein kleines Taschengeld zukommen lassen. Selbstverständlich nicht in bar, sondern in Form von Gutscheinen für all die schönen staatlichen Zwangsdienstleistungen, die wir erwerben müssen.

http://www.focus.de/finanzen/doenchkolumne/plastikkarten-statt-scheine-jetzt-nehmen-sie-uns-auch-noch-das-bargeld_id_4334931.html

Legalisierung von Cannabis: globale Fortschritte

hanfGastbeitrag: von Marina Fischer

In den USA haben bereits 23 Bundesstaaten die Verwendung von medizinischem Cannabis legalisiert. In Alaska, Oregon, Kolorado und Washington ist man noch weiter gegangen: hier hat man bereits jeglichen Konsum ab 21 Jahren mit Besitzobergrenzen völlig legalisiert. Die Vorteile dieser Entwicklung, selbst wenn sie nicht hierzulande geteilt wird, liegen dabei auf der Hand: der neu eröffnete Markt bietet auch ein ökonomisches Interesse für die Forschung. Hanf-Produkte, wie etwa das hilfreiche CBD Öl, können so jenseits des Rausches Anklang in der Gesellschaft finden und zu echten Alternativen werden.

Auf der Hanf-Pflanze lastet ein Stigma. Statt als nützliche Pflanze mit einer interessanten Nebenwirkung – dem Rausch – zu gelten, werden ihre Heilkräfte zumindest hierzulande kaum berücksichtigt. Dabei kann Cannabis viel mehr, als nur Jugendliche zum Lachen bringen. Ganz im Gegenteil: THC, das Cannabinoid, das für die berauschende Wirkung zuständig ist, ist nur eines von vielen kleinen Wirkstoffen in der Pflanze. Es gibt Cannabinoide wie das bereits erwähnte CBD – das steht für Cannabinidol -, die kaum eine psychoaktive Wirkung aufweisen. Stattdessen wirken sie entzündungs- und schmerzhemmend, können sogar den THC-Rausch unterdrücken.

Was steckt in der Hanfpflanze noch drin? Die Amerikaner können sich durch ihre neue Gesetzesgebung nun mit dieser Frage auseinandersetzen und ehrliche Antworten finden, die nicht von der pro-contra Legalisierungsdiskussion beeinflusst und gesteuert sind. Die medizinischen Anwendungsfelder könnten viele Schmerzpatienten entlasten und Aufschluss darüber geben, wie schädlich der Konsum von Cannabis wirklich ist.

In Deutschland steht dieses Thema nicht zur Debatte. CBD Öle sind zwar nicht verboten, müssen aber kostspielig aus dem Ausland importiert werden. Medizinisches Cannabis wird nur im seltensten Fall verschrieben. Tatsächlich wird jeder Fortschritt im Keim erstickt. Als man in Berlin vorschlug, im sehr stark von Cannabisdealern frequentierten Görlitzer Park einen Coffeeshop aufzumachen, wurde der Antrag in Grund und Boden gestampft. Stattdessen sollen die Kleinbesitzmengen von 15 Gramm auf 6 Gramm reduziert werden, und so noch mehr Benzin ins Feuer der Kriminalisierung wegen Cannabis sorgen.

Was die US-Bürger anscheinend langsam verstehen: der “War on Drugs” ist in seiner effektiven Hinsicht gescheitert. Um Probleme wie Schwarzmarkt, Drogenschmuggel und unbewachten Konsum zu vermeiden, muss der Staat und die Gesellschaft regulativ in das System eingreifen und davon profitieren. Es geht schon lange nicht mehr nur darum, ob Cannabis schädlich ist oder nicht – diese Frage erübrigt sich bei Alkohol und Zigaretten ja auch – sondern darum, wie man mit der potenziellen Gefahr der Droge und ihren Nutzungsmöglichkeiten umgehen kann und in Zukunft vielleicht auch zwingend muss.

Rechtsbehelf:

Beitrag ist ein Gastbeitrag und muß sich nicht unbedingt mit der Meinung aller Netzwerker und Unterstützer decken. Wie in unserem letzten Artikel zum Thema Hanf

Hanf – eine vergessene Medizin – und noch viel mehr…,

handelt es sich bei dieser Naturschöpfung um eine Pflanze, welche endlich aus dem bewußt herbeigeführtem Schattendasein heraus gebracht gehört. Unglaublich viele Vorteile und Nutzen würde sie uns bringen wenn nicht die leidigen Interessen von Big Pharma, der Chemie und der Baumwollindustrie gewesen wären. Ein striktes Verbot, welches so in den Köpfen von Genersationen verpflanzt worden ist und endlich aufgehoben gehört. – Und ich spreche nicht davon, daß man sich ungeniert die Birne zukiffen soll damit. Die medizinischen Potenziale und die wirtschaftlichen, raumgreifend über viele Wissensgebiete hinweg, sprechen eindeutig für die Legalisierung der Pflanze Hanf. Damit wären viele Umweltprobleme von heute auf morgen einfach abgeschafft. Plastic-Planet, wäre z.B. augenblicklich gestoppt.

klaus, der Töpfer

Legalisierung von Cannabis: globale Fortschritte

Bundesregierung verteidigt umstrittenes Kriegsschiff-Geschäft mit Israel

titelbild

Die deutsche Regierung bestätigte Presseberichte über den umstrittenen Verkauf von vier Kriegsschiffen an Israel im Wert von einer Milliarde Euro. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag in Berlin, dass die umstrittenen Rüstungsverkäufe an den jüdischen Staat als ein Teil der “besonderen Verantwortung für die Sicherheit Israels” gesehen werden müssen. Deutsche Waffenexporte an Israel sind nicht unumstritten angesichts der anhaltenden Spannungen im palästinensisch-israelischen Konflikt.

(Größer als ein Schnellboot, kleiner als eine Fregatte (l.): Korvetten (Bildmitte und rechts) sind vor allem für die Küstenverteidigung geeignet)

In den Diskussionen um Rüstungslieferungen in Konfliktgebiete hatte jüngst SPD-Vize Ralf Stegner Waffenexporte an Israel offen infrage gestellt.

Zwar habe Deutschland für die Sicherheit Israels eine große Verantwortung. Er habe jedoch nicht den Eindruck, dass Waffen im Nahen Osten dazu beitrügen, das Problem zu lösen, hatte Stegner argumentiert.

Auf die Frage STIMME RUSSLANDS, ob der geplante Verkauf der Kriegsschiffe in das Nahost-Krisengebiet nicht zu Deutschlands Bemühungen zur Stabilisierung der Region im Widerspruch steht, entgegnete Seibert lapidar, dass das “die Leitlinie” vieler Bundesregierungen in den vergangenen Jahren die “besondere Verantwortung für die Sicherheit Israels” war.

Auf weitere Nachfrage, ob Berlin irgendwelche Garantien habe, dass diese vier Korvetten nicht von Israel im Kampf mit den Palästinensern benutzt werden, sagte Seibert lediglich, dass noch kein Verkaufsvertrag abgeschlossen sei.

Israels Marine wird laut internationalen Menschenrechtsorganisationen beschuldigt, während des letzten Gaza-Krieges massiv zivile Wohngegende beschossen und somit Kriegsverbrechen begangen zu haben.

Die Bundesregierung will laut einem Bericht der “Bild am Sonntag” das Land bei der Anschaffung der Kriegsschiffe finanziell unterstützen. Das geht der Zeitung zufolge aus einem als geheim eingestuften Dokument hervor, das der Staatssekretär im Bundesfinanz-ministerium, Steffen Kampeter (CDU), an die Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Gesine Lötzsch (Linke), geschickt haben soll.

Das Verteidigungsministerium beantragt demnach zur Mitfinanzierung bis zu 115 Millionen Euro zur “Beschaffung von Verteidigungssystemen für Israel”, zitiert das Blatt aus dem Regierungspapier.

Seit Jahrzehnten wird Israel unabhängig von der Lage im Nahost-Konflikt massiv mit Militärgütern aus Deutschland versorgt.

Deutschland ist nach den USA Israels zweitwichtigster Waffenlieferant. Neben den bereits erwähnten Kriegsschiffen wurden in der Vergangenheit zum Beispiel mehrere U-Boote, Panzerteile und Minensuchgeräte geliefert.

Besonders die U-Boote seien laut Militärexperten für Israel strategisch sehr wichtig gewesen, denn sie sind ein wesentlicher Teil der Abschreckungsdoktrin des Landes. Nach Expertenangaben können sie auch mit atomwaffenfähigen Mittelstreckenraketen ausgestattet werden.

Zwar hat Israel nie bestätigt, ob es Atomwaffen besitzt, jedoch gehen Rüstungsexperten davon aus.

Quellen: PA/dpa/Stimme Russlands vom 16.12.2014

Bundesregierung verteidigt umstrittenes Kriegsschiff-Geschäft mit Israel