An anderer Stelle sind wir bereits auf einen Artikel des russischen Wirtschafts- und Politikexperten Michail Deljagin eingegangen, der sogar mit einem atomaren Anschlag rechnet, der Russland in die Schuhe geschoben werden soll. Die Internetseite Fort Russzitiert nun nachrichtendienstliche Informationen zu »bevorstehenden Terrorangriffen auf strategische Ziele in der Ukraine, die einen Angriff auf das Donezbecken (Donbass) rechtfertigen sollen«.
Wichtige Ausländer und Angehörige hochrangiger ukrainischer Regierungsvertreter wurden offenbar schon aus den grenznahen Regionen evakuiert, heißt es in dem Bericht. Zudem wurden gepanzerte Fahrzeuge mit Symbolen und Flaggen Russlands und der Volksrepublik Donezk (VRD) auf dem vom ukrainischen Militär kontrollierten Territorium des Donbass gesichtet.
Dies alles deutete auf eine geplante Provokation hin. Andere Berichte bestätigen »das Eintreffen einer größeren Anzahl von Söldnern, von Ausrüstung und schwerem Gerät aus NATO-Ländern«. Der Leiter des Pressestabes der ukrainischen Armee, Wladislaw Seleznew, kündigte an, man werde die Feindseligkeiten vermutlich im Rahmen der so genannten »Terrorbekämpfung« in bestimmten Gebieten wieder aufnehmen.
Aufgrund der weiterhin angespannten »sozio-politischen und humanitären Lage« sei auch mit »möglichen Terroranschlägen der Milizen auf strategisch wichtige Einrichtungen zu rechnen«, meinte er weiter: »Hinzu kommt auch das Risiko der Wiederaufnahme aktiver Feindseligkeiten.
Und schließlich können wir das Risiko terroristischer Anschläge und von Sabotageakten auf Regierungs- und militärische Einrichtungen sowie von Massenprotesten und zivilem Ungehorsam in diesen Gebieten nicht ausschließen.« Zuvor hatte der illegitime oligarchische Präsident Petro Poroschenko versprochen, die Krim zur Ukraine zurückzuholen. »Die Krim wird wieder zu uns zurückkommen«, sagte er.
Der von den USA eingesetzte neue NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg erörterte mit dem durch einen Putsch in Kiew an die Macht gekommenen Ministerpräsidenten Arsenij Jazenjuk am Montag in Brüssel, wie das Militärbündnis die Ukraine unterstützen könnte. Stoltenberg versprach, die NATO werde an der Seite der Ukraine stehen, lobte das »beharrliche Festhalten der Ukraine an ihrer Partnerschaft mit der NATO trotz schwierigster Umstände« und sicherte »nachhaltige politische und praktische Unterstützung zu«.
»Ihr Besuch unterstreicht ein weiteres Mal die starke Partnerschaft zwischen der NATO und der Ukraine«, erklärte Stoltenberg. »Wir bewerten die weitere Entwicklung unserer Partnerschaft insbesondere deswegen positiv, weil sich das ukrainische Volk entschieden hat, den Weg der Demokratie und einer engeren Zusammenarbeit mit Europa zu gehen. Wir begrüßen dies. Wir betonen, dass die Entscheidung des ukrainischen Volkes respektiert werden muss.«
An dieser Stelle sei daran erinnert, dass die gegenwärtige Regierung in der Ukraine durch einen von den USA unterstützten Putsch an die Macht gekommen ist und keinerlei Legitimität besitzt. Ihre Regierungsgewalt ist ohne rechtliche Grundlage. Zugleich versucht sie, mit harter Hand zu regieren, verübt massive Bürger- und Menschenrechtsverletzungen und geht mit unverhüllter Gewalt gegen ihre eigene Bevölkerung vor.
Die angebliche Ruhe, von der Poroschenko spricht, ist nur ein Täuschungsmanöver. Wie Voice of Sevastopol berichtet, kam es in den westlichen Außenbezirken des Donezk zu Artilleriefeuer. Ukrainische Aufklärungs- und Überwachungsdrohnen kreisen über dem Gebiet. In den Abendstunden des 14. und 15. Dezember »griffen ukrainische Einheiten den Flughafen von Donezk« an. Die Milizen der VRD erwiderten das Feuer nicht. Die ukrainischen Einheiten griffen Stellungen der Milizen in Jasne nordwestlich von Dokutschajiwsk im Großraum Berjosowoje an.
Auch in Lugansk wurde von Artilleriebeschuss berichtet, und aus Schastjia wurden Kämpfe gemeldet. Stellungen der Selbstverteidigungskräfte in Prischib wurden angegriffen. Aus den von der ukrainischen Armee kontrollierten Ortschaften Tschernuchino, Gorodische und Zorinsk wurde ebenfalls über Artilleriefeuer berichtet. In Odessa kam es offenbar in der Nähe der dortigen Raffinerie zu einer Explosion. Demgegenüber treffen weitere Hilfslieferungen aus Russland in der Region ein. Inzwischen ist der schon der zehnte Hilfskonvoi mit wichtigen Hilfsgütern und Weihnachtsgeschenken unterwegs.
Die von den USA unterstützten Faschisten in Kiew bedrohen die Sicherheit der Region und gefährden vielleicht sogar den Weltfrieden. Auf der bekannten Internetseite Colonel Cassad wird an die »klassische Definition des Faschismus« durch Georgi Dimitrow erinnert. Es handelt sich dabei um »die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals … [der] Faschismus ist keine über den Klassen stehende Macht und keine Macht des Kleinbürgertums oder des Lumpenproletariats über das Finanzkapital. Der Faschismus ist die Macht desFinanzkapitals selbst. Das ist die Organisierung der terroristischen Abrechnung mit der Arbeiterklasse und dem revolutionären Teil der Bauernschaft und der Intelligenz. Der Faschismus in der Außenpolitik ist der Chauvinismus in seiner brutalsten Form, der einen tierischen Hass gegen die anderen Völker kultiviert.«
Kiew terrorisiert seine Gegner und will sie »ausschalten«. Dazu bedient sich die Regierung der »physischen Auslöschung, Einschüchterung, der Geiselnahme, willkürlicher Verhaftungen ohne Gerichtsbeschluss, Entführungen, Folter und anderer Formen terroristischer Gewalt«. Die Putschisten in Kiew verkörpern die »radikalste Form des inhärenten ukrainischen Nationalismus und Faschismus«, heißt es dort weiter.
Finanzinteressen ziehen die Fäden im Hintergrund, Milliardäre und Millionäre streiten um die Macht. Finanzinteressen und »faschistische Stoßtrupps [bilden] die Werkzeuge für die Errichtung eines faschistischen Regierungssystems, das auf einer terroristischen Diktatur beruht«. Dabei bedient sich Kiew des Feindbildes Russland als ideologischer Rechtfertigung. »Menschen werden unverhohlen aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrer Kultur und Sprache unterdrückt und ausgerottet«, so Colonel Cassad. Die Lage in der Ukraine entspreche »zu 100 Prozent der klassischen Definition Dimitrows. Faschismus in seiner klassischsten und reinsten Form«.
Diese Entwicklungen bedrohen den Frieden und die Stabilität in der Region. Insider aus dem Pentagon bestätigen, dass militärische Kräfte an der Grenze zu Russland verstärkt werden, um angeblich »Frieden und Stabilität« in der Region angesichts russischer »Einmischungen« in der Ukraine aufrecht zu erhalten.
Moskau wirft der NATO erhöhte Luftaktivitäten und Aufklärungsflüge in der Grenzregion zu Russland vor. Dies seien inakzeptable Provokationen. Zudem verstärke dieNATO etwa in Polen und den baltischen Staaten ihre Präsenz zu Land und auf dem Wasser. Im Schwarzen Meer finden Marinemanöver statt. Das wäre etwa so, als würde Russland im Golf von Mexiko oder vor der amerikanischen West- bzw. Ostküste Marinemanöver veranstalten. Die Reaktion Washingtons und die Schlagzeilen in den Medien kann man sich leicht ausmalen.
Der Kommandeur des Gemeinsamen Militärkommandos des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Michail Misinzew, äußerte sich besorgt über »den massiven Anstieg der Militäraktivitäten der NATO nahe den russischen Grenzen«. Die Luftaktivitäten hätten sich auf 3000 Einsätze in diesem Jahr praktisch verdoppelt. Oft flögen die Flugzeuge in gefährlicher Nähe zu russischen Langstrecken-Militärflugzeugen. Von 2013 bis 2014 sei es insgesamt 55 Mal zu gefährlichen Annäherungen dieser Art auf bis zu 100 Meter gekommen. Da der gegenseitige Informationsaustausch praktisch zum Erliegen gekommen sei, fehle eine Vertrauensbasis.
»Alle Fortschritte auf dem Gebiet der Vertrauensbildung und freiwilligen Transparenz, die im Laufe der vergangenen Jahre erzielt worden waren, wurden zunichte gemacht«, sagte Misinzew. Die russischen Einsätze hielten sich strikt an die internationalen Regeln.
Am Dienstag erläuterte der russische Verteidigungsminister Sergei Lawrow, wie die Politik derNATO Russland beeinflusse. Entsprechend der russischen Militärdoktrin, so der Minister, »stellen die Osterweiterung der NATO und die Verlagerung militärischer Infrastruktur der NATO näher an die russischen Grenzen neben anderem Sicherheitsrisiken für Russland dar…. Nicht die NATO an sich, aber ihr militarisierender Vormarsch in Richtung Osten wird im Rahmen der russischen Militärdoktrin als Sicherheitsrisiko für Russland und eine Bedrohung angesehen.« Lawrow verwies auf »gewichtige Gründe für die Auffassung«, die westlichen Sanktionen und andere politische Schritte des Westens zielten auf einen »Regimewechsel« in Russland ab.
Zu diesem Szenario gehören auch von den USA angezettelte Erdölkriege und der Versuch, sich die russische Wirtschaftskrise zunutze zu machen. Gegenwärtig wird der Rubel von außen massiv unter Druck gesetzt, was der russischen Wirtschaft erhebliche Schwierigkeiten bereitet.
Die russische Bevölkerung soll dazu gebracht werden, sich von Putin abzuwenden. Möglicherweise sind auch »farbige Revolutionen« und Unruhen – eine amerikanische Spezialität – geplant. Russland soll einen ähnlichen Weg wie die Ukraine gehen.
Um diese Ziele zu erreichen, geht man auch das Risiko einer offenen Konfrontation ein, wobei alles möglich scheint. Lawrow erklärte dazu: »Ich kann versichern, dass Russland nicht nur überleben, sondern gestärkt aus diesen Entwicklungen hervorgehen wird… Wir haben in unserer Geschichte schon sehr viel schlimmere Situationen durchgemacht. Und jedes Mal sind wir aus ihnen gestärkt hervorgegangen.«
Amerika stellt gegenwärtig die größte Bedrohung für Russland dar. Die Lage ist gefährlicher als während des Kalten Krieges. Offenbar hat man auf amerikanischer Seite das Konzept des »Gleichgewichts des Schreckens« fallengelassen.
Die amerikanische Politik wird gegenwärtig von Ideologen und Verrückten bestimmt, die das Undenkbare riskieren. Bisher scheint niemand in Washington in der Lage, ihnen Einhalt zu gebieten.
Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Die Mainstreampresse schreibt seit Wochen PEGIDA nieder. Doch jetzt erreicht die anhaltende Schmutzkampagne, der sich auch führende Politiker wie Justizminister Heiko Maas angeschlossen haben, einen neuen, erschreckenden Höhepunkt.
Focus geht besonders perfide vor und bietet seinen Lesern eine Anleitung dafür, wie man PEGIDA-Anhänger auf Facebook aufspürt und aus seiner Freundes-Liste entfernt. Die Online-Säuberung, zu der hier zwischen Bürgern dieses Landes aufgerufen wird, markiert einen neuen Tiefpunkt im deutschen »Qualitäts-Journalismus«.
Die Bürger von Dresden werden sich 25 Jahre nach dem Mauerfall freuen, dass jetzt wieder andere Deutsche in Marsch gesetzt werden, um ihnen nachzuspüren und herauszufinden, ob sie sich systemkonform verhalten.
In welchem Land leben wir eigentlich, wo so eine Hetzkampagne stattfindet?
Die flächendeckende Gesinnungsschnüffelei, zu der hier Menschen ermuntert werden, macht aus Bürgern, die ihren Sorgen in genehmigten Demonstrationen friedlich Ausdruck verleihen, politisch Aussätzige, die es aufzutreiben und zu eliminieren gilt.
Nicht nur das. Hier wird eine Steilvorlage gegeben, um künftig in Online-Kampagnen gezielt auf unliebsame – weil politisch nicht korrekte oder opportune – Menschen Treibjagd zu machen und sie zu isolieren. Diese Hetze begünstigt eine Art der Auseinandersetzung, wie wir sie in der Demokratie keinesfalls wollen: Ausgrenzen und Kaltstellen von politischen Gegnern.
Und dieser Vorstoß kommt von einem Mainstream-Blatt, dessen Aufgabe es ist, durch Information und Analyse Transparenz über Vorgänge und Diskussion im Lande herzustellen, damit Bürger besser informiert am politischen Leben teilnehmen.
Hier wird genau anders herum agiert: Wer in friedlichen Demonstrationen eine andere Meinung vertritt, muss aufgespürt und abgeschaltet werden. Das Motto: »Hau drauf und mach Schluss«, und nicht – wie es erstrebenswert ist – »her mit deinem Argument, ich werde es entkräften«.
Statt Kommunikation und Erörterung – bei der man vermeintlich schwache Argumente und unsinnige Positionen im intellektuellen Wetteifer entlarven kann – wird hier gezielte Ausschaltung propagiert. So liest sich das beiFocus:
»Der Gefällt-mir-Knopf auf Facebook macht es einfach, seine Sympathie für Personen oder Bands auszudrücken. Wenn es aber um politische Ansichten geht, lässt böser Streit oft nicht lange auf sich warten. Dem kann man aber ganz einfach vorbeugen. Wer gerne sehen möchte, welche Facebook-Freunde beispielsweise ihre Unterstützung für die ›PEGIDA‹-Demonstrationen öffentlich kundgetan haben, für den hat das Blog ›Testspiel‹ eine Lösung: Mit nur einem Klick lässt sich die Freundesliste filtern.«
Am Ende des Beitrags beschleichen den oder die Autoren wohl selbst Zweifel, denn mit dem Hinweis, man könne genauso gut auch NPD-Anhänger oder Helene-Fischer-Fans ausmisten, wird versucht, von der exklusiven Attacke auf einen bestimmten politischen Gegner – in diesem Falle die PEGIDA – abzulenken.
Doch das Manöver ist durchsichtig. Und es ist nicht das erste Mal, dass Focus so wüst auf eine Person oder Organisation losgeht.
Als die Lokführergewerkschaft GDL jüngst den Bahnverkehr in der Republik lahmlegte – da erwähnte das Magazin, in welchem Leipziger Stadtteil GDL-Chef Claus Weselsky (»der meistgehasste Deutsche«) lebt und wie weit sein Wohnort vom Hauptbahnhof entfernt ist. Für kurze Zeit war auch Weselskys Klingelschild zu sehen.
Man muss sich spätestens nach dem jüngsten Artikel im Focus nicht mehr fragen, warum das Vertrauen in die deutschen Leitmedien kollabiert. Dass dies so ist, zeigen nicht nur einbrechende Verkaufs- und Auflagenzahlen, sondern auch eine Flut höchst kritischer Kommentare, wo immer man in Foren liest.
Hinzu kommt: Die Zahl der Beschwerden beim Presserat hat sich seit dem vergangenen Jahrzehnt verdoppelt. Und die Zahl pressekritischer Webseiten, die Berichte im Mainstream penibel aufzeichnen, prüfen und die vielen Fehler beklagen, steigt auffällig.
Vor zwei Jahren waren das noch 40 Prozent gewesen. Besonders stark ist die Vertrauenskrise mit Blick auf die Berichterstattung über den Konflikt in der Ukraine. Derzeit haben 52 Prozent der Befragten »weniger Vertrauen« in Nachrichten und Informationen zum Ukraine-Konflikt, elf Prozent vertrauen ihnen überhaupt nicht.
Fast jeder fünfte Nutzer mit geringem oder fehlendem Vertrauen beklagt demnach, dass die Berichterstattung nicht der Realität entspricht oder »bewusste Fehlinformation« enthält.
Die deutsche Debatte um PEGIDA und die Anti-Islam-Kampagne ist eine Scheindebatte. In Wahrheit geht es um die Glaubwürdigkeit der Politik, angesichts der permanenten Volksverdummung (ein krasseres Wort muß ich mir aus Anstandsgründen verkneifen). Weil über die Massenmedien diese Verdummung auf durchschaubare Weise penetriert wird, ist die Glaubwürdigkeit der Medien ebenfalls dahin. Der steigende bürgerliche Unmut drückt sich nicht nur in den PEGIDA-Spaziergängen aus, sondern auch in der rapiden Zunahme der Blogs und Foren als Plattformen zur Meinungsäußerung.
Genau deshalb geraten die Politiker jetzt in Panik, organisieren mit lautstarken Krawallmachern Gegendemonstrationen gegen die »Spaziergänger«.
Vordergründig prangert PEGIDA die falsche, verlogene Asylpolitik an. Die Politik begreift nicht, daß sie mit jeder neuen Attacke gegen PEGIDA die Zahl der Demonstranten vergrößert. Immer mehr Menschen sind es leid, mit durchschaubar falschen Argumenten als rechtsradikale Spinner bezeichnet zu werden. Politiker wie Justizminister Heiko Maas maßen sich an, die Demonstranten als »Schande für Deutschland« zu titulieren. Ganz offensichtlich hat der Mann keinen Schimmer, worum es in der Zuwanderungsfrage eigentlich geht. In Unkenntnis der Hintergründe beschimpft er die Bürger.
Um klarzustellen: »Zuwanderung« ist ein Instrument zur Durchsetzung politischer Ziele.Das Instrument dient seit Beginn des vorigen Jahrhunderts zur Strategie imperialer Machtinteressen.
Kräfte, über die ich mich hier nicht weiter auslassen möchte, haben vor 100 Jahren ein Programm verfasst, wie sie Macht über die Völker gewinnen können. Ihr Ziel lautet, Staaten zerstören, moralische Gesetze aufheben, sämtliche Religionen beseitigen. Der Mob soll regieren (ich denke nur an ISIS, Boko Haram u.a.)
“Wir werden die persönlichen und nationalen Gegensätze zwischen den Völkern so verschärfen und religiösen sowie rassischen Hass so schüren, daß er riesige Ausmaße erreicht … die Worte »Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit« sind Holzwürmer, die sich in den Wohlstand der Menschen bohren und sämtliche Grundlagen der Staaten zerstören”.
Durchmischung der Weltbevölkerung, Aufhebung nationaler Bindungen bis hin zur Aufhebung familiärer Strukturen. Dies ist das »Handwerkszeug« der Erbauer der geplanten Neuen Weltordnung, und die Strategen fühlen sich so fest im Sattel, daß sie ungeniert die Wahrheit über die eigenen Ziele offenlegen, ohne sich hinter Begriffen wie »Demokratie« und »Freiheit« zu verstecken. Einer der führenden Vertreter heißt Thomas P.M. Barnett, Strategieberater von Ex-US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Laut Barnett gehört »Einwanderung« zu einem der »Ströme«, mit denen das Ziel angepeilt wird.
Barnett betont, daß ihm nationale Grenzen, unabhängige Staaten, sich voneinander abschottende Religionen und alles, was mit Traditionen zu tun hat, ein Graus sind. Er will alles mit allem vermischen, den Zwang der Ökonomie (oder sollte man besser sagen: Terror der Ökonomie?) über alles andere stellen und hofft mit einer bisher an Geschwindigkeit nie dagewesenen Durchmischung aller gewachsenen Strukturen langfristig Frieden und Wohlstand sichern zu können. Wohlstand für wen?
Wie sehr muß sich ein Wurm biegen, um durch einen gewundenen Kanal zum Licht zu gelangen? Es gibt Menschen, die entwickeln zum Erreichen bestimmter Ziele im Verbiegen wahre Meisterschaft.
Welchen Zwängen muß Bundesjustizminister Heiko Maas unterliegen, um die PEGIDA-Demonstranten als »Schande für Deutschland« zu bezeichnen?
Mit seiner Äußerung hat er Wolfgang Hübner, Stadtverordneter der Freien Wähler in Ffm. veranlaßt, einen offenen Brief an ihn zu schreiben mit der Überschrift: Auch ich war gestern eine »Schande für Deutschland«.
Sehr geehrter Herr Bundesjustizminister, wenn ich Medienberichten glauben darf (was allerdings mir von Tag zu Tag schwerer fällt), dann haben Sie die Dresdner Volksinitiative PEGIDA und ihre montäglichen Aktionen als „Schande für Deutschland“ bezeichnet. Am gestrigen Montag nun habe ich die weite Fahrt von Frankfurt am Main nach Dresden nicht gescheut, um mir selbst einen Eindruck zu verschaffen, was es mit dieser „Schande für Deutschland“ auf sich hat.
Ich war erst einmal erstaunt, ja überwältigt, dass über 15.000 Frauen und Männer trotz Kälte, Dunkelheit und einem weitab der wunderschön wiedererstandenen Dresdner Altstadt gelegenen Treffpunkt ihre grundgesetzlich garantierten Rechte auf Versammlungs-, Meinungs- und Redefreiheit an einem ganz normalen Werktag wahrgenommen haben. Ich wurde dann Zeuge einer niemals aufwieglerischen, geschweige denn extremistischen Kundgebung und eines absolut friedlichen Spaziergangs von vielen tausend Bürgerinnen und Bürgern zum Ort der Abschlusskundgebung.
Für diese bislang größte Veranstaltung von PEGIDA hätte es keines einzigen der in großer Zahl in Bereitschaft stehenden Polizeibeamten aus Sachsen und anderen Bundesländern bedurft – so wenig wie bei allen PEGIDA-Montagsaktionen in den Wochen zuvor. Aber Sie wissen ja selbst sehr genau, dass die Polizei nur deshalb so massiv Dienst leisten musste, weil auch gestern wieder die Gefahr von Blockaden und Gewaltaktionen seitens linker und linksextremer Kräfte gegen die Teilnehmer von PEGIDA bestand.
Herr Bundesminister, ich habe mich gestern Abend in Dresden verdammt wohl und bestens aufgehoben gefühlt unter all den Frauen und Männern aus unserem Volk und auch aus dem Ausland, die ein machtvolles Zeichen gegen Islamisierung, Asylmissbrauch, Sozialabbau und Kriegstreiberei gesetzt haben. Selbstverständlich konnte ich mir nicht über jeden der über 15.000 Teilnehmer selbst ein Bild machen. Aber ich traf zum Beispiel ein Ehepaar mittleren Alters, das aus Erfurt kam, weil das Ehepaar die Medienberichte und nicht zuletzt Ihre Äußerung über PEGIDA empörend genug fand, um sich auf den abendlichen Weg nach Dresden zu machen. Dieses Ehepaar erzählte mir, schon 1989 in Leipzig dabei gewesen zu sein, als erst der Ruf laut wurde „Wir sind das Volk!“, und dann „Wir sind ein Volk!“. Auch gestern riefen die Menschen im mächtigen Chor „Wir sind das Volk!“ Ich habe das übrigens mitgerufen und war gerne eine Stimme in diesem Chor der um unser Land besorgter Menschen.
Ich gestehe also ganz offen, Herr Minister, dass ich gestern Abend in Dresden auch Teil dieser „Schande für Deutschland“ war. Und wissen Sie was, Herr Minister: Ich bin stolz darauf, einer von PEGIDA gewesen zu sein. Denn dort waren die Bürgerinnen und Bürger, die nicht verleugnen wollen, Deutsche zu sein und Deutsche in Deutschland bleiben zu wollen. Dort war die sogenannte ‚schweigende Mehrheit‘, die nicht mehr schweigen will. Und dort waren die Bürgerinnen und Bürger, die arbeiten, Steuern bezahlen und damit auch Ministergehälter finanzieren.
Nicht gesehen und nicht begegnet bin ich gestern Abend in Dresden vermummten Gewalttätern, die mit öffentlichen Mitteln gefördert werden. Aber die treiben sich bei Aktionen von PEGIDA auch nur auf Seiten derer herum, die für Gegenkundgebungen sogenannter „breiter gesellschaftlicher Bündnisse“ die besseren Plätze und die geneigteren Medien beanspruchen können. Machen wir es kurz, Herr Minister: Ich habe niemanden gesehen oder gehört, der Anlass gab, von einer „Schande für Deutschland“ zu reden.
Was ich hingegen erlebt habe und wofür ich sehr dankbar bin, war diese Freude für Deutschland. Allerdings werden Sie diese Freude mit mir und den über 15.000 von Dresden nicht teilen wollen. Aber das, Herr Minister, ist mir und immer mehr Menschen in unserem Land inzwischen auch völlig egal. Denn wir haben den Eindruck, dass Politiker wie Sie samt weiten Teilen des politischen und medialen Machtblocks in Deutschland drauf und dran sind, die wahre Schande von Deutschland zu werden.
Nächsten Montag werden in Dresden bei PEGIDA Weihnachtslieder gesungen und Kerzen angezündet. Ich erlaube mir, Herr Minister, schon heute mal eine Kerze für Ihren so bedauernswert getrübten Realitätssinn anzuzünden.
18.12.2014 — Die Ängste der Menschen nehmen in unserem Land zu – und artikulieren sich immer mehr rechts. Das müssen wir ernst nehmen, diese Bürgerinnen und Bürger dürfen wir nicht aufgeben. Gründe für diese Ängste sind vielfältig: soziale und finanzielle Unsicherheit, fehlende Strukturen, fehlendes Bemühen um Lösung internationaler Krisen – in Deutschland, Europa, weltweit. — Frau Bundeskanzlerin, Sie haben sich zu dem Bericht über die Folter der CIA in Gefängnissen überhaupt nicht geäußert. Warum nicht? Geben Sie dieses Duckmäusertum auf! — Der Vorteil der EU ist, dass Staaten miteinander so verflochten sind, dass Kirege unvorstellbar sind. Das müssen wir auch in den Beziehungen zu Russland hinbekommen. Die Sanktionen sind ein großer Fehler. Wir brauchen Frieden, wir brauchen die EU und wir brauchen den sozialen Ausgleich – in Detuschland und Europa.
In diesem Monat teilte die US-Marine mit, ihre neue Laserwaffe funktioniere jetzt perfekt. Noch ist die begonnene Versuchsphase nicht abgeschlossen. Seit Sommer befindet sich das Laser WeaponSystem (LaWS) auf dem US-Kriegsschiff USS Ponce. Nun wurde dieser Laser offiziell zu Verteidigungszwecken freigegeben.
In den vergangenen sechs Jahren hat die US-Marine laut offiziellen Angaben rund 40 Millionen US-Dollar in Forschung,Entwicklung sowie Tests einer neuen Laserwaffe investiert. Die Vereinigten Staaten treiben Programme zu Laser- und Teilchenstrahlenwaffen zielstrebig voran – nur ein Aspekt von vielen, die deutlich unterstreichen, dass Weltfrieden auch für die Zukunft eine Illusion bleibt. Freilich soll die neue LaWS-Waffe lediglich Defensivzwecken dienen, doch die Praxis kann bekanntlich schnell anders aussehen.
2010 erhielt das Unternehmen Kratos Defense & Security Solutions aus San Diego, Kalifornien, den Auftrag, LaWS im Rahmen des Programms Directed Energy and Electric Weapon Systems (DE&EWS) der US-Marine zu entwickeln, um einen wesentlichen Fortschritt bei der Verteidigung von Schiffen zu erzielen. Schon relativ bald fanden erste Tests statt.
Im Mai 2010 berichtete das Naval Sea Systems Command(NAVSEA), die unter anderem für die Konstruktion von Marine-Gefechtssystemen zuständige US-Organisation, mithilfe von LaWS erfolgreich eine Drohne bei San Nicolas Island vor der kalifornischen Küste verfolgt und zerstört zu haben. San Nicolas Island (SNI) zählt zur Gruppe der Channel Islands, wird von der US-Marine genutzt und bereits seit 1933 als Waffentestgelände geführt.
In den folgenden Jahren wurde daraus ein U. S. Naval MissileCenter. Auf der rund 15 Kilometer langen Insel entstanden verschiedene neue Gebäudekomplexe sowie ein Rollfeld. Vermutungen gehen schon länger in die Richtung, das Militär könne SNI sogar zu einem »verlängerten Arm« der Geheimbasis Area 51 in Nevada ausgebaut haben. Fest steht, dass hier weitgehend abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit durchaus rege Betriebsamkeit auf militärischem Sektor herrscht.
Der LaWS-Test vom Mai 2010 war natürlich keineswegs der erste Drohnenabschuss durch einen Laser, doch wurde diese Aktion als wesentlicher Schritt für die Entwicklung solcher Laserwaffensysteme dargestellt. Als Beispiel für frühere Experimente dieser Art kann unter anderem eine Versuchsreihe von 2009 gewertet werden, die auf dem kalifornischen China-Lake-Testgelände durchgeführt wurde, in einem eher wenig ansprechenden Teil des sonnigen US-Bundesstaats.
Damals zerstörte die US-Luftwaffe mehrere Drohnen per Laserkanone. Wesentlich mitbeteiligt an der Entwicklung eines »Navy-Todesstrahls« für LaWS ist auch das amerikanische Unternehmen RC Optical Systems(RCOS),bekannt für seine optische Spitzentechnologie. Im Rahmen von Sonderprojekten konstruiert RCOS spezielle Varianten seiner präzisen Ritchey-Chrétien-Teleskope zu militärischen Laseroptiken oder auch Überwachungssystemen um.
So befindet sich beispielsweise am 120 Tonnen schweren 3,6-Meter-Advanced Electro-Optical System(AEOS) der Weltraumüberwachungsanlage auf Maui, Hawaii, als Leitrohr ein verstärktes 24-Zoll-RCOS-Teleskop mit Carbontubus. Das AEOS der U.S. Air Force gilt als das gegenwärtig weltbeste Satellitenverfolgungsinstrument und erreicht eine Schwenkgeschwindigkeit von bis zu 20 Winkelgrad pro Sekunde.
2013 drangen verschiedene Informationen nach außen, der US-Marine sei es nun gelungen, die weltweit erste »Todesstrahlen-Waffe« zu bauen und eine einsatzfähige Version im folgenden Jahr auf einem Kriegsschiff zu installieren. So kam es dann auch. Diese neue Kanone soll Nahbereichsverteidigungssysteme wie dasClose In Weapon System (CIWS) vonRaytheon – auch als »Phalanx« oder wegen seines Aussehen inoffiziell als »R2-D2« bezeichnet – zwar nicht ersetzen, aber doch ergänzen.
Spätestens aus den 1980er Jahren sind Tests von Hochenergiewaffen mit chemischen Lasern im Megawattbereich bekannt. Die Navy erklärte die hierzu verwendeten Substanzen und ihre Reaktionsprodukte (vorwiegend Halogenwasserstoffe und Halogene) allerdings als weitgehend zu gefährlich für den Einsatz an Bord, so dass diese Laser unter anderem deshalb trotz besserer Leistung laut Aussagen des US-Verteidigungsministeriums von schwächeren Festkörper-Lasern abgelöst wurden.
Welche Leistung LaWS genau erzeugt, bleibt noch offen. Schätzungen gehen von einem Bereich zwischen 15 und 50 Kilowatt aus. Dabei werden im Prinzip sechs Schweißlaser gemeinsam auf ein Ziel gerichtet, wobei im Testbetrieb 33 Kilowatt erzielt worden seien. Geplant sind Leistungen vom Zehnfachen. Diese Systeme sollen das bisherige »Sortiment« im Kurzstreckeneinsatz ergänzen, zur reinen Selbstverteidigung gegen Drohnen und Boote, so heißt es. Doch später sollen die Waffen auch in der Lage sein, Antischiffsraketen effektiv abzuwehren.
Bekannt ist die Wetterabhängigkeit vergleichbarer Einrichtungen. Das soll natürlich in der Testphase gründlich geprüft werden. Laserstrahlen büßen Leistung ein, wenn sie feuchte Luft oder die salzhaltige Atmosphäre über dem Meer durchdringen. Doch attestiert die Navy ihrem LaWS, sämtliche Erwartungen zu übertreffen. So habe es auch bei hoher Luftfeuchtigkeit und sogar nach einem Staubsturm noch gut funktioniert. Auch der erreichte Wirkungsgrad sei erstaunlich – mit 35 Prozent.
LaWS kann mit unterschiedlicher Stärke eingesetzt werden, sei es, um eine angreifende Person »lediglich« zu blenden und somit nicht-letal abzuwehren, sei es aber auch, um bei hoher Leistung Sensoren zu zerstören oder Explosivstoffe aus der Ferne zu zünden. Ein gezielter Schuss auf den Motor eines kleinen Bootes würde es sofort manövrierunfähig werden lassen. Die Zielgenauigkeit ist hoch, die Kosten pro Schuss bleiben hingegen sehr niedrig – ein weiterer Vorzug dieses Systems.
Es ist fast schon gefährlich ökonomisch. Munition muss hergestellt, transportiert und gelagert werden, die Kosten summieren sich schnell, so dass je nach Projektil Hunderte, Tausende oder gar Millionen Dollar pro Schuss auflaufen. Währenddessen wird für den einzelnen Laserschuss weniger als ein Dollar veranschlagt. Geht diese Rechnung wirklich auf, so könnte dieser deutliche Kostenvorteil auch schnell seine Schattenseiten offenbaren.
Die auf der USS Ponce installierte LaWS-Einheit wird mit ihrer sehr leistungsfähigen RC-Optik ebenfalls auch zu Überwachungszwecken eingesetzt und bereits als eine Art »Hubble-Teleskop« für den Ozean bezeichnet. Dabei bleibt das System leicht bedienbar. Jeder, der im Videospiel geübt sei, könne auch mit LaWSoperieren. So vorteilhaft das klingt und fürs Militär sein mag, birgt diese Praktikabilität auch einige Risiken. Nur ein wenig extrapoliert, kann dies alles schnell wieder neue Optionen des Terrors oder eben entsprechende Argumente liefern.
Die Kriegsindustrie jedenfalls ist voll im Gange. Ob neue Entwicklungen der DARPA, Cyber- oder Laserkrieg, ob rätselhafte Vorgänge über dem Atlantik oder bizarre Explosionen in Russland, was auch immer, die Menschheit befindet sich durch skrupellose Manipulationen und brandgefährliche Spiele einer machtbesessenen »Elite« wieder auf einem äußerst bedrohlichen Kurs. Von wahrer Zivilisation – doch eigentlich gar keine Spur auf diesem Planeten.
Der Widerstand gegen die russlandfeindliche Politik der Europäischen Union wächst. Nicht nur, dass zahllose Menschen auf der Straße und im Internet dagegen protestieren. Auch in der Politik spricht man sich immer häufiger gegen die Sanktionen aus.
Am vergangenen Wochenende sind in Berlin 4000 Demonstranten vor das Schloss Bellevue gezogen, wo der amtierende Bundespräsident Joachim Gauck residiert. Sie warfen Schuhe auf das Gelände und hielten Plakate hoch mit der Aufschrift “Stellt euch vor es ist Krieg, und nur Gauck geht hin” oder “Frieden schaffen ohne Waffen”. Kritisiert wird die konfliktschaffende Außenpolitik Deutschlands und der EU, die den USA folgend das uns militärisch haushoch überlegene Russland mit Sanktionen provoziert.
Auch in der Politik spricht man sich immer häufiger dagegen aus. So sagte etwa Italiens Außenminister Paolo Gentilioni zuletzt: “Die Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland müssen verhältnismäßig und reversibel sein. Wenn das Minsk-Abkommen stetig umgesetzt werden soll, muss Europa die Sanktionen überarbeiten. Es ist wichtig, die Beziehungen zu Russland, einem Land, das wirklich wichtig für uns ist, wieder herzustellen.” Ungarns Botschafter in Russland, Janos Balla, sagte auf einer Pressekonferenz in Moskau: “Ungarn wird die Zusammenarbeit mit Russland nicht aufgeben.”
In Minsk drängte Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko zu einer Aufhebung aller Sanktionen, die sich direkt auf das Leben der Menschen auswirken könnten. Japans ehemaliger Ministerpräsident und heutiger Vorsitzender der japanisch-russischen Freundschaftsgesellschaft, Yukio Hatoyama, sagte, dass es ein Fehler sei sich den westlichen Sanktionen gegen Russland anzuschließen.
Die Sanktionen zeigen in Russland erhebliche Wirkung: So ist der Russische Rubel auf dem besten Weg in eine Hyperinflation, was viele Bürger bereits heute in den Ruin treibt. Auch die reichen Oligarchen werden durch die Sanktionen hart getroffen. So haben Russlands 20 Top-Milliardäre allein in dieser Woche durch den Rubel-Kollaps 10 Milliarden Dollar verloren.
Doch auch in der EU leidet die ohnehin bereits krisengeschüttelte Wirtschaft durch die Sanktionen, wie die Washington Times meldet. Russland exportiert zudem Gas für 80 Milliarden Dollar pro Jahr in die Europäische Union. Sollten die Lieferungen etwa aus politischen Gründen eingestellt werden, droht vielen Europäern ein kalter Winter.
Bleiben nur die Fragen: Da anscheinend niemand von den Sanktionen profitiert, warum gibt es sie dann? Oder profitiert doch jemand?
Bild: Friedenswinter vor dem Schloss Bellevue, Quelle: Facebook
Das Christentum ist eine Buchreligion – und doch oder gerade deshalb verbrennt es Bücher: die Heilige Schrift genauso wie medizinische, juristische, naturwissenschaftliche, belletristische, klassische, theologische und philosophische Literatur. Das Medium Buch ist so gefährlich, dass sich die kirchliche Autorität lange nur mit Bücherverboten zu helfen wusste. Im Vatikan lagert dazu eine Fülle von höchst aufschlussreichem Material: ein einmaliges Archiv neuzeitlicher Wissenskultur mit negativem Vorzeichen.
Karl Mays “Winnetou” und der “Knigge” entkamen, wie Hitler, Stalin und Mussolini. Victor Hugos Glöckner von Notre Dame aber gehörte dazu. Werke von Kopernikus, Luther, Kant, Sartre und Zola auch.
Schriften von Kirchenvätern wie Thomas von Aquin und antike “Klassiker” von Aristoteles, Platon, Hippokrates und Ovid. Der “Index verbotener Bücher” (Index librorum prohibitorum) listet insgesamt 6000 Bücher auf. Bis zum Jahr 1966 galt: Wer eines dieser Werke las, konnte von der Kirche exkommuniziert werden.
Ein Müller aus dem italienischen Friaul des 16. Jahrhunderts hat eine gefährliche Leidenschaft: Domenico Scandella, genannt Menocchio, liest. Auf Märkten kauft er 20 Bücher, aus ihnen mixt er sich sein eigenes Welt- und Gottesbild zusammen. Er geht nicht länger von einer Schöpfung der Welt in sieben Tagen aus. Das Ganze, erzählt Menocchio den Bauern, die ihm ihr Korn zum Mahlen bringen, sei “irgendwie so wie mit den Würmern, die aus dem Käse heraus kriechen”. Gott sei nichts anderes als die Luft, und überhaupt könne man Gott gar nicht erkennen. Der Müller wird denunziert. Die Römische Inquisition, die überall ihre Spitzel hat, ermahnt ihn. Er soll nicht mehr lesen. Menocchio weigert sich. Ihm wird der Prozess gemacht, 1599 stirbt er auf dem Scheiterhaufen.
Der Tod des “Häretikers” führt hinein in das große Thema des “Index der verbotenen Bücher”, 1559 als Reaktion auf die Reformation und die medienpolitische Revolution des Buchdrucks gegründet, um den kirchlichen Kontrollanspruch über die Wissenskultur zu konservieren; ein Stoff, der bis heute Vorbehalte gegen die päpstlichen Glaubenswächter aktiviert.
Der schlichte Denker aus Friaul steht in einer Reihe mit dem scharfsinnigen Renaissance-Philosophen Giordano Bruno, der ein Jahr nach Menocchio den Flammentod erleidet, aber auch mit Galileo Galileo, der sich zum heliozentrischen System von Nikolaus Kopernikus bekannte und widerrufen musste, und mit rund 4000 Autoren, die bei der Indexkongregation, der “kleinen Schwester” der Furcht und Schrecken erregenden Inquisition, angeschwärzt wurden. Die Bandbreite reicht von Honore de Balzac über Heinrich Heine und Immanuel Kant bis Jean-Paul Sartre. Martin Luther, Ulrich Zwingli und Johannes Calvin fehlen ebenso wenig wie der “Benimm-Papst” Adolph von Knigge, Karl May und Harriet Beecher Stowe, die Autorin von “Onkel Toms Hütte”. Wer auf dem “Index librorum prohibitorum” landet, dem ist die Rechtgläubigkeit abgesprochen. Traf einen katholischen Theologen der Bannstrahl, dessen Karriere war am Ende. Die schwarze Liste gilt im kollektiven Gedächtnis als Katalog geistiger Verknechtung, als “Friedhof katholischen Geisteslebens” oder “Schädelstätte der Geistesgrößen”.
Dem ersten veröffentlichten Index von 1559 ist ein Dekret der Römischen Inquisition vorangestellt, das jedem die Exkommunikation androht, der eine indizierte Schrift ver-breitet oder aufbewahrt. Exkommunikation, Ausschluss von den Sakramenten bedeutete damals gesellschaftliche und politische Stigmatisierung. Laien war die Lektüre der Bibel in modernen Übersetzungen verboten, denn “es steht aus Erfahrung fest”, bestimmte das Trienter Konzil 1562, “dass, wenn man das Lesen der Heiligen Schrift in den Volks-sprachen jedermann erlaubt, daraus wegen der Verwegenheit der Menschen mehr Schaden als Nutzen entsteht”.
Faktisch konnten nur der Papst oder die Inquisition davon dispensieren, hat der katholische Münsteraner Kirchenhistoriker Hubert Wolf herausgefunden, der seit Mitte der Neunzigerjahre in den einschlägigen vatikanischen Archiven forscht. Wolf liefert sich für das ZDF an Ort und Stelle, in den Kellern der heutigen Glaubenskongregation, mit dem evangelischen Journalisten Wolf von Lojewski ein kluges, zugleich unterhaltsames Duell; der Zweiteiler “Der Index – Die schwarze Liste des Vatikan” ist eine Reise durch 500 Jahre europäische Kulturgeschichte.
Bis zur Öffnung der Römischen Inquisition und der Indexkongregation 1998 konnten Historiker meistens nur Opfergeschichten schreiben, jetzt rückten endlich auch die Täter ans Licht – die Richter, die Denunzianten, die Drahtzieher. Nicht wenige Autoren hatten nach Wolfs Recherchen ein Verfahren am Hals, ohne davon etwas mitbekommen zu haben. Es gelang der Kongregation, das Geheimnis einer – anonymen – Anzeige gegen den “Winnetou”-Verfasser Karl May zu wahren; es gab kein Verfahren gegen ihn. Wieder andere Autoren waren zwar faktisch in Rom nie denunziert worden, aber nicht selten konnte allein aus dem Gerücht einer Anzeige von Gegnern einer missliebigen Person politisches Kapital geschlagen werden.
Heinrich Heine stand bis 1966 auf der schwarzen Liste. Indizien sprechen dafür, dass er vom Wiener Staatskanzler Fürst Metternich in Rom angeschwärzt wurde. Der Dichter war als Anführer einer “Sekte, die ,Junges Deutschland’ genannt wird” vom Deutschen Bund geächtet worden; Aufstachelung zur Revolution warf man ihm vor. Und Metternich hatte nicht nur den Nuntius in Wien auf das “Junge Deutschland” hingewiesen, er ließ auch seinen Gesandten beim Heiligen Stuhl tätig werden. Indiziert wurden Heines Werke später aber wegen “Gottlosigkeiten” und moralisch bedenklichen Formulierungen, von Revolution war nicht mehr die Rede. Der Katholizismus, hatte er gespottet, sei eine gute Sommerreligion, “es lässt sich gut liegen auf den Bänken der alten Dome, man genießt die kühle Andacht, ein heiliges dolce far niente”. Den Beichtstuhl bezeichnete er als “Häuschen aus braunem Holz für die Notdurft des Gewissens”.
Nicht nur am Beispiel Heines zeigt sich, dass die Arbeit der Indexkongregation, ihrer Zensoren und Gutachter, differenziert gesehen werden muss. Hier lief nicht unbedingt eine gut geölte, aber seelenlose Verbotsmaschine. Giacinto Novaro, der Inquisitor von Perugia, verlangte 1853 die Verdammung von “Onkel Toms Hütte”, er deutete Harriet Beecher Stowes Plädoyer für die Sklavenbefreiung als versteckten Aufruf zur Revolution im Kirchenstaat und in ganz Europa. Doch der Zweitgutachter Antonio Fania da Rignano reagierte anders: Das Buch der protestantischen Autorin sei auch für Katholiken empfehlenswert. Papst Pius IX. schloss sich ihm an. Dieser Fall zeigt nach Hubert Wolf mit bemerkenswerter Klarheit, wie kontrovers in der Indexkongregation diskutiert werden konnte und dass der alte Satz “Wer in Rom angezeigt wird, ist schon so gut wie verurteilt” zumindest fragwürdig ist.
Knigges Buch “Über den Umgang mit Menschen” sollte als verdammenswertes Produkt der Aufklärung auf die schwarze Liste gesetzt werden. Dem Freiherrn gehe es nur um das weltliche Glück, das widerspreche der gesunden katholischen Moral, befand ein Zweitgutachter. Der erste hatte auf Freispruch plädiert. Nun musste die Index-kongregation entscheiden. Sie entschied, dass es nichts zu entscheiden gab, ihr Sekretär legte den Vorgang zu den Akten, ein formelles Zensurverfahren wurde erst gar nicht eröffnet. “Der Knigge findet sich daher auch nicht auf dem Index der verbotenen Bücher, ja bis heute wusste man nicht einmal, dass er in Rom denunziert worden war”, so Wolf.
In der Auseinandersetzung um das Verhalten von Pius XII. während der Nazi-Zeit und um die Frage, warum zwar Alfred Rosenbergs “Mythus des 20. Jahrhunderts” 1934 – fünf Monate nach der Ratifikation des Reichskonkordats – auf den Index kam, Adolf Hitlers “Mein Kampf” aber nicht, wagt auch Wolf noch kein definitives Urteil. Einen Fall Hitler hat es in der Inquisitionsbehörde tatsächlich gegeben. Von 1934 bis 1937 beschäftigte sie sich mit einer Liste aller zeitgenössischen Irrtümer, die feierlich verdammt werden sollten.
Dazu wurde der Rassismus gezählt, die entsprechenden 37 Verurteilungssätze stammen allesamt aus “Mein Kampf”. Veröffentlicht wurde die Liste nicht.
Über die Gründe wird gerätselt. Hat Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli, der spätere Papst Pius XII., aus politisch-taktischen Gründen die öffentliche Verdammung ver-hindert? Bei den entscheidenden Sitzungen war er gar nicht anwesend, was freilich eine indirekte Beeinflussung nicht ausschließt. Formal steht Pius XI. als derjenige fest, der die Anti-Rassismus-Erklärung am 4. Juni 1937 auf Eis legte.
Womöglich machte die katholische Staatsauffassung den römischen Glaubenswächtern einen Strich durch die Rechnung. Wolf neigt dieser These zu: Rosenberg, den Chef-ideologen einer weltanschaulichen Bewegung, die in klarem Widerspruch zum katholischen Glauben stand, konnte man jederzeit indizieren, die legale staatliche Obrigkeit, den “Führer” und Reichskanzler Hitler jedoch keineswegs. Heißt es doch im Römerbrief: “Jeder leiste den Trägern der staatlichen Gewalt den schuldigen Gehorsam. Denn es gibt keine staatliche Gewalt, die nicht von Gott stammt; jede ist von Gott eingesetzt.” Auch Mussolini, Lenin oder Stalin landeten nicht auf dem Index.
Vergeblich sucht man auf der schwarzen Liste Charles Darwin. Jedoch gerieten katholische “Darwinisten” ins Visier der Glaubenswächter. So der Amerikaner John Zahm, der um 1900 an der Universität Notre Dame in Indiana lehrte. Sein Buch “Evolution und Dogma” wurde verboten, die Indizierung, offenbar aus Rücksicht auf die politische Situation in den USA, nicht bekannt gemacht.
Nach 1945 traf der römische Bannstrahl vorwiegend progressive katholische Theologen, sieht man von der Indizierung der Schriften von Simone de Beauvoir, Jean-Paul Sartre und Andre Gide ab. Dennoch war es in der Zeit vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) nur ein einziger Bischof, der ausdrücklich die Abschaffung der Buchverbote forderte: Wilhelm Kempf aus Limburg.
Erst am 14. Juni 1966 verabschiedete sich der Vatikan formell von der schwarzen Liste: “Index nicht mehr bindendes Kirchenrecht”, titelte damals die WELT. Die Glaubens-kongregation versuchte, einen Ersatz-Index durchzusetzen: Dreimal jährlich sollten in allen Kirchenzeitungen die Titel “gefährlicher Bücher” aufgeführt werden. Zu diesem Zweck wurde eigens die Zeitschrift “Nuntius” gegründet. Die erste Ausgabe erschien 1967 – sie sollte die einzige bleiben.
Video:
Literatur:
Index: Der Vatikan und die verbotenen Bücher von Hubert Wolf
Gebundene Ausgabe: 303 Seiten
Verlag: C.H.Beck
ISBN: 978-3406543715
Quellen: PRAVDA TV/Wikipedia/WeltOnline/perlentaucher.de/chbeck.de vom 18.12.2014
Dank ihrer verzerrten Ukraine-Berichterstattung haben die Mainstreammedien das Vertrauen der Menschen verspielt. Allen voran die Tagesschau. Die Journalisten wollten einfach nicht glauben, dass ihnen niemand mehr glaubt. Jetzt räumen sie kleinlaut ein, dass 71 Prozent der Deutschen dazu gehören. Besserung geloben die Medien aber nicht.
Eilmeldung: Die Mainstreammedien geben endlich zu, dass sie seit Monaten im Clinch mit ihrem Publikum liegen. Dass es landauf, landab »Lügenpresse« heißt und ihnen immer weniger Menschen glauben können. Jetzt sprechen die Journalisten endlich über die »wachsende Kritik speziell zur Ukraine-Berichterstattung in den Medien«. Wie bitte, das hat jetzt niemand mitbekommen?
Nun, ihren Gang nach Canossa hat die ARDauch sehr gut versteckt. Gestern (17.12.2014) lief der Bericht des Medienmagazins ZAPP im Nachtprogramm des NDR, zwischen 23.30 Uhr und der Geisterstunde. Das Hauptprogramm der ARDhatte einfach keinen Platz mehr, weil dort gesellschaftlich Wichtigeres gezeigt wurde, eine Beziehungs-Schnulze.
Es geht hier ja nur um die ganz große Vertrauenskrise der Mainstreammedien, allen voran die Tagesschau. Die ARD beauftragte Anfang Dezember ihr quasi-hauseigenes Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap. Dort musste man ausloten, wie groß der Image-Schaden wirklich ist.
Die Ergebnisse sind erschütternd: Nur noch 29 Prozent der Deutschen haben großes oder sehr großes Vertrauen in die Medien. Das heißt, dass 71 Prozent nichts oder fast nichts mehr glauben können. 2012 waren immerhin noch 40 Prozent von der Glaubwürdigkeit der Medien überzeugt.
Der Grund für das Misstrauen ist ganz klar die unausgewogene Berichterstattung über die Ukraine, ihre Einseitigkeit, ihre fehlende Objektivität. Um es mit den Worten des ZAPP-Berichts zu sagen: »Die Zahlen sind alarmierend« oder »Medien am Pranger, seit Monaten«.
Um möglichen Schaden für ihre ARD-Nachrichtensendung abzuwenden, wurde ganz allgemein nach »Medien« gefragt. Jetzt erfahren die Zuschauer aber endlich, wie sehr ihre einst liebste Sendung um 20.15 Uhr im Kreuzfeuer der Kritik steht: »Tausende Zuschriften und Kommentare zur Ukraine-Berichterstattung. Eine Welle der Empörung.«
Der Chefredakteur der Tagesschau, Kai Gniffke, sitzt mit versteinerter Miene in seinem Fernsehstudio und sagt: »Das Ausmaß ist einfach so groß zu diesem Thema, wie wir es bisher noch nicht gehabt haben.« Natürlich sind auchSpiegel, Zeit, Stern, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung und die anderen Mainstreammedien in der Glaubwürdigkeitskrise. »Der Vorwurf geht an alle Medien: Ihre Berichte seien interessengeleitet, gesteuert, manipulativ.«
Hervorragende Schlagworte! Dann können wir endlich darüber reden, was an den Vorwürfen dran ist. Nein, tun wir nicht? Schade. In der gesamten Sendung wird darauf nicht wirklich eingegangen, die Ursachen nicht erklärt. Stattdessen beleuchtet der ZAPP-Beitrag, wer die Wutbürger sind, die so hart ins Gericht mit ihren Mainstreammedien gehen. Die »Empörungsbewegung« würde in viele Untergruppen verfallen, sagt Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen in der Sendung. Entsprechend kommen die primitivsten Leser-Kommentare aus dem Netz, die Journalisten als »Pentagon-Marionetten« beschimpfen oder meinen, dass Goebbels neidisch auf unsere Medienlandschaft wäre.
Damit spaltet ZAPP den Protest und zieht alle fundierten, gut durchdachten und berechtigten Einwände der Kommentatoren in den Schmutz. Als nächster Seitenhieb wird Soziologe Andreas Anton aufgefahren. Er ist überzeugt, dass »jeder sehr abweichende, sehr abwegige Theorien im Internet veröffentlichen kann«, die »dadurch […] einen gewissen Verbreitungsgrad finden«.
Können 71 Prozent der Deutschen Opfer von Verschwörungstheoretikern werden?
Aha, 71 Prozent der Deutschen sollen geistig einfach strukturiert und als Einfaltspinsel das Opfer von verrückten Verschwörungstheoretikern aus dem Netz sein. Was für ein schönes Kompliment an das Publikum! Im ZAPP-Beitrag wird ein einziger Fehler der Tagesschau zugegeben, ansonsten erscheint die Nachrichtensendung als ein Opfer der Verschwörungstheoretiker.
In Wahrheit gibt die Nachrichtensendung ihre Fehler aber weder freiwillig noch offen zu. Es ist immer dasselbe Spiel. Sie wird einer Lüge überführt, mauert möglichst lange, gibt es dann zähneknirschend zu und schiebt nach, dass man irgendwie doch Recht hatte. Ein Paradebeispiel: Am 15. November 2014 zeigte die Tagesschau Russlands Staatschef Wladimir Putin allein am Tisch sitzend beim G20-Gipfel und dichtete: »Einsam und verlassen«. Das war gelogen, trotzdem rechtfertigte sich Chefredakteur Gniffke damit, dass man sich als Journalist auch in Putin einfühlen müsse, der einsam sei. Dass die Hauptnachrichtensendung der Deutschen jetzt wie eine Frauenzeitschrift über das Weltgeschehen berichtet, diese Meinung hat Gniffke exklusiv.
Doch zurück zu den 71 Prozent der Deutschen. Die bestehen offenbar aus ehemaligen BürgerrechtlerInnen der DDR wie Katrin McClean. Kurzdiagnose: Bei McClean wurde der alte Ost-West-Reflex geweckt, der ihr im sowjetischen Satellitenstaat anerzogen war. Dann ist da der Literaturchef der Berliner Akademie der Künste, Ingo Schulze, der ganz im Sinne der 68er zum weltweiten Frieden aufruft. Es folgt Filmproduzent Matthias Drescher, der erkennt, dass Journalisten ihre Arbeit nicht richtig machen, und deshalb auf fragwürdigen pro-russischen Blogs surft (Tenor des ZAPP-Beitrags).
Zu guter Letzt kommt die bloggende Wirtschaftsstudentin Vanessa Edmeier zu Wort, die es schlimm findet, dass sie ein Troll aus Putins gesteuertem Online-Mob sein soll. Gut zu wissen, dass 71 Prozent der Deutschen BürgerrechtlerInnen, Literaturchefs, Filmproduzenten oder Blogger sind. Wahr ist wohl eher, dass diese Menschen einmal im Leben ins Fernsehen wollten, aber eben nicht den Kern der Mehrheit widerspiegeln.
Journalisten haben keine »Fehlerkultur«
Nach der trivialen Erkenntnis von Medienwissenschaftler Pörksen, dass Medien ihr Publikum nicht »verachten« sollten, kommen deutsche Top-Journalisten zu Wort, um über die Schuld der Medien zu sprechen: Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung,Ines Pohl von der tageszeitung (taz), natürlich Kai Gniffke von der Tagesschau und Bernd Ulrich von der Zeit. Sie sagen viel und meinen wenig.
Ein Highlight der Dreistigkeit setzt aber einmal mehr Gniffke: »Was ich feststelle, ist aber nicht eine erhöhte Fehleranfälligkeit bei den Medien, sondern – zum Teil gezielt, zum Teil unbewusst entstehend – eine Erosion von Vertrauen in Institutionen wie Medien, wie Politik, wie Europa.« Aber, aber, Herr Chefredakteur der Tagesschau,war das jetzt eine Verschwörungstheorie? Ändern wollen die Journalisten nichts. Sowohl Prantl als auch Gniffke sagen sinngemäß: »Weiter so!«.
Einen kleinen Lichtblick bietet die Chefredakteurin der taz,Ines Pohl: »Es ist ganz wichtig, eine Fehlerkultur zu entwickeln.« Das heißt aber, dass es bis jetzt diese Fehlerkultur unter deutschen Journalisten nicht gibt. Es gibt sie wirklich nicht, was wieder die Tagesschau beweist. Im Blog zur Sendung schreibt der zweite Chefredakteur, Christian Nitsche: Eine zu wohlwollende Berichterstattung über die Ukraine kann man doch auch nicht wollen. Das wäre ja noch viel schlimmer.
Wer hätte das gedacht?! Soetwas auch nur ansatzweise für möglich gehalten?!
Da kommen mir die Worte von Innenminister Maas in den Sinn, die ich gestern hörte:
“armselig, peinlich, erbärmlich”.
Ach nee, da ging`s ja um Pegida, andere Baustelle…
“Das Sturmgewehr G36 ist die Standardwaffe der deutschen Soldaten. Rund 176.000 Exemplare hat die Bundeswehr seit 1996 von der Herstellerfirma Heckler & Koch bezogen. Seit Anfang 2012 allerdings steht das Gewehr in der Kritik: Es steht die Frage im Raum, ob die Waffe noch hinreichend präzise trifft, wenn sie heiß geschossen ist.
Das Verteidigungsministerium hat entsprechende Untersuchungsergebnisse stets zurückgewiesen. Nun steht der Verdacht im Raum, dass die Beamten im Bendlerblock noch mehr getan haben: Sie sollen rechtswidrig Einfluss auf den Prüfbericht einer untergeordneten Dienststelle genommen haben, in dem die Funktionsfähigkeit des G36 abermals angezweifelt wird.
Es geht um schwerwiegende Manipulationsvorwürfe. In einer Sitzung des Verteidigungsausschusses des Bundestags Anfang Dezember hatte der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus (FDP) den Parlamentariern von der Beschwerde eines Prüfers der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) in Meppen berichtet. Inhalt der Eingabe: Der Mann fühlte sich vonseiten des Ministeriums unter Druck gesetzt, einen Bericht über die mangelhafte Treffgenauigkeit des Sturmgewehrs zu schönen. Demnach sollte er kritische Passagen streichen und relativierende Schlussfolgerungen einfügen.
Das Ministerium wehrt sich gegen den Vorwurf der Einflussnahme. Es habe lediglich “Abstimmungsprozesse” gegeben, schreibt Staatssekretär Markus Grübel (CDU) in einer der “Welt” vorliegenden, vertraulichen Stellungnahme für den Verteidigungsausschuss, “wie sie bei der Erstellung eines solchen Berichts üblich und selbstverständlich sind. Hierin liegt keine unzulässige Einflussnahme oder auch nur der dahin gehende Versuch.”
Tatsächlich hatte der zuständige WTD-Prüfer die Wünsche des Ministeriums als “sinnentstellende Änderungen” couragiert abgelehnt. Die Regierungsfraktionen wollen die Sache deshalb auf sich beruhen lassen. Das Vorgehen des Ministeriums sei “unglücklich” gewesen, sagte der Obmann der SPD im Verteidigungsausschuss, Rainer Arnold, der “Welt”. “Der Versuch, in den Bericht hineinzuredigieren, war sicherlich nicht vertrauensfördernd.”
“Es ist gut, dass das Ministerium seine Verweigerungshaltung aufgegeben und dem Parlament zumindest einen Teil der Akten vorgelegt hat. Von der neuen Fehlerkultur, die von der Leyen versprochen hat, fehlt aber jedoch nach wie vor jede Spur”, sagte die grüne Verteidigungsexpertin Agnieszka Brugger der “Welt”.
“Das Ministerium verharmlost die Vertuschungsmanöver weiterhin als angeblich ganz normalen Vorgang, statt Fehler anzuerkennen.”
Von der Leyen sollte sich an ihre eigenen Worte erinnern “und Probleme offen benennen, statt sie einfach vom Tisch zu wischen”. Derzeit jedenfalls gelte: Nicht die CDU-Politikerin habe die Unsitte der Schönrednerei in ihrem Hause abgestellt,
“sondern die Verteidigungsministerin hat sich dieser Kultur offensichtlich völlig angepasst”.
ein passender Kommentar:
“Die Politik belügt das Volk. Die Politk regiert am Volk vorbei. Die Politik verschließt untätig die Augen vor der Realität. Die Politik wundert sich dass das Volk das so nicht mehr hinnehmen will. Es wird Zeit dass sich etwas ändert in diesem Land. Es wird Zeit das persönliche Fehlverhalten auch persönliche Konsequenzen haben. Es wird Zeit dass das Volk dieses auch zum Ausdruck bringt. Pegida ist erst der Anfang.”
Förderale Republik freies Deutschland - RfD (kurz: Deutsche Förderation): JA | U.S.A.-, ISRAEL- Vertragskolonie und BRD- operative Holdingfirmenverwaltung (BUND): NEIN
Wer sich nicht mit Politik befasst, hat die politische Parteinahme, die er sich sparen möchte, bereits vollzogen: Er dient der herrschenden Partei. (Max Frisch )