Geschichtsbücher werden bekanntlich immer vom Sieger geschrieben. Das neueste Interview der Reihe „Auf der Spur unserer Geschichte“ von ExtremNews wirft allerdings die Frage auf, ob der Krieg überhaupt schon zu Ende ist oder im Geheimen und dennoch offenkundig weitergeführt wird. Gemeint ist in diesem Fall der Zweite Weltkrieg. Interviewgast ist diesmal der führende russische UFO- und Pyramidenforscher Valery Uvarov. Seine unter anderem auf Geheimberichte des Deutschen Ahnenerbes gestützten Aussagen zu Errungenschaften und Erkenntnissen deutscher Expeditionen ergeben ein gänzlich anderes Bild als das allgemein durch Schule und Medien vermittelte.
Im Vergleich zu vielen anderen Ländern will die Bundesregierung keine Einsicht in die UFO-Akten genehmigen. Offiziell soll es diese gar nicht geben, obwohl der Wissenscaftliche Dienst des Bundestages in dessen Auftrag eine Studie durchführte. Diese Ergebnisse und Fakten gehören an die Öffentlichkeit, so Frank Reitemeyer, welcher gegen den Bundestag einen Prozess anstrebte und auf Einsicht in die Akten klagte.
Gerade als man dachte, die Geschichte über die Ukraine und ihre nun praktisch nicht mehr vorhandenen Goldreserven könnte nicht noch verrückter werden, trat genau dies ein. Vor etwa sechs Wochen hatte die ukrainische Zentralbankchefin Waleriya Gontarewa zur besten Sendezeit im ukrainischen Fernsehen erklärt, die gesamten Goldreserven des Landes seien praktisch verschwunden. Von den noch etwa 42,3 t Gold im Februar seien nur noch geringe Mengen – etwa ein Prozent – in den Tresoren vorhanden.
Diese Tatsache hätte für sich genommen schon ausgereicht, um zu verstehen, warum nur wenige Tage später die Niederlande die Welt mit der Ankündigung überraschten, man habe insgeheim 122 Tonnen Gold aus den Tresoren der New Yorker Niederlassung der amerikanischen NotenbankFederal Reserve(Fed) zurückgeholt.
Aber auch wenn damit die ganze Angelegenheit eigentlich erledigt gewesen wäre, obwohl noch eine staatsanwaltschaftliche Untersuchung lief, mit der geklärt werden sollte, ob sich die Zentralbankchefin des Macht- und Amtsmissbrauchs schuldig gemacht hatte, als sie »absichtlich extrem ungünstige Transaktionen im Hinblick auf die Gold- und Devisenreserven der Ukraine vorgenommen [habe], obwohl die Zentralbank nach der Verfassung der Ukraine die Verpflichtung hat, die Goldreserven des Landes zu erhalten«,wäre dies alles als eine der bizarrsten und unwirklichsten Geschichten des Jahres 2014 in die Annalen eingegangen. Aber es ging noch weiter und wurde noch bizarrer und unwirklicher.
Wie Bloomberg berichtet, wurden in der Ukraine Ermittlungen eingeleitet, nachdem sich herausgestellt hatte, dass es sich bei verschiedenen Goldbarren in den Tresoren der Zentralbank in der südukrainischen Stadt Odessa in Wirklichkeit um angemalte Bleiziegel handelte. »Der Vorstand der Niederlassung der [ukrainischen] Zentralbank in Odessa forderte uns auf, wegen Betrug seitens einiger ihrer Mitarbeiter zu ermitteln«, erklärte Wolodymyr Schablienko, Chef der Presseabteilung der Polizei in Odessa gestern am Telefon. »Wir werden in dieser Sache nun kriminaltechnisch ermitteln.«
Wie Bloomberg schreibt, habe ein Mitarbeiter der Zentralbank im Zusammenhang mit diesem jüngsten Goldbetrug goldfarbene Bleiziegel in den gesicherten Lagerraum eingeschleust und sie dort als Goldbarren registrieren lassen, wie die Zeitung Vesti heute unter Berufung auf eine anonyme Quelle mit Insiderwissen aus Kreisen der Polizei in Odessa berichtete. Nach weiteren Informationen von Russia Today (RT) wurde die Zentralbank betrügerischerweise dann dazu gebracht, die »Goldbarren« zu kaufen. Ja, Sie haben richtig gelesen: Blei, noch nicht einmal Wolfram.
RT schreibt weiter, die ukrainische Zentralbank NBU habe den Diebstahl einiger Kilogramm Gold in der Region Odessa bestätigt. Der an dem Betrug beteiligte Kassenbeamte sei auf die Krim geflohen, berichtete Vesti. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen begannen erst am 18. November, obwohl der Betrug vermutlich schon im August und Oktober stattfand. Damals verfügte die Ukraine offenbar also noch über einige Goldreserven. Jetzt hat sie zwar kein Gold mehr, aber zumindest einige sehr kostspielige Bleiziegel.
Aus den vorläufigen Ermittlungen zeichnet sich ab, dass die Bande einen Insider in der Zentralbank sitzen hatte, der die notwendigen Unterlagen fälschte, die den Ankauf der gefälschten Goldbarren ermöglichten. Zudem stellte sich heraus, dass die Zugangskontrollen zur Zentralbank nicht regelmäßig oder sorgfältig erfolgten. Insgesamt fehlen etwa elf Kilogramm Gold mit einem Wert von etwa 420 000 Dollar.
Natürlich kann man sich über die Dummheit einer Zentralbank lustig machen, der man goldfarbene Bleiziegel andrehen kann, wirklich überraschend ist aber die Erklärung des ersten stellvertretenden Zentralbankchefs Oleksander Pysaruk, die Zentralbank habe »die grundsätzliche Entscheidung getroffen, kein Gold aus der Bevölkerung mehr anzukaufen. Wir haben entsprechende interne Regelungen getroffen und auch unsere Verfahren geändert«.
Mit anderen Worten hätte die ukrainische Zentralbank bis Dezember alle goldfarbenen Bleiziegel oder Wolframbarren ohne wirkliche Überprüfung von ukrainischen Bürgern angekauft, oder noch drastischer gesagt hätte sie ihre vorhandenen Goldreserven, d.h. Gold (über das sie gar nicht mehr verfügt, nachdem sie den Großteil davon in Dollar konvertiert hat) gegen Blei getauscht.
Aber es gibt in dieser Angelegenheit auch noch einen Silberstreif am Horizont: Wer auch immer nun einenerheblichen Anteil an den Goldreserven der Ukraine erwirbt, ist damit vielleicht zugleich stolzer Besitzer einiger Hundert Kilogramm goldfarbenen Bleis.
Dieser ganze Vorgang entzieht sich eigentlich dem Verständnis, und das genau ist vielleicht der entscheidende Punkt. Für die Bevölkerung ist es vielleicht leichter zu ertragen, über die Dummheit ihrer Zentralbanker zu lachen, als sich der Erkenntnis zu stellen, dass diese Leute in krimineller Weise die Goldreserven der Ukraine an unbekannte Käufer für eine Handvoll Dollar verkauften (oder schlimmer noch, sie für politische Gefälligkeiten den derzeitigen dummdreisten Machthabern im amerikanischen Außenministerium in die Hand gaben).
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In seinem Hauptstadtbrief warnt der Berliner Sozialdemokrat vor anti-demokratischen Entwicklungen in Deutschland: „Wer sagt wie es ist, sieht sich Repressalien ausgesetzt.“
(MEDRUM) In Dresden versammelten sich 15.000 Menschen zur Demonstration. Jakob Augstein nennt sie Idioten oder Rassisten (MEDRUM berichtete). Der Bamberger Bischof Schick bezeichnet ihren Protest als „unchristlich“. Gleichzeitig fragt Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister von Neukölln, in seinem neuesten Hauptstadtbrief: „Auf welchem Weg sind wir?“ Seine Antworten sind nicht gerade beruhigend.
Die andere Gesellschaft
Sind die Proteste, die in einigen Städten Deutschlands unter Überschrift „gegen Islamisierung“ stattfinden, verständlich? Müssen die Protestler ernst genommen oder sollten sie ignoriert, vielleicht auch isoliert werden? Darauf geben Vertreter der Politik und Medien unterschiedliche Antworten. Der Berliner SPD-Politiker Heinz Buschkowsky befasst sich in seinem neuesten Hauptstadtbrief zwar nicht mit den aktuellen Protesten, er gibt aber eine indirekte Antwort auf solche Fragen. Denn er schreibt über Entwicklungen, wie sie an einigen Brennpunkten in Deutschland anzutreffen sind. Exemplarisch habe er zusammengetragen und niedergeschrieben, „was sich da tagtäglich abspielt in einem Stadtteil von Großstadtausmaß mit 320.000 Menschen, von denen 140.000 aus allen Himmelsrichtungen zusammengeweht wurden“. Festgehalten hat Buschkowsky das, was sich da „abspielt“ in seinem Buch „Die andere Gesellschaft“.
Gegensätze zur westlichen Demokratie
Einen seiner wesentlichen Eindrücke beschreibt Buschkowsky mit den Worten: „Wenn ich heute aus dem Fenster sehe im Rathaus Neukölln, dann dominiert bei den Passantinnen unten auf Donau- und Karl-Marx-Straße eindeutig klassisch traditionell muslimische Kleidung, sprich: Verschleierung.“ Der SPD-Politiker schließt dann die Frage an: „Und da frage ich mich: Auf welchem Weg sind wir?“ Buschkowsky kann darauf zurzeit offenbar keine beruhigende Antwort geben. Denn er hat eine eher beängstigende Erfahrung gemacht, wie Migranten untereinander und mit Andersdenkenden umgehen. „Wer sagt, wie es ist, sieht sich Repressalien ausgesetzt.“ Deswegen finde sich an vielen Stellen seines Buches der Hinweis „Name geändert“. Es gebe eine Spirale des Schweigens, um nicht angefeindet zu werden. Buschkowsky diagnostiziert eine „schleichende Landnahme“ und veranschaulicht dies am Beispiel einer Schulklasse:
„Wenn etwa eine Klasse mit drei muslimischen Mädchen eine Klassenreise macht, dann muss mittlerweile eine Person mitfahren, um sie auf der Reise muslimisch zu betreuen. Nun haben wir ja bei uns Klassen mit 95 Prozent Muslimen und vielleicht drei katholische Mädchen. Käme jemand auf die Idee, ein Pastor müsse mitfahren, um die drei Mädchen unterwegs katholisch zu betreuen? Nein.“
Nach Buschkowskys Ansicht geht es keineswegs um Kleinigkeiten, denn die Rede sei von der „Existenz einer Parallelgesellschaft und vom Versuch einer allmählichen Landnahme des Fundamentalismus mit dem Ziel, eine andere Gesellschaftsordnung zu schaffen als die, die wir westliche Demokratie nennen“.
Freiheit des Diskurses oder Diktat, was man meinen darf?
Der Versuch, diesen SPD-Politiker, der sich mit seiner Darstellung tatsächlicher Verhältnisse gegen die Schaffung einer undemokratischen Gesellschaftsordnung ausspricht, in eine rechte oder gar Neonazi-Ecke zu stellen, wäre alles andere als logisch oder gerechtfertigt, ein solcher Versuch wäre grotesk. Wer das, was Buschkowsky feststellt, nicht akzeptieren will, darf der Diskussion mit ihm nicht ausweichen und muss sich mit seinen Argumenten befassen. Das ist der Weg, der für eine freiheitliche Demokratie adäquat ist, nicht aber, wie Broder in seinem jüngsten Artikel „Ein Festivsal des Wahnsinns“ in der Zeitung DIE WELT schreibt, eine Haltung, nach der auf der einen Seite „die Politik verordnet, was man hierzulande meinen darf“, und auf der anderen das „angeblich dumme Volk“ steht.
Die Bräuche um die Stille Zeit – Weihnachten – Jul
JUL ist ein Fest des Lichtes, der Freude und der Hoffnung – es bildet den Höhepunkt der dunklen Zeit, und in dieser längsten Nacht des Jahres erfüllt sich das Versprechen der Wiedergeburt.
Die Umwelt erscheint leblos, Wasser ist zu Eis gefroren, Schnee bedeckt die Landschaft, die Bäume sind kahl. Doch in dieser Nacht steig das Licht wieder auf und alles wird Wwedergeboren. Die Nächte werden kürzer und was tot und regungslos erscheint wird wieder erwachen.
Das Julfest vereinigt Sonnen- , Toten- und Fruchtbarkeitsriten und symbolische Handlungen zur Neuaktivierung menschlicher und natürlicher Kräfte.
Die ursprüngliche Bedeutung hat nichts mit dem Geburtstag Herrn Christus in Betlehem zutun, sondern geht zurück auf den archaischen Sonnenkult der Urvölker.
Bereits Jahrhunderte vor der Ausbreitung des Christentums war das Weihnachtsfest in allen indogermanischen Regionen und auch anderorts verbreitet. Die Griechen feierten die Geburt des Lichtgottes „Soter“, die Phrygier nannten ihren Sonnengott „Artis“, die Sryrer „Thamuz“, und die Iraner feierten wie die alten Römer die Ankunft ihres Licht– und Sonnengottes „Mithras“. Die Römer drückten mit ihrem „Sol invictus“, was „unbesiegter Sonnengott“ bedeutet, besonders eindruckvoll ihre Ehrerbietung für das Starke und Kräftige aus. Bei den Germanen und Kelten war dieses Fest unter den Namen „Jul“ bzw. „Yule“ bekannt, wobei konkret hier in Mitteleuropa der Begriff „Wintersonnenwende“ gebräuchlich war.
Für die Nordgermanen hatte die Wiederkehr des Lichts jedoch eine ganz andere eindringlichere Bedeutung als für Mitteleuropäer. Bereits mit Samhain, der Nacht der Toten beginnt zu Ende Oktober die Dunkle Zeit des Jahres. Bedingt durch das raue, harte Klima und die strengen Winter bedeutete das Ende des Winters nichts anderes als das Überleben der Menschen im hohen Norden zu sichern. Denn die Vorräte gingen langsam zu Ende und ohne Sonnenlicht, lag der Ackerbau und Viehzucht, also die Lebensgrundlage der Nordmänner brach. Der bekannteste römische Geschichtsschreiber Tacitus berichtete im ersten Jahrhundert nach der Zeitenwende, dass die Germanen die Weihnachtszeit für ein großes Festmahl mit allerlei Spielen nutzen. Der griechische Geschichtsschreiber Prokop berichtete dazu, dass im 6.Jahrhundert die Nordleute zu dieser Zeit Boten auf die höchsten Berge schickten, um nach der wiederkehrenden Sonne Ausschau zu halten. Am 21.Dezember hat die Nacht den Höhepunkt des Jahres erreicht, denn ab jetzt nimmt das Sonnenlicht wieder zu. Die Wiederkehr der Sonne wurde dann mit Julfeuern und brennenden Räder gefeiert, von denen letztere ins Tal gerollt wurden.
Das heidnische Jahr, dass sich an Mond und Sonne orientierte hat jeweils 4 Hoch– und 4 Jahresfeste, wobei zwei davon immer, im Abstand von ungefähr einem halben Jahr zusammengehören. So entspricht die Wintersonnenwende, die bedingt durch den Stand der Gestirne traditionell auf den 21.Dezember fällt, der Sommersonnenwende am 21.Juni. Auch ist hier schon in der heidnischem Monatsbezeichnung „Julmond“ für Dezember, die immense Bedeutung des Lichtfestes für den germanischen Menschen erkennbar.
Der Begriff „Weihnachten“ weist in dieser From bereits auf seine Mehrzahl hin und besitzt Assoziationen zum altdeutschen Begriff „wjh“, was „heilig“ bedeutet. Daher erfolgte auch die Ableitung zur „Heiligen Nacht“. Weihnachten umfasst einen Zeitraum von genau 11 Tagen und 12 Nächten. Diese „Stille Zeit“ liegt zwischen dem alten Mondjahr und dem neuen Sonnenjahr. Erklären läßt sich das astronomisch folgendermaßen: ca. 365 mal dreht sich die Erde um ihre eigene Achse, während sie die Sonne umkreist. Auch der Mond dreht sich um sich selbst, jedoch rascher als unser Heimatplanet. So braucht der Mond exakt 29,5 Tage für seine Umkreisung der Erde. Nun ergibt sich rein rechnerisch ein Unterschied zwischen Mond- und Sonnenjahr. Denn 12mal 29,5 Tage ergeben 354 Tage anstatt 365. Deshalb wird die Zeit zwischen 21.Dezember und 1.Januar weder zum alten noch zum neuen Jahr hinzugerechnet, sondern stellt eine Art Zwischenstadium da. In dieser „Toten Zeit“ soll die Arbeit ruhen, die Menschen sich besinnen und im Kreise der Familie und Sippe die Wiederkehr des Lichts feiern.
Diese „Zwölften“ wurden auch die Rauhnächte genannt, in denen sich z.B. die Mythen und Märchen der „Frau Holle“ und „die wilde Jagd Wotan – Odins“ abspielen. Aus dieser „Frau Holle“ wurde mit der Zeit die Totengöttin „Hel“, „Hella“ bzw. „Percht“, da Kälte und Winter mit dem Tod in Verbindung gebracht wurden. Wobei diese Verbindung nicht nur eine negative Seite hatte sondern auch eine äußerst positive, da so der Weg frei für neues Leben wurde. Hel ist somit nicht nur Toten– sondern auch Schutzgöttin, doch woran wir bei ihr sind, bleibt uns verborgen, verhehlt.
Das Märchen „Frau Holle“ von den Gebrüdern Grimm handelt von den Personen Goldmarie und Pechmarie. Die fleißige Spinnerin Goldmarie wird für ihre Taten belohnt, wobei im Gegenzug Pechmarie für ihre bequeme und oberflächliche Wesensart bestraft wird. Ab dem 10. Jahrhundert wurde dann das Wort „Hel“ zu einer synonymen Bezeichnung für die Unterwelt, wobei dieser Begriff nicht negativ missverstanden werden darf. Erst die Kirche deutete diese Welt zum Qualort um und formte daraus die grausame Hölle für die „Sünder“. Durch das massive Kirchengeläut zu dieser Jahreszeit sollten die „bösen heidnischen Geister“ vertrieben werden. Im Gegenzug kann jeder klar erkennen, dass die Opfergaben unserer Vorfahren in Form von Äpfel, Nüsse und Honig wohl kaum geeignet gewesen wären zur Dämonenaustreibung.
Bei der wilden Jagd reitet der einäugige Sturm– und Kriegsgott des Göttergeschlechts der Asen auf seinen weißen achtfüßigen Schlachtross Sleipnir durch die Lüfte auf der Jagd nach dem Wild, vorzugsweise einem Eber. Begleitet wird er hierbei von seinen Raben Mugin und Munin („der Gedanke und die Erinnerung“) und seinen beiden Wölfen Geri und Freki („der Gierige und der Gefräßige“). Auf dieser ewigen Jagd, die sich jedes Jahr wiederholt, benutzt er vorzugsweise seinen Speer Gungnir, der niemals sein Ziel verfehlt und wird sowohl von den gefallenen Krieger die in Walhalla residieren begleitet, genannt die Einherier, als auch von einigen wenigen auserwählten sterblichen Helden. Odins Wilde Jagd besitzt äußert vielseitige Züge auf die hier leider aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit und Lesbarkeit nicht ausführlicher eingegangen werden kann. Generell ist die Jagd jedoch als ein Sinnbild für die Toten– und Ahnenverehrung zu verstehen, die aber selbstverständlich auch den Fruchtbarkeitskult in Form von Streben nach Wachstum miteinschließt. Ebenfalls wurde zur Feier des Anlasses ein eignes Julbier für diese Jahrzeit hergestellt sowie mit reichlich Kerzen– und Lichterschmuck, Symbolgebäck, warmen Met und einem Festtagsschmaus (z.B. „Julgalt“ (Weihnachtseber) und „Jultupp“ (Weihnachtshahn) die Rückkehr der Sonne herbeigesehnt.
Nicht zu vergessen ist natürlich auch der obligatorische Weihnachtsbaum. Unsere Vorfahren hatten sei jeher große Bewunderung für die einzigartige Baum– und Pflanzenwelt. So wurden in heiligen Hainen Feiern abgehalten, dem Donner– und Fruchtbarkeitsgott Thor die Eiche geweiht und die großen Versammlungen – Things genannt – unter einem großen Baum abgehalten. Auch in der nordischen Mythologie stellt der Baum als wunderbares Sinnbild für die Einzigartigkeit der Natur den Beginn des Menschengeschlechtes dar. Besondere Bedeutung fällt hier auch der Esche zu, denn der germanische Weltenbaum Yggdrasil stellt die Basis der nordischen Kosmologie da. Somit war es eigentlich nur logisch, auch zu solch einen bedeutenden Fest wie Jul, den Baumkult beizubehalten. Auch der Lichterkranz (bzw. Adventkranz) ist in seiner ursprünglichen Form ein heidnischer Kultgegenstand. Er ist in seiner Funktion vergleichbar mit einem Grabkranz und diente somit ebenfalls der Toten– und Ahnenverehrung. Auch die Vorgehensweise war eine andere: Heute wird am 1.Advent eine Kerze angezündet und dies gesteigert bis zum 4.Advent, wo dann alle vier Kerzen brennen. Früher war es jedoch genau anders herum: Es wurde mit 4 Kerzen begonnen und mit zunehmender Abnahme des Lichts erlosch jeweils eine weitere Kerze, um so die zunehmende Macht der Dunkelheit passend untermalen zu können, bevor dann an Jul, die Wiederkehr des Lichts in allen möglichen Formen gefeiert werden konnte.
Zurück zu der Beziehung zum Christentum: Wie kam es dann eigentlich dazu, dass heute Weihnachten für ein christliches Fest gehalten wird? Ganz einfach: Die hohen Würdenträger der Kirche machten sich Gedanken, wie man die ungläubigen Heiden doch am besten zum Christentum hin bekehren könne. Da kam ihnen die Wintersonnwendfeier, welche ja im ganzen Abendland verbreitet war, gerade recht. Entstehungsgeschichtlich wurde dann zum ersten mal im Jahre 325 Weihnachten im christlichen Festverzeichnis erwähnt. Papst Julius, welcher in den Jahren 337 bis 354 die Macht inne hat, legte den Geburtstag des Zimmermanns dann willkürlich auf den 25. Dezember. Willkürlich deshalb, da in den ältesten Urkunden der Christenheit, ganz andere Monate bzw. Tage in Erwähnung gezogen wurden. Also wieso nicht gleich „zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, dachte sich dann wohl auch die Kirche…
Viele der obigen Mythen, Bräuchen und Geschichten sind nicht immer leicht zu verstehen. Um hier mit einem Zitat von Björn Ulbrich aus „Die geweihten Nächte“ zu schließen: «Wie nähern uns ehrfürchtig in Bildern von magischer, übersinnlicher Faszination. Übersinnlich bedeutet: mit den Sinn nicht vollständig zu erfassen. Das heißt nicht „übernatürlich“, denn es gibt nichts außerhalb der Natur. Die Natur ist allumfassend, ewig, göttlich.»
Quellen:
– Björn Ulbrich, Holger Gerwin, aus „Die Geweihten Nächte“
Weitere Begrifflichkeiten:
JULFRIEDEN – eine Verhaltensbotschaft, die besagt, dass zu Jul die Arbeit zu ruhen hat, kein Thing abgehalten werden darf, keine Spindel sich drehen darf, das Herdfeuer wird gelöscht, bis es am gemeinsamen JULFEUER wiederentfacht wird und der Hausherr den JULBLOCK mit nach Hause nimmt, um dort das Feuer bis zur nächsten Wintersonnenwende zu bewahren
JULSCHMAUS – ein altgermanisches Opferfest, bei dem die ganze Sippe zusammen speist, und den Sippenfrieden bestätigt, meist kommt ein JULGLAT (Eber) oder JULTUPP (Hahn) auf den Tisch, der Julschmaus ist ausserdem ein mittelpunkt des Gedenkens an die Ahnen, Verstorbenen wird ein Platz am Tisch freigehalten und auch ein Bett. Vom kultischen Julschmaus, dem JULBLOT weihte man ihnen einen Teil, zum Julessen gehörte natürlich auch das JULBIER (Met), desweiteren ist mit dem Julgelage die Sitte der JULGRÜTZE und der Brauch verbunden, den Tieren die letzte garbe zu verfüttern, und frisches stroh am boden und auf den nachtlagern zu verteilen, verbunden mit der Bitte um Wachstum (Ahnen- und Fruchtbarkeitskult)
JULTISCH – dieser wird mit Speisen und Getränken während der gesamten Festzeit aufgestellt, allerdings für die Verstorbenen Ahnen und darf von sonst keinem angerührt werden
JULKRANZ (Lichterkranz) – vor mehr als 2000 Jahren gab es bereits die Feueropferung von Eichenkränzen. Eichenlaub oder auch das Laub des Lebensbaumes eines Verstorbenen folgen durch die Verbrennung dem gleichen Weg den der Verstorbene gegangen ist, gleichzeitig ist der Eichenkranz ein Symbol für das alte Jahr. Durch seine Verbrennung sollte das Gewesene verschwinden und Platz für das Neue geschaffen werden, um so das Ewige zu bewahren. Da dies meist öffentlich am Julfeuer stattfand, war dies auch die Zeit der Gelübde, Schwüre und Bekenntnisse (Vorsätze für das neue Jahr). Der Kranz ist in seinen Windungen ein Sinnbild für den Zyklus von Leben und Tod, betreffend uns Menschen aber auch die Sonne..
Die Kreisform steht für das Zusammenfallen von Anfang und Ende des Jahres, für Niedergang und Erneuerung, für das Zyklische der Natur, den Übergang. Die grüne Farbe (immergrün der Tannenzweige) bezeichnet Fruchtbarkeit und das Leben in Bezug auf den erhofften Frühling. Die Kerzen und deren Anzahl, stehen für die vier Wochen des Julmondes (Dezember), sowie die vier Jahreszeiten und dadurch den immer wiederkehrenden Jahresrythmus, desweiteren stehen die Kerzen für die vier Elemente (Erde, Wasser, Luft, Feuer) und die vier Himmelsrichtungen.
Das Feuer der Kerze steht für das Sonnenlicht, welches zuerst spärlicher wird und dann in neuem Glanz erstrahlt.
Nach alter Sitte werden zu Beginn der Julzeit alle vier Kerzen angesteckt, dann nur noch drei, zwei und schliesslich eine, als Symbol für die abnehmende Kraft der Sonne, erst am Tag der Wintersonnenwende werden alle vier Kerzen wieder entzündet.
Wie zu keiner anderen Jahreszeit, verändert Weihnachten die Stimmung und das Verhalten der Menschen. Heute jedoch, nicht unbedingt positiv. Dem Rausch des Konsums und der Alltagshektik erlegen, vergessen immer mehr, die wahre Bedeutung der Bräuche um die Weihnachtszeit. Eines gleich vorweg: Die ursprüngliche Bedeutung hat nichts mit dem Geburtstag eines ominösen Herrn Christus in Betlehem zutun, sondern geht zurück auf den archaischen Sonnenkult der Urvölker.
Bereits Jahrhunderte vor der Ausbreitung des Christentums war das Weihnachtsfest in allen indogermanischen Regionen und auch anderorts verbreitet. Die Griechen feierten die Geburt des Lichtgottes „Soter“, die Phrygier nannten ihren Sonnengott „Artis“, die Sryrer „Thamuz“, und die Iraner feierten wie die alten Römer die Ankunft ihres Licht– und Sonnengottes „Mithras“. Die Römer drückten mit ihrem „Sol invictus“, was „unbesiegter Sonnengott“ bedeutet, besonders eindruckvoll ihre Ehrerbietung für das Starke und Kräftige aus. Bei unseren direkten Vorfahren, den Germanen und Kelten war dieses Fest unter den Namen „Jul“ bzw. „Yule“ bekannt, wobei konkret hier in Mitteleuropa der Begriff „Wintersonnenwende“ gebräuchlich war.
Für die Nordgermanen hatte die Wiederkehr des Lichts jedoch eine ganz andere eindringlichere Bedeutung als für uns Mitteleuropäer. Bereits mit Samhain, der Nacht der Toten beginnt zu Ende Oktober die Dunkle Zeit des Jahres. Bedingt durch das raue, harte Klima und die strengen Winter bedeutete das Ende des Winters nichts anderes als das Überleben der Menschen im hohen Norden zu sichern. Denn die Vorräte gingen langsam zu Ende und ohne Sonnenlicht, lag der Ackerbau und Viehzucht, also die Lebensgrundlage der Nordmänner brach. Der bekannteste römische Geschichtsschreiber Tacitus berichtete im ersten Jahrhundert nach der Zeitenwende, dass die Germanen die Weihnachtszeit für ein großes Festmahl mit allerlei Spielen nutzen. Der griechische Geschichtsschreiber Prokop berichtete dazu, dass im 6.Jahrhundert die Nordleute zu dieser Zeit Boten auf die höchsten Berge schickten, um nach der wiederkehrenden Sonne Ausschau zu halten. Am 21.Dezember hat die Nacht den Höhepunkt des Jahres erreicht, denn ab jetzt nimmt das Sonnenlicht wieder zu. Die Wiederkehr der Sonne wurde dann mit Julfeuern und brennenden Räder gefeiert, von denen letztere ins Tal gerollt wurden.
Das heidnische Jahr, dass sich an Mond und Sonne orientierte hat jeweils 4 Hoch– und 4 Jahresfeste, wobei zwei davon immer, im Abstand von ungefähr einem halben Jahr zusammengehören. So entspricht die Wintersonnenwende, die bedingt durch den Stand der Gestirne traditionell auf den 21.Dezember fällt, der Sommersonnenwende am 21.Juni. Auch ist hier schon in der heidnischem Monatsbezeichnung „Julmond“ für Dezember, die immense Bedeutung des Lichtfestes für den germanischen Menschen erkennbar.
Der Begriff „Weihnachten“ weist in dieser From bereits auf seine Mehrzahl hin und besitzt Assoziationen zum altdeutschen Begriff „wjh“, was „heilig“ bedeutet. Daher erfolgte auch die Ableitung zur „Heiligen Nacht“. Weihnachten umfasst einen Zeitraum von genau 11 Tagen und 12 Nächten. Diese „Stille Zeit“ liegt zwischen dem alten Mondjahr und dem neuen Sonnenjahr. Erklären läßt sich das astronomisch folgendermaßen: ca. 365 mal dreht sich die Erde um ihre eigene Achse, während sie die Sonne umkreist. Auch der Mond dreht sich um sich selbst, jedoch rascher als unser Heimatplanet. So braucht der Mond exakt 29,5 Tage für seine Umkreisung der Erde. Nun ergibt sich rein rechnerisch ein Unterschied zwischen Mond- und Sonnenjahr. Denn 12mal 29,5 Tage ergeben 354 Tage anstatt 365. Deshalb wird die Zeit zwischen 21.Dezember und 1.Januar weder zum alten noch zum neuen Jahr hinzugerechnet, sondern stellt eine Art Zwischenstadium da. In dieser „Toten Zeit“ soll die Arbeit ruhen, die Menschen sich besinnen und im Kreise der Familie und Sippe die Wiederkehr des Lichts feiern.
Diese „Zwölften“ wurden auch die Rauhnächte genannt, in denen sich z.B. die Mythen und Märchen der „Frau Holle“ und „die wilde Jagd Wotan – Odins“ abspielen. Aus dieser „Frau Holle“ wurde mit der Zeit die Totengöttin „Hel“, „Hella“ bzw. „Percht“, da Kälte und Winter mit dem Tod in Verbindung gebracht wurden. Wobei diese Verbindung nicht nur eine negative Seite hatte sondern auch eine äußerst positive, da so der Weg frei für neues Leben wurde. Hel ist somit nicht nur Toten– sondern auch Schutzgöttin ‚#150; doch woran wir bei ihr sind, bleibt uns verborgen, verhehlt.
Das Märchen „Frau Holle“ von den Gebrüdern Grimm handelt von den Personen Goldmarie und Pechmarie. Die fleißige Spinnerin Goldmarie wird für ihre Taten belohnt, wobei im Gegenzug Pechmarie für ihre bequeme und oberflächliche Wesensart bestraft wird. Ab dem 10.Jahrhundert wurde dann das Wort „Hel“ zu einer synonymen Bezeichnung für die Unterwelt, wobei dieser Begriff nicht negativ missverstanden werden darf. Erst die Kirche deutete diese Welt zum Qualort um und formte daraus die grausame Hölle für die „Sünder“. Durch das massive Kirchengebimmel zu dieser Jahreszeit sollten die „bösen heidnischen Geister“ vertrieben werden. Im Gegenzug kann jeder klar erkennen, dass die Opfergaben unserer Vorfahren in Form von Äpfel, Nüsse und Honig wohl kaum geeignet gewesen wären zur Dämonenaustreibung.
Bei der wilden Jagd reitet der einäugige Sturm– und Kriegsgott des Göttergeschlechts der Asen auf seinen weißen achtfüßigen Schlachtross Sleipnir durch die Lüfte auf der Jagd nach dem Wild, vorzugsweise einem Eber. Begleitet wird er hierbei von seinen Raben Mugin und Munin („der Gedanke und die Erinnerung“) und seinen beiden Wölfen Geri und Freki („der Gierige und der Gefräßige“). Auf dieser ewigen Jagd, die sich jedes Jahr wiederholt, benutzt er vorzugsweise seinen Speer Gungnir, der niemals sein Ziel verfehlt und wird sowohl von den gefallenen Krieger die in Walhalla residieren begleitet, genannt die Einherier, als auch von einigen wenigen auserwählten sterblichen Helden. Odins Wilde Jagd besitzt äußert vielseitige Züge auf die hier leider aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit und Lesbarkeit nicht ausführlicher eingegangen werden kann. Generell ist die Jagd jedoch als ein Sinnbild für die Toten– und Ahnenverehrung zu verstehen, die aber selbstverständlich auch den Fruchtbarkeitskult in Form von Streben nach Wachstum miteinschließt. Ebenfalls wurde zur Feier des Anlasses ein eignes Julbier für diese Jahrzeit hergestellt sowie mit reichlich Kerzen– und Lichterschmuck, Symbolgebäck, warmen Met und einem Festtagsschmaus (z.B. „Julgalt“ (Weihnachtseber) und „Jultupp“ (Weihnachtshahn) die Rückkehr der Sonne herbeigesehnt.
Nicht zu vergessen ist natürlich auch der obligatorische Weihnachtsbaum. Unsere Vorfahren hatten sei jeher große Bewunderung für die einzigartige Baum– und Pflanzenwelt. So wurden in heiligen Hainen Feiern abgehalten, dem Donner– und Fruchtbarkeitsgott Thor die Eiche geweiht und die großen Versammlungen – Things genannt – unter einem großen Baum abgehalten. Auch in der nordischen Mythologie stellt der Baum als wunderbares Sinnbild für die Einzigartigkeit der Natur den Beginn des Menschengeschlechtes dar. Besondere Bedeutung fällt hier auch der Esche zu, denn der germanische Weltenbaum Yggdrasil stellt die Basis der nordischen Kosmologie da. Somit war es eigentlich nur logisch, auch zu solch einen bedeutenden Fest wie Jul, den Baumkult beizubehalten. Nebenbei bemerkt: Auch der Lichterkranz (bzw. Adventkranz) ist in seiner ursprünglichen Form ein heidnischer Kultgegenstand. Er ist in seiner Funktion vergleichbar mit einem Grabkranz und diente somit ebenfalls der Toten– und Ahnenverehrung. Auch die Vorgehensweise war eine andere: Heute wird am 1.Advent eine Kerze angezündet und dies gesteigert bis zum 4.Advent, wo dann alle vier Kerzen brennen. Früher war es jedoch genau anders herum: Es wurde mit 4 Kerzen begonnen und mit zunehmender Abnahme des Lichts erlosch jeweils eine weitere Kerze; um so die zunehmende Macht der Dunkelheit passend untermalen zu können, bevor dann an Jul, die Wiederkehr des Lichts in allen möglichen Formen gefeiert werden konnte.
Zurück zu der Beziehung zum Christentum: Wie kam es dann eigentlich dazu, dass heute Weihnachten für ein christliches Fest gehalten wird? Ganz einfach: Die hohen Würdenträger der Kirche machten sich Gedanken, wie man die ungläubigen Heiden doch am besten zum Wüstengotte hin bekehren könne. Da kam ihnen die Wintersonnwendfeier, welche ja im ganzen Abendland verbreitet war, gerade recht. Entstehungsgeschichtlich wurde dann zum ersten mal im Jahre 325 Weihnachten im christlichen Festverzeichnis erwähnt. Papst Julius, welcher in den Jahren 337 bis 354 die Macht inne hat, legte den Geburtstag des Zimmermanns dann willkürlich auf den 25.Dezember. Willkürlich deshalb, da in den ältesten Urkunden der Christenheit, ganz andere Monate bzw. Tage in Erwähnung gezogen wurden. Also wieso nicht gleich „zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, dachte sich dann wohl auch die Kirche…
Viele der obigen Mythen, Bräuchen und Geschichten sind nicht immer leicht zu verstehen. Um hier mit einem Zitat von Björn Ulbrich aus „Die geweihten Nächte“ zu schließen: «Wie nähern uns ehrfürchtig in Bildern von magischer, übersinnlicher Faszination. Übersinnlich bedeutet: mit den Sinn nicht vollständig zu erfassen. Das heißt nicht „übernatürlich“, denn es gibt nichts außerhalb der Natur. Die Natur ist allumfassend, ewig, göttlich.»
Quellen:
– Björn Ulbrich, Holger Gerwin, aus „Die Geweihten Nächte“
– Manfred Gebhard
– www.asatru.de (Hermann Husstedt)
– www.bbv-net.de (Bocholter-Borkener Volksblatt)
Ende Dezember (21.- 22.12.) / erste Januar Woche. Jul bedeutet soviel wie Sonnenrad / Besprechung mit den Toten. Einige im Norden gepflegte Weihnachtsbräuche haben ihren Ursprung in dem Julfest – z.B. das Verbrennen des Julblockes am Herdfeuer oder das zauberkräftige Julbrot. In Schweden gibt es heute noch den Julklapp, ein Geschenk das heimlich vorbereitet und anschließend mit einem lauten Schrei in die Stube geworfen wird. Während der Jultage wurden auch die Juleide ( Eidsbruderschaften, Gemeinschaftsbindungen und militärische Bündnisse) neu geschworen, damit sie auch im neuen Jahr Bestand hatten. Im Allgemeinen wurden Frey und Odin sehr verehrt. Der letzte Tag des Julfestes jedoch war der Frigg oder Freyja gewidmet.
Diese beiden wichtigen Daten im Jahr geht man seit Ur-Zeiten mit den sogenannten Sonnenwendfeiern an. Die Sonnenwendfeier gilt heute vor allem als altgermanisches Volksfest, da sie in Mitteleuropa bis zur Neuzeit sehr beliebt war. Neben den Germanen gelten auch die Kelten und Slawen als eifrige Sonnenwendfeierer. Im Laufe der Christianisierung Europas wurden die Kulte um die Sonnenwende von kirchlicher Seite bekämpft und verboten.
Doch der Sonnenwendkult war im Bewusstsein der Menschen so stark verankert, dass man ihn nicht auslöschen konnte. Deshalb drückte die Kirche der Sonnenwendfeier einen christlichen Stempel auf. Ab dem 12./13. Jahrhundert wurde das Fest Johannis des Täufers auf die Sommersonnenwende gelegt und in das Johannisfest umbenannt.
Der mit der Sommersonnenwende verbundene Brauch des Sonnenfeuers wurde zum Johannisfeuer. Auch für die Wintersonnenwende wusste die Kirche einen Ersatz zu finden. So wurde aus dem germanischen Julfest das christliche Weihnachtsfest mit dem kleinen Jesus in der Krippe. Diese Idee kam den Kirchenfürsten um das 4. Jahrhundert.
Das germanische Jul war also am Tag der Wintersonnenwende.
Rauhenächte
Darauf folgten die 12 Rauhenächte. Mit dem Julfest haben die Germanen das vollendete Sonnenjahr gefeiert. Das Sonnenjahr geht von Wintersonnenwende zu Wintersonnenwende und dauert exakt 365,25 Tage. Doch das Mondjahr hatte bei den Germanen auch eine große Bedeutung. Ein Mondjahr beinhaltet 12 Mondmonate die jeweils von Neumond zu Neumond gehen. Diese 12 Mondphasen dauern jeweils ca. 29,5 Tage. Dies ergibt für die Länge des Mondjahres genau 354 Tage. So ergab sich für die Germanen eine Differenz zwischen Sonnen- und Mondjahr von 11 Tagen und 12 Nächten – die 12 Rauhnächte. Diese 12 Rauhnächte liegen somit sprichwörtlich
„zwischen den Jahren“ und sind somit Zeitlos.
Die meisten Menschen wissen, daß die Bibel Weihnachten nicht erwähnt. Vielen ist dieses Fest aber wichtig, weil es die Familie zusammenbringt und sie die Geburt Jesu ehren wollen.
Von Jerold Aust
Die Festzeit war herangekommen. Der Baum war bunt geschmückt. Die Augen der Kinder leuchteten vor Aufregung und freudiger Erwartung. Es ist die Zeit des Schenkens, des Liedersingens und der schönen Lichter in der toten Winterzeit, des Festessens und der Ruhe. Wer hat das in unserer westlichen Welt nicht erlebt?
Ein solches Fest kann lebenslang in Erinnerung bleiben, und weil es so schön ist, gibt man es gern an die Nachkommen weiter. Aus diesem Grund ist Weihnachten wohl für viele Europäer das Fest, das man im Kreise der Familie begeht – sicherlich ein positiver Aspekt in einer Zeit, in der die Familie als Institution der Förderung und Festigung bedarf. Über die positiven Aspekte der Familienfestigung hinaus sehen viele Eltern in dem Weihnachtsfest eine Gelegenheit, ihren Kindern religiöse Werte zu vermitteln.
Nun ist Weihnachten zwar ein religiöses Fest, aber seine Ursprünge finden sich nicht im Christentum. Im Gegenteil: Viele der uns heute bekannten weihnachtlichen Bräuche können auf Traditionen zurückgeführt werden, die weder mit dem Leben Jesu Christi noch mit den Praktiken der frühen Kirche zu begründen sind. Christlich orientierte Menschen sind oft überrascht, wenn sie erfahren, daß Weihnachten und seine Traditionen eigentlich wenig mit dem Inhalt der Bibel zu tun haben. Das einzige, was Weihnachten mit der Bibel gemeinsam hat, ist die Tatsache, daß Jesus Christus geboren wurde.
Wie kam es aber, daß Weihnachten zu einem der höchsten christlichen Feste aufstieg, und wann und warum war dies der Fall? Dies sind wichtige Fragen, die sich alle aufgeschlossenen Christen stellen sollten und denen wir im vorliegenden Artikel nachgehen wollen.
Verehrung des Sonnengottes
Es hört sich vielleicht seltsam an, daß es religiöse Feste, die mit Christi Namen in Verbindung gebracht werden, schon vor der Geburt Christi gegeben hat. So gab es z. B. das Weihnachtsfest schon lange vor Jesu Geburt. Der Ursprung von Traditionen und Bräuchen kann bis in die Zeit der alten Ägypter, der Babylonier und des Römischen Reiches zurückverfolgt werden. Diese Tatsache wirft keinen Schatten auf Jesus Christus; allerdings wird die Weisheit und Erkenntnis derjenigen in Frage gestellt, die über die letzten Jahrtausende mit ganzer Kraft an dieser heidnischen Feier, welche sich in der ganzen Welt als Weihnachtsfest entwickelte, festhielten.
Die ersten Christen wären sicherlich erstaunt darüber gewesen, daß die Bräuche, die wir mit Weihnachten verbinden, in eine Geburtstagsfeier Christi eingebunden worden sind. Es vergingen einige Jahrhunderte bis Christi Name mit diesem beliebten römischen Fest in Verbindung gebracht wurde.
Alexander Hislop erklärt in seinem Buch Von Babylon nach Rom: „Es wird tatsächlich von den gelehrtesten und aufrichtigsten Schreibern aller Gruppierungen zugegeben, daß der Tag der Geburt unseres Herrn nicht bestimmt werden kann und daß innerhalb der christlichen Gemeinde von einem Fest wie Weihnachten bis zum dritten Jahrhundert nichts bekannt war und es erst im späten viertenJahrhundert größere Beachtung genoß“ (1997, Seite 86; Hervorhebung wie im Original).
Fast alle Bücher über die Geschichte von Weihnachten erklären, daß das Römische Reich den 25. Dezember als den Geburtstag des Sonnengottes feierte. Das Buch 4000 Years of Christmas sagt über die Wahl des 25. Dezembers als den Tag der Geburt Christi: „Dieser Tag war nicht nur den heidnischen Römern heilig, sondern auch einer Religion aus Persien, die in dieser Zeit zu den größten Konkurrenten des Christentums zählte. Diese persische Religion war der Mithraismus, dessen Nachfolger die Sonne verehrten und an diesem Tag ihre Rückkehr zur Stärke feierten“ (Earl and Alice Count, 1997, Seite 37).
Der 25. Dezember wurde nicht nur als Geburtstag der Sonne verehrt, sondern schon sehr lange wurde unter den Heiden das zunehmende Tageslicht nach der Wintersonnenwende, dem kürzesten Tag des Jahres, gefeiert. Der Vorläufer von Weihnachten war also ein götzenverehrendes Winterfest, das sich durch Ausschweifungen und exzessives Feiern schon viele Jahrhunderte vor der Entstehung des Christentums auszeichnete.
Eingliederung vorchristlicher Praktiken
Dieses Fest aus der Antike hatte unter den verschiedenen Kulturen verschiedene Namen. In Rom hieß es Saturnalia, zu Ehren des Saturns, der als römischer Gott der Landwirtschaft verehrt wurde. Der Feiertag wurde von den ersten römischen Kirchenführern übernommen und mit dem Namen Christi versehen, wie sich z. B. in der englischen Sprache erkennen läßt („Christmas“ = Christus-Messe), um die Heiden zu gewinnen.
Im dritten Jahrhundert nach Christus kam die römische Kirchenführung dem Heidentum zur Hälfte entgegen – eine Vorgehensweise, die von dem Philosophen Tertullian stark kritisiert wurde.
Im Jahre 230 n. Chr. beschrieb er die Inkonsequenz der bekennenden Christen und stellte ihre Nachlässigkeit und ihre politischen Praktiken der strengen Treue der Heiden zu ihrem eigenen Glauben gegenüber: „Von uns … die wir Sabbaten und Neumonden und Festen [die biblischen Festtage aus 3. Mose 23] fremd sind, die einst Gott angenehm waren, werden jetzt die Saturnalien, die Januarfeste, die Brumalien und Matronalien besucht;Geschenke werden hin- und hergetragen, lärmend werden Neujahrsgeschenke gemacht, und Sportkämpfe und Festessen werden spektakulär gefeiert; oh, wie überaus treu sind die Heiden ihrer Religion, die besonders darauf achten, keine Feierlichkeit von den Christen zu übernehmen“ (Hervorhebung wie im Original; Hislop, Seite 86)
Da es nicht so leicht war, die Heiden zu bekehren, begannen die religiösen Führer der römischen Kirche Kompromisse einzugehen, indem sie heidnischen Bräuchen christlich aussehende Gewänder verliehen. Statt aber die Heiden zum Glauben der Kirche zu führen, wandelte die Kirche zum großen Teil nichtchristliche Bräuche in eigene religiöse Praktiken um.
Obwohl die frühe römisch-katholische Kirche zuerst versuchte, diesen Feiertag zu unterdrücken, „war das Fest doch zu beliebt, als daß es abgeschafft werden konnte. Die Kirche gab dem Fest dann die notwendige Anerkennung, weil sie meinte, wenn Weihnachten nicht unterdrückt werden konnte, sollte es zu Ehren eines christlichen Gottes gehalten werden. Mit dieser christlichen Grundlage etablierte sich das Fest mit seinen vielen heidnischen Elementen ungehindert in Europa“ (Man, Myth & Magic: The Illustrated Encyclopedia of Mythology, Religion, and the Unknown, Richard Cavendish, Herausgeber, 1983, Band 2, Seite 480, Stichwort „Christmas“).
Einige widerstanden solchen geistlich giftigen Kompromissen: „Rechtschaffene Menschen bemühten sich, den Strom einzudämmen, doch trotz all ihrer Anstrengungen ging der Abfall weiter, bis die Kirche, mit Ausnahme eines kleinen Restes, von heidnischem Aberglauben überschwemmt war. Daß Weihnachten ursprünglich ein heidnisches Fest war, steht außer Zweifel. Die Zeit im Jahresablauf und die Zeremonien, mit welchen es immer noch gefeiert wird, beweisen seine Herkunft“ (Hislop, Seite 86-87).
Erst 534 n. Chr. wurde Weihnachten zum römischen Festtag (ebenda). Es brauchte 300 Jahre, bevor der neue Name und die Weihnachtssymbole die alten Namen und die Bedeutung des Winterfestes ersetzten.
Keine biblische Grundlage für den Weihnachtsmann
Wie kam der Weihnachtsmann, auch Santa Claus genannt, auf die Bühne? Wieso ist diese mystische Figur so eng mit dem Weihnachtsfest verbunden? Auch in diesem Fall gibt es viele Bücher, die den Ursprung dieser bekannten Figur erläutern.
„Santa Claus“ stammt von dem Namen St. Nikolaus ab, einem Bischof der Stadt Myra im südlichen Kleinasien, ein katholischer Heiliger, der von den Griechen und Römern am 6. Dezember verehrt wurde.
Er bekleidete sein Bischofsamt zur Zeit des römischen Kaisers Diokletian, wurde verfolgt und für seinen katholischen Glauben gefoltert und bis zur toleranteren Herrschaft von Konstantin ins Gefängnis gesperrt (ebenda). Verschiedene Geschichten verbinden Weihnachten mit St. Nikolaus durch den Austausch von Geschenken am Abend des St. Nikolaus, welcher dann auf den Weihnachtstag verlegt wurde (ebenda).
Wie kam es, daß ein Bischof aus dem sonnigen Mittelmeerraum zu einem Mann mit rotem Mantel wurde, der am Nordpol lebt und einen Schlitten fährt, der von einem fliegenden Elch gezogen wird? Es sollte uns nicht überraschen, daß auch der Weihnachtsmann nichts anderes als eine wiederverwendete Figur aus dem Heidentum ist.
Die pelzbesetzte Garderobe des Weihnachtsmanns, sein Schlitten und der Elch führen seine Herkunft auf das kalte Klima des Nordens zurück. Einige Quellen verbinden seinen Ursprung mit den alten nordeuropäischen Göttern Wotan und Thor, andere mit dem römischen Gott Saturn und dem griechischen Gott Silenus.
Wurde Jesus im Dezember geboren?
Die überwiegende Mehrheit der Bibelgelehrten, die über die Geburt Jesu Christi berichtet haben, kommen zu dem Schluß, daß die Bibel keine Beweise für ein Geburtsdatum Jesu am 25. Dezember enthält.
Hislop schreibt dazu: „In der Schrift steht kein Wort über den genauen Tag seiner [Jesus] Geburt noch über die Jahreszeit, in der er geboren wurde. Was dort aber aufgezeichnet ist, zeigt, daß seine Geburt, zu welcher Zeit auch immer sie stattgefunden hat, nicht am 25. Dezember gewesen seinkonnte. Zu der Zeit, da der Engel den Hirten von Bethlehem die Geburt des Heilandes verkündete, ließen sie ihre Herden nachts auf freiem Feld weiden … das Klima Palästinas … die Kälte der Nacht [ist] von Dezember bis Februar enorm …, und die Hirten Judäas hatten nicht die Gewohnheit, ihre Herden nach etwa Ende Oktober auf freiem Feld zu hüten“ (Hislop, Seite 85; Hervorhebung wie im Original).
Er erklärt weiter, wie der im Herbst einsetzende Regen, der in Judäa im September oder Oktober beginnt, bedeutet hätte, daß die Ereignisse, von denen die Schrift im Zusammenhang mit der Geburt Christi berichtet, nicht später als Mitte Oktober hätten stattfinden können. Die Geburt Jesu fand aller Wahrscheinlichkeit nach im Frühherbst statt (Hislop, Seite 92).
Ein weiterer Hinweis auf den Herbst als Geburtstermin Jesu ist, daß die Römer die Zeit für Steuerzahlungen und damit verbundene Reisen nicht in den tiefsten Winter gelegt hätten. Lukas berichtet, daß Maria Jesus in einer Zeit der Volkszählung und Steuererhebung zur Welt brachte. Josef stammte aus Bethlehem und reiste zur Steuerschätzung mit seiner hochschwangeren Frau von Nazareth aus nach Bethlehem. Diese Reise wäre im Winter kaum vorstellbar gewesen, und kein vernünftiger Beamter hätte die Steuerschätzung für Dezember anberaumt.
Das Verhalten der ersten Christen
Die Vorstellung, Christi Geburt zu feiern, wäre den Jüngern und den Autoren des Neuen Testamentes fremd gewesen. Christus selbst hielt seine Geburt nicht für so wichtig. Sonst hätte er uns den Tag seiner Geburt deutlich gesagt. Statt dessen wies er seine Nachfolger an, das Passa zu halten und damit seines Opfertods für die Sünden der Welt zu gedenken. Seinen Jünger befahl er: „Das tut zu meinem Gedächtnis“ (Lukas 22,19 und 1. Korinther 11,24).
Das Neue Testament berichtet also, daß die Christen auch weiterhin die heiligen Tage des Alten Testamentes hielten, wie sie in 3. Mose 23 aufgeführt sind, jedoch mit größerem geistlichem Verständnis als zuvor. Es war also für die frühen Christen selbstverständlich, weiter die biblischen heiligen Tage zu halten. Erst später traten neue, von Menschen geschaffene Feste in Erscheinung. Dies hatte zur Folge, daß die in der Bibel gebotenen Festtage aufgegeben und durch heidnische Feste ersetzt wurden.
Jesus gebot aber folgendes: „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker … und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe“ (Matthäus 28,19-20). Weihnachten zu feiern hat Jesus aber nie befohlen; ganz im Gegenteil, er deutete niemals auch nur im entferntesten an, daß seine Nachfolger die Autorität hätten, neue Tage der Anbetung einzurichten.
Statt dessen hielten er und seine Jünger gewissenhaft Gottes Sabbat und die heiligen Tage, wie auch The New International Dictionary of New Testament Theology feststellt: „In der frühen christlichen Kirche wurde die Richtigkeit des Feierns der Feste zusammen mit dem jüdischen Volk nie in Frage gestellt, so daß es nicht besonders erwähnt werden mußte“ (Band 1, Seite 628).
Als Gott seinem Volk sieben jährliche Sabbate gab, verband er damit eine besondere Absicht. In der Symbolik dieser Jahresfeste spiegelt sich Gottes Vorhaben mit den Menschen wider. Jedes Fest versinnbildlicht einen Abschnitt des göttlichen Handelns für die Menschen im Verlauf der Geschichte. Durch ihr Halten dieser Feste wurden die Israeliten ständig an die verschiedenen Phasen in Gottes Plan erinnert. Mit Christus haben diese heiligen Tage nun eine erweiterte Bedeutung als Gedenkfeiern der großen geschichtlichen Heilstaten Gottes und Sinnbilder der zukünftigen Erfüllung des göttlichen Heilsplanes bekommen – die Festtage sind aber dieselben geblieben.
Unsere Verantwortung heute
Wie bereits erwähnt, kann man anhand der Bibel keine Begründung für die Einführung des Weihnachtsfestes finden. Unser Vorbild heute ist daher nicht anders als das der neutestamentlichen Gemeinde, die auch nach dem Tode Jesu weiterhin die von Gott eingesetzten heiligen Tage feierte – und nicht die von Menschen eingesetzte Ersatzfesttage.
Christliche Eltern haben auch die Verantwortung, ihren Kindern die Wahrheiten und Traditionen der Bibel beizubringen. Man mag einwenden, daß Weihnachten ein schönes Erlebnis für die Familie ist. Freilich ist ja grundsätzlich nichts einzuwenden gegen schöne Musik, frohes Feiern im Familienkreis, Festessen, auch nicht gegen angemessene Festdekorationen und sogar Geschenke für Kinder. Aber warum solche Freuden nicht lieber an den Tagen genießen, die Gott seinem Volk gegeben hat, statt an Tagen und mit Bräuchen, deren Ursprung im früheren heidnischen Glauben zu suchen ist? Das ist wohl der größte Widerspruch beim Weihnachtsfest!
Die Christenheit feiert dieses Fest – einen Tag, den Gott nie eingesetzt hat. Und die wirklich von Gott eingesetzten Tage ignoriert sie. Eltern sollten sich daher fragen, ob sie ihrer christlichen Verantwortung der Unterweisung der eigenen Kinder wirklich nachkommen, wenn sie sie zur Feier nichtchristlicher Traditionen erziehen, die sie als christlich ausgeben.
Jesus ist zum König geboren; darüber können wir uns freuen. Die oft ignorierte Botschaft Jesu hat viel mehr als nur mit seiner Geburt zu tun. Seine Botschaft beinhaltet die Vorausmeldung von seiner Rückkehr zur Erde, um sein Reich für alle Ewigkeit aufzurichten. Die Bibel meint, was sie dazu sagt. Den Feind Tod und die Heimsuchungen dieses Lebens wird der Mensch nicht mehr zu fürchten brauchen, wenn Jesus seine irdische Herrschaft antritt.
Unsere kostenlose Broschüre mit dem Titel Das Reich Gottes – eine gute Nachricht gibt Ihnen Aufschluß über die wichtige, unter Christen kaum bekannte, geschweige denn verstandene Botschaft dieser kommenden Zeit. Es ist eine Botschaft, die das Weihnachtsfest nicht verkündet. Ist es nicht auch für Sie an der Zeit, Weihnachten nochmals zu überdenken?
Woher stammen unsere Weihnachtsbräuche?
Was ist der Ursprung der Bräuche, die im Zusammenhang mit dem Weihnachtsfest stehen? In seinem Buch The Trouble With Christmas erläutert Tom Flynn die vorchristliche Herkunft einige der beliebtesten Traditionen:
„Eine Vielzahl [der Weihnachtstraditionen] haben ihren Ursprung in vorchristlichen heidnischen Bräuchen. Einige von ihnen haben eine gesellschaftliche, sexuelle oder kosmologische Bedeutung, welche dazu führen könnten, daß gebildete, kulturell sensible Menschen diese Traditionen ablehnen, wenn sie ihre Ursprünge klar verstehen …
Die vorchristlichen Weihnachtselemente stammen hauptsächlich aus Europa … Aus Südeuropa kommen solche bekannten heidnischen Traditionen wie z. B. die Baumanbetung, Fruchtbarkeitsrituale und der Austausch von Geschenken. Aus den kälteren Ländern Nordeuropas stammt der rituelle Gebrauch von Kerzen, die frühesten Vorfahren des Weihnachtsmanns und viele andere Einzelheiten des Weihnachtsfestes …
Hier ist ein kurzer Überblick über den vorchristlichen Ursprung einiger unserer beliebtesten Festtraditionen.
Immergrün symbolisiert Unsterblichkeit und die Fortsetzung des Lebens … Auch die Römer schmückten ihre Häuser und öffentlichen Plätze zur Zeit der Sonnenwende im Winter mit Immergrün. Unter den Vorläufern der heutigen Geschenke waren strenae, Äste, die politischen und militärischen Führern als Zeichen der Loyalität überreicht wurden …
Zu der auffälligsten Kleinpflanze des Weihnachtsfestes gehört die Mistel … Historisch gesehen wird der Mistel Magie und Fruchtbarkeit zugeschrieben. Mistelzweige wurden einst in der Hochzeitsnacht über das Ehebett gebunden. Der moderne Gebrauch der Mistel als gesellschaftliches Aphrodisiakum ist damit eindeutig verbunden …
Man geht davon aus, daß der Weihnachtsbaum aus der nordeuropäischen Tradition stammt. Tatsächlich liegen seine Ursprünge noch viel früher in uralten südlichen Traditionen. Die alten Ägypter sahen den immergrünen Baum als Fruchtbarkeitssymbol an. Zur Wintersonnenwende dekorierten sie ihre Häuser mit Palmenzweigen und benutzten diese, wie die Römer die Tannenzweige …
Der Austausch von Geschenken gehört zum Weihnachtsfest fest dazu. Die christliche Legende geht davon aus, daß diese Tradition mit den drei Weisen begann, als sie dem Baby Jesus Geschenke brachten … Um das zu glauben, muß man aber viele Jahrhunderte der Geschichte außer acht lassen. Lange vor der Zeit des Neuen Testamentes beschenkten sich schon die Römer“ (1993, Seite 19, 37-40, Hervorhebung wie im Original).
Förderale Republik freies Deutschland - RfD (kurz: Deutsche Förderation): JA | U.S.A.-, ISRAEL- Vertragskolonie und BRD- operative Holdingfirmenverwaltung (BUND): NEIN
Wer sich nicht mit Politik befasst, hat die politische Parteinahme, die er sich sparen möchte, bereits vollzogen: Er dient der herrschenden Partei. (Max Frisch )