Über Galgen wächst kein Gras – vom Malmedy Prozess nach Abu Ghraib.

(admin: Weil es in dem Beitrag „Erpressunginstrument Zeitgeschichte“ -https://marbec14.wordpress.com/2014/12/27/erpressungsinstrument-zeitgeschichte-prof-dr-michael-vogt-wenn-morder-uber-morder-urteilen/  Interview von OkiTalk mit Prof. Michael Friedrich Vogt um die Verfälschung der Geschichte durch die Siegermentalität ging, finde ich diese beiden Beiträge passend dazu, die auch schon etwas älter sind, aber absolut der Beleuchtung der wahren Geschehnisse dienen. Beides Beirträge sind von Maria Lourdes auf lupo cattivo.)

Nachdem ich die Berichte, Filme und Bilder aus den irakischen Gefängnissen gesehen habe, hat mich das Thema interessiert. Vor ein paar Jahren konnte ich nicht glauben, dass sich ähnliche Szenen nach Kriegsende auch in amerikanischen Gefängnissen hier in Deutschland abgespielt haben sollen.

Aber nicht nur der Film hat mich eines besseren belehrt, da hat auch Lupo Cattivo kräftig mitgeholfen. Schockierend waren für mich vor allem die Interviews mit denjenigen, die von amerikanischen Vernehmungsoffizieren genau mit den Methoden gefoltert wurden, die man heute aus dem Irak kennt.

Das habe ich echt nicht für möglich gehalten, aber es ist wirklich wahr. Glaubhaft wird die Sache durch die Aussagen nahmhafter Historiker, vor allem des ehemaligen Mitglieds der US-Menschenrechtskommission, Prof. De Zayas, der die Kontinuität der amerikanischen Folterpraxis bezeugt. Inzwischen habe mir die DVD schon mehrfach angesehen, vor allem das reichlich beigestellte Bonusmaterial ist geschichtlich von großer Bedeutung. Besonders schätze ich die sachliche und mit vielen Fakten belegte Darstellung.

Der Film ist kein billiger Antiamerikanismus (was ich auch ablehnen würde), sondern eine stichhaltige Auseinandersetzung mit Geschehnissen, die praktisch vor unserer Haustüre abgelaufen sind. Wirklich unglaublich.

Wer sich für Zeitgeschichte interessiert, sollte unbedingt zugreifen. Absolute Höchstnote!

Zum ersten Mal brechen die “Rotjacken” von Landsberg ihr Schweigen – jene zum Tode Verurteilten, die oft jahrelang die “rote Jacke” des Todeskandidaten im “Death Block” der Feste Landsberg trugen. Und obwohl seitdem Jahrzehnte vergangen sind, haben die Misshandelten bis heute geschwiegen. Erst nachdem die Medien in jüngster Zeit über US-Folterungen in irakischen Gefängnissen berichteten und Fotos die Vorgehensweise amerikanischer “Verhörspezialisten” belegen, waren die letzten noch lebenden Augenzeugen bereit, ihr Schweigen zu brechen. Ihre Aussagen sind ebenso schockierend wie erschütternd, und nicht wenige der aufgezeigten Einzelheiten zeugen von einer Kontinuität US-amerikanischer Verhörpraktiken, wie sie vom Ende des Zweiten Weltkriegs über Vietnam bis hin zu Abu Ghraib zum Einsatz kamen. Zugleich wird der historische Hintergrund um den sogenannten “Malmedyprozess” des Jahres 1946 beleuchtet, bei dem in einem regelrechten Schauprozess die US-Folterer “Geständnisse” erpressten und diese als Basis für zahllose Todesurteile und hohe Freiheitsstrafen missbrauchten – ohne für ihr Tun jemals zur Verantwortung gezogen zu werden.

Quelle: amazon – 

Über Galgen wächst kein Gras als DVD 

http://lupocattivoblog.com/2012/07/16/uber-galgen-wachst-kein-gras-vom-malmedy-prozess-nach-abu-ghraib/

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