Jetzt auch Belgien: Europas Wettlauf um die Heimholung von Gold

Steht die baldige Ablösung des Dollars bevor? Oder ein neues internationales Währungssystem mit Deckung durch Gold? Der Verdacht nimmt zu, denn jetzt prüft auch Belgien die Rückführung seines in Übersee gelagerten Goldes.

Vor einer Woche hatten die Niederlande überraschend die Repatriierung von 122 Tonnen, die zuvor bei der US-Notenbank und bei anderen Zentralbanken gelagert waren, bekanntgegeben. Vor wenigen Tagen hatte zudem die Chefin der Front National in Frankreich, Marine Le Pen, gefordert, Frankreichs Gold so bald wie möglich zu repatriieren.

In der Schweiz haben die Bürger am vergangenen Sonntag nach einer massiven Negativ-Kampagne der Mainstream-Medien in einer Abstimmung darauf verzichtet, die Notenbank zu einer Aufstockung der Goldreserve zu verpflichten.

Die Nachricht über die belgischen Pläne kommt von Koos Jansen im Bullionstar Blogs. Er beruft sich auf eine Meldung vonVTM Nieuws. Der Sender gibt an, dass die Notenbank eine Prüfung dieses Schrittes inzwischen bestätigt hat.

Harvey Organ bei den Silver Doctors meldet die belgischen Rückhol-Pläne ebenfalls. Er bezieht sich dabei auf den Autor des Buches The Big Reset von Willem Middelkoop.

Laut dem World Gold Council (WGC) besitzt Belgien 277 Tonnen Gold und rangiert damit an 22. Stelle der Länder mit den größten Goldreserven. Laut dem WGC hält das Land 35 Prozent seiner Reserven in Gold.

Neu soll VTM Nieuws zufolge sein, dass Belgien sein Auslandsgold vollständig heimholen will, im Unterschied zur Bundesbank und den Niederlanden. Die Nachrichten aus Belgien bedeuten eine Eskalation der europäischen Bemühungen, das im Ausland gelagerte Gold in Sicherheit zu bringen.

Die wachsenden europäischen Anstrengungen in diese Richtung – zusammen mit rekordhohen Käufen durch China, die übrigen BRICS und Russland – deuten darauf hin, dass in immer mehr Ländern mit einem Zusammenbruch des Fiatgeld-Systems oder mit einem Übergang zu einem goldgedeckten Währungssystem gerechnet wird.

Russland hat im dritten Quartal laut dem WGC mehr Gold zu seinen Reserven addiert als alle anderen Notenbanken der Welt zusammen. Im Falle Russlands kommt die Implosion des Rubelkurses mit ins Spiel, dieser hat im laufenden Jahr gegenüber dem Dollar 40 Prozent an Wert verloren.

Der Trend, der sich hier erkennbar festigt, hat enorme Symbolwirkung. Immer mehr Länder stehen Schlange, um ihr Gold heimzuholen. Das signalisiert wachsendes Misstrauen nicht nur gegen die USA und damit das bei der Fed eingelagerte Gold, sondern auch gegen das internationale Finanzsystem insgesamt.

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