HoGeSa Demo Hannover – Abschlussworte von „Heidi der mutigen Deutschen“

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Italiener haben die Schnauze voll: Flüchtlingslager angegriffen

In Rom hat die Polizei nach erneuten Auseinandersetzungen zwischen Anwohnern und Bewohnern eines Flüchtlingsheims mit der Evakuierung des Gebäudes begonnen. Die Unterkunft, in der etwa 70 Menschen lebten, ist dem Bürgermeister Roms zufolge schwer beschädigt. Das Flüchtlingsheim in dem Arbeiterstadtteil Tor Sapienza ist seit Tagen Ziel von Angriffen der Anwohner.

“Wir haben hier ohnehin schon viel Kriminalität”, so eine Anwohnerin, “und jetzt kommt noch die Kriminalität aus dem Ausland dazu, es reicht. Gewalt und Raub am helllichten Tag, sie verprügeln unsere Leute, wenn die aus dem Bus aussteigen.”

Italienischen Medien zufolge wurden zunächst nur etwa 40 minderjährige Flüchtlinge in Sicherheit gebracht. Doch es müsste mehr getan werden, so Carlotta Sami vom UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR: “Die Verantwortlichen kümmern sich nicht und sind nicht dazu bereit, sich anzusehen, was wirklich passiert. Es gibt kein Integrationsprojekt, dass den Flüchtlingen und den Anwohnern wirklich helfen würde.”

Die römische Staatsanwaltschaft hat italienischen Medien zufolge ein Verfahren zur Untersuchung der Vorfälle eingeleitet. Einige der Angreifer gehörten vermutlich rechtsextremen Gruppen an.

Video hier zu sehen:

http://www.netzplanet.net/italiener-haben-die-schnauze-voll-fluechtlingslager-angegriffen/16474#comment-4847

Russland: US-Geheimdienst berichtet von Machtkampf im Kreml

Der russische Innenminister könnte schon bald zurücktreten. Denn im Kreml tobt ein Machtkampf zwischen verschiedenen Fraktionen, die das Innenministerium unter ihre Kontrolle bringen wollen. Das Ministerium ist eine der einflussreichsten und mächtigsten Institutionen des Landes.

Russlands Präsident Wladimir Putin tritt stets selbstsicher auf. Doch im Kreml toben Machtkämpfe zwischen konkurrierenden Cliquen. (Foto: dpa)

Russlands Präsident Wladimir Putin tritt stets selbstsicher auf. Doch im Kreml toben Machtkämpfe zwischen konkurrierenden Cliquen. (Foto: dpa)

Das sind die russischen Geheimdienste. (Grafik: Stratfor)

Die russischen Medien berichten über einen möglichen Rücktritt des russischen Innenministers Wladimir Kolokoltsew. Denn nach Angaben des privaten US-Geheimdiensts Stratfor tobt im Kreml ein Machtkampf zwischen verschiedenen konkurrierenden Cliquen.

Der Westen spekuliert seit einiger Zeit mit dem Sturz Putins. Die Sanktionen könnten dazu beitragen, dass die Position Putins wegen der sich verschlechternden Wirtschaftslage gefährdet wird.

Putin selbst hält den rapide sinkenden Ölpreis für eine Gefahr. Die Russen wollen jedoch mit einer Erhöhung der Währungsreserven gegensteuern.

Doch Stratfor will eine andere Kampfzone ausgemacht haben: Es geht um das wichtige Innenministerium, dem auch die Polizei unterstellt ist.

Das Innenministerium ist eines der mächtigsten Ministerien des Landes und ist deshalb heiss umkämpft. Es ist ein wichtiges Werkzeug für alle jene, die in Russland politische Macht für sich verbuchen wollen. Das Innenministerium stellt einen wesentlichen Teil des innenpolitischen Überwachungsapparats des Landes bereit.

Der Pressesprecher des russischen Präsident, Dimitri Peskow, hat die Gerüchte über Machtkämpfe im Kreml bisher weder bestätigt noch dementiert.

Auf der technischen Ebene gehört Kolokoltsew zu den besseren Innenministern der russischen Geschichte. So argumentiert zumindest Stratfor. Seine Reformen der Polizei und der Sicherheitskräfte des Innern wurden in der Öffentlichkeit hochgelobt. Zu den Sicherheitskräften des Innern gehören paramilitärische Einheiten mit einer Truppenstärke von 200.000 Personen. Diese Paramilitärs sind die am besten ausgebildeten und ausgestatteten Sicherheitsbeamten Russlands, berichtet Stratfor. Sie verfügen über Kampferfahrung und waren sowohl im Nordkaukasus als auch in Tschetschenien tätig.

Traditionell gesehen untersteht das Innenministerium den Geheimdiensten und es gibt auch eine Reihe von Verzahnungen. Während der zaristischen Ära kontrollierte das Ministerium die Gendarmerie und die Geheimpolizei. In der frühen Sowjetzeit war Felix Dserschinski der erste Innenminister und gleichzeitig der Chef der Geheimpolizei Tscheka. Die Tscheka ist der Vorläufer des KGB und auch die Gründung dieser gefürchteten Einheit geht auf Dserschinski zurück.

Der Inlandsgeheimdienst FSB hat die Einheiten des Innenministeriums immer als seinen bewaffneten Arm angesehen. Der FSB hat sich niemals auf das russische Militär verlassen, zumal das Militär unter der Aufsicht und dem Einfluss verschiedener Fraktionen steht, die untereinander konkurrieren.

So war Ex-Innenminister Raschid Nurgalijew ein führender FSB-Beamter, bevor er Innenminister wurde. Er führte das Ministerium aus einer reinen politischen Motivation heraus und entwickelte keine innere Sicherheits-Strategie.

Doch Kolokoltsew war vor seinem Amt als Innenminister als Chef der Polizei in Moskau tätig. Er wurde als Technokrat angesehen, der mit den internen Machtkämpfen im Kreml nichts zu hatte. Seine Abhängigkeit zum FSB ist im Gegensatz zu Nurgalijew sehr gering.

Als Kolokoltsews Nachfolger wird Viktor Zolotow gehandelt. Zolotow gilt wiederum als Gefolgsmann Putins und war zuvor Chef des Föderalen Sicherheitsdiensts (FSO). Der FSO ist direkt für den Schutz des russischen Präsidenten zuständig. Zolotow steht nicht in Verbindung zu den Sicherheitskreisen des Kremls. Seine einzige Anlaufstelle ist Putin.

Sollte er tatsächlich Innenminister werden, müsste sich der Präsident auf einen Machtkampf mit dem FSB einstellen, was unter anderem seine Popularität untergraben könnte. Putin müsste sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er seinen Laden nicht im Griff hat. Denn der FSB will wieder die Macht über das Innenministerium erlangen und wird sich nicht so leicht geschlagen geben.

admin: Mir stellt sich die Frage, warum die VSA so etwas veröffentlicht. Klingt stark nach Destabilisierung.

 

BRICS-Präsidentin Dilma Rousseff ist Washingtons neuestes angepeiltes Ziel

F. William Engdahl

Mit dem Sieg über ihren US-unterstützten Gegenkandidaten Aécio Neves bei der Stichwahl am 26. Oktober hat die wiedergewählte brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff eine massive Desinformationskampagne des US-Außenministeriums erst einmal überlebt. Aber schon jetzt ist klar, dass Washington eine neue Attacke auf eine der Schlüsselfiguren der BRICS, der blockfreien Gruppe aufstrebender Wirtschaftsländer – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – gestartet hat.

Neben der finanziellen Kriegsführung zur Schwächung Russlands und einer Serie von Destabilisierungsoperationen gegen China, unter anderem durch die US-finanzierte »Regenschirm-Revolution« in Hongkong, ist Washington vorrangig daran interessiert, Brasiliens Präsidentin loszuwerden, wenn der entstehende Gegenpol für Washingtons neue Welt(un)ordnung gestoppt werden soll.

Warum Washington Rousseff loswerden will, ist sonnenklar. Als Präsidentin gehört sie zu den fünf Staatschefs der BRICS, die sich vertraglich auf die Errichtung der 100 Milliarden Dollar schweren BRICS-Entwicklungsbank und einen Reservewährungspool über weitere 100 Milliarden Dollar geeinigt haben. Außerdem unterstützt sie eine neue internationale Reservewährung als Ergänzung zum und Ersatz für den Dollar. In Brasilien hat sie großen Rückhalt bei Millionen Menschen, die durch ihre verschiedenen Programme aus der Armut gebracht wurden.

Das gilt besonders für Bolsa Família, ein Programm zur wirtschaftlichen Subventionierung einkommensschwacher Mütter und Familien. Schätzungen zufolge konnten 36 Millionen Menschen durch Bolsa Família der Armut entkommen, ein Verdienst der Wirtschaftspolitik Rousseffs und ihrer Partei – und etwas, das an der Wall Street und in Washington wahre Schockzustände auslöst.

Ihr US-unterstützter Gegenkandidat Aécio Neves von der Sozialdemokratischen Partei Brasiliens (Partido da Social Democracia Brasileira, PSDB) ist den Interessen von Großunternehmern und deren Verbündeten in Washington verpflichtet. Neves führender Wirtschaftsberater, der im Falle eines Wahlsiegs Finanzminister geworden wäre, war Arminio Fraga Neto, ein enger Freund und ehemaliger Mitarbeiter von George Soros und dessen Quantum-Hedgefonds. Neves außenpolitischer Berater, der vermutlich Außenminister geworden wäre, ist Rubens Antonio Barbosa, früher brasilianischer Botschafter in Washington und heute Direktor der Firma ASG in São Paulo.

ASG ist die Beratergruppe von Madeleine Albright, der früheren US-Außenministerin in der Zeit der Bombardierung Jugoslawiens durch die USA im Jahr 1999. Zusätzlich zu ihrem Amt als Direktorin der führenden amerikanischen Denkfabrik Council on Foreign Relations ist Albright auch Vorsitzende des National Democratic Institute (NDI), der wichtigsten US-Nichtregierungsorganisation für »Farbenrevolutionen«. Kein Wunder also, dass sich Barbosa im Wahlkampf für den Ausbau der brasilianisch-amerikanischen Beziehungen starkmachte und sich dafür einsetzte, die engen Beziehungen zu China, die Rousseff aufgebaut hatte, nachdem bekannt geworden war, dass die NSA sie und ihre Regierung ausspioniert hatte, zurückzufahren.

Korruptionsskandal

Während des erbitterten Wahlkampfs zwischen Rousseff und Neves setzte die Opposition Gerüchte in Umlauf, Rousseff, die bis dahin nie mit Korruption – die in der brasilianischen Politik an der Tagesordnung ist – in Verbindung gebracht worden war, sei in einen Skandal um den staatlichen Ölkonzern Petrobras verwickelt. Im September behauptete ein ehemaliger Petrobras-Direktor, Mitglieder der Rousseff-Regierung hätten Provisionen für Verträge des Ölkonzerns kassiert und das Geld dafür verwendet, sich die Zustimmung des Kongresses zu erkaufen. Rousseff gehörte bis 2010 der Geschäftsleitung des Konzerns an.

Am 2. November, nur wenige Tage nach Rousseffs hart errungenem Sieg, verweigerte die große US-Wirtschaftsprüfergesellschaft PriceWaterhouseCoopers die Unterschrift unter den dritten Quartalsbericht von Petrobras.PWC verlangte eine weitere Aufklärung des Korruptionsskandals um die staatliche Ölgesellschaft.

Dabei gehört PriceWaterhouseCoopers selbst zu den skandalträchtigsten Wirtschaftsprüfergesellschaften der USA. 14 Jahre lang war sie beteiligt an der Vertuschung von Betrug bei der Versicherungsgruppe AIG, die 2008 im Mittelpunkt der US-Finanzkrise stand. Und 2011 warf das britische Oberhaus PWC vor, die Firma habe nicht auf die Risiken in dem Geschäftsmodell der Bank Northern Rock hingewiesen, ein Desaster in der britischen Immobilien-Finanzkrise von 2008.

Die Bank musste von der britischen Regierung gerettet werden. Wir können sicher sein, dass die Attacken auf Rousseff noch zunehmen werden.

Rousseffs globale Strategie

Rousseff wurde nicht allein durch ihre Allianz mit den BRICS-Ländern zur Zielscheibe von Washingtons Destabilisierungsversuchen. Unter ihrer Führung schottet sich Brasilien vorsichtig vorNSA-Überwachungsmaßnahmen ab.

Schon Tage nach ihrer Wiederwahl kündigte das Staatsunternehmen Telebras die Verlegung eines transatlantischen Glasfaserkabels von Brasilien nach Portugal an. Es soll von der brasilianischen Stadt Fortaleza 3500 Kilometer weit bis nach Portugal verlaufen und bedeutet eine Loslösung von der technischen Dominanz der USA in der transatlantischen Kommunikation. Wie Telebras-Direktor Francisco Ziober Filho in einem Interview erklärte, wird das Glasfaser-Projekt ohne Beteiligung US-amerikanischer Firmen durchgeführt.

Nicht zuletzt durch Edward Snowdens Enthüllungen über die NSA von 2013 kamen enge Verbindungen strategisch wichtiger IT-Unternehmen wie Cisco Systems oder Microsoft zu den US-Geheimdiensten ans Licht. Ziober Filho: »Für jedes Telekom-Unternehmen ist die Frage der Integrität von Daten und deren Verletzlichkeit von größter Wichtigkeit.«

Brasilien reagierte auf die NSA-Enthüllungen mit einer sorgfältigen Überprüfung aller im Ausland produzierten Anlagen auf Sicherheitslücken; man treibe jetzt die technische Eigenständigkeit und Unabhängigkeit voran, so der Chef derTelebras.

Als Reaktion auf die Snowden-Enthüllungen ordnete die Regierung Rousseff die Beendigung aller Verträge mit Microsoft für den E-Mail-Dienst Outlook an. Dies geschehe, um »mögliche Spionage zu verhindern«, erklärte Rousseff damals. Als Ersatz bietet Brasilien ein eigenes E-Mail-System namens »Expresso« an, das von der staatlichen Firma

Die Bank musste von der britischen Regierung gerettet werden. Wir können sicher sein, dass die Attacken auf Rousseff noch zunehmen werden.

Brasilien reagierte auf die NSA-Enthüllungen mit einer sorgfältigen Überprüfung aller im Ausland produzierten Anlagen auf Sicherheitslücken; man treibe jetzt die technische Eigenständigkeit und Unabhängigkeit voran, so der Chef der Telebras.

Als Reaktion auf die Snowden-Enthüllungen ordnete die Regierung Rousseff die Beendigung aller Verträge mit Microsoft für den E-Mail-Dienst Outlook an. Dies geschehe, um »mögliche Spionage zu verhindern«, erklärte Rousseff damals. Als Ersatz bietet Brasilien ein eigenes E-Mail-System namens »Expresso« an, das von der staatlichen Firma

Serviço Federal de Processamento de Dados (Serpro) entwickelt wurde. Inzwischen nutzen 13 der 29 Ministerien des Landes Expresso. Serpro-Sprecher Marcos Melo erklärte: »Expresso steht zu 100 Prozent unter unserer Kontrolle.« Das mag zutreffen oder auch nicht, klar ist aber, dass Brasilien unter Rousseff und ihrer Partei eine Politik verfolgt, die nach ihrer Einschätzung die besten Interessen Brasiliens verfolgt.

Die Bedeutung der Öl-Geopolitik

Darüber hinaus befreit sich Brasilien von der angloamerikanischen Dominanz über die eigene Erdöl- und Erdgaserkundung. Ende 2007 entdeckte Petrobras auf dem brasilianischen Festlandsockel im Santos-Becken vor der Küste ein riesiges Lager von hochwertigem Erdöl. Seither wurden elf Probebohrungen vorgenommen, alle mit Erfolg. Allein in Tupi und Iara schätztPetrobras die Vorräte an förderbarem Öl auf acht bis zwölf Milliarden Barrel, gleichbedeutend mit einer Verdopplung der brasilianischen Erdölreserven. Insgesamt könnten im brasilianischen Festlandsockel über 100 Milliarden Barrel Öl lagern; das Land würde dadurch zu einer wichtigen Macht im Bereich Erdöl und Erdgas. Genau das ist den US-Ölkonzernen Exxon und Chevron ein Dorn im Auge.

In der 2009 von WikiLeaks veröffentlichten diplomatischen Korrespondenz wurde Exxon undChevron vom US-Konsulat bescheinigt, dass sie vergeblich versuchten, ein Gesetz zu ändern, das von Rousseffs Mentor und Vorgänger, Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, kurz »Lula«, eingebracht worden war.

Durch dieses Gesetz von 2009 wurde die staatlichePetrobras zum Betreiber aller Offshore-Blocks. Washington und die US-Ölkonzerne schäumten vor Wut, weil sie die Kontrolle über die potenziell größten in den letzten Jahrzehnten entdeckten Ölfelder verloren.

Aus Washingtoner Sicht wurde alles noch schlimmer, als Lula nicht nur ExxonMobil und Chevron zugunsten der staatlichen Petrobras aus ihrer beherrschenden Position verdrängte, sondern die Erdölerkundung in Brasilien auch für chinesische Unternehmen öffnete. Als eine seiner letzten Amtshandlungen führte er im Dezember 2010 den Vorsitz bei der Unterzeichnung eines Vertrags zwischen dem brasilianisch-spanischen Energieunternehmen Repsol und Chinas staatseigener Sinopec. Sinopec bildete ein Joint Venture, die Repsol Sinopec Brasil; mehr als 7,1 Milliarden Dollar an Investitionen flossen in dieRepsol Brasil.

 

Bereits 2005 hatte Lula die Gründung von Sinopec International Petroleum Service of Brazil Ltdgenehmigt. Es war Teil einer neuen strategischen Allianz zwischen China und Brasilien, ein Vorläufer der heutigen BRICS-Organisation.

Washington war darüber nicht gerade erbaut

2012 entdeckten Repsol Sinopec Brasil, die norwegische Statoil und die Petrobras bei gemeinsamen Bohrungen am Pão de Açúcar ein neues Öllager, den dritten Block BM-C-33, der auch Seat und Gávea einschließt, letzteres zählt zu den zehn größten 2011 entdeckten Feldern.Amerikanische und britische Konzerne waren nicht beteiligt.

Als 2013 die Beziehungen zwischen Rousseffs Regierung und China, Russland und den anderen BRICS-Partnern enger wurden, reiste US-Vizepräsident Joe Biden nach Brasilien; auf dem Programm standen Gespräche über die Entwicklung von Erdöl und Erdgas. Er traf mit Präsidentin Dilma Rousseff zusammen, die 2011 ihrem Mentor Lula im Amt gefolgt war. Außerdem sprach Biden mit führenden brasilianischen Energieunternehmen, unter anderem mit der Petrobras.

Öffentlich wurde zwar nicht viel gesagt, aber Rousseff lehnte es ab, das Öl-Gesetz von 2009 in der von Biden und Washington gewünschten Richtung zu ändern. Wenige Tage nach Bidens Besuch enthüllte Edward Snowden, dass die NSA auch Rousseff und führende Vertreter der Petrobrasausspioniert hatte. Rousseff war empört; bei ihrer Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen im September desselben Jahres warf sie der Obama-Regierung eine Verletzung des Völkerrechts vor. Einen geplanten Washington-Besuch sagte sie ab. Die brasilianisch-amerikanischen Beziehungen kühlten merklich ab.

Vor Bidens Besuch im Mai 2013 genoss Rousseff bei Umfragen die Unterstützung von 70 Prozent der brasilianischen Bevölkerung. Nicht einmal zwei Wochen nach dem Ende des Besuchs brachten landesweite Demonstrationen einer gut organisierten Gruppe namens Movimento Passe Livre gegen die nominelle Erhöhung der Preise für Busfahrkarten um zehn Cent das Land praktisch zum Stillstand. Die Proteste arteten in Gewalt aus. Sie trugen alle Kennzeichen einer typischen »Farbenrevolution« oder Twitter-Destabilisierung, die Biden anscheinend bei all seinen Reisen auf dem Fuße folgen. Innerhalb weniger Wochen stürzte Rousseffs Popularität auf 30 Prozent ab.

Washington hatte eindeutig das Signal ausgesendet, Rousseff müsse ihren Kurs ändern. Andernfalls drohten ihr große Probleme. Jetzt, nach ihrer Wiederwahl und dem Sieg über finanziell gut gepolsterte rechtsgerichtete Oligarchen und die Opposition, wird Washington mit Sicherheit mit neuer Kraft versuchen, eine weitere Führungsfigur der BRICS loszuwerden – in dem verzweifelten Versuch, den Status quo aufrecht zu erhalten. Es scheint aber, dass die Welt nicht mehr wie in den vergangenen Jahrzehnten strammsteht, wenn Washington Befehle erteilt. Das Jahr 2015 wird zu einem Abenteuer, nicht nur für Brasilien, sondern für die ganze Welt.

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/f-william-engdahl/brics-praesidentin-dilma-rousseff-ist-washingtons-neuestes-angepeiltes-ziel.html

HoGeSa Demo in Hannover – Kurzmeldungen

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HoGeSa_Hannover

15.05 Uhr :
Demo eine Stunde früher zu Ende, Teilnehmer warten den Kessel zu verlassen.

14.40 Uhr :
HogeSa-Sprecher versuchen ihre Mitdemonstranten zu beruhigen.

„Wir lassen uns nicht provozieren, wir haben das nicht nötig.“

Die Stimmung bleibt dennoch angespannt. Vor allem die Linken
provozieren ihre Gegner mit Lautsprecherdurchsagen und Böllern.

Die Hooligans brüllen zurück: „Wir sind friedlich – was seid ihr?“

14.40 Uhr :
Polizei fordert Antifa erneut auf, die Vermummungen abzunehmen.

14.30 Uhr :
Die Polizei an der Königsstraße, Ecke Berliner Allee von Antifa angegriffen.
Beamte unverletzt. Das zurückgelassene Fahrzeug wurde nach Angaben
der Polizei von den Angreifern erheblich beschädigt.

14.13 Uhr :
Polizei droht Einsatz von Wasserwerfern an, vermummte
Gegendemonstranten werfen Böller und Flaschen.

14.00 Uhr :
Antifa auf Krawall aus: Ein erster Böller ist explodiert.
Die Polizei setzt die Reiterstaffel und Hunde ein, um den Zug
der Gegendemonstranten auf der abgesprochenen Route zu halten.

13.55 Uhr :

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Wieder die Nummer 1: Indien trotzt der Goldmarkt-Bremse

Goldsouk in Dubai (Foto: GordonGrand - Fotolia.com)

Indien befindet sich derzeit in der Phase mit der traditionell größten Goldnachfrage im Jahresverlauf.

Laut den offiziellen Marktzahlen des World Gold Council hat Indien China als größter Goldkonsument wieder abgelöst. Und das trotz der anhaltenden Restriktionen auf dem heimischen Goldmarkt.

Indien hat im dritten Quartal 2014 Gold im Wert von 9,28 Milliarden US-Dollar nachgefragt. Das entsprach einer Menge von 225,1 Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr steigerte Indien seine Goldnachfrage um 39 Prozent, während Nachbar China (inkl. Hongkong und Taiwan) ein Minus von 37 Prozent zu verzeichnen hat. Im Reich der Mitte wurden laut den aktuellen Zahlen des World Gold Council (WGC) 194,1 Tonnen im Wert von 8 Mrd. US-Dollar nachgefragt.

Damit hat sich Indien das Prädikat weltgrößter Goldkonsument von China zurückerobert, und das trotz der anhaltenden Restriktionen auf dem heimischen Goldmarkt. Allerdings hat sich zuletzt gezeigt, dass der World Gold Council mit seiner Schätzung über Chinas Nachfrage nicht ganz richtig liegt (China bestätigt Goldnachfrage von mehr als 2.000 Tonnen).

Dennoch: Wer gehörte im dritten Quartal – in Tonnen gemessen – noch zu den größten Goldnationen?

Dennoch: Wer gehörte im dritten Quartal – in Tonnen gemessen – noch zu den größten Goldnationen?

  1. Indien: 225,1 t (+39 %)
  2. China: 194,1 t (-37 %)
  3. USA: 42,3 t (+3 %)
  4. Deutschland: 33,2 t (+3 %)
  5. Türkei: 25,8 t (-13 %)
  6. Vietnam: 19 t (-27 %)
  7. Russland: 18,6 t (+1 %)
  8. Thailand: 16,5 t (-42 %)
  9. Saudi-Arabien: 15,3 t (-16 %)
  10. Ägypten: 13,1 t (-8 %)
  11. VAE: 12,4 t (-18 %)
  12. Schweiz: 12 t (-28 %)

In Klammern: Veränderung gegenüber Vorjahr.

Goldnachfrage Länder

Oben: Die vollständige Tabelle der größten Goldkonsumenten im driten Quartal 2014.

Wieder die Nummer 1: Indien trotzt der Goldmarkt-Bremse

Die kriminelle Energie des Geldsystems – Andreas Popp (Plan B) & Franz Hörmann (Das Ende des Geldes)

im Interview bei OKITALK

Interview vom 07. Januar 2014 bei http://www.okitalk.com,
mit Andreas Popp & Prof. Dr. Franz Hörmann
„Plan B“ trifft auf „Das Ende Des Geldes“

Weiterführende Link:
http://www.wissensmanufaktur.net
http://www.franzhoermann.com
http://www.okitalk.com
http://www.crealiity.com

OKiTALK ist eine kostenlose und unabhängige Diskussions- und Kommunikationsplattform von Menschen für Menschen und bietet Ihnen:
Täglich neue und interessante Diskussions- und Themenangebote
Anspruchsvolle Gruppengespräche in privater Atmosphäre
Sprachräume mit hervorragender Gesprächsqualität und Latenzzeit
Laufend spontane Talk-Sendungen und aktuelle Live-Events
Präsentationen von Projekten, Produkten, Künstlern und Musikgruppen

Russland wendet sich rasant in Richtung Osten, schließt umfangreiche Energieabkommen mit China und Iran

F. William Engdahl

Während sich die Mainstream-Medien der westlichen Welt auf das Emissions-Abkommen konzentrieren, das US-Präsident Barack Obama und Chinas Präsident Xi beim jüngsten APEC-Gipfel in Peking vereinbarten, unterzeichneten Russlands Präsident Putin und Xi wichtige neue Energie-Verträge, deren enorme geopolitische Bedeutung genau den Alptraum Wirklichkeit werden lässt, den US-Strategen wie Zbigniew Brzezinski schon 1997 an die Wand gemalt hatten, als Amerika noch wie die unbezwingbare einzige Supermacht erschien.

Den Antrieb für die strategisch wichtigen russisch-chinesischen Vereinbarungen gaben ironischerweise genau die Wirtschafts- und Finanzsanktionen, die kurzsichtige Strategen im US-Finanzministerium und Nationalen Sicherheitsrat im Mai dieses Jahres verhängten, um Putin für die angebliche »Invasion« auf die Krim zu »bestrafen«.

China kauft in großem Stil russisches Erdgas

Bei Treffen am Rande des Pekinger APEC-Gipfels unterzeichneten Putin und Xi am 9. November insgesamt zehn Abkommen. Das mit Abstand bedeutendste betrifft den Bau der Erdgaspipeline West Route, die Gasfelder in Westsibirien mit dem Nordwesten Chinas verbinden und durch die chinesische autonome Region Altai verlaufen soll.

Weiterhin vereinbarten sie die mögliche spätere Ausweitung, welche die Kapazität auf satte 100 Milliarden Kubikmeter pro Jahr erhöhen würde. Der Bau der West Route wird vorrangig behandelt, sie soll in sechs Jahren fertiggestellt sein. Zunächst soll China darüber jährlich mit 30 Milliarden Kubikmetern Gas beliefert werden; die Laufzeit des Vertrages beträgt 30 Jahre.

Die West Route wird zusätzlich zur russischen East-Route-Pipeline errichtet, auf die sich Putin und Xi im Mai verständigt hatten. Nach diesem Vertrag über 400 Milliarden Dollar mit einer Laufzeit von 30 Jahren sollen ab 2018 weitere 38 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Russland nach China fließen. Nach der Fertigstellung der beiden Pipelines East Route und West Route wird Russland etwa 40 Prozent des derzeitigen jährlichen Erdgasverbrauchs in China liefern. Damit löst China die EU als Russlands größter Exportmarkt für Erdgas ab. Zurzeit verbraucht China 169 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr.

Auf russischer Seite wurde bereits im September mit dem Bau der East Route begonnen. Bei der Unterzeichnung des Vertrages im Mai waren viele im Westen schockiert, denn die Verhandlungen hatten sich fast zehn Jahre hingezogen. Es war die Rede vom »Heiligen Gral« und von einem »Jahrhundertvertrag«. Mit der Unterzeichnung des zweiten Vertrages über die fast ebenso große West Route nur sechs Monate später haben sich Russland und China auf den »Heiligen Gral II« geeinigt.

Beim Pekinger Treffen unterzeichneten beide Präsidenten und die jeweiligen staatlichen Ölgesellschaften Rosneft undCNPC eine Vereinbarung, wonach die CNPC zehn Prozent der Anteile an der Rosneft-Tochter Vankorneft, die Betreiberin des riesigen russischen Ölfelds Vankor, übernimmt. Laut dem Vertrag erhält China aus Vankorrussisches Erdöl für rund sieben Milliarden Dollar.

Weitgehend unbeachtet von den westlichen Medien berichtete die staatliche chinesische NachrichtenagenturXinhua einen Tag vor Beginn des APEC-Forums in Peking, auch die militärische Führung Chinas und Russlands habe sich auf eine weitreichende Kooperation verständigt.

Waleri Gerassimow, Chef des russischen Generalstabs, und Wang Guanzhong, stellvertretender Generalstabschef der Chinesischen Volksbefreiungsarmee (PLA), einigten sich in der 17. Runde strategischer Konsultationen auf ein Paket wichtiger gemeinsamer militärischer Projekte. Xinhuazitierte Gerassimow mit den Worten: »In der laufenden Konsultationsrunde wurden zahlreiche Kooperationsprojekte in wichtigen Bereichen vereinbart.«

Wie Xinhua berichtet, diskutierten beide über »die derzeitige internationale und regionale Sicherheitslage, regionale Fragen und die Beziehung zwischen beiden Streitkräften«. Man kann spekulieren, was diese »Lage« sein mag – vielleicht die dreiste Einmischung der USA und der EU in der Ukraine, um den Vorwand für finanzielle Kriegsführung und einen Stellvertreterkrieg gegen Russland zu liefern, oder vielleicht die von der amerikanischen NGO National Endowment for Democracy geschürte »Regenschirm-Revolution« in Hongkong, die China erschüttern soll, oder auch Obamas militärischer »Schwenk nach Osten« gegen China?

Die Washingtoner neokonservativen Falken und ihre Unterstützer in CIA, State Department und Nationalem Sicherheitsrat bringen es fertig, genau die Eurasische Allianz zu beschleunigen, die sie eigentlich zu zerstören versuchen.

Während meiner eigenen Kindheit in Texas in den 1950er-Jahren waren die Vereinigten Staaten unumstritten die führende Industriemacht in der Weltwirtschaft. Die Amerikaner waren zu Recht stolz auf ihre industrielle Exzellenz. Es ist eine Tragödie, dass es die Vereinigten Staaten mittlerweile geschafft haben, sich in die größte virtuelle Volkswirtschaft der Welt zu verwandeln.

Ihr wichtigstes Produkt ist heute virtuelles Geld, das dieFederal Reserve als papierenes Aufputschmittel an die Megabanken der Wall Street verteilt, damit diese ihre kriminellen Geschäfte mit zunehmend wertlosen Papierdollars weiter betreiben können.

Amerikas industrielle Exzellenz gehört weitgehend der Vergangenheit an. Fabrikarbeit wurde in die Volksrepublik China ausgelagert. Im eigenen Land hat die amerikanische Demokratie, besser gesagt deren Spuren aus der Vergangenheit, der Herrschaft machtsüchtiger, hartherziger amerikanischer Oligarchen weichen müssen.

Diese Oligarchen sehen nun ihre Welt und ihre Macht von einer wachsenden Kooperation zwischen den größten Ländern Eurasiens bedroht, angeführt von China und Russland und auch dem Iran, der ebenfalls eine wichtige Rolle spielt.

Ironischerweise hat der törichte Versuch, weltweite Un-Ordnung und einen neuen Weltkrieg in Gang zu setzen, um die eigene Macht zu erhalten, genau den gegenteiligen Effekt. Er treibt China, Russland, die BRICS-Staaten und andere Länder in eine engere Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Die Oligarchen und ihre Kriegsmaschinerie sind töricht, weil sie offenkundig nicht fähig sind, zu begreifen, wie sehr in unserem Universum alles miteinander verknüpft ist. Ihre Sucht scheint sie blind zu machen.

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/f-william-engdahl/russland-wendet-sich-rasant-in-richtung-osten-schliesst-umfangreiche-energieabkommen-mit-china-und-.html