Gaza: Kriegsopfer kämpft um Aufklärung

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Die Familie des jungen Ramsis Kilani, darunter Vater, Mutter und dessen fünf Geschwister, die allesamt deutsche Staatsbürger waren, wurden infolge israelischer Angriffe im Gaza-Krieg getötet – die Regierung in Berlin schweigt bis heute.

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Blamage in Brüssel: EU steht kurz vor Notbudget

Haushaltsstreit 2015: Legt sich die EU selbst lahm? Am Montagabend verstrich die Frist für die Genehmigung des von der EU-Kommission vorgelegten Haushaltsentwurfes ergebnislos. Kann bis 1. Januar keine Einigung erzielt werden, drohen Notbudgets.

Die EU bestimmt längst wie die Glühlampen, die Toilettenspülungen und die Trage-taschen in den Privathaushalten ihrer Bürger auszusehen haben. Auf internationalem Parkett tritt sie, ungeachtet des demografischen Niedergangs, massiver Wirtschaftskrisen und überschaubarer Akzeptanz innerhalb der eigenen Bevölkerung als Weltmacht auf.

(Bild: Kissenschlacht um das verprasste Geld der Steuerzahler)

Umso unangenehmer wird es dann stets für ihre Akteure, wenn die Wirklichkeit den europäischen Eliten jäh die Grenzen aufzeigt und nicht selten trägt eigenes Unvermögen entscheidend dazu bei. So wie derzeit im Zusammenhang mit dem Haushalt der Europäischen Union für 2015.

Wie das „Handelsblatt“ berichtet, ist es den Unterhändlern der EU-Staaten und des Europaparlaments nicht gelungen, sich fristgerecht auf den Haushalt der Union für das kommende Jahr zu einigen.

Am Montag um Punkt 24 Uhr war die Frist für eine Einigung ergebnislos abgelaufen. Das Europaparlament machte sodann auch offiziell deutlich, dass eine Einigung nicht erzielt werden konnte.

Die EU-Kommission ist mit ihrem Entwurf vom Juni, der eine Ausgabenerhöhung von knapp fünf Prozent auf 142 Milliarden Euro vorgesehen hatte, gescheitert. Die Europa-abgeordneten wollten sich damit nicht zufrieden geben und verlangten weitere sechs Milliarden. Auch über 4,7 zusätzliche Milliarden Euro für das laufende Jahr, die verwendet werden sollten, um Außenstände zu berichtigen, konnte kein Konsens erzielt werden.

Blamage in Brüssel: EU steht kurz vor Notbudget

Pharmazeutische Industrie: Fast alle Studien manipuliert (Videos)

pharma-lobby

Das Pharmaunternehmen Gewinn erwirtschaften wollen ist nichts Neues und auch grundsätzlich nicht falsch. Aber das Studien über neue, im Markt einzuführende Medikamente massiv manipuliert und geschönt werden – oder, wenn das schon nicht mehr nützt, gleich gar nicht veröffentlicht werden ist heftig. Auch das erstaunt nicht sehr. Nur: US-Amerikanische Wissenschaftler haben bei Stichproben von 96 Studien im Vergleich zu den dazugehörigen klinischen Tests festgestellt, daß 93 von den 96 in Fachmagazinen veröffentlichten Studien mit den echten klinischen Ergebnissen wenig bis gar nichts zu tun haben.

Das ist krass. Es wäre schon bedenklich, wenn es von hundert Studien mehr als eine wäre – aber fast alle?

Genau wie in Deutschland und den meisten europäischen Ländern kann ein Medikament nur dann auf den Markt gebracht werden, wenn es nach klinischen Studien eine Zulassung erhält. Die Regeln in den USA sind streng und die Ergebnisse der klinischen Tests müssen zugänglich sein. Um die Zulassung zu bekommen, müssen alle Einzelheiten der Tests, wie sie durchgeführt wurden und an wem, an wievielen, was genau untersucht wurde und was dabei für Ergebnisse gewonnen wurden in der Datenbank “ClinicalTrials.gov” hinterlegt werden. Und das Ganze muß in einer Studie aufgearbeitet und dargestellt werden und in einer Fachzeitschriften veröffentlicht werden.

Die prüfenden US-Wissenschaftler besorgten sich aus der Datenbank ClinicalTrials.gov die genauen Testergebnisse von klinisch erprobten Neuzulassungen zwischen 2010 und 2011 und die dazugehörigen Fachjournal-Artikel und – siehe da! – wurden 29 Prozent solcher Neu-Zulassungen gar nicht erst in der Fachpresse veröffentlicht. Und von den erfolgten Veröffentlichungen stimmten 93 von 96 Studien nicht mit den amtlich fest-gehaltenen Ergebnissen der klinischen Tests überein. Und es geht nicht nur um ein paar Stellen hinter dem Komma. Es geht um die Wirkungen und Nebenwirkungen der getesteten Arzneimittel.

Außerdem waren fast Dreiviertel der Studien auch noch von den Pharmaunternehmen selbst durchgeführt oder gegen Geld beauftragt worden. Man darf also getrost davon ausgehen, daß die Methodik und Ergebnisermittlung, die Probanden und die Zielrichtung der klinischen Test schon von Vorneherein so ausgelegt werden, daß es möglichst kein Risiko eines Fehlschlages gibt. Und dann wird noch herumgeschönt oder glatt gelogen – oder die Studie stillschweigend verschwinden gelassen.

Das Ganze findet nicht nur in den USA statt, das passiert auch hier. Der Fernsehbeitrag unten berichtet, wie für neue Pillen mit Figur-Plus und Smile-Faktor geworben, das doppelt so hohe Thrombosen- und Schlaganfallrisiko aber sorgfältig verschwiegen wird. Die Werbekampagne für Hormoneinnahme während der Wechseljahre pries die Kunst-hormoncocktails sogar als viel gesünder für die Frauen an. Diese Therapie gegen Wechseljahrebeschwerden wurde derart gepusht, daß die Frauen breitflächig von den Ärzten davon überzeugt wurden und die Medikamente einnahmen. Jahre später stellte sich heraus, welche Katastrophen die Hormone angerichtet hatten. Von Thrombosen und Schlaganfällen bis zu weit erhöhten Gerbärmutter- und Brustkrebsraten reichte das verlockende Angebot.

Empfehlung: Etwa im Sicherheitsbereich der Pille liegt bei richtiger Einnahme die Verhütungszuverlässigkeit von wilder Yamswurzel. Hier sind tatsächlich auch noch positive Wirkungen für die Gesundheit zu verzeichnen. Und bei Wechseljahre-beschwerden kann man viel erreichen mit Traubensilberkerzen- und Rotkleepräparaten und ebenfalls wilder Yamswurzel. Sogar sehr gute Wirkungen, wenn man das kombiniert. Und zwar ohne Risiko! Die Sachen gibt es rezeptfrei. (Sehr gute und günstige Präparate hierzu gibt es im Internet-Versandhandel aus Großbritannien. Sind im Selbstversuch getestet und im gesamten Freundeskreis.)

Das Österreichische Fernsehmagazin “Menschen & Mächte” hat sich mit diesem Beitrag über die Methoden der Pharmaindustrie um die Wahrheitsfindung und die Aufklärung verdient gemacht. Bei Minute 11:45 wird es auf den Punkt gebracht. Es geht um den Profit, und solange die Entschädigungen, die an die geschädigten Patienten gezahlt werden müssen geringer sind als der Profit, wird das Medikament weiter vermarktet.

Begleittext zum Video:

Kurt Langbein, Mitautor des Bestsellers “Bittere Pillen”, auf einem aktuellen Streifzug durch die Tricks und Täuschungen der Arzneimittelhersteller mit konkreten und hoch-aktuellen Beispielen, Betroffenen, Pharmaverantwortlichen und Lobbyisten.

Die Pharmaindustrie erwirtschaftet die höchsten Renditen aller Branchen, sie beherrscht die medizinische Forschung, verkauft teure Medikamente, über deren Unwirksamkeit und Gefahren sie längst Bescheid weiß. Immer wieder werden negative Studienergebnisse über produzierte Medikamente verheimlicht.

Bedenkliche Antibabypillen:

Tabletten sollen Schmerzen lindern und heilen, möglichst ohne Nebenwirkungen. Das tun sie auch, aber nicht immer.

“Es war, als würde ein Auto auf der Brust stehen. Dann kam es zum akuten Herz-Kreislauf-Stillstand, Atemstillstand”, erzählt Dr. Felicitas Rohrer.

Die 25-jährige sportliche Frau war klinisch tot, erst bei einer Notoperation am offenen Herzen konnten sie die Ärzte reanimieren. Beide Lungen waren durch Embolien ver-stopft. Frau Rohrer kann ihren Beruf als Tierärztin nicht mehr ausüben und hat nun den Hersteller der Antibabypille Yasminelle geklagt.

Yasminelle enthält das Hormon Drospirenon, das laut Bayer AG auch Haut und Figur verschönert. Dass allerdings das Risiko, durch die “sanfte” Pille eine Thrombose zu erleiden, mehr als doppelt so hoch ist, wie bei den anderen Pillen, hat der Hersteller verschwiegen.

In Österreich sind 38 ähnliche Fälle offiziell bei der österreichischen Agentur für Gesundheit gemeldet. In den USA haben bereits 11.000 Frauen Entschädigungszahlungen von rund einer Milliarde Dollar erstritten. Doch nicht nur Yasminelle, sondern auch Yaz und Yasmine werden weiter vertrieben.

Kritisches Mittel zur Blutverdünnung:

Auch Xarelto, ein Mittel zur Blutverdünnung, das zur Vorbeugung von Herzinfarkten und Schlaganfällen massiv beworben wird, ist in Kritik geraten. Es führt gelegentlich zu schweren Blutungen, die kaum beherrschbar sind.

“Das Problem dieser Blutungen ist, dass es kein Gegenmittel gibt”, sagt Professor Hans Gombotz, Intensivmediziner am Linzer AKH. “Warum die zugelassen werden, ohne dass es ein entsprechendes Gegenmittel gibt, kann ich auch nicht sagen. Wir wissen nur, dass wir dadurch zum Teil enorme Probleme bekommen.”

Studie über Antidepressiva:

Univ. Prof. Gerald Gartlehner, Leiter der Abteilung für evidenzbasierte Medizin der Donauuniversität Krems, berichtet über seine Analyse der Studienergebnisse von Antidepressiva:

“Antidepressiva sind keine gut wirksamen Medikamente. Fast jeder zweite Patient spricht überhaupt nicht auf die erste Therapie an, sehr viele Patienten haben sehr starke Nebenwirkungen, die gehen von Übelkeit, Erbrechen über sexuelle Störungen bis zu ganz tragischen Nebenwirkungen wie Selbstmord.”

Jahrelang hat die Industrie negative Ergebnisse von Studien unter Verschluss gehalten. Immer noch werden jedem/r zehnten Österreicher/in solche Mittel verordnet, weil sie von der Industrie nahestehenden “Experten”, entgegen den wissenschaftlichen Erkenntnissen, befürwortet werden.

Interessenskonflikte in der Ärztebranche

Langbein, der vor kurzem mit dem renommierten Axel-Corti-Preis ausgezeichnet wurde, thematisiert auch die Interessenkonflikte in der Ärztebranche. Manche Mediziner/innen, die in den Fachärztegremien für die Erstellung von Behandlungsleitlinien verantwortlich sind, stehen auch auf der Payroll der Pharmaindustrie. Insider enthüllen in der Dokumentation die Aufgaben von bezahlten Ghostwritern der Arzneimittelhersteller. Die Firmenmanager jedoch zeigen sich gegenüber den enthüllten Praktiken nur wenig auskunftsfreudig.

Video:

Begleittext zum Video:

„Ein Milliardengeschäft — gefährliche Psychopharmaka!” zeigt die Geschichte vom großen Geld einer 330 Milliarden Dollar schweren psychiatrischen Industrie, die keine Heilerfolge vorweisen kann, wie sie selbst sagt.

Mittlerweile sterben jedes Jahr ungefähr 42.000 Menschen an den Folgen der Einnahme von Psychopharmaka. Die Zahl der Todesopfer steigt weiter. Laut ihrem eigenen Eingeständnis und bezeugter Aussagen, sogar vor dem US-Congress, kennen Psychiater weder die Ursachen, noch eine Möglichkeit, wie auch nur eine einzige „mentale Störung” zu heilen ist. Das Ergebnis einer US-Studie zeigt faktisch auf, dass psychiatrische Behandlung eine 99%-ige Versagensrate in der Patientenbehandlung erzielt.

Diese fesselnde Dokumentation beinhaltet über 185 Interviews! Sie zeigt das wahre Gesicht der Psychopharmaka und ihrer tödlichen Nebenwirkungen und entlarvt die dahinterstehende brutale, aber tief verwurzelte Geldmaschinerie. Seit Jahrzehnten arbeiten Psychiater daran, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass Psychopharmaka für die Probleme des Alltags unerlässlich sind — fragt man aber Psychiater privat, werden sie gestehen, dass sie Geisteskrankheit nicht beheben können. Die Behandlung, die sie jedoch ihren Mitmenschen zukommen lassen und damit jeder wissenschaftlichen Grund-lage entbehren, richten in der Gesellschaft Verwüstung an.

Eine spezielle Dokumentation zeigt die beunruhigende Wahrheit über die sich häufenden tödlichen Amokläufe in Familien, Schulen und in der Öffentlichkeit, von Leuten, die nachweislich ihnen verschriebene psychiatrische Drogen einnahmen!

Quellen: PRAVDA TV/seite3.ch/quer-denken.tv vom 08.07.2014

Pharmazeutische Industrie: Fast alle Studien manipuliert (Videos)

Gegenüberstellung: Marieluise Beck im Bundestag und Dr. Daniele Ganser bei KenFM

Veröffentlicht am 15.11.2014

Sehr geehrte Frau Marieluise Beck,

Geopolitik ist eine komplexe Materie, aber sind Sie wirklich so naiv? Wir denken nein, oder besser: Wir hoffen es.

Um an dieser Stelle den aktuellen Buchtitel von TAZ-Mitbegründer Mathias Bröckers zu zitieren: Sie und ihre Partei gehen davon aus „Wir sind die Guten“, nur das ist seit spätestens 1999 nicht mehr der Fall.

Seit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf das souveräne Jugoslawien durch die NATO, eingerührt und empfohlen auch durch den damaligen grünen Außenminister Joschka Fischer, ist aus der einstigen Friedenspartei mit Sonnenblumen-Logo eine olivgrüne Eingreiftruppe mit Bundestagsmandat geworden.

Sie, Frau Beck, haben sich als Mitglied der Grünen unter dem Einfluss von Macht zu einer Person entwickelt, die eine extrem opportunistische Politik vertritt. Eine Politik, die nur verkauft werden kann, wenn man auf eine durch die Bank einseitige Berichterstattung setzt.

Ihnen wird die Tatsache nicht entgangen sein, dass es da dieses Internet gibt. Sie selber sind auf Facebook, auch wenn davon auszugehen ist, dass Sie persönlich nicht die Seite pflegen. Wäre das so, würden wir an Ihrer Stelle jetzt juristischen Rat einholen. Unsere Screenshots sind gemacht.

Zurück zum eigentlichen Thema, das Sie mit so verhaltener Leidenschaft im Bundestag versucht haben, der Bevölkerung zu verkaufen.
Russland ist der Feind und bei Putin muss man mit allem rechnen.

Wir können Sie beruhigen. Die ehemalige UdSSR ist selbst nach dem Zusammenbruch noch derart groß, dass nicht davon auszugehen ist, dass Putin auf Rommel macht und Sie auf dem Dach des Reichstages bald wieder eine Flagge mit Rotem Stern wehen sehen werden.

Wenn Sie als Mitglied der Ex-Friedenspartei aber auf Dritten Weltkrieg aus sind, dann lassen Sie auch weiterhin den Umstand weg, dass das, was Sie jetzt als Aggression Russlands darstellen, keine Aktion war, sondern eine Reaktion. Was sagt Ihnen als OSZE Mitglied die NATO-Osterweitrung?

Wir können uns denken, dass Sie einen ziemlich dichten Terminkalender haben und seit 1989 nur wenig dazu gekommen sind, sich mit Geopolitik beschäftigen zu können. Vielleicht ist die Ausdehnung des westlichen Militärbündnisses einfach an Ihnen vorbei gegangen. Aus diesem Grund verstehen Sie den Ausschnitt eines KenFM-Interviews mit Dr. Daniel Ganser bitte als eine Serviceleistung unserer Seite.

Sie müssen sich nicht die 100 Minuten ansehen. Wir haben den für Sie und Ihre Weltsicht relevanten Teil herausgeschnitten. Dort erklärt Ihnen der Historiker und Friedensforscher aus der Schweiz in simplen Worten, was der Reaktion Russlands aktuell vorausgegangen ist.

Eine Art Sendung mit der Maus. Speziell für Menschen wie Sie, die wenig Zeit haben.

Wichtig wäre uns als Presseportal noch zu erwähnen, dass nicht alle Journalisten, mit denen Sie nicht schon essen gegangen sind, automatisch für den Kreml arbeiten oder aber, wie Sie auch auf Ihrer Facebook-Seite mehrfach angedeutet haben, aus dem braunen Umfeld stammen.

Diese unglaublichen Unterstellungen haben nur ein Ziel. Sie sollen die letzen Reste nicht embeddeter Presse vernichten. Dieser Wunsch wird nicht in Erfüllung gehen. Die Büchse der Pandora ist offen. Das Netz existiert.

Da Sie in Sachen digitale Medien aber wohl nicht das zu sein scheinen, was man firm nennt, werden Sie von uns klassisch Post bekommen. Bedrucktes Papier.

Der Briefkopf trägt natürlich das Logo einer namhaften Rechtsanwaltskanzlei, die uns in den letzten drei Jahren nie enttäuscht hat. Wir sind es gewohnt, zu gewinnen, Frau Beck. Der Rechtsstaat arbeitet noch. Haben Sie damit auch Probleme?

 

Globaler Sklaverei-Index: Mehr als halbe Million Menschen in Europa als Leibeigene

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Mehr als 566.000 Menschen in Europa leben laut einem Forschungsbericht der Walk Free Foundation in moderner Sklaverei. Laut des am Montag veröffentlichten Globalen Sklaverei-Index 2014 weisen Bulgarien, Tschechien und Ungarn anteilig jeweils das höchste Vorkommen in Europa auf. Deutschland leistet sich 10.000 bis 11.000 Sklaven. In Österreich sind den Schätzungen zufolge etwa 1100 Menschen in moderner Sklaverei gefangen.

(Foto: Indonesische Arbeitsmigranten protestierten vor einigen Monaten für bessere Arbeitsbedingungen und faire Löhne)

Absolut betrachtet ist die Türkei mit geschätzt 185.500 Menschen in moderner Sklaverei negativer Spitzenreiter in Europa. Dazu zählen demnach Zwangsarbeit, Schuldknecht-schaft, Zwangsehen oder kommerzielle sexuelle Ausbeutung. In allen Ländern in Europa steht moderne Sklaverei unter Strafe.

“Gemeinhin nimmt man an, dass von der Sklaverei nicht mehr als eine schmerzhafte Erinnerung an längst vergangene Zeiten geblieben ist oder dass sie nur in Ländern existiert, die von Krieg und Armut gezeichnet sind. Diese Befunde belegen, dass die moderne Sklaverei in jedem Land zu finden ist”, sagte Andrew Forrest, der Vorsitzende der Walk Free Foundation, laut Mitteilung.

„Die Ketten der modernen Sklaverei sind nicht immer physischer Art – manchmal sind es eskalierende Schulden, Einschüchterung, Täuschung, Angst oder gar eine ‘Heirat’, die einer jungen Frau oder einem Mädchen ohne deren Zustimmung aufgezwungen wird und was dazu genutzt wird, eine Person gegen ihren Willen festzuhalten, ohne dass es dafür Schlösser oder Ketten braucht“, heißt es in der Studie.

Dem Index zufolge sind die modernen Formen der Sklaverei in allen 167 Ländern, die im Index erfasst wurden, vorhanden. In Island, Irland und Luxemburg verzeichneten die Experten das geringste Vorkommen.

In Europa ist die Sklaverei am verbreitetsten in Albanien (Rang 51), Montenegro (53) sowie in Tschechien und Ungarn (beide 54). Am relativ besten ist die Situation in Island, Irland und Großbritannien. Deutschland findet sich nach Angaben des Berichts von Walk Free mit geschätzten 10.000 bis 11.000 Sklaven auf Rang 136.

Weltweit geschätzte 35,8 Millionen Opfer

Weltweit leiden nach der Erhebung schätzungsweise 35,8 Millionen Frauen, Männer und Kinder unter moderner Sklaverei. In absoluten Zahlen steht Indien mit mehr als 14 Millionen Menschen an der Spitze, gefolgt von China (2,9 Millionen), Pakistan (2,1 Millionen), Usbekistan (1,2 Millionen) und Russland (1,1 Millionen).

Auf diese fünf Länder entfallen 61 Prozent der Menschen, die wie Sklaven leben müssen. Im westafrikanischen Mauretanien lebt mit vier Prozent der höchste Anteil der Bevölkerung in moderner Sklaverei, gefolgt von Usbekistan, Haiti und Katar, dem Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft 2022.

Im Vergleich zum Bericht vom vergangenen Jahr geht der Index von 20 Prozent mehr Menschen aus, die in Verhältnissen leben, die der Sklaverei ähnlich sind. Das sei aber unter anderem auf eine verbesserte Datenlage und Verfahrensweise der Forscher zurückzuführen. Dazu gehörten demnach auch nationale repräsentative Umfragen in einigen der am stärksten betroffenen Länder.

Viele Zahlen sind nur Schätzungen

Autor ist Kevin Bales, Professor für zeitgenössische Sklaverei an der britischen Universität Hull. Er beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit diesem Thema und räumt selbst ein, dass viele der Zahlen im Index nur auf groben Schätzungen basieren.

Walk Free fordert die Regierungen auf, eigene Zahlen vorzulegen. Der Report verweist auch auf Wege, wie die Situation verbessert werden kann. Ein Beispiel: Die Behörden in Neuseeland setzten durch, dass alle ausländischen Fischtrawler, die in seinen Gewässern fischen wollten, neuseeländische Arbeitsstandards erfüllen müssen. Schiffe, auf denen Mannschaften unter Sklavenbedingungen arbeiten müssen, meiden daher eher die Gewässer um Neuseeland.

Gegründet haben die Stiftung Walk Free mit Sitz in Perth vergangenes Jahr der australische Bergbaumagnat Andrew Forrest und seine Frau Nicola. Ihr Geschäftsführer, Nick Grono, arbeitete zuvor bei der renommierten International Crisis Group, die weltweit Krisen und Kriege analysiert.

Quellen: APA/derstandard.at/taz.de vom 17.11.2014

Globaler Sklaverei-Index: Mehr als halbe Million Menschen in Europa als Leibeigene

Mediale Kriegshetzer nennen Kanonenfutter jetzt »Speerspitze«

Udo Ulfkotte

Millionen Menschen da draußen haben das Gefühl, von unseren »Qualitätsmedien« häufig manipuliert, belogen und betrogen zu werden. Zumindest, so die verbreitete Wahrnehmung, arbeiten sie oft mit den Methoden klassischer Propagandatechnik. Im Falle von Zeitungen wie Welt und FAZ ist das in diesen Tagen wieder einmal besonders deutlich.

In den vergangenen Wochen hat das Nachrichtenportal Kopp Exklusiv immer wieder unter Berufung auf deutsche Politiker darüber berichtet, dass Washington in einem Coup unter Umgehung des Vetorechts des Deutschen Bundestages künftig deutsche Soldaten der Bundeswehr unter amerikanischen Einsatzbefehl stellen möchte. Deutsche Soldaten, so das Vorhaben der USA, sollen ohne Mitspracherecht der deutschen Politik jederzeit in US-Kriege geschickt werden können. Dazu berichtete das Nachrichtenportal Kopp Exklusiv etwa:

 

»Sollte die Absicht der Berliner Koalitionsparteien umgesetzt werden, (…) den bestehenden Parlamentsvorbehalt so zu verwässern, dass über NATO und EU jederzeit die Einsätze für die Bundeswehr festgelegt werden können, ohne ein Veto des Deutschen Bundestages befürchten zu müssen, würde die Bundeswehr ihren Charakter völlig verändern. Dann nämlich führen andere ihre Kriege mit unseren Soldaten.« Die Bundeswehr, so die geheimen Pläne der Bundesregierung, soll künftig ohne Mitsprache deutscher Abgeordneter eingesetzt werden. Und die Deutschen bekommen von diesen Geheimplänen einfach nichts mit. (…) »In der Sekunde, wo der Parlamentsvorbehalt fällt, geht die tatsächliche Befehls- und Kommandogewalt über die deutschen Streitkräfte auf die NATO (…) über. Und es bedarf keiner besonderen Vorstellungskraft, den nächsten Schritt ins Auge zu fassen. Schnell lassen sich Gründe finden, den Einsatz der Bundeswehr im Innern neu zu diskutieren und, unbeschadet rechtlicher Rahmenbedingungen, diesen Einsatz zu erlauben. Dann wird, jeder Regierungsbeteuerung zum Trotz, der amerikanische Oberbefehlshaber der NATO die erste Entscheidung über den Einsatz der Bundeswehr gegen das eigene Volk treffen. Der Möglichkeit, dass deutsche Soldaten gegen deutsche Bürger eingesetzt werden, wären damit Tor und Tür geöffnet.« 

Und jetzt berichtet die FAZ unter der Überschrift »Bundeswehr soll Nato-›Speerspitze‹ bilden«, dass Deutschland den USA 4000 Soldaten für die Konfrontation zwischen NATO und Russland zugesagt habe. Auch die Tageszeitung Die Welt berichtete darüber.

Deutsche Soldaten als »Speerspitze« einer Konfrontation der Supermächte – geht’s noch? Die publizistische Vorbereitung von Krieg hat, so der österreichische Konfliktforscher Dr. Kurt Gritsch, bei deutschen Qualitätsmedien wie der FAZ Methode.

Aber die Mehrheit der Bundesbürger will weder die publizistische Vorbereitung von Krieg noch die Entsendung deutscher Soldaten zu immer neuen gefährlichen Auslandseinsätzen, die vor allem ein Ziel verfolgen: amerikanische Rohstoffkriege zu führen und einige wenige Mächtige noch reicher und mächtiger zu machen.

Die Netzwerke, die das alles publizistisch begleiten sollen, habe ich in Gekaufte Journalisten enthüllt. Und im wöchentlichen Informationsdienst Kopp Exklusiv berichten wir ständig über aktuelle Entwicklungen auf diesem Gebiet.

Anstatt auf die Sorgen und Bedenken der Bürger da draußen einzugehen, verbreitet die von sinkenden Einnahmen in die Existenznot getriebene FAZ nun munter weiter Kriegshetze (deutsche Soldaten als »Speerspitze«), obwohl sie schon 200 Stellen streichen und sogar die Büros der Lokalvermarkter schließen muss. Selbst ein paar Hundert Euro für Zeichner kann sich die FAZ nicht mehr leisten. Und im Hintergrund wird schon überlegt, wie die Wirtschaft die FAZ künstlich am Leben erhalten könnte. Warum machen die dann eifrig weiter mit ihrer Kriegshetze? Schauen wir uns das doch einfach einmal genauer an. Und zwar vor dem Hintergrund der Geschichte der FAZ.

Mein Freund Peter Scholl-Latour, den ich in vielen Kriegsgebieten getroffen habe, wurde 2014 im Alter von 90 Jahren und wenige Wochen vor seinem Tod zu seiner Lebenserfahrung beim Thema Medien und Zensur gefragt. Er antwortete:

Paul Sethe, der ja ein ungemein konservativer Leitartikler war und für die Welt und für die FAZ schrieb, hat mal vor vielen Jahren geschrieben: »Die Freiheit der Presse im Westen ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu publizieren«, inzwischen sind es keine 200 mehr, inzwischen sind es nur noch vier oder fünf Leute.

Vier oder fünf Menschen bestimmen nach Auffassung von Peter Scholl-Latour also heute nur noch über die vorherrschende Meinung. Meinungsvielfalt gibt es also ganz sicher nicht mehr. Und der von Peter Scholl-Latour erwähnte Paul Sethe, immerhin einer der Gründungsherausgeber der FAZ, wurde damals bei der FAZ abgesetzt, weil er nicht auf Linie war.

Das Kanzleramt und die anderen Herausgeber übten diesen Druck aus – und die Wirtschaft. Denn die schaltete keine Anzeigen mehr in der FAZ, wollte so den Druck immer weiter erhöhen. Der damalige Chef der Salamander AG, Alexander Haffner, saß im FAZ-Förderausschuss und sagte ganz offen: »Die Zeitung ist von der Wirtschaft gegründet worden…« Und deren Interessen müssten sich darin widerspiegeln…

FAZ-Herausgeber Sethe bekam also einen Fußtritt. Selbst im Bundestag wurde schon dargestellt (116. Sitzung) wie einFAZ-Herausgeber »weggetreten« wurde. So erging es auchFAZ-Herausgeber Jürgen Tern. Und so erging es nach 24 Jahren (davon 13 als Herausgeber) FAZ-Herausgeber Hugo Müller-Vogg. An einem Dienstagnachmittag bekam er überraschend seine Kündigung. Der Herausgeber hat die Gründe für seinen Rauswurf bis heute nicht erfahren. Er hatte wohl nicht mitgespielt, so wie er mitspielen sollte.

Bleibt der Eindruck: Hinter der FAZ steckt, wie ich in Gekaufte Journalisten belegt habe, mitunter ein korrupter Kopf. Vor die Tür gesetzt werden aber jene, die unbequem sind oder eine abweichende Meinung haben. Das gilt für Redakteure und auch für Herausgeber oder Chefredakteure. Und es gilt für alle anderen Leitmedien. Auch Alpha-Journalisten müssen eben stramm auf Kurs sein – sonst werden sie entsorgt.

Die Menschen beginnen, den unentwegten Betrug durch die »Leitmedien« in allen Bereichen zu erkennen. Denn dahinter steckt wie bei Hütchenspielern ein (betrügerisches) System. Unsere Leitmedien streuen uns Bürgern Sand in die Augen, damit die Finanzelite viel Geld verdienen kann – und sei es im Krieg, wenn deutsche Soldaten als »Speerspitze« die Kriege anderer Staaten führen sollen. Das ist der Eindruck, den ich tausendfach gewonnen habe und den man immer wieder auch gut durch konkrete Beispiele manipulativer Berichterstattung belegenkann.

Wie war das noch bei der Gründung derFAZ? Erinnern Sie sich noch an das Zitat, welches Sie eben gelesen haben: »Die Zeitung ist von der Wirtschaft gegründet worden…« Und deren Interessen müssten sich darin widerspiegeln… Sind das die Voraussetzungen für unabhängige und unparteiliche Berichterstattung? Da wird schnell klar, warum wir Bürger wie »informiert« werden

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/mediale-kriegshetzer-nennen-kanonenfutter-jetzt-speerspitze-.html

Wird Washington die arabische Welt in Riyads und Teherans Obhut geben?

Während die Frist der 5 + 1 Verhandlungen fast abgelaufen ist, offenbart Thierry Meyssan ihre Herausforderung: mit dem falschen Vorwurf der Atombombe hoffte Washington, den Einfluss der iranischen Revolution einzudämmen. Unter Berücksichtigung seiner militärischen Niederlagen seit 2006 würde es sich jedoch mit der Kaltstellung der aktuellen Kraftverhältnisse begnügen. Es würde daher die arabische Welt in einen Pro-Saudischen und einen Pro-Iranischen Teil spalten, mit der Zusicherung beider Lager, nicht in die Einfluss Zone des anderen einzudringen.

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Verhandlungen im Oman

Alle politischen Debatten in der Golfregion und der Levante sind der möglichen Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen den fünf ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats, plus Deutschland und Iran am 24. November untergeordnet. Seit der Präsidentschafts-Wahl von Mahmoud Ahmadinedschad im Jahr 2005 versuchen die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Frankreich, die islamische Republik daran zu hindern, ihre Revolution zu exportieren und die Weltunordnung infrage zu stellen. Wohl wissend, dass ihre Wissenschaftler unter anderem die Forschung für eine neue Art von einem zivilen Kernkraftwerk vorantreiben, um die Dritte Welt von der ’Westlichen’ Dominanz zu befreien, beschuldigen sie den Iran ohne die geringsten Beweise, Atomwaffen zu entwickeln. Die verhängten Sanktionen haben die iranische, aber auch die deutsche Wirtschaft schwer getroffen. China und Russland moderieren die Debatten.

Im Mai 2013 begannen heimlich bilaterale Verhandlungen in Oman zwischen Washington und Teheran. Daraufhin wurde die Kandidatur für die iranische Präsidentschaft des Kabinettschefs von Ahmadinedschad, Esfandiar Rahim Mashaei, verboten, damit Scheich Hassan Rohani gewählt werden konnte.

Scheich Hassan Rohani war der erste Kontakt der Israelis während der Iran-Contra Affäre.

Sofort nach dem Verbot der Kandidatur von Mashaei und sogar noch vor der Wahl von Scheich Hassan Rohani zeigt Washington seinen guten Willen und die 5 + 1 Verhandlungen entwickeln sich positiv. Die iranische Delegation akzeptierte bald die Idee, ihre Kernforschungs-Zentren den „westlichen“ Experten zu erschließen.

Scheich Rohani handelt dann, außerhalb der 5 + 1 Gruppe, direkt mit Washington, den Verkauf von iranischem Gas an die Europäische Union aus, damit die EU ohne russisches Gas auskommen kann und damit das iranische Gas den Chinesen abgeht. Rohani trifft am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen seinen österreichischen Amtskollegen und entwickelt ein Finanzierungs-Projekt für die Verbindung der iranischen Gasstätten mit der Nabucco Gas Pipeline. Gegenüber der Reaktion von Moskau, das die bilateralen Geheimgespräche zwischen Iran und den USA anprangert, gibt Rohani ein Interview auf dem ersten russischen TV-Sender, in dem er garantiert, dass sein Land nicht die Absicht habe, Russland von dem europäischen Gasmarkt auszuschließen.

Die Vereinigten Staaten aber ziehen die 5 + 1 Verhandlungen in die Länge und diskutieren gleichzeitig mit den Saudi Fraktionen.

Im Oktober veröffentlichte der Führer der Revolution, Ajatollah Ali Khamenei, eine Liste mit 11 Punkten, die für sein Land nicht verhandelbar wären. Es ist nicht mehr die Rede, zivile Kernforschung zu stoppen, oder auf zivile Urananreicherung zu verzichten, unabhängig von den angebotenen Zugeständnissen. Mit anderen Worten ist der Iran bereit, seine militärische aber nicht seine zivile Entwicklung auszusetzen.

Der Führer hätte bereits dem Abzweigungsprojekt von iranischem Gas Einhalt geboten, aber er muss klein beigeben. Nicht nur, um die internationalen Sanktionen aufzuheben, die dem Land ernsthaft schaden, sondern vor allem, weil die Vereinigten Staaten bereit sind, das Land zu destabilisieren falls die Verhandlungen versagen: mehr als 80 westliche TV-Sender in Farsi-Sprache sind bereit das Land anzugreifen, während die Terroristen der Mudschahiddin des Volkes ihre Selbstmordattentäter bereitstellen.

Eine Woche vor dem Enddatum scheint es, als wäre Washington zufrieden, die Situation in der Region ’einzufrieren’, und würde nicht mehr versuchen, das Gleichgewicht der Kräfte ändern zu wollen. Die arabische Welt wäre zwischen Iran und Saudi-Arabien aufgeteilt, diese beiden Staaten wären für die Schiiten bzw. für die Sunniten verantwortlich.

Die Obama-Administration hätte die Nachfolge von König Abdallah geregelt, indem sie jedem Stamm der Saud die erbbedingten aktuellen Privilegien gewährleistet. Sie würde auch den iranischen Einfluss akzeptieren, sofern der Iran darauf verzichtete, sich mit Waffengewalt auszubreiten.

Als Zeichen guten Willens haben die Huthis (Schiiten) bereits zugestimmt, mit den sunnitischen Parteien an einer Regierung nationaler Einheit im Jemen teilzunehmen. Vor allem haben sie nach der Einnahme der Hauptstadt ihren Vormarsch eingehalten und Aden in den Händen ihre Rivalen gelassen. Sie verzichten somit auf die Meerenge von Bab el-Mandel und die Kontrolle des Roten Meeres.

Wenn das Iran-US-Abkommen genehmigt und durch die 5 + 1 verabschiedet wäre, würden alle regionalen Gruppierungen nach jahrelangem Tumult endlich Ruhe finden. Aber kein Problem wäre im Grunde gelöst. Die Sunniten müssten immer noch die Wahhabiten als Muslime anerkennen, während die Schiiten die iranische Autorität anerkennen müssten, obwohl Teheran das Ideal von Imam Khomeini ruhen gelassen hätte. Es gäbe weder Gewinner noch Besiegte, aber manche Akteure in ihrem eigenen Lager wären besiegt. Besonders die Türkei, die ihre Autorität unter den Sunniten verlieren würde, was sie sich durch ihre Hartnäckigkeit gegen Syrien eingehandelt hat.

Das Einfrieren der arabischen Welt würde den USA ermöglichen, ihre militärische Macht auf Russland und China zu richten.

Überforderte Talkrunde nach Putin-Interview

NOVEMBER 17, 2014

Von Peter Haisenko

Eigentlich hätte dem Interviewführer Seipel das erste Wort zugestanden. Er hätte mit seinen persönlichen Eindrücken rund um das Interview solide Rahmeninformationen geben können. Stattdessen durfte unsere Kriegsministerin als erste mit ihren Ergüssen gegen Putin die Richtung vorgeben. Auf Inhalte des Interviews ist sie während der ganzen Zeit fast nicht eingegangen. Kriegsministerin? Nun, Deutschland muss nicht verteidigt werden, denn wir sind nicht invasionsmäßig bedroht, führen aber im Ausland Krieg.

Meinungsfreiheit ist angeblich in unserem Land eines der höchsten Güter und Russland wird scharf angegriffen, wenn dort auch nur die geringsten Anzeichen dafür erkannt werden wollen, dass ebendiese in Gefahr sei. Ist es da nicht schlimm, dass sich auch die ARD-Angestellte und ehemalige Moskau-Korrespondentin Mikich vorab entschuldigt, wenn sie etwas Positives über Russland sagen will? Wer pro-Putin ist, wird nicht mehr in Talkshows eingeladen. Dass Seipel selbst dabei war, ist wohl nur dem Umstand geschuldet, dass er dieses Interview geführt hat.

Allgemeinplätze statt konkrete Argumente

Putin hat in diesem Interview seinen Standpunkt unaufgeregt und nachvollziehbar vorgetragen. Er hat Aspekte offengelegt, die bei uns noch überhaupt nicht in den Medien angekommen sind. Alles in allem hat er klargemacht, wie zurückhaltend konstruktiv seine, die Haltung Russlands gegenüber der Ukraine ist. Putin hat allerdings den Fehler gemacht anzunehmen, dass im Westen seine Argumentationsweise verstanden wird. Seine dezente Logik folgt der russischen Denkweise. So sagt er nicht in westlich marktschreierischer Weise, wie sehr er die Ukraine nach wie vor unterstützt, sondern weist darauf hin, mit welchen einfachen Mitteln er die Ukraine mit der Finanzwaffe und anderen Mitteln in den Abgrund stürzen könnte – was er nicht tut und nicht will.

Gerade Putins Ausführungen über die Verschuldung der Ukraine als Staat und einzelner wichtiger Unternehmen des Landes gegenüber Russland haben die Anti-Putin-Experten offensichtlich überfordert. Besonders der Aspekt ist hervorzuheben, dass die Sanktionen gegen russische Banken diese dazu zwingen könnten, die in die Ukraine vergebenen Kredite vorzeitig zu kündigen. Die Rechtslage ließe das zu. Keiner von ihnen ist auch nur ansatzweise darauf eingegangen. Überhaupt sind die eigentlichen Inhalte des Interviews untergegangen in Allgemeinplätzen, die die üblichen Anschuldigungen gegen Putin ausbreiteten. Speziell unsere Kriegsministerin hat auf die direkten Fragen Jauchs nicht geantwortet, sondern sich in immer wiederholenden Ausführungen der Beantwortung der Fragen entzogen.

Das Recht auf Unabhängigkeit

Putins Ausführungen zu den Vorgängen auf der Krim sind von dem angeblich überragenden Historiker Winkler einfach abgetan worden, ohne eine auch nur ansatzweise Beweisführung. Putin hat auf ein – bei uns ignoriertes – Urteil des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag verwiesen, das der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo die Rechtmäßigkeit bescheinigt. In diesem Urteil wird festgestellt, „das internationale Recht kenne kein Verbot von Unabhängigkeitserklärungen“. Die Richter mussten abwägen, wie das Recht der Staaten auf territoriale Integrität und das Recht der Menschen auf Selbstbestimmung zueinander stünden, erklärte die Völkerrechtsexpertin Bibi van Ginkel vom Niederländischen Institut für internationale Beziehungen (Clingendael) in Den Haag. „Beide sind fundamentale internationale Rechte.“ Dazu mehr hier: http://www.sueddeutsche.de/politik/internationaler-gerichtshof-unabhaengigkeit-des-kosovo-ist-rechtens-1.978367

Krim und Kosovo – ein Vergleich

Diese Argumentation Putins erklärt endlich auch, warum die westliche Gemeinschaft das Vorgehen Russlands auf der Krim nicht vor einem internationalen Gerichtshof zur Anklage bringt. Jedes Gericht käme in Erklärungsnot, wenn es bei der Krim zu anderen Ergebnissen kommen wollte. Zu beachten ist hierbei noch ein wesentlicher Unterschied zwischen Krim und Kosovo: Auf der Krim sind seit Jahrhunderten russische Soldaten stationiert, seit 1991 vertraglich abgesichert mit der ukrainischen Regierung. Im Kosovo haben die USA erst nach der Unabhängigkeit die große Masse ihrer Soldaten stationiert und so ihre größte und ultra-geheime Militärbasis im osteuropäischen Raum geschaffen: „Camp Bondsteel“. Dort wurden dann auch „Anti-Assad-Kämpfer“ ausgebildet und bewaffnet.

Ebenfalls unkommentiert sind Putins Bemerkungen geblieben über internationale Gewässer und Lufträume. Wem ist denn bis jetzt aufgefallen, dass die westliche Diktion von einem „Europäischen Internationalen Luftraum“ ein Oxymoron ist? Man kann gar nicht anders, als seiner Argumentation zu folgen, dass ein Gewässer oder Luftraum entweder International sein kann, oder europäisch. Die übliche Diktion von einem „internationalen europäischen Luftraum“ dient folglich dem Zweck, die Europäer irrezuführen und Angst zu schüren vor angeblich aggressivem russischen Verhalten.

Von der Leyen hat die Befürchtungen Putins ins Absurde gestellt, in der Ukraine könnten ethnische „Säuberungsaktionen“ bevorstehen. Wie blind muss man sein, die öffentlich verfügbaren Äußerungen der ukrainischen Führer einfach zu ignorieren? Bereits seit Monaten lässt Poroschenko Zivilisten, Städte und Schulen seiner eigenen Bürger von seinem Militär mit schweren Waffen beschießen und von der Luftwaffe bombardieren. Seit seinem Wahlsieg nimmt er kein Blatt mehr vor den Mund, wie rechtmäßig diese Wahl auch immer war, nach Völkerrecht. Er spricht offen von „totalem Krieg“ – das habe ich doch schon mal irgendwo gehört – und davon, dass er den russischen Bevölkerungsanteil als „Untermenschen“ ansieht, die zu nichts Vernünftigem fähig sind.

Kiew erkennt Waffenstillstandslinie nicht an

Abgesehen davon, dass er hier dem Vorbild der USA folgt, die vor jedem Krieg ihre Gegner als Untermenschen bezeichnet haben, hat er bereits Schritte in diese Richtung eingeleitet: Erst der Versuch, die russische Sprache zu verbieten und jetzt die Konkrete Einstellung der Rentenzahlungen an die verdienten Rentner der Ostukraine. Diesem Poroschenko, der immer häufiger offensichtlich betrunkene Auftritte nach dem Vorbild Jelzin absolviert, wird sogar von unserem Bundespräsident Solidarität versichert. Dem Argument Putins, die Kiew-Regierung möge doch wenigstens die Auftritte von Söldnern mit Nazi-Emblemen verbieten, ist die Runde ebenfalls aus dem Weg gegangen. Wes Geistes Kind Poroschenko ist und dass Putins Befürchtungen keinesfalls aus der Luft gegriffen sind, können Sie anhand dieses kurzen Videos selbst beurteilen:https://www.youtube.com/watch?v=3xVkbpTFWAM

Auch der Hinweis Putins ist ignoriert worden, dass die Probleme mit dem Waffenstillstand nach dem Minsker Abkommen die Schuld Kiews sind. Er führte aus, dass Kiew sich nach wie vor weigert, eine Waffenstillstandslinie zu definieren, geschweige denn anzuerkennen oder zu respektieren. Wie kann es eine 30-Kilometer breite Zone geben, wenn sich eine Seite, Kiew, weigert, überhaupt eine solche Zone zu definieren? Weiterhin ist niemand darauf eingegangen, als Putin darauf hinwies, dass am 21. Februar 2014 von den Außenministern Polens, Deutschlands und Frankreichs ein Abkommen mit Garantiezusagen unterschrieben worden ist, für eine friedliche und völkerrechtlich demokratische Entwicklung in der Ukraine zu bürgen. Diese Selbstverpflichtung der Garantiestaaten hat keine 24 Stunden überlebt und man hat sich davon geräuschlos verabschiedet.

Was will der Westen, was will Russland?

Putin wünscht sich eine friedliche Lösung des Konflikts, indem eine Regionalisierung der Strukturen in der Ukraine vorangetrieben wird. Damit geht er konform mit dem Westen, der allerdings nichts tut, um in dieser Hinsicht auf die Kiew-Regierung einzuwirken. Auch dieser Aspekt ist der pauschalen Putin-Kritik zum Opfer gefallen.

Immer wieder wird und wurde auch gestern die falsche Frage gestellt: Was will Putin? Nun, was Putin will, was Russland will, hat Putin in diesem Interview deutlich gesagt. Allem, was er gesagt hat, kann man nur entnehmen, dass er eine friedliche Zusammenarbeit mit allen Ländern wünscht. Die Diskussionsrunde tat das als unglaubwürdig ab. Warum eigentlich? Die Frage, die schon lange gestellt werden müsste heißt: Was will der Westen (von Putin/Russland)? Realistisch betrachtet ist die Antwort einfach: Der Westen, die USA wollen von Putin/Russland eine bedingungslose Unterwerfungserklärung, dem Weltbeherrschungsanspruch der USA nicht mehr im Wege zu stehen, inklusive einer kompletten Übernahme der anglo-amerikanischen Finanzregeln. Wie ein Hund soll sich Russland auf den Rücken legen und die Kehle zum Biss freigeben.

Dazu hat Frau Mikich dann doch noch ein vernünftiges Schlusswort gefunden: Russland muss respektiert werden, mit „Sie“ angesprochen werden. Dem kann man sich nur anschließen denn wir konnten in den letzten beiden Jahrzehnten beobachten, was mit Ländern passiert ist, deren nationale Identitäten und Entwicklungen vom Westen, den USA, grob missachtet worden sind, mit dem mittlerweile ekelhaften Argument, dass man diesen Ländern nur helfen will, auf ihrem Weg zu einer westlich verordneten „demokratisch-marktwirtschaftlichen“ Ordnung.

Das ganze Interview mit Putin können Sie hier nachlesen und sich Ihre eigene Meinung bilden:http://www.ndr.de/nachrichten/putininterview108_page-1.html

http://www.anderweltonline.com/politik/politik-2014/ueberforderte-talkrunde-nach-putin-interview/

Michael Winkler – Tageskommentar vom 18.11.2014

Da pumpt die Bank of Japan 80 Billionen Yen pro Jahr in die Wirtschaft – und das Ergebnis ist eine Rezession. Klingt gut, aber da ich nicht DER SPIEGEL bin, bleibe ich besser bei der Wahrheit: Die japanische Wirtschaft ist im zweiten und dritten Quartal geschrumpft, das Land folglich in Rezession gefallen. Das dritte Quartal endet mit dem September, die Ankündigung, wie die Wahnsinnigen Geld zu drucken, erfolgte Ende Oktober. Japan ist allerdings schon jetzt mit dem zweieinhalbfachen seiner Jahreswirtschaftsleistung verschuldet. Das ist nach den offiziellen Angaben das Doppelte der Verschuldung Italiens und das Dreifache jener Merkeldeutschlands. Nichts davon, gar nichts, kann zurückgezahlt werden. Auf Amerikaans: We are doomed! Auf Fußballdeutsch: Wir haben fertig! Und im Klartext: Wir sind erledigt, dem Untergang geweiht, Bankrott, pleite. Wir alle. Weltweit!

Die schönen Bilder aus Australien zeigen Präsident Putin am Katzentisch. Die anderen Kinderchen haben sich einfach nicht zu ihm gesetzt. Hätte es eine Kindergartentante gegeben, wäre diese böse geworden, denn Mobbing darf sie nicht zulassen. Dummerweise sind diese Kinderchen das, was man landläufig „Staatsmänner“ nennt. Und weil es solchen Spaß macht, Andere zu mobben, hat Merkel noch eins draufgesetzt und eine Haßpredigt gegen Rußland abgelassen. Offenbar hat ihr oberstes Kriegsherrchen aus Washington sie von der Leine gelassen. Bleibe nur noch zu sagen, daß die Genossin Staatsratsvorsitzende eine weiße Hose und ein grellrotes Jackett getragen hat, letzteres von ihrer Lieblingsmarke Tsu Eng.

Der sozialistische Kandidat Victor Ponta hat alles getan, um zu verhindern, daß der konservative Kandidat Klaus Iohannis Präsident Rumäniens wird. So mußten Rumänen im Ausland, die traditionell konservativer wählen, sich zu Tausenden vor Konsulaten anstellen. Diese Regelung hat erfolgreich verhindert, daß viele dieser Auswärtigen ihre Stimme abgeben konnten. Trotzdem hat der Siebenbürger Sachse mit 55% gewonnen. Die Rumänen unterstellen ihm deutsche Qualitäten, also Korrektheit und strikte Ablehnung der Korruption. Tugenden, die in Merkeldeutschland leider nicht mehr selbstverständlich sind, nach fast 70 Jahren Besatzer-Demokratie.

Schon jetzt steht fest, daß das Saarland und Bremen die für 2020 vorgeschriebene Schuldenbremse nicht einhalten werden. Nun, das Saarland hat sich zweimal gegen Frankreich und für Deutschland entschieden, das sollten wir ihm anrechnen. Aber Bremen? Linksfaschisten, Grüninnen, Gutmenschen… Das bietet sich doch geradezu an für ein kleines Experiment. Wir zäunen Bremen ein, wer nachweisen kann, niemals SPD oder Grüninnen gewählt zu haben, darf nach Bremerhaven umziehen. Da Bremen etwa so groß ist wie das Gaza-Ghetto, aber vergleichsweise schwach besiedelt, wäre dort Platz für mindestens eine Million Asylbewerber. Die verbliebenen Gutmenschen können diese Gäste vor Ort betreuen, die Gäste werden sich dort wie in ihrer Heimat einrichten, und wir Außenstehenden werfen ab und zu ein paar Bananen über den Zaun.

http://www.michaelwinkler.de/Kommentar.html