Chemtrails-Whistleblower Erich Kästner? – „Ein Mann gibt Auskunft“ – Das Letzte Kapitel

Avatar von 💀Eric der Wikinger💀Flieger grüss mir die Sonne und grüss mir den Mond...

Veröffentlicht am 26.08.2013

http://www.Wahrheitsbewegung.net – Vor über 70 Jahren schrieb Erich Kästner das Gedicht „Das letzte Kapitel“. Darin stellte er sich die Zukunft der Menschheit wenig
optimistisch vor, sieht gar ihren einzigen Ausweg in der Selbstzerstörung, die er sich in dichterischer Freiheit für das Jahr 2003 vorstellt. Oder war Kästner gar ein wissender und hat die Warnung in Gedichtform verpackt? Jedenfalls wurden seine Bücher von den Faschisten in Deutschland während der Bücherverbrennung verbrannt!
Das Gedicht erschien erstmals im Jahre 1930, in dem Gedichtband „Ein Mann gibt Auskunft“.

Ursprünglichen Post anzeigen

USA bereiten Waffen-Lieferung in die Ukraine vor

Waffenlieferungen an das ukrainische Militär könnten abschreckend auf Russland wirken, so ein hochrangiger US-Beamter. Vizepräsident Joe Biden werde diesen Punkt bei seinem Ukraine-Besuch kommende Woche besprechen. Russland warnt die USA vor diesem Kurswechsel.

Joe Biden wird kommende Woche erneut in die Ukraine reisen, hier ein Besuch im April 2014. Bei dem Treffen soll über mögliche Waffenlieferungen an das ukrainische Militär gesprochen werden, so ein hochrangiger US-Beamte. (Foto, dpa)

Russland hat die USA vor Waffenlieferungen an die Ukraine gewarnt. Die Vereinigten Staaten würden damit internationale Abkommen verletzen und die Region weiter destabilisieren, sagte Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch am Donnerstag in Moskau. Bisher versorgen die USA die Ukraine lediglich mit Ausrüstungsgütern, die keine tödliche Wirkung haben.

Ein hochrangiger US-Beamter regte jedoch einen Kurswechsel an.Waffenlieferungen an die ukrainischen Truppen könnten möglicherweise abschreckend auf Russland wirken, sagte Anthony Blinken, den US-Präsident Barack Obama für den Posten des Außen-Staatssekretärs nominiert hat, bei einer Anhörung im Kongress. Trotz des Waffenstillstands werden derzeit nach UN-Angaben täglich 13 Menschen bei Kämpfen in der Ostukraine getötet.

Ich denke, das ist etwas, was wir uns anschauen sollten“, erklärte Blinken mit Blick auf Waffenlieferungen. Eine Aufrüstung der ukrainischen Truppen könne Russland angesichts seiner ständigen Verstöße gegen das Waffenstillstandsabkommen von Minsk vielleicht zum Umdenken bewegen. Beim Besuch von Vizepräsident Joe Biden kommende Woche in der Ukraine werde das Thema sicher zur Sprache kommen.

Die OSZE-Unterhändlerin Heidi Tagliavini sprach von düsteren Aussichten auf einen Frieden in der Ukraine. Es gebe aber keine Alternative zur Vereinbarung von Minsk, sagte die Schweizer Diplomatin, die im Auftrag der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in dem Konflikt mit Vertretern Russlands und der Ukraine verhandelt. „Ja, das Abkommen ist oft gebrochen worden, aber es ist die einzige Vereinbarung, die der Gewalt irgendwelche Grenzen setzt.“ In der Nähe von Donezk gaben Soldaten am Mittwoch Schüsse in die Richtung eines Konvois von OSZE-Beobachtern ab. Es sei unklar, welche Seite dafür verantwortlich sei, erklärte die Organisation.

Die Krise macht der Ukraine und Russland auch wirtschaftlich immer mehr zu schaffen. Die ukrainische Wirtschaft wird nach einer Prognose der Zentralbank 2015 erneut kräftig schrumpfen. „In diesem Jahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 7,5 Prozent sinken, im kommenden Jahr wird es um 4,3 Prozent nach unten gehen“, sagte Notenbankchefin Valeria Gontarewa in Kiew. Der Abschwung gehe mit einer hohen Inflation einher. Die Verbraucherpreise dürften sich in diesem Jahr um 25 Prozent verteuern. Bislang war nur ein Plus von 19 Prozent erwartet worden. Im Osten der Ukraine, dem Zentrum des Konflikts, werden Stahl und andere Exportgüter hergestellt. Die Produktion liegt jedoch wegen der Auseinandersetzungen am Boden.

Russlands zweitgrößte Bank VTB wiederum macht wegen der Sanktionen des Westens kaum noch Gewinn und ist weiter auf Regierungshilfe angewiesen. Sie hat wie andere russische Banken wegen der Strafmaßnahmen der EU und der USA Probleme, an Kapital aus dem Westen zu kommen. Zugleich bereiten der Verfall des Rubel und auch der sinkende Ölpreis den Firmenkunden des Instituts Probleme.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/11/20/amerika-bereitet-waffen-lieferung-in-die-ukraine-vor/

Gutmenschen im Vollpanikmodus: Bewegungen gegen linke Politikideen wachsen und wachsen

Torben Grombery

Für die linksgrünen und auf links gebürsteten Gutmenschen an den Schalthebeln der Macht wachsen die offenen Baustellen derzeit im Minutentakt. Zunächst das mittlerweile zahlreichste Problem: der mündige Bürger. Das nächste Problem: zu wenige Nazikeulen für zu viele Bürger und deren ganz allmählich verpuffende Wirkung. Das schlimmste Problem: der linksradikale Arm des »Stellt-Sich-Quer-Bündnisses« hat folgenschwer zugeschlagen – die Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung.

In den letzten Tagen, Wochen und Monaten sind Zehntausende Menschen in ganz Deutschland gegen linke Politikideen und insbesondere die Versäumnisse der Politik in vielen Bereichen auf die Straßen gegangen oder haben zumindest für Petitionen und Bürgerbegehren unterschrieben.
So haben in der bayrischen Landeshauptstadt München rund 60 000 Menschen das Bürgerbegehren gegen das geplante Mega-Moscheeprojekt »Münchener Forum für Islam« (MFI) mitgetragen. In Baden-Württemberg haben sich rund 200 000 Menschen an der Petition »Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens« beteiligt und ziehen seit der mehr als fragwürdigen Ablehnung dieser Petition durch den Petitionsausschuss höchstselbst in regelmäßigen Abständen in Massen auf die Straßen.

Als wären das nicht schon Baustellen genug, gehen seit Wochen auch noch viele Tausend Menschen gegen den radikalen Islam und die Islamisierung Deutschlands und Europas auf die Straßen.

Diese Bewegungen nennen sich »PEGIDA« (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) wie in Dresden oder »HoGeSa« (Hooligans gegen Salafisten) wie zuletzt in Hannover.

Beide Gruppierungen erhalten rasanten Zulauf aus der Bevölkerung, und ihre Teilnehmer lassen sich von den bekannten und bestens bewährten Nazi- und Rassismuskeulen nicht mehr in der Form beeindrucken.

Am Rande der friedlich verlaufenen HoGeSa-Demonstration gegen Salafisten in Hannover, die unter dem Motto »Europa gegen den Terror des Islamismus« abgehalten wurde, hat sich nach Ende der Veranstaltung eine regelrechte Hetzjagd gegen Demonstrationsteilnehmer mit schwerwiegenden Folgen ereignet. Die Polizei Hannover gibt dazu bekannt:

»Vier Teilnehmer der ›HoGeSa‹-Versammlung sind nach dem Ende der versammlungsrechtlichen Aktionen, gegen 15:30 Uhr im Bereich der Straße Postkamp Ecke Striehlstraße (Mitte) von einer größeren Gruppe vermummter Personen angegriffen und verletzt worden – zwei davon schwer. Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts und gefährlicher Körperverletzungen.

Am 15.11.2014 fand am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) eine stationäre Kundgebung mit dem Thema ›Europa gegen den Terror des Islamismus‹ der Bewegung ›Hooligans gegen Salafisten‹ (HoGeSa) statt. Ein Aufzug mit dem Thema ›Gemeinsam gegen Rassismus und religiösen Fundamentalismus‹ führte vom Steintorplatz zum Andreas-Hermes-Platz, von den bis zu 3000 Teilnehmern war etwa die Hälfte dem linksautonomen Spektrum zuzuordnen (wir haben berichtet).

Nach Beendigung beider Versammlungen, gegen 15:30 Uhr, sind vier Teilnehmer der ›HoGeSa‹-Versammlung im Bereich der Straße Postkamp Ecke Striehlstraße von einer etwa 30-40-köpfigen Gruppe vermummter Personen, die offensichtlich der linken Szene angehören, angegriffen und teilweise schwer verletzt worden. Nach Angaben der Opfer (42, 42, 45 und 47 Jahre – alle kommen aus Bielefeld) sind diese auf der Straße Postkamp unterwegs gewesen, als eine Gruppe von 30 bis 40 Männern und Frauen aus der Striehlstraße auf sie zugerannt gekommen ist.

Diese haben sie als Nazis beschimpft und ohne Vorwarnung mit Pfefferspray besprüht. Anschließend sind alle vier massiv getreten und geschlagen worden, vermutlich auch mit Schlagwerkzeugen. Zwei 42 und 45 Jahre alte Männer haben sich dabei so schwere Verletzungen zugezogen, dass sie zur stationären Behandlung in ein Hannoversches Krankenhaus gebracht worden sind. Die beiden weiteren Opfer (42 und 47 Jahre) erlitten leichte Verletzungen und haben nach dem Vorfall Einsatzkräfte der Polizei über den Angriff informiert.

Der Sachverhalt wurde, basierend auf den ersten Angaben, als gefährliche Körperverletzung aufgenommen. Auch nach einer ersten Befragung der Opfer im Krankenhaus ist der genaue Tatablauf weiterhin unklar. Der 45-Jährige hat diverse Prellungen, einen Rippenbruch und eine Kopfverletzung erlitten. Sein 42 Jahre alter Begleiter ist zunächst ebenfalls in einem Hannoverschen Krankenhaus behandelt worden. Er erlitt bei dem Angriff einen Kieferbruch und ist mittlerweile in ein Krankenhaus in Bielefeld überführt worden.

Beide Männer konnten aufgrund ihrer Verletzungen noch nicht vernommen werden. Im Rahmen der heutigen weiterführenden Ermittlungen haben sich nunmehr Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Täter den Tod des 45-Jährigen mindestens billigend in Kauf genommen haben. Aus diesem Grund wird zum jetzigen Zeitpunkt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Das Opfer ist immer noch nicht vernehmungsfähig, konnte von den Ermittlern aber informell befragt werden. Eine Befragung der behandelnden Ärzte soll noch weiteren Aufschluss über die Art und den Umfang der Verletzungen geben.

Daraus erhoffen sich die Beamten auch Rückschlüsse auf ein mögliches Tatwerkzeug ziehen zu können. Bei den Tätern soll es sich um eine Gruppe aus Männern und Frauen mittleren Alters handeln, sie waren schwarz gekleidet und mit schwarzen Masken vermummt. Die Ermittlungen dauern an. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0511 109-5555 entgegen.«

 

Die Verantwortlichen für diesen brutalen Akt, die vermutlich aus dem Kreis der linksradikalen Antifa stammen, verweisen wie im Screenshot oben zu sehen auf ihrer Internetseite im sozialen NetzwerkFacebook lediglich darauf, dass die brutalen Schläger, die durch ihr Handeln schwerwiegende Verletzungen oder sogar das mögliche Ableben der Betroffenen zumindest billigend in Kauf genommen haben, zwingend folgenden Leitsatz beachten sollen:

»Keine Gerüchte! Keine Spekulationen! Kein Gequatsche!«

und verweisen damit auf die Anleitung zur Aussageverweigerung des vom Verfassungsschutz unter der Kategorie »Linksextremismus« beobachteten Vereins »Rote Hilfe e.V.«, zu dem sich vielePolitiker des linken Spektrums in der Vergangenheit ohne Scham bekannt haben und auch noch heute bekennen sowie diesen aktiv unterstützen.

Der Mainstream berichtet, wenn überhaupt, nach bekanntem Schema recht einseitig und relativ kurz über das Verbrechen. Die Tageszeitung Die Welt hat es sogar hinbekommen, ungewöhnlich sachlich und neutral zu berichten – allerdings versteckt man dort den Artikel online unter der Rubrik »Sport – Fußball – HoGeSa-Demo«.

In Dresden nimmt die PEGIDA-Bewegung unterdessen rapide an Fahrt auf. Auf der letzten »Montagsdemonstration« der Bewegung nahmen schon rund 4000 Menschen teil. Dort hat es glücklicherweise, trotz der fortwährenden medialen Hetzjagd, noch keine Verletzten oder Schlimmeres wie in Hannover gegeben. Auch strahlt die Bewegung schon in andere Großstädte aus. So haben Sympathisanten der PEGIDA bereits angekündigt, auch in der Stadt Würzburg in gleicher Weise demonstrieren zu wollen.

Im Dresdner Stadtrat hat sich diesbezüglich jetzt völlig ohne Not der einstige Hoffnungsträger vieler Menschen, die Alternative für Deutschland (AfD), erneut tief in den rektalen Haupthof der Altparteien begeben. Deren Fraktionsvorsitzender, Bernd Lommel, hat jüngst eine gemeinsame Erklärung aller Altparteien nebst Oberbürgermeisterin
unterzeichnet, die für einen selbsternannten »Mutbürger« seinesgleichen sucht. Auch diese Erklärung nachfolgend für unsere Leser im Wortlaut zur Kenntnis:

»›Die Frage, wie wir mit Menschen in Not umgehen, ist die Nagelprobe für uns alle‹

Erklärung von Fraktionsvorsitzenden des Dresdner Stadtrates und der Oberbürgermeisterin:

Im Herbst 1989 gingen Tausende von Dresdnerinnen und Dresdnern auf die Straße und riefen: ›Wir sind das Volk!‹. Dieser Ruf steht seither als Symbol für Demokratie. Demokratie bedeutet für uns mehr als Volksherrschaft. Demokratie beruht auf der universellen Anerkennung der Menschenwürde als Grundlage allen staatlichen Handelns.

25 Jahre nach den Ereignissen im Herbst ́89 wird von einigen versucht, den Ruf ›Wir sind das Volk!‹ auf unseren Straßen umzudeuten.

Dresden ist eine weltoffene Stadt. Dresden ist eine weltweit anerkannte Kulturmetropole. Dass das so ist, haben wir denjenigen zu verdanken, die uns 1989 einen Neuanfang und die heutige Lebensqualität erst ermöglicht haben. Dieser Neuanfang hat aber auch sehr viel damit zu tun, dass Menschen aus allen Himmelsrichtungen in unsere Stadt gekommen sind und Deutschland und die Welt uns unterstützten.

Wer das nicht glaubt, sollte sich zwei Fragen stellen: Wo ständen wir heute in Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft? Was wäre aus der Frauenkirche geworden?

Der Ruf ›Wir sind das Volk!‹ steht für Freiheit, Demokratie und Menschenwürde. Es ist deshalb selbstverständlich, dass wir vor dem Hintergrund dieses Vermächtnisses solidarisch sind.

  • Solidarisch mit denen, deren Leben in ihrer Heimat gefährdet ist.
  • Solidarisch mit denen, die bei uns Schutz suchen.
  • Solidarisch mit denen, die keinen anderen Weg mehr sehen, als ihre Heimat zu verlassen
  •  

    Die Frage, wie wir mit Menschen in Not umgehen, ist die Nagelprobe für uns alle. Wir wissen, dass das keine einfache Frage ist. Wir nehmen die Sorgen und Anregungen der Dresdnerinnen und Dresdner sehr ernst und kümmern uns darum.

    Unsere Antwort ist:

    Wir stellen uns gemeinsam diesen Aufgaben, helfen Sie uns hierbei. Heißen Sie Menschen in Not willkommen.


    Erstunterzeichner:

    Helma Orosz, Oberbürgermeisterin

    Jan Donhauser, Fraktionsvorsitzender, CDU-Fraktion

    André Schollbach, Fraktionsvorsitzender, Fraktion Die Linke

    Christiane Filius-Jehne, Fraktionsvorsitzende, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

    Thomas Löser, Fraktionsvorsitzender, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

    Dr. Peter Lames, Fraktionsvorsitzender, SPD-Fraktion

    Bernd Lommel, Fraktionsvorsitzender, AfD-Fraktion«

    Grundsätzlich ein Papier, das Unterstützung verdient – jedoch in diesem Zusammenhang?

    Wer aktuell als »Mutbürger« Politik für die Menschen und im Sinne der Menschen in diesem Land gestalten möchte, der muss in der heutigen Zeit leider auch mindestens seine Hauswand für die Parolen der Linksradikalen bereit halten.

    Wer den Mut dazu nicht hat und es sich hingegen warm und gemütlich im Kreise der Altparteien einrichten möchte, der sollte tunlichst vermeiden, für sich den Satz »Mut zur Wahrheit« in Anspruch zu nehmen sowie sich als ernsthafte »Alternative für Deutschland« verkaufen zu wollen.

 

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/torben-grombery/gutmenschen-im-vollpanikmodus-bewegungen-gegen-linke-politikideen-wachsen-und-wachsen.html

»Verschwörungstheorie« als Kampfbegriff der CIA

Markus Gärtner

Haben Terroristen vor 13 Jahren wirklich die Flugzeuge in das World Trade Center gesteuert? Wurden Wechselkurse, Zinsen und Gold von den Banken tatsächlich manipuliert? Hat die CIA in den 1990er-Jahren Crack Cocaine an schwarze Amerikaner in Los Angeles verschachert, um die Contras in Nicaragua zu unterstützen? Sind die Konjunkturzahlen nur getürkt? 

Verschwörungstheorien erleben seit Jahren einen Boom. Doch dieser Boom von »Verschwörungstheorien« ist künstlich. Denn es zeigt sich: Verschwörungstheorien erweisen sich immer öfter als Realität.

Das hat man zuletzt vor wenigen Tagen an der mehr als drei Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro) teuren Strafe für fünf große Banken gesehen, die zu Lasten ihrer Kunden Wechselkurse manipuliert haben.

Es ist wahr: Spätestens seit den Terrorattacken des 11. September 2001 wachsen die Zweifel vieler Menschen an den Informationen und Darstellungen, die sie von Traditionsmedien und Behörden präsentiert bekommen. Das geht selbst bestens erfahrenen Experten so. Und es gibt Hintergründe dazu, welche uns von den Massenmedien verschwiegen werden.

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/markus-gaertner/-verschwoerungstheorie-als-kampfbegriff-der-cia.html

11 Mrd. Liter kontaminiertes Fracking-Wasser ins Trink­wasser­versorgungs­system gepumpt

Foto: stewartacuff.com

Es kristallisiert sich jeden Tag mehr das eigentliche Ziel von Erdgas-Fracking heraus: die welt­wei­te, totale Zerstörung des Wassers aus reiner Macht- und Profitgier, auch um die Menschen vom Land in die Ballungszentren zu vertreiben.

In Kalifornien, dem US-Bundesstaat mit der künstlich erzeugten 500 Jahres-Dürre, ist nun „versehentlich“ die Kleinigkeit von über 11 Milliarden Liter kontaminiertes Fracking-Wasser ins Trink­wasser­versorgungs­system geflossen. Das entspricht einer Menge von 550.000 LKW-Ladungen mit einem Ladevoumen von je 20.000 Litern.

Dabei sind 11 Mrd. Liter nur das, was man offiziell zugegeben hat. Die inoffiziellen Mengen, die permanent ins Wassersystem fließen, dürften ebenfalls gigantisch sein. Fracking-Wasser fließt schlicht und einfach dorthin, wo Platz ist. Das ist auch mit ein Grund für die vielen Erdbeben, Erdrutsche und Senklöcher überall dort, wo gefrackt wird. Waren die Fracking-„Experten“ nie am Strand und haben im Sand gespielt?Was passiert denn mit der Sandburg, wenn das Wasser kommt?

OOPS: 3 Billion Gallons of Fracking Wastewater ‘Accidentally’ Pumped into California Aquifers

Melissa Melton
Activist Post

Quick question: What in the hell is going on in California?

First, the state experiences an historic drought, which some have charged is actually beingengineered.

Then, new legislation was passed just a few months ago which aims to control and regulate the use of groundwater on a never-before-seen level on one’s privately-owned land. These laws will even create agencies that basically serve as “water police.” Private wells will have to be registered and metered, and landowners who fail to comply will have their wells forcibly shut down by the government.

It’s to the point that $500-a-day fines are being handed out for not obeying water restrictions, people are turning into snitches and “droughtshaming” each other on social media, and if it continues, the cost of produce could soar nationwide (considering much of the country’s fruits and veggies are grown there).

Now, it has come to light that three billion gallons of fracking wastewater has “accidentally” been pumped into clean aquifers there …“

Falls es noch niemand aufgefallen ist: Wasser wird gerade zur Mega-Waffe derer gemacht, die es besitzen – so wie alles andere auf dem Planeten auch.

Quelle:

http://stopesm.blogspot.de/2014/11/kann-passieren-11-mrd-liter-fracking.html?utm_source=Stop+ESM-Blog-Liste+komplett&utm_campaign=a82ac72d65-Stop_ESM_Blog_RSS_Feed10_12_2014&utm_medium=email&utm_term=0_6b406ee3ea-a82ac72d65-201290389#.VG3YITSG-So

Wer ist die größere Gefahr- Rußland oder die USA ?

Von Klaus Peter Krause

Unterschiedliche Auffassungen – In Russland einen Gegner geschaffen, der gar keiner sein wollte – Sanktionen treiben das Land in Chinas Arme – Keine Angst vor einem starken Russland, aber vor einem schwachen – Das deutsche Dilemma

Foto: xecutives.net

Wer bedroht unsere Freiheit mehr – Ost oder West? Um diese Frage rankte sich eine Tagung*) unter demTitel „Russland: Die große Debatte“. Mit Ost war im Wesentlichen das Putin-Russland gemeint, mitWest die USA und ihre Vasallenstaaten der Europäischen Union. Der Anlass: die von Russland zurückgeholte Krim, die deswegen gegen Russland verhängten Sanktionen und der west-östliche Konflikt um die Ukraine im Allgemeinen. Die Antwort fiel nach meiner Wahrnehmung eindeutig aus und lautet: Beide bedrohen sie. Aber so einig sich Teilnehmer und Vortragende in dieser knappen Antwort schienen, so unterschiedlich war doch die Auffassung darüber, wer denn die größere Gefahr darstelle. Die einen sehen die größere in Russland, die anderen sehen sie in den USA.

Ebendas war das Spannende

Hier also spalteten sich die Teilnehmer in zwei Lager. Das geschah, obwohl – oder eher treffender: weil – sie eines vereint: die für das menschliche Zusammenleben in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft liberale und teils auch libertäre Gesinnung. Sie verströmen also den mehr oder minder gleichen Stallgeruch. Kein Wunder, denn Veranstalter war das liberal-libertäre Monatsmagazin eigentümlich frei, und die geladenen Teilnehmer sind dessen Leser. Zumindest in dieser Hinsicht war die Tagung ziemlich einheitlich besetzt. Folglich diskutierten, argumentierten und stritten Vortragende wie Diskussionsteilnehmer innerhalb der gleichen Gedankenwelt. Ebendas war das Spannende. Denn die Sprecher beider Seiten äußerten sich sehr entschieden, und beider Argumentationen waren beachtlich genug, um sie nicht einfach wegwischen zu können. Wenn sie dann doch nicht zu einem Konsens führten, dann deswegen, weil die jeweilige „Gegenseite“ ihnen unterschiedliches Gewicht beimaß.

Die USA eher ein „Reich des Guten“?

Umso beeindruckender war, wie es der Soziologe und Politikwissenschaftler Erich Weede verstand, mit seinem Abschlussvortrag das Gemeinsame so zu formulieren und das Trennende so zusammenzuführen, dass sich darin wohl alle wiederzufinden vermochten und dies durch besonderen Beifall kundtaten. Dies, obwohl er die USA „eher als ein Reich des Guten“ sieht, wenn auch mit Grautönen“, und Russland „weniger als ein Reich des Guten, eher eins des Bösen“. Damit kommen für die andere Teilnehmergruppe die USA zu gut weg. Doch spannte Weede einen Bogen von völkerrechtlichen und geo-ökonomischen Überlegungen über Theoretisches zu internationaler Politik bis hin zu den westlichen Sanktionen gegen Russland und zum dem deutschen Dilemma, was nach Inhalt und Form letztlich versöhnlich stimmte.

„Wir müssen vor Russland keine Angst haben …“

Ein paar Feststellungen aus Weedes Vortrag lauten: „Russland hat nicht die Kraft, Weltmacht zu bleiben, selbst wenn es die ganze Ukraine vereinnahmen würde. Egal, wieviel Gelände Putin in der Ukraine gewinnt, Russland wird (genau wie Deutschland) nie wieder Weltmacht. Wir müssen vor Russland keine Angst haben, jedenfalls ist sie begrenzt.“ Wirtschaftlich sei Russland schwächer geworden. 1989 sei die Sowjetunion wirtschaftlich vielleicht ein Viertel so stark gewesen wie die USA, das heutige Russland sei nur noch ein Achtel so stark. Gänzlich umgekehrt habe sich das wirtschaftliche Kräfteverhältnis zwischen Sowjetunion/Russland und China: von 4 zu 1 auf heute 1 zu 5. Nur mit seinen Atomwaffen sei Russland noch gleichberechtigt. Die russische Wirtschaft heute sei kleiner als die deutsche, britische und französische. Ihr fehle eine exportorientierte Industrialisierung. Das alles werde auf lange Sicht auch militärische Konsequenzen haben.

Sanktionen treiben Russland in Chinas Arme

In den Sanktionen sieht Weede für Russland einen großen Schaden, für die Ukraine nur eine symbolische Hilfe. Sie vermittelten eine falsche und eine richtige Botschaft. Die falsche gehe an die Ukraine und laute „Wir schützen euch“, die richtige an Putin: „Wir verzichten auf militärische Gewalt“. Für Deutschland seien die Sanktionen lästig – nur 3 Prozent des deutschen Exports gingen nach Russland – bis teuer. Aber: „Mit den Sanktionen schwächen wir Russland. Das kann nicht im Interesse Deutschlands und der Europäischen Union sein. Die Sanktionen können weder Deutschland, noch der EU, noch den USA nutzen, nur China. Sanktionen prügeln Russland in Chinas ausgebreitete Arme. Sanktionen können bedeuten, dass der Westen Russland an China verliert. Soll Russland Teil der chinesischen Einflusszone werden? Kann Europa und der Westen einen neuen, von China geführten Ostblock schaffen wollen?“

Anstelle von Sanktionen, lieber zwei Regimenter im Baltikum stationieren

Sanktionen, so Weede, implizierten Feindschaft mit Russland und ein Stärken der chinesischen Position gegenüber den USA. Das sei für den ganzen Westen schlecht, für Deutschland, die EU und auch die USA. Letztlich hätten Sanktionen nur die Funktion, die moralische Überlegenheit des Westens über Russland zu dokumentieren. Auch wenn man an die moralische Überlegenheit des Westens glaube, wie auch er selbst, sei Autosuggestion doch eine verdammt schwache Rechtfertigung. Außerdem würden Sanktionen den staatlichen Einfluss auf die Wirtschaft noch verstärken und damit die wirtschaftliche Freiheit verringern – bei uns und in Russland. Als Anhänger der These, dass Freihandel Frieden möglicher und Krieg unwahrscheinlicher mache, sagte Weede: „Mit Sanktionen nehmen wir ein befriedendes Element weg und machen einen Konflikt wahrscheinlicher.“ Nach dem Zweiten Weltkrieg habe die Maxime „Frieden durch Freihandel“ funktioniert, Sanktionen gegen Russland würden das unmöglich machen. Besser sei es ein, zwei amerikanische Regimenter im Baltikum zu stationieren.

Das deutsche Dilemma

Dass sich die EU, USA und die Nato in den russisch-ukrainischen Konflikt einmischen, hält Weede für einen Fehler, obwohl Russland der Aggressor und die Ukraine das Opfer sei. „Wir sollten die Risiken, die mit erfolgreichen Sanktionen verbunden sind, erkennen: Russland wird allzu schwach und Juniorpartner Chinas. Ein neuer Eiserner Vorhang entsteht in Eurasien.“ Das sei weder im Interesse von Deutschland, noch des Westens, noch Russlands, noch Chinas. Trotzdem folge daraus nicht unbedingt, dass Deutschland sich nicht an Sanktionen beteiligen solle. Deutschland sei keine Großmacht, nicht einmal eine nuklear bewaffnete Mittelmacht wie Großbritannien oder Frankreich. Deutschland finde seine Sicherheit im Bündnis. Aber es stecke in einem Dilemma, denn die Frage sei: „Ist es das größere Übel, eine falsche Politik mitzutragen, oder wäre das größere Übel der nationale Alleingang?“

„Unsere Freiheit bedroht nicht der Iwan, sondern Uncle Sam“

Eine Tagung, die sich über drei Tage erstreckt, lässt sich nur in Auszügen darstellen. Daher zu den übrigen dreizehn Vorträgen nur ein paar Schlaglichter. Der Unternehmer und Autor Thomas Fasbender, der seit 1992 in Moskau lebt, ist lieber Russland-Erklärer als Russland-Versteher. Er sprach über Russlands Weg und die Illusionen des Westens.**) Er sieht einen neuen kalten Krieg entstehen. Die politische Atmosphäre zwischen Russland, Deutschland und dem übrigen Westen sei „vergiftet wie lange nicht mehr“. Diesmal fehle der gegenseitige Respekt. Es handele sich um einen weltanschaulichen Konflikt. Die Ukraine sei nur das Symbol, nicht der Grund der Auseinandersetzung. Seinen Vortrag hat er unter das Motto gestellt „Warum wir Russland brauchen, wie es ist, und nicht, wie wir es gern hätten“. Die Russen könnten für uns in ihrem Anders-Sein von großem Nutzen sein. Auf die Frage, wer unsere Freiheit mehr bedroht, gibt er diese klare Antwort: Unsere Freiheit bedroht nicht der Iwan, sondern Uncle Sam. Unsere Freiheit bedrohen wir selbst.“

„Russland geht einen respektablen Weg“

Der Politikwissenschaftler und Publizist Sascha Tamm befasste sich mit dem Thema „Liberalismus statt Putin – eine Alternative für Russland“ und greift dabei auf seine zweieinhalb Jahre Aufenthalt in Russland zurück. Liberale Alternativen habe er nicht zu bieten, sagte er, und seine rhetorische Frage „Wie frei sind die Menschen in Russland heute?“ beantwortete er so: „Weit mehr als in der ganzen russischen Geschichte zuvor.“ Gewiss, die politische Freiheit sei weiterhin eingeschränkt, die Wahlen würden natürlich gefälscht, aber es gebe für die Russen jetzt zum Beispiel Bewegungsfreiheit, sie könnten Eigentum erwerben, geachtet freilich würden die Eigentumsrechte nicht, sie seien politisiert. Auch unternehmerische Freiheit bestehe wie nie zuvor, allerdings nicht im ausreichenden Maß. Medien und Blogger könnten fast alles sagen und schreiben, aber 90 Prozent der Bevölkerung bekämen davon nichts mit. Russland sei auch kein stark ideologisches System mehr, aber das Denken aus siebzig Jahren Sowjetzeit stecke in den Menschen noch drin. Diese Haltung kennzeichnete Tamm unter anderem so: „Sie (der Staat) tun so, als ob sie uns bezahlen, und wir tun so, als ob wir arbeiten.“ Die Umgebung und die Politik zu ändern, hätten sie aufgegeben, sie passten sich ihr an. Dennoch befand er: „Russland geht einen respektablen Weg.“ Vieles habe sich in Russland zum Besseren entwickelt, in Europa und im Westen dagegen zum Schlechteren. „Europa ist bereits kaputt. Wir müssen Europa vor dem Westen retten.“

„Sollte Russland nicht unser natürlicher Verbündeter sein?“

Der Wirtschaftspublizist und Buchautor Günter Ederer glaubt, „dass wir uns auf eine längere Eiszeit einstellen müssen“. Zu den Sanktionen sagte er: „Sie wirken allenfalls erst nach sehr langer Zeit. Aber können wir sie so lange durchhalten?“ Ederer sieht die Freiheit durch drei Gefahren bedroht: durch den wirtschaftlichen Erfolg Chinas auch ohne Demokratie, durch das Sicherheitsdenken in den USA und durch die Gleichheitsideologie in Westeuropa. Chinas Wirtschaftserfolg zeige scheinbar, dass es auch ohne Freiheit gehe. Das scheine der alten Erkenntnis zu widersprechen und entfalte „Anziehungskraft auch bei uns“. Er sprach über die russische Gefahr und gehört zu jenen, die Russland mehr fürchten als die USA. Gregor Fernbach dagegen „kann nicht sehen, dass Putin-Russland unser Feind ist“ und fragte rhetorisch: „Sollte Russland nicht unser natürlicher Verbündeter sein?“ Er sprach über die russische Orthodoxie und beschrieb als historische
Beispiele zwei Heilige: Zar Nikolaus II. und den Deutschrussen Alexander Schmorell. Den Zar richteten die Bolschewisten hin, Schmorell die Nazi-Schergen.

Keine Angst vor einem starken Russland, aber vor einem schwachen

Der Wirtschaftswissenschaftler Christoph Braunschweig, der an der Wirtschaftsuniversität in Jekaterinenburg lehrt, zog eine kritische Bilanz der russischen Ökonomie und beschrieb die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, Defizite und Fehlentwicklungen. Russland leide am mafiosen Kapitalismus und wachsenden Staatseinfluss. Es sei ein untervölkertes und korruptes Land, aber mit ausgeglichenem Haushalt. Die Sanktionen hält Braunschweig für überflüssig und dumm. Aber den Deutschen nähmen die Russen das nicht übel, sie könnten ja nichts dafür, es sei ein Befehl aus dem Weißen Haus. Die Russen gefielen sich darin, die Einbußen durch die Sanktionen mit Stolz zu ertragen, aber Nationalismus und Populismus seien die Folge. Braunschweig sagte: „Vor einem starken Russland habe ich keine Angst, aber vor einem schwachen.“ Ihn beunruhigt: „Wir haben in Russland einen Patienten, einen seelisch Verletzten. Wir gehen falsch mit ihm um, behandeln ihn falsch.“ Haften blieb auch seine Äußerung: „Wir werden uns nach Putin noch sehnen. Er kennt uns, spricht Deutsch, und er macht ja auch nicht alles falsch.“

Die USA der strategische Aggressor, Russland in der Defensive

Bruno Bandulet, der Finanz- und Wirtschaftsfachmann, Publizist und ehemaliger Chefredakteur (Die Welt, Quick), sieht in den USA den strategischen Aggressor. Russland handele nur aus der strategischen Defensive heraus. Mit Putin an der Spitze seit dem Jahr 2000 habe Russland seine Rolle als Mitspieler wiedergefunden. Putin habe die (einst von Chruschtschow an die Ukraine gegebene) Krim genommen, um sie nicht in die Hände Nato fallen zu lassen. Die Aufnahme der baltischen Staaten in die Nato 2004 habe Putin noch hingenommen, aber für die Ukraine nun eine rote Linie gezogen. Was Russland mit der Ukraine an strategischer Tiefe verlieren würde, gewinne die Nato. Inzwischen hätten die USA gegen Russland einen Wirtschafts- und Finanzkrieg eröffnet, und die EU müsse notgedrungen mitmachen.

„In Russland einen Gegner geschaffen, der gar keine sein wollte“

Putin, sagte Bandulet weiter, sei zugute zu halten, dass er die Außenwelt über seine Absichten nicht im Unklaren gelassen und mit offenen Karten gespielt habe. Er verwies auf Putins Rede 2001 im Bundestag und bei der Sicherheitskonferenz in München 2007, wo er die Nato gewarnt habe. Niemand im Westen könne sagen, er sei nicht gewarnt worden. Aber die USA hätten sich nicht darum gekümmert. Bandulet sagte: „Wir haben uns in Russland einen Gegner geschaffen, der gar keiner sein wollte.“ Es müssen ein Deal gefunden werden, der die Interessen aller (Ukraine, Russland, EU, USA) berücksichtige. „Nato und EU sollen darauf verzichten, sich die Ukraine einzuverleiben. Sonst würde es uns schaden, nicht den USA, die sind weit weg.“ In der Diskussion wurde ihm entgegengehalten: „Die Ukraine muss das Recht haben, selbst zu entscheiden, wohin sie gehören will.“

Wie die Internet-Medien die Glaubwürdigkeit der Herrschenden untergraben

Über die Rolle der Medien und des Internet im neuen Ost-West-Konflikt sprach der Ökonom und Publizist Robert Grözinger.  In den Medien sei der Hauptkampfplatz für diesen Konflikt zu finden, vor allem in den Massenmedien. Darunter versteht er Medien, „die so etabliert sind, dass ihre Meldungen seit langem von den meisten Konsumenten nicht weiter hinterfragt oder in Zweifel gezogen werden“.  Mit den Internet-Medien sei diesen etablierten Medien ein Konkurrent entstanden. Mit dem Internet habe eine Reformation stattgefunden wie einst mit Luther die kirchliche Reformation, damals wesentlich ermöglicht durch den Buchdruck, mit dem sich eine größere Öffentlichkeit herstellen ließ. Die Rolle des damaligen Buchdrucks spiele heute das Internet. Grözinger stellte dar, auf welche Weise die Internet-Medien die Glaubwürdigkeit der etablierten Medien und damit der herrschenden Klasse untergraben. Er zeigte ferner, dass in der Ukraine-Krise diese Internet-Reformation an Fahrt gewonnen hat. Mit ihr werde eine Gegenöffentlichkeit hergestellt.

Die Gegenöffentlichkeit, unterstützt von Putin

Grözinger sieht im Ost-West-Konflikt auch die Auseinandersetzungzwischen einer zentralisierenden und einer dezentralisierenden Tendenz. Die zentralisierende Tendenz habe die Vision einer unipolaren Weltregierung. Die unter ihrer Kontrolle befindlichen Medien transportierten diese Vision als positive Botschaft, aber selten offen, meist unter der Hand. Wer sich der Verwirklichung dieser Vision widersetze, zum Beispiel wer sich dem globalen Kampf gegen die angebliche Klimakatastrophe widersetze, sei per Definition böse. Nur Russland sei, zusammen mit China und Iran, eine der ganz wenigen Mächte, die es sich leisten könne, dieser zentralisierenden Tendenz zu widerstehen. Deshalb unterstütze Putin gerne die derzeitigen Träger dezentralisierender Tendenzen, das heiße, die Gegenöffentlichkeit zu den westlichen Massenmedien, zum Beispiel über den Sender Russia Today. Dass Putin selbst keine reine Weste habe, störe die westliche Gegenöffentlichkeit nicht. Grözinger: „Putin ist für sie derzeit kein Gegner, also ist er für sie derzeit kein Thema. Das muss aber nicht so bleiben. Denn die Gegenöffentlichkeit ist dezentral und somit nicht steuerbar.“

Die Krim als russische Sonderwirtschaftszone?

Könnte die Krim zu einer Sonderwirtschafts- und Freihandelszone, zu einem europäischen Hongkong entwickelt werden? Stephan Bannas bezweifelt das: „Sie wird es nicht, sie würde nicht funktionieren.“ Bannas, der bundesweit Steuerberaterlehrgänge veranstaltet, zählte viele Gründe dafür auf. Er kann sich dort allenfalls ein Zentrum für das Geld- und Finanzwesen vorstellen, zum Beispiel wenn die BRICS-Staaten – also die aufstrebenden Volkswirtschaften von Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – eine Parallelwährung zum amerikanischen Dollar aufbauen würden.

Die anderen Vorträge

Henning Lindhoff, stellvertretender Chefredakteur des Magazins eigentümlich frei, gab einen Überblick, wie die westlichen und östlichen Geheimdienste das Internet überwachen und okkupieren. An die westlichen gingen alle Daten aus dem Telefon- und Glasfasernetz. Die Dienste könnten sich inzwischen auch direkt („live“) zuschalten. Lindhoff verwies auf das Buch „Das überwachte Deutschland“ von Josef Foschepoth. In Russland erfasse seit 1995 der Rechnerverbund SORM alle Telefon- und Internet-Daten.

Der Wirtschaftsphilosoph, Hochschullehrer und Publizist Gerd Habermann befasste sich mit dem Buch des russischen Mathematikers und Philosophen Igor Schafarewitsch „Der Todestrieb in der Geschichte“, erschienen 1980 im Ullstein-Verlag, dessen eigentlicher Titel aber laute „Der Sozialismus als Phänomen der Weltgeschichte“. Er versah das Buch mit Anmerkungen aus liberaler Sicht und zeigte an Beispielen aus heutiger Zeit, auf welchen Weg in Richtung sozialistischer Welt Deutschland und andere westliche Staaten schon geraten sind.

Die Liberalismuskritik des russischen Philosophen Alexander Dugin, der als Vordenker von Putin gilt, stellte der Publizist Igor Ryvkin vor. Dessen Buch „Grundlage der Geopolitik“ sei Pflichtlektüre des einstigen sowjetischen Geheimdienstes KGB gewesen, dem bekanntlich auch Putin entstammt.

Über die russischen Wurzeln der amerikanischen Philosophin Ayn Rand, die eine scharfe Kritikerin des Wohlfahrtsstaates war, sprach Ulrich Wille.

Ein Wunsch der Teilnehmer am Schluss: Diese erste Konferenz des ef-Magazins möge nicht die letzte gewesen sein.

______________________________________________________________________________

*) Sie fand vom 14. bis 16. November 2014 im großen Baltic-Hotel (ehemals DDR-Ferienhotel „Roter Oktober“) in Zinnowitz auf der Insel Usedom statt.

**) Fasbender hat auch ein Buch darüber geschrieben: Freihat statt Demokratie. Russlands Weg und die Illusionen des Westens. Lichtschlag in der Edition Sonderwege. Manuscriptum Verlagsbuchhandlung Thomas Hoof KG, Waltrop und Leipzig 2014. 361 Seiten. ISBN 978-3-944872-06-3

http://kpkrause.de/2014/11/17/wer-ist-die-grosere-gefahr-russland-oder-die-usa/

Schreiben von Gerda Wittuhn an Dr. Ursula von der Leyen

Frau
Dr. Ursula von der Leyen
z.Zt. Bundesverteidigungsministerin
Stauffenberg Str. 18
10885 Berlin
17.11.2014
Sehr geehrte Frau von der Leyen,
in der gestrigen Sendung bei Jauch vertraten Sie den Standpunkt, daß Sie die Aktion Krim für eine völkerrechtswidrige Maßnahme halten. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir einmal den Unterschied einer Maßnahme durch Herrn Putin oder der USA erklären würden.
Die Bewohner der ukrainischen Halbinsel Krim haben in einem Referendum mit 93 Prozent für einen Anschluss an Russland gestimmt. Trotz Sanktionsdrohungen des Westens und Boykottaufrufen der Regierung in Kiew beteiligten sich nach Angaben der Behörden 75 Prozent der Wähler an der Abstimmung. Rund 1,5 Millionen Bürger waren aufgerufen ihre Stimme abzugeben.
Dennoch wird Putin vorgeworfen, die Krim annektiert zu haben.
Die Bundesrepublik Deutschland ist seit 1945 von Amerika annektiert und so soll es auch bleiben, wie Herr Obama der Truppe in Deutschland erklärte. Bei seinem Besuch der amerikanischen Truppen erklärte er im Juni 2009 in Ramstein wörtlich:
 „Germany is an occupied country and it will stay that way…“
 Die Bewohner der Krim durften entscheiden ob sie zu Russland oder zur Ukraine wollten. Das deutsche Volk ist aber bisher nicht gefragt worden ob es eine Kolonie Amerikas bleiben oder ein souveräner Staat werden will.
Denn selbst Ihr Amtskollege Dr. Schäuble erklärte: „ Deutschland ist seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu keinem Zeitpunkt ein souveräner Staat gewesen“. (Ende November 2011 auf dem European Banking Congress in der Alten Oper in Frankfurt am Main.
Im übrigen machen Sie sich mitschuldig an den Verbrechen die von deutschem Boden ausgehen: Grundgesetz, Artikel 26 besagt: „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.“
Die USA führt ihre Angriffskriege (sie ist von keinem der Länder zuvor angegriffen worden) von Deutschland aus. Ebenso erfolgen von hier die Abschüsse der Drohnen, die bisher weltweit über 7.000 Todesopfer forderten.
Wir sehen, laufend wird das Grundgesetz gebrochen und die Politiker schauen einfach nur zu. Über ganz Deutschland verteilt befinden sich Militärbasen und Truppenübungsplätze der Amerikaner.
Die Stationierungskosten zahlt zum Großteil der deutsche Steuerzahler. Wie blöd muss man sein, seine eigene Besatzung zu finanzieren?
Auf dem US-Militärgelände in Hohenfels zwischen Nürnberg und Regensburg sind ganze Dörfer aufgebaut worden, welche denen in Afghanistan nachempfunden sind, mit Häusern, Moscheen, Basars, so realitätsnah wie möglich. Es werden deutsche und ausländische Zivilisten als Komparsen angeheuert, welche die afghanische Zivilbevölkerung simulieren. Dort werden die Soldaten aus allen NATO-Ländern ausgebildet, bevor sie in den Krieg nach Afghanistan ziehen.
 Anläßlich des G-20-Gipfels in Australien verkündete Obama: „Wir wollen die Weltherrschaft.“ Das ließe den Schluß zu, er wolle alle Länder der Erde annektieren.
Ich erwarte gerne Ihre Antwort.
Gerda Wittuhn
Aus einem Netzbrief

Michael Winkler – Tageskommentar vom 20.11.2014

Man könnte sagen, es ist eben typisch jüdisch. Nun ja, es gibt mit Israel nur einen einzigen Judenstaat auf der Welt, und dieser Staat behauptet von sich, ein Rechtsstaat und eine Demokratie zu sein. Mit anderen Worten, ein Staat zu sein, der die Werte des „jüdisch-christlichen Abendlands“ teilt. Wobei das christliche Abendland schon lange keine Sippenhaft mehr praktiziert, bei der eine Familie, deren Sohn auf offener Straße erschossen worden ist, für dessen Taten auch noch bestraft wird. Und die Vermögensstrafe, das Einreißen des Wohnhauses, ist meines Wissens auch eine Besonderheit; ich kenne dieses Vorgehen nur aus Israel. Für mich schaut das alles ganz und gar nicht nach Rechtsstaat aus, sondern nach Rache und Gegenterror. Und da die Opfer eindeutig Semiten sind, ist das ein Akt des brutalen Antisemitismus. Beginge Deutschland diesen Akt der Barbarei, der Zentrale Empörungsrat würde lauthals loszetern.

Ich möchte noch einen Nachtrag zur gestrigen Meldung anfügen: Die vier Doppelpaß-Inhaber, die in der Synagoge dem Haß der Semiten gegen die Juden zum Opfer gefallen sind, werden in den Nachrichten alle als „Rabbiner“ bezeichnet. Mit ihrer zusätzlichen ausländischen Staatsangehörigkeit dokumentieren sie, daß sie nicht ganz an die Zukunft des Judenstaates glauben. Es gab ein weiteres jüdisches Todesopfer: ein Polizist ist seinen Verletzungen erlegen. Ich verurteile auch nicht das Vorgehen der israelischen Polizei. Angesichts der Tat war das die angemessene Notwehr, die zudem den Vorteil hat, weniger zu kosten als ein Prozeß und der anschließende Strafvollzug. Ich mißbillige allerdings, daß es soweit kommen mußte. Ich mißbillige die Ideenlosigkeit der Politiker, denen seit Gründung Israels nur einfällt, Gewalt mit noch mehr Gewalt zu beantworten, auf Haß noch größeren Haß zu säen. Allerdings bestätigt die Unfähigkeit der Politiker Israels Anspruch, eine Demokratie zu sein. Nach diesem Kriterium sind allerdings auch die Palästinenser lupenreine Demokraten.

Wie schön, daß in Syrien alles so übersichtlich ist. Da gibt es die Freie Syrische Armee, die gegen den Islamischen Staat kämpfen will, aber auch gegen die Regierung in Damaskus. Dafür möchte sie Waffen, die aber stattdessen die Kurden bekommen, um gegen den Islamischen Staat zu kämpfen. Außerdem sollte die Freie Syrische Armee ab Dezember 2.000 Mann in der Türkei ausbilden lassen, doch da ist jetzt der Sultan dagegen. Erdogan der Großprächtige möchte dem ja gerne zustimmen, er hat nur ein paar bescheidene Bitten: Die USA dürfen sogar den Flughafen Incirlik benutzen, sofern sie nicht nur den Islamischen Staat, sondern auch die syrische Regierung angreifen. Außerdem müsse eine Flugverbotszone über Syrien errichtet werden und am Boden ebenfalls Sicherheitszonen, damit die syrischen Flüchtlinge nicht mehr in die Türkei kommen. Ein Angriff auf Syrien würde jedoch Rußland verärgern, das darin eine weitere Machtausdehnung der USA sieht. Dann gibt es noch die Kurden. Also die syrischen Kurden bekommen von den Amerikanern Waffen, während die türkischen Kurden keine Waffen bekommen dürfen, sagt Erdogan. Dem sind beide nicht geheuer, weil diese westlichen Kurden ja nicht nur den Islamischen Staat, sondern auch die Türkei angreifen könnten. Die irakischen Kurden hingegen bekommen sogar Waffen aus Deutschland, aber leider keine gepanzerten Mannschaftstransportwagen, keine Hubschrauber und keine Artillerie. Das wäre nötig, um effektiv den Islamischen Staat zu bekämpfen. Allerdings könnten diese östlichen Kurden mit den westlichen Kurden gemeinsame Sache machen, Assad einen eigenen Staat abtrotzen und den unter den Schutz Rußlands stellen. Wenn dieser kurdische Staat eine Flugverbotszone vereinbart und Sicherheitszonen auf syrischen Boden errichtet, in denen die Freie Syrische Armee nichts zu suchen hat, dann… Nein, tut mir leid. Was Erdogan dann machen würde, weiß dieser Seehofer Anatoliens wohl selbst noch nicht.

Wesentlich komplizierter ist die Lage beim Wetter. Das ist so wie mit der Inflation: Da wird alles immer teurer, doch Ihr Fernseher erzählt Ihnen, das sei nur „gefühlte“ Inflation, in Wahrheit gäbe es keine Preissteigerungen, und nur weil die Zentralbanken der Welt unendlich viel Geld drucken, würden sie gerade so eben eine Deflation abwenden. Mit dem Wetter ist es genauso. Nach Gefühl hatten wir in 2014 mindestens 15 Monate Merkelwetter, also schmuddeligen Dauerregen, der einem wirklich zum Hals heraushängt. Nur die Fernseher sagen da etwas ganz anderes. 2014 sei in Deutschland das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen, behaupten die. Das läge daran, daß Kühe in Hanglagen mehr Methan freisetzten und deshalb Windeln tragen müßten. Außerdem trägt natürlich die Lagerreibung der vielen Windräder zur Erderwärmung bei. Und die Solarkraftwerke entziehen dem Licht nur die sichtbaren Anteile, während sie das aufheizende Infrarot in die Umwelt zurückspiegeln. Wenn man jetzt noch die ganze heiße Luft dazurechnet, die unsere Volksvertreter den ganzen Tag über produzieren, ist die Klimakatastrophe absolut unaufhaltsam.

http://www.michaelwinkler.de/Kommentar.html

 

Von der neuen Weltwährung und der Rolle des IWFs beim Systemkollaps

Offenes Schreiben an Frank Plasberg zur Sendung über die Rentner am 17.11 2014

von Gert Flegelskamp (flegel-g)

Wenn nichts mehr geht, dann müssen die Rentner herhalten. Für Sie, Herr Plasberg und den WDR offenbar ein Lieblingsthema, so auch am 17.11.2014.

Zu solchen Sendungen werden in der Regel nicht die in die Talkrunde eingeladen die das Thema betrifft, also Rentner, die sich auskennen, sondern eine bunte Mischung aus Personen, die mit vorgefassten Meinungen Leben in die Bude bringen sollen, auch wenn es am Thema weit vorbei geht.

Schauen wir uns doch mal die Gäste an. Da sind zunächst mal sie selbst, Herr Plasberg, und ihre Anmoderation war alles andere als neutral. ich würde daher ihre Sendung gerne umbenennen, in

Plasberg – Hart, aber unfair

Am 17-11 standen bei Ihnen mal wieder die Rentner auf dem Programm und mit Ihren Gästen behandelten sie das Thema Rentner in gewohnter Manier: “Hart und unfair”. Das fängt bereits mit der Auswahl Ihrer Gäste an, die da sind:

Peter Weck, 84 Jahre alt, Schauspieler, aber Österreichischer Schauspieler und ich frage mich schon, inwieweit er das deutsche Rentensystem beurteilen kann. Aber ansonsten für mich der Sympathischste Gast.

Lencke Wischhusen, eigentlich Lencke Steiner, 29 Jahre alt, FDP-Kandidatin aus Bremen und Vorsitzende des Verbandes junger Unternehmer. Setzt sich sehr für Generationengerechtigkeit ein, vermutlich aus Sicht der FDP mit Fokus auf die Jugend (das ist meine persönliche Sicht). Sie gehört der “Generation Y” an, die, wie sie betont, Dinge hinterfragt. Ich frage mich allerdings, ob die Generation Y auch die richtigen Fragen stellt.

Sven Ingolf Kuntze 72 Jahre alt, Journalist und Buchautor. Ich nenne hier nur das zum Thema passende Buch: “Die schamlose Generation: Wie wir die Zukunft unserer Kinder und Enkel ruinieren.” Hier halte ich es für angebracht, noch ein wenig hinzuzufügen. Er hat studiert, Soziologie, Psychologie und Geschichte, aber wohl keines der Themen auch verstanden (wieder so eine persönlich Sicht). 1983 begann seine berufliche Laufbahn bei der ARD. 2007 wurde er pensioniert. Sein Arbeitsleben betrug also gerade einmal 24 Jahre. Ich bin 4 Jahre älter und als er anfing, zu arbeiten, hatte ich bereits 30 Arbeitsjahre auf dem Buckel.

Ulrike Mascher. 76 Jahre alt, Präsidentin des Sozialverbandes VDK, was sie ja als Fürsprecherin der Rentner ausweisen sollte. Ich habe da Zweifel, denn zuvor war sie jahrelang Staatsekretärin im Arbeitsministerium unter Walter Riester und hat persönlich erheblichen Anteil an der Ausarbeitung der Riester-Gesetze zu Lasten der Rentner. Für mich eine “verdiente Politikerin”, der nach ihrer politischen Laufbahn ein Pöstchen zugeschanzt wurde.

Hajo Schumacher. 50 Jahre alt, hat aus meiner Sicht zum Thema nicht wirklich etwas beigetragen, außer ein paar üblichen Floskeln.

Soweit der Beginn der Sendung. Dann wurde viel über Rente gesprochen, aber das Rentensystem nicht mal ansatzweise gestreift. Kuntze ritt wieder auf seiner Buchmeinung herum, was die Alten der Jugend alles hinterlassen haben, Klima, Umwelt, Atommüll, Schulden. Das sind schon recht populistische Äußerungen, wenn man bedenkt, dass Wähler außerhalb der Wahlzeiten keinerlei Einfluss auf die Politik nehmen können und es waren nicht die Alten, die den Schuldenberg aufgebaut haben, sondern dafür verantwortlich waren die jeweiligen Regierungen, egal, ob man dagegen protestiert hat. Dass sich daran bis heute nichts geändert hat, sieht man an CETA und TTIP, aber auch am Thema Ukraine. Aus dieser Sicht ist seine Aussage eigentlich nur als Werbung für sein Buch zu sehen.

Welches politische Interesse hat eigentlich die Jugend? Ich würde meinen, dass sich das Interesse sehr in Grenzen hält. Das war früher so und ist heute nicht anders.

Aber meine eigentliche Kritik gilt den Aussagen über das Rentensystem und über die Demographie, in Ihrer Sendung pauschal mit der Bemerkung: “Die Menschen werden immer älter” unwidersprochen in den Raum gestellt. Aber nennen Sie mir eine Statistik, die die Alterserwartung der in der GRV versicherten Menschen enthält. Sie kennen keine? Ich auch nicht. Aber ich kenne Aussagen, z. B. vom Max Planck-Institut, die die Lebenserwartung von GRV-Versicherten um ca. 5 Jahre unter der von Beamten sieht.

Aber gehen wir chronologisch vor. Sie haben eine Sendung über das Rentensystem angekündigt, mit der pauschalen Frage, ob die Alten die Jungen ausbeuten. Von welchem Rentensystem ist eigentlich die Rede? Es wäre sicherlich fair, mal darauf zu verweisen, dass es etliche Rentensysteme gibt, der grundlegende Fehler, den Adenauer mit der Einführung der mit Umlagen finanzierten Rente, also der gesetzlichen Rentenversicherung gemacht hat. Hier sei auf das 3-Säulen-Modell der Schweiz verwiesen, bei dem auch Selbständige, Unternehmer, ständische Berufe, kurz alle in die Grundsäule einzahlen, von allen Einnahmen, die sie erzielen. Die Rente ist dann aber gedeckelt und der prozentuale Anteil der Beitragsleistung wesentlich geringer, als in Deutschland.

Doch bleiben wir beim gesetzlichen Rentensystem. Wenn Kuntze tönt, wer keine Kinder in die Welt gesetzt habe, solle seinen Rentenanspruch verlieren, ist das, milde aus gedrückt, dummes populistisches Geschwätz. Aber um das zu erkennen, muss man sich mit dem Prinzip der Umlagenfinanzierung auch mal befassen. Sind die zu wenig geborenen Kinder die Ursache für die Rentenprobleme? Mir steigt immer die Galle hoch, wenn ich diesen Unsinn höre. Unsere Welt ist längst überbevölkert und da nehmen wir mit einer niedrigen Geburtenrate eigentlich eine nachahmenswerte Vorreiterrolle ein. Nur passt das nicht ins Konzept der Politik, die die Renten erheblich schmälern möchte. Schließlich hat die WTO mit GATS da schon längst Ansprüche erhoben.

Das hat aber weitere Gründe. Da ist zunächst die Automatisation, die immer mehr Arbeitsplätze obsolet werden lässt. Wir haben ja nicht einmal mehr genug Arbeitsplätze für die derzeit in diesem Land lebenden Menschen, deren einziges Gut ihre Arbeitskraft ist, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Und den Unternehmern kam da die Agenda 2010 sehr gelegen, wie auch Frau Wischhusen andeutete. Fakt ist aber, dass die Automatisation eigentlich eine Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit zur Folge haben müsste, wie das in der Vergangenheit bestens funktioniert hat, von der 6-Tage-Woche mit 48 Std. Arbeitszeit auf heute zwischen 35 Std. (eher die Ausnahme) bis 40 Std. pro Woche. Doch kommen wir auf die Geburtenzahlen zurück. Trotz angeblich zu geringer Geburtenzahlen gibt es für Jugendliche oftmals keinen Arbeitsplatz, gibt es massenhaft Geringverdiener, die mit Hartz 4 aufgestockt werden müssen und gibt es mehr als 10 Millionen Menschen, die arbeiten möchten, aber keinen Arbeitsplatz finden. Das sind die realen Zahlen, auf die man kommt, wenn man die geschönten Statistiken der Arbeitsbehörden gründlich durchforstet und die Leute hinzuaddiert, die keinen Anspruch auf Hartz IV haben, weil ihr Lebenspartner über dem erforderlichen Mindestsatz beim Einkommen liegt.

Doch nun möchte ich das Rentensystem als solches mal beleuchten und damit das dumme Geschwätz von Kuntze widerlegen. Wer einen Arbeitsplatz in Betrieben hat, die der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht unterliegen, hat keine Wahl. Er muss einen Teil seines Einkommens als Beitrag zur Alterssicherung zahlen, zur Hälfte zahlt der Arbeitnehmer den Beitrag und die andere Hälfte zahlt der Unternehmer. Die Beitragsbemessung ist gedeckelt, das bedeutet, wenn das Einkommen die jedes Jahr festgelegte Beitragsbemessungsgrenze übersteigt, werden für das darüber hinausgehende Einkommen keine Rentenbeiträge mehr abgeführt, bleiben aber auch bei der Rentenberechnung außen vor. Aus diesem kumulierten Jahreseinkommen errechnet sich dann die Höhe der für die Rentenanwartschaft zu berechnenden Entgeltpunkte, indem das Einkommen des Einzelnen durch das Durchschnittseinkommen aller Rentenversicherten, geteilt durch die Zahl der Versicherten, geteilt wird. Es dauert in der Regel 2 Jahre, bis das endgültige Durchschnittseinkommen festgelegt wird.

Wenn von einem Eckrentner die Rede ist, ist damit ein virtueller Rentner gemeint, bei dem man davon ausgeht, dass er 45 Jahre gearbeitet hat und mit seinem Einkommen immer genau mit dem Durchschnittseinkommen gleich zog und somit in den 45 Jahren 45 Entgeltpunkte erreicht hat. Dieser virtuelle Eckrentner wird gerne als Durchschnittsrenter angeführt. Die 45 Entgeltpunkte, multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert ergeben eine Rente von monatlich 1.287,45 Euro beim Rentner West und 1.187,55 Euro für den Rentner Ost. Es gibt jedoch eine Menge Rentner, die aufgrund niedriger Löhne oder bei Auszeiten (vor allem von Frauen) teils weit unter diesem Rentenniveau liegen.

Dennoch ist das Umlageverfahren die beste Regelung für die Alterssicherung. Umlageverfahren heißt, dass die Beitragseinnahmen nicht gehortet oder wie bei privaten Rentenversicherungen in Form von Rentenfonds angelegt werden (ohne Kontrollmöglichkeiten für den Einzahler). Der private Versicherer muss versuchen, aus den Beitragseinnahmen eine Rendite zu erwirtschaften und die muss die hohen Verwaltungskosten und die von den Aktionären erwarteten Ausschüttungen zusätzlich beinhalten.

Bei der gesetzlichen Rentenversicherung werden die Beiträge genutzt, um die laufenden Renten zu zahlen. Auf die damit verbundenen Vorteile gehe ich noch ein. Unser Geldsystem ist dank Inflation einer schleichenden Entwertung ausgesetzt. Das war der eigentliche Grund, warum das zuvor kapitalgeckte Rentensystem durch die Umlagen-basierte Rente ersetzt wurde. Das Wirtschaftswunder hatte nämlich auch eine Kehrseite in Form einer relativ hohen Inflationsrate. Damit wurden die Renten jedes Jahr weniger wert, weil sie einen festen und unveränderlichen Zahlbetrag ausmachten. Im Umlagensystem wurde das durch die Koppelung an die Einkommen ausgeglichen. Gehaltserhöhungen führten zu höheren Beitragseinnahmen und die wurden an die Rentner in Form von Rentenanpassungen weitergegeben.

Und nun einmal zu den Vorteilen der GRV gegenüber einer kapitalgedeckten RV der privaten Versicherungswirtschaft. Die private Versicherung entzieht die Beitragseinnahmen dem Wirtschaftskreislauf, um sie an anderer Stelle gewinnträchtig anzulegen. Diese Anlage können Staatsanleihen sein, aber auch Investitionen in Rüstungskonzerne, wie 2012 bekannt wurde. Die GRV gibt die Beitragseinnahmen an die aktuellen Rentner weiter, die wiederum mit ihrem Konsum den Binnenmarkt stärken, Arbeitsplätze sichern und für den Staat sofort Steuern generieren (Umsatzsteuer und indirekte Steuern), eine Wirtschaftsleistung von rund 20 Milliarden pro Monat. Und hier sei auch das Mackenroth-Theorem angeführt, das besagt, dass alle Ausgaben des Staates immer von den aktuell arbeitenden Personen getragen werden müssen.

Gerne wird dann der so genannte Zuschuss des Staates angeführt und immer wird vergessen, dass das Rentensystem mit zahlreichen Fremdlasten belastet ist. Fremdlasten sind Lasten, die eigentlich aus Steuermitteln gezahlt werden müssten, weil es gesellschaftspolitische Anforderungen sind. Die Mütterrente ist eine solche Fremdlast und wird einmal mehr ausschließlich von den Beitragszahlern finanziert.

Fremdlasten sind weiterhin:

  • Kriegsfolgelasten (Kriegerwitwen-, Kriegswaisen-, Kriegsversehrtenrenten)
  • Anrechnungszeiten, z. B. für Ausbildung, wegen Arbeitslosigkeit oder wegen Krankheit
  • Kindererziehungsleistungszeiten (KLG)
  • Kindererziehungszeiten (wobei hierfür mittlerweile vom Bund Pflichtbeitragsleistungen aufgrund eines Urteils des BVerfG erbracht werden)
  • Rentenberechnung nach Mindesteinkommen
  • Absicherung des Arbeitsmarktrisikos durch Rentenzahlung
  • Bestandsschutz für Renten in den neuen Bundesländern
  • Renten für Aussiedler
  • Ausgleich von NS-Unrecht
  • Ausgleich von SED-UnrechtZu Kuntzes Vorstellung, Kinderlosen einfach die Rente zu streichen, sei noch angemerkt, dass das BVerfG in einem Urteil klar geurteilt hat, dass die Beitragszahlungen der GRV-Versicherten unter den Eigentumsvorbehalt von Artikel 14 fallen. Somit wäre die Verwirklichung von Kuntzes Idee schlichtweg verfassungswidrig.

    Zum Schluss noch mal die niedrigen Geburtenraten. Demographisch hatten wir nach dem Krieg wesentlich größere Probleme als heute, denn die Millionen deutscher Gefallener fehlten natürlich in der wieder aufblühenden Wirtschaft. Wir hatten mehr freie Stellen als Arbeitskräfte. Die Lösung war einfach, man holte sich die Arbeitskräfte aus Spanien, Italien, Jugoslawien, Polen, Griechenland und der Türkei, zusammengefasst unter dem Sammelbegriff “Gastarbeiter” und das Wirtschaftswunder war somit an sich eine europäische Leistung.

    Was wir brauchen, sind Arbeitsplätze. Gibt es die, ist es kein Problem, diese Stellen zu besetzen, völlig losgelöst von der Frage, wie viele Kinder bei uns in die Welt gesetzt werden.