Schillernder Blödsinn: Die Mainstream-Kampagne gegen das deutsche Gold

Redaktion

Die Mainstream-Presse setzt ihre Kampagne gegen die Repatriierung des deutschen Goldes fort. Seit Monaten wird gegen die vom Bundesrechnungshof angeordnete Zählung der Goldreserven und die bis 2020 geplante Rückholung gewettert. Der neueste Einwand ist die angeblich teure Bewachung der Barren, die aus Paris und New York zurück ins Land gebracht werden – bisher 37 Tonnen. Systemblätter wie der Spiegel hängen sich an der angeblich aufwendigen Bewachung durch Polizisten auf, die eigens für diese Aufgabe eingestellt werden sollen.

Die Zahl von 200 Polizisten kursiert. Ein völliger Unsinn. Die bisher heimgeholten 37 Tonnen, so rechnet Peter Boehringer, der Vorsitzende der deutschen Edelmetallgesellschaft vor, haben »ein Volumen von eng gestapelt zwei Kubikmetern«. Der Stapel hätte demnach eine Kantenlänge von gerade einmal 1,25 Metern.

Das würde bedeuten, dass von den 200 Bundespolizisten jeder einen Hundertstel Kubikmeter Gold bewacht. »Beim Bundesbankgold«, so Boehringer, »scheint kein Argument zu abwegig zu sein, als dass es nicht gegen die Heimholung ins Feld geführt werden könnte«.

Die FAZ legt in ihrem Bericht »Deutschlands Gold − Fort Knox am Main« heute noch eins drauf. Laut dem von Bundesinnenminister Thomas de Maizière vorgestellten Entwurf für sein Ressort im Haushalt 2015, bekomme die Bundespolizei 400 neue Stellen, 206 davon für die Sicherung der Bundesbank einschließlich ihres Goldschatzes.

Bisher, so der Hintergrund, kümmert sich das Privatunternehmen Pond Security Service um das Gold.

Die für Boehringer »durchschaubar demagogische« Kampagne gegen das Gold in den»Qualitätsmedien« hat eine längere Vorgeschichte. Sie markierte in den vergangenen zwei Jahren immer neue Tiefpunkte im deutschen Journalismus.

Im November 2012 schlug Mark Schieritz in der Zeit vor,»die Reserven der Bundesbank in New York – 1546 Tonnen − einfach ins Meer zu werfen«. Die Geschichte des Goldes sei eine Geschichte der Illusionen, das Gold der Deutschen sei nur einen Bruchteil des gesamten Auslandsvermögens von 7000 Milliarden Euro wert.

Der Goldstandard sei im Übrigen der Hauptgrund dafür gewesen, dass aus dem Börsencrash von 1929 eine Depression wurde.

Im selben Jahr 2012 hatte Wolfgang Münchau im Spiegelunter der Überschrift »Die Gold-Michel vom Rechnungshof« zu Protokoll gegeben, die Überprüfung der deutschen Reserven leiste »einer uralten deutschen Paranoia Vorschub: Alle Welt will uns betrügen, und das moderne Finanzsystem ist ohnehin Teufelszeug.« Nur vier Jahre nach der Finanzkrise war das eine erstaunliche Feststellung.

In den Niederlanden und Frankreich aber auch in Venezuela scheint man das ganz anders zu sehen. Die Repatriierung und lokale Lagerung von Gold wird in Zeiten wachsenden Misstrauens und der grassierenden Leerverkäufe, mit denen Investment- und Notenbanken gegen Papierforderungen den Preis des physischen Goldes drücken, als Vorsichtsmaßnahme durchaus anerkannt.

Der Wunsch der Öffentlichkeit, es nicht so weit kommen zu lassen, dass die vielen hohlen Forderungen von Leerverkäufern der Kasino-Branche den physischen Goldbestand überwältigen und die Auslieferung irgendwann unmöglich machen, werden einfach ignoriert.

Die paar hundert Milliarden Dollar, die das deutsche Gold wert ist – Peanuts !

Genau diese Haltung ist es, mit der Mainstream-Medien in Scharen ihre Leserschaft VERtreiben und ihren eigenen Untergang BEtreiben.

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/redaktion/schillernder-bloedsinn-die-mainstream-kampagne-gegen-das-deutsche-gold.html

 

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