»Bescheidener Vorschlag« der Deutschen Bank an die Zentralbanken: »Schnappt euch das Gold, das sich im Besitz der Privatleute befindet«

Tyler Durden

Dieselbe Bank, die uns vor wenigen Tagen darüber informierte, es werde davon geredet,»Helikopter-Geld«, also Geld, das wie das biblische Manna vom Himmel regnet, und Schuldenerlasse seien Anzeichen dafür, dass das Ende der Fahnenstange erreicht sei, vollzieht jetzt den nächsten logischen Schritt.

Im Folgenden ohne Kommentar ein Auszug aus dem Daily Metal Outlook der Deutschen Bank; der wichtigste Abschnitt wurde hervorgehoben:

»Auch wenn Akteure auf dem Goldmarkt gegenwärtig ihre meiste Aufmerksamkeit auf die Gefahr richten, die Schweizerische Nationalbank (SNB) könnte bei einem positiven Votum für das Referendum der Bürgerinitiative ›Rettet unser Gold‹am 30. November gezwungen sein, große Mengen an Barrengold zu kaufen, hat nun noch eine weitere Zentralbank die Europäische Zentralbank (EZB) dieses Thema aufgegriffen.

So seltsam es angesichts der internen Diskussion in diesem Jahr über den Ankauf von Vermögenswerten im Allgemeinen auch klingt, erinnerte EZB-Direktoriumsmitglied Yves Mersch vor Journalisten daran, dass die EZB theoretisch im Rahmen ihrer Lockerung der Geldpolitik (Quantitative Easing, QE) Vermögenswerte aller Art kaufen könne.

Dies schlösse Regierungsanleihen, Aktien, börsengehandelte Fonds und sogar Gold ein. Und tatsächlich spielt es im Rahmen eines wirksamen QE-Programms eine geringere Rolle, um was für einen Vermögenswert es sich handelt, als wer der Verkäufer ist.

Geht man davon aus, dass das Bankensystem der Eurozone offenbar immer noch das Nadelöhr im monetären Transmissionsmechanismus darstellt, so könnte es durchaus vernünftig sein, es zu umgehen. Banken besitzen kein Gold. Aber die ›theoretische‹ Möglichkeit könnte sehr schnell zu praktischen Problemen führen. Diese beträfen nicht zuletzt Mengenbegrenzungen und das Problem, entscheiden zu müssen, wer zu den Gewinnern und den Verlierern gehört. 

Dennoch weist das Konzept von Goldankäufen aufgrund der möglichen Verkäufer auch Vorteile auf. Viel Gold befindet sich in Privatbesitz, vor allem in Ländern wie Deutschland. In einigen Fällen handelt es sich dabei um ungewollte Überbleibsel von Investitionen von vor fünf Jahren, die durch die Finanzkrise ausgelöst wurden. Ein Programm, das vor allem auf diese Goldvorräte zielt, könnte brachliegende Liquidität freisetzen, von der ein Teil möglicherweise sogar in dem Konsum fließen könnte.«

 

Die Zentralbanken der Welt müssten also mit anderen Worten nichts anderes tun, als»brachliegende Liquidität freizusetzen«, die sich, so legt es die Deutsche Bank nahe, als»ungewollte« Schätze in Form physischen Goldes in Privatbesitz befinden. Und während die Zentralbanken im Verlauf dieser Operation ihre eigenen Goldvorräte aufstocken, könnte als Nebeneffekt, Gold als Anlage unattraktiv werden.

 

Und was wäre, wenn es schiefgeht? Franklin D. Roosevelt hat der Welt 1933 mit seiner Präsidialdirektive 6102, auch als »Goldverbot« bekannt, bereits gezeigt, wie man mit einer unnachgiebigen Öffentlichkeit umgeht, die sich nicht von ihrem Gold trennen will: Der private Goldbesitz wurde einfach verboten und alles Gold, das sich in Privatbesitz befand, musste zu einem festgelegten Preis bei staatlichen Annahmestellen abgegeben werden. Etwas Ähnliches unternahm auch die Zentralbank der Niederlande (DNB) vor einigen Jahren, als sie den Rentenfonds riet, ihr Gold zu verkaufen. Erst vor Kurzem hatte die DNB in aller Stille 122 Tonnen Gold von der New Yorker Federal Reserve nach Hause zurückgeholt.

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/tyler-durden/-bescheidender-vorschlag-der-deutschen-bank-an-die-zentralbanken-schnappt-euch-das-gold-das-sich.html

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