Michael Winkler – Tageskommentar vom 23.11.2014

Von Winfriede Kretschfrau, der ersten Ministerpräsidentin der Grüninnen, habe ich lange nichts mehr gehört. Die Dame regiert Baden-Würtemberg mit einer unaufgeregt-abgeklärten Graumäusigkeit, so daß sie vom Rest der Welt übersehen wird. Aber sie gibt es noch, und sie hatte einen Auftritt auf dem Grüninnen-Parteitag in Hamburg. Über was die Grüninnen dort reden? Nun, sie sagen, daß ihnen Flüchtlinge willkommen seien, dafür würden sie auf den „Veggie-Day“ verzichten. Die Partei der Besserverdienenden mit weiblicher Präferenz möchte künftig ein bißchen weniger verbieten und ein wenig mehr Freiheit zulassen. Wobei jene Wählerinnen, die nach der Auflösung der FDP noch nicht bei der AfD eine neue Heimat gefunden haben, bei den Grüninnen hochwillkommen sind.

Schwarzfahren soll teurer werden, überlegen die Angehörigen des Dienstwagenadels, für deren Transport der Steuerzahler aufkommt. Ich persönlich finde es durchaus richtig, wenn jemand, der die öffentlichen Verkehrsmittel um das Beförderungsentgelt prellt, zur Kasse gebeten wird. Allerdings müssen diese Regeln auch für Nichtdeutsche gelten, für Zudringlinge und Asylbewerber. Wenn wieder einmal einseitig die Einheimischen ausgenommen werden sollen, während bei einem Fünftel der Bevölkerung beide Augen zugedrückt werden, ist dies nicht gerechtfertigt. Offenbar machen Deutsche zu wenige Scherereien, wenn ihnen das Geld aus der Tasche gezogen werden soll.

Der oberste Kriegsherr in Washington genehmigt über das laufende Jahr hinaus Kampfhandlungen des US-Militärs in Afghanistan. Auch 2015 sollten US-Soldaten Taliban, Hochzeitsgesellschaften und andere Zivilisten angreifen dürfen. Ursprünglich sollten die Kampfhandlungen eingestellt und die Truppen abgezogen werden, aber dafür gäbe es allenfalls einen Friedensnobelpreis. So aber bleibt Afghanistan ein wunderbares Übungsgelände für Kampfdrohnen, mit dem kleinen Nachteil des Zeitunterschieds. Aber für eine kleine Ballerrunde legt man sicher gerne eine Nachtschicht ein. Vor allem, wenn man gerne Leute trifft.

Während Obama im Namen der Freiheit und des Selbstbestimmungsrechts der Völker morden läßt, mordet die korantreue Al-Shabaab-Miliz im Namen Allahs. Ihre neueste Tat war ein Überfall auf einen Bus. Die Passagiere sollten aus dem Koran vorlesen. Wer das nicht konnte, dem wurde die Größe Allahs direkt per Kopfschuß vorgeführt. Falls Sie nun glauben, Sie seien des Lesens mächtig: Der Koran ist in arabischer Schrift und arabischer Sprache verfaßt. Deutsche oder sonstige Übersetzungen zählen nicht. Deshalb gibt es ja die Koranschulen, damit der echte Muselmane den Text geistlos herunterleiern kann, wenn eine Kalaschnikow auf ihn zielt – oder er seine gymnastischen Übungen in der Moschee abhält.

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