Monat: Oktober 2014
Council on Foreign Relation: Die US-Präsidentschaftskandidaten für 2016 müssen ein “einheitliches” Nordamerika schaffen
Der Ex-General David Petraeus und der ehemalige Weltbank-Chef Robert Zoellick sind führend beim neuesten Versuch des Council on Foreign Relation ein “einheitliches”Nordamerika zu etablieren.
Diese Männer sind heute Anführer der globalen Finanzmafia: Petraeus leitet inzwischen KKR Global, ein Unternehmen, das auf fremdkapitalfinanzierte Firmenübernahmen spezialisiert ist, währen Zoellick Senior Advisor bei Goldman Sachs International ist. Beide Männer waren auch Teilnehmer an der unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindenden Bilderberg-Konferenz 2014.
Petraeus und Zoellick sind die Co-Vorsitzenden des CFR-Projekts North America: Time for a New Focus (Nordamerika: Zeit für einen neuen Schwerpunkt), eine Blaupause des Globalismus, der ihrer Behauptung nach einen Ansatz von “Integration und Souveränität” in sich trägt, der sich sinnvoll vom Versuch der von der EU präferierten “geteilten Souveränität” unterscheidet.
Laut Robert Zoellick kann Nordamerika bei einem Zusammenschluss zu einem “neuen Wachstumsmarkt” werden, voller ausbaufähiger Möglichkeiten durch eine “Verdoppelung” der an die NAFTA-Verträge angelehnten Politik, von der sie annehmen, dass diese von den Präsidentschaftskandidaten für 2016 unterstützt wird.
Zoellick erklärt ausdrücklich:
I hope that this report will provide an agenda for both [U.S. political] parties in the presidential elections in 2016.
(Ich hoffe, dass dieser Bericht ein Programm für beide [politischen] Parteien [in den USA] bei den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2016 bietet.)
Hillary Clinton hat bereits eingeräumt, dass ihre Anweisungen vom Council on Foreign Relation herausgegeben werden, während Jeb Bush, ebenfalls ein potenzieller Kandidat im Jahr 2016, einen CFR-Bericht über eine Einwanderungsreform verfasste. Er ist der Bruder des Präsidenten, der die Security and Prosperity Partnership of North America
(Partnerschaft für Sicherheit und Wohlstand für Nordamerika) gegründet hat, basierend auf den CFR-Bauplänen für den Aufbau einer nordamerikanischen Gemeinschaft.
Nach der Vision des CFR würde sich Nordamerika auf die US-Märkte “bei Energie, Robotik, Biotechnologie, Software und Big Data” konzentrieren und sich mit Kanadas entwickelter Wirtschaft und dessen natürlichen Ressourcen und den “Reformen” in Mexiko, die dazu beigetragen haben die “Harmonisierung” mit der US-Banker-geführten Vision für den Kontinent zu ereichen, verbinden.Der CFR-Bericht behauptet:
The development and implementation of a strategy for U.S. economic, energy, security, environmental, and societal cooperation with its two neighbors can strengthen the United States at home and enhance its influence abroad.
(Die Entwicklung und Umsetzung einer Strategie für die US-Wirtschaft, Energie, Sicherheit, Umwelt und gesellschaftliche Zusammenarbeit mit seinen beiden Nachbarn können die Vereinigten Staaten im Inneren und seinen Einfluss im Ausland stärken.)
Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem Thema Energie, auf einer erhöhten Produktion der Keystone-Pipeline, den enorm erweiterten Schiefergas Fracking-Maßnahmen und den neue Märkten für flüssiges Erdgas. Ein weiterer CFR-Bericht in diesem Monat behandelt The Shale Gas and Tight Oil Boom: U.S. States’ Economic Gains and Vulnerabilities (Der Shale Gas-und Tight Oil Boom: Wirtschaftliche Gewinne und Schwachstellen der USA), der sich mit der vorhergesagten Verschiebung weg von der ausländischen Ölabhängigkeit und des gleichzeitigen Dollar-Bedeutungsverlusts bzw. des damit einhergehenden Abstieg des Privilegs des Petrodollars beschäftigt.
Unter einer “intelligenten regionalen Energiepolitik” würde Mexiko – und seine Erdgaslieferungen – mit dem nordamerikanischen Stromnetz vernetzt werden, während die Amerikaner zur Reduzierung des CO2-Ausstosses und zu einer Umweltsparpolitik verpflichtet werden.
Robert Zoellick erklärte Jonathan Masters (CFR-Mitglied) in einem Interview:
The report recommends expanding the [U.S.] electricity grid with Mexico, which could provide lower cost electricity because of lower cost natural gas. This support would show the Mexican public the benefits of reform.
[…]
The United States can also do more to capture the full benefits of energy innovation. For example, the report recommends removing legal restrictions on exports of oil and liquid natural gas, which is important if the U.S. expects to draw continued energy investment, because investors need to receive a competitive world price for their products. The report identifies problems with infrastructure, such as the electricity grid or pipelines. In the case of pipelines, we note that Central America, a nearby region of fragility, has very high energy prices, and the eventual extension of natural gas pipelines and supplies to the region could support Central American democracy and growth.
The report notes that many of the gains of energy so far have been at the exploration and production stages. To truly capture the second stage—dependent on the use of lower priced energy—the three countries need to create the regulatory conditions for greater capital investment. When companies have to make a big capital investment, they need regulatory clarity with regard to topics such as safety, conservation, methane capture, and plans to deal with carbon. All three countries can be more competitive with better and more integrated energy policies. Also, we recommend, in particular, that the XL Pipeline should be approved.
(Der Bericht empfiehlt den Ausbau des [US] Stromnetzes mit Mexiko, was zu geringeren Kosten führen könnte, da die Erdgaskosten niedriger wären. Diese Unterstützung würde der mexikanischen Öffentlichkeit die Vorteile der Reform aufzeigen.
[…]
Die Vereinigten Staaten können auch mehr tun, um den vollen Nutzen der Energieinnovationen zu erzielen. Zum Beispiel empfiehlt der Bericht, die Beseitigung rechtlicher Beschränkungen für die Ausfuhr von Öl und Flüssiggas, was wichtig ist, wenn die USA weiterhin erwartet Energie-Investitionen anziehen zu können, da die Investoren damit benötigte wettbewerbsfähige Weltmarktpreis für ihre Produkte erhalten. Der Bericht identifiziert Probleme bei der Infrastruktur, beispielsweise beim Stromnetz oder den Pipelines. Im Fall der Pipelines stellen wir fest, dass Mittelamerika, eine nahe gelegenen Region der Fragilität, sehr hohe Energiepreise hat und die eventuelle Verlängerung der Erdgas-Pipelines und die Versorgung der Region könnte die zentralamerikanischen Demokratien und das Wachstum unterstützen.
Der Bericht stellt fest, dass viele der Zugewinne im Energiesektor bisher bei den Explorations-und Produktionsstufen stattfand. Um wirklich die zweite Stufe zu erreichen – abhängig von der Verwendung von billiger Energie – müssen die drei Länder die regulatorischen Voraussetzungen für mehr Investitionen schaffen. Wenn Unternehmen eine große Kapitalinvestitionen vornehmen müssen, benötigen sie rechtliche Klarheit in Bezug auf Themen wie Sicherheit, Erhaltung, Methanbindung und Pläne, wie man mit dem CO2 umgehen will. Alle drei Länder können mit einer besseren und integrierten Energiepolitik wettbewerbsfähiger sein. Insbesondere empfehlen wir auch, dass die XL-Pipeline zu genehmigen ist.)
Im Bericht wird auch weiterhin eine Reform der Einwanderungspolitik, die Öffnung Abschaffung der Grenzen für einen globalisierten Arbeitsmarkt, Wanderarbeiter, ausländische Konsumgüter, Dienstleistungen und Finanzen und natürlich eine “harmonisierte Politik”, wo immer möglich, gefordert.
Bezeichnenderweise empfehlen Petraeus – ehemals ein Vier-Sterne-General und Chef der CIA – und Zoellick auch ein Büro im Nationalen Sicherheitsrat für “Nordamerika”. Damit machen sie die nationale Sicherheit zu einer Frage der kontinentalen und globalen Sicherheit. Dies schafft eine grundlegende und wichtige Hinhaltemöglichkeit, was Themen wie den verfassungsrechtlichen Schutz der Vereinigten Staaten von Amerika, dessen Bürger und deren Souveränität betrifft.
Dieser Bericht stellt ein großes Update bei der Verfolgung einer nordamerikanischen Union dar, die öffentlich um das Jahr 2005 eingeführt wurde, als das CFR vom Aufbau einer nordamerikanischen Gesellschaft sprach und als die Unterzeichnung der trilateralen Vereinbarungen für die Partnerschaft bei Sicherheit und Wohlstand in Nordamerika von Präsident George W. Bush und seine Kollegen Stephen Harper und Vicente Fox in Kanada und Mexiko stillscheigend im Jahr 2006 erfolgte.
Journalisten wie Jerome Corsi und Lou Dobbs führten die Anklage gegen diesen globalen Unternehmenszusammenschluss und die Kritik des kompletten Blackouts bei der Berichterstattung über diese Ereignisse an, während die meisten der Unternehmensmedien unheimlich still und leise bzgl. dieser tektonische Ereignisse auf dem nordamerikanischen Kontinent blieben.
Darüber hinaus schließt sich diese nordamerikanische Fusion dem größeren Chor der Einführung einer Global Governance an, die bereits lautstark in der EU, etwas leiser in derAfrikanischen Union und in den verschiedenen Gemeinschaften im Pazifik, Lateinamerika/Pan-Amerika und anderen globalen Gemeinschaften gesungen wird.
Wie die investigativen Bilderberg-Reporter Jim Tucker und Daniel Estulin festgestellt haben, war die Europäische Union das Ergebnis eines 50 Jahre andauernden Projekts, das als eine der Hauptanliegen der Bilderberg-Treffen, die erstmals 1954 stattfanden, begann.
Die Insider-Verbindungen zwischen den europäischen und amerikanischen Banken, den politischen und Industriemächten förderten eine Reihe von Bezugsnormen, um den Kontinent durch progressive Vereinbarungen miteinander zu verbinden, in dem man zunächst die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, einen Europäischen Gemeinsamen Marktschuf und dann verschiedene nachfolgenden Verträge unterzeichnete, die zur Schaffung der Europäischen Union führten und sie somit zu einer formalen – und verbindlichen – Institution machten.
Interessant ist, dass Putin vor kurzem eine Russland in den Mittelpunkt stellende Vereinbarung für eine Eurasische Wirtschaftsunion unterzeichnet hat – als Ergänzung zur von Russland angeführten Schaffung der BRICS-Entwicklungsbank, die weithin als weiterer Schritt auf dem Weg das Petrodollar-Paradigma zu zerschmettern angesehen wird. Und zudem ganz eindeutig ein weiterer zusätzlicher BRIC in the Wall (Mosaikstein in der Wand) des neuen globalen Governance-Projekts für eine neue Weltordnung ist.
Die USA haben auch auf zwei wichtige, aber weniger bekannte Vereinbarungen gedrängt, die die Welt unter anglozentrische Handelsbedingungen zwingt.
Die geheime Trans-Pacific Partnership (TPP) – die den Asien-Pazifik-Raum (außer China) umfasst – wurde in den letzten paar Jahren verhandelt, wobei wenig davon das Licht der Veröffentlichung erblickt hat, während gleichzeitig die transatlantische Partnerschaft für Handel und Investitionen (TTIP) Europa einkreisen wird, um eine unternehmensfreundliche Atmosphäre für einen angloamerikanisch dominierten Handel zu schaffen.
Einige haben es als Ausverkauf der nationalen Souveränität zugunsten einer Unternehmenssouveränität bezeichnet.
Dazu Pepe Escobar:
It should be noted that another vision of the Eurasian economic future is also on the horizon. Washington is attempting to impose a Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) on Europe and a similar Trans-Pacific Partnership (TPP) on Asia.
Both favor globalizing American corporations and their aim is visibly to impede the ascent of the BRICS economies and the rise of other emerging markets, while solidifying American global economic hegemony.
(Es ist hervorzuheben, dass es auch eine andere Vision einer eurasischen wirtschaftlichen Zukunft gibt. Washington versucht eine transatlantische Handels- und Investmentpartnerschaft (TTIP)mit Europa und eine ähnliche Trans-Pacific Partnerschaft (TPP) mit Asien einzuführen.
Beide [Partnerschaften] bevorzugen globalisierte amerikanische Unternehmen und deren Ziel ist es den Aufstieg der BRICS-Volkswirtschaften und den Aufstieg der anderen Schwellenländern sichtlich zu behindern, während gleichzeitig die amerikanische, globale wirtschaftliche Hegemonie verfestigt werden soll.)
General Petraeus, Zoellick und Kollegen fordern, dass Kanada und Mexiko in TTIP aufgenommen werden – so wie sie es ohnehin schon in der Trans-Pacific Partnership sind. Im Namen einer größeren nordamerikanischen Integration und als Aufforderung an die US-Führung sich auf die Globalisierung ihrer Heimat in der Zeit nach Obama zu konzentrieren.
Downloaden und lesen Sie den Bericht von der Website des Council On Foreign Relation (PDF).
Von heißer (Atom)Technik im kalten Krieg –
und anderen Katastrophen, wie Havarien in großen Tiefen, bei denen viele Matrosen ihr Leben lassen mußten.
Monströse U-Boote mit gefährlichen Geschossen befahren die Weltmeere, besonders in Arktis und Antarktis, die Atommüllhalden geworden sind. Dazu das 2. Video.
U-Boot-Technik extrem
Man bedenke immer dabei, wie nahe wir einem Weltenbrand sind.
Atomfriedhof Arktis
Die Arktische See ist das weltweit wichtigste Fanggebiet für Kabeljau. Von hier kommt auch Fisch nach Europa. Doch auf dem Meeresboden lauern Gefahren. Versunkene Atom-U-Boote liegen hier, Tausende Metallkisten voller radioaktiver Abfälle, ganze Kernreaktoren, manche davon noch mit abgebrannten Brennelementen bestückt. Die russische Nordmeerflotte entsorgte ihre Nuklearabfälle im Eismeer in geringen Tiefen.
U 31-Streng Geheim – Das Super U-Boot mit Vril-Energierutschen
U 31…streng geheim – Das Superboot der Deutschen Marine, Part 2/2 DOKU
U 31 – das ist das erste U-Boot einer völlig neuen, revolutionären Baureihe – 1.500 Tonnen groß, bemannt mit 27 Seeleuten. Nun macht es einen Tauchtest in den atlantischen Gewässern bei Norwegen und erprobt erste militärisch-technische Abläufe in der mit Hightech vollgestopften Operationszentrale. Dort erinnert kaum noch etwas an die miefig-feuchte Enge, die U-Boote bisher kennzeichnete. Bis zur Toilettenbrille ist nun nahezu alles aus Edelstahl, und die Seeleute schlafen nicht mehr schichtweise in der „warmen Koje“ ihrer Kameraden. Dieser Bautyp 212 hat die im nicht-nuklearen Bereich am meisten fortgeschrittene Technologie für Unterseeboote an Bord – weltweit. Die Nachfrage nach dem neuen U-Boot-Typ ist groß: Sie reicht von Italien bis Israel. Herzstück der neuen U-Boot-Klasse ist ein Brennstoffzellenantrieb, der von jeder Außenluftversorgung unabhängig arbeitet. Das Boot kann so wochenlang getaucht bleiben. Gleichzeit wird mit Hilfe geheimer Technologie ein Tarnkappeneffekt erzeugt, der es nahezu unsichtbar macht. Das Haupteinsatzziel sind Lauschangriffe.
Eine Dokumentation über das 500 Millionen Euro teure Superboot der Deutschen Marine.
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Ein Vril-Triebwerk

TimeToDo.ch 09.07.2014, Orgonisierte Häuser und gechipte Autos
Thema: Die Messmethode und die Ergebnisse haben wir nochmal zur Sendung vom 03.07. 2014 zusammengefasst. Die Ergebnisse sind erstaunlich und die Auswertungen sprechen eine deutliche Sprache. Thomas Wegmüller ist auf dem Weg zurück nach Spanien, zu seinem Familienlandsitz und hat nochmal zur Sendung vom 20.06.2014 Fragen beantwortet. Moderation mit Marsha Wiederkehr
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ist die Informations-Plattform zur gleichnamigen TV-Sendung.
Sendezeit ist Montag bis Freitag von 20.00 bis 21.00 Uhr live im TV auf dem Schweizer Privatsender Schweiz 5 und Internet Stream.
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Katalonien stellt Antrag auf Bürgerkrieg bei spanischer Zentralregierung
Esperanza: Ginge es nach dem Willen der spanischen Zentralregierung, dann müssten die Katalanen jetzt ihre Selbständigkeits- und Unabhängigkeitsbestrebungen zu Grabe tragen. Schließlich hat das spanische Verfassungsgericht entsprechende Handlungen, die darauf abzielten, für illegal erklärt und alle Abstimmungsvorbereitungen damit vereitelt. Der nächste Schritt, sofern die Katalanen sich nicht einsichtig zeigen und weiterhin Selbständigkeitsphantasien hegen, wäre womöglich ein Antrag auf Bürgerkrieg bei der Zentralregierung.
Im Spanien der hitzigen Temperamente und Stiertöter könnte alles viel schneller und erheblich unbürokratischer in Bewegung geraten. Anträge für so etwas macht man für gewöhnlich nur in Deutschland, weil im Land des Sauerkrauts alles jederzeit seine Ordnung haben muss. Niemals würde in Germanien eine ungenehmigte Revolution stattfinden, aber Spanien ist da ganz anders. Selbst wenn das Wort Bürgerkrieg eine bösartige Überspitzung der Situation wäre, so kleben allerhand Gedanken hinten dran, die durchdacht sein wollen. Statt Bürgerkrieg wird es zunächst noch andere Formen des Widerstands geben: Bürger fordern zivilen Ungehorsam gegen Regierung in Madrid … [DWN], aber solche Aktivitäten werden von der Zentralregierung gewohnheitsmäßig ausgesessen. Aber beantragen kann man den Bürgerkrieg auch dort völlig gefahrlos, denn er wird wie alles andere auch von der Zentralregierung abgelehnt werden.
Die Katalanen sind mit dem imperialen Stil aus Madrid, nicht einverstanden, da wäre der Bürgerkrieg eine letzte Option. Das Land hat mit dem „Spanischen Bürgerkrieg“ … [Wikipedia] durchaus veritable Erfahrung auf diesem Gebiet. Die Europäische Union hingegen wird erst noch eigene Erfahrungen auf diesem elenden Parkett sammeln müssen. Was aber hat nun Katalonien mit der EU zu tun und warum ist diese Entwicklung so schlachtentscheidend für Europa?
In Katalonien geht es nur vordergründig um Unabhängigkeit und Eigenstaatlichkeit, letztlich geht es wohl doch um dieses klitzekleine Zauberwort namens „Selbstbestimmung“. Aus Sicht jeder Administration natürlich ein grundlegend böses Wort. Desto größer die Administration, um so böser wird auch dieses kleine Wörtchen. Wo aber fängt das Selbstbestimmungsrecht von Menschen / Gruppen / Völkern an und wo endet es? Gibt es im Vorhinein erkennbare Konflikte zwischen den Menschen und Regierungen und/oder Machtapparaten? In Schottland hat sich alles wieder beruhigt, nachdem dort ein Referendum zur Abspaltung von England abgehalten werden konnte. Woanders lässt man eben solange abstimmen bis das Ergebnis passt, danach werden Volksabstimmungen vermutlich verboten, was ja in Deutschland bereits gelebte Tradition ist. Genau diese Abstimmung wird auch den Katalanen von der Zentralregierung aus Madrid verweigert. Bei den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen zum Thema wohl aus gutem Grund, müsste man sonst eine der reichsten Provinzen des Landes abschreiben. Wer könnte das wollen? Das wäre fast so als wollte Bayern aus der Bananenrepublik austreten.
Vorgehen gegen das eigene Volk heißt Aufstandsbekämpfung
Das Völkerrecht wird ohnehin gerade bis auf die Knochen demontiert, da ist sogar die EU voll mit dabei. Wenn wir erst einmal ein EU-Volk sind, dann hat es sich mit dem Völkerrecht endgültig gehabt, es wir dann nicht mehr benötigt. Und eines Tages sind wir gar ein Welt-Volk und brauchen nicht einmal mehr Armeen … nur noch eine Welt-Polizei (mit militärischer Ausrüstung), die die Bürger alle in Schach hält, damit Produktion, Konsum und Gewinnmaximierungen keinen Schaden leiden. Genau dorthin geht der Zug und Katalonien ist einer der ersten kleinen Wegweiser in diese Richtung, wenn man die Zeichen der Zeit erkennen mag.
Und deshalb können wir an dieser Stelle eine deutliche Entwarnung verkünden. Es kann zukünftig keine Bürgerkriege mehr geben, weil es ja keine unterschiedlichen Interessenlagen innerhalb eines Volkes mehr geben wird. Nur die Zentralregierung gibt den Ton an. Die ist immer zwingend frei, geheim, nicht nachvollziehbar und indirekt-indirekt gewählt, wie beispielsweise die jetzige EU-Kommission. Da können sich alle Menschen stets geborgen fühlen. Irgendwann einmal wird der Ton aus Brüssel kommen und noch viele Monde später aus dem „Nirgendwo“, dem Sitz der Eine-Welt-Regierung.
Und sollten irgendwelche Menschen grundlos unzufrieden sein, vielleicht weil sie kaum mehr eine Lebensgrundlage haben, keinen Job, kein Fressen und der Sozialstaat ohnehin restlos verreckt ist, dann muss jede Form des Aufbegehrens auch als das erkannt und behandelt werden was es ist.Aufstand! Genau dafür hat selbst die EU schon entsprechendes Regelwerk auf die Beine gestellt. Da stört es auch niemanden wenn es für viele Menschen tödlich endet, das ist bereits eingepreist und von allen Menschen demokratisch legitimiert und akzeptiert.
Sonst hätten wir uns ja entsprechende Gesetze auf EU-Ebene nicht gemacht, oder?
Da wir alle zusammen nicht bereit sind, unser tolles System dahingehend zu ändern, dass soziale Gerechtigkeit die entscheidende Maxime wird, müssen wir das eben mit mehr Entrechtung, Überwachung und Unfreiheit bezahlen. Katalonien führt nur exemplarisch vor, welchen Stellenwert die Selbstbestimmung der Menschen künftig in Europa haben wird. Willkommen auf der Farm der EU-Produktionstierchen.
Auf der Spur unserer Geschichte: Die unbekannten Ursprünge der Kelten und Germanen
Freigeschaltet am 01.10.2014 um 16:02 durch Manuel Schmidt
„Auf der Spur unserer Geschichte“ – erste Sendung – Militärhistoriker Michael Teich im Interview
Bild: ExtremNews
Bild: ExtremNews
ExtremNews startet mit „Auf der Spur unserer Geschichte“ ein neues Interview-Sendeformat. Behandelt werden – ganz nach dem Leitspruch von ExtremNews „Wir zeigen auch die Hintergründe“ – geschichtsrelevante Themen, die essentiell wichtig für das Verständnis der tatsächlichen Menschheitsgeschichte sind. Da die Interviewgäste in dieser Sendung – ohne ein Blatt vor den Mund nehmen zu müssen – sagen dürfen und sollen, was sie über den wirklichen Geschichtsverlauf herausgefunden haben, werden auf dieser Plattform natürlich auch kontroverse Themen besprochen, die kaum im Mainstream behandelt werden. Der erste Interviewgast ist Militärhistoriker Michael Teich, der viele unbekannte Mythen und Wahrheiten um die Kelten und Germanen anspricht.
Wie sagte der französische Dichter und enger Freund des preußischen Königs Friedrich des Großen, Francois Voltaire, einst: „Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat.“ Voltaire gehörte übrigens einer Freimaurerloge an und hatte daher einen tiefen Einblick in das Geschehen „hinter den Kulissen“. Auch Johann Wolfgang von Goethe, ebenfalls Freimaurer, war sich seinerzeit schon vollkommen über die Tücken der „Historiographie“ bewusst: „Geschichte schreiben ist immer eine bedenkliche Sache. Denn bei dem redlichen Vorsatz kommt man in die Gefahr, unredlich zu sein, ja, wer eine solche Darstellung unternimmt, erklärt im Voraus, daß er manches ins Licht, manches in den Schatten rücken wird.“
Die Interviewsendung „Auf der Spur unserer Geschichte“ will vergessene und unterdrückte aber möglicherweise wichtige Aspekte unserer Vergangenheit wieder ins Bewusstsein rufen. Es sollen Fragen gestellt werden, die den Zuschauer dazu animieren, das Gedankengefängnis der herrschenden Geschichtsschreibung zu verlassen um somit über Geschehnisse und Zusammenhänge stolpern zu können, die ein zum Teil gänzlich anderes Bild der Vergangenheit ergeben können. Dadurch wird sich automatisch auch das Verständnis der Gegenwart wandeln, nicht bloß, weil gewisse Geschichtsfälschungen und unterdrückte Wahrheiten bis heute den Alltag prägen, sondern auch, weil die Techniken der Geschichtszensur und -manipulation noch heute immer wieder aufs Neue angewandt werden.
Die erste Sendung wurde mit Michael Teich in Manching bei Ingolstadt gedreht. Der Historiker beschreibt die größte und älteste Stadt der Kelten in Europa, das heutige Manching, das auch später als Zentralleitung zur Auswanderung der Kelten nach England genutzt wurde. Kommt dort auch der heutige Name der Stadt Manchester her? Zumindest habe die europäische Geschichtsschreibung in Manching ihren Ursprung genommen, da die meisten Völker vorher Nomaden gewesen seien.
Über die Ursprünge der Germanen gebe es in der heutigen Geschichtsschreibung Unklarheiten, was mit der Zeit des Dritten Reiches zu tun hätte. Die litauische Archäologin Marija Gimbutas beispielsweise sei von Stalin dafür verfolgt worden, dass sie feststellte, dass das Germanentum aus dem Kaukasus nach Westen marschiert sei. „Die Geschichte“, so Teich, „sei immer wieder durch die Politik gedreht, verschoben und in die Ecke gedrängt“ worden.
Zur Verdrehung von Tatsachen der Gegenwart spricht Teich unter anderem die beiden Weltkriege an: „Diese Kriege sind so verwerflich und schmutzig, dass sie heute noch da sind. Der Zweite Weltkrieg, sagt man, ist zu Ende. Das stimmt nicht! Das Feuer hat sich verzogen, das Brennen ist auf der ganzen Welt und die einstigen Gegner Deutschlands sind heute noch die Händler.“
Was der Militärhistoriker Michael Teich noch über die Ursprünge der Kelten, der Germanen und Geschichtsfälschungen durch Politik und Kirche zu sagen hat, erfahren Sie im nachfolgend eingebundenen Video, das kostenfrei zu sehen ist.
Die Sendung „Auf der Spur unserer Geschichte“ kennt keine Tabuthemen. Geschichtsforscher oder Menschen, die wichtige historische Erkenntnisse gesammelt und entdeckt haben, sind aufgerufen, sich bei ExtremNews über die Mailadresse Auf-der-Spur-unserer-Geschichte@Extremnews.com zu melden, um ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit schildern zu können.
http://www.extremnews.com/berichte/zeitgeschichte/8a98150af847478
Politik: Das Spiel der Psychopathen

Jeder spürt es instinktiv. Irgendwo tief im Inneren. Der eine bezeichnet es als Bauchgefühl, der andere erkennt die offensichtlichen Bruchstellen klarer. Unsere Regierungsform und unser dahinterliegendes, dominantes Schuldgeldsystem funktionieren nicht (mehr). Genauso wie eigentlich bislang keine Form des Regierens auf Dauer erfolgreich war und von der Mehrheit der Menschen akzeptiert wurde. Alle “Kratien” und alle “Ismen”, die wir derzeit als Maß aller Dinge vor uns hertragen, werden über kurz oder lang auf dem Müllhaufen der Geschichte landen, wie andere gescheiterte Systeme.
Doch warum sind wir als Mensch nicht in der Lage uns selbst eine Regierungsform und ein System zu geben, das auf Dauer – und damit sind nicht nur ein paar Jahrzehnt gemeint – überleben kann?
Eigentlich ist die Beantwortung dieser Frage ziemlich einfach. Betrachten wir unser politisches System als eine Uhr, sehen wir Zahnräder, die in absoluter Harmonie ein gewünschtes Ereignis erzielen. Das Bewegen des Uhrzeigers und damit das Anzeigen der korrekten Uhrzeit.
Ein gewünschtes Ergebnis im politischen System wäre ein faires, transparentes System, das allen Aspekten der Gesellschaft dient, die nicht über kleinere Einheiten, wie beispielsweise die Familienstruktur, abbildbar sind. Gemeinden, Städte, Landkreise, Bundesländer und Staaten würden nur das tun, was zwingend auf der jeweiligen Ebene vonnöten ist. Alle anderen Dinge würden von darunterliegenden Ebenen erledigt.
Eine solch utopische Version eines Systems kann jedoch nicht funktionieren, wenn nur eines der Zahnräder nicht “richtig” arbeitet. Wobei man fairerweise sagen muss, dass “richtig” natürlich im Auge des Betrachters liegt. Denn den Eliten ist genau jenes Zahnrädchen das liebste, das der größten Masse ein Dorn im Auge ist.
Um ein fehlerhaftes Zahnrad zu erkennen, muss man bis auf die kleinste Einheit alles überprüfen. Analog eines ungenießbaren Kuchens würde man alle Zutaten testen, um die schlechte herauszufinden, da es den “Rest” ungenießbar macht.
Doch hier beginnt für viele bereits das Ganze zu abstrakt zu werden. Obwohl heute niemand mehr daran glaubt, dass das Blutschröpfen den Eisengehalt im Blut verringern kann, dass man über den Rand der Erdscheibe fallen würde, wenn man zu weit segelt oder dass sich die Erde um die Sonne dreht.
Auch diese alten Weisheiten, sind nur durch Prüfung auf der kleinsten Ebene widerlegt worden. Heute betrachten wir die damaligen Menschen, die daran geglaubt haben, als rückständig, obwohl wir erst durch das Aufdrösseln und wissenschaftliche Denken auf anderen Lösungsansätze gekommen sind. Aber warum versuchen wir dann immer noch bestehende “Kratien” und “Ismen”als den Heilsgral anzusehen? Warum sind wir nicht bereit, andere Wege einzuschlagen, wenn es offensichtlich ist, dass die begangenen falsch sind?
Unser politisches System wird “befüllt und gelebt” durch Politdarsteller, die durch zwei gemeinsame Dinge miteinander verwoben sind: Geld und/oder Macht. Gleich einer Erbdynastie schaffen sich insbesondere in den USA Familien wie Bush, Clinton, Rockefeller oder Ford ihr eigenes politisches System. Ein System, das von vornherein auf Korruption – jeder wird in einem solchen System irgendwann korrupt – beruht und das Menschen, die sich dagegen aussprechen, schnellstmöglich“entsorgt”. Nur Menschen, die sich in einer solch psychopathischen Umgebung, wie dem Politsystem, wohl fühlen, werden dort auf Dauer akzeptiert und erfolgreich sein. Aber ab einer bestimmten politischen Ebene, insbesondere wenn man nicht nach der ersten Legislaturperiode dankend “Auf Wiedersehen” sagen will, muss derjenige, der dort agiert, ein klinischer Psychopat sein.
Ob ein Mensch ein Psychopath ist, unterliegt nicht dem Willen des Einzelnen. Vielmehr sind solche Menschen krank und tragen das sogenannte MAO-A-Gen in sich, das mit Aggressionen, Gewalt und geringem Empathie in Zusammenhang steht. Dass dem so ist, wurde durch tausende PET-Scans herausgefunden, durch die man bestimmten Hirnbereichen Mitgefühl und Einfühlungsvermögen zuordnen konnte. Im Quervergleich von Scans mit den Lebensgeschichten der Teilnehmer konnte festgestellt werden, dass psychopathisches Verhalten mit einer geringeren Entwicklung der enstprechenden Regionen im frontalen Kortex einher geht. Studien zeigen, dass diese geringer ausgeprägten Hirnareale bei Personen wie eine Art “Marker für Psychopathen” zu werten sind. Sie fallen durch eine Gier nach Macht und Kontrolle, Reichtum und einem ungerechtfertigten Wunsch nach Respekt auf, sowie einem deutlichen Mangel an Mitgefühl für andere.
Die Pfeile auf dem rechten Bild zeigen einmal auf das entsprechende Areal in einem gesunden Gehirn und einmal bei einem Psychopathen. Eine Vielzahl an Wissenschaftlern von Universitäten und Forschungseinrichtungen unterstützen diese These. Interessanterweise kennt die American Psychiatric Association das Kranhkeitsbild “Psychpathie” nicht und listet es auch in ihrem Standardwerk DSM-V nicht auf. Obwohl darin mehr als 400 Erkrankungen zu finden sind, deren Anzahl auch durch Big Pharma in den letzten Jahrenzehnten explodiert ist. Warum sollten auch ein Psychopath eine Erkrankung “Psychopathie” anerkennen? Er würde sich ja damit selbst als krank beschreiben.
Etwa 4% der Bevölkerung tragen diesen “Psychopathiemarker” in sich. So zumindestens der russische Psychologe Andrew M. Lobaczewski. Er umschreibt das Verhalten dieser Probanden als
[…] a lust for power and control. They desire wealth and unearned respect. They lack compassion for others
([…] eine Gier nach Macht und Kontrolle. Sie wünschen sich Reichtum und unverdienten Respekt. Es fehlt ihnen an Mitgefühl für andere.)Klingt dieses Zitat nicht nach dem klassischen Verhalten unserer politischen Kaste?Wir werden wohl nie erfahren, welche Politiker aus diesen 4% der Gesamtbevölkerung stammen oder in Zukunft verhindern können, dass in diesen Ebenen die Anzahl der Markerträger dem Durchschnitt entspricht. Warum? Weil Zeitungen, Fernsehen, Wirtschaft, Regierungen und fast jeder Aspekt des täglichen Lebens von ihnen kontrolliert wird. Denn unser System wurde von ihnen geschaffen, wird von ihnen am Leben erhalten.
http://www.neopresse.com/politik/politik-das-spiel-der-psychopathen/
!!! Freimaurerei vor Gericht Weltfreimaurerei, Orden und geheime Hochgrade – Hörbuch !!!
Syrien – Das Verbrechen unter den Augen der UNO
Foto: fahnenversand.de
Von Einar Schlereth
Diese Zusammenfassung des Verlaufs der ganzen Krise in Syrien ist so präzise und genau, dass ich sie mit Dank an politonline. ch unbedingt übernehmen musste, auch wenn kein Punkt den Lesern dieses Blogs unbekannt sein dürfte. Aber es ist, wie der Autor dieses Papiers schreibt, alles von den USA nunmehr so auf die Spitze getrieben worden, dass, wenn nicht eine große gemeinsame Kraftanstrengung von Syrien mit all seinen Verbündeten – Hisbollah, Iran plus Russland – unternommen wird, der Sturz Assads und Syriens unvermeidlich ist. Wir haben alle die schrecklichen Verbrechen von Anfang an verfolgen können, nicht erst seit gestern, seit dieser angeblich vom Himmel gefallenen ISIS oder IS, sondern ich wiederhole, von Anfang an mit den Zerstückelungen und den Folterungen, den Vergewaltigungen bis hin zum Kannibalismus, was sorgfältig von der westlichen Berichterstattung ausgespart wurde, dass wir jetzt ein sehr genaues Bild vor uns haben, was dem syrischen Volk blüht, wenn der Westen, der Blut an Händen und Stiefeln hat, im Verein mit den Verbrecherregimen auf der arabischen Halbinsel, wo öffentliche Hinrichtungen an der Tagesordnung sind, Frauen in Säcke gehüllt werden und nicht einmal Auto fahren dürfen, den lang gehegten Plan der Unterjochung Syriens verwirklichen können. Lasst uns das Mögliche tun, um dieses bodenlose Verbrechen zu verhindern.
Syrien – Das Verbrechen unter den Augen der UNO
d.a.
06.10.2014 00:09
Man muss noch einmal diverse Fakten wiederholen, um sich den geradezu wahnwitzigen Irrsinn,
der sich jetzt in Syrien abspielt, bewusst zu machen. Am 10. September hatte Obama der US-Bevölkerung in seiner Fernsehansprache seine Pläne zur Vernichtung des ISIS dargelegt, ohne von seiner Unterstützung der syrischen Rebellen, die den Sturz der Regierung Assad herbeiführen sollen, abzurücken. Keine Erwähnung fand, dass das Potential des ISIS, der sich mittlerweile unter dem Blickwinkel des Bestrebens, ein ›globales‹ Kalifat zu errichten, nur noch als ›Islamischer Staat‹, bezeichnet, in dem Moment wuchs, als Syrien unter den Schlägen der vom Westen unterstützten Aufständischen zu zerfallen begann. Keine Erwähnung fand, dass der von Washington selbst geschaffene ›Feind‹, die jetzt als terroristisch eingestufte IS-Miliz, im Verbund mit der Türkei, Saudi-Arabien und Katar gesponsert und bewaffnet wurde.
In dieser Rede, in der sich Obama nicht nur an seine eigenen Bürger, sondern an die ganze Welt wandte, hat er alles übertroffen, was uns bislang an US-Mythen geboten wurde: »Amerika«, hiess es u.a., »ist gesegnet, weil es die schwersten Aufgaben, die mit der Verantwortung für die Führung begonnen haben, übernommen hat.« In der heutigen unsicheren Welt sei die »US-Führung die einzige Konstante.« Es sei in der Tat »Amerika, das die Fähigkeit und den Willen hat, die Welt gegen die Terroristen zu mobilisieren.« Kein Wort davon, dass sich die USA der eigenen Geheimdienste bedient, wenn es darum geht, Terrororganisationen schaffen, die dann in der Folge je nach Erfordernis in einer regelrechten Inszenierung als Terroristen bekämpft werden.
Natürlich musste er auch Russland einen Hieb erteilen: »Es ist Amerika, das die Welt gegen die russische Aggression aufruft«, obwohl ihm klar sein muss, dass inzwischen die ganze Welt weiss, dass es nicht etwa die Aggression Russlands ist, die den ukrainischen Aufstand, der sich mittlerweile zu einem mörderischen Bürgerkrieg entwickelt hat, verursachte, sondern dass dieser ausschliesslich der westlichen Aggression zu verdanken ist. Kein Wort davon, dass sich Ibrahim al-Badri, inzwischen Kalif Abu Bakr al-Baghdadi, im Mai 2013 mit US-Senator McCain in Syrien getroffen hatte. McCain war von Obama die Aufgabe zugewiesen worden, dafür zu sorgen, dass im Auftrag der US-Regierung verdeckte Operationen erfolgten, woraufhin der IS zunächst die Offensive im Irak startete, genau zu dem Zeitpunkt, als die al-Maliki-Regierung begann, zu Washington auf Distanz zu gehen und sich Russland und China annäherte. Kein Wort davon, dass selbst der Ex-Kommandant der al-Qaida, Scheich Nabil Na’een, im ›Arab TV‹ erklärte, dass alle al-Qaida-Einheiten, der IS eingeschlossen, für die CIA arbeiten. Fakt ist, dass es vor dem völkerrechtswidrigen Überfall auf den Irak im Jahr 2003 überhaupt keine al-Qaida-Terroristen gab; auch in Syrien war al-Qaida bis zu dem von der USA, der NATO und Israel inszenierten ›Volksaufstand‹ im März 2011 nicht präsent. Und was die von Obama angesprochene Führung der Vereinigten Staaten angeht, so sät diese seit Jahren Krieg, Zerstörung, Aufstände, Krisen, farbige Revolutionen und Gewalt.
Fakt ist ferner, dass die Destabilisierung und politische Aufsplitterung Syriens noch immer ein Ziel ist. So beabsichtigt Washington jetzt mehrals nur einen Regimewechsel: Syrien soll, wie der Irak, entlang konfessioneller und ethnischer Trennungslinien aufgespalten werden. Heute ist der Weg für die Intervention der USA in Syrien geebnet; auch sind die 500 Millionen $ für die Rekrutierung und Ausbildung sogenannter gemässigter Rebellen, die gegen Assad kämpfen sollen, bewilligt. Für den Fall, dass Assads Sicherheitskräfte US-Söldner bei ihrer Arbeit auf syrischem Gebiet behindern könnten – geplant ist der Einsatz von Blackwater – hat der Friedensnobelpreisträger, der mit Syrien bereits das siebte Land bombardiert, gedroht, Syriens Luftverteidigungssystem anzugreifen.
In dem Bericht von ›Global Research‹ [1] vom 2. Oktober wird Obamas Plan für eine Flugverbotszone über Syriens Nordosten aufgegriffen. Eine solche hatte auch Erdogan am 26. 9. nach seiner Rückkehr von der UNO-Vollversammlung erneut gefordert. Wie ›Global Research‹schreibt, stellt der IS lediglich eine ›Augenwischerei‹ für den wirklichen Krieg gegen die syrische Regierung dar. Obamas Absicht wird von Erdogan unterstützt; nicht etwa, um den IS zu neutralisieren, was anzunehmen wäre, sondern um Syriens Luftwaffe zu neutralisieren. Wie es weiter heisst, ist die Ausschaltung von Syriens Luftverteidigung ein offenes Ziel Israels, für das sich die Israel-Lobby und ihre Think Tanks in Washington und London massiv eingesetzt haben. Nun ist die Sperrung des Luftraums einer Nation gleichbedeutend mit der Aufhebung ihrer Souveränität. Natürlich möchte die USA, dass es ihre NATO-Vebündeten sind, die einer Flugverbotszone das öffentliche Gesicht verleihen, obwohl die USA die Blockierung als Vorwand nutzen wird, um jegliche Ziele am Boden resp. im Luftraum selbst anzugreifen. Sowohl Verteidigungsminister Chuck Hagel als auch Generalstabschef Martin Dempsey propagieren die Vorteile einer Flugverbotszone, aber auch die von mehr Bodentruppen. Beide haben ihren Bürgern bereits kundgetan, dass der Krieg drei Jahre dauern kann. Die US-Administration wird natürlich versuchen, diesen unter der Marke des ›Humanitären‹ zu verkaufen. Andeutungen von Seiten der USA und Israels ist zu entnehmen, dass das vorrangige Ziel darin besteht, Syriens Luftverteidigung mittels einer Serie von Luftangriffen ausser Gefecht zu setzen. Anschliessend an die Errichtung einer Flugverbotszone wird darauf hingearbeitet werden, entlang der türkisch-syrischen Grenze eine Pufferzone zu schaffen, die dazu verhelfen könnte, 2015 zusätzliche US-Bodentruppen in die Region einzuschleusen. Falls wir das vergessen haben sollten, so der Bericht: Im Falle des Iraks war die von der USA angeordnete Flugverbotszone 2003 der Auftakt für die Bombardierung und Invasion des Landes. Und jetzt beabsichtigt Washington dasselbe in Syrien. Es ist leicht zu erkennen, wohin das führen soll. An was man sich hinsichtlich von der USA errichteten Puffer- resp. demilitarisierten Zonen ebenfalls erinnern muss: Einmal geschaffen, werden sie nie mehr aufgehoben.
Was den IS als Vorwand für den Kampf gegen Assad betrifft, so legte die ›New York Times‹ am 20. September dar, dass die Iraker, mit denen ihre Redaktionsmitglieder gesprochen haben, den Islamischen Staat ganz klar als eine Schöpfung der USA bezeichnet haben. »Die Vereinigten Staaten versuchen erneut im Irak zu intervenieren und verwenden als Ausrede den Islamischen Staat.« Selbst der schiitische Geistliche Moktada al-Sadr, der als dem Iran nahestehend gilt, hat in einer Rede erklärt, dass die CIA den IS gegründet hat. [2] Alan Sabroksy, ein Veteran des US-Marine Corps, erklärte in einem telefonischen Interview mit ›Press TV‹, dass die USA gezielt Syriens Infrastruktur bombardiert, anstatt Ziele der militanten Gruppen. »Wie ich das sehe, hat die Auswahl der Ziele in vielen Fällen bei der Bekämpfung des IS oder jeder anderen Rebellengruppe überhaupt keinen militärischen Wert, sondern zerstört tatsächlich nur die Infrastruktur«; so sei beispielsweise die Conoco Ölraffinerie beschossen worden. »Washington will der wirtschaftlichen und industriellen Infrastruktur Syriens so grossen Schaden zufügen, dass die syrische Regierung nach den Kämpfen derart geschwächt ist, dass sie für weitere Angriffe anfällig wird.«Am 24. und 25. 9. war Syrien zwei Tage lang bombardiert worden, wobei es offiziell hiess, dass der IS zerstört werden sollte; die Bombardierungen trafen jedoch hauptsächlich Raqqa, von dem sich der IS bereits entfernt hatte, sowie 12 Raffinerien.
Die verbalen Angriffe, die sich gegen Assad richten, sind massiv. Eine Erklärung der Saudis besagt, dass Riad eine Lösung des Syrienkonfliktsohne den Sturz Baschar al-Assads nicht für möglich hält. Erdogan bekräftigte am 1. Oktober, Assad müsse sein Amt aufgeben. Die Türkei hatte den Aufstand gegen Assad von Anfang an unterstützt. Jedenfalls kann die Türkei im Kampf gegen die IS-Miliz ab sofort Soldaten nach Syrien und in den Irak senden. Für François Hollande ist Assad faktisch ein ›Verbündeter der Dschihadisten‹; es gebe »keine Wahl zwischen zwei Arten der Barbarei«, betonte Hollande bei einer aussenpolitischen Grundsatzrede Ende August in Paris. Deshalb, so Hollande, könne es keine Allianz mit Assad im Kampf gegen den IS geben. Was die Barbarei des Westens gegenüber Syrien betrifft, so ist der Präsident offensichtlich blind. Berlin hatte 2011 trotz Jahre zuvor erfolgter Warnungen mit der Unterstützung der Aufständischen begonnen, dies auch aus strategischen Gründen; desgleichen die NATO-Staaten.
Während gegen Ende September 2012 ein exzellenter Kenner der arabischen Welt darauf hingewiesen hatte, dass die salafistische Milizen ungebrochen erstarkten, traf sich der damalige deutsche Aussenminister Westerwelle mit seinen stellvertretenden saudi-arabischen Amtskollegen, um neue Schritte zur ›Stärkung der syrischen Opposition‹ abzustimmen. Einer bereits Ende Juli 2012 veröffentlichten Studie zufolge sahen Pläne der ›Stiftung Wissenschaft und Politik‹ in Partnerschaft mit dem ›United States Institute of Peace‹ – welch eine Ironie ! – vor, den islamistischen Kräften in Syrien eine stärkere Rolle zuzubilligen. Kein Wunder, dass Frank-Walter Steinmeier am 15. 9. von einem ›langen Kampf‹ sprach. Bislang sind die Dschihadisten des IS auch von Geschäftsleuten aus den Golfstaaten unterstützt worden. Was ihre Ausrüstung angeht, so profitierten sie von Waffenlieferungen die die ›Freunde Syriens‹ initiierten, um den vom Westen zum Gottseibeiuns ausgerufenen syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu stürzen. Auch hier standen Saudi-Arabien und Katar an der Spitze; dazu kamen Waffenplünderungen bei konkurrierenden Kampfgruppen wie der ›Freien Syrischen Armee‹, deren grösstes Waffenlager den Kämpfern des IS in die Hände fiel. Zu den ›Freunden Syriens‹ gehören bekanntlich die USA, England, Frankreich und Deutschland; diesen kann kaum entgangen sein, aus welchen Quellen die Terrormilizen ihre Waffenarsenale gefüllt haben. [3]
Washington, schreibt Tony Cartalucci in seinem nachfolgenden Artikel ›Amerikas Aggression gegen Syrien und den Irak zerrt die Welt in ein Zeitalter der globalen Anarchie‹, das sich mit barbarischen regionalen Regimes, die den »Islamischen Staat« erschufen, zusammengetan hat, greift jetzt Syrien an. So wird ein gefährlicher neuer Präzedenzfall erschaffen. Die Vereinigten Staaten und ihre regionalen Verbündeten haben begonnen, einseitig Ziele in Syrien zu bombardieren, ohne entsprechendes Mandat der Vereinten Nationen oder auch nur eine schlüssige Erklärung. Die USA hat einen neuen Abschnitt in der Geschichte der globalen Anarchie aufgeschlagen und dabei stehen ihr die Türkei, Jordanien, Saudi-Arabien und Katar zur Seite: Also exakt jene Länder, die die in Syrien kämpfenden Extremistengruppen fördern, darunter den IS. Moralische und rechtliche Rechtfertigungen für den Angriff bleiben völlig aussen vor.
Stattdessen werden wie mit der Schrotflinte zahlreiche Vorwände für die Aggression gestreut. Alle Argumente sind gleichermassen unglaubwürdig und viele widersprechen sich auch, aber vielleicht kommt man ja mit einem durch. Viel wurde über das Vorgehen Russlands in der Ukraine geklagt und lamentiert. »Internationale Normen« und Völkerrecht würden verletzt, hiess es. Jetzt hat die USA ganz klar gegen alle Regeln verstossen, zu deren Einhaltung sie den Rest der Welt zwingt, indem sie mit Sanktionen, Unterjochung und der Anwendung militärischer Gewalt droht. Ohne auch nur das winzigste Feigenblatt der Legalität oder Legitimität, dafür mit verbrecherischen Regimes an ihrer Seite, hat die USA die sogenannte »internationale Ordnung« untergraben, die sie doch nach eigener Lesart erst erschaffen hat und über deren Einhaltung sie wacht. Was nun folgt, ist eine sehr einseitige Auseinandersetzung zwischen dem nackten imperialen Eroberungswillen des Westens und allen, die dem Westen dabei im Weg stehen. Die Zeiten, in denen man noch an das Völkerrecht appellieren konnte, sind vorüber. Amerika zerrt die Welt in ein weiteres dunkles Zeitalter globaler Anarchie.
Amerikas Achse des Bösen
Fast ein Jahrzehnt lang wurde verdeckt daran gearbeitet, die Regierungen des Libanons, Syriens und des Irans durch eine regionale Söldnertruppe gewaltsam stürzen zu lassen. Und wer war dabei der zentrale Mittler zwischen den Extremistengruppen im Nahen Osten und Washington? Saudi-Arabien. Und an der Seite Saudi-Arabiens steht Katar. Beide Länder, die sich als Monarchien geben, werden von nicht gewählten Despoten regiert. Wer ihre Macht in Frage stellt, wird brutal unterdrückt oder getötet. Schon die Tatsache, dass sich Amerika zu Beginn des Syrien-Konflikts die Golf-Despoten zum Partner gewählt hat, hätte als früher Hinweis dafür dienen müssen, dass es bei den Kämpfen nicht um Demokratie oder Freiheit geht, zwei Konzepte, die weder in Riad noch in Doha existieren, sondern allein um einen erzwungenen Regierungswechsel in Damaskus und um die regionale Oberhoheit. Saudi-Arabien und Katar mögen ein angespanntes Verhältnis vortäuschen, aber beide verfolgen ähnlich gelagerte Ziele: Die syrische Regierung soll gestürzt werden, die Hisbollah im Libanon vernichtet, die Regierung des Irans soll isoliert, destabilisiert und gestürzt werden. Zu diesem Zweck betreiben sie, die Vereinigten Staaten, Israel und die Türkei, seit 2007 gemeinsam eine Verschwörung und haben nachweislich verschiedene al-Qaida-Splittergruppen in der Region bewaffnet und finanziert.
Der Pulitzer-Preisträger Seymour M. Hersh warnte die Welt schon vor Jahren in einem 9seitigen Bericht, den das Magazin ›The New Yorker‹abdruckte, vor der Verschwörung gegen den Iran und Syrien. In dem Bericht »The Redirection: Is the Administration’s new policy benefitting our enemies in the war on terrorism?« schrieb Hersh [4]: »Die Regierung Bush hat im Grunde genommen beschlossen, ihre Prioritäten, was den Nahen Osten betrifft, neu auszurichten, mit dem Ziel, den vorwiegend von Schiiten bewohnten Iran zu untergraben. Im Libanon hat die US-Regierung mit dem sunnitischen Saudi-Arabien gemeinsam verdeckte Operationen durchgeführt, die die vom Iran unterstützte schiitische Hisbollah schwächen sollen. Die USA hat auch an verdeckten Operationen teilgenommen, die sich gegen den Iran und dessen Verbündeten Syrien richteten.
Als Nebenprodukt dieser Aktivitäten wurden sunnitische Extremistengruppen, die einer militanten Lesart des Islams anhängen und die Amerika feindselig und al-Qaida wohlgesonnen gegenüberstehen, gestärkt.« Es ist ganz offensichtlich, dass letztere seit 2011 die Kämpfe gegen Syrien anführen. Der Aufstieg von Gruppen wie die al-Nusra-Front und der ISIS zeigen, wie wortgetreu Hershs düstere Warnungen Realität wurden. Genau diejenigen, die den IS bislang gefördert haben, präsentieren sich nun als globale Macht, die nach Gutdünken die Souveränität eines Landes verletzen darf und völlig ungestraft Milizen, Regierungstruppen und Zivilisten gleichermassen bombardieren und töten darf, um die von ihnen selbst erschaffenen Terroristenorganisationen zu stoppen. Das ist das Werk einer wahren »Achse des Bösen«. Der Westen verurteilt Syrien weiterhin als »brutale Diktatur«, weil sie Terroristen bekämpft und dabei Zivilisten ums Leben kommen. Jetzt ist der Westen dabei, »Terroristen zu bekämpfen« und dabei syrische Zivilisten zu töten. Was eine absolute, komplett verrückte Scheinheiligkeit anbelangt, eilen wir hier von Rekord zu Rekord.
Die »Gemässigten« sind die Terroristen
Und es wird noch schlimmer. Die sogenannten »Gemässigten« resp. als ›moderat‹ bezeichneten Rebellen, die die USA zu bewaffnen und zu finanzieren beabsichtigt und denen sie aus der Luft Deckung geben will, sind genau die Truppen, die offen Seite an Seite mit dem IS, der al-Nusra-Front und anderen offenen terroristischen Organisationen gekämpft haben und diesen zum Teil sogar angehörten. In dem Artikel »Al Qaeda Plotters in Syria ›Went Dark‹, U.S. Spies Say« [5] wird folgendes aufgezeigt: »Am 9. September verurteilte eine syrische Rebellengruppe, die in der Vergangenheit von der USA unterstützt worden war, die Luftangriffe. Die Rebellengruppe ›Harakat Hasm‹ hatte dieses Frühjahr zwar panzerbrechende Waffen von der USA erhalten, bezeichnet aber jetzt die Luftschläge als ›Angriff auf die nationale Souveränität‹. Angriffe unter ausländischer Führung würden einzig und allein dazu führen, dass das Assad-Regime gestärkt wird. Die Aussage ist einem Dokument entnommen, das aller Wahrscheinlichkeit nach von der Gruppe selbst stammt und online verbreitet wurde. Die englische Übersetzung stammt von einem Twitter-Account namens ›Syria Conflict Monitor‹; mehrere Syrien-Experten, darunter Charles Lister vom›Brookings Doha Center‹, halten das Dokument für authentisch.
Schon vor dieser offiziellen Erklärung hatte es Anzeichen dafür gegeben, dass ›Harakat Hasm‹ in Syrien Bündnisse einging, die sich nicht mit der Rolle als Partner der USA vereinbaren lassen. Anfang September sagte ein ›Harakat-Hasm‹-Vertreter einem Reporter der ›Los Angeles Times‹: »In Syrien werden wir als Säkularisten hingestellt und hatten die Sorge, dass die al-Nusra gegen uns ins Feld ziehen würde .… Aber die al-Nusra bekämpft uns nicht, wir kämpfen Seite an Seite mit ihr. Wir mögen die al-Nusra.« ›Harakat Hasm‹ ist die Regel, nicht die Ausnahme. Die USA hat Terroristen, die gemeinsam mit dem ISIS-Ableger al-Nusra und mit dem ISIS selbst kämpfen, bewaffnet und finanziert. Wie Hersh enthüllt hat, bestand der ursprüngliche Plan darin, derartige Gruppen zu fördern, damit sie stellvertretend für Washington, Riad, Tel Aviv und Doha gegen Syrien, den Iran und die Hisbollah vorgehen. Übrigens ist die »Verschwörung«, von der in dem obengenannten Artikel »Al Qaeda Plotters in Syria ›Went Dark‹« die Rede ist, einer der vielen Vorwände, die die USA ins Feld führt, um zu rechtfertigen, weshalb die Souveränität Syriens verletzt wurde und warum das Völkerrecht hier komplett umgangen wird.
Israel, Türkei und die USA – der Drei-Fronten-Krieg gegen Syrien
Das wahre Ziel besteht also darin, den Einfluss des Irans im Nahen Osten zurückzudrängen und nicht darin, ›Terroristen‹ zu besiegen oder die ›Demokratie‹ voranzubringen. Das erklärt auch das Vorgehen Israels an seiner Grenze zu Syrien. Israel hat angeblich an der Westgrenze Syriens ein syrisches Kampfflugzeug abgeschossen, und zwar gerade zu dem Zeitpunkt, als die USA damit begann, syrisches Gebiet im Osten zu bombardieren. Israel nutzt den Konflikt laufend als Entschuldigung, um die syrische Regierung und ihr Militär zu zerpflücken. Terroristen der al-Nusra stehen nahe der israelischen Grenze. Israel bietet ihnen ganz offensichtlich Unterschlupf und schützt sie genauso mit Vorstössen auf syrisches Gebiet, wie es die Türkei im Norden getan hat und wie es die USA bald im Osten tun wird. Dabei handelt es sich keineswegs um eine Vermutung.
Seit Jahren arbeiten Entscheider im Westen daran, einen Mehrfrontenkrieg gegen Syrien zu führen. 2012 schrieb die vom Grosskapital finanzierte ›Brookings Institution‹ in ihrem ›Nahost-Memorandum Nr. 21‹ mit dem Titel ›Assessing Options for Regime Change‹: »Darüber hinaus verfügen Israels Geheimdienste über ein sehr umfangreiches Wissen über Syrien sowie über Agenten innerhalb der syrischen Regierung, die dazu genutzt werden könnten, die Machtbasis des Regimes zu unterminieren und auf den Sturz Assads zu drängen. Israel könnte Truppen auf oder in der Nähe der Golanhöhen stationieren und dadurch Regierungseinheiten von der Aufgabe abhalten, die Opposition zu unterdrücken. Diese Truppenstationierung könnte bei der Regierung Assad die Angst vor einem Mehrfrontenkrieg schüren, vor allem dann, wenn die Türkei bereit ist, dasselbe entlang ihrer Grenze zu tun, und wenn die syrische Opposition beständig mit Waffen und Ausbildung versorgt wird. Eine derartige Mobilisierung könnte Syriens militärische Führung möglicherweise dazu bewegen, Assad zu stürzen, um sich selbst zu retten. Befürworter dieses Vorgehens sagen, der zusätzliche Druck könne ausschlaggebend dafür sein, das Machtgefüge innerhalb Syriens zu Ungunsten Assads zu verschieben, wenn auch weitere Kräfte entsprechend in Position gebracht sind.« Es ist ganz offensichtlich: Seit Jahren verfolgen der Westen und seine regionalen Verbündeten ein einziges Ziel. Nur die Masche, mit der das Vorgehen der Öffentlichkeit zu verkaufen war, änderte sich, nachdem ein vorgeschobener Grund nach dem anderen in sich zusammenfiel. Der dünnste Vorwand von allen ist dabei die Kampagne, die Amerika derzeit gegen die eigenen IS-Söldner führt, und dabei bequemerweise gleich im Osten Syriens eine dritte Front eröffnet, während die Türkei und Israel im Norden und Westen weiter provozieren. Im nächsten Schritt kommt der dauerhafte Einsatz von amerikanischen Truppen und Terroreinheiten überall von Rakka bis Aleppo. Dabei ist es Damaskus zugedacht, sich für einen direkten Krieg verwundbar zu machen, indem es versucht, gegen die Terroristen, die unter dem Schutz der amerikanischen Luftwaffe, der Sonderkommandos und der anderen in der Region aktiven Truppen stehen, vorzugehen.
Dem entgegenzutreten wird schwierig sein, ist aber nicht völlig unmöglich. Syrien und seine Verbündeten könnten das geostrategische Vakuum füllen, das derzeit im Osten herrscht, und damit die Anwesenheit der Amerikaner überflüssig machen. Die USA hat die Bedrohung, die ihre eigenen Terror-Söldner darstellen, ausreichend hochgespielt und damit die rhetorische Vorarbeit geleistet. Jetzt könnten Syrien, der Irak, Iran, Russland und China gemeinsame Anstrengungen unternehmen, um den IS und seine Verbündeten auszuschalten und im Osten Syriens gemeinsame Militäreinheiten in Stellung bringen. Die USA müsste dann wieder abziehen, oder sich erneut mitten im Gefecht Geschichten einfallen lassen, die ihre fortgesetzte Präsenz erklären. Washingtons Glaubwürdigkeit bröckelt ohnehin, das würde sie vermutlich nicht überstehen. Dafür, dass er die Welt mit Anarchie überzieht, muss der Westen bezahlen.
Er kann nicht einmal seine eigenen Regeln befolgen, was zeigt, was er doch für ein unvernünftiger Bestandteil der selbsterschaffenen›internationalen Ordnung‹ ist. Letztere ist ganz klar gescheitert und war, offen gesagt, ohnehin bloss eine Fassade. Syrien und seine Verbündeten verfügen über die militärischen und politischen Mittel, selbst mit dieser Bedrohung fertig zu werden. Und was die breite Öffentlichkeit angeht: Wir verfügen über die sozio-ökonomischen Mittel, um die Interessen des Grosskapitals, die hinter den globalen Plänen des Westens lauern, dauerhaft zu boykottieren und durch örtliche Alternativen zu ersetzen. Der unrechtmässige Einfluss und die unrechtmässige Macht des Westens resultieren daraus, dass wir alle zusammen die Unternehmen, Institutionen und Organisationen des Westens unterstützen. Um diesen Einfluss abzuschütteln, müssen wir uns kollektiv und schrittweise loslösen von dem, was in Wahrheit keine »internationale Ordnung«, sondern eine »internationale Unordnung« ist. [6]
Auch das ein Wahnsinn
Chuck Hagel geht für die Einsätze im Irak und in Syrien von Kosten zwischen »7 und 10 Millionen $ pro Tag« aus. Insofern ist es nicht überraschend, wenn sowohl Hagel als auch Dempsey mit künftigen Finanzproblemen rechnen. Da die Amerikaner ihren Einsatz auf Syrien ausweiten, steigen die Kosten enorm: Allein während der ersten Angriffe in Syrien Ende September feuerten die Vereinigten Staaten 47 Tomahawk-Raketen ab. Jede einzelne Rakete kostet etwa 1,5 Millionen $. Der Einsatz der Hightech-Kampfjets F-22 Raptor kostet pro Flugstunde 68.000 $. Teuer sind nach Angaben von Todd Harrison vom ›Center for Strategic and Budgetary Assessments‹ ausserdem die Überwachungsflüge, welche die Bombardierungen begleiten. Er sprach von einem grossen Gebiet, das überwacht werden müsse. Dem Pentagon zufolge gibt es derzeit allein im Irak täglich 60 Überwachungsflüge.
Wie jeder weiss, hat der Krieg, der 2011 einsetzte, inzwischen 170.000 Todesopfer gefordert und 10 Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Als ob die uns von der USA ›versprochene‹ Kriegsdauer von 3 Jahren noch nicht genug wäre, sprach der britische Premier Cameron – wohlgemerkt wie üblich unter dem Aspekt der Mission – dass der Kampf gegen den IS im Irak nicht etwa Monate, sondern Jahre dauern wird. Während all das die Entschlossenheit zeigt, die als verbrecherisch zu bezeichnenden weiteren Absichten insgesamt ihrer Umsetzung zuzuführen, wird die damit einhergehende totale Perversion durch die am 2. 10. erfolgte Erklärung des früheren britischen Aussenministers David Miliband noch gesteigert: Während die Koalition gegen den Terror dafür sorgt, dass die Bombardierungen fortgesetzt werden, hatte dieser am 1. Oktober doch tatsächlich die Stirn, die Europäer aufzufordern, einen Marshall-Plan für den Nahen Osten aufzulegen. Im Klartext: Während sein Land aktiv an der Zerstörung Syriens beteiligt ist, sollen sich die knietief verschuldeten EU-Mitgliedsländer schon jetzt darauf einstellen, die finanziellen Mittel für den Wiederaufbau zu erbringen. Nun dürften sich die meisten von uns seit langem bewusst sein, dass uns die UNO mittels der sogenannten Geberkonferenzen in einer absoluten Knechtschaft hält; Fakt ist indessen, dass die uns dadurch aufgezwungenen Leistungen bislang anschliessend an einen Krieg abgefordert wurden. Neu ist, dass man im Falle Syriens – dessen Verwüstung man täglich mit blossem Auge verfolgen kann – bereits jetzt, also im voraus darauf vorbereitet wird, für den Wiederaufbau arbeiten zu müssen, denn, wie Miliband darlegt, ist ein dauerhaftes Hilfsprogramm erforderlich.
Miliband ist inzwischen Chef des Flüchtlingshilfswerks ›International Rescue Committee‹ und somit unmittelbarer Zeuge des von den›Freunden Syriens‹ verursachten menschlichen Elends. Kann mir jemand erklären, wieso Miliband im Sinn hat, uns erneut der Erträge unserer Arbeitskraft zu berauben, anstatt mit allen Gegnern dieses Kriegs öffentlich zu fordern, dass dieser ohne zu zögern eingestellt wird?
http://einarschlereth.blogspot.de/2014/10/syrien-das-verbrechen-unter-den-augen.html
