http://mongos-weisheiten.de
Bei diesem erschütternden Ergebnis muss man sich die Frage stellen, ob die Mikrowelle nicht als gefährliches Instrument einzuordnen ist, das extrem Gesundheitsschädlich ist. Machen Sie sich selbst ein Bild anhand der aufgeführten Fotos.
Hier der Artikel dazu:
Die Wirkung von mit Mikrowellen bestrahltem Wasser auf Pflanzen
Hier sehen Sie ein wissenschaftliches Projekt einer jungen Dame, die die schädliche Wirkung von mit Mikrowellen bestrahltem Wasser auf Pflanzen angemessen darstellen wollte. In diesem Projekt nahm sie gefiltertes Wasser und behandelte es auf zwei verschiedene Arten:
Die eine Hälfte des Wassers wurde in einem Topf zu erhitzt und zum Kochen gebracht. Die andere Hälfte des Wassers wurde mit Hilfe einer Mikrowelle zum Kochen gebracht. Mit diesen beiden behandelten, aber abgekühlten Wässern goss sie die Blumen.
Mit diesem Versuch wollte sie überprüfen, wie und ob die identischen Pflanzen unterschiedlich auf das behandelte Wasser bezüglich des Wachstums reagieren würden. Bei diesem erschütternden Ergebnis muss…
Russia Today: Die Alliierten wollen das deutsche Gold nicht zurück geben
Bericht von Russia Today über die deutschen Goldreserven in Washington, London und Paris, das deutsche Gold wird nicht an Deutschland zurück gegeben, 2013. Russischer Historiker Nikolai Starikov erklärt diese Situation mit immer noch stark beschränkter Souveränität Deutschlands. 2013.
Weiterführende Quellen:
110 Milliarden Euro gesucht: Niemand weiß, wo die deutschen Goldreserven sind http://deutsche-wirtschafts-nachricht…
Streit um Bundes-Goldreserven. Warum das deutsche Gold im Ausland bleibt
In dieser Woche liegt der dritte Jahrestag der vom Westen unterstützten Ermordung von Libyens ehemaligem Präsidenten Muammar Gaddafi und des Sturzes einer der größten Nationen Afrikas.
1967 übernahm Colonel Gaddafi eines der ärmsten Länder Afrikas, zu dem Zeitpunkt, als er ermordet wurde, hatte Gaddafi Libyen zum reichsten Land Afrikas gemacht. Libyen hatte das höchste Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und die höchste Lebenserwartung auf dem Kontinent. Es lebten weniger Menschen unter der Armutsgrenze als in den Niederlanden.
Nach dem Überfall der NATO vor drei Jahren ist Libyen jetzt ein gescheiterter Staat und seine Wirtschaft liegt in Scherben. Während der Regierung die Kontrolle entgleitet und zu den Milizkämpfern übergeht, ist die Erdölproduktion so gut wie zum Erliegen gekommen.
Die Milizen, die nach lokalen, regionalen, Stammes- oder Religionskriterien variieren oder einfach kriminell sind, die Libyen seit dem Überfall der NATO geplagt haben, haben sich kürzlich zu zwei sich gegenseitig bekämpfenden Fraktionen zusammengetan. Libyen besitzt jetzt zwei Regierungen, jede mit ihrem eigenem Premierminister, Parlament und Armee.
Auf der einen Seite übernahmen im Westen des Landes islamistische Milizen die Kontrolle über die Hauptstadt Tripoli und andere Städte und errichteten ihre eigene Regierung, nachdem sie ein Parlament davongejagt hatten, das im Sommer gewählt worden war.
Auf der anderen Seite regiert im Osten des Landes die „rechtmäßige” Regierung, die von antiislamistischen Politikern dominiert ist, die 1.200 km entfernt in Tobruk im Exil sitzen, gar nichts mehr.
Der Sturz von Gaddafis Administration hat alle worst case-Szenarios des Landes herbeigeführt: alle westlichen Botschaften sind geschlossen, der Süden des Landes ist zu einem Zufluchtsgebiet für Terroristen geworden, während die Küste im Norden ein Zentrum des Migrantenschmuggels ist. Ägypten, Algerien und Tunesien haben alle ihre Grenzen zu Libyen gesperrt. Und das alles inmitten von weit verbreiteter Vergewaltigung, Ermordungen und Folter, die das Bild eines Staates vervollständigen, der bis ins Innerste gescheitert ist.
Amerika hat eindeutig genug von den beiden unfähigen Regierungen in Libyen und unterstützt jetzt eine dritte Kraft: den langjährigen CIA-Mitarbeiter General Khalifa Hifter, der darauf aus ist, sich selbst als neuen libyschen Diktator zu etablieren. Hifter, der in den 1980ern mit Gaddafi gebrochen hat und viel Jahre in Langley, Virginia, in der Nähe der CIA-Zentrale lebte, wo er von der CIA ausgebildet wurde, war beteiligt an zahlreichen amerikanischen Bemühungen zur Erreichung eines Regimewechsels, darunter dem abgebrochenen Versuch, Gaddafi im Jahr 1996 zu stürzen.
1991 berichtete die New York Times, dass Hifter einer von “600 libyschen Soldaten, die von amerikanischen Geheimdienstbeamten in Sabotage und anderen Guerillataktiken ausgebildet wurden … was gut in die Begierde der Administration Reagan passte, Colonel Gaddafi zu stürzen“ gewesen sein könnte.
Hifters Kräfte konkurrieren zur Zeit mit der al-Qaeda-Gruppe Ansar al-Sharia um die Kontrolle von Libyens zweitgrößter Stadt Bengasi. Ansar al-Sharia wurde von Amerika während des NATO-Kampagne gegen Colonel Gaddafi bewaffnet. Im Rahmen eines weiteren Beispiels für Rückschläge bei der Unterstützung von Terroristen durch die Vereinigten Staaten von Amerika wurde Ansar al-Sharia vor kurzem von Amerika der brutalen Ermordung des Botschafters der Vereinigten Staaten von Amerika Stevens beschuldigt.
Derzeit bekommt Hifter logistische und Luftwaffenunterstützung von den Vereinigten Staaten von Amerika, weil seine Fraktion ein hauptsächlich säkulares Libyen im Auge hat, das offen ist für westliche Finanzleute, Spekulanten und Kapital.
Vielleicht war Gaddafis größtes Verbrechen in den Augen der NATO sein Bestreben, die Interessen der ansässigen Arbeiterklasse über ausländisches Kapital zu stellen, und sein Streben nach starken und wahrhaftigen Vereinigten Staaten von Afrika. In der Tat konfiszierte Präsident Obama im August 2011 $30Milliarden von Libyens Zentralbank, die Gaddafi für die Einrichtung des Afrikanischen Währungsfonds und der Afrikanischen Zentralbank vorgesehen hatte.
Das Ziel des Westens war 2011 eindeutig nicht, den Menschen Libyens zu helfen, die schon den höchsten Lebensstandard in Afrika hatten, sondern Gaddafi zu stürzen, ein Marionettenregime zu installieren und die Kontrolle über Libyens natürliche Ressourcen zu erlangen.
Über 40 Jahre lang förderte Gaddafi wirtschaftliche Demokratie und benutzte den Reichtum, den das verstaatlichte Erdöl brachte, um fortschrittliche Programme der sozialen Wohlfahrt für alle Libyer aufrecht zu erhalten. Unter Gaddafis Herrschaft genossen die Libyer nicht nur freie medizinische Versorgung und freie Bildung, sondern auch kostenlose Stromversorgung und zinsenfreie Kredite. Dank des Überfalls durch die NATO steht jetzt das Gesundheitswesen an Rande des Zusammenbruchs, nachdem tausende philippinische medizinische Fachkräfte aus dem Land fliehen, Institutionen für höhere Bildung im Osten des Landes geschlossen werden und Stromausfälle eine gängige Erscheinung sind im einst blühenden Tripoli.
Eine Gruppe, die besonders unter der Bombenkampagne der NATO gelitten hat, sind die Frauen des Landes. Anders als in vielen anderen arabischen Ländern hatten die Frauen in Gaddafis Libyen das Recht auf Bildung, Arbeit, Scheidung, Eigenbesitz und Einkommen. Der Menschenrechtsbeirat der Vereinten Nationen hat Gaddafi für seine Förderung der Rechte der Frauen gelobt.
Als der Colonel 1969 die Macht übernahm, besuchten wenige Frauen die Universität. Heute sind mehr als die Hälfte der libyschen Universitätsstudenten Frauen. Eines der ersten unter Gaddafi beschlossenen Gesetze war 1970 das Gesetz über die gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit.
Heutzutage geht das neue „demokratische” libysche Regime rigoros gegen die Rechte der Frauen vor. Die neuerdings herschenden Stämme sind verbunden mit streng patriarchalischen Traditionen.
Auch hat die chaotische Natur der libyschen Politik nach dem NATO-Überfall den extremistischen islamischen Kräften freie Bahn gegeben, die die Gleichberechtigung der Geschlechter als eine westliche Perversion betrachten.
Vor drei Jahren erklärte die NATO, dass die Mission in Libyen „eine der erfolgreichsten in der Geschichte der NATO“ war. Die Wahrheit ist, dass die Interventionen des Westens nichts als kolossale Fehlschläge in Libyen, Irak und Syrien bewirkt haben. Wir dürfen nicht vergessen, dass vor der Einmischung des Westens in diese drei Länder diese die modernsten und säkularsten Staaten im Mittleren Osten und in Nordafrika waren, mit den am höchsten entwickelten Frauenrechten und den höchsten Lebensstandards.
Ein Jahrzehnt gescheiterter Militärabenteuer im Mittleren Osten hat den Menschen Amerikas Billionen von Dollars an Schulden beschert. Allerdings hat eine Gruppe immens von den teuren und tödlichen Kriegen profitiert: Amerikas militärisch-industrieller Komplex.
Die Errichtung von neuen militärischen Basen bedeutet Milliarden von Dollars für Amerikas militärische Elite. Wie William Blum beschrieben hat, errichteten die Vereinigten Staaten von Amerika nach den Bombardierungen des Irak neue Basen in Kuwait, Bahrain, Qatar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Oman und Saudiarabien.
Auf die Bombardierung von Afghanistan hin errichteten die Vereinigten Staaten von Amerika jetzt militärische Basen in Pakistan, Kasachstan, Usbekistan und Tadschikistan.
Auf die kürzlich erfolgte Bombardierung von Libyen hin errichteten die Vereinigten Staaten von Amerika neue militärische Basen auf den Seychellen, in Kenia, Südsudan, Niger und Burkina Faso.
Davon ausgehend, dass Libyen sich am strategischen Knotenpunkt der Welten Afrikas, des Mittleren Ostens und Europas befindet, war die Kontrolle des Westens über das Land immer ein bemerkenswert effektiver Weg, um Macht in diese drei Regionen und darüber hinaus voranzutreiben.
Der militärische Überfall der NATO war vielleicht für Amerikas militärische Elite und Erdölkonzerne ein überwältigender Erfolg, aber für die einfachen Menschen in Libyen dürfte diese Militärkampagne in der Tat als einer der größten Fehlschläge des 21. Jahrhunderts in die Geschichte eingehen.
Gaddafis Rede vor der UN-Generalversammlung September 2009.
Wenige Monate nach dieser Rede wurde er gestürzt und ermordet.
Wie sagte schon Hillary Clinton „We Came, We Saw, he Died“ (Am Ende des Videos).
Angeblich will kein Mensch Krieg. Millionen gehen immer wieder auf die Straßen und demonstrieren gegen Kriege. Und dennoch gibt es ständig neue Kriege. Warum eigentlich, wenn doch keiner Krieg will? Die brutale Antwort: Da draußen gibt es einige wenige, die eiskalt Kriege planen und davon profitieren. Man kann sie jetzt auch beim Namen nennen. Aber Vorsicht: Das ist politisch nicht korrekt.
Vor 100 Jahren brach der Erste Weltkrieg aus. Diese Desinformation verbreiten derzeit alle Leitmedien, denn der Erste Weltkrieg ist nicht über Nacht plötzlich und unerwartet »ausgebrochen« − er wurde vielmehr systematisch Schritt für Schritt geplant. Wer verstehen will, wie Kriege entstehen, der kommt am neuen Sachbuch Wiederkehr der Hasardeure nicht vorbei.
Es gibt in letzter Zeit viele Neuerscheinungen zum Ersten Weltkrieg, aber keine ist ein solcher Augenöffner wie Wiederkehr der Hasardeure. Das liegt zum einen an den Autoren: Willy Wimmer und Wolfgang Effenberger. Der Erste ist ein CDU-Politiker, der 33 Jahre dem Bundestag angehörte. Zwischen 1985 und 1992 war er erst verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU und dann Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung.
Wimmer war schon während seiner aktiven politischen Zeit für sein kritisches und unbequemes Engagement außerhalb der offiziellen Parteilinie und Doktrinen bekannt. Der Zweite ist ein bekannter Historiker, der als ehemaliger Hauptmann tiefe Einblicke in Kriegsplanungen erhielt und sich seither vorbildlich gegen Kriegsplanung und für den Frieden engagiert.
Wenn zwei solche Schwergewichte beim Thema Krieg zur Feder greifen, dann wiegen die Erwartungen des Lesers schwer. Herausgekommen ist ein Meisterwerk, für das man einen Buchhalter braucht, weil es leider rund ein Kilogramm schwer ist. Aber es lohnt sich, dieses Schwergewicht bis zur letzten Seite durchzulesen. Warum? Die meisten Menschen da draußen sind weder Historiker, noch hatten sie – wie die Autoren – Zugang zu Geheimdokumenten.
Sie haben also ganz sicher Einblicke in Zusammenhänge, die uns Normalbürgern (leider) verborgen sind. In Wiederkehr der Hasardeure wagen es die Autoren, freimütig und unerschrocken Großmachtinteressen – vor allem der USA − aufzudecken und anzuprangern. Das machen sie sachlich und objektiv.
Das Buch ist politisch nicht korrekt, wird deshalb von den Massenmedien ignoriert. Aber die Autoren können es sich leisten, die herrschende Meinung zu verlassen und gegen den »Mainstream« anzuschreiben.
Erster Weltkrieg − cui bono? Wem nutzte er? Das ist die Ausgangsfrage, die das Buch stellt. Die Antwort ist brutal, ehrlich und dazu geeignet, aus einer Verschwörungstheorie Realität werden zu lassen: vor allem den Vereinigten Staaten.
Klar ist: Die Europäer sind nicht wie Schlafwandler in den Ersten Weltkrieg gegangen, sondern wurden zielgerichtet von Bankern, Politikern und Militärs in diesen Krieg getrieben.
Erschreckend: Der Erste Weltkrieg ist die Blaupause für viele neue Kriege. Die USA, die mit ihm zur Weltmacht aufstiegen, nutzen das bewährte Konzept seither weltweit. Und sie planen für die Europäer – allen voran für die Deutschen – gerade eiskalt die nächste große Katastrophe. Im Hintergrund stets – wie auch schon beim Ersten Weltkrieg − dabei: willfährige Helfer in den Reihender Medien.
Die wichtigste Aussage von Wiederkehr der Hasardeure steht auf Seite 521. Die USA arbeiten gerade über die Nato daran, dass deutsche Soldaten ohne Veto-Möglichkeit des Deutschen Bundestages unter amerikanischen Oberbefehl gestellt werden und jederzeit im amerikanischen Interesse irgendwo in US-Kriege geschickt werden können. Und unsere Medien berichten nicht darüber. Das ist die traurige Realität.
Das Buch ist Pflichtlektüre für alle, die Kriege verhindern wollen. Und es ist Pflichtlektüre für alle, die nicht wollen, dass deutsche Soldaten unter US-Oberbefehl in den Tod geschickt werden, damit amerikanische Banker noch reicher werden, US-Politiker ihre machthungrigen Ziele weiterverfolgen und einige wenige noch reicher werden können.
Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Chinas Internet-Gigant Alibaba sammelt beim größten Börsengang der Geschichte in New York 25 Milliarden Dollar von westlichen Anlegern ein. Geld, das der größte Onlinehändler der Welt für seine Attacke auf den Weltmarkt nutzen will. Die neuen Smartphone-Champions aus China, darunter das im Westen noch recht unbekannte Xiaomi, treiben derweil Samsungund Apple vor sich her. Das legendäre Waldorf Astoria-Hotel in Manhattan wird für knapp zwei Milliarden Dollar an den chinesischen Versicherer Anbang verkauft. Es ist der teuerste Hotel-Deal aller Zeiten. Und der Käufer – Wu Xiaohui – ist mit der Enkelin des chinesischen Reformvaters Deng Xiaoping verheiratet.
China hat in nur sechs Jahren mit einer 11.000 Kilometer Strecke das größte Schnellzug-Netz der Welt aufgebaut. Seine »bullet trains« sind Exportschlager in Osteuropa, Südostasien und Russland. Dort helfen die Chinesen Russland beim Aufbau seines eigenen Netzes, darunter die fast 30 Milliarden Dollar teure Schnellstrecke Moskau-Kazan, für die Peking Technologie, Engineering und Finanzierung beiträgt. Das alles auf Kosten der europäischen Konzerne, die erst vor wenigen Jahren den Chinesen beibrachten, wie man Züge baut: Siemens und Alstom.
Mit Chinas Hilfe kann das vom Westen wirtschaftlich attackierte Russland auf Yuan lautende »Dim Sum«-Anleihen ausgeben und die Finanz-Sanktionen zumindest teilweise umgehen. Dank neuer Lieferaufträge im Umfang von mehreren hundert Milliarden Dollar für Öl und Gas aus Russland schreibt China die Energie-Weltkarte um.
Es greift mit massiver Verbreitung des Yuan die Vormachtstellung des Dollars an. Und Chinas rasant wachsende Firmen – nicht nur schwerfällige staatliche Riesen – haben mit einem addierten Ausgabevolumen von über 14 Billionen Dollar sogar die USA als größten Markt für Firmenanleihen überflügelt. Schon mehr als zehn Prozent der globalen Anleihe-Verbindlichkeiten von Firmen gehen auf das Konto chinesischer Emittenten, was den Rest der Welt noch stärker von den Schwankungen der chinesischen Konjunktur abhängig macht.
Die neuen Champions
Chinas Fußabdruck im Rest der Welt ist viel größer geworden, als es uns die ausgedünnten Nachrichtenredaktionen der Mainstream-Medien zu vermitteln vermögen. Mehr noch: Während die Leitmedien sich auf die enormen Risiken im Finanzsektor der Volksrepublik beschränken sowie auf das nachlassende Wachstum und die weitgehende Zerstörung der Umwelt, findet im Reich der Mitte eine stille Revolution statt, die auch in Deutschland zu riesigen Umwälzungen führen wird: China wandelt sich mit hohem Tempo von einem Paradies der Raubkopierer zu einer neuen globalen Innovations-Drehscheibe, die gezielt Unmengen von europäischen Patenten anmeldet, um in den kommenden Jahren den Technologieführern der Chemie, der Autobranche, des Elektrosektors und des Maschinenbaus einzuheizen.
Und während die Konjunktur in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt auf die Standspur wechselt, geht die weltweite Expansion von Chinas Firmen auf die Überholspur. Das Land wächst jenseits seiner Grenzen drei bis viermal so schnell wie im Inland. Dabei tauchen immer neue Champions auf, die sich die Krone in ihrer Branche schnappen und westliche Industrie-Ikonen abhängen: Huawei für Telekomausrüstungen, Lenovo für PCs, Haier für Kühlschränke, Pearl River Piano für Klaviere.
Chinas Telekomausrüster Huawei verkauft so ziemlich alles, was Telekomnetze zum Laufen bringt. Das Unternehmen ist 2013 mit einem Umsatz von 40 Milliarden Dollar zur Nummer eins vor Ericsson und Cisco aufgestiegen. Das Unternehmen wurde erst 1987 gegründet, beliefert aber schon 45 der 50 größten Netzbetreiber der Welt. Huawei ist in kürzester Zeit ein Topanbieter für die vierte Generation superschneller Mobilfunknetze geworden. Jeder zweite der 110.000 Mitarbeiter wird außerhalb Chinas beschäftigt. In Europa arbeiten für das Unternehmen über 7.000 Menschen. Bis Ende des Jahrzehnts sollen über 5.000 hinzukommen.
Chinas unbeachtete Meilensteine
China hat – von den Leitmedien kaum bemerkt – wenig sichtbare, aber vielsagende und strategisch brisante Meilensteine markiert. 2012 hatte das Land erstmals einen Anteil von über 50 Prozent an der Wertschöpfung seiner eigenen Exporte. Bis dahin kam der größte Teil der Inhalte von chinesischen Ausfuhrprodukten aus Fabriken ausländischer Firmen, die in dem Land hochgezogen wurden. Das Durchdringen dieser Schallmauer ist keine Überraschung. Denn das Land hat 2012 laut der OECD mit 1,98 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung die Europäische Union überflügelt.
Zu Beginn des Jahrzehnts hängte China bei der Zahl der Patentanmeldungen die USA und Japan ab und baut diesen Vorsprung seitdem rasant weiter aus. 2013 verdrängten die Chinesen auch Deutschland von einer prestigeträchtigen globalen Spitzenposition, und zwar als drittgrößte Quelle für international angemeldete Patente. »Schon junge chinesische Firmen melden bis zu 40 Prozent ihrer Patente im Ausland an«, sagt Philipp Sandner vom Lehrstuhl für Strategie und Organisation der TU München, »und viele haben dabei Europa, vor allem Deutschland im Visier.«
Die Zeiten, in denen China nur Fließband und Lokomotive der Weltwirtschaft war, gehen in diesen Monaten zu Ende. Jetzt wird das Land zu einem Epizentrum von Innovationen. Die Illusion des Westens, Chinas Firmen könnten ihn technisch über Jahre hinaus nicht einholen, erweisen sich als völlig naiv. Das Motto von Audi, »Vorsprung durch Technik«, ist auf dem Weg ins Museum.
China wächst international dreimal so schnell
2013 hat die Volksrepublik erstmals mehr in Fabriken im Ausland investiert als der Rest der Welt in China. Doch die Attacke auf die Weltmärkte läuft jetzt erst richtig an. Denn Ende 2013 haben Chinas Regulierer die Grenze, ab der eine Investition im Ausland genehmigt werden muss, von 100 Millionen auf eine Milliarde Dollar hochgesetzt. Die meisten Projekte müssen jetzt nicht mehr genehmigt, sondern nur noch gemeldet werden. Der Staatsrat strich im Januar 2014 auf einen Schlag 70 Vorschriften, die Investitionen jenseits der Grenzen Chinas regelten – und oft behinderten. »Das wird die ganze Welt verändern«, sagt der Direktor des Earth Institute an der Columbia-Universität, Jeffrey Sachs.
Die ersten Hilfeschreie
Die ersten Alarmrufe ertönen. Die deutsche Exportwirtschaft gerät unter Druck. Am stärksten spüren das bisher die Maschinenbauer. Die neue chinesische Konkurrenz attackiert frontal, und zwar von unten.
»Die Chinesen bewerten den Technologieabstand zum deutschen Maschinenbau realistisch – dennoch: Im wachsenden mittleren Marktsegment und im Service sind sie stärker –und das mittelfristig nicht nur in China«, meldete der Branchenverband VDMA am 18. Februar.
Es ist ein klares Eingeständnis, dass die neuen chinesischen Mitstreiter ihr Billig-Image abschütteln und sich von der reinen Kosten-Konkurrenz lösen. Ihr strategisches Ziel: Sie drängen westliche Anbieter wie die deutschen Firmen in das technische Topsegment ab und übernehmen die Mitte, wo die Märkte weltweit am schnellsten wachsen.
Chinas wachsender Fußabdruck
Westliche Firmen, Politiker und die breite Öffentlichkeit nehmen von der beginnenden Umwälzung nicht ausreichend Kenntnis. Wir sehen ein paar Lenovo-Computer beim Media Markt, vielleicht in der Zeitung das Bild eines neuen China-PKW von der jüngsten Automesse, oder die Anzeige derChina Construction Bank im Frankfurter Flughafen. Das sind jedoch nur die gut sichtbaren Zeichen einer Weltordnung, die derzeit auf den Kopf gestellt wird.
Doch vieles von dieser epochalen Veränderung ist noch unsichtbar. Darunter chinesische Maschinen in hiesigen Fabriken, Schalteinrichtungen in europäischen Telefonnetzen oder Signalgeräte im Zugverkehr. Die wirtschaftliche Unterwanderung des Westens geschieht kaum sichtbar und fast lautlos, ist aber weitreichend für unseren Wohlstand und unsere Arbeitsplätze.
Der Congressional Research Service im US-Parlament warnt in einem Papier über »aufsteigende Wirtschaftsmächte« eindringlich: »Eine kleine Gruppe von Schwellenländern verändert die Weltwirtschaft. Angeführt von China, Indien und Brasilien, stellen diese aufsteigenden Mächte unterschiedliche Herausforderungen für die Interessen der USA und deren globale Führungsrolle dar.«
Noch viel aufgeregter hört sich ein Hilferuf desEuropean Council on Foreign Relations an. In der Studie »Kampf um Europa« wird Chinas Vormarsch mit der Kolonialisierung Afrikas durch die Europäer verglichen. »Einst ein großer aber ferner Handelspartner, ist China jetzt auch ein mächtiger Akteur innerhalb Europas«, heißt es in dem besorgt klingenden Papier.
Der neue Mittelpunkt des Internet-Universums
China zählt bereits über 600 Millionen Internet-Nutzer. Vier von fünf nutzen das Net mit ihrem Handy, Smartphone oder Tablet. Allein im Jahr 2013 nahm die Zahl der mobilen Internetteilnehmer in China um 80 Millionen zu. Das entspricht der Einwohnerzahl von Deutschland. Alibaba macht mit seinen beiden Marktplätzen – Tmall für große Händler, Taobao für Kleinhändler und private Verkäufer − auf jeden Dollar Umsatz 45 Cent Gewinn. Wie kann Alibaba solch astronomische Gewinne scheffeln, wenn Amazon mit mickrigen Renditen wächst?
Ganz einfach: Chinas Web-Konzerne bauen ein riesiges Orbit, in dem sie ihren Usern so ziemlich alles anbieten, ohne dass diese zwischendurch die Seite verlassen müssen. Die Online-Kunden hinterlassen lange Datenspuren, die sich prächtig für Werbung, gezielte Angebote und einen Weiterverkauf der Daten ausbeuten lassen. Chinas Internetfirmen realisieren in Windeseile ein Konzept, das der Vorstandschef von American Express, Ken Chenault, als »commerce journey«bezeichnet hat. Es ist die ganze lange Einkaufsreise, die ein Online-Konsument zur Erfüllung seiner Wünsche zurücklegt.
Chinesische Webseiten haben ganze Ökosysteme aufgebaut, die sämtliche Funktionalitäten von Amazon überGoogle bis hin zu Facebook und Instagram beinhalten. Sie erlauben es den »Usern«, mit einer kleinen Zahl von Clicks zwischen sozialen Plattformen, Online-Kaufhäusern und Suchfunktionen hin und her zu wechseln, ohne das jeweilige Ökosystem zu verlassen. Alibaba bietet von E-Commerce über Cloud Computing und Bankdienste so ziemlich alles an. Das Unternehmen ist zusammen mit Tencent eines von wenigen Unternehmen im Reich der Mitte, die 2014 eine private Banklizenz bekamen. Hier entsteht ein neues hybrides Geschäftsmodell, das im Westen noch unbekannt ist und sowohl Kommunikation als auch Banking umfasst.Apple läuft mit Apple Pay schon der chinesischen Konkurrenz hinterher.
Der Angriff auf den Dollar
Der Yuan hat im laufenden Jahrzehnt 22 Konkurrenten als Abrechnungs-Währung im Welthandel überholt. Mindestens 40 Notenbanken bis hin nach Afrika und Südamerika beginnen, ihren Devisenreserven auch Yuan beizumischen. Deutsche Banken bieten Firmenkunden, die mit China Handel treiben, Renminbi-Konten an. Zuerst Hong Kong, dann Singapur, Taiwan, London und Frankfurt – und im Juli 2014 auch die Schweiz − haben Vereinbarungen mit der chinesischen Notenbank geschlossen, um als Drehscheiben für die Aufsteiger-Währung zu fungieren.
Große westliche Firmen, darunter Volkswagen, haben in Asien auf Yuan lautende Anleihen ausgegeben. Die wachsende Kette von Handelsplätzen − sowie Chinas Aufstieg zur neuen Supermacht im Welthandel − treiben den Siegeszug des Yuan mächtig an. 2012 war China der größte Handelspartner für 124 Länder, gegenüber 76 für die USA.
Einen sensationellen Meilenstein markierte Chinas Währung, als sie im Oktober 2013 zur Finanzierung von 8,7 Prozent des Welthandels verwendet wurde und damit sowohl den Yen als auch den Euro abhängte. Das war eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. Laut SWIFT, das Kommunikationssystem der Banken für Auslandszahlungen, stieg der Yuan im Dezember 2013hinter dem Dollar zur zweitwichtigsten Handelswährung überhaupt auf. In Asien hat er bereits die Führungsrolle übernommen.
Europa steuert den größten Teil zum rasanten Aufstieg des Renminbi als Handelswährung bei. Das ist eine Folge des boomenden Handels zwischen China und der EU. Transaktionen von Händlern und Firmen in London mit Vertragsparteien in Hong Kong und China machen inzwischen 28 Prozent des weltweiten Offshore-Verkehrs mit dem Renminbi aus. Laut der HSBC sollen bis 2015 ein Drittel von Chinas gesamtem Außenhandel und die Hälfte des Außenhandels der Volksrepublik mit Schwellenländern in Renminbi abgerechnet werden. Der Coup gegen den Dollar läuft auf Hochtouren.
Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Die EU sieht sich im Gas-Streit mit Russland einer überraschenden neuen Allianz gegenüber: Wladimir Putin und Petro Poroschenko haben sich darauf geeinigt, dass die EU die offenen Rechnungen bei Gazprom übernimmt. Der vermeintliche Kampf um die Achtung des Völkerrechts dürfte die europäischen Steuerzahler zunächst 4,5 Milliarden Euro kosten.
Russland ist im Gasstreit mit der Ukraine zu Zugeständnissen bereit, besteht bei künftigen Lieferungen aber weiter auf Vorkasse. «Wir werden nichts mehr auf Pump liefern», sagte Kremlchef Wladimir Putin am Freitag nach Verhandlungen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko in Mailand. Er habe in dem Gespräch Preisnachlässe und Rabatte angeboten, damit die Ukraine «über den Winter» komme. Putin rief die EU-Kommission auf, die Ukraine finanziell zu unterstützen, damit das fast bankrotte Land seine Gasrechnungen bei Russland begleichen könne. Russland hatte der Ukraine im Juni wegen Milliardenschulden das Gas abgestellt. Die Schulden belaufen sich nach Aussage Putins auf 4,5 Milliarden Dollar.
Wie die FT berichtet, sagte Putin nach dem Treffen zu Reportern: «Es liegt jetzt an der EU, etwas zu riskieren, um der Ukraine bei ihrer wirtschaftlichen Erholung zu helfen. Es braucht dazu nicht allzu viel Geld, vielleicht etwas weniger, als Russland bereits zur Verfügung gestellt hat.»
Auch der ukrainische Präsident Petro Poroschenko sagte, er hoffe, die Einigung könne bis zu einem von der EU vermittelten Treffen am Dienstag in Brüssel festgezurrt werden. Die beiden Länder streiten zum einen über den Preis und zum anderen über die Bezahlung früherer Gaslieferungen. Deshalb drehte Russland der Ukraine im Juni den Gashahn zu. Die Auseinandersetzung könnte sich im Winter auch auf andere Länder auswirken, weil die EU ein Drittel ihres Gases aus Russland bezieht. Die Hälfte davon fließt durch die Ukraine, die im Winter ebenfalls viel Gas benötigen dürfte. Noch am Donnerstag drohte Russland mit einer Verringerung der Gaslieferungen nach Europa, falls einzelne EU-Staaten weiter vertragsbrüchig sind und das für die EU gekaufte Gas an die Ukraine liefern. Erst kürzlich hatte Russland die Slowakei dazu gebracht, sich von dieser Praxis zu verabschieden.
Damit bilden Putin und Poroschenko eine neue Allianz: Beide können nun darauf pochen, dass die EU mit dem umstrittenen Assoziierungsabkommen die Ukraine quasi zum Einflussbereich der EU zählt. Für Putin hat die Sache den Vorteil, dass der Pleite-Staat Ukraine nicht mehr sein finanzielles Problem ist.Poroschenko weiß genau, dass die verschiedenen korrupten Regierungen das Land so heruntergewirtschaftet haben, dass sie sich kein Gas mehr für ihre eigene Bevölkerung leisten kann.
Poroschenko weiß allerdings auch, dass die EU in ihrem Haushalt bereits 11 Milliarden Euro für die Integration der Ukraine vorgesehen hat. Ein Teil dieses Geldes könnte nun an Gazprom liefern, ohne dass die Steuerzahler oder die nationalen Parlamente widersprechen können. Besonders unerfreulich für die kleinen EU-Staaten: Sie waren bei den Verhandlungen in Mailand nicht vertreten. Ihre Interessen wurden von den Brüsseler Präsidenten Van Rompuy und Barroso wahrgenommen.
Die Steuerzahler der EU zahlen bereits jetzt für den säumigen Schuldner Ukraine: Die Umleitungen des russischen Gases gehen zu Lasten der Europäer. Genaue Angaben über die bereits entstandenen Kosten gibt es nicht, weil die Regierungen der EU-Staaten das Thema unter den Teppich kehren. Es wird erwartet, dass die Amerikaner darauf bestehen werden, dass die EU die Finanzierung übernimmt. Der von den Amerikanern eingesetzte Übergangspremier Arseni “Jaz” Jazenjuk ist bereits beim IWF vorstellig geworden, um einen Teil der Bank-Schulden aus IWF-Geldern zu begleichen. Der IWF vertritt vorrangig die Interessen der Amerikaner, die nicht wollen, dass ihre Banken bei der Ukraine zu Schaden kommen.
ORF vom 16.Oktober 2014:
Das ist die große Vision, die Unternehmen wie Google in die Welt setzen: Den Menschen von der Diktatur der Freiheit zu befreien!“ Richard David Precht Im Gespräch mit Claudia Reiterer zeichnet der angesehene Philosoph ein faszinierendes, aber auch bedrückendes Bild einer vernetzten Gesellschaft, die an niemandem spurlos vorüber geht. Aber wir können lernen, das Denken nicht komplett den Maschinen zu überlassen.
Die Politikerin Martina Renner ist Bundestags-Abgeordnete und Sprecherin für antifaschistische Politik in der Linksfraktion. Im Oktober 2014 hielt sie einen Vortrag mit dem Titel “Die Verbindung von NSU und Verfassungsschutz”. Dort stimmte sie in die Vorverurteilungen des Trios Mundlos, Böhnhardt, Zschäpe ein – diese wären die Haupttäter einer rechtsextremistischen Anschlagsserie gewesen.
Gleichzeitig enthüllt Renner im selben Vortrag, dass der damalige hessische Geheimdienstler Peter Nocken beim Herrhausen-Anschlag versucht hatte, der Roten Armee Fraktion (RAF) die Tat unterzuschieben. Anschließend machte Nocken ausgerechnet beim Thüringer Geheimdienst Karriere, im Dunstkreis der (angeblichen) NSU-Terroristen, – trotz eines bei Nocken festgestellten, bis heute geheimen, “schwerwiegenden Sicherheitsrisikos”.
Der Historiker Daniele Ganser untersuchte und publizierte die Hintergründe des staatlichen Terrors unter falscher Flagge in Europa. Diese lange abgeleugneten staatsterroristischen Aktionen unter Führung der NATO sind heute unter dem Begriff ”Gladio” (römisches Kurzschwert) bekannt.
Nach Gansers Erkenntnissen verüben Geheimdienste auch in Westeuropa Terroranschläge und hängen sie anschließend Dritten an. Auch beim sogenannten “NSU”-Terror gibt es viele Hinweise auf derartige Zusammenhänge: Es besteht der Verdacht, dass Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt ermordet und die gefundenen “Beweise” im Todes-Wohnmobil und angeblichen Wohnhaus von den Behörden manipuliert wurden. Möglicherweise mit dem Zweck, das “Trio” als Sündenböcke der Öffentlichkeit zu präsentieren und dadurch anderweitig laufende, potenziell kompromittierende Ermittlungen zu beenden.
Auch den Linken ist Terror unter falscher Flagge durchaus bekannt: Renner schnitt in ihrem NSU-Vortrag sogar das Bombenattentat auf Alfred Herrhausen an. Bis heute ist ungeklärt, wer den damaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank 1989 in seinem Auto in die Luft sprengte. Der Mord sollte der Roten Armee Fraktion (RAF) in die Schuhe geschoben werden – das misslang dank mutiger investigativer Recherche von Journalisten.
“Er heißt Herr Nocken. Er hatte die Wiesbadener Staatsanwaltschaft auf dem Hals gehabt und das BKA. Das BKA hatte seine Büroräume im Landesamt geratzt. (…) Warum haben die das gemacht? (…) Er hat einen ehemaligen V-Mann [Herr Nonne] gedungen, genötigt eine Falschaussage zu machen. (…) Herrhausen-Mord. Ein Mord, der der RAF zugeschrieben wird.
Es gab eine lange Phase in der die Ermittlungen fruchtlos verliefen, die Medien machten Druck, “Bringt uns endlich mal ein paar Täter”. Die Polizei hatte nicht wirklich eine Idee, aber Herr Nocken hatte dann aber eine Idee. Er erinnerte sich, dass man im Zusammenhang mit der Startbahn-Geschichte einen Spitzel hatte, der zwar mittlerweile abgeschaltet war, aber den hat man reaktiviert. Bei dem Spitzel wusste man zudem, dass er suizidgefährdet ist. Dem Spitzel ist man dann sozusagen nahegetreten, er hat das mit zwei anderen Kollegen zusammengemacht. Er hat gesagt:
“Viel Geld und Du sagst aus die RAF hat bei Dir übernachtet und in Deinem Keller den Sprengstoff gehabt.”
Dann hat der gesagt: “Njet, mache ich nicht.”
Dann hat man gesagt: “Okay machen wir eine andere Variante: Du kannst auch vom Hochhaus fallen.”
Er war suizidgefährdet, dann war er weich. Man hat ihn zum BKA begleitet, er hat die Aussage gemacht. Er hat Personen belastet. Es hat sich dann erwiesen durch die Spurensuche in seinem Haus, durch Zeugeneinvernahmen von Nachbarn und Angehörigen von ihm, dass das alles hinten und vorne nicht stimmen kann.”
Martina Renner zeigte im Vortrag ein Foto von Herrn Nocken, als Zeuge beim Thüringer Untersuchungsausschuss:
“Nordmann ist der Tarnname des Herrn Nocken im LfV Hessen gewesen. Siegfried Nonne kannte seinen V-Mann-Führer immer nur unter dem Namen “Nordmann”. Erst durch die Arbeit des thüringer U-Ausschusses konnten wir nachweisen, dass Herr Nocken Herr Nordmann ist und Herrn Nonne auf dem Gewissen hat.”
Wie Herr Nocken 1993 nach Thüringen kam
“Er [Nonne] hat dann seine Aussage widerrufen und Herr Nocken hatte eine Anzeige am Hals, weil er hat jemanden genötigt zu einer Falschaussage. Er hat Geheimnisverrat begangen. Es gab mehrere Strafvorwürfe.
Und im laufendem Ermittlungsverfahren wird er Abteilungsleiter Beschaffung in Thüringen. Ja. Also an einer der entscheidenden Stellen im neu geschaffenen LfV [Landesamt für Verfassungsschutz] Thüringen, wird er trotz dieses laufenden Ermittungsverfahren in eine verantwortliche Position gehievt.
Mit ihm kommt eine ganze Kohorte, die ihn begleiten, quasi ein ganzer Tross aus Hessen, die hatten auch alle Dreck am Stecken. Also vorn mitgemacht bei den Machenschaften von Nocken in Hessen (…) Und das muss man auch wissen, wenn man das erklären will, was passiert ist.”
Nocken war von 1993 bis 2001 beim Thüringer Inlands-Geheimdienst, dem sogenannten “Verfassungsschutz”, unter anderem mit der Anwerbung von Informanten betraut gewesen. Auf Fragen nach der Geheimoperation “Rennsteig” antwortete er dem U-Ausschuss häufig mit Verweisen auf sein fehlendes Erinnerungsvermögen.
Auszüge aus dem Abschlussbericht des thüringer U-Ausschusses
“Der Zeuge Peter Nocken trug vor, als die „Operation Rennsteig“ im Sommer 2012 zur Sprache gekommen sei, habe er sich gar nicht gleich daran erinnern können. Erst als bekannt wurde, dass es sich um eine kombinierte Aktion des BfV, des MAD und der Verfassungsschutzämter in Thüringen und Bayern gehandelt habe, seien ihm diese Vorgänge wieder eingefallen.”“Auf Vorhalt, dass Herr Wießner im Zusammenhang mit der „Operation Rennsteig“ von einem Treffen in München berichtet habe, antwortete der Zeuge Peter Nocken, er habe hieran keine Erinnerungen und könne auch ausschließen, deswegen beim BND gewesen zu sein. Auch weitere gemeinsame operative Einsätze zusammen mit dem BfV außer der „Operation Rennsteig“ während seiner Zeit seien ihm nicht erinnerlich.”
“Gefragt nach Gewährspersonen oder Informanten unterhalb der Schwelle der V-Leute, berichtete der Zeuge Peter Nocken, dass es bestimmt den Einen oder Anderen gegeben habe, der Informationen geliefert habe, ohne als Quelle verpflichtet zu sein. Mehr als zwei, drei oder vier seien das aber auf keinen Fall gewesen, an Namen könne er sich nicht erinnern.”
Wie eine Person wie Nocken in eine solche Position ausgerechnet nach Thüringen kommen konnte. Der ehemalige Spitzenbeamte, Ministrialrat a.D., Jürgen Schaper, antwortete, völlig unglaubwürdig: Sie hätten …
“… ein Gartenfest oder Ähnliches gefeiert und dort habe Herr Nocken „auf alle von der Person her einen sehr netten Eindruck“ gemacht. Herr Nocken sei ein „gestandener Mann“ im Verfassungsschutz im Hessischen Innenministerium gewesen. (…) Das besagte Ermittlungsverfahren im Fall „Nonne“ sei ihm völlig unbekannt gewesen, sei ihm jetzt völlig neu.”“
“Auf Nachfrage zu Herrn Nocken hatte der Zeuge MinR a.D. Jürgen Schaper zunächst geantwortet, er denke nicht, dass er Herrn Nocken empfohlen habe, denn er habe diesen vorher gar nicht gekannt. Er wisse nur, dass er froh gewesen sei, als Herr Nocken kam. Als RD aus dem HessLfV sei dieser qualifiziert gewesen und sei später stellvertretender Leiter des TLfV geworden.Auf Vorhalt des o. g. „Personalkonzeptes“ gestand der Zeuge MinR a.D. Jürgen Schaper ein, Herr Nocken sei ihm aus Hessen im Rahmen einer Fachtagung zugetragen worden. Daraufhin habe er sich über diesen erkundigt. Als Herr Nocken dann zur Zeit, als der damalige Innenminister durch Herrn Schuster ersetzt worden sei, nach Thüringen gekommen sei, so der Zeuge, hätten sie ein Gartenfest oder Ähnliches gefeiert und dort habe Herr Nocken „auf alle von der Person her einen sehr netten Eindruck“
gemacht.
Herr Nocken sei ein „gestandener Mann“ im Verfassungsschutz im Hessischen Innenministerium gewesen. Der sei dann eine Zeit lang mitgelaufen und er – der Zeuge – habe den Eindruck gehabt, der könne das bewältigen. Ihm sei es darauf angekommen, gestandene Leute zu haben. Das besagte Ermittlungsverfahren im Fall „Nonne“ sei ihm völlig unbekannt gewesen, sei ihm jetzt völlig neu.”
Nocken war später sogar Vizepräsident des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz (TLfV). Laut seiner unsicheren Erinnerung im U-Ausschuss wurde er das entweder “1997 oder 1998″. In jener Zeit gab es sowohl in der Thüringer Polizei wie auch bei der Staatsanwaltschaft die Vermutung, dass der Geheimdienst seine Informanten vor Strafverfolgung schützt und am spurlosen Verschwinden des künftigen “NSU-Trios” im Februar 1998 unterstützend beteiligt war.
“Nach Angaben von Schultz schickte die Staatsanwaltschaft schließlich einen Brief mit 22 detaillierten Fragen an die LfV-Spitze. Unter anderem habe man wissen wollen, ob der Geheimdienst über Erkenntnisse zum Aufenthaltsort des Trios verfüge oder ob jemand aus dessen Reihen für das LfV arbeite. In der Folge sei ein Vertreter dieser Behörde, nach der Erinnerung des Zeugen möglicherweise der damals amtierende Vizechef Peter Jörg Nocken, in Gera erschienen und habe alle Fragen knapp mit Nein beantwortet. Schultz: „So etwas habe ich nie mehr erlebt.“ (bundestag)
Der Thüringer Untersuchungsausschuss stieß auf ein bis heute gut gehütetes Staatsgeheimnis: Es gab ein “Sicherheitsrisiko” bei Peter Nocken. Der damalige Chef des Verfassungsschutzes Harm Winkler äußerte 1993 im Zuge des Einstellungsverfahrens “Nocken” massive Sicherheitsbedenken: Zum einen gab es die Ermittlungen gegen Nocken im Zuge des Herrhausens-Anschlages. Zum zweiten bestand ein weiteres “schwerwiegendes Sicherheitsrisiko”, “das an sich geheim gehalten werden müsse”, er könne es dem U-Ausschuss nicht “preisgeben”.
“(…) sodass entgegen seinen Warnungen Personen in das Amt versetzt wurden, die „verfassungsschutzfremd“ gewesen seien oder gegen die „erhebliche Sicherheitsbedenken“ bestanden hätten. Bei einer dieser Personen habe es sich um Herrn Nocken gehandelt, gegen den zum damaligen Zeitpunkt ein Ermittlungsverfahren der BAnw gelaufen sei. Die im Bericht bezeichneten Anschuldigungen seien ihm bekannt gewesen.
Nachdem er inoffiziell erfahren habe, dass Herr Nocken in das TLfV versetzt werden sollte, ohne dass dies mit ihm besprochen worden sei, habe er den StS Dr. Lippert und den Minister gewarnt und darauf hingewiesen, dass in dessen Person zwei Sicherheitsrisiken vorlägen.
Das eine sei das besagte Ermittlungsverfahren der BAnw gewesen. Das zweite Sicherheitsrisiko wolle er nicht preisgeben, weil das an sich geheim gehalten werden müsse. Es habe sich hierbei jedoch um ein „schwerwiegendes Sicherheitsrisiko“ gehandelt. Er habe dem Minister und dem StS angeboten, sie mündlich zu informieren. Jedoch habe der StS Dr. Lippert ohne irgendeine Reaktion oder Mitteilung an den Zeugen den Herrn Nocken in das TLfV versetzt, dessen Einstellung im Übrigen nicht im Personalkonzept des Zeugen vorgesehen gewesen sei. In Thüringen habe Herr Nocken dieselbe Funktion wahrgenommen wie in Hessen und sei als V-Mann-Führer eingesetzt worden. (…) Zu seiner Zeit habe er keine Hinweise erhalten, dass dieses Verfahren gegen Herrn Nocken abgeschlossen gewesen sei. Das habe er erst später erfahren.”
Der damalige Verfassungsschutzchef Winkler wurde daraufhin 1993 abgelöst und mit einer weiteren umstrittenen Personalie ersetzt: Helmut Roewer!
Die Linke muss sich fragen lassen, ob sie das Spiel der Geheimdienste mitspielt, wenn sie weiter das “Trio” als die Haupttäter der so genannten NSU-Taten propagiert. Es wäre längst an der Zeit, dass die Umstände der sogenannten “Selbstenttarnung des NSU” aufgeklärt werden, unter Mitwirkung der Linken und nicht gegen ihren Widerstand.
Förderale Republik freies Deutschland - RfD (kurz: Deutsche Förderation): JA | U.S.A.-, ISRAEL- Vertragskolonie und BRD- operative Holdingfirmenverwaltung (BUND): NEIN
Wer sich nicht mit Politik befasst, hat die politische Parteinahme, die er sich sparen möchte, bereits vollzogen: Er dient der herrschenden Partei. (Max Frisch )