ARD verschweigt Faschisten-Aufmarsch in Kiew

Tagesschau berichtet zur Lage in Kiew // Zitatquelle

Vor dem ukrainischen Parlament in Kiew kam es am vergangenen Dienstag zu mehreren Demonstrationen ,deren jeweilige Anlässe schwer zu durschauen sind. Eine zuerst friedliche Demonstration geriet im Laufe des Tages immer weiter außer Kontrolle, da beteiligte nationalistische und faschistische Milizen heftige Angriffe auf die ukrainische Rada starteten, da diese ihren “Nationalhelden” nicht anerkennen wollte. Für die Tagesschau fand dieses Ereignis jedoch nicht statt, gezeigt wird ein harmonischer und rechtsstaatlicher Status Quo.

Blauer Himmel, Sonnenschein, Anti-Korruptionsgesetz: Für die Tagesschau ist der Nachmittag in Kiew des 14.10 ein wunderbarer. Der Bericht (ab Minute 11:20) der größten deutschen Nachrichtensendung zeigt wie sehr die Ukraine auf dem Weg in die Rechtsstaatlichkeit sei. Ein schönes Parlament, nett drein blickende Einheiten der Spezialpolizei und noch ein paar friedsame Demonstranten die mehr Transparenz fordern – soweit alles in bester Ordnung. Warum ca. 500 Mann der ukrainischen Polizei, ausgerüstet mit Schlagstöcken, Wasserwerfern, Helmen, Schutzwesten und Tränengaswerfern, die ukrainische Rada umstellen scheint Birgit Virnich von der ARD nicht zu interessieren. Immerhin wies die nette Nachrichtensprecherin Susanne Daubner zu Beginn fröhlich darauf hin, dass das Kriegsgeplagte Land auf “Westkurs” sei. Dass das von der Tagesschau gezeichnete Bild der Lage in Kiew keineswegs der Wirklichkeit entspricht, zeigen Aufnahmen der Nachrichtenagentur Reuters, sowie Aufzeichnungen russischer Medien.

Denn wie der FOCUS berichtet gab es einen guten Grund für das große Polizeiaufkommen. Nationalistische “Demonstranten”  wie die ARD sie nennt – versuchten sich mit Schlagstöcken, Ketten, Luftgewehren und Rauchbomben Zugang zum obersten ukrainischen Parlament zu verschaffen.  Ein Youtube-Video zeigt die eingesetzte Härte der faschistischen Gruppierungen. Grund für den Angriff war die Ablehnung eines Gesetzentwurfes, der die Anerkennung der Hiwi-Einheiten im 2. Weltkrieg, die auf der Seite der Nazis gekämpft haben, als Staatshelden vorsah. Das löste bei diesen nationalistischen Vereinigungen drastische Emotionen aus, die offenbar zu einer Belagerung der Rada führten. Eine Nachfrage bei der ARD, ergab keine Ergebnisse. Man hätte ja nur über das Korruptionsgesetz berichtet. Auf die Frage warum ein wichtiges Ereignis wie dieses verschwiegen und gedreht wird, gab es keinen Kommentar.

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