Trotz Sparprogramme: Für Krieg ist immer Geld vorhanden

 

Veröffentlicht am 2. Oktober 2014 von

flickr.com/ National Guard/ (CC-BY 2.0)

Sparen, sparen, sparen. So lautet die Devise der Politiker in Europa und den USA. Doch während man vor allem im sozialen Bereich den Rotstift ansetzt, weil angeblich kein Geld mehr vorhanden, ziehen immer mehr Staaten gegen den »Islamischen Staat« in den Krieg. Billig ist dies aber auch nicht.

Frankreich ließ mich erst kürzlich aufhorchen, als die Regierung eine umfangreiche Kürzung der Familienleistungen ankündigte. Dafür ist angesichts der überbordenden Defizite in den Staatskassen einfach nicht mehr genügend Geld vorhanden. Insgesamt sollen so in etwa 700 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden. Angesichts des Defizits von mehr als 15 Milliarden Euro in diesem Jahr wirkt dieser Schritt dennoch verhalten.

Auch in den Vereinigten Staaten, welche ebenfalls massive Probleme mit dem Staatshaushalt haben, scheint man trotz dem allzeit drohenden »Government Shutdown« noch genügend finanzielle Reserven für Kriegseinsätze zu haben. Der Krieg gegen die IS-Milizen soll bis zu 20 Milliarden Dollar pro Jahr kosten. Diese Summe veranschlagen allein die Vereinigten Staaten. Kommen noch die militärischen Aktionen der Verbündeten hinzu, die ebenfalls einen zweistelligen Milliardenbetrag aufwenden werden müssen.

In Großbritannien, dem treuesten US-Verbündeten, scheint man ebenfalls keine Probleme damit zu haben, dass der Bevölkerung einerseits Sparprogramme aufgelegt werden, andererseits genügend Geld für die angebliche Terrorbekämpfung vorhanden ist. Millionen Pfund teure Raketen auf Jeeps in der syrischen Einöde abzufeuern, ist der britischen Regierung offenbar wichtiger als die soziale Grundversorgung der eigenen Bevölkerung.

Je mehr Länder dieser »Koalition gegen den Terror« beitreten, um so mehr profitiert davon die globale Rüstungsindustrie auf Kosten jener Menschen, die eine staatliche Unterstützung dringend benötigen. Dass die Devise »Kanonen statt Butter« keine dauerhaft tragbare Lösung ist, scheint die Politeliten nicht zu interessieren. Im Gegenteil: Die Interessen der Rüstungsindustrie haben offenbar deutlich mehr Gewicht in der politischen Entscheidungsfindung.

Doch wie sagte schon der berühmte Immanuel Kant passenderweise: »Der Krieg ist darin schlimm, daß er mehr böse Menschen macht, als er deren wegnimmt.« Denn zu glauben, dass die Islamisten mit Waffengewalt zu bekämpfen wären, ist ein Irrtum. Jede Rakete, die in zivile Behausungen einschlägt und mordet, schafft neues böses Blut.

Ihr

Marco Maier

http://www.buergerstimme.com/Design2/2014-10/trotz-sparprogramme-fuer-krieg-ist-immer-geld-vorhanden/

Ein Kommentar zu “Trotz Sparprogramme: Für Krieg ist immer Geld vorhanden

  1. Hat dies auf Freiheit, Familie und Recht rebloggt und kommentierte:
    Jeder Krieg gegen einen angeblichen Feind schafft neue Feinde. Das ist eine Kette ohne Ende. Aber Kriege werden nicht geführt, bloß um andere Menschen zu vernichten, sondern um sich selbst zu bereichern. Kriege sind absolut sinnlos und meist müssen darin viele unschuldige Menschen sterben!

    Liken

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