Michael Snyder
Während seiner landesweit vom Fernsehen übertragenen Ansprache erklärte Barack Obama am Mittwochabend allen Amerikanern: »ISIL ist nicht islamisch.« Nun, was sind sie denn dann? Atheisten? Und von was wird Obama uns als Nächstes überzeugen wollen? Dass der Papst kein Katholik sei? Von allen Lügen Obamas (und davon gibt es sicherlich eine Menge) schießt diese wahrscheinlich den Vogel ab. Natürlich ist die Terrormiliz Islamischer Staat im Irak und in der Levante (ISIL) islamisch. Deswegen nennt sie sich ja selbst Islamischer Staat(IS).
Das erklärte Ziel dieser religiösen Extremisten besteht darin, ein islamisches Kalifat zu errichten, das von einem einzelnen obersten islamischen Führer regiert wird, der als Kalif bekannt ist. Die Grundlage der Gesetze in diesem Kalifat bilden die islamischen Rechtsvorschriften der Scharia, und jeder, der nicht bereit ist, sich zu der Art des Islam zu bekennen, der vom islamischen Staat praktiziert wird, wird entweder getötet oder zumindest massiv verfolgt.
Aber aufgrund Barack Obamas extremer »politischer Korrektheit«, kann er einfach nicht zugeben, dass IS etwas mit dem Islam zu tun hat. Und als Folge hält er an einer Politik fest, die keinen der Konflikte in der Region des Nahen und Mittleren Ostenslösen wird. Gegenwärtig ist unsere Außenpolitik in dieser Region ein absurder Witz.
Als ich zum ersten Mal hörte, wie Obama sagte, ISIL sei nicht islamisch, dachte ich, ich müsste mich verhört oder etwas missverstanden haben. Aber er hat es tatsächlich so gesagt. Im Folgenden ein Auszug aus dem offiziellen Redetext:
»Lassen Sie uns zwei Dinge klarstellen: ISIL ist nicht ›islamisch‹. Keine Religion befürwortet die Ermordung Unschuldiger, und die Opfer von ISIL waren in großer Mehrheit Muslime. Darüber hinaus ist die ISIL mit Sicherheit kein Staat. Die Miliz war vorher ein Al-Qaida-Ableger und hat sich die religiösen Konflikte und den Bürgerkrieg in Syrien zu Nutze gemacht, um auf beiden Seiten der irakisch-syrischen Grenze Gebiete unter seine Kontrolle zu bringen. ISIL wird von keiner Regierung und schon gar nicht von der Bevölkerung, die es unterjocht, anerkannt. Es handelt sich schlicht und einfach um eine Terrororganisation. Und sie hat kein anderes Ziel, als alles, was ihr im Weg steht, abzuschlachten.«
Hier finden Sie ein Video, mit dem Teil seiner Rede, in der er diese Äußerung tätigte. Wenn Obama behauptet, ISIL sei eine »terroristische Organisation«, die kein anderes Ziel verfolge, »als alle, die ihr im Weg stehen, abzuschlachten«, hört sich das so an, als werde diese Gruppe nicht von einer Ideologie angetrieben. Aber selbst dem ultra-liberalen Nachrichtensender NBC News ist klar, was ISIL wirklich will:
»Das erklärte Ziel von ISIL besteht in der Wiederherstellung des ›Kalifats‹, eines islamischen Staates unter der Herrschaft einer Gemeinschaft religiöser Gelehrter, an deren Spitze ein oberster Führer, der Kalif, steht, der im Allgemeinen als Nachfolger des Propheten Mohammed gilt.«
ISIL hat öffentlich erklärt, das neue Kalifat sei errichtet worden, »um die Menschen dazu zu bringen, den Geboten der Scharia (dem Gesetz Allahs) zu folgen.« Was ist für Obama daran so schwer zu verstehen?
Abu Bakr al-Baghdadi, der Anführer des Islamischen Staates, bezeichnet sich jetzt selbst als »Kalif Ibrahim«. Und in seinen öffentlichen Erklärungen lässt er keinen Zweifel daran, was diese Gruppe letztlich erreichen will. Hier nur drei Beispiele:
- »Allah gefällt es, dass wir seine Feinde töten und dem Dschihad folgen.«
- »Die Errichtung eines Kalifats ist eine [heilige] Pflicht. Die Religion ist erst dann verwirklicht, wenn die Scharia eingeführt wurde.«
- »Gott gab euren Mudschaheddin-Brüdern nach langen Jahren des Dschihad und der Geduld den Sieg …, sodass sie das Kalifat ausriefen und den Kalifen bestimmten.«
Aber aufgrund der extremen politischen Korrektheit in Washington benutzen die meisten unserer Politiker nicht einmal die Bezeichnung »Islamischer Staat«, obwohl sich diese Gruppe doch selbst diesen Namen gegeben hat.
Wie die Washington Post berichtete, wurde innerhalb der Demokraten lange darüber debattiert, ob man eher die Kurzform »ISIS« oder »ISIL« benutzen sollte, wenn man diese Organisation erwähnte. Nach intensiver Debatte entschied man sich für »ISIL« als politisch korrektere Alternative:
»Im Kapitol entschied die Fraktion der Demokraten am Dienstagmorgen nach einer langen Diskussion, dass sie ebenfalls die Extremistengruppe mit dem Kürzel ISIL bezeichnen würden. Der Grund habe teilweise damit zu tun, dass ISIS zugleich auch der Name einerGottheit und dann auch der Name vieler tausend Frauen sei, die diesen Namen tragen würden, bevor ihn eine terroristische Gruppe beanspruchte. Max Fisher berichtete in der vergangenen Woche im Fernsehsender Vox, viele Frauen mit dem Namen Isis empfänden die Abkürzung ISIS als Belastung, da sie von vielen Menschen bei der Berichterstattung über die Miliz Islamischer Staat benutzt würde. Isis Martinez aus Miami hat bereits Unterschriften für eine Petition gesammelt, die die Medien dazu aufruft, das zutreffendere Akronym ISIL zu benutzen. Bisher haben 138 Menschen diese Petition unterzeichnet.«
So verheerend hat sich die Ideologie der »politischen Korrektheit« bereits ausgewirkt. Ich bin fest entschlossen, jetzt einen Begriff zu verwenden, der vermutlich politisch korrekte Menschen überall auf der Welt in Aufregung versetzen wird: »Islamischer Terror«.
Es ist eine traurige und harte Wahrheit, dass der Islamische Staat keineswegs die einzige Gruppe oder Organisation seiner Art ist. Überall auf der Welt begehen radikale dschihadistische Organisationen unaussprechliche Verbrechen im Namen des Islam. Für den Fall, dass sie von diesen Organisationen bisher noch nichts gehört haben, hier nun eine kleine Auflistung einiger von ihnen:
Boko Haram (Nigeria)
Al-Nusra-Front (Syrien)
Hamas (Palästina)
Hisbollah (Libanon)
Dschaisch al-Islam (Palästina)
Ansaru (Nigeria)
Ansar Dine (Mali)
Mujahidin Shura Council in the Environs of Jerusalem(Sinai, Gaza)
Ansar Bait al-Maqdis (Sinai)
Ansar al-Schari’a in Tunesien
Ansar al-Shari’a in Darna (Libyen)
Ansar al-Shari’a in Benghasi (Libyen)
das al-Mulathamun-Bataillon
Indische Mudschaheddin
Harakat ul-Jihad-i-Islami (Pakistan)
Harakat al-Shabaab al-Mujahideen (Somalia)
Islamische Dschihad-Union (Usbekistan)
Libysche Islamische Kampfgruppe
Ansar al-Islam (Nordirak)
Jemaah Islamiya (Indonesien)
Asbat al-Ansar (Libanon)
al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden (Fatah, Palästina)
Islamische Bewegung Usbekistans
Muslimbruderschaft
Abu Sajaf (Philippinen)
Haqqani-Netzwerk (Afghanistan, Pakistan)
Verstehen Sie nun, um was es geht? Islamischer Terror ist eine Realität und wird nicht deshalb verschwinden, nur weil unsere politisch korrekten Politiker wünschten, er existiere nicht. Diejenigen, die Freiheit und Freizügigkeit wirklich lieben, sollten Tyrannei in allen ihren Formen ablehnen. Und eine der Formen, die Tyrannei in der heutigen Welt annimmt, ist der radikale Islam.
Wenn sich die radikalen Islamisten durchsetzen, würden wir alle gezwungen, zum Islam zu konvertieren und unser Leben nach den strengen Gesetzen der Scharia auszurichten. Dies ist etwas, das ich persönlich weder meiner Familie, noch mir, noch zukünftigen Generationen von Amerikanern wünsche.


“Das ZDF weist die Vorwürfe zurück. “Paragraf 86 des Strafgesetzbuches, der die Verbreitung von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen unter Strafe stellt, findet keine Anwendung, wenn das Propagandamittel zum Beispiel der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens dient”, sagte ein Sprecher. Dies sei in dem Bericht der “heute”-Sendung “eindeutig der Fall” gewesen. “Darin wurden ukrainische Milizionäre mit Hakenkreuzen und ähnlichen Symbolen gezeigt, was im Text erläutert wurde. Der Reporter sprach von Hardlinern und Freiwilligenbataillonen aus nahezu jedem politischem Spektrum.” Die Einstellungen seien als Bilddokumente verwendet worden, um zu zeigen, “dass auch auf ukrainischer Seite Kämpfer mit zweifelhaftem politischen Hintergrund anzutreffen sind”. (
Es ist offensichtlich, dass hier politisch motiviert mit zweierlei Maß berichtet wird. Die ukrainischen Faschisten werden als legitime Kämpfer auf Seiten der Kiewer Junta präsentiert, weil diese mitsamt dem Putsch von der EU unterstützt werden. Sie werden euphemistisch als “Freiheitskämpfer” verharmlost, um die russische Kritik an den Faschisten in Kiew ins Leere laufen zu lassen.

