Massenprotest gegen Putins Ukraine-Politik

In Moskau sind 26.000 Demonstranten auf die Straße gegangen, um gegen die Politik Wladimir Putins in der Ukraine zu protestieren. Die Demonstration wurde vom Putin-Gegner Michail Chodorkowski unterstützt. Inwieweit die Amerikaner hinter dem Demo stecken und ob sich daraus eine dauerhafte Massenbewegung formiert, ist unklar. Der Sturz des Regimes in der Ukraine hatte ebenfalls mit Demonstrationen begonnen.

Etwa 26.000 Demonstranten haben in Moskau gegen den Krieg protestiert. (Foto: dpa)

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Lange hat sich die russische Opposition im Ukraine-Konflikt mit öffentlichem Protest an Präsident Wladimir Putin zurückgehalten. Doch nun regt sich wohl auch angesichts der zunehmend schmerzhaften Folgen der Krise für viele Russen im Land erstmals Widerstand. Unter der Losung «Nein zum Krieg!» riefen Putin-Gegner am Sonntag zu einem Friedensmarsch in Moskau auf. Es kamen nach Schätzungen rund 26.000 Menschen, um ihrem Ärger Luft zu machen.

Es ist die erste große Protestaktion seit Ausbruch des blutigen Konflikts in der Ostukraine im April. Die Kremlgegner sehen ungeachtet der Feuerpause weiter die Gefahr, dass Putin jedes Mittel willkommen sein könnte, seine Machtinteressen in dem Nachbarland durchzusetzen.

Viele tragen bei dem Anti-Kriegs-Protest vom Puschkin-Platz zum Sacharow-Prospekt die gelb-blauen Nationalflaggen der Ukraine als Zeichen der Solidarität mit dem «Brudervolk». Die Organisatoren des Friedensmarsches verurteilen auf Schärfste, dass sich russische Söldner, aber auch reguläre Soldaten an den Kämpfen in der Ostukraine beteiligen. «Wofür sterben unsere Soldaten?», heißt es fragend und anklagend zugleich auf Plakaten. Einige tragen Fotos mit den Namen der Toten. Sie fordern die Behörden auf, die Fälle aufzuklären. Die «Kriegstreiberei» müsse bestraft werden.

Lange hatte die russische Opposition die Straße anderen überlassen. Bei Kundgebungen in Moskau haben zuletzt vor allem ultranationalistische Fanatiker, aber auch russisch-orthodoxe Christen Putin zu einem Einsatz der Armee aufgefordert – für die «Rettung der russischen Welt». Das lehnte Putin zwar stets öffentlich ab. Der Kreml bestreitet bis heute auch, russische Soldaten einzusetzen. Doch sogar in Staatsmedien gab es Berichte über russische Soldaten, die «freiwillig während ihres Urlaubs» in der Ostukraine kämpften.

Kommentatoren sahen dies als eine Art Zugeständnis an die Hardliner in der russischen Politik, die eine militärische Lösung des Konflikts unterstützen. Dass sich der Kremlchef aber nun gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko zumindest nach außen hin aktiv für den Friedensplan in der Ostukraine einsetzt, sehen nicht alle im Moskauer Machtapparat gern. Sie hätten lieber eine Anti-Kriegs-Demonstration gegen ukrainische Regierungstruppen in Kiew. Anhänger der Separatisten versuchen am Sonntag, den Friedensmarsch zu stören. Die Polizei wehrte die Angriffe ab.

Die Proteste in Moskau werden vom einst reichsten Mann des Landes, Michail Chodorkowski, unterstützt. «Es ist eine brüchige Waffenruhe, aber das Problem bleibt. Unser Land nimmt direkt oder mittelbar an dem Konflikt teil», heißt es auf der Seite khodorkovsky.ru des Putin-Kritikers. Mit seiner am Wochenende wiederbelebten Initiative «Open Russia» will er auch die Zivilgesellschaft im Land wieder auf die Beine bringen.

Es ist unklar, in welchem Ausmaß die CIA in diese Demonstrationen verwickelt ist. Die Proteste gegen die Regierung Janukowitsch in Kiew waren von den Amerikanern unterstützt worden. Der Autor Matthias Böckers sagte zum Machtwechsel in Kiew: “Die USA haben nach Aussage ihrer Chefdiplomatin Nuland fünf Milliarden Dollar in die „Demokratieförderung“ der Ukraine investiert. Damit wurden regierungskritische Institutionen, NGOs und Medien gefördert – doch die absolut berechtigten Proteste der Bevölkerung gegen ihre korrupte Regierung wurden dabei nur als Trittbrett genutzt, um die Eliten auszuwechseln und eher amerikafreundliche Oligarchen ans Ruder zu bringen. Weder der Oligarchenwechsel 2004 noch der zehn Jahre später haben zu irgendeiner „Demokratisierung“ geführt.”

Es ist denkbar, dass Chodorkowski vom Westen in dieser Hinsicht unterstützt wird. Er war nach seiner Freilassung unter anderem in Deutschland wie ein Volksheld empfangen worden. Es ist unklar, ob er Zugang zu seinem in der Schweiz gelagertes Vermögen hat.

Es ist der Frust über Moskaus Ukraine-Politik, der die Menschen zu Tausenden an diesem spätsommerlich warmen Sonntag auf die Straße treibt. Auch einfache Menschen bekommen die Folgen der westlichen Sanktionen gegen Russland im Zuge des Konflikts zunehmend zu spüren. Krisenstimmung macht sich breit. Viele ärgern sich über steigende Preise für Lebensmittel und den massiven Wertverfall des Rubel.

Die Demonstranten forderten aber auch ein Ende der propagandistischen und materiellen Hilfe für die prorussischen Separatisten, heißt es in einer «Anti-Kriegs-Resolution» des Friedensmarsches. Die Unterzeichner sind unter anderem die Menschenrechtlerin Ljudmila Alexejewa, der Oppositionspolitiker Boris Nemzow, der Publizist Viktor Schenderowitsch sowie Wissenschaftler und Kulturschaffende.

Sie sehen die Gefahr, dass sich in Russland ein «faschistisches Regime» entwickele. Die «verbrecherische Aggression» in der Ostukraine sei nur möglich geworden, weil sich Putin und seine Umgebung ein dichtes Machtgeflecht mit totaler Kontrolle über Parlament und Gerichte geschaffen hätten. Es ist allerdings die Position einer Minderheit. Die große Mehrheit der Russen steht weiter hinter der Politik von Putin.

 

HARTZ IV-BEZIEHER SOLLEN STÄRKER ÜBERWACHT WERDEN

„Rechtsvereinfachungen im SGB II“: Jobcenter soll Hartz IV-Bezieher zukünftig stärker auf Leistungsmissbrauch kontrollieren


22.09.2014

Nachdem sich eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe gut ein Jahr lang mit den sogenannten „Rechtsvereinfachungen im SGB II“ beschäftigt hat, legte sie nun ihren Abschlussbericht vor. Trotz größter Bemühungen der Arbeitsgruppe, keine Informationen an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen, sickerten immer wieder Vorschläge zu geplanten Änderungen – insbesondere zu Verschärfungen von Hartz IV – durch und sorgten für viel Kritik. Der Abschlussbericht kann auf der Internetseite des Arbeits- und Sozialrechtlers Harald Thomé eingesehen werden

Stärke Kontrolle von Hartz IV-Beziehern bei Beschäftigungsverhältnissen

Nachdem erst kürzlich bekannt wurde, dass Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) die Regelungen für Sanktionen gegen Hartz IV-Bezieher zumindest für unter 25-jährige Leistungsberechtigte lockern will, sind weitere Details über die geplanten Hartz IV-Verschärfungen, die eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe von Juni 2013 bis Juli 2014 erarbeitet hat, bekannt geworden. Aus dem Abschlussbericht der Arbeitsgruppe geht hervor, dass das Hartz IV-System sogar noch weiter verschärft werden soll. So sollen Hartz IV-Bezieher zukünftig strenger überwacht werden. In dem Bericht ist von einer „Erhöhung der Frequenz der Datenabgleiche mit den Meldungen von Beschäftigungsverhältnissen auf einen Abgleich pro Monat“ die Rede. Bisher werden die Daten bezüglich Renten, Beschäftigungsverhältnissen und Kapitalerträgen alle drei Monate überprüft. „Um ggf. Leistungsmissbrauch frühzeitig aufzudecken und Überzahlungen für die Zukunft zu vermeiden soll es den Trägern ermöglicht werden, die Frequenz des Abgleichs nach § 52 Abs. 1 Nr. 2 SGB II (Beschäftigungszeiten) bis zu einem Abgleich pro Monat zu erhöhen“, heißt es weiter. Letztlich unterstellt die Bundesagentur für Arbeit (BA) Hartz IV-Beziehern pauschal, unberechtigt Zusatzeinnahmen erzielen, ohne dass es dafür einen Hinweis gibt. Überprüft wird jeder. Dass ein solch kosten- und personalintensives Vorgehen als „Vereinfachung“ von Hartz IV von der Arbeitsgruppe bewertet wird, überrascht. Für die Betroffenen bedeutet diese Regelung, sofern sie tatsächlich in das Gesetzgebungsverfahren aufgenommen wird, noch schärfere Kontrollen durch das Jobcenter.

Verschärfung der Sanktionen durch pauschale Leistungskürzungen
Auch beim Thema Sanktionen soll es Verschärfungen geben. Bisher ist die Höhe einer Leistungsminderung abhängig von der Art des Pflichtverstoßes und ob dieser erstmalig oder wiederholt auftritt. Entsprechend wird der Hartz IV-Regelsatz um zehn, 30, 60 oder gar 100 Prozent gekürzt. Für unter 25-Jährige Hartz IV-Bezieher gelten sogar besonders strenge Sanktionsregeln, die bis zur Streichung der Kosten für Miete und Heizung reichen. Zwar sollen die Sonderregeln für junge Leistungsberechtigte künftig abgeschafft und ein altersunabhängiges Sanktionssystem etabliert werden, von einer tatsächlichen Lockerung der Sanktionen kann aber keine Rede sein. Denn diese sollen künftig nicht mehr über das Stufensystem, sondern mit einem pauschalen Betrag – unabhängig von der Häufigkeit des Vergehens – verhängt werden. Dadurch dürften sich die Leistungskürzungen bei bestimmten Pflichtverletzungen wie Meldeversäumnissen sogar noch erhöhen. (ag)

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-bezieher-sollen-staerker-ueberwacht-werden-90016259.php

Eva Herman: Aufruf an alle Journalisten zum Tag der Wahrheit am 3. Oktober 2014

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Bundespräsident Putin zur aktuellen Lage (deutsch) vom 14.9.2014

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Dank Elke!

Veröffentlicht am 14.09.2014

Bundespräsident Putin kommentiert den Stand der Dinge zu den Sanktionen und zur Krise in der Ukraine.
Quelle: Russische Tagesschau

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Ex CIA Offizier: Das sind die wahren Schuldigen am Ukraine Krieg (21.9.14)

Avatar von UnbekanntTerraherz

Ex CIA Offizier Ray McGovern, der über 30 Jahre beim US-
Geheimdienst gearbeitet hat, legt klare Fakten auf den Tisch!
Zwei Interviews mit ihm, die in Deutschland aufgezeichnet wurden,
sagen in aller Deutlichkeit, wer den Putsch in Kiew ausgelöst hat
und warum es deshalb zum Ukraine-Krieg kam. 

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2014_09_20- inszenierteTerroranschläge

DerTatbestand, wie es in der Bildzeitung stand:

http://www.bild.de/regional/dresden/festnahme/eines-irren-reichsdeutschen-37722682.bild.html

Hier die Gegendarstellung, wie es wirklich war.

„ich will Euch vorerst ein kurzes Lebenszeichen und meinen herzlichen Dank für die überwältigende Unterstützung senden, die ich von Euch erhielt.
Das Wort Lebenszeichen ist dieses Mal nicht nur so eine Redewendung, denn wie Ihr schon auf den Bildern gesehen habt wurde ich tatsächlich von Vertretern des OAZ (Volkers Super Definition: Okkulter AffenZirkus) mit gezogener Kriegswaffe bedroht um mich meines Autos zu berauben. Bewaffneter Raubüberfall in Verbindung mit Amtsanmaßung) nennt das das Strafgesetzbuch (§ 250, §244 und §132) , wenn wir dieses Statut mal einbeziehen wollen. Aber die Liste der Verbrechen dieser vorgeblichen Ordnungshüter ist noch viel länger. So wollten diese Typen nicht nur mich ermorden, sondern der gewalttätige „Mitfahrer“ das Auto in eine Menschengruppe vor der Brühlschen Terrasse lenken, die gerade vor einem Elbdampfer stand. Und er hat es tatsächlich (mit einer Hand an meinem Lenkrad) versucht. Das nennt das Strafgesetzbuch versuchter vorsätzlicher Mord (§ 211). Glücklicherweise konnte ich dies verhindern, weil ich beide Hände fest am Lenkrad hatte und gegensteuern konnte.

Eine genaue Schilderung sende ich Euch dann noch herum und ich hoffe, Euch morgen alle beim Herbstfest begrüßen zu dürfen. Glücklicherweise gibt es ja Schutzengel, die alles aufgenommen haben und andere, die einige Sequenzen über mein Mobiltelefon mithörten….“.

Am 28.08.2014 wurde auf offener Straße ein Menschenrechtler (71 Jahre alt) von MenschenrechtTV mit vorgehaltener Waffe in Seinem Fahrzeug bedroht und konnte sich bis zu Lidl retten, damit Er dem Anschlag entkam. Im Lichte der Öffentlichkeit konnten sie ihn zwar nicht erschießen, doch ihn zusammenschlagen und verschleppen. Im Polizeigebäude wurde er dann bearbeitet. Eine strafbaren Hintergrund für das Vorgehen der Polizei gab es nicht…

Die Polizei ist nach §§ 86, 86a, 130 StGB eine verbotene Organisation. Wir waren am 20.09.2014 von MenschenrechtTV gerade dabei, als Wir etwas ähnliches aus Mitteldeutschland hörten….. Wir haben wegen der Dringlichkeit das Telefonat ungeschnitten aufgenommen eingestellt. Dabei geht es um einen geplant-durchgeführten Anschlag vom 18.09.2014 auf Menschenrechtler….

Hinweis zum ähnlichen Video auf youtube

https://www.youtube.com/watch?v=-xSDa…

wir die Gewalt deutlich, wie ein Mensch brutal zusammengeschlagen wird. Die Polizei hat kein Recht gegen Menschen Ausweiskontrollen wahllos und willkürlich vorzunehmen!
Leider sind zu diesem Video irre Kommentierung von der Polizei und weiteren Möchtegern vorgenommen worden, die rein rechtlich völligen Unsinn reden. Dort wird immer wieder von Gewalt gegen Menschen erklärt, das in Polizeigesetzen verboten ist.

Im Beispiel Bundespolizeigesetz (siehe Link http://www.gesetze-im-internet.de/bgs…), tauch der Begriff des Menschen nicht auf. Die Person ist kein Mensch. Der Mensch braucht sich überhaupt nicht ausweisen….., insbesondere nicht vor der Polizei. Das OWiG (Ausweispflicht) gilt nicht für Menschen

http://www.gesetze-im-internet.de/bun…

Der Begriff Mensch ist nicht vorhanden. § 1 StGB besagt, daß Menschen sich nicht ausweisen müssen und auch nach dem StGB nicht dem OWiG unterliegen. Die Kommentierung der Polizei und weitere juristische Kommentierung irriger Nicht- oder Besserwisser dient dazu, Menschenrechtverletzungen plakativ und werbewirksam gesellschaftsfähig zu machen.

http://dejure.org/gesetze/StGB/1.html

Zusammengeschlagen wird der Menschen und nicht die Person…. Der Polizist ist ein Terrorist, da er den Menschen nicht erkennt…. Schaut Euch das brutale Video an….. Ein Mensch weist sich vor Polizisten nicht aus, denn dann können sie ihn als Person (Personenausweis) zusammenschlagen ……

Die Person ist nur die Geburtsurkunde….., nicht der Mensch….

Wir fügen diesem Video das Wortprotokoll vom 18.09.2014 bei.

Die Weisheit der Zellen – Interview mit Bruce Lipton Teil 2

Und so sind die Bedürfnisse der Zellen im Grunde unsere Bedürfnisse. Und wenn wir sehen, wie die Zellen diese Bedürfnisse erfüllen, und wie sie es in der Natur der Gemeinschaft tun, dann ist das eine Vorlage, die dazu dient, uns die Informationen zu liefern, wie ein paar Milliarden Menschen – eine relativ kleine Zahl, wenn du von fünfzig Billionen Zellen redest – wie ein paar Milliarden Menschen lernen können, in Harmonie zu leben, wie die Zellen des Körpers. Also gibt es für uns verfügbare Informationen auf allen Ebenen, von der Politik durch die Wirtschaft, etcetera, Und vor allem die Fähigkeiten der Zellen in Bezug auf Technik und ihr Verständnis von Effizienz und Dinge, die wir generell brauchen könnten oder gerade jetzt brauchen, um die Gesundheit zurück in unsere globale Gemeinschaft zu bringen.

 

TS: So sag mir Bruce, was sind die Dinge, die wir von den 50 Billionen Zellen lernen, die wir auf die menschliche Herausforderung anwenden können?

ZellkernBL: Die erste Sache – lass uns mal nur über die Wirtschaft sprechen, denn das ist das große Problem, das wir im Augenblick haben. Und hier ist eine interessante Tatsache: dass die Zellen Energie erzeugen durch ihre Arbeit und ihre Bemühungen, und wenn sie in dieser riesigen Gemeinschaft arbeiten, haben sie alle verschiedene Jobs. Die Zellen haben sozusagen Vereinigungen. Es gibt Herzzellen, die eine ganz andere Funktion erfüllen als eine Magen-Zelle, die ganz anders ist als eine Hautzelle. Also, wenn du dir den Körper ansiehst, entdeckst du diese 50 Billionen Zellen – und sie haben alle diese verschiedenen Vereinigungen, in denen sie diese verschiedenen Funktionen ausführen und, kooperativ zusammenarbeiten. Und durch ihre Anstrengungen produzieren sie Energie. Und die Energie in chemischer Form im Körper ist ein Molekül namens ATP. Und Biologen sagen tatsächlich … sie benutzen die Phrase „ATP ist die Währung“, dh. es gibt Einheiten von Energie, die äquivalent sind zu Geld. Das ist also sehr interessant. Und dann sage ich: „Nun, wenn ich nun wissen will, wie die Wirtschaft des Körpers funktioniert?“ Dann kann ich den Spuren des ATP folgen und es wird mir dies zeigen.

Und was wirklich interessant ist, ist dies: Nummer eins, es gibt keinen Reichtum im Körper, bis alle Zellen Grundversorgung haben. In anderen Worten erhalten alle Zellen Gesundheitsversorgung, sie bekommen Schutz, und sie werden alle bezahlt, und sie alle bekommen ihre Grundbedürfnisse gedeckt. Wenn das Zellsystem, wenn alle Zellen im System ihre Grundbedürfnisse gedeckt haben, dann ist die überschüssige Energie ab diesem Punkt mehr oder weniger Gewinn. Und das ist sehr wichtig zu erkennen, zum Beispiel kann keine Zellen in der Leber sagen: „Ich will mehr Geld, und ich horte hier jetzt eine Menge Geld“, während, sagen wir mal, die Zellen der Muskeln in den Beinen kein Geld haben. Das ist nicht, wie es funktioniert. Die Zellen können keine Energie akkumulieren, bis alle Zellen die Grundbedürfnisse erhalten – in unserer Welt wäre das Nahrung, Obdach und Schutz. Wenn du das jedermann zur Verfügung stellen kannst, dann ist alles, was du danach produzierst Gewinn für das System.

Jetzt kommt der nächste interessante Teil über die Wirtschaft: Jede Zelle kann eine Menge Geld verdienen, aber es gibt eine Obergrenze. Die Zellen können sich nicht mit zuviel ATP-Molekülen überfüllen, sie erreichen ein Limit von ATP. Und dann kann man eine arme Zelle sein, aber wenn das System beginnt, Reichtum zu erwirtschaften, beginnen alle Zellen mehr Geld zu verdienen und machen mehr und mehr ATP. Und dann erreichen sie einen Punkt, an dem die Zellen ein Niveau von ATP für sich selbst erwirtschaften, das ist ihr Taschengeld sozusagen. Und was darüber hinaus geht, wandert in eine Community Bank. Die Community-Bank-Einlagen werden übrigens Fettdepots genannt [lacht] und diese Energie wird gespeichert. Und es ist nicht für eine einzelne Zelle – es ist für das System. Es ist für das System, um etwas in das System zu reparieren, das System zu erhalten, es am Laufen zu halten und schützt das System in langen Zeiträumen, wo es keine Energie gibt. Und im Grunde ist es so „Jede Zelle arbeitet, jede Zelle wird bezahlt. Jede Zelle kann einen maximalen Geldbetrag erwirtschaften, über das hinaus, was sie braucht. Und danach geht aller überschüssiger Gewinne an die ganze Gemeinschaft, um damit zu tun, was die Gemeinschaft für am Besten und notwendig für das Wachstum und Überleben dieser ansieht.“

Also im Grunde sagt uns dies: Schau dir uns unsere Welt heute an, wo es Menschen gibt, Individuen, mit fünfzig, sechzig Milliarden Dollar, und andere Personen leben von ein paar Dollar pro Tag leben und das nicht sehr gut. Und du beginnst zu realisieren, OK, es ist etwas völlig falsch hier. Wir leben in einer sehr darwinistischen Welt, wo es heißt: „Ich verdiene sechzig Milliarden Dollar, weil ich es wert bin und du nicht.“ Wenn Zellen dies im Körper täten, würde das ganze System sofort auseinanderfallen; es würde überhaupt nicht funktionieren. Es ist nicht diese Art der darwinschen Wettbewerbs. Ein Körper arbeitet in Harmonie, die ganze, riesige Community von 50 Billionen Zellen. Also, was wir in unserer Welt vor allem anerkennen müssen, ist, dass diese Zeit der Krise, die wir jetzt erleben, ein notwendiger auslösender Faktor für die Evolution ist. Und der Grund ist ganz einfach: Wir stehen vor der Wand. Wir müssen die Entscheidung treffen, etwas anderes zu tun als das, was wir tun, denn wenn wir das weiterhin tun, dann wissen wir, dass wir aussterben werden.

So stehen wir vor einem Evolutionsschritt. Die Evolution ist die Gemeinschaft von Menschen, sie ist, zu erkennen, dass wir alle Teil eines Super-Organismus namens Menschheit sind. Also gut, wir haben 50 Billionen Zellen, aus denen sich ein menschlicher Körper bildet. Wir haben sechs, sieben Milliarden Menschen als Äquivalent zu den Zellen, die einen größeren Körper namens Menschheit bilden. Also der Evolutionsschritt, mit dem wir konfrontiert sind, ist zu erkenn, das dieser Wettbewerb, den wir in den letzten paar hundert Jahren gelebt haben, vor allem seit Darwin, eigentlich eine sehr destruktive und zersetzende Kraft ist. Dass der menschliche Körper dies nicht kennt, wenn er es täte, würde er fast sofort auseinanderfallen. So wissen wir jetzt, dass die Evolution auf der Community basiert, und auf Harmonie.

Also die darwinistische Sicht -, dass die Evolution auf Kampf und Wettbewerb für das Überleben beruht – wir realisieren jetzt, dass das 180 Grad entfernt war, von der Richtung, die wir eigentlich gehen sollten.

 

TS: Nun, Bruce, es scheint aber, dass die 50 Billionen Zellen in meinem Körper sich das nicht erarbeiten mussten, sondern durch einen evolutionären Prozess gingen, wo sie sich von Macht und Wettbewerb zu Harmonie und Kooperation bewegten. Sie arbeiten einfach ganz natürlich auf diese Art und Weise.

BL: Nein, es gab wirklich eine sehr interessante Entwicklungsphase, wo alle neuen Formen der Gemeinschaft erprobt wurden. Das war, worum es bei der Evolution ging. Für die ersten, ich schätze mal, fast drei Milliarden Jahren des Lebens auf diesem Planeten, waren Einzeller alles, was es gab. Nur einzelne Zellen, die in einer Art sehr lockeren Gemeinschafts-Beziehung lebten, aber als einzelne, individuelle, frei lebende Individuen. Und vor über 700.000.000 Jahren, war die Welt mit all diesen Einzellern bevölkert, und die nächste Stufe der Evolution war, als die einzelnen Zellen zusammen kamen und das bildeten, was wir mehrzellige Organismen nennen. Das, was wir Tieren und Pflanzen nennen. Das waren alles Probezeiten, in denen jeder Organismus verschiedene Arten von Communities ausprobierte und dann das Programm entwickelte, diese Communities in der Speicher-Datenbank der DNA zusammenzuführen. So war die Evolution ein Prozess des Ausprobierens von Communities, um zu sehen, welche funktionierten. Und diejenigen, die funktionierten, sind jetzt hier. Diejenigen, die nicht sehr gut funktionierten sind ausgestorben, denn wie auch immer sie ihre Community organisierten, es war für das Überleben nicht förderlich.

So sind wir gerade jetzt wie diese Strukturen. Wird die Menschheit als eine sich entwickelnde Struktur überleben oder nicht? Ich habe keine Antwort darauf. Ich weiß, wir sind mit einer Herausforderung konfrontiert. Und die Antworten, die, wie ich denke, sehr hilfreich sein werden, sind jene, über die wir gerade sprechen: Suche nach dem Muster einer sehr erfolgreichen Community, die sich das bereits erarbeitet hat, und bilde das nach.

TS: Aber was du beschreibst, ist, dass die Schubkraft der Evolution Kooperation ist und nicht das Überleben des Stärkeren im Sinne von „Ich werde stärker sein und dominieren.“ Das ist eine völlig umgekehrte Ansicht, glaube ich, zu der Art, was uns beigebracht wurde.

BL: Das ist richtig und so wahr, und der Kern unseres ganzen Welt-Problems. Weil wir programmiert wurden – und ganze Generationen programmiert worden – mit der gleichen Überzeugung, der darwinistischen Welt, dem ständigen Kampf ums Überleben. Und dass andere Menschen oder andere Organismen versuchen werden, dich zu besiegen, um am Leben zu bleiben. So glaubten wir an diesen Kampf ums Überleben, nahmen dies als unsere Weltanschauung und erschufen dann die Welt, die das reflektiert. Aber neue Evolutions-Erkenntnisse sagen uns „mein Gott, die Evolution ist gar nicht Konkurrenz; Evolution basiert komplett auf Kooperation.“

Und es stellt sich heraus, wenn man sich die Biosphäre ansieht, dass die einzigen Lebewesen, die wirklich eindeutig nicht kooperieren, die Menschen sind. Und deshalb stößt uns die Umwelt in Richtung Aussterben, weil wir die Harmonie der gesamten Biosphäre stören.

Aber es ist so aufregend, weil ich die Entwicklung gesehen habe, seit ich diese Vorlesungen gebe, seit 1985 bis jetzt! Ich kann eine rasende Beschleunigung sehen – gut, viele Menschen sehen die nicht – aber ich sehe, dass wir gerade rasend beschleunigen zu einer sehr interessanten Zeit – 2012 in der Tat, wo wir eine Chance haben. Und es geht um eine globale Chance, diesen evolutionären Sprung zu machen und über alles hinausgehen, wo der Mensch jemals zuvor war. Oder aber, es ist wieder eine Wahl: Wir können weiterhin tun, was wir tun – aber das wird nicht so viel Spaß machen.

 

TS: Jetzt hast du es einen „evolutionären Sprung“ genannt, und ich weiß, dass du diese Phrase verwendest – sie ist Teil des Titels der dreiteiligen Veranstaltungsreihe bei SoundsTrue.com – „spontane Evolution.“ Also, Evolutionssprung, spontane Evolution – was bedeutet das?

BL: Nun, unsere konventionelle Lehrmeinung hat uns eine darwinistische Vorstellung gegeben, dass die Evolution ein sehr langsamer, unmerklicher, schrittweiserer Prozess ist, der Millionen von Jahren benötigt, bevor Änderungen auftreten. Und so nahmen wir den Glauben an von Evolution als diesem langen, langen Zeitraum, jenseits unserer Wahrnehmung. Aber im Laufe der Jahre, vor allem durch die Arbeit von Stephen Jay Gould und Niles Eldredge, zeigte ein Überblick über unsere Geschichte des Lebens auf diesem Planeten, dass die Sichtweise dieses langsamen, allmählichen Wandels nicht mit den Tatsachen zu vereinbaren ist. Das, was wir finden, ist, dass das Leben für einige Zeit sehr langsam vorangeht, weißt du, nur wenig entwickelt sich etwas weiter, in einem ausgewogenen Zustand, und dann bewirkt etwas einen Umbruch. Und das Ergebnis dieser Umwälzungen löscht im Wesentlichen das Leben aus, und dann fangen wir wieder von vorne an, mit neuen Kombinationen und neuen Versuchen, neuen Organismen und solchen Sachen. Dies ist fünf Mal auf dem Planeten passiert, man nennt sie Massensterben. Und ich fand auch heraus, dass sie praktisch plötzlich auftreten, und die neue Entwicklung startet fast sofort, nachdem die alte Zivilisation und die alten Organismen ausgelöscht wurden, etwas Neues beginnt direkt.

Also wenn wir uns die Geschichte der Evolution ansehen, dann springt sie. Es geht voran in einem stabilen Zustand und dann plötzlich gibt es diesen rasanten Wandel und dann geht es auf die nächste Ebene. Es geht weiter in einem stabilen Zustand und dann gibt’s einen schnellen Wechsel, und dann geht es weiter. Der Fachausdruck heißt „unterbrochenes Gleichgewicht.“ Es ist eine Zäsur, ganz plötzlich, wie ein Ausrufezeichen, und – Boom! – alles wird durchgeschüttelt. Dieser Moment passiert uns gerade jetzt, die Wissenschaftler haben in vollem Umfang anerkannt, dass wir nicht nur mit dem sechsten Massensterben flirten – fünf vorhergehende haben bereits stattgefunden – sondern wir sind tief mittendrin.

Ich setze den Wandel mit der Metamorphose eines Schmetterlings gleich. Wenn ich mir die Welt von heute ansehe, sehe ich uns jetzt in der Raupe-Phase. Die Ernüchterung hat begonnen. Das Ding fällt auseinander. Und um zu überleben heißt es jetzt nicht die Raupe wieder aufzubauen; zu überleben heißt, diese neuen Ideen auszuprobieren. Und was dabei wichtig ist: Diese Veränderungen brauchen nicht Millionen von Jahren, wir werden der nahen Zukunft gegen diesen großen Verkehrsberuhigungshügel prallen, und dann ist die Wahl sehr klar: Entweder voranzugehen oder nicht. Die alte Raupe-Vision unserer Zivilisation auf der Erde ist auf dem Weg nach draußen – ob wir nun den Schmetterling machen oder nicht. Das ist, wofür wir alle aktiv sind und worüber wir aufgeregt sind, denn die Zeit ist jetzt. Also: Es wird keine Millionen Jahre dauern; wir werden die Änderungen in den nächsten Jahren sehen … in ein paar Jahren wird dieser Ort bemerkenswert anders aussehen als jetzt.
From What Our Cells Can Teach Us an Insights at the Edge Podcast Interview with Bruce Lipton and Tami Simon

http://www.sein.de/geist/weisheit/2010/die-weisheit-der-zellen–interview-mit-bruce-lipton.html