Die Freihandelsabkommen TTIP und CETA

Vertraglicher Investitionsschutz versus Souveränität der Bürger und Völker

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von Karl Albrecht Schachtschneider

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Die Transatlantic Trade and Investment Partnership, TTIP, das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union (EU) und den Vereinigten Staaten von Amerika (USA), und das Comprehensive Economic and Trade Agreement, CETA, das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada, stehen vor dem Abschluß. Beide sind umstritten und werden in den Medien heftig diskutiert. Die multinationalen Unternehmen und die mit internationalen Streitigkeiten befaßten Anwälte drängen, die Abkommen schnellstmöglich zu schließen, die Ersteren, weil die Deregulierungen der Abkommen ihre Geschäftsmöglichkeiten erweitern, die Zweiteren, weil das einträgliche Mandate mit sich bringt. Die Auseinandersetzungen haben äußerst hohe Geschäftswerte. Breite Bevölkerungskreise lehnen die Abkommen, zumal das TTIP, aus Sorge um Umweltschutz und Gesundheit ab. Auch die staatliche Daseinsvorsorge droht Kritikern weiter in den Sog der Privatisierung zu geraten, regelmäßig eine Verschlechterung und Verteuerung der Leistungen. Weiterhin könnte der Druck auf die Hochschulen einschließlich der Universitäten, sich dem Geschäft zu öffnen, zunehmen. Das würde den Verfall des wissenschaftlichen Niveaus beschleunigen. Die breite Privatisierung und die Bachelorisierung von Studiengängen haben außerordentlichen Schaden angerichtet. Aber es gibt auch viele Bürger, die um Demokratie und Rechtsstaat besorgt sind. Aus diesem hochkomplexen Fragenkreis möchte ich im Wesentlichen den vertraglichen Investitionsschutz ansprechen, der mit der Souveränität der Bürger und Völker unvereinbar ist.

Der Schiedsspruch, der in diesen Tagen die Russische Föderation zu einer Schadensersatzzahlung von mehr als 50 Milliarden Dollar an die Holding GML, die aus der Menatep-Gruppe hervorging, der der Ölkonzern Yukos mehrheitlich gehörte, wirft ein grelles Licht auf die Problemlage. Die zweifelhafte Rechtsgrundlage dieses Schiedsspruchs ist ein anderes Abkommen, nämlich die Energiecharta von 1994, die aber auch einen Investitionsschutz vorsieht, wie er ähnlich in den neuen Freihandelsabkommen vereinbart werden soll. Die Duma hat diese Charta nicht ratifiziert. Rußland hat sie aber angewandt. Leonid Newslin, ein in Russland geborener Israeli, könnte am meisten von der Entscheidung des Schiedsgerichts profitieren, da er mit etwa 70 Prozent der Hauptanteilseigner von GML ist. Der frühere Eigner von Yukos war der in Rußland verurteilte Straftäter Michail Chodorkowski, gegen den die Maßnahmen getroffen wurden, die zu dem Schiedsspruch geführt haben. Er soll Leonid Newslin seine Anteile an Yukos übertragen haben, falls dieser die Anteile nicht von vornherein für Newslin gehalten hat, etwa in einer Art verdeckter Treuhandschaft. Ich kann auf diesen Fall nicht näher eingehen, weil mir die der Entscheidung zugrundeliegenden Tatsachen nicht hinreichend bekannt sind, möchte aber darauf hinweisen, daß Chodorkowski das Ölunternehmen in einer chaotischen Zeit Rußlands, mit Mitteln, deren Herkunft undurchsichtig waren und mit fragwürdigen Geschäftsgebaren an sich gebracht hat. Er hat dem russischen Volk einen wichtigen Teil des Volkseigentums abgenommen, ein Geschäft, was ihm zu unermesslichem Reichtum verholfen hat, ohne daß eine besondere unternehmerische Leistung erkennbar gewesen wäre. Es ist mehr als fragwürdig, wenn die Bodenschätze eines Landes in der Weise privatisiert oder gar internationalisiert werden. Der russische Staat unter Wladimir Putin hat das Öl in die Hand Rußlands zurückgeholt, ob rechtmäßig oder nicht, ist eine Frage, die Rußland entscheiden muß und entschieden hat. Keinesfalls ist das eine Frage für ein internationales Schiedsgericht.

Die genauen Regelungen der neuen Freihandelsabkommen sind noch nicht bekannt. Die Verhandlungen sind zum einen noch nicht abgeschlossen und zum anderen vertraulich. Bereits diese Vertraulichkeit ist mit demokratischen Prinzipien unvereinbar. Die Bürger müssen über derart wichtige Verträge, mit denen sie lange Zeit werden leben müssen, rechtzeitig informiert sein, bevor diese geschlossen sind. Sonst können sie an der politischen Willensbildung, die ihre Sache ist, schlechterdings nicht wirksam teilnehmen. Nach dem Abschluß der schwierigen Verhandlungen ist eine Änderung der Vertragstexte praktisch ausgeschlossen. Die Verhandlungen führt nach Art. 207 Abs. 3 Unterabs. 1 AEUV die Kommission der EU, die der Rat der EU dazu ermächtigt hat. Das Europäische Parlament (EP) wird von dem Stand der Verhandlungen durch die Kommission lediglich informiert. Grundsätzlich beschließt der Rat über den Abschluß der Abkommen mit qualifizierter Mehrheit. Die Abkommen bedürfen der Zustimmung des EP allenfalls nach Art 207 Abs. 5 in Verbindung mit Art. 218 Abs. 6 AEUV, soweit diese den Bereich des Verkehrs betreffen. Ob die Abkommen derartige Regelungen enthalten, ist mir nicht bekannt, im Zweifel nicht. Im Klartext: Kein Parlament muß den Abkommen zustimmen. Die nationalen Parlamente sind nicht in das Verfahren einbezogen, w

eil die Mitgliedstaaten die Verträge nicht schließen. Sie haben diese nur zu beachten und danach zu leben. Die Union hat nach Art. 3 Abs. 1 lit e die ausschließliche Zuständigkeit für die „gemeinsame Handelspolitik“, eine schwere Mißachtung der Souveränität der Völker, zumal mittels der Freihandelsabkommen die Wirtschaftspolitik der Mitgliedstaaten weitgehend festgelegt wird, also deren Wirtschaftshoheit wesentlich, vor allem durch den Investitionsschutz, eingeschränkt wird. Eine allgemeine Befugnis zur Wirtschaftspolitik hat die Union gerade nicht, sondern nach Art. 5 Abs. 1 AEUV nur die zur Koordination, die allerdings dem Rat erlaubt, „Grundzüge dieser Politik“ zu beschließen, die sehr eng sein können und der „multilateralen Überwachung“ mit der Befugnis der Kommission zur „Verwarnung“ unterliegen, also verbindlich sind. Der einzelne Mitgliedstaat, etwa Deutschland, kann bei dem Beschluß des Rates über die Handelsabkommen sogar überstimmt werden. Eine solche Entmachtung eines global ausgerichteten Wirtschaftsstaates ist nicht hinnehmbar.

Der Investitionsschutz der Freihandelsabkommen wird sich nach allgemeiner Erwartung an dem des North American Free Trade Agreement, NAFTA, dem Freihandelsabkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko, orientieren. Einschlägig ist das Kapitel 11 dieses Abkommens. Es enthält nur denkbar offene, weitreichende formulierte Verpflichtungen, deren Bedeutungsgehalt sich durch die amerikanische Rechtspraxis erschließt. Das kann ich hier nicht im Einzelnen darlegen. Der wesentliche Aspekt ist die Verbindlichkeit der welthandelsrechtlichen Grundprinzipien.

Die Grundprinzipien der Welthandelsordnung (WTO), vor allem des GATT, das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen, sind, außer den Zollregelungen und der Zusicherung von Schutz und Sicherheit, das der Inländergleichbehandlung (vgl. Art. 1002 NAFTA) und das der Meistbegünstigung (vgl. Art. 1003 NAFTA), zusammengefaßt das Diskriminierungsverbot der Unternehmen des Vertragspartners, sowie Fairness und Gerechtigkeit, Schutz und Sicherheit, aber auch Achtung des internationalen Rechts (vgl. Art. 1005 NAFTA: „international law, including fair and equitable treatment and full protection and security“). Zudem müssen die staatlichen Verfahren fair, also rechtsstaatlich (due process before an impartial tribunal) sein. Diese Prinzipien sind äußerst weitreichend und ermöglichen eine Unmenge von Verstößen durch staatliches Handeln. Inländergleichbehandlung rechtfertigt Vergleiche mit jedwedem Gesetz und jedweder Verwaltungsmaßnahme, Meistbegünstigung den Vergleich mit jedweder Handlung gegenüber anderen Staaten. Offener als Gleichbehandlung, Fairness und Gerechtigkeit können Rechtsbegriffe nicht sein. Diese Begriffe sind denkbar wenig bestimmt, ja unbestimmt, und eignen sich darum nicht für die Handhabung durch Gerichte und schon gar nicht durch anwaltliche Schiedsgerichte. Der Rechtsstaat verlangt nach hinreichender Bestimmtheit der Rechtssätze, um den Richter zu binden und die Parteien vor richterlicher Willkür zu schützen. Aber die Freihandelsabkommen institutionalisieren ausgerechnet Schiedsgerichte: Art. 1106 Abs. 1 NAFTA: “An investor of a Party may submit to arbitration (Schiedsspruch) under this Section a claim that another Party has breached an obligation under… and that the investor has incurred loss or damage by reason of, or arising out of, that breach“. Das läßt einen Schadensersatzanspruch erwarten, ohne daß dieser im NAFTA expliziert wäre. Im Zweifel sind die Verstöße gegen die skizzierten Vertragspflichten zugleich enteignungsgleiche Eingriffe in das Eigentum an den Investitionen und damit schadensersatzpflichtig. Wie das TTIP und das CETA das regeln werden, bleibt mit Bangen abzuwarten. Das Besondere der Investitionsschutzabkommen sind die Schadensersatzansprüche der Investoren wegen Enteignungen der Investitionen oder wegen enteignungsgleicher Eingriffe in diese, die nicht vom Gemeinwohl gefordert sind. Die Schäden an den Investments sind marktgerecht auszugleichen. Es heißt in Art. 1110 des NAFTA:

“No Party may directly or indirectly nationalize or expropriate an investment of an investor of another Party in its territory or take a measure tantamount to nationalization or expropriation of such an investment („expropriation“), except: (a) for a public purpose; (b) on a non-discriminatory basis; (c) in accordance with due process of law and Article 1105(1); and (d) on payment of compensation in accordance with paragraphs 2 through 6”.

Die USA, bekanntlich das Land mit den meisten Auslandsinvestitionen, haben seit langem ein starkes Interesse an dem Schutz vor Nationalisierung, Enteignung oder enteignungsgleichen Eingriffen in die Investitionen. Ein Investitionsschutz rundet ihr Dollarimperium ab. Gänzlich offen ist der Begriff Enteignung, „expropriation”: Jede Beeinträchtigung des Eigentums, also des Investments, die dessen Wert mindert, wird von den Schiedsgerichten als Enteignung praktiziert, nämlich als „measure tantamount to nationalization or expropriation”, Maßnahmen, welche einer Nationalisierung oder Enteignung gleichbedeutend sind, in etwa der deutsche Begriff des enteignungsgleichen Eingriffs. Ein solcher Begriff erlaubt es, jedwede politische Maßnahme des Gesetzgebers, der Verwaltung, der Gerichte als Enteignung oder enteignungsgleich einzustufen, wenn diese wirtschaftliche Nachteile mit sich bringt. Wegen der Formalität des Eigentumsbegriffs, nämlich mit seinen Sachen „nach Belieben verfahren“ und „andere von der Einwirkung ausschließen“ zu dürfen, hat jede staatliche Maßnahme Wirkung auf das Eigentum, nämlich auf das Handeln der Eigentümer, jede unternehmensrechtliche, jede wettbewerbsrechtliche, jede umweltrechtliche, jede arbeitsrechtliche, jede mietrechtliche, jede familienrechtliche usw. Regelung.

Der Schadensersatzanspruch des ausländischen Investors hängt nur noch davon ab, ob die Maßnahme durch das Gemeinwohl gefordert ist. Das entscheiden die Schiedsgerichte, nicht anders als der Europäische Gerichtshof über die Rechtfertigung von Beschränkungen der Wirtschaftsfreiheiten des Binnenmarktes durch Maßnahmen im Allgemeininteresse. Wer die Entscheidungsbefugnis über die Verwirklichung offener oder gar formaler Tatbestandsmerkmale, wie das des Gemeinwohls oder gar der Gerechtigkeit, hat, materialisiert mit seiner Rechtsanwendung die Begriffe und damit die Rechtslage für Investor und Staat; denn er setzt die Maßstäbe für die Fallentscheidung. Die Richter oder Schiedsrichter werden funktional zum Gesetzgeber. Das Gemeinwohl zu bestimmen ist der Kern der Freiheit der Bürger, deren Souveränität. Das ist der Grund des demokratischen Prinzips, der politischen Form der allgemeinen Freiheit. Das Bundesverfassungsgericht überläßt dem Gesetzgeber, das Gemeinwohl zu bestimmen, zu Recht. Es wäre mit der Gewaltenteilung und dem demokratischen Prinzip schlechterdings unvereinbar, wenn das Gericht seine Auffassung von dem Gemeinwohl in einer bestimmten Politik an die Stelle der des Gesetzgebers setzen würde. Es wäre der eigentliche Gesetzgeber. Gemeinwohlbestimmung ist Politik an und für sich. Der Rechtsstaat hat insoweit ein fein austariertes System entwickelt. Darüber soll aber im Investitionsschutzstreit ein Schiedsgericht entscheiden. Das ist ein Rückfall tief in die Zeit des monarchischen Absolutismus, nur jetzt tritt ein wirtschaftlich interessiertes Gremium an die Stelle des Alleinherrschers, das man Gericht nennt. Dem Schiedsgericht fehlen aber alle Merkmale eines Gerichts. Es ist schlicht ein Streitbeilegungsgremium, dem Schlichtungsverfahren übertragen werden können, nicht aber verbindliche Entscheidungen.

Die offenen Rechtsbegriffe stehen im übrigen auch nur deswegen in den Abkommen der WTO und sind in völkerrechtlichen Verträgen tragfähig, weil deren Streitschlichtungsverfahren grundsätzlich nicht zur Vollstreckung von Handlungspflichten der Staaten als den Parteien führen, schon gar nicht zu Schadensersatzansprüchen. Wesentlich ist, daß völkerrechtliche Verträge üblicherweise und grundsätzlich zu Recht keine subjektiven Rechte, Ansprüche, von Nichtstaaten, etwa von Unternehmern, begründen. Diese pauschalen Begriffe sind keine verwaltungsrechtlichen Begriffe, die mit Schadensersatzsanktionen bewährt sind und sein können und dementsprechend hinreichend bestimmt sein müssen. Wenn die Staaten die Verträge mit anderen Staaten verletzen, gibt es keine durchgreifende Vollstreckung. Das verbietet das um des Friedens willen grundlegende Gewaltverbot (Art. 2 der UNO-Charta). Nur Retorsionen (Zwangsmaßnahmen im Rahmen des Rechts, etwa Einfuhrverbote für begrenzte Zeit, keinesfalls Gewalt) und in engen Grenzen Retaliationen (Vergeltungsmaßnahmen) der Staaten als Streitparteien kommen in Betracht, die vornehmlich Sache der Diplomatie sind und gegebenenfalls der Entscheidung durch die Streitschlichtungsstellen, des Dispute Settlement Body (DSB), der Panel, bedürfen. Über Kompensationen zum Schadensausgleich müssen sich die Parteien, die Staaten, verständigen. Unternehmen setzen dagegen ihre Ansprüche ohne jede Rücksicht auf das Verhältnis der Staaten zueinander durch und nehmen damit einen Einfluß auf das staatliche Handeln, der ihnen keinesfalls zusteht. Wie die unmittelbare Anwendung des Unionsrechts, auf das sich mit subjektiven Rechten jeder Unionsbürger berufen kann, ein Umsturz des Europäischen Gerichtshofs bereits 1963 war, machen die Investitionsschutzabkommen aus den Vertragsstaaten gewissermaßen, freilich in Grenzen, einen gemeinsamen Staat, allerdings mit einem Rechtsschutzsystem, das gegen alle Staats- und Rechtsprinzipien krass verstößt. Das ist wohl auch bezweckt. Diese Abkommen sind auch ein Schritt zur einen Welt, zur globalen pax americana.

Die Schiedsgerichte (Investor-State Dispute Settlement, ISDS) sind keine Gerichte im rechtsstaatlichen Sinne. Sie können keinen Rechtsschutz leisten. Rechtsschutz ist Staatsschutz. Die Schiedsgerichte werden für jedes Verfahren neu gebildet. Sie sind mit drei Anwälten besetzt, von denen je einer von den Streitparteien benannt und der Vorsitzende vom internationalen Zentrum für die Schlichtung von Investitionsstreitigkeiten (ICTSD, der Weltbank zugeordnet) oder vom Zentrum der Vereinten Nationen für internationales Handelsrecht (UNCITRAL) gestellt wird. Die Schiedsgerichte sind somit keine ständigen Gerichte. Den Richtern fehlt dadurch die richterliche Unabhängigkeit. Sie bekommen ein hohes Honorar, das ihr Interesse weckt, wieder benannt zu werden. Außerdem steht ihre Anwaltstätigkeit der Unabhängigkeit entgegen. Sie sind in ähnlichen Streitfällen als Anwälte tätig und ständig an Aufträgen interessiert, die von einer der Parteien kommen können, aber auch von anderen Unternehmen oder Staaten, die ihre Tätigkeit als Schiedsrichter daraufhin beobachten. Sie sind geborene Interessenvertreter und bleiben es auch als Schiedsrichter. Verhandlung von Interessen und Erkenntnis von Recht, die eigentliche Aufgabe eines Richters, sind geradezu ein Gegensatz. Die Verfahren sind grundsätzlich nicht öffentlich. Das ist mit rechtsstaatlicher Rechtsprechung gänzlich unvereinbar. Was die Öffentlichkeit scheut, ist des Rechts nicht fähig (Immanuel Kant). Die Entscheidungen können nur von einem Gericht des Landes, in dem das Schiedsgericht getagt hat, auf begrenzte Rechtsverstöße hin, abgesehen von Formalia meist nur den Verstoß gegen den ordre public (Grundlagen der öffentlichen Ordnung) überprüft werden, wie das bei Schiedssprüchen üblich ist (vgl. etwa § 1059 ZPO). Es gibt somit keine relevante zweite Instanz. Das Verfahren der Schiedsgerichte ist abgesehen von allgemeinsten Prinzipien und einigen formalen Regeln ungeregelt. Die Schiedsgerichte sind keine ordentlichen Gerichte, eben nur Schiedsgerichte, Streitschlichtungsstellen. Von solchen Einrichtungen darf kein Staat sich vorhalten lassen, er habe das Recht verletzt und müsse Schadensersatz leisten. Das verletzt nicht nur das Rechtsstaatsprinzip, sondern, wie schon gesagt, die Souveränität. Diese steht nicht zur Disposition des Staates, der sich auf derartige Schiedsverfahren eingelassen hat, sondern ist die unaufhebbare Freiheit der Bürger.

Es ist ein Unding, daß ein Staat, der über die Rechtmäßigkeit seiner Maßnahmen in seinem Verfahren, das wegen der Souveränität jeder andere Staat akzeptieren muß, von einem Unternehmer verklagt werden kann, zumal vor einem Gericht, das nichts anderes ist als eine Schiedsstelle ohne Gerichtsqualität. Daß derartige Verfahren in vielen Investitionsschutzabkommen, auch von Deutschland, vereinbart sind, macht die Sache nicht besser. Das rechtfertigt schon deswegen nicht ein solches Abkommen mit den USA und mit Kanada, weil das Staaten mit anerkannter, jedenfalls tragfähiger Rechtsprechung sind. Diese Abkommen wurden eingesetzt, um einen minimalen Rechtschutz gegenüber Staaten zu erreichen, in denen weder Vertragstreue noch Rechtsschutz zu erwarten war. An sich ist eine solche Vertragspolitik mit völkerrechtlicher Souveränität nicht vereinbar und mißachtet die Gleichheit der Staaten, ein Grundprinzip des Völkerrechtsverkehrs (Art. 1 Nr. 2 und Art. 2 Nr. 1 der UNO-Charta). Aber die schwachen Staaten haben sich das vorschreiben lassen, um in den Genuß von Investitionen zu kommen. Die Gegenseitigkeit solcher Abkommen war und ist eine Farce, weil Investitionen meist nur in eine Richtung geflossen sind, von den Unternehmen kapitalstarker Staaten zu den hilfsbedürftigen schwachen Ländern. Warum hätten sich die Unternehmer auf die Investitionen einlassen sollen, wenn sie sich der Willkür eines Staates aussetzen, dessen Rechtssystem rechtsstaatlichen Anforderungen nicht genügt. Aber die Lage im Falle des TTIP und des CETA ist gänzlich anders. Die beteiligten Staaten bieten den Investoren einen entwickelten Rechtsschutz in vielstufigen, anspruchsvollen Gerichtsverfahren. Vor allem können aber die Staaten ihren Bürgern gegenüber nicht hinnehmen, daß ihr Rechtssystem von Anwaltsgremien überlagert, sprich unterminiert wird. Die Staaten müssen auch die Souveränität ihrer Bürger als deren Freiheit schützen. Freiheitlichkeit ist Rechtlichkeit. Die gewährleistet nur die Bürgerschaft selbst, organisiert in ihrem Staat. Alles andere ist Fremdbestimmung gegen die Autonomie des Willens als die Freiheit, die durch Vereinbarungen mit anderen Staaten nicht gerechtfertigt werden kann. Unternehmen haben immer schon Interesse daran gehabt, sich in Handelssachen der staatlichen Gerichtsbarkeit zu entziehen. Das geht keinesfalls zu Lasten des Staates selbst.

Karl Albrecht Schachtschneider, Berlin, August 2014

 

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Seelenmord

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Die Historikerin Nell Painter hat den Begriff „Seelenmord“ gebraucht, um die Auswirkungen der Sklaverei zu beschreiben. Sie ist die Verfasserin des Buches Soul Murder and Slavery ().

Von Robert C. Koehler

Alle Menschen sind gleich geschaffen. Alle Sachen sind versichert.

Neulich sah ich den Film Belle, und ein Teil davon lässt mich nicht in Ruhe. Das Kostümdrama, das im England der 1780er spielt, dreht sich um eine wahre historische Begebenheit: die ungeheuerliche Fahrt des Sklavenschiffs Zong im Jahr 1781 von Westafrika in die Karibik. Seine Ladung bestand aus 470 dicht gepackten menschlichen Wesen, als es zur Überquerung des Atlantik in See stach – zu dicht gepackt, wie sich herausstellt. Eine Seuche erfasste die Ladung. Sklaven und Matrosen begannen zu sterben. Das Schiff ging dem Untergang entgegen. Das Wasser wurde knapp. Letztendlich warf die überlebende Besatzung die Ladung über Bord … 132 lebende Menschen, noch immer in Ketten. Das war völlig normal.

Marcus Rediker, Autor von The Slave Ship; A Human History (Das Sklavenschiff: eine menschliche Geschichte) schrieb 2008 in der Los Angeles Times, indem er des offiziellen Endes des Sklavenhandels im britischen Weltreich vor 200 Jahren gedachte: „Über nahezu vier Jahrhunderte, von etwa 1500 bis 1870, wurden 12 bis 13 Millionen Afrikaner auf Sklavenschiffe gezwungen und in die Plantagen der Neuen Welt gebracht … Wir wissen, dass während der Überfahrt um die 1,8 Millionen dieser versklavten Männer, Frauen und Kinder zu Tode kamen und ihre Leichen über Bord geworfen wurden zu den Haien, die üblicherweise den Schiffen folgten.“

Uh, darüber reden wir nicht viel, nicht wahr? Der fragliche Zeitraum ist das glorreiche Zeitalter der Entdeckungen, als Europa auszog und den Rest der Welt entdeckte. In den Klassenzimmern meiner Kindheit lehrten sie uns über den Seidenhandel und das hehre Streben nach neuen Seerouten und derlei Dinge. Auf, Zivilisation! Ich kann mich an keine unerfreulichen Enthüllungen über die Vergewaltigung Afrikas oder den Profit erinnern, den Europas Oberschicht mit Menschenhandel machte.

Die Handlung des Films Belle, obwohl sie fiktive Charaktere miteinbezieht, dreht sich um das reale Gerichtsverfahren, das der Ankunft der Zong in Jamaica folgte. Bei diesem Verfahren ging es nicht um den Mord an 132 Menschen, sondern darum, ob die Schiffseigentümer die Versicherungsumme für den Verlust von 132 Sklaven kassieren konnten.

Schlussendlich kam der Fall vor den Obersten Gerichtshof in Großbritannien. In einer historisch bedeutsamen Entscheidung urteilte Lord Chief Justice of the King´s Bench William Murray zugunsten der Versicherungsgesellschaft: Nein, die Versicherer waren nicht verpflichtet, für absichtlich weggeworfene Sklaven Geld zu bezahlen. Die britische Abolitionsbewegung wurde durch dieses Verfahren angefeuert und die Abolitionisten betrachteten das Urteil als einen großen Sieg.

Und so finden wir das alles in der Geschichte. Aber der Film, der die historischen Details in zeitgenössische Kostüme und eine fiktive Liebesgeschichte verpackt, schaffte es meiner bescheidenen Meinung nach, eine bemerkenswerte Leistung zu vollbringen. Er brachte die Zong und alle ihre Verwicklungen mitten in das 21. Jahrhundert, nicht abstrakt, wie die Geschichte, sondern mit einer rohen und erschreckenden zeitgenössischen Bedeutung. Wir sind mit unserer Vergangenheit nicht fertig.

Rediker schrieb in seiner Abhandlung: „… wenn europäische, afrikanische und amerikanische Gesellschaften von den Altlasten von Rasse, Klasse und Skilaverei heimgesucht werden, ist das Sklavenschiff das Geisterschiff unseres modernen Gewissens.“

Die weggeworfene Ladung unserer Vergangenheit steckt noch immer in uns, egal wie sehr wir uns bemühen, sie zu ignorieren. Die Sklaverei, aus der wir Zivilisation errichtet haben – die grausame Gewissheit unseres moralischen Relativismus, der enorme Profit, die begrabenen psycho-spirituellen Konsequenzen – warten, warten, warten … auf unsere kollektive Trauer und Sühne.

Sie hatten einfache Namen, wie unsere Haustiere: Jim und Jack, Winney und Zach, Congo und Chloe. Sie waren dafür bestimmt, zu Tode gearbeitet und vergessen zu werden. Aber sie bleiben bei uns, tief eingebettet in das kollektive Gewissen unserer globalen Kultur, und starren auf deren Seele.

Zu seiner Weigerung, ein Strafverfahren gegen den Kapitän und die Mannschaft der Zong einzuleiten, sagte der britische Kronanwalt Justice John Lee angeblich: „Was soll die Behauptung, dass menschliche Leute über Bord geworfen worden sind? Das ist ein Fall von Sachen oder Gütern. Schwarze sind Güter und Eigentum, es ist Wahnsinn, diese pflichtbewussten ehrbaren Männer des Mordes zu bezichtigen. … Dieser Fall ist derselbe, als wäre Holz über Bord geworfen worden.“

Das ist unser Erbe, so sehr es uns und vielleicht mehr als alles andere geformt hat. Die Historikerin Nell Painter hat den Begriff „Seelenmord“ gebraucht, um die Auswirkungen der Sklaverei zu beschreiben. In der Tat ist sie die Verfasserin des Buches Soul Murder and Slavery (Seelenmord und Sklaverei). In einem Interview vor einigen Jahren mit PBS sprach sie über die schrecklichen psychologischen Trümmer auf allen Seiten des Lebens der Sklaven.

Über die Kinder der Plantagenbesitzer sprechend, die ab einem bestimmten Alter gezwungen wurden zuzusehen, wenn Sklaven geschlagen wurden, bemerkte sie, dass die Mädchen als weibliche Menschen zumindest eine teilweise Identifizierung mit dem Opfer beibehalten konnten. „Aber der Junge muss lernen, sich mit dem Schlagenden zu identifizieren,“ sagte sie. „Wenn er das nicht tut, dann ist er kein richtiger Mann. Das macht also die Fähigkeit, Gewalt zuzufügen, zu einem integralen Teil der Männlichkeit.“

Ernten wir nicht noch immer die Konsequenzen? Diese Woche, in einer High School in Troutdale, Oregon, eröffnete ein 15 Jahre alter Junge „das Feuer mit einem Gewehr und trug auch eine halbautomatische Pistole bei sich, die er nicht benutzte, wie auch ein Messer und neun volle Munitionsmagazine mit einige hundert Schuss,“ laut Reuters.

So so. Dieser Wahnsinn nimmt zu, wie jeder weiß. Es ist eine Nachahmung des Militarismus, aber da liegt noch mehr darin. Wir haben noch kaum begonnen, die abgrundtiefe Gebrochenheit der menschlichen Kultur zur Kenntnis zu nehmen, von Heilung gar nicht zu reden. Wir sind noch immer verloren im Zeitalter der Entdeckungen.

Robert Koehlers Artikel erscheinen auf seiner Website COMMONWONDERS.COM, in HUFFINGTON POST, Chicago Tribune und vielen weiteren Websites und Zeitungen.

Ukrainischer Präsident versetzt Streitkräfte in „höchste Kampfbereitschaft“

 

Das Neueste vom neuen Kalten Krieg: Ich setze mein Geld auf Putin

von Mike Whitneyhttps://i0.wp.com/www.demainonline.com/wp-content/uploads/petro-dollar.jpg

Der US-​Autor Mike Whit­ney unter­sucht die eigentlichen Ursachen für den Streit um die Ukraine und sieht Rus­s­land am län­geren Hebel.

„Die Geschichte zeigt, dass die USA von Kriegen in Europa poli­tisch und wirtschaftlich sehr prof­i­tiert haben. Der riesige Kap­i­talzu­fluss aus Europa, der nach dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg erfol­gte, machte die USA zur Super­ma­cht. … Angesichts des Nieder­gangs ihrer Wirtschaft ver­suchen die USA auch heute wieder einen Krieg in Europa zu provozieren, um noch ein­mal den gle­ichen Effekt zu erzielen.“

Sergey Glazyev (deutsche Schreib­weise Sergei Glas­jew), rus­sis­cher Poli­tiker und Wirtschaftswis­senschaftler [der unter https://​www​.youtube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​n​W​T​5​H​M​_​N​M​l​I in einem Video mit englis­chen Unter­titeln zu sehen und zu hören ist](Ein län­geres Video-​Interview mit deutschen Unter­titeln ist unter http://​www​.vine​yard​saker​.de/​a​n​a​l​y​s​e​/​i​n​t​e​r​v​i​e​w​-​m​ i​t​s​e​r​g​e​j– glazjew-​ein-​muss/​aufzu­rufen; die deutschen Unter­ti­tel gibt es unter http://www. das​gel​be​fo​rum​.net/​f​o​r​u​m​_​e​n​t​r​y​.​p​h​p​?​i​d​=​3​2​1​0​1​ 2 auch als besser les­baren zusam­men­hän­gen­den Text.)

„Die Ent­deck­ung der größten bekan­nten Gas­re­ser­ven der Welt im Per­sis­chen Golf, die sich Katar und der Iran teilen, und 2007 vorgenommene neue Bew­er­tun­gen, die ergaben, dass die Gasvorkom­men in der Lev­ante 70 Prozent ergiebiger als bisher angenom­men sind, liefern den Schlüs­sel zum Ver­ständ­nis der Dynamik der aktuellen Kon­flikte. Wenn die PARS-​Pipeline (s. http://​en​.wikipedia​.org/​w​i​k​i​/​I​r​a​n​-​I​r​a​q​-​S​y​r​i​a​_​p​ i​p​e​l​i​n ) vom Iran durch den Irak und Syrien bis zur Ostküste des Mit­telmeers tat­säch­lich gebaut würde, kön­nte die Europäis­che Union für die Dauer von 100 bis 120 Jahren mehr als 45 Prozent ihres Gas­be­darfs aus rus­sis­chen und iranis­chen Erdgasvorkom­men decken. Unter kon­flik­t­freien Ver­hält­nis­sen würde das zu einer ver­stärk­ten Inte­gra­tion der Bere­iche Energiev­er­sorgung und Wirtschaft­sen­twick­lung in Europa, Rus­s­land und im Iran führen.“ – Christof Lehmann (s. http://​nsnbc​.me/​a​u​t​h​o​r​/​c​h​r​i​s​t​o​f​l​e​h​m​a​n​n​/ ) im Inter­view mit dem Route Mag­a­zine [s. http://​routemag​.com/​2​0​1​3​/​0​8​/​1​3​/​i​n​t​e​r​v​i​e​w​-​w​i​t​h ​-​d​r​-​c​h​r​i​s​t​o​f​-​l​e​h​m​a​n​n​-​e​d​i​t​o​r​-​i​n​-​c​h​i​e​f ​-​o​f​-​i​n​d​e​p​e​n​d​e​n​t​-​o​n​-​l​i​n​e​-​n​e​w​s​p​a​p​e​r​-​n​s ​n​b​c​-​i​n​t​e​r​n​a​t​i​o​n​a​l​/ ]

Das Scheit­ern der (verdeck­ten) US-​Operationen in Syrien hat zu einer Ver­schär­fung des von Wash­ing­ton ini­ti­ierten Stel­lvertreterkrieges in der Ukraine geführt. Mit der Unter­stützung ange­blich „gemäßigter“ islamistis­cher Kämpfer hoffte die Obama-​Regierung Baschar al-​Assads Regime in Syrien stürzen, ihn durch eine US-​hörige Mar­i­onette erset­zen und damit die Errich­tung der uner­wün­schten Iran-​Irak-​Syrien-​Pipeline ver­hin­dern zu kön­nen. Dieser Plan ist nicht aufge­gan­gen und wird auch in naher Zukunft nicht zu real­isieren sein; das kön­nte bedeuten, dass diese Pipeline doch noch gebaut wird.

Warum wäre das ein Prob­lem?

Das wäre ein Prob­lem, weil nach Dr. Lehmann „die EU dann rund 50 Prozent ihres Erdgas­be­darfs aus iranis­chen und rus­sis­chen Quellen decken kön­nte“. Als Europas bevorzugte Energieliefer­an­ten wür­den Moskau und Teheran wirtschaftlich und poli­tisch gestärkt, während der Ein­fluss der USA und ihrer Ver­bün­de­ten – beson­ders der Ein­fluss Katars und Israels – auf Europa schwände. Deshalb haben Geg­ner der Pipeline den Plan entwick­elt, das Pro­jekt durch die Ent­fachung eines Bürg­erkriegs in Syrien zu sabotieren. (In dem bere­its ein­gangs zitierter Inter­view) hat Dr. Lehmann dazu gesagt:

„2007 hat Katar dem türkischen Außen­min­is­ter Davo­toglu 10 Mil­liar­den US-​Dollar zur Ver­fü­gung gestellt; mit diesem Geld sollte die auch in in der Türkei und in Syrien präsente Mus­lim­brud­er­schaft einen Umsturz in Syrien her­beiführen. Kür­zlich hat der ehe­ma­lige franzö­sis­che Außen­min­is­ter Dumas aus­ge­plaud­ert, dass in Großbri­tan­nien etwa zur gle­ichen Zeit die Pla­nun­gen für den Umsturz in Syrien mit Hilfe ‚von Rebellen‘ began­nen.„

Mit anderen Worten, die Idee, eine Armee dschi­hadis­tis­cher Kämpfer zu bewaffnen, zu trainieren und zu finanzieren, um Assad zu stürzen und Syrien im Inter­esse des West­ens umzu­for­men, ist energiepoli­tis­chen Ursprungs; damit sollte ver­hin­dert wer­den, dass sich US-​Rivalen in dieser Region Vorteile ver­schaf­fen. [Anmerkung: Wir wis­sen nicht, warum Lehmann Saudi-​Arabien, Kuwait und andere Golf­s­taaten nicht erwähnt, obwohl auch denen durch die PARS-​Pipeline Nachteile entstün­den.]

Lehmanns These wird auch von anderen Ana­lysten wie Nafeez Ahmed vom Guardian gestützt; er hat beschrieben, was hin­ter den Kulis­sen des insze­nierten „Bürg­erkriegs“ in Syrien vorg­ing. Es folgt ein Zitat aus seinem Artikel „Syria inter­ven­tion plan fueled by oil inter­ests, not chem­i­cal weapon con­cern“ (Der Plan zur Inter­ven­tion in Syrien basiert auf Ölin­ter­essen und nicht auf der Angst vor Chemiewaf­fen): [Der Artikel ist aufzu­rufen unter . http://​www​.the​guardian​.com/​e​n​v​i​r​o​n​m​e​n​t​/​e​a​r​t​h​-​i​n​ s​i​g​h​t​/​2​0​1​3​/​a​u​g​/​3​0​/​s​y​r​i​a​-​c​h​e​m​i​c​a​l​-​a​t​t​ a​c​k​w​a​r​-​i​n​t​e​r​v​e​n​t​i​o​n​-​o​i​l​-​g​a​s​-​e​n​e​r​g​y​-​p​ i​p​e​l​i​n​e​s .]

„Aus einer Präsi­den­ten­ver­fü­gung vom Mai 2007 geht her­vor, dass Bush die CIA bere­its damals zu Oper­a­tio­nen gegen den Iran autorisiert hat (s. http://​www​.luft​post​-kl​.de/​l​u​f​t​p​o​s​t​-​a​r​c​h​i​v​/​L​P​_​1​ 0​/​L​P​0​6​6​1​0​_​0​8​0​3​1​0​.​p​d​f ). Wie Sey­mour Hersh im New Yorker berichtete, gab es im Rah­men dieser Aktiv­itäten auch bere­its verdeckte Oper­a­tio­nen in Syrien (s. http://​www​.newyorker​.com/​m​a​g​a​z​i​n​e​/​2​0​0​7​/​0​3​/​0​5​/​t​h ​e​-​r​e​d​i​r​e​c​t​i​o​n ). Von Infor­man­ten in der US-​Regierung und in US-​Geheimdiensten hatte Hersh erfahren, dass die Bush– Admin­is­tra­tion in Koop­er­a­tion mit der der sun­ni­tis­chen Regierung Saudi-​Arabiens in verdeck­ten Oper­a­tio­nen die schi­itis­che His­bol­lah im Libanon zu schwächen ver­suchte. ‚Die USA haben sich auch an verdeck­ten Oper­a­tio­nen gegen den Iran und dessen Ver­bün­de­ten Syrien beteiligt,‘ schrieb Hersh; ‚ein Neben­pro­dukt‘ sei dabei auch ‚die Aufrüs­tung extrem­istis­cher sun­ni­tis­cher Grup­pierun­gen‘ gewe­sen, die den USA feindlich gegenüber ges­tanden und ‚mit Al-​Qaida sym­pa­thisiert‘ hät­ten. Hersh wies auch darauf hin, dass ‚die saud­is­che Regierung mit Wash­ing­tons Ein­ver­ständ­nis Geld und logis­tis­che Hilfe zur Schwächung der Assad-​Regierung in Syrien zur Ver­fü­gung gestellt habe‘. …

Nach Angaben des ehe­ma­li­gen franzö­sis­chen Außen­min­is­ters Roland Dumas wur­den in Großbri­tan­nien bere­its ab 2009 verdeckte Oper­a­tio­nen in Syrien geplant: ‚Ich war zwei Jahre vor dem Gewal­taus­bruch in Syrien wegen anderer Angele­gen­heiten in Eng­land,‘ erk­lärte er im franzö­sis­chen Fernse­hen:
‚Dort traf ich mit führen­den britis­chen Poli­tik­ern zusam­men, die mir anver­trauten, dass sie etwas gegen Syrien vor­bere­it­eten. Das war in Großbri­tan­nien, nicht in den USA. Großbri­tan­nien bere­it­ete Kämpfer darauf vor, in Syrien einz­u­fallen.‘

Aus durch­gesick­erten E-​Mails ds pri­vaten Geheim­di­en­stes Streat­for (s. http://​de​.wikipedia​.org/​w​i​k​i​/​S​t​r​a​t​f​o​r ), die sich auch auf ein Tre­f­fen mit Pentagon-​Vertretern bezo­gen, 2⁄11 geht her­vor, dass sowohl die USA als auch Großbri­tan­nien seit 2011 syrische Oppo­si­tion­skräfte mit dem Ziel trainierten, ‚den Zusam­men­bruch des Assad-​Regimes von innen zu betreiben‘. (Weit­ere Infos dazu sind nachzule­sen unter http://​www​.luft​post​-kl​.de/​l​u​f​t​p​o​s​ t–archiv/LP_13/LP08513_010713.pdf.)

War die Desta­bil­isierung Syriens und des Irans nur Teil einer Gesamt­strate­gie? Nach Aus­sagen des ehe­ma­li­gen NATO-​Oberkommandierenden Wes­ley Clark (s. http://​de​.wikipedia​.org/​w​i​k​i​/​W​e​s​l​e​y​_​C​l​a​r​k ; er war Oberkom­mandieren­der und nicht Gen­er­alsekretär der NATO, wie im englis­chen Orig­inal­text irrtüm­lich behauptet wird) wur­den durch ein Mem­o­ran­dum aus dem Büro des US-​Verteidigungsministers nur wenige Wochen nach den Anschlä­gen am 11. Sep­tem­ber 2001 Pläne bekannt, die vor­sa­hen, ‚in nur fünf Jahren die Regierun­gen von sieben Staaten zu attack­ieren und zu stürzen‘; auf den Irak soll­ten ‚Syrien, der Libanon, Libyen, Soma­lia, der Sudan und der Iran‘ fol­gen. In einem Inter­view ver­trat Clark später die Ansicht, mit dieser Strate­gie wolle man sich die Kon­trolle über die gesamten Öl– und Gasvorkom­men in der Region sich­ern.„

Anscheinend wurde Assad 2009 wegen des Pipeline-​Projekts von Katar ange­sprochen, war aus „Rück­sicht­nahme auf die Inter­essen seines Ver­bün­de­ten Rus­s­land“ aber nicht zur Zusam­me­nar­beit bereit. Hätte Assad das Ange­bot aus Katar angenom­men, wäre möglicher­weise der Ver­such, ihn zu stürzen, aufgegeben wor­den. Auf jeden Fall war der aus­bleibende Erfolg in Syrien der Grund für den Umsturz in der Ukraine. Dr. Lehmann schrieb dazu [in dem Artikel „The Atlantic Axis and the Mak­ing of a War in Ukraine“ (Die atlantis­che Achse und die Anzettelung des Krieges in der Ukraine), der nachzule­sen ist unter http://​jour​nal​-neo​.org/​2​0​1​4​/​0​7​/​3​0​/​t​h​e​-​a​t​l​a​n​t​i​ c​-​a​x​i​s​-​a​n​d​-​t​h​e​-​m​a​k​i​n​g​-​o​f​-​a​-​w​a​r​-​i​n​-​u​k​ r​a​i​n​e​/ ]:

„Der Krieg in der Ukraine wurde notwendig, weil der Umsturzver­such der Mus­lim­brud­er­schaft in Syrien im Som­mer 2012 scheit­erte. … Im Juni und Juli 2012 tru­gen rund 20.000 NATO-​Söldner, die in Libyen rekru­tiert und trainiert wor­den waren, von der jor­danis­chen Gren­zs­tadt Al-​Mafraq aus zwei Großan­griffe zur Eroberung der syrischen Stadt Aleppo vor. Beide Angriffe scheit­erten, und die ‚libysche Brigade‘ wurde von der syrischen Armee buch­stäblich aufgerieben.

Nach dieser schw­eren Nieder­lage begann Saudi-​Arabien mit einer groß angelegten Kam­pagne, die nicht über die Mus­lim­brud­er­schaft, son­dern über das Net­zw­erk ihrer üblen Schwester Al-​Qaida lief, neue Dschihad-​Kämpfer zu rekru­tieren.

Die Inter­na­tional Cri­sis Group (Infos dazu unter http://​de​.wikipedia​.org/​w​i​k​i​/​I​n​t​e​r​n​a​t​i​o​n​a​l​_​C​r​i​ s​i​s​_​G​r​o​u​p ) reagierte mit der Veröf­fentlichung ihres Berichtes ‚Ten­ta­tive Jihad‘ (Ver­such eines Dschi­hads), und Wash­ing­ton musste sich ‚poli­tisch‘ von den ‚Extrem­is­ten‘ dis­tanzieren. Nach­dem auch Plan B, der Ver­such, Assad den Ein­satz von Gift­gas anzu­las­ten, scheit­erte, war klar, dass der Krieg gegen die syrische Regierung nicht mehr zu gewin­nen war.“

Die USA wur­den auch noch durch andere Fak­toren ver­an­lasst, in der Ukraine die Kon­fronta­tion mit Moskau zu suchen, die treibende Kraft ist aber die Gefahr, dass die US-​Rivalen Rus­s­land und der Iran zu dominieren­den Spiel­ern in einem Energiekrieg wer­den kön­nten, der die Macht Wash­ing­tons zunehmend schrumpfen ließe. Außer­dem wäre eine fortschre­i­t­ende wirtschaftliche Inte­gra­tion Rus­s­lands in die EU eine direkte Bedro­hung für den Plan der USA, sich kün­ftig stärker nach Asien zu ori­en­tieren; auch das weit­ere Vor­rücken der NATO an die Gren­zen Rus­s­lands und die Abwick­lung des glob­alen Energiehan­dels in US-​Dollars wären nicht mehr gesichert.

Lehmann zitiert aus einem Gespräch mit „einem führen­den NATO-​Admiral aus einem 3⁄11 nordeu­ropäis­chen Staat“ dessen aus zwei Sätzen beste­hende Zusam­men­fas­sung der US-​Außenpolitik. Der Admi­ral sagte:

„US-​Kollegen aus dem Pen­ta­gon haben mir unmissver­ständlich zu ver­ste­hen gegeben, die USA und Großbri­tan­nien wür­den die Beziehun­gen zwis­chen Europa und der (ehe­ma­li­gen) Sow­je­tu­nion niemals so eng wer­den lassen, dass sie ihre bisher unange­focht­ene poli­tis­che, wirtschaftliche oder mil­itärische Vorherrschaft auf dem europäis­chen Kon­ti­nent gefährden kön­nten. Eine solche Entwick­lung werde man mit allen Mit­tel ver­hin­dern, wenn es nötig sei, auch durch das Provozieren eines Kriegesin Mit­teleu­ropa.

Das ist der Kern des Prob­lems. Die USA wollen keines­falls zulassen, dass ein Staat oder ein Zusam­men­schluss von Staaten ihre Dom­i­nanz gefährdet. Wash­ing­ton duldet keine Rivalen. Es will die unange­focht­ene, glob­ale Super­ma­cht bleiben, die Paul Wol­fowitz (s. http://​de​.wikipedia​.org/​w​i​k​i​/​P​a​u​l​_​W​o​l​f​o​w​i​t​z ) in einem frühen Entwurf zur Nationalen Vertei­di­gungsstrate­gie der USA (weit­ere Infos dazu sind nachzule­sen unter http://work.colum.edu/~amiller/wolfowitz1992.htm ) so beschrieben hat:

„Unser erstes Ziel ist es, das Aufkom­men eines neuen Rivalen – der so bedrohlich ist, wie es die ehe­ma­lige Sow­je­tu­nion war – entweder auf dem Ter­ri­to­rium der ehe­ma­li­gen Sow­je­tu­nion oder ander­swo zu ver­hin­dern. Das ist das dominierende Anliegen unserer neuen regionalen Vertei­di­gungsstrate­gie; deshalb müssen wir bestrebt sein, jede feindliche Macht an der Beherrschung einer Region und der Kon­trolle über deren Ressourcen zu hin­dern, wenn sie dadurch zur Welt­macht wer­den kön­nte.“

Deshalb tut die Obama-​Administration alles Erden­kliche, um eine engere wirtschaftliche Koop­er­a­tion zwis­chen der EU und Rus­s­land zu stop­pen und das Petrodollar-​System zu erhal­ten. Dieses Sys­tem ent­stand 1974, als es Präsi­dent Richard Nixon gelang, die OPEC-​Länder (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_erd%C3%B6lexportierender_L%C3%A4nder )dafür zu gewin­nen, ihr Öl nur noch für Dol­lars zu verkaufen und die überzäh­li­gen Dol­lars aus ihren Ölverkäufen in US-​Staatsanleihen anzule­gen. Dieses Arrange­ment erwies sich als wahrer Gel­dregen für die USA, der ihnen täglich mehr als eine Mil­liarde Dol­lar zufließen lässt. Deshalb kön­nen sich die USA auch einen über­höhten Kon­sum und ständig steigende Defizite leis­ten. Alle anderen Staaten müssen viele Dol­lars anhäufen, um das Öl kaufen zu kön­nen, das ihre Maschi­nen antreibt, ihre Häuser heizt und ihre Fahrzeuge bewegt. So kön­nen die USA bedenken­los immer mehr Dol­lars drucken, für die nur die Druck­kosten anfallen, und dafür wertvolle Import­güter ein­tauschen, in denen viel kost­spielige Arbeit und teure Mate­ri­alien stecken. Die Staaten, die Erdöl und Erdgas verkaufen, legen ihre über­schüs­si­gen Gewinne in US-​Staatsanleihen oder anderen dol­larnotierten Papieren wie Aktien, Renten­pa­pieren und son­sti­gen Oblig­a­tio­nen, Immo­bilien­werten oder Exchange-​traded funds /​ETFs (börsen­ge­han­del­ten Fonds) an. (Die meis­ten der wert­losen Papier­dol­lars fließen also wieder in die USA zurück, und) diesem lukra­tiven Kreis­lauf ver­danken die (eigentlich schon lange bankrot­ten) USA ihre Spitzen­po­si­tion (in der Weltwirtschaft).

Ein Kri­tiker hat diesen Vor­gang ein­mal so beschrieben: „Der Welthandel ist jetzt ein Spiel, in dem die USA nur noch Dol­lars pro­duzieren, während die übrige Welt die Güter pro­duziert, die für Dol­lars zu haben sind.“

Das Petrodollar-​System stützt die Monopol­stel­lung des Dol­lars und macht ihn zur Wel­tre­servewährung. Es schafft eine über­mäßige Nach­frage nach Dol­lars, die es der Fed (der US-​Notenbank, s. http://​de​.wikipedia​.org/​w​i​k​i​/​F​e​d​e​r​a​l​_​R​e​s​e​r​v​e​_​S​ y​s​t​e​m ) ermöglicht, den USA ständig neue Kred­ite zur sehr gerin­gen Finanzierungskosten zu ver­schaf­fen. Wür­den Öl und Erdgas nicht mehr in US-​Dollars gehan­delt, würde der Wert des Dol­lars abstürzen, der Anlei­hen­markt würde zusam­men­brechen, und die US-​Wirtschaft würde in einen langfristi­gen Nieder­gang schlit­tern.

Einer der Gründe für den Über­fall der USA auf den Irak war Sad­dams Entschei­dung, sein Öl nur noch für Euros zu verkaufen; die USA betra­chten jede Abkehr vom Petrodol­lar als direkte Bedro­hung ihrer Staatssicher­heit.

Moskau kennt diese Achilles­ferse (s. http://​de​.wikipedia​.org/​w​i​k​i​/​A​c​h​i​l​l​e​s​f​e​r​s​e ) Wash­ing­tons und gibt sich alle Mühe, diese Schwäche auszunutzen, indem es in seinen eige­nen Han­delsvere­in­barun­gen den Dol­lar zunehmend auss­chließt. Bis jetzt hat Moskau schon China und den Iran dazu gebracht, in ihrem bilat­eralen Han­del auf den Dol­lar zu verzichten, und die drei Staaten haben dabei fest­gestellt, dass auch andere Han­delspart­ner bestrebt sind, ihnen nachzueifern. Kür­zlich hat der rus­sis­che Wirtschaftsmin­is­ter sogar zu einer „Ent­dol­lar­isierungskon­ferenz“ ein­ge­laden, um eine Währungswechsel-​Verordnung zu verkün­den, die besagt, „dass die rus­sis­che Regierung rus­sis­che Fir­men kün­ftig per Gesetz zwin­gen kann, einen bes­timmten Prozentsatz ihres Warengeschäftes in Rubel abzuwick­eln.

RT (s. http://de.wikipedia.org/wiki/RT_%28Fernsehsender%29 ) hat let­zte Woche berichtet:

„Die Zen­tral­banken Rus­s­lands und Chi­nas haben ein Währungsabkom­men geschlossen, in dem fest­gelegt wurde, dass der bei­der­seit­ige Han­del kün­ftig in den Lan­deswährun­gen abgewick­elt wird, um im bilat­eralen Zahlungsverkehr die Abhängigkeit vom USDol­lar zu beseit­i­gen. ‚Das zwis­chen der Zen­tral­bank Rus­s­lands und der Chi­ne­sis­chen Volks­bank vere­in­barte Abkom­men über den Tauschw­ert ihrer Währun­gen wurde von bei­den Seiten akzep­tiert. … Die Vere­in­barung wird die kün­ftige Abwick­lung des bei­der­seit­i­gen Han­dels in Yuan und Rubel erle­ichtern und die Devisen­märkte Rus­s­lands und Chi­nas stim­ulieren,‘ erk­lärte der rus­sis­che Ver­hand­lungs­führer.
Gegen­wär­tig wür­den noch mehr als 75 Prozent des Zahlungsverkehrs im Han­del zwis­chen Rus­s­land und China in US-​Dollar abgewick­elt, berichtete die Zeitung Rossiyskaya Gazeta [Das Zitat ist ent­nom­men aus http://​www​.zero​hedge​.com/​n​e​w​s​/​2​0​1​4 – 08-​09/​de-​dollarization-​accelerates-​chinarussia-​complete-​currency- ​swap-​agreement .]

Der Angriff auf das Recy­cling des Petrodol­lars ist eine der asym­metrischen Strate­gien, die Moskau ver­folgt, um die Aggres­siv­ität der US-​Regierung zu kon­tern, seine Sou­veränität zu vertei­di­gen und wieder eine am Völk­er­recht ori­en­tierte mul­ti­po­lare Wel­tord­nung herzustellen. Der Kreml drängt auch auf insti­tu­tionelle Verän­derun­gen, die mit neuen Spiel­regeln die ungerechten Vorteile für die reicheren Län­der und ins­beson­dere die USA beseit­i­gen sollen. Die Ent­mach­tung des IWF, dessen aus­beu­ter­ische Dar­lehens– und Bestra­fungspoli­tik die meis­ten Entwick­lungslän­der und beson­ders die BRICS-​Staaten Brasilien, Rus­s­land, Indien, China und Südafrika benachteiligt, kön­nte mit Hilfe einer Entwick­lungs­bank gelin­gen, die im Juli von den BRICS-​Staaten mit einem Startkap­i­tal im Wert von 100 Mil­liar­den Dol­lar gegrün­det wurde. Die neue Bank soll „den Ein­fluss west­licher Kred­it­ge­ber und des Dol­lars begren­zen, indem sie Geld für Infra­struk­tur– und Entwick­lung­spro­jekte in den BRICS-​Staaten zur Ver­fü­gung stellt; im Unter­schied zum IWF oder zur Welt­bank sollen in der neuen Entwick­lungs­bank, alle Ein­legerstaaten – unab­hängig von der Höhe ihres Brut­toin­land­spro­dukts /​BIP – gle­ich­berechtigt mitentschei­den können.

RT hat dazu [unter http://​rt​.com/​b​u​s​i​n​e​s​s​/​1​7​3​0​0​8​-​b​r​i​c​s​-​b​a​n​k​-​c ​u​r​r​e​n​c​y​-​p​o​o​l​/ ] berichtet:
„Die auf­se­hen­erre­gende Neu­grün­dung der BRICS-​Bank wird als ein erster Schritt zum Abbau der Dom­i­nanz des US-​Dollars im glob­alen Han­del gese­hen; auch die Macht der 5⁄11 den Dol­lar stützen­den Ein­rich­tun­gen – des Inter­na­tionalen Währungs­fonds /​IWF und der Welt­bank, die beide in den USA ange­siedelt sind, soll damit gebrochen wer­den, weil die BRICS-​Staaten zu wenig Ein­fluss darauf haben. … ‚Mit dieser Ein­rich­tung schaf­fen wir das Fun­da­ment für einen wirk­samen Schutz unserer nationalen Wirtschaften vor weit­eren Krisen auf den Finanzmärk­ten,‘ erk­lärte der rus­sis­che Präsi­dent Wladimir Putin.„

Das aggres­sive Vor­preschen Wash­ing­tons in der Ukraine hat Moskau natür­lich zu Gegen­maß­nah­men gezwun­gen. Rus­s­land wider­setzt sich den USA aber nicht mil­itärisch, was Obama und Co. bevorzu­gen wür­den; Putin zielt auf die Ver­wund­barkeit des Petrodol­lar– Sys­tems. Die BRICS-​Entwicklungsbank stellt die dominierende Rolle des IWF als let­zte Zuflucht von Staaten in Geld­not in Frage, und damit auch die Macht der wohlhaben­den west­lichen Staaten und ihrer Indus­trien. Die neue Bank schafft tat­säch­lich die Basis für insti­tu­tionelle Verän­derun­gen, und das auch noch inner­halb des beste­hen­den kap­i­tal­is­tis­chen Rah­mens.

Der rus­sis­che Poli­tiker und Wirtschaftswis­senschaftler Sergei Glazyev unter­sucht den Kon­flikt zwis­chen Wash­ing­ton und Moskau in einem Essay mit dem Titel „Die USA rüsten die Ukraine mil­itärisch auf, weil sie in Rus­s­land ein­fallen wollen“. Es folgt ein Auszug daraus: (Seine Ansichten ver­tritt er auch in einem Video mit deutschen Unter­titeln, das unter http://​www​.youtube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​w​1​h​o​h​C​6​k​c​1​A aufzu­rufen ist.)

„Wer einen Krieg ver­hin­dern will, muss die Kriegstreiber stop­pen. Im Anfangssta­dium ent­fal­tet sich ein Krieg zunächst auf den Feldern der Wirtschaft, der Bee­in­flus­sung der Öffentlichkeit und der Poli­tik. Die wirtschaftliche Über­legen­heit der USA beruht auf einem riesi­gen Schulden­berg, der schon lange so hoch ist, das er nie getilgt wer­den kann. Die größten Kred­it­ge­ber der USA wür­den selbst zusam­men­brechen, wenn sie den US-​Markt mit ihren ange­sam­melten US-​Dollars und US-​Staatsanleihen über­schwem­men. Natür­lich wird der Zusam­men­bruch des US-​Finanzsystems allen Hal­tern von US-​Dollars und US-​Wertpapieren hohe Ver­luste brin­gen. Aber erstens wiegen diese Ver­luste für Rus­s­land, Europa und China weniger schwer, als die Ver­luste, die ein Drit­ter Weltkrieg verur­sachen würde, der wegen der gegen­wär­ti­gen US-​Geopolitik zu befürchten ist. Und zweit­ens, je schneller die USA unter ihrem schnell wach­senden Schulden­berg zusam­men­brechen, desto niedriger wer­den die Ver­luste (poten­zieller Geldge­ber) sein. Drit­tens eröffnet der Zusam­men­bruch des Dol­lars die Möglichkeit, das glob­ale Finanzsys­tem endlich auf der Basis von Gerechtigkeit und zum Vorteil aller zu reformieren.“

Wash­ing­ton betra­chtet es als „mod­erne Kriegs­führung“, wenn es den aus Neon­azis oder islamistis­chen Extrem­is­ten beste­hen­den Armeen in seinen Stel­lvertreterkriegen verdeckte Unter­stützung zukom­men lässt. Für Moskau besteht mod­erne Kriegs­führung darin, dem Feind die Fähigkeit zu nehmen, ständig Angriffe auf die rus­sis­che Währung, auf rus­sis­che Insti­tu­tio­nen, auf den rus­sis­chen Anlei­hen­markt und auf die Glaub­würdigkeit vorzunehmen, die Moskau braucht, um seine Ver­bün­de­ten davon überzeu­gen zu kön­nen, dass es wirk­lich ein vernün­ftiges glob­ales Wirtschaftssys­tem anstrebt.

Ich werde mein Geld in Rus­s­land anle­gen.

Mike Whit­ney lebt im Staat Wash­ing­ton. Er ist Mitau­tor des Buches „Hope­less: Barack Obama and the Pol­i­tics of Illu­sion (Hoff­nungs­los: Barack Obama und die Poli­tik der Illu­sio­nen), erschienen bei AK Press. Das Buch ist auch als Kin­dle Edi­tion ver­füg­bar. Der Autor ist zu erre­ichen über Diese E-​Mail-​Adresse ist vor Spam­bots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschal­tet sein! . 6⁄11 (Wir haben den Artikel, der keines Kom­men­tars bedarf, kom­plett über­setzt und mit Ergänzun­gen und Links in run­den Klam­mern verse­hen. Die Links in eck­i­gen Klam­mern hat der Autor selbst einge­fügt. Weit­ere Infos über ihn sind aufzu­rufen unter http://​www​.ope​d​news​.com/​a​u​t​h​o​r​/​a​u​t​h​o​r​3​3​.​h​t​m​l .)

http://​www​.luft​post​-kl​.de/​l​u​f​t​p​o​s​t​-​a​r​c​h​i​v​/​L​P​_​1​3​/​L​P​1​2​9​1​4​_​2​5​0​8​1​4​.​p​d​f

Quelle/Gesamter Text: http://www.linkezeitung.de/index.php/ausland/europa/1420-das-neueste-vom-neuen-kalten-krieg-ich-setze-mein-geld-auf-putin

Kommentar von LA: 

Wer seine Macht als Weltreservewährungsinhaber dermaßen missbraucht wie die VSA, der ist nicht akzeptabel in der Völkergemeinschaft, die Frieden will!

 

 

Identische Hilferufe aus Ukraine und Russland 26.8 14 Klagemauer TV

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Xavier Naidoo – Verschieden

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Da man gerade  Xavier Naidoo anpisst , hier ein Video von Ihm ,
das die selbsternannte Elite wohl nicht so toll findet 😉

Ab Minute 1.30 kommt Xavier Naidoo  auf den Punkt.

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Nordischer Glaube: Stolz, Ehre und Loyalität

lickr.com/ Vic Nic/ (CC BY 2.0)

Ein Mensch ohne Glaube hat sein Herz unlängst verloren. Ganz gleich wie jeder seinen Gott nennen mag, dieser ist allgegenwärtig und gibt dem Leben der Menschen einen Sinn. Leider entstehen dennoch fortlaufend äußerst dramatische Religionskriege, gerade im Nahen Osten; geschürt durch machtbesessene Drahtzieher, welche Glaubensrichtungen missbrauchen zwecks Unterdrückung. Es gelingt ihnen, weil sämtliche Religionen genau darauf aufbauen. Lediglich der Buddhismus sowie nordische Glaubenswelten lehnen auf ihre jeweilige Art jedwede Unterwürfigkeit ab, fühlen sich einzig Naturgesetzen verpflichtet.

Demzufolge beinhaltet der nordische Glaube stets Freiheitswerte. Odin, Thor, Freya verkörpern insbesondere folgende Werte: Stolz, Ehre, Loyalität. Darüberhinaus steht kein anderer Glaube für dermaßen hohe Gleichberechtigung, denn die nordische Götterwelt bringt etliche einflussreiche Frauennamen zum Vorschein. Wer an Odin glaubt, benötigt weder Kirche noch scheinheilige Goldkettenpriester, sondern findet seinen Zugang ähnlich wie Buddhisten inmitten natürlicher Einflüsse.

So wie einst die Wikinger  

Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang bestehen Verbindungen aus logischen Konsequenzen des schlichten Daseins. Nordische Götter lernten dem Menschen, Zeit unabhängig, selbstbestimmt zu nutzen ohne tägliche Zwänge, sie bilden eine Einheit aller Elemente. Allerdings erfordert freier Glaube Selbstvertrauen, Risikobereitschaft. Wikinger verdeutlichten früher, wohin Gottes Wege führen. Sicherlich raubten, plünderten sie, trotzdem herrschte respektvoller Umgang, Frauen waren das Familienbindeglied, genossen Freiheiten, welche heute nichtmals existieren.

Manche Raufereien waren ehrlicher als heutige antihumane Diskussionen einer Gesellschaft, wo Menschen aufgrund diskriminierender Abwertung leiden müssen. Glauben darf niemals Knechtschaft oder Erniedrigung begünstigen. Kirchenvertreter sprechen kontinuierlich über Sünden, Beichten, predigen gegen Armut, aber tragen selber Goldketten.

Doppelmoral der christlichen Gottesvertreter

Uns vorliegende Fälle bestätigen die Doppelmoral christlicher Gottesvertreter. Vor rund 16 Jahren ging beispielsweise ein schüchterner Junge zum Konfirmationsunterricht. Weil jener zurückgezogen lebte, wollte der zuständige Kirchenvertreter dieses Kind mitnichten konfirmieren. Grund? Er verweigerte zwei Konfirmationsfahrten. Statt nachzufragen, folgte vorurteilsbehaftete Aburteilung.

Außerdem gehören Vergewaltigungen zur Tagesordnung, Menschen erhalten keinerlei wirkliche Hilfe. Kirchen besitzen hohen Einfluss, zerstören, was Jesus mittels seines eigenen Blutes geschaffen. Zweifelsohne bleibt die Bibel das wertvollste Buch menschlicher Geschichte sowie Gegenwart, doch um christlichen Glauben auszuleben, braucht niemand falsche Priester, Pfarrer oder Kirchen – Gott lebt bedingungslos durch und mit uns.

Manche lieben nordische Götter hinsichtlich ihrer Ehrlichkeit. Sie verschönerten nichts, ließen Planet Erde gedeihen, kämpften, wo es erforderlich, liebten gemäß innerlicher Empfindungen, herrschten wildkindlich. Jedem seinem Glauben bedeutet nordische Mythologie als das zu verstehen, was sie immer war: Freiheit samt allen daraus resultierenden Facetten.

Sicherheit stinkt, Freiheit erfüllt!

Ich schließe mit einem eigenen Zitat:

Niemals werden wir mit marschieren in Eurem Lügenmarsch, Euer Gnadenbrot anfassen, denn an Euch klebt Jahrhunderte altes, heuchlerisches Blut.

Ihr

Joachim Sondern

http://www.buergerstimme.com/Design2/2014-08/nordischer-glaube-stolz-ehre-und-loyalitaet/

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Im Land der Marionetten oder die verbotene Freiheit

flickr.com/ Angela Schlafmütze/ (CC BY-NC-ND 2.0)

Die Freiheit, sie ist uns angeboren, sie wohnt in unserem Herzen und sie ist Voraussetzung, dass wir Freude, Leidenschaft, Hingabe und unseren Schaffensdrang voll entfalten können. Doch in diesen Zeiten ist es uns versagt, auch nur annähernd das zu vollbringen, wofür wir geboren und fähig sind. Stattdessen ist Anpassung, Profit, Zerstörung und unendliches Wirtschaftswachstum oberste Priorität, da hat Freiheit keinen Platz.

Wir werden zu Marionetten einer Konsumwelt herangezogen zu stumpfen Handlangern, die vorgegebenen Gesetzen folgen, zu einem manipulierbaren Fußvolk, das mechanisch die Anforderungen erfüllt, die ihm auferlegt werden. Das ist normal, das ist gottgegeben, so ist das Leben, meinen viele und sehen nicht, dass wirkliche Freiheit hier keinen Platz hat. Das Fußvolk wie eine Marionette, die nicht merkt, dass sie nur Erfüllungsgehilfe ist wie ein betäubter Statist, der die Dauerberieselung braucht, damit er nicht spürt, was ihm angetan wird, wie ein stummer Mitspieler, der sich ängstlich an das klammert, was ihm vorgesetzt wird.

Keine Freiheit, kein Glück im Herzen. Jemand zieht an den Fäden, die Marionette zuckt, ein Terrorakt, die Marionette gerät in Angst und Panik, eine Pandemie, die Marionette wähnt sich in Lebensgefahr, ein menschengemachter Klimawandel, die Marionette denkt, der Weltuntergang stünde kurz bevor. Sie fühlt sich schuldig, weil ihr dargelegt wird, dass sie schuldig sei. Dort ist der Feind, wird ihr erzählt, er muss vernichtet werden, und sie zieht in den Krieg, denn sie glaubt, hiermit ihre Freiheit zu verteidigen.

Ein gemeinsames Handeln wird unterbunden

Bedrohungen, wohin das Auge blickt, der böse Russe, der teuflische Diktator, der unheilbringende Nazi, der gesundheitsgefährdende Scharlatan, die verwirrten Verschwörungstheoretiker, die rechtsradikalen Demonstranten, die gehässigen Antiamerikaner, die irregeführten Putinversteher, die gemeingefährlichen Antisemiten, die gestörten Klimaskeptiker, die üblen Linken, die verblendeten Europa-Hasser.

Doch die Bedrohung, sie sitzt nicht dort, wo uns gesagt wird, dass sie säße. Sie versteckt sich hinter Fassaden, hinter den privilegierten Regierungsmarionetten, hinter dem Dschungel aus Lügen und Intrigen. Sie zeigt feige nicht ihr Gesicht, damit sie unentdeckt und unerkannt ungehemmt kontrollieren, plündern, rauben, morden und befehlen kann. Das ist der echte Feind, unfassbar, unangreifbar, weilunsichtbar. Kontrolle durch geplante Angstszenarien, ein Terrorakt wird arrangiert, und die Marionetten laufen wild und verwirrt durcheinander, sehen in verkehrte Richtungen, beschuldigen den Falschen, erkennen nicht, wo der wahre Terror, der wahre Antagonist sie niederhält und insgeheim bezwingt. Die Marionetten, sie wollen Schutz vor dem vorgetäuschten Feind und so akzeptieren sie Einschränkungen, noch mehr Kontrollen, noch mehr Vorschriften, um ihre vermeintliche Freiheit zu bewahren. Sie erkennen nicht, dass sie immer unfreier werden.

Im Irak gäbe es Massenvernichtungswaffen, hieß es einst, doch die wahren Massenvernichtungswaffen gegen die Menschheit heißen Zerstörung des Zusammengehörigkeitsgefühls, Zerstörung des Gefühls, füreinander einzustehen, Raubbau an der Natur, genmanipuliertes Saatgut, giftige, angeblich alternativlose Medikamente, eine auf Profit ausgelegte Schulmedizin, Zerstörung der Familie durch den Genderwahn und die Frühsexualisierung. Die Vereinzelung wird vorangetrieben durch Konkurrenzkampf, durch Überfremdung, durch „Profitoptimierung“, durch das Bildungssystem. Nur die Leistungen einzelner sind gefragt, nicht die einer Gruppe oder einer Gemeinschaft. Das Potential eines gemeinsamen Handelns wird sabotiert.

Unsere Gedanken, sind sie wirklich frei?

Und dennoch glaubt die Mehrheit, sie sei frei und ungebunden, ihr stünden alle Wege offen und sie könnte ihre Fähigkeiten nutzen, wie sie wollte. Die Gedanken seien frei, meinen sie, doch sind sie wirklich frei? Eingezwängt in ein Korsett starrer und unflexibler Glaubenssätze, in ein krankes und manipuliertes Finanz- und Bildungssystem, in teilweise unbewiesene Naturgesetze, in vorbestimmte Untersuchungsergebnisse, in diverse fest verankerte Theorien, in eine verfälschte Geschichtsschreibung, in auf sinnliche Wahrnehmungen beschränkte Vorstellungen, in vorgeschriebene Forschungsthemen, können sich Gedanken nicht ergebnisoffen und frei entwickeln, weil die Fülle aller Möglichkeiten ungenutzt bleiben. Unterdrückte Erkenntnisse, unerwünschte Ergebnisse, übersinnliche Erfahrungen, vorenthaltenes Wissen bleiben außen vor, sie können nicht einfließen in wirklich freie Gedanken, in denen alles erlaubt und zur Verfügung stehen muss.

Der Funke eines Gedankens muss frei sein von allen Begrenzungen und von allen angeordneten Indoktrinationen. Doch das ist unmöglich, weil wir eingekreist sind von einer ständigen Berieselung von Unwahrheiten, Nebensächlichkeiten, Richtungslenkungen und Ablenkungsmanövern. Einschränkungen ersticken Freiheit, Grenzen engen Gedanken ein, verheimlichte Entdeckungen und Kenntnisse erlauben lediglich ein Kreisen in engen Bahnen.

Freiheit ist unerwünscht

Die Freiheit, sie ist unerwünscht in diesem Leben, sie ist der Feind derer, die an den Fäden ziehen. Denn Freiheit bedeutet, dass Menschen selbständig denken und agieren, Freiheit bedeutet, unabhängig und autark zu sein, Freiheit ist, sich dem zu widmen, was im Herzen brennt, Freiheit ist, die Liebe zum Leben zu leben. Anstatt Freiheit in unseren Erdentagen zu erfahren, werden unser Denken und unsere Herzen eingeengt, ja fast zum Erliegen gebracht. Zu Marionetten degradiert wird die Verbindung zu dem, was wir sind und was wir schaffen könnten, abgeschnitten.

Eine neue Gemeinsamkeit muss entstehen

Kann es uns gelingen, dieses System zu stürzen, oder sind wir alle schon zu sehr vereinzelt, dass uns nichts Gemeinsames mehr gelingen kann? Ist die Angst schon zu groß, den Arbeitsplatz zu verlieren, die Familie nicht ausreichend versorgen oder die Raten nicht mehr abbezahlen zu können? Ich hoffe nicht, denn dann hätten die gewonnen, die die Fäden ziehen.

Die Gemeinsamkeit muss wieder erblühen, das gegenseitige Helfen sollte Alltag werden, wir müssen einander wieder in die Augen blicken, freundschaftliche Begegnungen pflegen, gegenseitige Anerkennung schenken, uns Verständnis entgegenbringen, Menschlichkeit untereinander zur Selbstverständlichkeit werden lassen und uns als fühlende, leidende und des Schaffens fähige Menschen erkennen. Und nicht zuletzt müssen wir anschauen und verstehen, was uns angetan und was mit uns gemacht wird, denn nur dann können wir wieder handlungsfähig werden! Nur eine starke Gemeinschaft, die bedingungslos und konsequent zusammenhält, kann Veränderungen herbeiführen.

Ihre

Ulrike S.

http://www.buergerstimme.com/Design2/2014-08/im-land-der-marionetten-oder-die-verbotene-freiheit/

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