Peinlich: EU-Kommissar kennt eigene TTIP-Studie nicht  

Die hartnäckige Recherche zweier Journalisten zu TTIP schlägt Wellen: In der ARD-Reportage „Der große Deal – Geheimakte Freihandelsabkommen“, steht das US-EU-Handelsabkommen samt EU-Chefunterhändler Karel De Gucht nicht gut da. Als die Journalisten aus einer Studie der Kommission zitieren, unterbricht der EU-Handelskommissar das Interview. Denn auf die Frage, wie er bei gerade einmal 0,05 Prozent in der Studie prognostiziertem Wachstum pro Jahr auf 120 Milliarden Euro zusätzliches Wirtschaftswachstum durch TTIP kommt, weiß er keine Antwort (Min 14:15). Schon peinlich, die eigenen Daten nicht zu kennen. 

http://www.expresszeitung.ch/redaktion/gesellschaft/politik/peinlich-eu-kommissar-kennt-eigene-ttip-studie-nicht#sthash.F7jyZkvv.dpuf

 

ARD – #TTIP – Der große Deal – Geheimakte Freihandelsabkommen – 4.8.2014

Wir sind mit dem EU-Handelskommissar Karel de Gucht verabredet. Wir wollen mit ihm über TTIP reden, das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. Wir haben eine Studie über die Auswirkungen von TTIP auf die Wirtschaft dabei – von de Gucht selbst in Auftrag gegeben. Er ist der Chefunterhändler für das Freihandelsabkommen und behauptet öffentlich, dass das Abkommen 120 Milliarden Euro zusätzliches Wirtschaftswachstum bringen wird. Eine stolze Zahl? Als wir ihn im Interview darauf hinweisen, dass seine Studie gerade mal 0.05% Steigerung der Wirtschaftsleistung pro Jahr durch TTIP errechnet hat, bricht er das Interview erstmal ab. Der Kommissar rechnet nach, dann wird er unwirsch: „Let’s not argue with numbers. Ich sage ihnen, wir werden die meisten Handelshemmnisse abschaffen.“

 

http://www.expresszeitung.ch/redaktion/gesellschaft/politik/peinlich-eu-kommissar-kennt-eigene-ttip-studie-nicht#sthash.F7jyZkvv.dpuf

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar