Foto: drachen-fabelwesen.dr

Freya Foto: http://www.nordische-mythologie.de/main.htm
Ein Hörbuch
Die Götterwelt der Germanen begründet sich auf drei Geschlechter, die alle aus dem Urchaos Ginnungagap und dem Urrind Audhumbla hervorgingen: Das Geschlecht der Riesen und Ungeheuer, zu denen praktisch alle bösen Wesen gehörten, die auch für Naturkatastrophen verantwortlich gemacht wurden, kam als erstes auf die Welt. Dieses Geschlecht hat die Macht, die Welt zu vernichten. Damit dies nicht passiert, wurden Wanen und Asen geschaffen. Sie halten alles im Gleichgewicht, bis sich das Schicksal der Götter in einem finalen Kampf erfüllt, infolgedessen es zu einem Krieg zwischen Riesen und dem Asen-Wanen-Bund kommt, dem sich die gefallenen Menschenkrieger anschließen und in dem die ganze Welt vernichtet wird, um wiedergeboren zu werden.
Das zweitälteste Geschlecht, die Wanen, wurden als äußerst geschickt, erdgebunden und weise verehrt und lebten ewig, sofern sie nicht erschlagen wurden. Das jüngste Geschlecht, die Asen, galten als äußerst mutig und stark, aber nicht sehr klug, was man auch in der Edda nachlesen kann. Ihr Ewiges Leben verdanken sie einem Trunk, der sie gewissermaßen abhängig von den Wanen machte.
Hauptgott der Asen war Odin, ursprünglich vielleicht Tyr. Hauptgott der Wanen war der Meeresgott Njörd bzw. dessen Zwillingskinder Freyr und Freya. Asen und Wanen fochten einen großen Krieg aus, bei dem die Asen als Sieger hervorgingen, wobei die Wanen weiterhin eine geachtete Stellung innehatten. Beide Geschlechter lebten versöhnt und nebeneinander, bis die Christianisierung der Germanen einsetzte. Daraus ergeben sich auch verschiedene Schöpfungsmythen: so ist sowohl Tyr als auch Odin Schöpfer der ersten Menschen. Odin war ursprünglich der Hauptgott der Westgermanen, wobei er sich nordwärts über ganz Europa verbreitete. Für die Nordgermanen spielte ursprünglich Nerthus eine große Rolle, doch schon früh verschmolz ihr Kriegsgott Wodan mit dem Kriegsgott Odin und wurde so zum Hauptgott. Auch die Ostgermanen übernahmen Odin schließlich als Hauptgott. Daher wird in der Nordgermanischen Religion Odin immer als oberster Gott angesehen.
Odin war ein Gott über alle anderen Götter. Odin war zuvorderst Kriegs- und Todesgott, und erst in zweiter Linie ein Weiser. Der Name „Odin“ leitet sich vom altnordischen Wort „óðr“ her, das „wild, rasend“ bedeutet. Daher war er der Gott der Ekstase und des rasenden Kampfes. Er war nicht ein nordischer, sondern ein gemeingermanischer Gott. Er war auch Hauptgott der Angeln, der Sachsen, die ihn Wodan nannten, was Inschriften bekräftigen. Die Sage um Odin reicht auch weit zurück, denn bereits die Römer wussten, dass die Germanen einen Gott verehrten, der ihrem Mercurius ähnelte. Odin hatte nur ein Auge, das andere hatte er dem Jöten Mime verpfändet, der über den Brunnen der Weisheit am Lebensbaum Yggdrasil gebot, wofür er aus dem Brunnen trinken durfte — er opferte also sein körperliches Auge für ein geistiges, mit dem er Dinge sehen konnte, die anderen verborgen waren. Auch die Magie der Runen hatte er von Mime gelernt. Nach der Völuspá hatte Odin einst den ersten Krieg verursacht: „In die Feinde schleuderte Odin den Speer. Das war der erste Kampf der Völker.“
Sehr schöne Seite von Germanenherz – Einige Auszüge:
http://germanenherz.blogspot.de/2012/06/die-irminsul.html
Wie wir den Überlieferungen entnehmen können, sind die beiden höchsten Sinnbilder der nordischen Atlanter die Sonne und die Weltensäule, die der Germanen die Sonne und die Irminsul (All-Säule) bzw. die Yggdrasil (Weltesche, Weltenbaum, Sonnenbahn-Dreh-Säule), wobei sich die Germanen ihre heilige Säule vorwiegend als Baum (Lebensbaum) vorstellten. Die Baumverehrung der Germanen gilt jedoch grundsätzlich demselben kosmischen Prinzip wie die Verehrung der Weltensäule bei den Atlantern, nämlich der Weltenachse bzw. Weltenseele. Auch dieObelisken in Ägypten, die Totempfähle der nordamerikanischen Indianer, der Weltenbaum der Maya, der Lebensbaum der Kabbala, der griechische Säulenkult, der im Deutschen Kulturraum weitverbreitete Maibaum und auch der in vielen Teilen der Welt verbreitete Weihnachtsbaum gehen alle auf den gleichen Kultus zurück und stehen symbolisch für das Prinzip der Weltensäule, die auch als Himmelssäule, Himmelsstütze, Weltenachse oder

Bildquelle: Nordwelt Versand.
Die Irminsul Foto: germanenherz.blogspot.com
Den Futhark und Runendeutung findet Ihr hier:
http://www.nordische-mythologie.de/main.htm
Der König von Thule
Johann Wolfgang von Goethes
Weiter Seite http://asgard-forever.de/runenkunde/
Edda – Nordisches Schrifttum
Edda (nord. „Urgroßmutter“), ist eine Sammlung nordischer Dichtungen, die in zwei grundsätzlichen Versionen vorliegt.
Der Name Edda wird zunächst für das Werk des isländischen Dichters und Historikers Snorri Sturluson benutzt. Er verfasste um 1220 auf Island ein umfangreiches Werk über Mythen und Dichtkunst, es ist unter den Bezeichnungen „Prosa-Edda”, „Jüngere Edda” oder nach ihrem Verfasser „Snorri-Edda” geläufig (Den Inhalt dieser Edda seht ihr weiter unten). Die „Snorri-Edda“ besteht aus drei Hauptteilen, nämlich Gylfaginning, Skáldskaparmál und Hattatal. Das Werk Gylfaginning musste sich allerdings der christlichen Zensur beugen, und so wurden die Götter als Könige dargestellt, die ihrer asiatischen Herkunft wegen Asen hießen.
Um 1270 (1240?) niedergeschrieben wurde die „ältere Edda” („Lieder-Edda”, „Poetische Edda”, fälschlich dem isländischen Gelehrten Sæmundur zugeschrieben, daher auch „Sæmundar-Edda”), sie ist somit jünger als Snorris Edda. Sie wird aber deshalb „ältere Edda“ genannte, weil sie auf ältere gesicherte Quellen zurückgeht. Sie gilt als Sammlung von Dichtungen vieler unbekannter Autoren. Die „Lieder-Edda“ besteht aus drei Hauptteilen, nämlich Götterdichtung, Spruchweisheit und Heldengsang, (Den Inhalt dieser Edda seht ihr weiter unten)
Die Stoffe beider Ausgaben lassen Überlieferungen mindestens aus der Völkerwanderungszeit anehmen, Parallelen mit indogermanischer Götterdichtung lassen noch tiefere Wurzel schließen.
Der Ursprung des Begriffs Edda ist unklar. Heißt es nach dem Entstehungsort Oddi in Südwestisland „Buch von Oddi” oder nach dem altnordischen Wort edda „Urgroßmutter” im Sinne eine Urahnin aller Dichtung? Da Snorri sein Werk als Lehrbuch verfaßte, berührt sich diese Erklärung mit der These, Edda rühre vom Wort odr, Gesang oder Dichtung her und bedeute somit schlicht „Buch von der Dichtung”: Die Dichtung stammt mythisch vom Skaldenmet Ödrorir her, der in einem als Gebärmutter deutbaren Kessel gebraut wurde.
Die Edda wurde erst zu einer Zeit geschrieben, als die Heiden bis nach Polen zurückgedrängt waren. Daher ist die oft gemachte Behauptung, die Edda sei das Heilige Buch der Nordischen Völker, falsch. Allerdings beinhaltet sie deren wesentliche Mythen, die vorher wohl mündlich weitergegeben wurden.
Hier seht ihr eine Seite der Edda
Hier die Auswahl aus dem Inhalt der Prosa-Edda (Snorri-Edda oder jüngeren Edda)
Die drei ersteren sind die Hauptwerke
– Gylfis Täuschung (Gylfaginning)
– Die Sprache der Dichtkunst (Skáldskaparmál)
– Verzeichnis der Versformen (Hattatal)
– Skaldenverzeichnis (Skáldatal)
Und der weitere Text der Edda hier:
http://www.lokis-mythologie.de/Die%20Woelsistrophen.html
Noch eine weitere Netz-Seite, wunderschön gemacht, über die Edda:
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Foto: germanen-plakat.de
Zum Herunterladen des Buches geht es hier:http://germanenherz.files.wordpress.com /2014/03/simrock-karl-die-edda-1851.pdf
Die ältere Edda
1. Völuspâ.
Der Seherin Ausspruch.
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Allen Edeln gebiet ich Andacht, |
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Riesen acht ich die Urgebornen, |
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Einst war das Alter, da Ymir 4 lebte: |
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Bis Börs Söhne 8 die Bälle erhuben, |
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Die Sonne von Süden, des Mondes Gesellin, |
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Da 14 gingen die Berather zu den Richterstühlen, |
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Die Asen einten sich auf dem Idafelde, |
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Sie warfen im Hofe heiter mit Würfeln |
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Da gingen die Berather zu den Richterstühlen, |
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Da ward Modsognir der mächtigste |
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Nyi und Nidi, Nordri und Sudri, |
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Weigr, Gandalfr, Windalfr, Thrain, |
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Fili, Kili, Fundin, Nali, |
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Zeit ists, die Zwerge von Dwalins Zunft |
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Da war Draupnir und Dolgthrasir, |
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Fialar und Frosti, Finnar und Ginnar, |
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Gingen da 9 dreie aus dieser Versammlung, |
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Besaßen nicht Seele, und Sinn noch nicht, |
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Eine Esche weiß ich, heißt Yggdrasil, 15, 16 |
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Davon 15 kommen Frauen, vielwißende, |
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Allein saß sie außen, da der Alte kam, |
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In der vielbekannten Quelle Mimirs. |
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Ihr gab Heervater Halsband und Ringe |
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Ich sah Walküren 36 weiter kommen, |
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Da wurde Mord in der Welt zuerst, |
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Heid hieß man sie wohin sie kam, |
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Da 42 gingen die Berather zu den Richterstühlen, |
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Gebrochen war der Burgwall den Asen, |
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Da gingen die Berather zu den Richterstühlen, |
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Von Zorn bezwungen zögerte Thôr nicht, |
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Ich weiß Heimdalls 27 Horn verborgen |
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Oestlich saß die Alte im Eisengebüsch |
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Ihn mästet das Mark gefällter Männer, |
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Da saß am Hügel und schlug die Harfe |
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Den Göttern gellend sang Gullinkambi, |
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Ich sah dem Baldur, 49 dem blühenden Opfer, |
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Von der Mistel kam, so dauchte mich |
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In Ketten lag im Quellenwalde |
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Gewoben weiß da Wala Todesbande, |
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Ein Strom wälzt ostwärts durch Eiterthäler |
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Nördlich stand an den Nidabergen |
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Einen Saal seh ich, der Sonne fern |
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Im starrenden Strome stehn da und waten |
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Viel weiß der Weise, sieht weit voraus |
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Brüder befehden sich und fällen einander, |
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Unerhörtes eräugnet sich, großer Ehbruch. |
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Muspels Söhne spielen, der Mittelstamm entzündet sich |
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Yggdrasil zittert, die Esche, doch steht sie, |
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Hrym 51 fährt von Osten und hebt den Schild, |
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Der Kiel fährt von Osten, da kommen Muspels Söhne |
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Surtur 4, 51 fährt von Süden mit flammendem Schwert, |
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Was ist mit den Asen? was ist mit den Alfen? |
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Da hebt sich Hlins 35 anderer Harm, |
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Nicht säumt Siegvaters erhabner Sohn |
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Da kommt geschritten Hlodyns schöner Erbe, |
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Schwarz wird die Sonne, die Erde sinkt ins Meer, |
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Da 53 seh ich auftauchen zum andernmale |
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Die Asen einen sich auf dem Idafelde, |
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Da werden sich wieder die wundersamen |
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Da werden unbesät die Aecker tragen, |
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Da kann Hönir selbst sein Looß sich kiesen, |
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Einen Saal seh ich heller als die Sonne, |
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Da reitet der Mächtige zum Rath der Götter, |
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Nun kommt der dunkle Drache geflogen, |
http://gutenberg.spiegel.de/buch/4321/3









