In Deutschlands Hauptstadt werden Politiker und Journalisten heute nicht mehr mit einem Koffer voller Geld gekauft. Das geht viel subtiler.

 

Abgeordnete, Journalisten, Wirtschaftsführer und die Manager großer Stiftungen und Wissenschaftsbetriebe bilden in Berlin eine ehrenwerte Gesellschaft. Aufgenommen wird man dort nur durch Empfehlung. Käuflich erwerben kann man die Eintrittskarte nicht. Denn dort ist im Hintergrund so viel Geld versammelt, dass man auf Eintrittsgelder gar nicht angewiesen ist.

Dafür aber gibt es dort ein Insiderwissen, auf das der Durchschnittsbürger neidisch werden könnte. Da verkündete die deutsche Kanzlerin vor dem Hintergrund der Spionageaffäre 2014 medienwirksam den vorübergehenden Rauswurf des Deutschlandchefs der CIA. Dabei wussten unsere Berliner Eliten und Leitmedien schon an jenem Tag, dass der Mann ohnehin seinen Sommerurlaub in den Vereinigten Staaten antreten wollte. Aber warum haben sie das nur verschwiegen, obwohl es jeder einsehen konnte?

Quelle: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/redaktion/berliner-mafiasumpf-einblicke-in-die-ehrenwerte-gesellschaft.html

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14.07.2014 / Inland / Seite 5Inhalt

Abgeordnete im Visier

Mitglieder des Bundestags auf der Ausspähliste, mindestens elf Regierungsmitarbeiter als CIA-Quellen

Wie die Bild am Sonntag unter Berufung auf US-Geheimdienstkreise berichtet, führt der US-amerikanische Geheimdienst CIA mehr als ein Dutzend Regierungsmitarbeiter in Deutschland als Quellen. Im Visier stünden das Verteidigungs-, das Wirtschafts-, das Innen- und das Entwicklungshilfeministerium. Letzteres sei für die CIA von Interesse, weil über dieses Ressort verdeckte BND-Operationen im Ausland liefen.

Auch die Kommunikation von Bundestagsabgeordneten könnte das Ziel von Abhöraktionen gewesen sein. Betroffen war nach einem Bericht des Spiegel 2013 auch der Linke-Politiker Steffen Bockhahn. Der nicht wieder im Bundestag vertretene Politiker gehörte in der vergangenen Wahlperiode dem geheim tagenden Parlamentsgremium zur Kontrolle der Geheimdienste an. Seiner engsten Mitarbeiterin fiel demnach auf, wie ihr Handy von Geisterhand gesteuert ihren SMS-Verkehr mit Bockhahn durchforstete und E-Mails mit Bezügen zum Geheimdienstkontrollgremium aufrief. Die Mails erschienen auf dem Display, ohne daß sie etwas dagegen tun konnte, so der Bericht. Offenbar stöberte jemand in den Daten herum.

Das Bundeskriminalamt und das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern ermitteln laut dem Magazin seit August 2013 wegen des Verdachts auf Computersabotage und das Auskundschaften von Staatsgeheimnissen. Bockhahn sagte, hochrangige Regierungsbeamte hätten ihm gesagt, er solle davon ausgehen, »daß es sich um eine Geheimdienstoperation handelt«. Der Unions-Obmann im NSA-Untersuchungsausschuß, Roderich Kiesewetter (CDU), ließ sein Handy bereits vor geraumer Zeit überprüfen. Techniker hätten festgestellt, daß es von Dritten angezapft worden sei.

Ehemalige NSA-Mitarbeiter hatten im Ausschuß im Einklang mit den Erkenntnissen durch den Whistleblower Edward Snowden ausgesagt, daß der Geheimdienst quasi sämtliche Kommunikationsdaten auch in Deutschland ausspionieren kann.

Der Ausschußvorsitzende Patrick Sensburg (CDU) will die Ausrüstung des Gremiums so spionagesicher wie möglich machen. Sinnvoll wäre es, »wenn wir alle unsere Handys vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik checken lassen würden«. Im Oktober war bekannt geworden, daß die NSA Merkels Handy ausspioniert hatte. Deshalb ermittelt Generalbundesanwalt Harald Range wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit.

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