Afghanistan-Krieg: US-Militär gibt zu, lukrativen Opiumhandel in Afghanistan zu schützen

Das ist nur für Leser, die das Thema nicht so gut kennen und für neue Leser auf meinem Blog. Denn ist inzwischen allzu gut bekannt, was in Afghanistan wirklich passiert, wofür unser Soldaten ihren Kopf hinhalten und wessen (Wirtschafts)-Interessen sie in Wahrheit schützen. Ich rede hier noch nicht einmal von dem Herumgeballere mit Uran-Munition, das ist ein eigenes Thema siehe:

sondern vom ganz normalen Wahnsinn. Wir können darin erkennen, wer den Terrorismus initiiert hat, wem er dient und was es mit 9/11 zu tun hat. Ich hoffe, daß es der Rest der Menschen auch bald mal erkennt.

Also hier kommt ein älterer Beitrag, der jedoch immer noch allzu wahr ist:

Ethan A. Huff

Mit einem Marktanteil von 92 Prozent am globalen Opiumhandel ist Afghanistan das mit Abstand größte Anbau- und Exportland für Opium. Viele sind wahrscheinlich schockiert darüber, dass das US-Militär ausdrücklich beauftragt war, die afghanischen Mohnfelder, von denen das Opium stammt, zu bewachen, um die milliardenschwere Drogenindustrie zu schützen, an dem die Wall Street, die CIA, der MI6 und viele andere Gruppen in großem Stil verdienen.

Vor den tragischen Ereignissen vom 11. September 2001 gehörte Afghanistan nicht zu den Global Playern im Anbau von Mohn, dem Ausgangsstoff sowohl von illegalem Heroin als auch von

Morphium für pharmazeutische Zwecke. In dem Bemühen, die Pflanze im Land auszurotten, hatten die Taliban sogar aktiv Mohnfelder zerstört, wie die Pittsburgh-Post-Gazette am 16. Februar 2001 in einem Artikelmit dem Titel »Opiumproduktion des Landes praktisch ausgerottet« berichtete.

Doch nach dem 11. September betrieb der militärisch-industrielle Komplex der USA die Invasion in Afghanistan und unterstützte umgehend den Wiederaufbau der Mohnindustrie im Lande. Nach Angaben des Drogenbekämpfungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDCP) stieg der Opiumanbau in Afghanistan 2002, nach der Invasion amerikanischer Truppen unter Führung des damaligen US-Präsidenten George W. Bush, um 657 Prozent.

 

CIA verantwortlich für den Wiederaufbau der Opiumindustrie in Afghanistan nach dem 11. September

Später berichtete die New York Times (NYT), dass der Bruder des derzeitigen afghanischen Präsidenten Hamid Karzai mindestens acht Jahre lang auf der Gehaltsliste der CIA gestanden habe, bevor dies 2009 öffentlich bekannt wurde. Ahmad Wali Karzai war ein entscheidender Player bei der Wiederaufnahme des Opiumhandels des Landes – bekannt als Goldener Halbmond –, und die CIA hatte das Unternehmen hinter den Kulissen finanziert.

»Der Drogenhandel im Goldenen Halbmond, den die CIA Anfang der 1980er Jahre in Gang gesetzt hatte, wird bis heute vom US-Geheimdienst gemeinsam  mit den NATO-Besatzungstruppen undbritischen Streitkräften geschützt«, schrieb Prof. Michel Chossudovsky 2007 in einem Bericht, bevor bekannt wurde, dass Ahmad Wali Karzai auf der Gehaltsliste der CIA stand. »Die Einnahmen aus dem milliardenschweren Schmuggelgeschäft werden bei westlichen Banken eingezahlt. Fast die gesamten Einnahmen fließen in Geschäftsbeteiligungen und Verbrechersyndikate außerhalb Afghanistans.«

Die Mainstreammedien präsentieren der amerikanischen Öffentlichkeit jedoch ein ganz anderes Bild. So sendete FOX Newsbeispielsweise 2010 einen Propagandabeitrag, in dem behauptet wurde, Angehörige des Militärs müssten die Mohnfelder in Afghanistan schützen, anstatt sie zu zerstören, um die Bevölkerung ruhig zu halten und ein mögliches »Sicherheitsrisiko« zu vermeiden – Fox News-Reporter Geraldo Rivera ist mit der unverfrorenen Lüge zu hören, die Mohnbauern seien von den Taliban und nicht von der CIA und anderen ausländischen Interessen finanziert worden.

 

(Das ursprünglich Video wurde bereits gelöscht, wie kann es auch anders sein, das obere ist Ersatz.

Während also Zehntausende von Amerikanern jedes Jahr Opfer von Drogen werden und möglicherweise sogar an einer Überdosis von Heroin sterben, das aus diesem illegalen Drogenanbau stammt, und während der Anbau von harmlosen Pflanzen wie Marihuana oder Hanf in den USA weiterhin verboten bleibt, schützen amerikanische Soldaten genau die Mohnfelder in Afghanistan, auf denen der Nachschub für den weltweiten Drogenhandel produziert wird. Etwas ist furchtbar falsch an diesem Bild.

 

Quelle: info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/ethan-a-huff/krieg-gegen-das-rauschgift-als-schwindel-entlarvt-us-militaer-gibt-zu-den-lukrativen-opiumhandel-.html

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