Bundesbank knickt ein: Deutschlands Gold bleibt in den »sicheren Händen« der Federal Reserve

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/tyler-durden/bundesbank-knickt-ein-deutschlands-gold-bleibt-in-den-sicheren-haenden-der-federal-reserve.html

Tyler Durden

Nachdem vor einigen Monaten enthüllt worden war, dass Deutschland 2013 nur armselige fünf Tonnen seiner Goldreserven (statt der beabsichtigten 84 Tonnen, die eigentlich geplant waren) zurückholen konnte, hat Deutschland offenbar die Absicht aufgegeben, seine Goldreserven, die sich einfach nicht mehr in den USA befinden, zu repatriieren.

Michael Krieger berichtete zudem unter Berufung auf Bloomberg, man habe sich entschieden, »es« (und damit ist nicht das reale Gold gemeint, das sich offensichtlich seit Jahrzehnten schon nicht mehr in der Federal Reserve (Fed) befand, sondern lediglich die Gold-Wertpapiere, die einen angeblichen Goldbesitz verheißen.

Näheres findet man hier und hier) bei der New Yorker Niederlassung der Fed, und damit in den »sicheren Händen« des früheren Goldman-Managers und heutigen Vorstandschefs der Fed in New York, William »Bill« Dudley, zu belassen.

Mike Krieger schrieb am gestrigen Montag in seinem Liberty-Blitzkrieg-Blog:

»In der vergangenen Woche veröffentlichte ich einen Beitrag mit der Überschrift ›Video des Tages – In ganz Deutschland kommt es verstärkt zu Protesten, in denen ein Ende der Vorherrschaft der Fed gefordert wird‹, der sich rasch im Internet verbreitete. Wenige Tage später stellte sich heraus, dass die verbrecherische politische Klasse Deutschlands interessanterweise beschlossen hat, die Goldreserven des Lands in New York zu belassen, anstatt sie, wie ursprünglich geplant, nach Deutschland zurückzuholen. Es ist schon eine ironische Wendung, dass, gerade als es in ganz Deutschland verstärkt zu Demonstrationen gegen die faschistische Federal Reserve kommt, die politische Klasse offiziell bekannt gibt, man wolle Deutschlands Goldreserven weiterhin jenseits des Atlantiks in der Obhut gerade dieser Federal Reserve belassen.

Der Fairness halber muss man sagen, dass diese Entscheidung für Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Kumpane vermutlich die einzige Möglichkeit war, ihr Gesicht zu wahren, nachdem die Fed ihnen bereits ein klares ›Nein‹ verkündet hatte, als sie zum ersten Mal darum baten, ihr Gold zurückholen zu dürfen. Warum sonst sollte es fast ein ganzes Jahrzehnt dauern, das Gold von New York nach Deutschland zu transportieren, wie es in dem aktuellsten Repatriierungs-

Zeitplan vorgesehen war.«

Bei Bloomberg lesen wir:

 

»Deutschland hat entschieden, dass sein Gold in amerikanischer Hand sicher ist.

Wachsendes Misstrauen gegenüber dem Euro während der europäischen Schuldenkrise trat eine Kampagne los, die gesamten deutschen Goldreserven aus New York und London nach Deutschland zurückzuholen. Nach politischen Veränderungen in der Koalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel ist die Regierung zu dem Schluss gekommen, dass es vernünftig sei, die Hälfte der Goldreserven im Ausland unterzubringen.

»Die Amerikaner passen gut auf unser Gold auf«, erklärte Norbert Barthle, haushaltspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag in einem Interview, »Objektiv gesehen gibt es keinen Grund für Misstrauen«.

Das Ende der Diskussionen über eine Rückführung der zweitgrößten Goldreserven der Welt beseitigt die Ursache einer möglichen Irritation in den amerikanische-deutschen Beziehungen.Zugleich erteilt es Kritikern, wie etwa der Euro-kritischen Alternative für Deutschland (AfD) eine Abfuhr, die eine Rückführung der gesamten Goldreserven nach Frankfurt gefordert hatte, um zu verhindern, dass diese als Druckmittel eingesetzt werden könnten, um Deutschland zu zwingen, in der Währungsunion zu bleiben.

 

Die Deutsche Bundesbank schickte 2012 eine Delegation in die Tresore der New Yorker Fed, um den Goldschatz vor Ort zu überprüfen. Als Hüterin des Goldes ist die Bundesbank mit Sitz in Frankfurt verpflichtet, für dessen Sicherheit zu sorgen. Nach Ansicht der Bundesbank ist es vernünftig, einen Teil der Reserven im Ausland zu lagern, um diese im Notfall leichter in andere Währungen tauschen zu können.

Gerade der letzte Satz ist in seiner Orwellschen Irrationalität kaum mehr zu überbieten. Gold soll leicht in Devisen getauscht werden? Devisen können von korrupten Bankern in Anzügen und mit einem falschen Lächeln und beruhigenden Worten, die von komplexem Fachjargon nur so strotzen, in praktisch unendlichen Mengen herbeigezaubert werden.

Warum sollte Deutschland sein Gold dafür eintauschen? Aber es scheint, als seien viele Länder für diese einfache, aber wirksame Abzocke anfällig, wie ich in meinem Artikelhier darstellte:

»Die deutschen Goldreserven sind nach Angaben des World Gold Council die zweitgrößten weltweit und beliefen sich im März auf insgesamt 3.386,4 Tonnen.

Aufgrund der deutschen Nachkriegsgeschichte wird der größte Teil von ihnen in der Federal Reserve von New York gelagert; der Rest befindet sich in London, Paris und Frankfurt.

›Für den Moment ist unser Kampagne abgewürgt worden«, sagte Peter Boehringer, ein Euro-Kritiker aus München, der 2012 eine Initiative mitbegründete, die erreichen will, dass die gesamten Goldreserven nach Deutschland zurückgeholt werden, in einem Interview.«

Jetzt und für immer. Tut uns leid, ihr Trottel. Und hier erklärt euch Jürgen Hardt von der CDU, dass alles in bester Ordnung ist.

 

Update:

Zwischenzeitlich hat Bloomberg, die von ZeroHedge zitierte Quelle, irreführende Formulierungen korrigiert. Eine ausführliche Entgegnung von Jan Kneist mit dem Titel


»Verzweiflung oder Unwissenheit? Bloomberg bringt dubiose »News« über die deutsche Gold-Rückholung«

 

finden Sie bei Goldseiten.de

 

 

 

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