
In Baden-Württemberg ist ein ähnliches Vorhaben auf breiten zivilgesellschaftlichen Widerstand gestoßen. In Niedersachsen strebt man offensichtlich eine breite öffentliche Diskussion an. Dem Vernehmen nach besteht nicht nur zwischen den Regierungsfraktionen Einigkeit, sondern auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und andere Gruppierungen unterstützen den Plan.
In der Hauptsache soll der Vorstoß den Interessen der Homosexuellen dienen. Ina Korter, grüne Sprecherin für Bildungspolitik, sagte: »Es wäre schön, wenn wir gemeinsam ein Zeichen gegen Homophobie setzen könnten.« Sie ist der Meinung, dass die Aufklärung über homosexuelle Lebensweisen nicht von heterosexuellen Lehrern erfolgen sollte, sondern von homosexuellen. Entsprechend äußerte sich ein Vertreter von SchLAu Hannover e.V., einem »Bildungs- und Schulaufklärungsprojekt zu sexueller Orientierung und geschlechtlicher Vielfalt«: Eine größere Sichtbarkeit von Homosexuellen an Schulen sei wünschenswert.
CDU und die Kirchen halten sich bislang bedeckt. Das Katholische Büro in Niedersachsen – das ist die Vertretung der katholischen Bischöfe bei der Landesregierung – verlautete: »Natürlich haben wir ein klares Bild davon, wie Ehe und Familie aussehen sollten. Das heißt aber nicht, dass wir andere diskriminieren.«
Quelle: http://www.freiewelt.net/nachricht/sexuelle-vielfalt-bald-auch-an-niedersachsens-schulen-10035047/