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Bundespräsident Joachim Gauck hatte gefordert, dass sich Deutschland mehr außenpolitisch engagieren soll, seine früher gebotene Zurückhaltung ablegen und eine größere Verantwortung wahrnehmen müsse. Dazu gehöre auch, militärische Einsätze „als letztes Mittel nicht von vornherein zu verwerfen“. Gegen ein stärkeres außenpolitisches Engagement Deutschlands ist allerdings ebenfalls eine Mehrheit der Bundesbürger: 56 Prozent meinen, dass man sich besser zurückhalten solle, darunter 63 Prozent der befragten Frauen. Lediglich 40 Prozent der Deutschen stimmen Gauck zu – hier dominieren die Männer mit 50 Prozent und mit jeweils 48 Prozent die 14- bis 29-Jährigen und die Anhänger der SPD.
Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 18. und 19. Juni 2014 im Auftrag des Magazins stern 1001 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.
Quelle: Gruner+Jahr, stern (ots)