Der Himmel ist unter uns – eine Buchempfehlung

Wolfgang Thiele & Herbert Knorr
Der Himmel ist unter uns
Die faszinierende Entdeckung des ersten Weltwunders zwischen Rhein und Weser, Lippe, Ruhr und Main

Die Entdeckung der ältesten und größten Bodenbilder der Erde. Ein gespiegelter Himmel mit gigantischen Ausmaßen. Älteste Kirchen, früher heidnische Kultstätten, simulieren den nördlichen Sternenhimmel auf dem Boden. Die Autoren entführen in alte Kulte, ins Mittelalter Karls des Großen und in die Steinzeit, in der mehr Einsteins lebten, als wir je zu träumen wagten …

Am 28. August 2006 starb Wolfgang Thiele. Er wurde 57 Jahre alt. Wolfgang Thiele war derjenige, der den „Himmel unter uns“, unter unseren Füßen, 1994 in Südwestfalen entdeckt hat. Fast zwei Jahrzehnte seines Lebens hat er diesem Thema gewidmet. Sein Name wird immer mit dieser außergewöhnlichen Entdeckung verbunden sein.

Mittels 237 ältester Kirchorte des alten südlichen Westfalens (Kölnisches Westfalen) wurde ein System von siebzehn Sternbildern und hellen Einzelsternen auf dem Erdboden nachgezeichnet, das sich als nördlicher Sternenhimmel erwies. Angefangen vom Löwen, über Jungfrau und Waage, über Bärenhüter, den Großen und Kleinen Wagen, bis hin zum Drachen sind alle wichtigen Sternbilder des Nordhimmels mittels der Standorte von frühen Kirchen (Nachfolgerinnen neolithischer Kultstätten) nachgewiesen. Die Sternbilder des gefundenen Bodensystems stehen untereinander nicht beliebig. Sie stehen auf dem Boden so, wie sie grundsätzlich zu allen Zeiten am Himmel zueinander stehen.

Dieses Abbild des Himmel – viele Tausende von Quadratkilometern groß – wurde mittels offizieller topographischer Karten vermessen. Mit den ermittelten Daten ließen sich die wichtigsten Achsen und Himmelsmarken (z. B. alle Horizontmarken, Himmelsäquator, nördlicher und südlicher Himmelspol) errechnen, vorhersagen und auf dem Boden finden. So konnte dieser Bodenhimmel positioniert und datiert werden, und zwar auf das Kernjahr 2800 v. Chr. (neolithische Zeit).

Die Kirchbauten wurden auf uralten heidnischen Stätten errichtet, die im Zuge von Kultstätten-Traditionen in der Zeit der Christianisierung noch bekannt waren und von Karl dem Großen, seinen Vorgängern und Nachfolgern überbaut wurden. Die erstellte Liste der ältesten Sakralbauten fasst erstmals überhaupt die ältesten Kirchen, Klöster und Kapellen Südwestfalens zusammen und bildet die empirische Basis der Haupttheorie des „Himmels unter uns“.

Neben der Evidenz der Bodenbilder gibt es viele weitere wichtige Argumente und Belege dafür, dass die ältesten Kapellen, Kirchen und Klöster des alten Kölnischen Westfalen den nördlichen Sternenhimmel auf Erden simulieren: so die statistische Auswertung des Fundes sowie damit verbunden verschiedenste siedlungsgeschichtliche Auffälligkeiten. Von den insgesamt 258 als alt zu definierenden Kirchen, Kapellen und Klöstern des Forschungsgebietes konnten bisher 92% Sternen zugeordnet werden. Diese hohe Signifikanz ist mit nur zwei Kriterien, dem Gebäudetyp und seinem hohen Alter zustande gekommen.

Für das System konnten drei Großachsen nachgewiesen werden. Zunächst eine Nord-Süd-Achse (Ortsmeridian) und eine Ost-West-Achse auf der Höhe des wahren Horizontes. Diese Achsen sind auch mittels konkreter Kirch- bzw. Sternorte, die exakt [!] auf ihnen liegen, nachweisbar. Die dritte Achse, der „Solstitialkolur“ (Kreis der Sonne), durch den Himmelspol, durch den Großen Wagen auf das Sternbild Löwe verläuft exakt so, wie sie aufgrund des Standes der Nord-Süd-Ausrichtung des Systems für das Kernjahr 2800 v. Chr. verlaufen muss. Die geometrische und mathematische Ausrichtung des Systems lässt zweifelsfrei erkennen, dass die Erbauer die Maße des Himmels und der Erde kannten und mit der spezifischen Ausdehnung des Himmels unter uns dieses Wissen auf der Erde festhielten und bis heute hinterlassen haben.

All dies zusammengenommen und vieles Weitere mehr erweist diesen „Himmel unter uns“, der älter als die ägyptischen Pyramiden ist (das Letzte noch erhaltende der so genannten sieben Weltwunder) als das „erste Weltwunder“.

Liste der Kirchorte vor 1300 in Südwestfalen

In dieser Liste finden sich alphabetisch geordnet 258 Kirchorte des Raumes Südwestfalen (NRW), in denen vor 1300 Kirchen, Kapellen und Klöster errichtet wurden. Falls nötig ist ihre heutige kommunale Zuordnung angegeben.

Diese Liste war die Basis für den Fund der größten und ältesten Bodenbilder der Welt, dem Himmel unter uns, unter unseren Füßen. 237 von diesen Kirchorten bilden den nördlichen Sternenhimmel mit siebzehn Sternbildern und einigen Einzelsternen ab.

Für die Orte wird im folgenden jeweils das Jahrhundert angegeben, in denen die erste Kirche, Kapelle etc. mindestens errichtet wurde. Die Zahlen in den eckigen Klammern ermöglichen, die genannten Kirchorte ggfs. in anderen Tabellen, Karten oder Zusammenhängen des Buches „Der Himmel ist unter uns“ zu erschließen.

Das Buch „Der Himmel ist unter uns“ kennt die gleiche Liste, allerdings erweitert um zahlreiche Literaturhinweise und Quellenangaben, mit denen das Mindestalter der Kirchorte erschlossen wurde. Die Kurzbeschreibung im Buch enthält zudem jeweils die Angabe der überlieferten ältesten Ortsnamen, wo möglich auch die Patronate der Bauten (wichtig für die Altersbestimmung), erste urkundliche Nennungen, erhaltene Teile oder Bauteile, wo möglich auch Grabungsergebnisse, angenommene oder nachgewiesene Vorgängerkirchen bzw. Kapellen und die von verschiedenen Fachwissenschaften daraufhin vorgenommene, zum Teil allerdings untereinander abweichenden Datierungen. Inhaltsverzeichnis:

 

Statt eines Vorwortes

 

Erste Erzählung: Die Geburt einer Idee

I. Astronomie in Stein

Geheimnisse vor unseren Türen

II. Das Rätsel der Tierkreiszeichen

Die Kirche St. Peter und Paul in Wormbach

III. Irrwege, Zweifel und eine Idee Der Weg führt über die Kirchen

IV. Im Namen Gottes, des EinzigenMission, Gewalt, Zerstörung

 

Zweite Erzählung: Die Entdeckung

V. Der Durchbruch

Spurensuchen: Enttäuschungen und Erlösungen

VI. Kirchen und Linien, Sterne und Bilder

Die größte Bodenzeichnung der Erde

VII. Eine Tatsache ist eine Tatsache

Wenig Volk, viele Kirchen und andere

Merkwürdigkeiten

VIII. Weitere aufregende Funde

und eine Zwischenbilanz in Wormbach

 

Dritte Erzählung: Die Entschlüsselung beginnt

IX. Es geht wieder los

Alte Probleme – neue Forschungen

X. Die Crux mit dem Himmelspol

Die Nord-Süd-Achse zeigt sich

XI. Der Fluch der Perspektiven

Von der Relativität des Himmels

XII. Das kleine Reiterlein

Der Doppelstern von Meschede

 

Quelle auch für die Buchbestellung:

http://www.vonneruhr.de/weltwunder.html

Vierte Erzählung: Die Nabel der Welt

XIII. Die Brücke zum großen Garten

Der Himmelsäquator wird gefunden

XIV. Der Horizont des Lebens

Landmarken und andere Merkwürdigkeiten

XV. Der große Kreis am Achsenheim

Polarstern oder Himmelspol?

XVI. Steine, Sterne, Stiere

Die Ermittlung des Südhorizontes

 

Fünfte Erzählung: Gott würfelt nicht

XVII. Bei den Himmeln

Die Ost-West-Achse zeigt sich

XVIII. Die Geheimnisse der Konradiner

Der Südpol von Weilburg

XIX. Das Lottospiel des Erzbischofs

Von Statistik, von Stochastik und

der Notwendigkeit des Zufalls

X. Naturdenkmal oder „New Grange“?

Noch einmal die Klippen von Hörbach

 

Sechste Erzählung: Eine Landkarte der Zeit

XXI. Jungfrauen weisen den Weg

Meditationen, Assoziationen

und Spekulationen in Wormbach

XXII. Von der Schönheit der Geometrie

Mainz und Mongotiacum

oder Die himmlische Ordnung

XXIII. Mythos oder Wirklichkeit

Vom Zauber der Masse oder Zeit ist Zahl

XIV. Das Goldene Zeitalter

oder Zeit ist Raum

 

Von Wormbach nach Stonehenge

Ein vorläufiges Ende

 

Anhänge Anhang 1: Text-Appendices

Anhang 2: Kirchorte vor 1300

Anhang 3: Zuordnung von Kirchorten nach Sternbildbereichen

Anhang 4: Kirchen-Statistik

Anhang 5: Tabellen

Anhang 6: Anmerkungen

Anhang 7: Siglen-, Quellen- und Literaturverzeichnis

 

Quelle auch für die Buchbestellung:

http://www.vonneruhr.de/weltwunder.html

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